100 Jahre alte Linde muss gefällt werden

Aus Sicherheitsgründen: Auch zwei weitere große Bäume sind nicht mehr zu retten

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Die Bäume im Stadtgebiet Wasserburg unterliegen regelmäßigen Kontrollen durch das Bau- und Umweltamt der Stadt. Für eine 100 Jahre alte Linde im Fröschlanger hatte dieser Kontrollgang zuletzt keinen positiven Ausgang. Aufgrund einer Krankheit muss der Baum gefällt werden, um die Sicherheit der Passanten zu gewährleisten. Zwei anderen Bäumen im Stadtgebiet widerfährt das selbe Schicksal. Ersatzpflanzungen sind geplant …

Bei den regelmäßigen Kontrollgängen wurde die alte Linde in der Nähe des Skaterparks am Badria-Parkplatz (Foto) zuletzt genauer unter die Lupe genommen. Der Baum ist vom Brandkrustenpilz befallen, einem der gefährlichsten Holz-abbauenden-Pilzarten. „Das ist der Anfang vom Ende für einen solchen Baum“, so Helmut Schmid vom Bau- und Umweltamt der Stadt Wasserburg.

In der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses wurde nun das „Todesurteil“ für den bruchgefährdeten Baum gefällt. Ein Gutachten hat ergeben, dass sich die Linde in einem sehr schlechten Zustand befindet und auch nicht davon auszugehen ist, dass sie sich wieder erholt. „Es macht keinen Sinn zu versuchen, den Baum noch zu retten. Stattdessen wollen wir für adäquaten Ersatz sorgen“, so Schmid weiter. Um die Sicherheit vor allem am Skaterplatz auch weiterhin gewährleisten zu können, muss die alte Baum nun für eine neue Linde Platz machen.

Im Rahmen des Tagesordnungspunkt wurden auch gleich zwei andere „Problemfälle“ im Stadtgebiet angesprochen.

In der Trauerweide in Attl beim Kriegerdenkmal hat sich der so genannte Hallimasch – ein Pilz – eingenistet, weswegen der Baum extrem bruchgefährdet und nicht mehr zu retten ist. Aus Sicherheitsgründen hat sich der Umweltausschuss deshalb auch bei diesem Baum für eine zeitnahe Fällung entschieden.

Das Gleiche gilt für eine gespaltene Esche im Bereich zwischen Badria und Dobl-Siedlung. Da direkt neben dem Baum ein Treppenweg verläuft, besteht dort ein erhöhtes Gefahrenpotenzial. Beim nächsten Sturm könnte eine Seite des Baumes abbrechen.

Alle drei Bäume sollen noch vor dem Jahreswechsel gefällt werden. Den Anfang macht vermutlich die Trauerweide in Attl, laut Schmid. Anstelle der bruchgefährdeten Bäume sind Ersatzpflanzungen an allen drei Standorten geplant. STÜ

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