18 Pflegeheime von Corona betroffen

Sichtung aller Einrichtungen durch die Führungsgruppe Katastrophenschutz und die Örtliche Einsatzleitung

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Es ist der hochsensibelste Bereich in der Corona-Krise: Im Landkreis Rosenheim wurden jetzt deshalb alle Pflegeheime gesichtet. Zwar gibt es in etwa zwei Drittel aller Alten- und Pflegeheime bei uns aktuell keine Corona-Fälle zu beklagen, heißt es heute aus dem Landratsamt – aber leider gibt es bereits 18 Pflegeheime im Landkreis, in denen das Corona-Virus bei Bewohnern und auch bei Mitarbeitern nachgewiesen wurde. Die Sichtung aller Einrichtungen wurde von der Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt und der Örtlichen Einsatzleitung beauftragt und begleitet. Inzwischen liegt eine Auswertung vor, meldet das Landratsamt am heutigen Freitagnachmittag ...

Die Erkundungsteams stießen auf ganz unterschiedliche Probleme. Fachpersonal wurde gebraucht, aber auch Schutzausrüstung. Wobei der Einsatz von externem Personal nicht immer ohne Weiteres möglich ist, weil beispielsweise Gebärdensprache beherrscht werden muss.

Oberstes Ziel der Aktion war, Probleme zu erkennen und Hilfe anzubieten und zu leisten. Von den Verantwortlichen im Gesundheits- sowie im Katastrophenschutz waren die Pflegeheime schon früh als mögliche Hotspots erkannt worden. So wurde beschlossen, alle Häuser zu besuchen, um den Status bezüglich Personal, Patienten- und Bewohnerklientel und Material festzustellen.

Bei der Schutzausrüstung habe sich der Landkreis massiv bemüht, Masken, Handschuhe, Kittel und Desinfektionsmittel zu beschaffen, so ein Sprecher des Landratsamtes heute. 1,2 Millionen Euro seien bisher dafür ausgegeben worden.

In einzelnen Häusern wurde nach Lösungen gesucht, um infizierte Bewohner isolieren zu können. Es wurden Strukturen geschaffen, um Infizierte von negativ Getesteten zu trennen. Für die Pandemie-Beauftragten in den Pflegeheimen wurde ein virtuelles Schulungsangebot organisiert.

Für die Führungsgruppe Katastrophenschutz und die Örtliche Einsatzleitung waren fünf Erkundungsteams im Einsatz. Jedem gehörte jeweils ein Arzt mit rettungsdienstlicher Erfahrung, ein Einsatzleiter Rettungsdienst sowie eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen an.

 

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