A8: Es hagelte Fahrverbote

Polizei registriert 6494 Beanstandungen bei sechstägiger Kontrolle am Samerberg

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Von vergangenem Mittwoch bis gestern führte die Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim auf der A8 auf Höhe der Tank- und Rastanlage Samerberg-Nord in Richtung München, eine Geschwindigkeitsüberwachung mittels „Blitzanhänger“ durch. Der überwachte Bereich ist auf 100 km/h beschränkt. Im Messzeitraum mussten 6494 Verstöße festgestellt werden, welche alle mit mindestens einem Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg geahndet werden. 386 Fahrzeugführer …

… befanden sich in einem Übertretungsbereich, der zusätzlich mit mindestens einem Monat Fahrverbot sanktioniert ist. Den Platz des traurigen Spitzenreiters teilen sich fünf Fahrer. Alle wurden jeweils mit 182 beziehungsweise 183 km/h gemessen. Auf sie kommen nun dreimonatige Fahrverbote und empfindliche Geldbußen zu.

Der so genannte Enforcement-Trailer („Blitzanhänger“) der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim kam zum Einsatz, da mit ihm Überwachungen der Geschwindigkeit an  Unfallbrenn- sowie Unfallgefahrenpunkten durchgeführt werden.

Aufgrund der zahlreichen Einfahrvorgänge aus dem Rastanlagenbereich auf die Hauptfahrbahn kam es hier in der Vergangenheit immer wieder zu (teils schweren) Unfällen. So wurde dort durch die Zentralstelle für Verkehrssicherheitsarbeit (ZVS) über einen Betrachtungszeitraum von drei Jahren hinweg eine sog. Unfallhäufung (UH) nach- bzw. ausgewiesen. Um die Unfallzahlen zu reduzieren wurde, die zulässige Höchstgeschwindigkeit in diesem Bereich vor geraumer Zeit auf 100 km/h begrenzt. Damit soll erreicht werden, dass der einfahrende Verkehr sowie der Verkehr auf der Hauptfahrbahn auf ein ähnliches Geschwindigkeitsniveau gebracht und so das Integrieren in den fließenden Verkehr erleichtert wird. Zusätzlich wurden zur Entschärfung auch bauliche Veränderungen vorgenommen.

 

Da nur die Kombination beider Maßnahmen, bauliche Veränderung und Anpassung des Geschwindigkeitsniveaus, zum gewünschten Erfolg führen kann, nämlich die Unfallzahlen zu reduzieren, werden weiterhin Geschwindigkeitsmessungen an dieser Unfallhäufungsstelle durchgeführt werden.

 

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