Schwerer Unfall bei Schonstett

An gefährlicher Kreuzung noch heuer Kreisverkehr geplant

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014   IMG_6852_610Schonstett – Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich heute Vormittag, 30. April, gegen 11 Uhr bei Schonstett. Nach Informationen der Wasserburger Polizei hatte  ein 63-jähriger Lkw-Fahrer aus Mühldorf ein Stopp-Schild an einer Kreuzung bei Fieberting übersehen und fuhr in diese mit seinem Lastwagen ungebremst ein, während dort gerade ein Auto querte. Die Fahrzeuge prallten mit großer Wucht zusammen.

Der 60-jährige Fahrer des Pkw sowie die 63-jährige Beifahrerin wurden mittelschwer bis schwer verletzt und mussten von Kräften der Feuerwehr Schonstett und Amerang aus dem Fahrzeug befreit werden. Die Beifahrerin wurde mit dem Rettungshubschrauber in ein Klinikum gebracht, Lkw- und Pkw-Fahrer wurden per Rettungsdienst in nahe Krankenhäuser transportiert. Die Feuerwehren leiteten den Verkehr für etwa zwei Stunden um. Der Sachschaden dürfte sich auf etwa 25000 Euro belaufen.

Leider ist die Unfallstelle schon sehr oft Ort schrecklicher Unglücke gewesen. Die Kreuzung bei Fieberting, nordöstlich der Gemeinde Schonstett, soll deshalb – laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes – zu einem Kreisverkehr umgebaut werden. Damit soll diese Unfallhäufigkeit so bald wie möglich minimiert werden: Der Kreisausschuss stimmte der Baumaßnahme vor knapp drei Wochen unter der Voraussetzung zu, dass staatliche Zuschüsse gewährt werden. An dem Knotenpunkt bei Fieberting kreuzen sich die Kreisstraße RO 35 Vogtareuth – St. Leonhard und die Staatsstraße 2092 Halfing – Wasserburg. Die Kreuzung gilt als Unfallhäufungspunkt. Polizei, Verkehrsbehörde und Unfallkommission fordern deshalb den Umbau in einen Kreisverkehrsplatz.

Die Zustimmung des für die Staatsstraße zuständigen Staatlichen Bauamts zum Umbau liege bereits vor, heißt es. Die Baukosten werden rund 300.000 Euro betragen. Die Planungsunterlagen werden von der Tiefbauverwaltung im Landratsamt Rosenheim fertig gestellt. Der Landkreis hofft auf Zuschüsse aus dem „Förderprogramm für den Umbau von bestehenden Kreuzungen zwischen Staats- und Kreisstraßen“ in Höhe von etwa 80 Prozent. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr durchgeführt werden. Für die am heutigen Unfall Beteiligten kommen sie leider zu spät.

Fotos: Georg Barth

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