A Herbstfest zum Geh‘ …

Ein Tag Auszeit in der Stiftung Attl kam bestens an - „Schon super, dass überhaupt etwas stattfindet“

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Attl ohne Herbstfest – des gät eigentlich gar ned! Deshalb. Als Ersatz fürs wegen Corona ausgefallene Attler Herbstfest (wir berichteten) veranstaltete die Stiftung jetzt ein Herbstfest zum Geh‘! Corona-konform für alle Bewohner, Werkstattgänger und Mitarbeitenden unter Einhaltung der Hygienevorgaben.

Unser Foto: Anderl Palmberger verteilte die Bierfuizl als Einladung fürs Herbstfest 2021.

„Das Herbstfest ist traditionell in der Einrichtung eines der wichtigsten Feste und für die Betreuten ein zentraler Termin im Jahreslauf“, sagte Vorstand Franz Hartl. Normalerweise kommen an den vier Herbstfesttagen rund 15.000 Besucher nach Attel. Es ist ein beliebter Treffpunkt für Groß und Klein in der Region. Doch in diesem Jahr war es eine rein interne Veranstaltung.

„Mit der To-Go-Variante versuchten wir, dem nicht stattgefundenen Herbstfest Rechnung zu tragen“, erklärt Hartls Vorstandskollege Jonas Glonnegger.

Entsprechend sollte auch der Rahmen stimmen: Der traditionelle Bieranstich durfte nicht fehlen. Die neue Festwirtin Manuela Keml, Leiterin Controlling und Finanzen der Stiftung Attl, übernahm in diesem Jahr die ehrenvolle Aufgabe: Obwohl sie dies noch nie gemacht hatte, brauchte sie nur wenige Schläge für das Festbier-Faß. Und dann hieß es „O’zapft is‘“ für das erste Attler Herbstfest zum Geh‘.

Für jeden etwas dabei

Entlang des Rundwegs gab es acht Attraktionen zu entdecken – Buden wie Maßkrugschieben und Schaumkuss-Schleuder sowie Schmankerlstände, an denen es Brezen, Auszog‘ne, Leberkässemmeln, Getränke und Eis gab. Für jeden sollte etwas geboten sein.

„Bierzelt-Stimmung ist schon etwas anderes“, sagt Florian Linsner, der am Attler Naturlandhof arbeitet. „Aber es ist schon super, dass überhaupt etwas stattfindet“, meint er. „Es ist einfach schöner, wenn was los ist.“

Florian Linsner (rechts) und sein Kollege Manfred Eixenberg vom Attler Naturlandhof freuten sich über die mobile Herbstfestvariante: „Es ist schon super, dass überhaupt etwas stattfindet.“

Herbstfest von 9 bis 16 Uhr

Von 9 bis 16 Uhr hatten die Stände geöffnet und luden zum Mitmachen und Genießen ein. Und ganz Attl war auf den Beinen – manche machten auch gleich mehrere Runden. „Beim Tüfteln, was wir als Ersatz für das Herbstfest realisieren können, kamen wir schnell auf diese To-Go-Variante, weil alle Besucher immer im Fluss sind und sich draußen die Menschen gut verteilen können“, erklärt Festwirt Florian Ott.

Im Fluss waren ebenfalls die drei Musikanten der Duanix Musi und der Bauchladen der Förderstätte, der gebrannte Mandeln verteilte – Musiker und Helfer gingen von Stand zu Stand und sorgten damit zusätzlich für Abwechslung. „Wir konnten diesmal nicht auf Altbewährtes zurückgreifen, sondern mussten das gesamte Konzept neu entwickeln“, so Festwirtin Manuela Keml. Sie löst in dieser Position Herbert Prantl-Küssel ab, der auf eigenen Wunsch sein Ehrenamt niederlegte. Er war für das Attler Herbstfest von 2009 bis 2019 im Einsatz.

Planungen für 2021 laufen bereits

Indes wurden die Einladungen fürs kommende Jahr bereits verschickt. Vom 10. bis zum 13. September soll das Attler Herbstfest 2021 nach derzeitigem Stand stattfinden. Festwirt Anderl Palmberger sorgte beim Glubbal-Stand dafür, dass alle Besucher ein Bierfuizl mit dem Termin als Erinnerung erhielten. „Corona begleitet uns schon seit Jahresanfang“, sagt Festwirt Konrad Stemmer. „Deswegen ist es uns wichtig, dass wir mit dieser Herbstfest-Veranstaltung wieder zu unserem Alltag zurückfinden. Wir wollten mit dem Herbstfest zum Geh‘ einfach mal ein Zeichen setzen und den Bewohnern, Werkstattgängern und Mitarbeitenden einen Tag Auszeit anbieten.“

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Erfolgreicher Bieranstich vor der Attler Backstube (von links): Die Festwirte Florian Ott, Manuela Keml, Konrad Stemmer und Andreas Palmberger sowie die Vorstände Franz Hartl und Jonas Glonnegger

Fotos: Stiftung Attl

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