Da Huaba moand … coole Planer!

Unser Kommentar zu dem ganz neuen Gesicht, das Reitmehring bekommen soll

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Christian1Die Katze ist aus dem Sack. Erstmals präsentierten gestern die Experten vom Straßenbauamt eine Visualisierung für die neue B304 in Reitmehring. Eine „innerörtliche Umgehung“, wie sie Bürgermeister Michael Kölbl nannte. Und den Planern ist da wirklich etwas ganz Außergewöhnliches gelungen. Es gab wohl niemanden im Sitzungssaal, der nicht über den Plan des Straßenbauamtes Bauklötze staunte. Fast alle waren sich einig: Ja, so könnte es gehen. Reitmehring wird ein ganz neues Gesicht bekommen. Eines, das nicht mehr ganz so vom Verkehr zerfurcht ist. Jetzt bleibt nur eine Frage: Wann nur bitte geht‘s endlich los?… frogt se da Huaba.

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8 Gedanken zu „Da Huaba moand … coole Planer!

  1. Nicht mehr ganz so vom Verkehr zerfurcht? Da sprechen die Visualisierungen des Straßenbauamtes in Eurem Artikel eine andere Sprache. Ich sehe da eine breite Asphaltschneise, die den Ort deutlich mehr zerteilt als bisher.
    Die von Westen kommende Monsterrampe wurde wohlweislich gleich gar nicht in voller Länge dargestellt.
    Die ganze Planung ist nur darauf ausgerichtet, möglichst viel überörtlichen Verkehr möglichst schnell und möglichst reibungslos abzuwickeln. Die Anwohner bleiben da auf der Strecke und dürfen sich künftig hinter 6 Meter hohen Lärmschutzwänden verstecken.

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    1. Christian Huber

      Hm. Wohin sonst mit dieser Straße? Der meiste Verkehr kommt jetzt unter die Erde, das wird Reitmehring maßgeblich entlasten … moan i.

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      1. Der Verkehr kommt da „unter die Erde“, wo relativ wenig direkte Anwohner sind. Über den größten Teil verläuft die Straße in einem offenen Trog bzw. über das Brückenbauwerk sogar höher als heute. Durch die erhöhten Geschwindigkeiten (dann 80 km/h) und die Bündelungswirkung, d.h. den zusätzlich angezogenen Verkehr, werden die Effekte der Lärmschutzwände vermutlich aufgehoben und sich deshalb die Lärmbelastung unterm Strich vermutlich kaum reduzieren, während z.B. die Feinstaubbelastung sogar noch zunimmt. Im Bereich der Brücke, die dem Vernehmen nach ohne Lärmschutz errichtet werden soll, wird sich der Schall sogar noch weiter verteilen als bisher, so dass auch Reitmehringer, die etwas weiter weg von der B 304 wohnen, künftig ihre Verkehrslärmration abbekommen.
        Das oft formulierte Ziel der Reitmehringer, dass die beiden Ortshälften durch diese „innerörtliche Umgehung“ besser zusammenwachsen, sehe ich bei dieser breiten Verkehrsschneise jedenfalls absolut nicht erfüllt.
        Und nein: die für alle Betroffenen perfekte Lösung habe ich jetzt natürlich auch nicht zu bieten. Ich meine aber, dass man die Planungen durchaus kritisch auf die Auswirkungen für die Anwohner hinterfragen muss. Deswegen stört mich auch der obige, allzu euphorische Kommentar. Das Straßenbauamt hat bei seinen Planungen auftragsgemäß ausschließlich das Ziel, einen schnellen, reibungslosen Auto- und Lkw-Verkehr zu gewährleisten. Dieses Ziel wird mit der vorgelegten Planung – sofern sie jemals umgesetzt wird – sicher erreicht. Für Reitmehring selbst sehe ich hingegen eher negative Auswirkungen.

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  2. Sehr interessante Anmerkungen von Buffo. Einem Laien wie es die Stadträte, Hr. Huber und ich nunmal sind kann man natürlich viel erzählen. Natürlich wird das so hingebogen als ob man etwas für die Anwohner tut, war bei Stuttgart21 und all den anderen Groß Projekten doch auch so. Am Ende kann ich mir vorstellen dass die ganze Sache wieder 10 Jahre länger dauert als geplant und wahrscheinlich doppelt so teuer ist. Im Grunde genommen geht es eben darum vorallem LKW Verkehr und damit der Wirtschaft zu helfen, als ob eine Staatsregierung soviel Geld in die Hand nimmt damit ein Dorf mehr zusammen wächst, die Märchen der Herrschenden glauben wir doch schon längst nicht mehr, es geht überall nur um Profit!

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    1. Ich frage mich, ob der „Wirtschaft zu helfen“ wirklich ein Kapitalverbrechen ist. Und von „Märchen der Herrschenden“ oder anderen Verschwörungstheorien zu schwadronieren ist bestenfalls nur noch langweilig, wenn nicht gar ärgerlich.
      Die Feinstaubbelastung ist mit Sicherheit um ein Vielfaches höher, wenn alle Augenblick Massen von Fahrzeugen mit meist laufendem Motor an der Schranke warten. Auch ist das Geratter und Gebremse an der Schienenschwelle nicht unbedingt Musik in den Ohren der Anwohner. Ich weiß, wovon ich rede, ich musste selbst jahrelang über Reitmehring fahren.
      Richtig lustig wird es aber spätestens dann, wenn der Takt abermals erhöht wird, bzw. nach der Elektrifizierung der Bahnstrecke tatsächlich mal die S-Bahn nach Wasserburg fährt. Ich sehe jetzt schon die Schilder an den Häusern, auf denen geschrieben steht: „Tunnel jetzt“, „Hilfe, wir ersticken im Dreck“…
      In zwei Punkten stimme ich mit den Vorrednern überein. Nämlich, dass es viel mehr kosten wird, als veranschlagt. Und dass es ganz gräßlich lange dauern wird. Obwohl das ja hauptsächlich an den Nein-Sagern liegt.

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      1. Öffentliche Gelder zu verschwenden um der Wirtschaft zu helfen ist in meinen Augen durchaus zu kritisieren, siehe Bankenrettung , Stuttgart21, Elbphilharmonie um nur einige zu nennen.
        „Märchen der Herrschenden“ als Verschwörungstheorie zu deklarieren ist aber auch sehr schwach. Als ob die Reichen dieses Landes keine Intressen haben, und als ob diese Interessen nicht häufig im krassen Gegensatz zu den Bedürfnissen der arbeitenden Bevölkerung stehen sollte einem langsam auch mal klar werden, bestes Beispiel wäre TTIP und CETA, aber klar da glauben Sie wahrscheinlich auch dass die Bourgeoisie nur unser aller bestes will und alle Gegner nur wilde Verschwörungstheoretiker sind.
        Moderen Autos schalten doch sowieso nach 5 Sekunden den Motor ab, bis dieses Monstrum fertig ist fährt der Großteil der Bevölkerung doch sowieso mindestens mit solchen, wenn nicht sogar mit Hybrid oder anderen, leiseren Motoren.
        Ich bitte sie aber ich glaube einem Politiker gar nichts mehr, egal von welcher Partei er kommt und egal mit welchen fadenscheinigen Begründungen er versucht der Bevölkerung weiss zu machen das alles was er entsheidet nur im Sinne der Bevölkerung ist, auch sie werden irgendwann bemerken dass dem noch nie so war.

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        1. Stuttgart 21, TTIP, Griechenland- und Bankenrettung, Elbphilharmonie, Kubakrise, VW-Abgasskandal und jetzt auch noch Reitmehring! Die Liste der Skandale wird immer länger, schlimm, schlimm.
          Wieso aber die Reitmehringer Unterführung im krassen Gegensatz zu den Bedürfnissen der arbeitenden Bevölkerung steht, ist mir rätselhaft. Ist es gar deren Bedürfnis, die nervtötende Wartezeit tagaus, tagein, Woche für Woche, Jahr um Jahr an der Schranke dafür zu nutzen, um im abgeschiedenen Pkw still Kapitalismuskritik zu üben?
          Und wenn die Autos eh immer leiser werden oder als Hybrid unterwegs sind, wo ist dann das Problem? Natürlich, vorher müssen die Teile für diese Autos im Interesse der Wirtschaft oft per Lkw in die Firmen gebracht werden – und alle über den Reitmehringer Bahnübergang!
          Alles ganz schön kompliziert.

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          1. Hat sich eigentlich von den Planern und Stadträten sowie auch unser Bürgermeister gedanken gemacht, wenn der Verkehr so im Fluss ist, wie es denn für die Abbieger an der Staudhamer Kreuzung ausgeht oder kommt da jetzt endlich der heiss ersehnte Kreisverkehr? Noch dazu kommt die Gerwerbegebietserweiterung in Staudham, wo bis jetzt noch keiner weiss was dort für ein Gewerbe gebaut wird. Auch hierzu sollten sich Planer einiges dazu überlegen. Dies ist als Denkanstoß gedacht für den 304 Umbau!

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