Ein Konzept, das keines ist

Unser Kommentar zur gestrigen Sondersitzung des Wasserburger Stadtrates

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Und das nach zweieinhalb Jahren Arbeit – die Ehrenamtlichen aus Vereinen, Verbänden und Interessengruppierungen, die unzählige Stunden für das ISEK-Verkehrskonzept aufgebracht haben, hätten eigentlich etwas Besseres verdient gehabt. Leider wurde ihre Arbeit gestern bei der Sondersitzung des Stadtrates nur recht halbherzig präsentiert. Da war kein Feuer, kein glühendes Plädoyer für irgendwas. Die gesamte Präsentation durch den Verkehrsplaner blieb ohne Leidenschaft, farblos, leise. Vielleicht …

… liegt’s tatsächlich daran, dass sich die Wasserburger Verkehrsprobleme offenbar in diesem Leben nicht mehr lösen lassen – der Stein der Weisen, wie Markus Bauer es ausdrückt, einfach zu tief vergraben liegt. Das mag schon sein.

Bedenklich ist dennoch, dass das Konzept eigentlich gar keines ist. Die ISEK-Broschüre, die das eigentliche Verkehrskonzept beinhaltet, wurde zwar gebilligt, gleich aber unter dem Vorbehalt, dass sowieso alles nochmal auf den Prüfstand kommt.

Die 50.000 Euro für das Konzept (60 Prozent davon zahlt der Freistaat) sind dennoch gut angelegt – die Stadt braucht das ISEK für die Städtebauförderung. Die Stadt hat damit ihre Schuldigkeit getan. Fördermittel können fließen.

Optimisten, die nach über zwei Jahren Denkarbeit ein tiefschürfendes, ideenreiches, spritziges Gesamtkonzept erwartet hatten, wurden gestern leider ziemlich enttäuscht. Es bleibt allein der Weg der kleinen Schritte …

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3 Gedanken zu „Ein Konzept, das keines ist

  1. Da hätten sich die Verkehrsexperten vom WFV beteiligen sollen.

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  2. Welche Verkehrsexperten?

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    1. Gute Frage!

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