Jemen, das Land mit dem „vergessenen Krieg“

Unser Kino-Tipp: Filmmatinee mit Andreas Kindl, Botschafter der BRD, als Schirmherrn

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jemen Eine besondere Filmmatinee mit einem Experten-Forum über den Jemen gibt es am Sonntag, 25. Oktober, um 11 Uhr in Marias Kino in Bad Endorf. Jemenitische Träume – Geschichten und Gesichter. So lautet der Titel. Vom Traum zum Albtraum: Mit dem „Arabischen Frühling“ hoffte vor allem die Jugend auf Freiheit und ein modernes Leben. Heute, vier Jahre später, herrscht in der arabischen Welt ein politisches Chaos. Auch im Jemen tobt seit Anfang März diesen Jahres nach anfänglicher Euphorie ein erbitterter Krieg …

Ein militärisches Bündnis unter Führung von Saudi-Arabien hat mit Luftangriffen und Kämpfen in allen Landesteilen die humanitäre Lage in Jemen verschärft: Der Konflikt hat schon über 5000 Menschenleben gefordert. Täglich werden es mehr. Sauberes Wasser und Nahrung sind knapp. 6,5 Millionen Menschen leiden bereits akut Hunger.

In den Medien ist aktuell immer wieder vom „vergessenen Krieg“ zu lesen. Mit dieser Filmmatinee will die Deutsch-Jemenitische Gesellschaft auf ein Land aufmerksam machen, das einst von den Römern als das „glückliche Arabien“ bezeichnet wurde. Die Schirmherrschaft für die Veranstaltung „Jemenitische Träume“ hat Andreas Kindl, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Jemen übernommen.

Das Programm beginnt mit zwei Filmen: „What Has to Be Photographed!“ (Was fotografiert werden muss) von der Hamburger Ethnologin und Filmemacherin Irina Linke und „Outward Bound for Moral Change (Bereit für den Wandel) – Nathan der Weise in Jemen“ von der Bad Endorfer Islamwissenschaftlerin und Videoreporterin Daniela Siebeck. Beide Filme beschäftigen sich mit den Träumen und Hoffnungen der Jugend vor der Revolution.

Insgesamt dauern die beiden Filmvorführungen knapp eine Stunde. Es schließt sich eine Diskussionsrunde mit einem Experten-Forum an.

Ihr Kommen zugesagt haben neben Botschafter Andreas Kindl auch die jemenitische Historikerin und Facebook-Aktivistin Arwa Ahmad Alkhutabi, Islamwissenschaftlerin Daniela Siebeck und Marie-Christine Heinze, Vorstandsvorsitzende vom Center for Applied Research in Partnership with the Orient (CARPO).

Die Vorstandsvorsitzende der DJG, Gudrun Orth, wird als Moderatorin auf die aktuelle Situation in dem südarabischen Land eingehen. Der Eintritt für die Filmmatinee kostet fünf Euro. Weitere Informationen über die DJG gibt es im Internet unter www.djg-ev.de.

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