174 starten ins Studium

Absolute Höchstzahl seit Bestehen des Bildungszentrums in Wasserburg

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Am gestrigen Montag trafen 174 Nachwuchskräfte der Sozialverwaltung
aus ganz Bayern in Wasserburg ein. Zum Vergleich: Im vergangen Jahr waren
es nur 123 gewesen. Im Rahmen Ihres dreijährigen Studiums (dritte
Qualifikationsebene) oder ihrer zweijährigen dualen Ausbildung (zweite
Qualifikationsebene) werden die Beamtenanwärter jeweils ihre theoretischen
Lernabschnitte am Bildungszentrum Sozialverwaltung absolvieren.

Die hohen Einstellungszahlen waren eine große organisatorische Herausforderung, weil in den eigenen und bereits bisher angemieteten Gebäuden zunächst nicht genügend Unterbringungsmöglichkeiten zur Verfügung standen. Eine geplante Anmietung auf den Gebäuden der Burg war erst im Juli gescheitert, und so wurde die Zeit äußerst knapp. Es wurde deshalb auch geprüft, ob es möglich ist, die Unterbringung durch die Aufstellung sogenannter Hotelcontainern kurzfristig zu ermöglichen. Sowohl die Stadt Wasserburg als auch das Landratsamt Rosenheim wurden in die Planungen involviert und es
wurde geprüft, welche Standorte für die Aufstellung der Container in Frage kämen. Schließlich ergaben sich aber doch noch brauchbare Lösungen durchdie Anmietung einer Wohnung sowie einiger Ferienwohnungen in Wasserburg und der näheren Umgebung.

Auch das Lehrpersonal wurde verstärkt. Für die Dauer der Fachlehrgänge mit
den hohen Anwärterzahlen konnte vorübergehend eine neue Lehrkraft aus
Landshut gewonnen werden.

Um 10 Uhr versammelten sich alle neuen Nachwuchskräfte im Foyer und
wurden dort von den Leitern der beiden Einrichtungen, Brigitte Schulan,
Akademie der Sozialverwaltung (Akademie) und Rainer Schmid, Hochschule
für den öffentlichen Dienst, Fachbereich Sozialverwaltung (HföD) ganz herzlich
begrüßt. Schulan blickte dabei schon gleich in die Zukunft und wies
darauf hin, dass in zwei beziehungsweise drei Jahren der Abschied von Wasserburg dann schwerfallen werde, wenn die Neuen folgendes beachteten: Erstens sei es
wichtig, einander im Bildungszentrum mit Respekt zu begegnen und
aufeinander Rücksicht zu nehmen, das gelte aber auch ausdrücklich für das
Zusammenleben mit den Wasserburger Bürgern. Zweitens sollten sie das
Lernen nicht auf die lange Bank schieben, um den Anschluss nicht zu
verpassen.

Die Akademie-Leiterin wies auch auf die großen Herausforderungen bei der
Unterbringung hin und bat um Verständnis, dass nun vielleicht nicht alles
perfekt, unter den gegebenen Umständen aber sicher optimal organisiert sei.

Auch Rainer Schmid hieß die Nachwuchskräfte herzlich willkommen und
unterstrich die Anforderungen, die auf die Neuen warten. Er betonte, dass es
auf jeden Fall eine gute Entscheidung war, sich für das Studium in Wasserburg
zu entscheiden, denn der Fachbereich Sozialverwaltung biete beste
Voraussetzungen.

Anschließend wurden die Anwärter und Studierenden der einzelnen
Qualifikationsebenen und Fachrichtungen bunt gemischt, um sich auch
außerhalb der späteren Klassenverbände kennen zu lernen. Mit verschiedenen
Arbeitsaufträgen waren die Neuen dann im gesamten Bildungszentrum
unterwegs, um mit dem Lehr- und Verwaltungspersonal Interviews zu führen
und so das neues Umfeld intensiv zu erkunden. Abschließend wurden die
Ergebnisse präsentiert, so dass alle Anwärter und Studierende nach dem
Besuch der verschiedenen „Marktstände” viele Informationen von der
Mülltrennung im Bildungszentrum über die Studieninhalte und Lehrkräfte bis
hin zu den vielfältigen Freizeitmöglichkeiten in Wasserburg sammeln konnten.

Die Anwärter der zweiten Qualifikationsebene (70 Neuanfänger) werden im
Rahmen einer insgesamt zweijährigen Ausbildung auf die Tätigkeit bei den
Arbeits- und Sozialgerichten oder beim Zentrum Bayern Familie und Soziales
(ZBFS) vorbereitet, die fachtheoretische Ausbildung findet an der Akademie
statt.

Die Anwärter der dritten Qualifikationsebene (80 Neuanfänger) werden im
Rahmen eines insgesamt dreijährigen Studiums auf die Tätigkeit beim ZBFS,
einem Regionalträger der Deutschen Rentenversicherung oder bei der
Bayerischen Versorgungskammer vorbereitet. Das Studium wird an der HföD
absolviert.

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