Abi-Fahrt endet in Quarantäne

Für 38 Mitreisende: Denn bei einem Schüler des Grafinger Gymnasiums wurde eine Corona-Infektion festgestellt

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Nach einer kommerziell und privat organisierten Abitur-Fahrt per Bus nach Griechenland (Korfu) wurde bei einem Schüler des Max-Mannheimer-Gymnasiums in Grafing eine SARS-CoV-2-Infektion festgestellt. Alle im selben Reisebus Mitreisenden – 38 Schüler – stehen als so genannte Kontaktpersonen 1 nun für 14 Tage unter Quarantäne und wurden auf das Corona-Virus getestet. Der erste Test war bei allen negativ. Für den morgigen Donnerstag ist eine weitere Testung der Teilnehmer angesetzt, heißt es beim Landratsamt Ebersberg.

Zwei Reiseteilnehmer sind mit dem Flugzeug gereist. Auch ihr Test war negativ. Für sie ist die Quarantäne damit aufgehoben.

Auch Abiturienten des Humboldt-Gymnasiums Vaterstetten, die das gleiche Reiseziel hatten, aber in einem separaten Bus unterwegs waren, wurden auf eine Infizierung getestet. Sie sind so lange unter Quarantäne gestellt, bis negative Testergebnisse vorliegen. Das ist für 35 von ihnen seit gestern der Fall. Für zwei Teilnehmer aus der Gruppe ist ein Abstrich geplant, drei konnten noch nicht erreicht werden. Sie werden gebeten sich beim Gesundheitsamt in Ebersberg zu melden.

Zwölf der Mitreisenden im Bus wohnen zudem nicht im Landkreis Ebersberg. Für sie ist das Gesundheitsamt des Landkreises zuständig, in dem sie leben.

Und so transparent informiert das Landratsamt Ebersberg seit dem Beginn der Pandemie auf seiner Homepage:

Zum Stand Dienstag, 14. Juli 2020 gibt es sechs nachgewiesene Fälle einer Infizierung mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 im Landkreis Ebersberg. Damit sind hier bisher insgesamt seit Beginn der Pandemie 523 Infektionen aufgetreten. Fünf Personen sind leider verstorben.

72 Menschen stehen im Landkreis derzeit als sogenannte KP1 (Kontaktpersonen) unter Quarantäne und dürfen ihre Wohnungen nicht verlassen.

Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz, die zeigt, wie viele Menschen sich bezogen auf 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen neu mit dem Corona-Virus infiziert haben, liegt bei 2,11.

In der Kreisklinik wird derzeit ein an Covid-19 erkrankter Patient behandelt. Dort gibt es außerdem vier Verdachtsfälle.

Über das Diagnostikzentrum wurden seit vergangenem Freitag 174 Personen untersucht.

Das Bürgertelefon mit der Nummer (08092) 823 680 verzeichnete gestern 56 Anrufe. Die Hotline für Betriebe und Unternehmen (08092) 823 685 wurde 16mal angerufen.

Immer wieder erreichen Beschwerden von Angehörigen und Besuchern in Senioreneinrichtungen das Landratsamt. Sie zeigen sich unzufrieden mit den jeweiligen Besuchskonzepten.

Die Besuchs- und Hygienekonzepte sind auf die individuelle Situation der Einrichtung zugeschnitten, zum Beispiel spielen die Größe des Hauses oder bauliche Gegebenheiten eine Rolle. Das ist der Grund, warum sich Besucherregelungen von Haus zu Haus unterscheiden können.

Eine Rückkehr zu ungelenktem Besucherverkehr ist in diesem sensiblen Bereich wegen der fortdauernden Corona-Pandemie leider noch nicht möglich.

 

 

 

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3 Kommentare zu “Abi-Fahrt endet in Quarantäne

  1. Wieso müssen die Schüler auf einen zweiten Test warten? Und die zwei, die im Flugzeug waren, nicht?????

    Anm. d. Red.:

    Ganz einfach, die Schüler, die mit dem Infizierten gemeinsam im Bus saßen, sind Kontaktpersonen der Kategorie 1 – die im Flugzeug nicht.
    Und ein zweiter Test ist stets wichtig, da die Ansteckungszeit bei Corona bis 14 Tage dauern kann – heißt, ein Test ist womöglich erst negativ und Tage später doch positiv.

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  2. Im grunde muss man sich täglich testen lassen, da die andteckungsgefahr ja ständig da ist…

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    1. Vllt gibts ja bald nen Test, den man in der Apotheke kaufen kann und der dann verpflichtend alle zwei Tage gemacht und das Ergebnis abgegeben werden muss.

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