Ärger droht

Nach Basketball-Hit: Kelterns Vorstand sagt, am grünen Tisch könnte Wasserburg der Sieg genommen werden

Größten Respekt vor der Leistung des TSV Wasserburg zollte der Gegner Keltern am gestrigen Abend nach dem Basket-Bundesliga-Hit dem Parsons-Team. Denn trotz verletzungsbedingter Wasserburger Personal-Misere wurden die Schützlinge von Kelterns Coach Hergenröther mit einer Niederlage auf den Heimweg geschickt (wir berichteten). Stress droht trotzdem: Am grünen Tisch könnte es noch ein Sieg für Keltern werden im Nachhinein. Davon jedenfalls geht Kelterns Vorstand Dirk Steidl, der gestern in Wasserburg vor Ort war. „Da ich mir schon unmittelbar nach Beginn sicher war, dass wir dieses Spiel aufgrund der Sachlage nicht verlieren werden können, habe ich das Ganze entspannt anschauen können” – so wird er im Netz auf der Seite des eigenen Vereins zitiert.

Denn völlig überraschend für sie als gegnerisches Team sei auf dem Spielbericht beim TSV Wasserburg eine junge, bisher unbekannte Nachwuchsspielerin aufgetaucht, so der Vorsitzende der Rutronik Stars Keltern. Und dies, nachdem die Meldefrist für Spielerinnen in der DBBL am 31. Januar abgelaufen sei.

Man habe Wasserburg vor dem Spiel darauf aufmerksam gemacht, dass dies höchstwahrscheinlich mit einer Spiel-Wertung für Keltern enden werde. Doch Wasserburg habe sich auf eine Aussage der Liga berufen und die Spielerin auf dem Spielberichtsbogen belassen.

Auch in der aktuellen Bundesliga-Tabelle der DBBL ist der Sieg für Wasserburg als Zweitplatzierte gewertet …

Steidl sagte, viele andere Fälle aus der Vergangenheit hätten gezeigt, dass nach Mitternacht des 31. Januar nicht mehr nachgemeldet werden könne und dürfe. Und daran habe sich auch nach erneutem Studium der DBLO nichts geändert.

Man dürfe also gespannt sein, wie es in diesem Fall weitergehen werde.

„Am Ende wäre es natürlich peinlich und völlig unverdient, ein solches Spiel am grünen Tisch noch zu gewinnen“, so Sterne-Vorsitzender Dirk Steidl.

Eine offizielle Stellungnahme des TSV Wasserburg liegt heute dazu noch nicht vor.

Die Statistik zu gestern im Überblick:

Wasserburg – Keltern 72:69 (22:29, 19:17, 14:12, 17:11)

Wasserburg: Mulligan (12), Moten (27/2), Raithel (DNP = did not play), Hebecker E. (3/1), Perner (6/1), Hebecker L. (14/4), Scholzgart (DNP) und Zipser (10)

Keltern: Thomas (7/1), Vaughn (13), Deura (2), Pavic, Cvitkovic (9/1), Pokk (10/1), Pulk (3/1), Mandic (7), Kiss-Rusk (4), Bende Belobi-Nawezhi (4) und Mayombo (10/2)

Quelle Rutronik Stars Keltern

Foto: Gabi Hörndl

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5 Kommentare zu “Ärger droht

  1. „Am Ende wäre es natürlich peinlich und völlig unverdient, ein solches Spiel am grünen Tisch noch zu gewinnen“, so Sterne-Vorsitzender Dirk Steidl:

    Herr Steidl, die nachgemeldete Spielerin aus der Nachwuchsarbeit, sprich Jugend kommt und der TSV 8 Spielerinnen auf der Spielebank haben muss, dies aber mit den Verletzungspech leider nicht machbar ist, bleibt doch nur eine Nachnominierung aus der Jugend/2.Mannschaft.

    Der TSV hat ja nicht aus einer anderen Mannschaft nachgekauft!!
    Wenn Sie jetzt an den grünen Tisch gehen, obwohl die nachnominierte gar nicht gespielt hat, nur auf der Bank saß, der DBBL diesen Vorgehen zugestimmt hat, bleibt mir nur eins zu sagen:
    Unsportlichkeit ist anscheinend Ihr zweiter Name.
    (…)

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    1. EmmaCannonDasWarenNochZeiten

      Na ja. wenn ich vor dem Spiel als Keltern Bedenken anmelde und die Wasserburger dennoch bei der Nominierung der monierten Spielerin bleiben, brauche ich mich im Nachgang nicht zu wundern.

      Das hat auch nichts mit Unsportlichkeit zu tun, sondern eher mit sinnerfassendem Lesen der Statuten.
      Wäre auf jeden Fall megadämlich, dewegen das Spiel am grünen Tisch zu verlieren.

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      1. Der vom Basketball

        … wer immer du auch bist, die BB-Abteilung hat das nicht einfach so gemacht, sondern vorher die Zustimmung der DBBL eingeholt und uns damit auch abgesichert. Da Hannah Raithel aus der eigenen Jugendmannschaft kommt und auch schon bei den Damen I mit trainiert, war dies kein Problem, sie nach zu nominieren. Das haben wir schriftlich von den Herren der DBBL. Anders wär es, wenn eine Spielerin von einen anderen Verein gekommen wäre.
        Nix für ungut, der Herr Steidl ist halt etwas geknickt, da seine Gala-Damen, wo keine aus der Nachwuchsarbeit kommt, gegen ein angeschlagenes Löwenteam verloren hat.

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  2. EmmaCannonDasWarenNochZeiten

    Im Text steht “Wasserburg habe sich auf eine Aussage der Liga berufen”. Das ist etwas völlig anderes als “haben wir schriftlich vom DBBL”.

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  3. @emmacanon (…) Beschwerden diesbezüglich an Keltern.

    Ist schon Wahnsinn, dass dort keine einzige Deutsche spielt.

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