161 Kilometer über vier Berge

Ultra-Läufer Hans Meixner sammelt mit Meilen Geld für die Stiftung Attl

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161 Kilometer und über 7500 Höhenmeter in weniger als 33 Stunden – was die meisten noch nicht mal mit dem Fahrrad schaffen, bewältigt der Ultraläufer Hans Meixner zu Fuß. Mit seinem Engagement ermöglicht er Judoka Florian Linsner die Teilnahme an der Europameisterschaft in London im G-Judo.

Am Berg-Ultra-Lauf „Chiemgau 100″, der in diesem Jahr zum 14. Mal stattfindet, nimmt er für einen guten Zweck teil: Seine Freunde und Geschäftspartner rief der Unternehmer aus Neubeuern dazu auf, für jeden Kilometer oder Höhenmeter einen geringen Betrag zu spenden. Das Geld kommt dem Sportfonds der Sportfreunde Attl zugute, der die Betreuten in der Einrichtung für Menschen mit Behinderung mit sportlichen Angeboten fördert.

Laufen bei kompletter Dunkelheit

Mit einem befreundeten Trainer bereitet sich der 53-Jährige seit November auf diese Herausforderung vor. Und die hat es in sich: Die Strecke führt von Ruhpolding aus um Inzell herum über den Zinnkopf, Teisenberg, die Kohler Alm zurück nach Ruhpolding und von dort weiter über die Hörndlwand, den Hochsattel und den Hochfelln. Zwei 1600-er müssen die Sportler dabei überwinden und eine ganze Nacht bei kompletter Dunkelheit im Gebirge durchlaufen.

Das Schaffen nicht alle: Von den 50 Startern der 100-Meilen-Strecke kamen im vergangenen Jahr nur zwölf ins Ziel. „Ich möchte die Strecke in weniger als 29 Stunden laufen“, hat sich Hans Meixner zum Ziel gesetzt. Bleibt die Frage, warum er das macht. „Der Mensch ist ein fauler Hund, er braucht immer ein Ziel“, sagt er. Da er sowieso laufe – seit 2009 nimmt er an Ultraläufen teil – könne er damit ja auch einen guten Zweck unterstützen. Bereits 2011 sammelte er mit drei Läufen insgesamt 7500 Euro ein, die er der Senator Rösner Stiftung für krebskranke Menschen spendete.

Geld kommt Attler Sportlern zugute

Diesmal denkt er mit seiner Aktion an den Sportfonds der Sportfreunde Attl, bei deren Aktionen unter anderem seine Tochter Marie und sein Schwiegersohn Florian Brunnhuber mitwirken. Marie lief selbst schon vor zwei Jahren die 100-Kilometer-Strecke. In diesem Jahr unterstützt sie ihren Vater an den Verpflegungsstationen.

Der Sportfonds der Sportfreunde Attl ermöglicht den Bewohnern der Einrichtung für Menschen mit Behinderung bei Wasserburg am Inn sportlichen Aktivitäten und stellt Mittel für Trainingsgeräte, Fahrten und Wettkämpfe bereit. So wird daraus zum Beispiel die Jahreskarte im Kletterturm Gschwendt bei Edling und therapeutisches Reiten für Kinder und Jugendliche mit Behinderung bezahlt. Die Fußballer und Handicap-Basketballer konnten sich über den Sportfonds bereits Trainingsgeräte anschaffen, gleiches gilt für die Showtanzgruppe. Die Attler Judokas, die beim ASV Rott trainieren, werden immer wieder bei Fahrten zu Wettkämpfen unterstützt. Zuletzt ermöglichte ihnen der Sportfonds die Reise zu den Special Olympics Deutschland in Kiel 2018.

Meixners Aktion soll es Florian Linsner erlauben, der in der Wettkampfklasse II Deutscher Meister im G-Judo ist, zusammen mit einem Betreuer zu den Europameisterschaften nach England zu fahren. Außerdem hoffen die Basketballer auf einen kleinen Zuschuss zu Trikots und einem Trainingslager, das im kommenden Jahr geplant ist. BS

Wer Hans Meixner bei „Chiemgau 100″ unterstützen möchte, kann sich an ihn beziehnungsweise an seine Frau in der Firma PBM wenden:

w.meixner@pb-meixner.de

Fotos: Hoch hinaus – Ultraläufer Hans Meixer bewältigt bei „Chiemgau 100″ mehr als 7500 Höhenmeter. Seine Tochter Marie läuft ebenfalls Ultra-Trails und unterstützt ihn diesmal an den Verpflegungsstationen. Fotos: sportograf

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