3:2-Sieg gegen Schongau

Moralstarkem EHC Waldkraiburg gelingt Arbeitssieg in der Nachspielzeit

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Ein klein wenig angekratzt vom Verletzungspech lief der EHC Waldkraiburg gegen die EA aus Schongau verändert auf. Es fehlten verletzungsbedingt Thomas Rott, der im Derby gegen Schongau bereits unter Schmerzmitteln auflief, Tim Ludwig, Michael Trox sowie grippebedingt Tomas Rousek und Josef Huber. Dies gab allerdings dem erst 16-jährigen Thomas Nuss aus Waldkraiburgs U17-Mannschaft die Chance auf sein Debüt in der ersten Mannschaft.

Ein schweres Spiel haben die Löwen aus Waldkraiburg gegen die EA Schongau erwartet und dies trat dann auch ein. Der erste Durchgang gestaltete sich ausgeglichen, die mehr als 800 Zuschauer bekamen ein Eishockeyspiel geboten, das regelmäßig auf beide Seiten des Spielfelds wogte. Die größeren Chancen hatte klar der EHC Waldkraiburg, nur die Scheibe, die wollte einfach nicht in das Tor. Dies lag zum größten Teil auch an dem Schlussmann der Mammuts, Lukas Müller, der zu Recht auch die Würde des besten Spielers auf Schongauer Seite erhielt.

In der vierten Spielminute schaltete Tobias Findl hinter dem Tor von Kevin Yeingst schneller als die Löwen-Abwehr und passte auf den freistehenden Steven Wagner, dieser schob die Scheibe in das Tor von Yeingst und es stand 0:1. Das Spiel gestaltete sich im Verlauf weiterhin so, dass Waldkraiburg angriff, mitunter auch gute Kombinationen zeigte, jedoch weiter ohne Torerfolg blieb. Bis zur 18. Spielminute musste der Waldkraiburger Anhang warten, bis er das erste Mal jubeln durfte. Lukas Wagner erlöste mit seiner Rückhand auf Zuspiel von Josef Straka, der im Übrigen Man oft he Match für die Löwen wurde, und Mathias Jeske Fans und Mannschaft und sorgte dafür, dass das Team mit einem 1:1 in die Kabine gehen konnte.

Im zweiten Drittel konnte Waldkraiburg weiterhin die Oberhand behalten, wenn auch die zwingenden Chancen etwas weniger wurden. In der 26. Minute war es Derby-Held Nico Vogl, der auf Zuspiel von Leon Decker und Christof Hradek die Löwen hoffen ließ, dass sich dieses Spiel möglicherweise wieder entwickelt wie so viele in dieser Saison. Sehnsüchtig wartete man auf den Rängen jedoch auf das dritte Tor des EHC, doch es wollte nicht fallen. Weder die feine Technik eines Nico Vogl noch die brachial anmutenden Schüsse von Jeske oder Seifert konnten an dieser Situation etwas ändern.

Im dritten Abschnitt war die Dominanz der Löwen ein wenig verflogen. Im Anschluss an das Spiel ließ Trainer Alex Piskunov verlauten, dass es die Taktik war, zu verteidigen und das Ergebnis, wenn möglich über die Zeit zu bringen. Dies funktionierte jedoch nur 8 Minuten und 24 Sekunden lang. Mit einer schnellen Körpertäuschung lässt Simon Maucher Philipp Seifert in der Verteidigung stehen und kann somit, auf Zuspiel von Simon Fend, für den Ausgleich sorgen. Der Rest des Durchgangs gestaltet sich zunächst weiter ausgeglichen. Jedoch, je weiter die Zeit voranrückt, desto mehr Druck üben die Löwen auf das Tor der Mammuts aus. Doch wie auch in den Minuten zuvor will das Spielgerät nicht über die Torlinie. Folgerichtig endet das Spiel 2:2 nach der regulären Spielzeit und die Löwen gehen in die Overtime.

Die Overtime wurde von beiden Mannschaften mit Vorsicht angegangen. Kein Team wollte es wagen sich zu schnell nach vorne zu spielen um im Gegenzug hinten anfällig zu werden. Nach etwa drei gespielten Minuten und einer Portion schwindender Hoffnung auf den Sieg, war es Patrick Zimmermann, der allein vor dem Tor zwar nicht treffen konnte, jedoch aber für das Bully sorgte, das letztlich zum Sieg führen sollte. Josef Straka gewann dieses und Mathias Jeske brachte, dieses Mal mit Gefühl, die Scheibe vor das Tor. Vor diesem schaltete Lukas Wagner am schnellsten, schob die Scheibe zu Straka und der vollendete zum umjubelten 3:2 Endstand.

PDG

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