Ab heute droht ein Bußgeld

Für Gaststätten: Wasserburger haben Portal zur Abgabe der Kontaktdaten entwickelt

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PR – Wer sich derzeit in eine Gaststätte in Wasserburg begibt, der muss zunächst die Corona-Hürde überwinden – die Abgabe der Kontaktdaten. Die Art und Weise wie dies geschieht, ist ebenso bunt und vielfältig wie die Wasserburger Gastronomielandschaft: Einmal werden die Daten wie Unterschriftslisten erfasst, ein andermal liegen Zettel auf dem  Tisch oder die persönlichen  Daten werden von den Bedienungen abgefragt. Mit ihren Daten sind die Besucher offensichtlich nicht immer ganz ehrlich, so häufen sich die Besuche von prominenten – und teils fiktiven – Persönlichen wie „Micky Maus“, „Markus Söder“ oder gar „Donald Trump“. Dafür gibt’s ab heute übrigens ein Bußgeld.

Der Anteil der Falschangaben ist wohl so hoch, dass in den neuesten Corona-Regelungen, die ab sofort gelten ein Bußgeld von mindestens 50 Euro vorgesehen ist.

 

Doch warum sind Falschangaben so häufig? „Wer schreibt schon gerne seine Kontaktdaten für quasi jedermann offen einsehbar auf einen Zettel?“, fragt sich Alexander Rieger, Betreiber des Gastronomieportals „der-gastrobayer.de” aus Wasserburg. „Vor allem dann wenn man auch nicht weiß, was dann schlussendlich mit diesen Zetteln passiert. Daher gibt es auf dem Portal eine weitere Variante der Erfassung der Kontaktdaten, nämlich die digitale, zettellose mit den mittlerweile allgegenwärtigen QR-Codes.

 

Und ist hier die Ehrlichkeitsquote höher als bei der Zettelwirtschaft? „Wir nehmen natürlich selbst keinen Einblick in die erfassten Kontaktdaten, aber die Gastronomen, die unser System nutzen sagen, dass das alles recht schlüssig aussieht“. Es gibt deutlich weniger „US-Präsidenten” als digital erfasste Gäste.

Dabei bietet das Gaststätten-Portal sogar ein Anreiz, seine echten Kontaktdaten anzugeben: Hinterlässt der Gast seine E-Mail Adresse, so erhält er seinen individuellen Gästecode, der in allen teilnehmenden Gaststätten gilt. Bei bislang mehreren tausend erfassten Check-Ins geht derzeit zirka jeder zweite Gast auf dieses Angebot ein, so Rieger.

 

Der Service ist kostenpflichtig, warum also diesen nutzen, wenn es auch ähnliche kostenlose Angebote gibt? „Würden Sie sensible Kontaktdaten Ihrer Kunden einem kostenlosen Service anvertrauen? Ich würde da schon überlegen“, gibt Rieger zu denken, „Wir geben die gesammelten Adressen nicht weiter, nutzen sie für nichts anderes als den Checkin und wenn ein Gast den Gästecode nicht nutzen möchte, so löschen wir die Daten nach der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist von 28 Tagen.“.

 

Das Portal „Gastrobayer” ist also ein probates Mittel um die „Promi-Flut“ in den Gaststätten einzudämmen.

 

Mehr Infos:

Telefon: +49 (0) 8071 – 5 26 33 23
Telefax: +49 (0) 8071 – 5 26 33 89
E-Mail: herrober@der-gastrobayer.de

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2 Kommentare zu “Ab heute droht ein Bußgeld

  1. aus dem Burgerfeld

    Und noch eine App – toll. Wäre das nicht eine Funktion gewesen, die man in die Corona Warn App integrieren könnte? Der praktische Nutzen würde möglicherweise auch die Akzeptanz beim Bürger erhöhen. Und beim Datenschutz vertraue ich Vater Staat immer noch ein Stück weit mehr als einem kommerziellen Anbieter oder den Gastronomen mit der Zettelwirtschaft.

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  2. Sorry, aber Essen abholen und es entsteht auch kein Daten-Problem….

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