Ärger um Strafzettel fürs Parken

Mann fuhr mit Pkw auf Verkehrsüberwachungs-Mitarbeiterin zu - Anzeige wegen Nötigung im Straßenverkehr

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Eine Verkehrsüberwachungs-Mitarbeiterin wollte in der Rosenheimer Samerstraße eine Verwarnung aufgrund einer Parkzeit-Überschreitung für einen Pkw ausstellen. Die 52-Jährige befand sich gerade vor dem Auto, als der Fahrer des Pkw von der gegenüberliegenden Straßenseite dies bemerkte, rief er zu der Frau, dass er gleich wegfahren würde. Im Anschluss sei der Mann auch in seinen Wagen – leider doch mit Strafzettel – eingestiegen. Dann aber sei er mit dem Pkw langsam auf die 52-Jährige zugefahren, sagt die Polizei am heutigen Dienstagvormittag. Die Verkehrsüberwachungs-Mitarbeiterin habe auf den Gehweg springen müssen, um sich zu retten – der Mann sei dann mit dem Auto weggefahren.

Aufgrund der Beschreibung des Mannes, so die Polizei – oder vielleicht auch, weil das Kennzeichen der Frau ja dann wohl doch bekannt war – wurde der Fahrer schnell ermittelt.

Bei ihm handelt es sich um einen 37-Jährigen aus Bernau. Gegen den Mann wird nun wegen Nötigung im Straßenverkehr ermittelt. Seine Verwarnung aufgrund der Parkzeit-Überschreitung muss er ebenso bezahlen, so die Polizei.

 

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7 Kommentare zu “Ärger um Strafzettel fürs Parken

  1. Muss man auf Biegen und Brechen jeden Cent erzwingen? Wenn man eh gleich wegfährt, aber Corona kostet ja Geld.

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    1. Verkehrsteilnehmer sollen also keine Regeln mehr einhalten und andere Personen mutwillig gefährden?

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  2. Die Verkehrsüberwachungsmitarbeiterin steht vor dem Auto als der Mann noch auf der anderen Straßenseite war, und stand immer noch vor dem Auto, als der Fahrer einstieg, und stand immer noch vor dem Auto als das Auto LANGSAM anfuhr und musste dann plötzlich auf den Gehweg springen um sich zu retten???? Bitte???
    Wer hat denn jetzt da wen genötigt?

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  3. Die Leut jammern immer, dass keiner mehr Respekt hat. Egal ob Polizei, Landwirt oder eben Parkplatzkontrolleur. Alle jammern sie, dass sie nicht täglich hören “du bist systemrelevant und ohne dich geht nichts”. Aber eigentlich ist es doch so, dass nicht das Gutzureden (Respekt ausdrücken) weniger wurde, sondern die Leute süchtig nach Wertschätzung geworden sind. Früher hat man die Arbeit halt gemacht, jetzt braucht man dazu noch ein besonderes “mei du bist aber toll”. Und weil es täglich ausbleibt, reagiert der Kontrolleur mit einem “heut zeig ichs dir und schreib dich auf, damit du weißt wie wichtig ich bin” oder eben “ich fahr mit Traktor so lange auf der Straße bis ihr glaubt, dass ihr ohne mich nichts zu essen habt”.
    Ist halt der falsche Ansatz, aber man wird das aus den Köpfen nicht mehr rauskriegen.

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    1. Richtig, und woher kommts? Die Kinder kriegen nur noch zu hören, dass sie so super sind. Ganz pauschal ohne konkrete Handlung im Hintergrund werden sie pausenlos gelobt. Du bist super und das Kind weiß nicht mal warum. Kritik gibts gar nicht mehr, auch keine Konstruktive. Und wenn das Kind dann erwachsen ist, das pauschale Lob ausbleibt oder gar Kritik ankommt, regiert der Erwachsene dann mit Vergeltung, Hass oder Depression.

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  4. Und das rechtfertigt das Verhalten des Fahrers.
    Wunderliche Einstellung

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  5. Wer hat da eigentlich genötigt ? Der Strafzettel war doch längst schon an der Scheibe.
    Die Dame hat doch den Mann samt Auto behindert.
    Die Polizei sollte unparteiisch sein.

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