42 Personen ohne Papiere

Viel zu tun war am Wochenende für die Bundespolizei Rosenheim

image_pdfimage_print

Die Bundespolizei stellt bei den Grenzkontrollen nicht nur Migranten fest, die keine Papiere haben, sondern trifft auch immer wieder auf Personen, die versuchen, mit falschen oder gefälschten Papieren in Deutschland Fuß zu fassen. So haben die Beamten gestern bei einem Mann aus Uganda einen gefälschten Ausweis gefunden.

„Das ist kein Einzelfall“, so der Leiter der Bundespolizeiinspektion Rosenheim – Reinhard Tomm – heute. „Wir haben im vergangenen Jahr jeden Monat durchschnittlich rund 20 Urkundendelikte zur Anzeige gebracht. Die meisten dieser Delikte stellen wir in Fernreisebussen fest.“

Über das zurückliegende Wochenende verteilt hat die Rosenheimer Bundespolizei 42 Personen in Gewahrsam genommen, die nicht über die erforderlichen Einreisedokumente verfügten.

Unter ihnen befand sich ein ugandischer Staatsangehöriger, der weder ein Visum noch eine sonstige Aufenthaltserlaubnis vorweisen konnte. Stattdessen führte der 33-Jährige, wie die Durchsuchung ergab, einen ugandischen Ausweis mit, der komplett gefälscht war.

Zuvor hatte sich eine Frau, die ebenfalls mit einem Fernbus aus Italien unterwegs war, mit einer griechischen Identitätskarte ausgewiesen. Bei der Befragung wurde deutlich, dass sie des Griechischen nicht mächtig war. Als die Bundespolizisten ihren Ausweis buchstäblich unter die Lupe nahmen, fielen sogleich Manipulationen am Lichtbild auf. Damit konfrontiert, gestand die 36-Jährige ein, tatsächlich aus Syrien zu stammen.

Nach ersten Ermittlungen ist das Dokument in Griechenland als gestohlen gemeldet worden.

In einem anderen Reisebus mit italienischer Zulassung fanden die Beamten bei einem afghanischen Busreisenden einen Pass und einen Führerschein. Die in Italien ausgestellten Dokumente erwiesen sich beide als Fälschungen.

Der 52-jährige Afghane wurde wie bereits der Ugander und die Syrerin jeweils wegen des illegalen Einreiseversuchs und des Urkundendelikts angezeigt. Den Männern hat die Bundespolizei die Einreise verweigert. Beide wurden zurückgewiesen und der österreichischen Polizei überstellt.

Die syrische Frau konnte nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren