A8 mit Eisenchlorid verunreinigt

Tanksattelzug verliert zwischen Bernau und Irschenberg größere Mengen an Gefahrgut - Feuerwehren im Einsatz

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Am gestrigen Abend wurde der Verkehrspolizei Rosenheim ein Tanksattelzug mitgeteilt, der größere Mengen an unbekannter Flüssigkeit aus seinem Tank verloren hat. Dieses Tankfahrzeug konnte dann von einer Polizeistreife angehalten werden. Der 58-jährige Kraftfahrer aus Österreich hatte das Austreten der Flüssigkeit während der Fahrt offenbar nicht bemerkt. Die Autobahn A8 war auf insgesamt 42 Kilometern verschmutzt worden …

Der Tankzug war mit etwa 25.500 Kilo Eisenchlorid beladen. Dieser Stoff kann die Haut, Augen und Atemwege schädigen. Zudem kann er Metalle angreifen.

Wieviel Flüssigkeit genau ausgetreten war, könne bislang nicht gesagt werden, so die Polizei heute. Eine Überprüfung durch den angeforderten Gefahrguttrupp der Verkehrspolizei Rosenheim und der Feuerwehren ergab, dass eine nicht unerhebliche Menge aus einem Ventil der Druckleitung ausgetreten ist. Die Ermittlung der Ursache dauert an.

Das Gefahrgut sickerte unter anderem auf dem Parkplatz in verschiedene Kanäle sowie in ein Auffangbecken. Das Wasserwirtschaftsamt wurde aus diesem Grund verständigt. Zudem waren zahlreiche Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren sowie als Fachberater die Werksfeuerwehr Gendorf vor Ort.

Der rechte Fahrstreifen der Autobahn A8 musste auf einer Länge von etwa 42 Kilometern bis in die heutigen Morgenstunden gesperrt werden. Die Autobahnmeistereien Holzkirchen sowie Rosenheim mussten eine Firma für die Reinigungsmaßnahmen beauftragen.

Verletzt wurde bislang zum Glück niemand, sagt die Polizei. Gegen den Fahrer des Tankzuges wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

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