200 Pferde und 25 Kutschen erwartet

... und Tausende Besucher - Leonhardiritt am Sonntag in St. Leonhard am Buchat

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leonhardiDie kleine Pfarrei St. Leonhard am Buchat, die zum Pfarrverband Schnaitsee gehört, zieht seit 1993 im Turnus von zwei Jahren die Besucher zum traditionellen Leonhardiritt an. Meist sind es mehrere Tausend Gäste, die in den beschaulichen Ort im Nordwesten von Schnaitsee strömen. Am kommenden Sonntag, 6. November, um 13 Uhr hofft der Leonhardiverein mit Vorstand Josef Lamprecht auf gutes Wetter, einen unfallfreien Umzug und auf viele Besucher.

Der Ursprung des Leonhardirittes liegt in der Landwirtschaft. Als noch alle Arbeiten mit den Pferdestärken erledigt werden mussten, war die „Leonhardifahrt“, wie man sie früher nannte, ein hoher Bauernfeierntag. Das Erntejahr wurde nicht nur mit dem Erntedankfest, sondern auch mit der Leonhardifahrt abgeschlossen. Die Bauern präsentierten mit Stolz ihre Gespanne und Pferde und erbaten von der Geistlichkeit den Segen.
Früher, so ein Bericht von 1910, wurden „von früh 5 Uhr bis halb 9 ununterbrochen heilige Ämter gefeiert“ und am Umritt beteiligten sich „sieben Geistliche hoch zu Roß“. Offen lässt dieser Bericht, wie lange der Brauch schon bestand.

Die Votivtafeln in der Kirche zum heiligen Leonhard gehen bis ins Ende des 18. Jahrhunderts zurück. Die meisten Bittsteller kamen so um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Aber auch noch nach 1900 war die Kirche ein Wallfahrtsort, wie die Tafeln beweisen.
1958 fand dann der vorerst letzte Umritt in St. Leonhard am Buchat statt, bevor der neu gegründete Leonhardiverein seit 1993 den alten Brauch wieder aufleben ließ.

Heuer werden wieder an die 200 Pferde und rund 25 Kutschen und Wägen in St. Leonhard erwartet.

Die St. Leonharder Weiler und Vereine nehmen ebenso mit Motivwägen am Umzug teil, wie benachbarte Gruppen aus der näheren und weiteren Umgebung. Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit trachtlerischen und musikalischen Darbietungen sorgt für die Unterhaltung der Gäste.
Das Treffen aller Zugteilnehmer findet ab 12 Uhr in St. Leonhard statt, der Umzug wird ab 13 Uhr zweimal durch das Dorf führen, wobei beim zweiten Mal der kirchliche Segen für Roß und Reiter erteilen werden.

Zudem wird in diesem Jahr die restaurierte Fahne des Leonhardiverein gesegnet.
Selbstverständlich ist auch „für leibliche Atzung“ bestens gesorgt, wie es 1910 noch für die Brotzeit und das Trinken dazu hieß.

ju

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