1000 Schulen für unsere Welt

Landkreis will Maßnahmen für Spenden-Aktionen koordinieren und unterstützen

image_pdfimage_print

Bildung ist der Schlüssel für ein besseres Leben: Der Landkreis Rosenheim wird sich an der Initiative „1000 Schulen für unsere Welt“ beteiligen. Diesen Beschluss hat der Kreistag jetzt in seiner Sitzung einstimmig gefällt. Ziel der Initiative ist es, 1.000 Schulen in Entwicklungsländern zu bauen. Finanziert wird das Projekt ausschließlich über Spenden. Geplant ist, die Initiative im Landkreis Rosenheim bekannt zu machen sowie Maßnahmen zur Generierung von Spenden zu koordinieren und zu unterstützen.

Vorgestellt wurde die Initiative von Stefan Rößle, dem Landrat des Kreises Donau-Rieß. Er hatte die Gemeinschaftsinitiative vor zweieinhalb Jahren auf den Weg gebracht. Wie Rößle sagte, könne man damit nicht die Probleme der Welt lösen, aber man leiste einen Beitrag, der sehr wichtig sein kann.

„Bildung das A und O. Wenn Kinder Bildung erfahren, steigen die Chancen, dass sie in Zukunft Lebensmittel selber produzieren.“ Hilfe zur Selbsthilfe sei hier der richtige Schritt, so Rößle.

Seit Start des Projektes wurden bereits 77 Schulprojekte initiiert, allein 27 Projekte aus dem Landkreis Donau-Ries. 22 Schulen wurden gebaut und übergeben, 14 weitere Schulen befinden sich im Bau und für 41 Projekte werden derzeit Spenden gesammelt, sagte Rößle. Bisher sind durch verschiedene Aktionen und Spenden knapp 1,9 Millionen Euro zusammen gekommen. Gebaut wurden die Schulen bisher in 15 verschiedenen Ländern Afrikas, darunter Togo, Mosambik und Uganda.   

Wie Rößle sagte, gebe es einige wichtige Kriterien. Man brauche einen zuverlässigen Partner vor Ort, in dem Land dürfe keine Korruption herrschen, das Grundstück muss der Gemeinde gehören und der Staat oder der kirchlicher Träger verpflichten sich, die Lehrer für diese Schule zu bezahlen. Um die Nachhaltigkeit zu sichern arbeite die Initiative mit verschiedenen Partnern zusammen, allen voran der Stiftung Fly&Help. Diese übernehme die komplette Organisation und überprüfen die Nachhaltigkeit der Projekte vor Ort, sagte Rößle.

Wie der stellvertretende Landrat Josef Huber anschließend sagt, könne man an diesem Beispiel sehen, was man mit Herzblut alles erreichen könne.

Der anschließende Beschluss im Kreistag fiel einstimmig. Der Landkreis Rosenheim wird sich an der Gemeinschaftsinitiative „1000 Schulen für unsere Welt“ beteiligen. Geplant ist zunächst die Initiative bekannt zu machen und Maßnahmen zur Generierung von Spenden zu koordinieren und soweit als möglich zu unterstützen.

Mehr Informationen zum Projekt gibt es auch unter: www.1000schulenfuerunserewelt.de

Foto: www.1000schulenfuerunserewelt.de

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren

3 Kommentare zu “1000 Schulen für unsere Welt

  1. Eine bessere Idee wäre es, die Ursachen zu bekämpfen, das heisst, ausbeuterische Handelsabkommen zu beenden und Rüstungsexporte zu verbieten.

    20

    14
    Antworten
  2. Warum immer die anderen

    Ich bin gerne dabei anderen zu helfen, wäre aber schon mal gut wenn unser Bildungssystem richtig!!! funktionieren würde….

    18

    4
    Antworten
  3. Bildung ist alles und ohne Bildung ist alles nichts.
    Genau das ist der richtige Weg. Man muss den Menschen in den Gebieten den Weg lehren sich selbst zu helfen.
    Rein hypothetisch gesprochen… Exportieren Sie die Leute mit europäischem Bildungsstand in die betroffenen Gebiete und diese Exilanten wird Europa um Hilfen anflehen innerhalb von 10 Jahren. Der afrikanische Kontinent hat wahnsinnig viel ungenutzes Potential. Das liegt daran, dass einfach nicht das Wissen vorhanden ist und deshalb sind Schulen genau richtig.

    19

    4
    Antworten