14 Migranten auf dem Güterzug

In Rosenheim: Hubschrauberpilot meldet aus der Luft eingerissene Plane

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Bundespolizei hat bei Güterzugkontrollen in Rosenheim während der Feiertage insgesamt 14 unerlaubt eingereiste Personen auf den Waggons festgestellt. Neun von ihnen wurden in einem Lkw-Auflieger entdeckt, weil der Pilot des eingesetzten Hubschraubers eine eingerissene Plane an der Oberseite des Sattelaufliegers gesichtet hatte.

Bundespolizisten kontrollierten Mittwochfrüh Güterzüge am Bahnhof Rosenheim. Dabei stießen die Beamten in einem Zug aus Verona auf neun Migranten afrikanischer Herkunft. Die jungen Männer, darunter ein alleinreisender Minderjähriger, hatten sich in einem verschlossenen Lkw-Sattelauflieger versteckt. Aus der Luft hatte die Besatzung des unterstützenden Polizeihubschraubers gesehen, dass die Plane des Anhängers aufgeschlitzt worden war.

Daraufhin öffneten die Kollegen am Boden bei Halt des Güterzuges den entsprechenden Auflieger und nahmen die Afrikaner vorläufig fest. Fünf von ihnen konnten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an eine Aufnahmeeinrichtung weitergeleitet werden. Ein 16-jähriger Somalier wurde dem Jugendamt anvertraut. Drei Gambier dürfen nicht in Deutschland bleiben. Zwei sind bereits an österreichische Behörden überstellt worden, ein dritter wird voraussichtlich schon bald nach Italien rückgeführt.

Auch am Vortag hatten die Bundespolizisten fünf Afrikaner auf einem Güterzug aus Verona entdeckt. Die Gambier im Alter von 16 bis 18 Jahren waren unter einem Lkw-Auflieger verborgen gewesen. Drei von ihnen wurden nach der Registrierung bei der Bundespolizei ans Jugendamt übergeben. Ein 18-Jähriger musste das Land bereits wieder verlassen, er wurde nach Österreich zurückgewiesen. Sein gleichaltriger Landsmann klagte über starke Schmerzen und Schwindelgefühl. Zusätzlich stellten die Beamten an seinem Bein eine offene Wunde fest. Er wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus nach Prien gebracht.

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