500 000 Kilowattstunden vom Dach

Sonnenstrom von der Bürger-Photovoltaikanlage auf dem Parkhaus an der Überfuhrstraße

image_pdfimage_print

Der kühle Mai sorgte für ein paar Tage Verzögerung, doch Ende des Monats war es dann soweit: Die Bürger-Photovoltaikanlage auf dem Dach des Parkhauses an der Überfuhrstraße produzierte die 500 000. Kilowattstunde Sonnenstrom. 2003 hatten sich 46 stille Gesellschafter, darunter die Wasserburger Stadtwerke, zusammengefunden, um die Energiewende vor Ort voranzutreiben. Gemeinsam errichteten sie Wasserburgs erste größere Photovoltaikanlage (33,5 kW Leistung), die im Januar 2004 in Betrieb ging.

Drei Mitglieder des Arbeitskreises Energie von „Rio konkret” gründeten zu diesem Zweck die „Regenerative Energien Wasserburg”-GmbH (REW). Jeder stille Gesellschafter investierte zwischen 1.000 und 10.000 Euro in das Projekt. Die Stadt stellte die Dachflächen des Parkhauses an der Überfuhrstraße kostenlos zur Verfügung.

15 Jahre sind seitdem vergangen, in denen die Anlage meist sehr zuverlässig ihren Dienst tat, so REW-Geschäftsführer Michael Kettner. Etwa zehn Wasserburger Haushalte können seither mit Sonnenstrom vom Parkhaus versorgt werden. Zirka 250 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen wurden bisher vermieden. 125.000 Liter Heizöl hätten verbrannt werden müssen, um die gleiche Menge Strom zu erzeugen.

Beeindruckend findet Kettner die rasante Entwicklung der Photovoltaik. War Sonnenstrom bei Errichtung der Parkhaus-Anlage 2003 noch sehr teuer, ist Photovoltaik in großen Teilen der Welt heute die kostengünstigste Art der Stromerzeugung. Alle an der Errichtung der PV-Anlage auf dem Parkhaus Beteiligten haben zu diesem großen Erfolg ihren Teil beigetragen.

 

Info-Veranstaltung im Juli

Um auf das Erreichte zurückzublicken und einen Blick in die Zukunft zu werfen, laden „Rio konkret” und die REW am Mittwoch, 10. Juli (19.30 Uhr, Hotel Paulaner) zu einer gemeinsamen Veranstaltung ein. Susanne Socher (Bundesvorstand „Mehr Demokratie”) wird dort das Projekt „Klimawende von unten” vorstellen, das gemeinsam mit dem Umweltinstitut München entwickelt wurde. Sie wird aufzeigen, wie Bürger Klimapolitik in ihrer Stadt durch direkte Demokratie selbst in die Hand nehmen können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren