Absage wegen AfD-Kandidaten Winhart

CSU, SPD und Grüne weigern sich, mit Aiblinger auf Podiumsbühne zu sitzen

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Die Studentische Vertretung der Technischen Universität München hat eine Podiumsdiskussion zur Landtagswahl im Audimax der TU München abgesagt, da die Vertreter der etablierten Parteien auf eine Ausladung des AfD-Kreisvorsitzenden und Landtagskandidaten Andreas Winhart aus dem Stimmkreis Rosenheim-Ost bestanden haben. Wie aus einer Mitteilung der Studentischen Vertretung hervorgeht, weigerten sich unter anderem …

Dr. Thomas Goppel (CSU), Katharina Schulze (Bündnis90/ Die Grünen) und Isabell Zacharias (SPD), sich mit Andreas Winhart (AfD-Liste Platz 5) auf die Podiumsbühne zu setzen und zu diskutieren – über Hochschulpolitik, Finanzierung des Studiums, Wohnungsbau sowie die Digitalisierung der Lehre.

Foto: Quelle TUM – Logo Studentische Vertretung der TU München

 

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16 Gedanken zu „Absage wegen AfD-Kandidaten Winhart

  1. Absolut richtige Entscheidung! Im akademischen Umfeld einer technischen Universität hat die AfD mit ihren klimaleugnenden Positionen von vorvorgestern nichts verloren, selbst wenn es „nur“ um Hochschulpolitik geht. Insbesondere die Vertreter des Rosenheimer KVs haben sich spätestens seit dem Schulterschluss mit Professor Lengfelder endgültig disqualifiziert.

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    1. Dieser Winhart muas ja a grauen einflößender Mensch sei so wia mit dem umgegangen wird.
      Oder haben die anderen Parteien keine Fakten gegen die Politik der AFD zu liefern.
      Des is doch ein Kasperletheater wia sich die Altparteien bei sowas immer aufführen, lächerlich.
      Ich habe den Herrn Winhart beruflich mal kennengelernt, weit befor die AFD bekannt wurde.
      Kaum zu glauben aber er ist ein ganz normaler Junger Mann, der jünger ausschaut als er ist.
      Auch seine Ansichten finde ich nicht schlecht.
      In dieser Ebene sind es sowieso noch eher Persönlichkeitswahlen, oder denken die anderen regionalen Vertreter aus diesem Bericht Sie wurden wegen der super schwarzen, roten oder grünen Bundespolitik gewählt.
      🙂

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      1. Ich kenne Herrn Winhart nicht persönlich, das vorneweg.
        Bei den Absagen der Podiumsdiskussionen geht es nicht um einzelne Persönlichkeiten. Es geht darum, wofür beispielsweise Herr Winhart steht und das ist die AfD.
        Er hat sich selbst dazu entschieden, für diese Partei zu kandidieren. Warum soll er sich also nicht auch an den Aktivitäten der Partei auf allen Ebenen messen lassen? Seit wann kann man sich das aussuchen?
        Wenn dort die Rede von „Denkmälern der Schande“, unerwünschten Nachbarn und allerhand Vogelschiss ist, dann kann man das nicht einfach so hindrehen, als hätte das mit den lokalen Vertretern nichts zu tun.
        Ein jeder, auch Herr Winhart, hätte die Gelegenheit sich davon zu distanzieren.

        Die Frage ist doch, wie weit man gehen will, um der AfD oder eben Herrn Winhart eine Bühne zu bieten. Und da ist bei vielen, auch bei mir persönlich, die Schmerzgrenze sehr früh erreicht.
        Erst heute gab es eine ähnliche Diskussion an unserer Universität: Sollen zu solchen Podiumsdiskussionen auch Vertreter der AfD (oder anderer, sehr umstrittener Parteien) eingeladen werden?
        Oft wird angeführt, dass deren Position zu Themen abseits von den roten Tüchern Asylpolitik und der Zukunft der EU doch gut zu hören wäre.
        An sich ist das richtig. Aber am Ende wählt man leider keine einzelnen – vielleicht gute – Ideen sondern ganze Programme. Und nach emotionalen Sympathien hoffentlich sowieso nicht. Wenn „der Fisch vom Kopf her stinkt“ dann macht das doch keinen Sinn, jemanden einzuladen. Warum? Ganz einfach: Die potentiell gute Idee gibts eben nur mit Vogelschiss dazu. Ich würde also nicht behaupten, dass man sich drückt. Man will eben einfach nicht zum Statisten dieser absurden Show werden.

        Ich bin wohl auch ein „Kasperl“, ich würde mich – wie die „Altparteien“ – auch nicht auf ein Podium mit Herrn Winhart stellen. Egal um welches Thema es geht, mit jedem Handschlag und jeder Diskussion gibt man schlussendlich allen Positionen, dem ganzen Programm dieser Politik und jeder grenzwertigen Äußerung mehr Raum. Stehen alle Parteien mit der AfD auf der Bühne, dann ist die AfD auf einmal Alltag. Und sie ist nicht Alltag. Das wollen ja offenbar nicht einmal alle ihrer eigenen Wähler (Stichwort: Protestwahl, Denkzettel).

        Ich habe aber schon auch ein konkretes Problem mit dem KV Rosenheim, der mich besonders interessiert weil ich aus der Gegend komme. Und ich muss sagen, ich bin schon sauer was dahoam los ist. Zum Thema „keine Fakten gegen die Politik der AfD“:
        Der KV Rosenheim mit seinem Vorsitzenden Winhart lädt zum Thema Klimapolitik Referenten ein, die Positionen vertreten – das ist, so erlaube ich mir zu urteilen, keine Meinung mehr. Das ist einfach falsch. Da lässt man sich von einem greisen Mediziner (!) mit verschwörungstheoretischem Hintergrund die Welt des Wetters (?) erklären. Da wars dann komplett wurscht, wie viel das miteinander zu tun hat, es schien auch niemandem aufzufallen. Im Wirtshaus beim Vortrag waren sich aber alle einig und es gab ganz brav kräftigen Applaus. Hauptsache der gute Mann hat einen Titel, der auf jedes Plakat bredlbroad draufgeklatscht wird. Da läuft es mir kalt den Rücken runter. Auf einmal kam „die Wissenschaft“ gerade recht, sonst hat man ja alle Hände voll zu tun, die Forschung in Sachen Wirkung von Sprache und Geschlechterrollen zu diskreditieren und an jeder zweiten Ecke Frühsexualisierung zu wittern. Nichts für ungut, aber das kanns nicht sein.

        Ehrlichgesagt finde ich es sowieso mutig, dass man sich in die Unis traut. Weil da wird öfters auch mal jemand rausgeschmissen und den großen Fang in Sachen Wählern macht man überall aber nicht dort.

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        1. @ Des sog I

          Wenn der Fisch vom Kopf her stinkt, dann müssen Sie schwarz und grün mal bestimmt ausladen.
          Diese Politik die seit Jahren von unserer Regierung vollzogen wird, ist an Unfähigkeit und Deutschlandverachtung nicht mehr zu übertreffen.
          Und wenn Sie sich an 3 Wörter aufhängen die ein Afd Politiker mal gesagt hat,
          dann schauen Sie mal was z.B. Frau Roth, Herr Hofreiter für eine Wortwahl haben. Rot und schwarz nicht besser.
          Das ganze benehmen der grünen im Bundestag ist zum Fremdschämen!
          Die nennen Millionen von deutschen Wählern “ das Pack „

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          1. Haben denn die Frau Roth oder der Hofreiter schon mal angekündigt, den politischen Gegner „jagen und schlachten“ zu wollen, so wie dies der Herr Winhart erst neulich in aller Öffentlichkeit getan hat?

            Ich finde es zwar schon wichtig, sich auch mit der AfD inhaltlich auseinanderzusetzen (schon alleine, um aufzuzeigen, dass die da nicht viel zu bieten hat), aber mit jemandem wie Herrn Winhart muss man nun wirklich kein Diskussionspodium teilen.

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  2. Sich davor zu drücken ist aber nicht richtig. Man kann nicht einfach nur weil einem der gegenüber nicht passt einfach den schwanz einkneiffen.

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  3. Und jetzt sog i a wos

    Ist es nicht nur fair auch der AFD eine Bühne zu bieten, solange man es den Linken und Grünen, beide auch sehr populistische Parteien, erlaubt? Durch das Ausschließen der AFD wird diese eher gestärkt, da es ja einen Grund geben muss warum die Altparteien so große Angst vor der AFD haben. Ist es vielleicht so, dass die Dunkelziffer derer die, die AFD wählen werden, deutlich höher ist als die 13%, die momentan hoch gerechnet werden?
    Wir sind nicht die Türkei… Hier darf JEDE Partei das Wort erheben, auch die AFD!
    Und bevor die Linken und Grünen jetzt wieder anfangen zu dissen… Erst mal drüber nachdenken ob eine offene Konfrontation nicht viel besser wäre als ein Schwelbrand im Untergrund…

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  4. Vor Allem ist interessant, dass man sich jetzt schon vor Diskussionen zu Hochschulpolitik mit der AFD drückt.

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  5. Ich hoffe doch, dass aktuell in unseren Hochschulen so kluge und wortgewandte junge Köpfe sitzen, die mit den zweifelhaften Aussagen einer AfD bzw. eines Herrn Winhart adäquat umgehen können.

    Wir sind eine Demokratie und können uns in jedem Fall wehren.

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  6. I scho wieda

    …naja, die AFD bietet zumindest soviel Wahrheit wie Grüne und Linke eben auch.
    Physikalisch betrachtet war es schon lange überfällig, dass eine Partei am rechten Rand auftaucht. Ein Pendel schwingt nun mal auf beide Seiten. Und die rechte Seite wird stark werden da sich das Pendel extrem weit links befunden hat!

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    1. … wann wäre das gewesen, dass es zu weit Links war?

      Bei der Bundestagwahl waren die meisten Gemeinden mit mehr als 65% bei der CSU – diese ist meiner Meinung nach Rechts zu verorten.
      Wahrheit und CSU bast ja a ned ganz zam …

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    2. In den vergangenen 35 Jahren hatten wir abgesehen von einer 7-jährigen rot-grünen Regierung (die allerdings auch keine durchgehend linke Politik betrieben hat) insgesamt 28 Jahre eine unionsgeführte Bundesregierung, stets unter Beteiligung unserer erzkonservativen CSU-Wichtel und meist noch der neoliberalen FDP. Man muss sich mit der persönlichen Warte schon extrem weit rechts im politischen Spektrum befinden, um hier ein irgendwie nach links ausgeschlagenes Pendel erkennen zu wollen.

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  7. Sehe ich anders

    Man muss nicht politisch weit rechts verortet sein, um die Wahrheit zu erkennen. Der massive Linksruck kam nach Kohl und somit mit Schröder, der wahrlich nicht sozial war, und folgend mit Merkel, die die SPD und auch die Grünen vollends assimiliert hat.

    Die Union hat mehr und mehr die Eigenständigkeit verloren und wurde rechts-, links-, ökoeinheitsbrei. Erst jetzt, durch Innenminister Seehofer und Ministerpräsident Söder erhält die CSU wieder ein Gesicht.

    Und zu CSU-Wichtel, schöne Wortkreation übrigens, sehe ich das positive an den fleißigen Wichteln … Ohne Strauß und seinen Mitstreitern wäre Bayern noch immer ein großer landwirtschaftlicher Teil von Deutschland und nicht das Bundesland, das die roten und grünen Spinnereien vom Rest von Deutschland finanziert.

    Solange es linke Ideologien gibt, muss es dazu einen Gegenpol geben.

    Ich persönlich halte die Mitte für den besten Weg, denn so würde sich rechts und links die Waage halten, was momentan keineswegs so ist …

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    1. In Ihrer Aneinanderreihung altbekannter Worthülsen übersehen sie leider, dass dieser angebliche „Rechts-, links- Ökoeinheitsbrei“ (was genau sollte z.B. an der CSU, der FDP und weiten Teilen von SPD und Linken jemals Öko gewesen sein?) ja eigentlich genau die „Mitte“ darstellt, die sie höchstpersönlich als den besten Weg bezeichnen.
      Aber schön, dass die CSU mit den jung-dynamischen Kräften wie Innenminister Seehofer und Ministerpräsident Söder endlich wieder „ein Gesicht“ hat, das haben wir ja all die Jahre unter Ministerpräsident Seehofer und Heimatminister Söder ganz schmerzlich vermisst. Wenn die Äußerungen dieser Herrschaften in letzter Zeit, die sich von denen der AfD wenn überhaupt, dann nur noch in Nuancen unterscheiden, für sie qausi die Rückkehr zur Normalität darstellen, dann sind sie von jeglicher Mitte allerdings meilenweit entfernt.

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  8. Contra Innleitn

    Na sie müssen es ja wissen. Hab da gerade ein Bild von Ihnen in meinem Kopf. Grüner Realitätsverweigerer…
    Bleiben sie weiter in Ihrer naiven Welt. Wir werden sehen wer am Ende Recht behält. …
    Ich bin raus aus dem Schmarrn. Aber es zeigt wieder wie verblendet manche sind.
    Und jetzt wähle ich gerade extra die AFD – nur um Sie zu ärgern 😜
    (Kommentar von der Red. gekürzt).

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    1. „jetzt wähle ich gerade extra die AFD – nur um Sie zu ärgern”
      Das ist eine haarsträubende Begründung für die Ausübung der Volkssouveränität. Ich befürchte, auch andere AfD-Wähler treffen ihre Wahl nicht basierend auf Vernunft (liegt da ein Mangel vor?), sondern um irgendjemand zu ärgern.

      Das fällt in eine ähnliche Kategorie, wie die anderen Zeitgenossen, die Autos zerkratzen – nur um Autobesitzer zu ärgern.

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