… viel zu viele Gerüchte!

Unser Kommentar dazu, dass sich eine Bürgerhilfe immer öfter rechtfertigen muss

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OLYMPUS DIGITAL CAMERAMit den Bildern aus Griechenland im Kopf traten sowohl Andreas Demmel als auch Willi Hesse, die beiden Vorstände der Pfaffinger Bürgerhilfe ans Mikro im Rahmen der jüngsten Jahresversammlung, und sagten etwas zur Flüchtlings-Situation in der Gemeinde – was ihnen sichtlich sehr zu Herzen ging. „Ich wünsche uns Mut und Zuversicht – vor allem auch in Forsting“, sagte Demmel mit Blick auf die in wenigen Wochen ankommenden 48 Neumitbürger der Gemeinde Pfaffing, die in einem Wohncontainer im Forstinger Gewerbegebiet (wir berichteten ausführlich) wohnen werden. Die Bürgerhilfe sei für alle Bürger da – sie helfe den Menschen gerne. Es würden da keine Unterschiede gemacht. Ein Flüchtling, der zum Beispiel auch mit zur Rotter Tafel mitgenommen werde, zahle dafür Fahrtkosten – genauso wie alle. Und obwohl einige ehrenamtliche Mitglieder der Bürgerhilfe Pfaffing parallel auch im Asyl-Helferkreis engagiert seien, gehe dieses Engagement – ein weiteres Ehrenamt – doch keinesfalls zu Lasten der Bürgerhilfe. Es sei kein Konkurrenz-Unternehmen. Traurig eigentlich, dass das eigens so betont werden musste am Mikro im Pfaffinger Gemeindesaal. Wie eine Rechtfertigung. Aber scheinbar leider normal in dieser Zeit voller Gerüchte … moand d’Renate.

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25 Gedanken zu „… viel zu viele Gerüchte!

  1. Martin Buther

    Rassismus ist inzwischen durch Menschen wie König Horst salonfähig geworden.

    Inzwischen empfinden es viele Menschen als völlig legitim, zu fordern, dass Deutsche eine bessere oder schnellere Behandlung verdienen, als Menschen anderer Herkunft. Das Schlimme daran, sie denken wirklich, dass diese Aussage eine legitime Meinung ist und nennen sich dabei noch Christ.

    Aber Menschen aufgrund ihrer Herkunft unterschiedlich zu behandeln, ist schlicht und ergreifend Rassismus!

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  2. @martin – aber Frauen aufgrund ihres westlichen Kleidung und Lebensstils zu belästigen, bestehlen und zu missbrauchen, das ist in Ordnung? Das ist genauso Rassismus!

    Dass christliche Flüchtlinge in Asylbewerberheimen unterdrückt und angegriffen werden, finden Sie auch richtig?

    Sorry, aber tolerant sollte nicht nur die deutsche Bevölkerung sein, sondern genauso unsere neuen Mitbürger!!!

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    1. Martin Buther

      Wer widerspricht Ihnen? Sie haben absolut Recht (außer, dass derartiges Verhalten den Frauen gegenüber ‚Sexismus‘ ist) – aber was genau hat Ihre Antwort mit meinem Beitrag zu tun?

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      1. Ja richtig, Sexismus ist es auch. Da sich die Übergriffe aber im wesentlichen auf Frauen anderer Herkunft ereigneten/ereignen finde ich es genauso fremdenfeindlich.

        Ich wollte damit zum Ausdruck bringen dass untolerantes Verhalten genaus bei Asylbewerben zu finden ist, einige von ihnen haben offensichtlich doch Probleme damit sich an unsere Wertesystem anzupassen. Spricht man diese Probleme öffentlich an wird man allerdings sofort mit der Rassismus Keule niedergeschlagen und hier spannt sich der Bogen zu ihrem Beitrag.

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    2. An Maria.
      Erstens, das Problem mit Sexualdelikten vor allem von Männern ist ein globales Problem, was nicht heißt, dass solche Taten nicht aufs Schärfste geahndet und bestraft gehören. Die härtere Bestrafung und ein besserer Opferschutz wäre auch vor Köln schon angebracht gewesen, aber damals sprach niemand davon, es waren ja unsere eigenen Männer. ( Ich will damit nicht alle unsere Männer unter Generalverdacht stellen.)

      Ich habe vor 20 Jahren als 20-Jährige auf dem Oktoberfest gearbeitet. Nach 23 Uhr wurde noch geputzt und dann musste ich durch die Betrunkenen durch zur U-Bahn und nach einmaligem Umsteigen mit der Bahn nach Hause fahren. Ich bin täglich gerannt, in der Hoffnung, dass mir ein Betrunkener nicht nachkommt. Ganz zu schweigen, was ich in den Verkehrsmitteln alles erleben musste.

      Seit dieser Zeit war ich kein einziges Mal mehr auf dem Oktoberfest. Es zieht mich da nicht mehr hin. Aber bei dem Thema Köln stelle ich mir das immer so vor, wie es damals beim Oktoberfest war.

      Außerdem glaube ich, dass die Sexualdelikte der Männer in Köln nichts mit Rassismus zu tun haben, sondern mit äußerst schlechtem Charakter. Die werden nämlich nicht vor jeder Tat die Frauen gefragt haben, wo sie herkommen. Aber das nur nebenbei, denn es ist egal, wie es genannt wird, es ist auf jeden Fall zu verurteilen.

      Zweitens stellen Sie alle Asylbewerber unter Generalverdacht.

      Sollte man nicht individuell danach urteilen, wie jeder Einzelne sich aufführt? Es gibt auch deutsche Männer, die in Thailand Sexurlaub machen. Es gibt deutsche Väter, Onkel und Nachbarn, die die eigenen Kinder oder die Kinder der Familie vergewaltigen. Ich kenne sogar einen solchen deutschen Mann. Es gibt deutsche Pfarrer, Lehrer und Sporttrainer, die Sexualstraftaten begehen.

      Ich denke, der Prozentsatz von Sexualstraftätern wird überall ziemlich gleich sein und auch wenn er irgendwo evtl. höher sein sollte, kann man nicht die gesamte Gruppe verurteilen, sondern man muss jede einzelne Tat bestrafen.

      Und noch was. Wir sollten offen, aber vorsichtig auf unsere Flüchtlinge zugehen, erst dann können wir jeden einzelnen beurteilen.

      Wir können Vorbild sein und wir sollten ruhig hohe ethische Erwartungen an unsere Gäste haben und diese ihnen auch mitteilen.

      Wovon ich nichts halte, ist, jemandem im Vorfeld schon Schlechtes in die Schuhe zu schieben. Dieser sieht dann nicht mehr die Notwendigkeit, sich ehrenhaft zu benehmen.

      Ich wollte eigentlich nur sagen, dass der Mensch, egal ob deutsch, syrisch oder sonst was überall gleich ist. Er ist bei den Straftaten ziemlich ähnlich und genauso sollte deutschen Hilfsbedürftigen wie nicht Deutschen geholfen werden, wenn sie etwas Essentielles nicht selber schaffen.

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      1. @Ina das mag ein globales Problem sein, in manchen Ländern allerdings doch gravierender als in anderen. Zufall dass viele Länder muslimische Länder darunter sind? Ich stelle niemanden unter Generalverdacht, mir ist durchaus bewusst dass es viele Integrationswillige Asylbewerber gibt, man muss aber nicht so tun als wäre jeder unfehlbar.

        Den Vergleich mit dem Oktoberfest kann ich nicht mehr hören, tausend Männer mit Migrationshintergrund die Frauen umzwingeln usw usw Vorfälle dieser Art sind mir vom Oktoberfest nicht bekannt…

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      2. @ Ina: Man wird doch äussern dürfen, dass Menschen, die bei uns Zuflucht und Frieden suchen, sich auch an unsere Gesetze halten müssen.
        Es ist naiv zu glauben, dass in den Herkunftsländeren dieser Menschen das selbe Frauenbild vertreten wird wie in Deutschland.

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        1. Da gebe ich ihnen vollkommen Recht. Wir müssen unser Rechtssystem den Geflüchteten erklären, vorleben und einfordern!

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          1. Ja, wenn man viel Idealismus hat, kann man das machen.

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      3. Diese Gleichmacherei geht mir wirklich auf die Nerven.

        Die Sexualdelikte der Flüchtlinge sind natürlich zu benennen. Es macht keinen Sinn, die Sexualdelikte der Flüchtlinge mit den Übergriffen auf die Regensburger Domspatzen zu vermengen.

        Jedes bedarf einer eigenständigen Betrachtung und keiner Vermengung. Vermengung heißt für mich in diesen Fällen auch Verharmlosung und das dürfen wir nicht zulassen.

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  3. Zu fordern, dass ein Staat als erstes auf das Wohl seiner Bürger zu schauen hat, ist eine Selbstverständlichkeit und hat mit Rassismus nichts zu tun.

    Warum? Weil die Bürger diesen Staat mit all seinen sozialen Systemen durch ihre Steuern tragen.

    Einigen fehlt es offensichtlich am grundlegenden Staatsverständnis.

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  4. Carola Sommer

    Welche ‚Gerüchte‘ denn?
    Wenn man sich etwas Mühe gibt, wird man sehr schnell herausfinden, dass es sich bei den ‚Gerüchten‘ um Tatsachen handelt.
    In einem kann ich Ihnen aber recht geben: Ich wünsche uns auch Mut und Zuversicht, dass wir heil aus dieser Misere wieder heraus kommen.

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    1. Liebe Frau Sommer, ich habe schon öfter Ihre Kommentare gelesen. Danke, sie sprechen vielen Menschen aus dem Herzen.
      Ich glaube nicht und viele Menschen aus meinem Umfeld auch nicht, dass wir aus dieser Misere noch heil raus kommen.
      Dabei spreche ich NICHT von der Ankunft von wirklich schutzbedürftigen Menschen (Frauen, Kindern und alten Menschen aus Kriegsgebieten)

      Ich frage mich in Anbetracht der unkontrollierten Flüchtlingsströme, warum diejenigen, die wirklich unserer Fürsorge und Zuwendung bedürfen, derzeit in Syrien und anderen Ländern verhungern? Könnte es nicht sein, dass die angekommenden Männer aus aller Welt im besten Alter, gesund und stark besser dort geblieben wären, um in ihren Ländern zu helfen?

      Sie machen die grösste Gruppe der Flüchtenden aus. Und warum sind die meisten Kinder, Alte und die Frauen immer noch dort? Wird nicht eigentlich der Humanismus in Europa missbraucht? Es wird nicht denen geholfen, die es wirklich am Dringensten brauchen? Es werden Waffen und Söldner dorthin gebracht, jedoch kaum unterstützende Massnahmen.
      Ja, ich habe auch keine Antwort darauf. Und was sich derzeit in Griechenland abspielt, das kann fast niemanden „kalt“ lassen.

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      1. Hallo Susi,
        seit Januar kommen etwa 80% Familien an. Vorher waren es in der Tat vor allem Männer. Ich habe auch längere Zeit so wie sie gedacht, bis ich einen syrischen, 35-jährigen Arabischlehrer kennengelernt habe.

        Er kam im September zu uns. In Syrien kam das Assad-Regime zu ihm und er sollte mitkämpfen. Er aber sagte, er sei Lehrer und kein Killer. Er könne niemanden umbringen. Daraufhin kam er ins Gefängnis und wude gefoltert. Nach der Entlassung aus dem Gefängnis widerfuhr ihm das Gleiche mit den Rebellen.

        Er sagte wieder, er ist Lehrer, kein Killer. Er kann niemanden töten. Und wenn man ihn kennenlernt, merkt man, dass er niemanden töten kann.

        Nach Folter und Gefängnisaufenthalt hatte er jetzt die Wahl. Er kann bei Assad, bei den Rebellen oder beim IS, wo er sogar noch viel Geld bekommen hätte, mitkämpfen. Oder er kann sich bei nächster Gelegenheit totfoltern lassen.

        Der Plan war dann folgender: Er geht nach Deutschland und lässt seine hochschwangere Frau und die dreijährigen Zwillinge erst mal in Syrien.

        Die Flucht hätten die schwangere Frau und die KInder nicht überlebt.

        Man kann auch nicht zwei dreijährige Kinder kilometerweit tragen, auf der Flucht ein weiteres Baby bekommen und dann drei Kinder tragen.

        Die Familie muss nicht kämpfen, es besteht nur die Gefahr, dass sie eben von Fassbomben des Assad-Regime getötet werden oder eben der IS kommt. Sobald er die Aufenthaltsgenehmigung hat, will und darf er seine minderjährigen Kinder und die Frau nach Deutschland in Sicherheit bringen.

        Fakt ist: Alle alleinstehenden Männer haben bei uns die Aufenthaltsgenehmigung bekommen, nur eben dieser Familienvater wartet noch. Und ich sag ihnen, er leidet mehr als ein Hund. Sein Sohn Josef ist inzwischen 6 Monate alt und er hat ihn noch nie in den Armen gehalten. Er zeigt mir Fotos von seiner Frau, seinen Kindern. Er gibt mir das Telefon und ich telefoniere mit seiner Frau, wobei die Frau ausschließlich arabisch spicht und ich nur Salamaleikum sagen kann, aber wir telefonieren und irgendwie berührt das mein Herz ganz enorm.

        Er hat jeden Tag, jede Minute Angst um seine Familie. Er kann kaum schlafen, weil sein Kopf immer denken muss. Hätten Sie in seiner Situation wirklich anders gehandelt. Hätten Sie beschlossen, zum Killer zu werden oder sich totfoltern zu lassen?

        Und dann noch die jungen syrischen Männer. Sie erzählen, dass Oma, Opa, Vater, Mutter manchmal sogar noch ein Onkel ihnen ihr Geld gegeben haben, damit sie abhauen und überleben. Damit sie beim Morden nicht mitmachen.

        Einige sagten zu mir schon, sie können niemanden umbringen. Ich habe beschlossen, wenn bei uns mal Krieg sein sollte, werde ich meinem Sohn auch all mein Geld geben, damit er diesem Irrsinn entkommen kann.

        Ich bin aber auch der Meinung, dass junge Menschen aus Nichtkriegsländer zu Hause ihr Land unterstützen sollen.

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        1. @Regina
          das ist eine Geschichte die bestimmt so öfters vorkommt, und das ist auch schlimm!

          Aber warum Deutschland, warum alle nach Deutschland, warum nicht eins der anderen 50 oder mehr Ländern, die es in dem Radius gibt?

          Jeder will nach Deutschland und die, die noch in der Türkei, Griechenland oder irgendwo am Balkan feststecken, die nehmen auch extra Strapazen auf sich, um durch viele andere Länder Richtung Deutschland zu kommen, und das geht so nicht weiter.

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          1. @Regina, danke für die Geschichte, sie hat mich auch sehr berührt und ich denke, es gibt viele solche Schicksale … und ich bin auch hundertprozentig der Meinung, dass Menschen in Not geholfen werden muss, KEINE Frage …

            Aber viele Menschen hier bei uns haben auch Angst vor dem ungebremsten Zuzug – auch sehr vieler Wirtschaftflüchtlinge, die TEILWEISE auch sehr unverschämt sind, momentan ist ja grad aus bekannten Gründen die Ruhe vor dem nächsten Ansturm … ja, man wird sehen.

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          2. Liebe BeFa,
            warum nach Deutschland? Das habe ich auch gedacht und natürlich dann auch nachgefragt. Die Antwort war immer: „Deutschland steht wirtschaftlich sehr gut da, da erhofft sich jeder einen Neustart“ Ich habe mir dann überlegt, wenn ich flüchten müsste, dann würde ich wahrscheinlich, wenn mir die Zeit zum Planen bliebe, nicht Rumänien oder Bulgarien als Fluchtland für mich und meine Familie auserwählen. Ich glaube, ich würde nach Schweden oder Dänemark, so von meinem Gefühl her. Und warum? Weil ich mir dort Hoffnung auf eine Wohnung und auf Arbeit mache und weil ich glaube, dass dort meine Kinder eine Ausbildung bekommen würden. Außerdem ist es näher als z.B. Amerika.
            Und genauso geht es unseren Flüchtlingen. Wir müssen sehen, dass wir in einem Land leben, dem es so gut geht, dass es der Traum vieler Menschen ist.

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          3. @Regina:

            Das ist wirklich eine ernste Geschichte, die Eindruck hinterlässt.
            Ich möchte aber darauf eingehen, was Sie im Anschluss geschrieben haben: Wenn Sie flüchten müssten, würden Sie sicher auch Schweden oder Dänemark gegenüber Rumänien oder Bulgarien vorziehen.
            Das ist für mich nachvollziehbar, ich denke da genauso; evtl. käme für mich auch noch England oder ein anderes englischsprachiges Land in Frage; und natürlich Österreich ;).

            Aber warum ist das so? Warum würden wir als Deutsche „vom Gefühl her“ so handeln?
            Ich glaube, wir als Deutsche würden uns solche Länder im Falle einer Flucht aussuchen, weil wir hier eine ähnliche sprachliche Grundlage (vielleicht sprechen wir schon Englisch oder wir tun uns leichter, Dänisch zu lernen als Arabisch) vorfinden, die uns schnell eine Verständigung möglich machen wird. Weil wir auch von unserem Bildungsniveau her dort Chancen auf Beschäftigung sehen. Weil der kulturelle Unterschied gering ist. Weil die meisten der neuen Mitbürger ähnliche oder gleiche religiöse Ansichten teilen. Vielleicht auch, weil das Klima ähnlich ist, wobei das weniger wichtig ist. Ich wage also zu behaupten, dass wir bei der Wahl des Fluchtlandes schon dazu tendieren, ein „deutschlandähnliches“ Land auszuwählen – falls uns das möglich wäre.

            Vor diesem Hintergrund stelle ich mir nun die Frage, ob es für einen Syrer eine so kluge Wahl ist nach Deutschland zu flüchten. Es kann nun natürlich sein dass dieser Arabischlehrer, den Sie kennen, perfekt Deutsch spricht, Christ ist und überhaupt einen westlichen Lebensstil pflegt – dann ist die Wahl hervorrgend, aber er ist eine Ausnahme. Wenn ich aber muslimischer, noch nicht deutsch sprechender Syrer wäre – so wie die Mehrheit – und flüchten müsste, würde ich aus genau diesen, vorgenannten Gründen ein anderes Land vorziehen, weil ich mich dort viel schneller und leichter einleben und integrieren könnte. Mir fallen da auf Anhieb die reichen Golfstaaten ein, Libanon, Jordanien, Türkei.

            Leider sind viele dieser Länder schon mit Flüchtlingen überfüllt, und die reichen Golfstaaten nehmen meines Wissens nach grundsätzlich keine ihrer Glaubensbrüder auf – hier bevorzugt man Gastarbeiter aus Bangladesh. Deshalb ist es wohl auch so, dass die meisten Flüchtlinge, die zu uns kommen, keine oder wenig Wahl haben. Es gibt ja offensichtlich kein anderes Land auf der Erde, dessen Kanzlerin sich im Moment so einladend und gastfreundlich zeigt wie unseres.

            Trotzdem glaube ich, dass es für diese Menschen bei uns sehr, sehr schwierig wird. Ehrlich gesagt glaube ich sogar, dass der Grossteil davon sich nie wirklich einleben und integrieren wird. Gar nicht deshalb, weil sie es nicht möchten oder nicht versuchen würden, sondern einfach deshalb weil der kulturelle Unterschied zu gross ist und die Hoffnungen und Erwartungen der Menschen zu oft enttäuscht werden. Es gibt nicht viele Menschen, die solch gravierende Veränderungen unbeschadet bewältigen können. Ich bin mir auch sicher dass ich selbst es auch nicht schaffen würde, in einem friedlichen Syrien unter guten Bedingungen als Flüchtling zufrieden zu leben, wenn mein Heimatland zerstört worden wäre.

            Kurzum – ich frage mich wirklich, ob diese Menschen hier mittelfristig jemals zufrieden werden können. Ich bezweifle es stark.

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  5. Ich bin bestürzt, was ich hier alles lese.

    Die Männer, die hier Sexualstraftaten begehen und das ist egal, ob dieses Deutsche, Gastarbeiter oder Asylanten sind, waren alles mal kleine Jungen. Diese kleinen Jungen sind von ihren Mütter und Vätern erzogen worden im Sinne einer christlichen bzw. auch einer muslimischen Gesinnung. Und wenn ich mich noch recht entsinne, geht es bei beiden darum, das Leben anderer Menschen zu achten.

    Ist hier nicht bereits ein Versagen der Erziehung vorhanden?
    Wird uns nicht medial oft genug die Frau als Freiwild dargeboten?
    und dieses auch durch die Werbung?

    Steht im Deutschen Grundgesetz nicht, dass Frauen und Männer gleichberichtigt sind. Sind Sie das in unserem Land wirklich?

    Gibt es nicht noch immer einen großen Teil von Männern in Deutschland, die der Meinung sind, Frauen gehören hinter den Herd?

    Andersrum gefragt, wieso lassen sich so viele Frauen das gefallen?
    Und machen sich abhängig?

    Hier müssen beide Seiten an sich arbeiten und dieses muss dann den Frauen und Männern, die bei uns Asyl erbitten auch klar gemacht werden. Aber können wir das, wenn wir es nicht selbst leben?
    Viele Fragen, die keiner wirklich beantworten kann.

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    1. Also ehrlich Hr.Roland, keine Ahnung Sie haben etliche Likes bekommen.
      Ich bin über 50, aber ich kenne keinen Mann, der der Meinung ist, dass Frauen
      in Deutschland hinter den Herd gehören. Und die Generation meiner Kinder denkt so was
      gleich gar nicht. Es ist sogar so, dass die jungen Männer manchmal öfter
      hinterm Herd stehen und Spass am Kochen haben als die jungen Frauen.

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      1. Hallo Frau Susi S.
        Das ist schön für Sie, dass Sie so jemanden nicht kennen und Ihre Söhne nicht so denken. Dann haben Sie ja alles richtig gemacht, viele andere Eltern aber nicht.

        Und der Sexismus, ao trauig es auch ist, ist in Deutschland immer noch vorhanden und wächst wieder an.

        Das liegt nicht nur an den Männern, dass liegt auch an den Frauen, die wieder in ein altes Frauenbild zurück wollen und diese gibt es mehr als genug, die der Meinung sind, der Mann hat das Geld nach Haus zu bringen und die Frau bleibt zu Hause und erzieht die Kinder und macht den Haushalt.

        Es gibt zum Glück auch Männer und Frauen die emanziepiert sind, das ist auch gut so …

        Meine Mutter ist inzwischen weit über 70 Jahre und hat zu den Frauen gehört, die für ihre Freiheit gekämpft haben und der stößt es immer mehr auf, dass viele junge Frauen nicht vorwärts gehen, sondern rückwärts. Übrigens eine Frau Schwarzer hat sich darüber in der letzten Zeit auch aufgeregt.
        Zum Schluss noch: Ich Koche auch sehr gerne.

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        1. An Roland:
          Das stimmt so nicht. Sicher gibt es Beziehungen, in denen es nach alten Mustern läuft, aber nicht immer ist es so gewünscht.

          Viele Frauen können gar nicht anders. Sie bekommen die Kinder, sind für deren Erziehung zuständig, werden teilweise absichtlich klein gehalten, verdienen bei gleicher Arbeit weniger als Mönner.

          Meine Erfahrung im Umgang mit Flüchtlingen (denen ich versuche, in meinem Rahmen zu helfen) ist: Das Frauenbild nicht aller, aber vieler, ist katastrophal.

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          1. Hallo Elena.
            In den einem Satz widersprechen Sie mir, in dem daraufolgenden bestätigen Sie meine Aussage.

            Ich habe nicht geschrieben, dass es immer und überall so ist.
            Meine Aussage ist eigentlich klar, ich bin der Meinung, dass die Erziehung der Kinder der Ausgang ist. Wird den Jungen und Mädchen von Anfang an beigebracht, dass sie gleichberechtigt sind, wird es in der Zukunft besser laufen.

            Dazu gehört aber auch, dass sich die Frauen aus diesem System herausschellen und Ihren Männern, Freunden, Vätern usw. klar sagen, was Sache ist.

            Und die männliche Gesellschaft muss diese lernen zu akzeptieren. Aber wie gesagt, es gibt auch Teile der Bevölkerung, wo das klappt.
            Ihr letzter Satz bestätigt meine Aussage, LEIDER.

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      2. @Susi S.
        Ich stimme Roland zu: es ist schön für Sie, dass Sie keinen Mann, der der Meinung ist, dass Frauen in Deutschland hinter den Herd gehören, kennen.

        Allerdings können Sie dann nur ganz bestimmte Männer aus Bayern kennen. Die CSU (von der Mehrheit der wählenden Männer gewählt) setzte hier eine Prämie durch. Man erhält sie, wenn man nachweist, dass ein Kind bestimmten Alters nicht in öffentlichen Einrichtungen betreut wird.

        Man prämiert also nur die Familien, wo die Frau (der Mann ist immer noch die Ausnahme) zuhause („am Herd”) ist. Die anderen Familien gehen leer aus. Normalerweise prämiert man nur das, von dem man der Meinung ist, so gehöre es.

        Nachdem auch die Generation ihrer Kinder anders denkt, kann man für das Bayern der Zukunft hoffen.

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        1. @ Herrn Huber: Ich finde nichts Schlechtes daran, wenn Eltern ihre Kinder selbst betreuen, und das darf auch ruhig honoriert werden. Das muss sich doch jede Familie selber entscheiden dürfen. Die Meinung von mir UND meiner Frau: wenn wir Kinder wollen, geben wir sie nicht sofort in fremde Hände. Ansonsten könnten wir es auch bleiben lassen.

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