„Ein Menschengesicht“

Eine besondere Ausstellung und ein Konzert zur Einstimmung auf die Osterzeit gibt es am Sonntag, 7. April, um 19 Uhr in der evangelischen Christuskirche Wasserburg: Der Kreuzweg „Ein Menschengesicht“, zu dem es Meditations-Texte von Altabt Dr. Odilo Lechner zu den Bildern des Wasserburger Künstlers Rainer Devens gibt, wird als Ausstellung eröffnet. Der Renaissance-Chor Bruckmühl und das Ensemble Alcinelle bringen zudem Werke von Palestrina bis Telemann zur Aufführung.

Das besondere Merkmal des Kreuzweges ist die Konzentration auf das Antlitz des Menschensohnes Jesu. Die Öffnungszeiten sind montags, mittwochs, freitags von 9 bis 12 Uhr, donnerstags von 15 bis 17 Uhr und während der Gottesdienste.

Die Ausstellung ist zu besichtigen bis Ostersonntag, 21. April. 

Zum Wasserburger Künstler Rainer Devens, der sein Atelier auf Gut Straß hat:

Seit 1982 Mitglied des AK68 in Wasserburg
Zwischen 1989 und 2001 Vorstandstätigkeit,
Jury-Beteiligungen seit 1983
Einzelausstellungen und zahlreiche jurierte Ausstellungsbeteiligungen wie in Ebersberg, München, Haus der Kunst, Rosenheim, Traunstein, Wasserburg.
Skulpturenweg Wasserburg.

Informationen unter 08071/2354 und unter
www.rainer-devens.de

Foto: Rainer Devens




Ferdinand Steffan ist jetzt Ehrenmitglied

Eine über 100-jährige erfolgreiche Historie, 400 Mitglieder und ein sattes Polster auf dem Bankkonto – der Heimatverein Wasserburg konnte gestern bei seiner Jahreshauptversammlung im Sparkassensaal eine rundum positive Bilanz ziehen. Bei den Neuwahlen wurde Peter Rink (rechts) einstimmig in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt. Eine besondere Ehre wurde Ferdinand Steffan (links) zu Teil.

Der ehemalige Kreisheimatpfleger, der seit 1973 (!) in der Vorstandschaft des Heimatvereins tätig war, wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

Rink überreichte Steffan, der unter anderem Träger der Wasserburger Heiserer-Medaille und des Bundesverdienstkreuzes ist, zum Dank ein Werk des bekannten Wasserburger Künstlers Willi Reichert.

Der Vorsitzende ließ das Wirken des ehemaligen Kreisheimatpflegers Revue passieren und würdigte dessen unermüdlichen Einsatz um die Erforschung der Wasserburger Historie. „Ich nenne nur eine Zahl: Das Archiv umfasst mittlerweile über 1000 Aufsätze von Ferdinand Steffan zur Geschichte Wasserburgs.”

Das neue Ehrenmitglied des Heimatvereins zeigte sich sichtlich gerührt. Er habe der Familie versprochen, jetzt, mit 75 Jahren, etwas kürzer zu treten. Dennoch werde er dem Heimatverein natürlich eng verbunden bleiben, „noch dazu, da ich jetzt als Ehrenmitglied einen  Vorstandsposten auf Lebenszeit habe”, schmunzelte Steffan. Er könne mit seiner Arbeit auch gar nicht ganz aufhören. Wasserburg sei für einen Historiker ein unerschöpfliches Terrain: „Wasserburg ist ohne Ende.”

 

Eine besondere Würdigung erfuhr auch Richard Steinbichler. Der ehemalige Chef der Sparkasse Wasserburg war 19 Jahre lang Schatzmeister des Heimatvereins. „Richard, du bist ein echtes Unikum. Und du bist es gerne, da bin ich mir sicher”, sagte Rink bei seinem Rückblick auf das Wirken Steinbichlers.

Dieser habe während seiner 17-jährigen Amtszeit als Chef der Sparkasse stets ein offenes Ohr für die Kultur in der Stadt gehabt. „Und du warst uns stets ein zuverlässiger Schatzmeister, dessen humorige Berichte ich vermissen werde”, so Rink.

Der Vorsitzende würdigte anschließend auch das Engagement von Dr. Gerald Dobler, der rund neun Jahre lang der Vorstandschaft des Heimatvereins angehört hatte und jetzt ausschied, weil sein Lebensmittelpunkt mittlerweile in München liegt.

Der geschäftsführende Vorsitzende Matthias Haupt hatte zuvor das Vereinsjahr mit zahlreichen Vorträgen, weiteren Veranstaltungen und drei Exkursionen Revue passieren lassen.

Witgar Neumaier (rechts) tat dies wie alle Jahre für die Kellerfreunde, die im vergangenen Jahr 93 Führungen durchgeführt hatten und insgesamt den 25.000. Besucher begrüßen konnten.

Der scheidende Schatzmeister Richard Steinbichler legte erfreuliche Zahlen vor und bestätigte dem Verein eine außergewöhnliche Finanzkraft. „Der Heimatverein nimmt da in Wasserburg sicher eine Spitzenposition ein.” Steinbichler wünschte dem Vorsitzenden und allen Mitgliedern des Vereins für die Zukunft alles Gute. „Und ich werde natürlich weiterhin die eine oder andere Veranstaltung besuchen. Ich freue mich schon darauf.”

Sebastian Weger bestätigte in Vertretung von Inge Hain anschließend der Vorstandschaft und dem Schatzmeister eine einwandfreie Kassenführung. Die Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet.

 

Bei den Neuwahlen, die von Bürgermeister Michael Kölbl geleitet wurden, fielen auf  Peter Rink und Matthias Haupt jeweils 100 Prozent aller abgegebenen Stimmen. 

Peter Schwertberger, Direktor der Sparkasse Wasserburg (im Bild rechts mit Bürgermeister Michael Kölbl) übernahm von seinem Vorgänger Richard Steinbichler das Amt des Schatzmeisters. „Dieses Amt geht quasi aufs Haus”, wie Steinbichler feststellte.

Die weiteren Vorstandsmitglieder:

Konrad Doser (Schriftführer), Michael Kölbl, Sonja Fehler, Magdalena März, Otto Zwiefelhofer, Markus Reheis, Inge Löfflad, Witgar Neumaier, Traudl Inninger und Reinhold Schuhbeck.

Peter Rink bedankte sich abschließend für das überragende Votum bei der Wiederwahl. „Ich bin dankbar dafür, diesem Verein vorstehen zu dürfen und freue mich auf die nächsten drei Jahre. Der Heimatverein ist wichtig für Wasserburg.”

 

Eingangs der Jahreshauptversammlung hatte Stadtarchivar Matthias Haupt das neue „Historische Lexikon” für Wasserburg vorgestellt. „Unsere Arbeit bekommt damit eine höhere Sichtbarkeit.” Das Gemeinschaftsprojekt mit der Stadt sei darauf ausgelegt, langsam zu wachsen. „Das verlangt einen langen Atem. Ich schätze mal, dass es in 30 Jahren gut befüllt sein wird.”

Alles zum „Historischen Lexikon gibt’s hier …    




Woher kam der Reichtum Wasserburgs?

Woher kam der Reichtum Wasserburgs? Dieser Frage wird am kommenden Sonntag, 24. März, um 14 Uhr im Museum Wasserburg nachgegangen. Im Rahmen einer abwechslungsreichen Führung erfahren die Teilnehmer allerlei über Handel und Verkehr auf dem Inn.

Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurden Handelswaren flussauf- und abwärts über den Inn transportiert, was viel Erfahrung, Geschick, Kraft und Mut verlangte. Der Einsatz lohnte sich aber für die Wasserburger, da sich durch die Innschifffahrt sowie andere Handelswege viel Geld verdienen ließ.

Bei einem Rundgang durch das Museum werden unter anderem der Schiffzug, Wasserburger Schiffmeister sowie Beispiele für den erworbenen Reichtum gezeigt.

Die Führung ist kostenlos, der Eintritt ins Museum ist zu entrichten.




„Hey Eltern, fragt, bevor ihr unsere Fotos teilt!”

Im Rahmen eines Medienprojekts des Landkreises hat der 15-jährige Felix Albrecht über einen Besuch der Foto-Ausstellung „menschenskinder“ in der Städtischen Galerie in Rosenheim geschrieben. Hier sein Bericht im Wortlaut: „Ein Foto ist mehr als eine simple Abbildung und als Fotograf legt man sich auch gerne mal auf den Boden. Diese und viele weitere Dinge lernten wir bei einer Besichtigung der Foto-Ausstellung ‘menschenskinder’ in der Städtischen Galerie in Rosenheim. Sie war eine weitere gemeinsame Exkursion von aROund, dem Jugendnachrichtenprojekt des Landkreises Rosenheim.

Kunst ist langweilig? Nicht, wenn man genau hinschaut! Ein zunächst unscheinbares Portrait regt auf den zweiten Blick plötzlich zum Nachdenken an. Denn ein gutes Bild erzählt immer eine Geschichte!

Eine interessante Installation zeigt Videoclips von vier weinenden Kindern. Im Abspann der Videos erfährt man genaueste Infos zu den Kleinen, wie etwa Alter, Größe und Gewicht, Hobbys und Talente.

Elisabeth Rechenauer, die die Werke für die Ausstellung ausgesucht hat, erzählte uns, dass der Künstler die Kinder bei einer Agentur gebucht hatte. Diese werden von ihren Eltern „gemanaged“. Das Fazit daraus: Nicht alle Kinder finden es toll, wenn ihre Eltern Fotos von ihnen machen und über Social Media an ihre Bekannten weiterleiten. Solche Erfahrungen hätten schon etwa die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen gemacht.

Nach der Führung hat uns der Fotograf Martin Weiand in einem Foto-Speed-Workshop den richtigen Einsatz von Licht nähergebracht. Regel Nummer eins: Beleuchten Sie Ihr Motiv nie von unten – die Ergebnisse werden grauenhaft!

Auch die richtige Perspektive ist wichtig: Meist hält man die Kamera dazu auf Augenhöhe des Menschen, den man fotografiert. Wenn derjenige sitzt, muss man sich ein wenig herunterbeugen, wenn man ihn von Kopf bis Fuß ablichten will, geht’s in die Hocke, und wenn man einen speziellen Blickwinkel ausprobieren will, dann legt man sich dafür auch mal auf den Boden.

Impressionen vom Medienprojekt aROund gibt es auf Instagram unter „aroundrosenheim“ zu sehen: Auch mich zusammen mit Joseph Beuys und David Bowie!”

Felix Albrecht (15) aus Rohrdorf




Ein kluger Film: Was der Sport vermag!

Es ist der etwas andere Beitrag zum Frieden: Mit seinem am heutigen Donnerstag bundesweit anlaufenden Film „Trautmann” ist Regisseur Marcus H. Rosenmüller viel mehr gelungen, als nur ein Spielfilm-Porträt über einen Torwart, der sein Team mit gebrochenem Genick zum Pokalsieg führte! Der intensiv erzählte Film steht für Versöhnung und Völkerverständigung, für Verzeihen und das Überwinden von Grenzen und Vorurteilen. Und dafür, was der Sport, der Fußball-Sport vermag! Zur Vorpremiere war der Erfolgs-Regisseur im Wasserburger Utopia. Als einer von mehreren Kamera-Leuten war auch ein Neu-Wasserburger dabei …

Fotos: Renate Drax / Clemens Krüger

 

… Clemens Krüger. Einige unserer Fotos stammen von ihm exklusiv für die Wasserburger Stimme von den Dreharbeiten.

In den Hauptrollen des neuen Films von Rosenmüller, seinem ersten mit fast ausschließlich englischen Schauspielern, sind David Kross und Freya Marvor zu sehen. Während David Kross seinen Durchbruch bereits als Jugendlicher auf internationaler Ebene – an der Seite von Kate Winslet im Nachkriegsdrama „Der Vorleser“ – feierte, ist die wunderbare Freya Marvor bei uns noch eher völlig unbekannt. David Kross verkörpert Bert Trautmann mit Wärme und Stärke als bescheidenen Menschen, der jedoch einsteht für das, was er will. Dazu ist Trautmann getrieben von seinen inneren Kriegsdämonen, die ihn zu einer großen Schuld geführt haben, mit der er kaum leben kann.

Das ganze Ensemble agiert großartig. Gedreht wurde an Schauplätzen in Bayern und Nordirland. Den ersten Preis hat Rosenmüller mit seinem Trautmann auch schon gewonnen: Vor wenigen Wochen wurde er mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. Prädikat besonders wertvoll …

Für die Rolle des Torhüters Bert Trautmann hat Hauptdarsteller David Kross Monate lang trainiert, erzählt Marcus H. Rosenmüller nach der Vorpremiere im Utopia den Zuschauern. Auch Christian Lerch (unser Foto), ebenfalls Regisseur und Schauspieler, war in Wasserburg zu Gast.

Denn bei den Anfängen war er mit dabei: Zehn Jahre ist es her, dass Rosenmüller gemeinsam mit Lerch und Robert Marciniak den damals fast 80-jährigen Bert Trautmann ausführlich interviewt hat.

Er sei sehr kooperativ gewesen, habe viel erzählt – vor allem auch, weil man nicht den Fokus auf diesen Genickbruch legen wollte und die sportliche Heldentat, sondern auf ganz andere, bewegende Erlebnisse in seiner Biografie. Das Material sei so reichhaltig gewesen, dass es einfach gedauert habe, bis ein Drehbuch daraus entwickelt wurde.

Natürlich sei nicht alles im Film haargenau so passiert in der Lebensgeschichte von Bert Trautmann, es sei die Essenz – eben das, was Marcus H. Rosenmüller in der Geschichte gesehen hat.

Das Schöne an dem Film ist, dass er so vielfältig ist. Zum einen kann er natürlich allen Fußballern und Freunden des Fußballs ans Herz gelegt werden – es ist ein Film über Fußball, denn Trautmann hat für diesen Sport gelebt. Es ist aber auch eine Liebesgeschichte und damit verbunden, die Annäherung zweier verfeindeter Länder unmittelbar am Ende und nach dem Zweiten Weltkrieg.

Und doch – es wäre kein typisches Rosenmüller-Meisterwerk – es gibt auch lustige Momente! Diese Gradwanderung gelingt ihm, wie kaum einem anderen. Besonders in den Szenen mit John Henshaw, der den Coach des ersten Vereins genial verkörpert, bei dem Trautmann im Tor stand.

Bernd Trautmann hat viel für die Völkerverständigung getan. Der Film tut es auch. Zwischen den Zeilen, steht so manche Botschaft. Lasst dieses ewige, vorschnelle Beurteilen und Verurteilen sein. Und glaubt an die „Friedensgemeinschaft Europa” …

Und so urteilte die Film-Bewertungs-Jury:

Das Vorhaben, einen Film über Bert Trautmann zu realisieren, birgt gleich mehrere potenzielle Stolperfallen.

Nicht nur ist es ein Historienfilm, der aus einer sehr gut dokumentierten Zeit erzählt, sondern auch ein Film, der zwangsläufig Fußballszenen in einem legendären und riesigen Stadion bieten muss – eine filmische Aufgabe, die bisher noch nicht allzu oft zufriedenstellend gelungen ist.

Allen voran aber steht die ausgewogene, moralische Darstellung einer Figur, an der stellvertretend für die deutschen Täter und in aller Öffentlichkeit kurz nach dem Zweiten Weltkrieg in England die Schuldfrage diskutiert wurde.

Nach Meinung der Jury kann der Film in allen drei Punkten voll überzeugen. Insbesondere erliegt der Film nicht eindimensional der heldischen Aura, die Bert Trautmann mit all seinen Legenden umgibt, sondern die Macher finden einen filmisch klugen Weg, die Figur ambivalenter anzulegen.

Der Umgang mit persönlicher Schuld, die beispielhaft an einem Vorfall im Krieg erzählt wird, bildet einen Teil der filmischen Persönlichkeit Trautmanns, der als Wehrmachtssoldat verschiedene Tapferkeits-Auszeichnungen erhalten hat. Gerade im Verbund mit den Attributen Integration und Versöhnung, mit denen sich Trautmanns Name in erster Linie verbindet, ergibt sich im Film ein spannendes und zeitgemäßes Profil der Hauptfigur.

Kostüme und Ausstattung funktionieren prächtig und leisten einen starken Beitrag zur Etablierung der authentischen Atmosphäre englischer Provinzörtchen. Die neu inszenierten Fußballszenen vor dem Hintergrund computergenerierter, übervoller Stadiontribünen überzeugen – sowohl technisch, als auch sportlich – und werden in der Montage geschickt mit dokumentarischem Material verknüpft.

Darum geht’s:

Als der junge Wehrmachtssoldat Bert Trautmann 1944 in englische Kriegsgefangenschaft gerät, glaubt er nicht daran, dass sein Leben noch viel für ihn bereithält. Doch als er auf dem Gefängnishof während eines Fußballspiels im Tor steht, entdeckt der Trainer einer lokalen Fußballmannschaft sein großes Potenzial.

Er holt ihn aus dem Gefangenenlager und nimmt ihn bei sich auf. Für den Rest der Mannschaft und auch seine Familie ist Trautmann jedoch kein neuer Freund. Er ist der Feind, der mit dafür verantwortlich war, dass so viele Menschen sterben mussten. Nur durch seine überragende Leistung im Tor, seinen Arbeitseifer und seine Freundlichkeit kann Trautmann sich nach und nach beweisen. Als der Manager von Manchester City Trautmann ein Angebot macht, ist es der Beginn einer beispiellosen Karriere …

BRD

2018

FILMREIHE Hauptfilm

REGIE Marcus H. Rosenmüller

DARSTELLER David Kross, Freya Mavor, John Henshaw, Gary Lewis, Harry Melling

AB 0 JAHRE

LÄNGE 120 MIN.

Das Kino-Programm heute und morgen in Wasserburg:

Donnerstag 14.03
15.15 UHR Ostwind – Aris Ankunft
15.30 UHR Green Book – Eine besondere Freundschaft
17.45 UHR Trautmann
18.00 UHR Wie gut ist deine Beziehung?
20.15 UHR Trautmann
20.30 UHR The Sisters Brothers
Freitag 15.03
15.15 UHR Ostwind – Aris Ankunft
15.30 UHR Wie gut ist deine Beziehung?
17.30 UHR Trautmann
17.45 UHR Green Book – Eine besondere Freundschaft
20.15 UHR Trautmann
20.30 UHR The Sisters Brothers

 




Mit der Accademia di Monaco …

In Furore: Die Solistin des Abends wird die junge, ungarische Sopranistin Réka Kristóf (Foto) sein. Sie schloss ihr Gesangsstudium 2018 an der Theaterakademie August Everding ab, debütierte in München an der Bayerischen Staatsoper in Strauss‘ „Rosenkavalier“ und in Kreneks „Der Diktator“ und gehört seit Herbst 2018 zum Ensemble des Theaters in Trier: Beim ersten Abonnementkonzert der Wasserburger Rathauskonzerte 2019 ist sie am kommenden Samstag, 16. März, um 20 Uhr mit der „Accademia di Monaco” zu Gast.

Das junge Münchner Kammerorchester um den Dirigenten Joachim Tschiedel und die Konzertmeisterin Mary Utiger war bereits 2015 mit einem gefeierten Konzert bei den Rathauskonzerten vertreten.

Dieses Jahr bringt es ein exquisites Programm mit Werken der Frühklassik mit in die Innstadt. Unter dem Motto „Mozart – Freunde, Vorbilder, Weggefährten“ erklingen Konzertstücke und Arien von Mozart, Anfossi, Alessandri, Schmitt und J. Chr. Bach, die zwar alle aus der Zeit zwischen 1760 und 1780 stammen, aber doch ganz unterschiedliche, musikalische Farben aufweisen.

Die Accademia di Monaco gründete sich im Oktober 2014 und spielt auf historischen Instrumenten. Unter der Leitung von Konzertmeisterin Mary Utiger, Professorin für Barockgeige an der Hochschule für Musik und Theater München, und JoachimTschiedel, stellvertretender Leiter des Masterstudiengang Musiktheater an der Theaterakademie August Everding, spielen Studierende und Absolventen des Studios für historische Aufführungspraxis der Hochschule für Musik und Theater München und anderer Musikhochschulen aus mehr als acht Nationen sowie Profi-Gäste im Sinne einer „musikalischen Patenschaft“.

Regelmäßig begleitet die Accademia junge Top-Solisten, die am Beginn einer vielversprechenden Karriere stehen. Mit der Konzeption von innovativen Programmen wird versucht, die Musik des Barock und der Wiener Klassik in neuen Zusammenhängen zu sehen. Das Orchester steht an der Schnittstelle zwischen Ausbildung und Beruf ist in seiner Ausrichtung einzigartig in Deutschland.

Im Juni 2017 erschien die hochgelobte erste CD „Arien für Nancy Storace“ ebenfalls beim Label Coviello Classics. Die Aufführung von Franz Xaver Sterkels Oper Il Farnaceam Stadttheater Aschaffenburg war das erste szenische Opernprojekt des Orchesters, das vom Bayerischen Rundfunk aufgezeichnet wurde.

Aktuelle im März 2019 erscheint die neue CD ‘In Furore’ mit geistlichen Motetten von Händel und Vivaldi, die gemeinsam mit der Sopranistin Réka Kristóf eingespielt wurde (das Foto oben zeigt das Cover).

Karten fürs Rathaus-Konzert in Wasserburg gibt es in allen Geschäftsstellen der Sparkasse Wasserburg, über www.sparkasse-wasserburg.de und über die Tickethotline 08071/101-3333.

Fotos / Quelle: Accademia di Monaco

 

 




Jazz in der Schranne mit Knapp-Posch

Das nächste Konzert im Rahmen der Reihe „Jazz in der Schrannne” findet am Donnerstag, 21. März, um 20 Uhr in Wasserburg statt. Die Veranstalter freuen sich, dazu das Duo Knapp-Posch begrüßen zu dürfen. Als Thomas Knapp vor über 40 Jahren Jacques Loussier anlässlich eines seiner legendären „Play Bach“-Konzerte kennen lernte, konnte er nicht ahnen, dass er viele Jahre später dessen Kompositionen spielen würde. Die Werke wurden im TV und bei Konzerten in Kufstein, Thiersee und Kössen erfolgreich präsentiert.

Die Beiden sind seit dieser Zeit befreundet, Loussier gab Knapp wertvolle Ratschläge zur Interpretation. Im Laufe dieser vielen Jahre hatte sich einiges ereignet, Knapp war in jungen Jahren Privatschüler beim international renommierten Organisten Kurt Neuhauser, der ihm am Klavier und Cembalo wertvollste Einsichten vor allem in die Werke Bachs mitgab. Bach zählt für Knapp als das herausragendste Musikgenie aller Zeiten.

Seinen Studien bei Friedrich Gulda, die sich über einige Jahre erstreckten, verdankt Knapp eine Erweiterung des musikalischen Horizontes nach allen Richtungen, was vor allem die Bedeutung der Improvisation als Ursprung aller Musik anbelangt. So ergibt sich hier ein natürliches Zusammentreffen der Herren Loussier und Gulda, da deren Kompositionen fast immer aus Improvisationen entstanden, die im Nachhinein aufgeschrieben wurden, gleichwohl aber reichlich Raum für improvisatorische Ausflüge bieten. Von Loussiers Werken für Klavier und Schlagzeug, die Ende der 70-er Jahre entstanden, geht eine vibrierend pulsierende Kraft aus, der man sich sowohl als Spieler als auch als Hörer nur schwer entziehen kann.

Der hervorragende Schlagzeuger Michael Posch erweitert den ihm zugedachten Teil um improvisierte Soli, die er mit größtem Einfühlungsvermögen und vitalem Elan erfüllt.

Da sich Loussier und Gulda die Klavierpartien sozusagen in die eigenen Hände schrieben, ist der Schwierigkeitsgrad dementsprechend hoch, was von Knapp mit größter technischer Bravour, aber auch zärtlichstem Anschlag gemeistert wird. Alles in allem ein Programm von größtem Einfallsreichtum, emotionalem Tiefgang gepaart mit höchst virtuosem Spielwitz. Diese Musiken passen und gehören glücklicherweise in keinerlei Schublade! Ein Fest für begeisterungsfähige Zuhörer!

Thomas Knapp, 1958 in Kufstein geboren, kann auf eine pianistische Ausbildung durch zwei ausgeprägte Persönlichkeiten zurückblicken. Zum einen war da der Privatunterricht bei dem international renommierten Cembalisten und Organisten Prof. Kurt Neuhauser. Ihm verdankt Knapp sehr instruktive Einsichten in die Erarbeitung eines Musikstücks nicht nur am Klavier, sondern speziell bei Bach auch am Cembalo und Clavichord. Danach wurde Friedrich Gulda auf ihn aufmerksam.

Gulda beschäftigte sich ja selbst lange mit dem Clavichord und als Knapp ihm an diesem Instrument eine schwierige Phantasie von Bach darbot, beschloss Gulda, ihn unter seine Fittiche zu nehmen. Von da an war Knapp regelmäßig zum Privatunterricht bei Gulda in dessen Wohnsitz am Attersee. Ein dritter Name taucht in der Biografie von Knapp auf: Jacques Loussier. Seit vierzig Jahren sind die beiden befreundet, von Loussier erhielt Knapp detailierte Spielanweisungen für dessen Kompositionen für Klavier und Schlagzeug, die Knapp bei einigen Konzerten und im TV mit großem Erfolg präsentierte.

Michael Posch, Schlagzeuger/Schlagzeuglehrer, wurde 1984 in Kufstein, Tirol geboren.

Schon in jungen Jahren entwickelte er ein reges Interesse an Musik und Michael erhielt Unterricht an der Landesmusikschule in Kufstein (Schlagwerk, Gitarre, Trompete), nach ersten Banderfahrungen und nach Abschluss der Schule in Tirol zog es ihn 2006 nach Wien ans Vienna Music Institute (VMI) zum Studium Jazz und Popularmusik/IGP, Hauptfach Schlagzeug, wo er 2011 mit Auszeichnung abschloss.

Unterrichtet wurde er unter anderem von Harald Tanschek, Conrad Schrenk, Robert Riegler, Michael Provatznik, Dusan Novakov.

Eintritt: 15 Euro.

 




„Leonce und Lena“ in Wasserburg

Georg Büchner, der große Seelen-Sezierer und Skeptiker, macht sich in seiner Märchensatire „Leonce und Lena“, die für einen Literaturwettbewerb entstand, Gedanken über Gott und die Welt, über die Liebe, die Kunst und das Leben. Uwe Bertram inszeniert das Stück am Theater Wasserburg. Premiere ist am Freitag, 15. März, um 20 Uhr.


Leonce und Lena sollen verheiratet werden. Beide büxen aus. Währenddessen setzt der Staatsapparat, ein bodenloses Fass an Intelligenz und Kompetenz quer durch alle Schichten, nichts davon ahnend alle Hebel in Bewegung, um den großen Hochzeitstag der beiden Königskinder zu einem fulminanten Ereignis für die gesamte Gesellschaft werden zu lassen. Alles ist parat. Und Leonce und Lena haben sich zwischenzeitlich zufällig kennen gelernt …

Musik: Nik Mayr. Es spielen: Susan Hecker, Amelie Heiler, Magdalena Müller, Annett Segerer und Regina Alma Semmler.

 

Die weiteren Spieltermine: 16., 22., 23., 24., 29., 30. und 31. März sowie 4., 5., 6., 12. und 13. April. Beginn ist donnerstags, freitags und samstags um 20 Uhr, sonntags um 19 Uhr. Mehr Informationen sowie Karten gibt es über www.theaterwasserburg.de. Karten im Vorverkauf sind in der Gäste-Information, im Innkaufhaus und bei Versandprofi Gartner in Wasserburg sowie beim Kulturpunkt Isen-Taufkirchen und im Kroiss TicketZentrum Rosenheim erhältlich. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

 

Lenkt ab 15. März die Geschicke in „Leonce und Lena“ am Theater Wasserburg:
Susan Hecker.

Fotos: Christian Flamm

 


Unter anderem spielen Magdalena Müller, Annett Segerer, Amelie Heiler und
Regina Alma Semmler.

 




Religionen der Welt

Eine Ausstellung zu den fünf Weltreligionen, die alle Sinne ansprechen will und besonders auch für Menschen mit Behinderung geeignet ist, bietet in den kommenden Wochen das Bildungszentrum St. Nikolaus in Rosenheim, Pettenkoferstraße 5. Eröffnet wird sie am kommenden Mittwoch, 13. März, um 18 Uhr mit einer öffentlichen Vernissage. Die Kuratorin Regina Elisabeth Georg gibt Informationen zur Schau, die Trommelgruppe „Herzschlag“ unter der Leitung von Helga Neugebauer ist zu Gast mit Musik aus verschiedenen Kulturen

An zehn Stationen informiert die Ausstellung unter dem Titel „Religionen der Welt“ über Feste und Gebete in den fünf Weltreligionen, Gottesbilder, sakrale Gebäude und viele weitere Themen. Menschen mit Sehbehinderung können Informationen über einen Hörstift abrufen, für Menschen mit Hörschädigung gibt es Gebärdenvideos. Die wichtigsten Texte sind zusätzlich in leichter Sprache erhältlich, die für Menschen mit geistiger Behinderung oder mit geringen Deutschkenntnissen besser zugänglich ist. In einem Dialogzelt ist Platz zum Austausch in der Gruppe oder für Gebet und Besinnung.

Allgemeine Führungen durch die Schau werden am Freitag, 15. März, um 15 Uhr, am Mittwoch, 20. März, um 18 Uhr, und am Sonntag, 24. März, um 15 Uhr angeboten. Eine Führung speziell für blinde und sehbehinderte Menschen gibt es am Donnerstag, 21. März, um 15 Uhr, eine Führung in Gebärdensprache findet am Donnerstag, 28. März, um 15 Uhr statt. Für die Führungen wird jeweils um Anmeldung beim Bildungswerk Rosenheim unter info@bildungswerk-rosenheim.de oder Telefon 08031/2142-18 gebeten. Am Donnerstag, 21. März, und am Mittwoch, 27. März, jeweils ab 19 Uhr ist in der Ausstellung Gelegenheit, mit Angehörigen anderer Religionen ins Gespräch zu kommen.

„Religionen der Welt“ ist bis Samstag, 30. März, jeweils mittwochs bis sonntags von 14 Uhr bis 18 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.

Kooperationspartner sind neben dem Bildungswerk Rosenheim die Pastoral für Menschen mit Behinderung sowie die Schulpastoral des Erzbistums München und Freising, die Flüchtlings- und Integrationsberatung des Caritasverbandes, die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen sowie die Katholische Jugendstelle Rosenheim.

 

 




Am Abgrund gibt’s die beste Aussicht!

Als junger Mann bereiste er mit seinen wilden und melancholischen Liedern die Republik, presste sie auf Vinyl und gewann damit Preise. Dann riss ihn der Tango für Jahrzehnte aus seinen jugendlichen Texten, schärfte seine Musik und zwang ihn zu tiefgründigen Einsichten über das Leben, seines und der anderen. Peter Ludwig ist am Freitag, 22. März, um 20 Uhr im Wasserburger Gimplkaller mit seinem Solo-Programm und neuen Chansons zu Gast …

Als seine Schläfen begannen, grau zu werden, setzte er sich ans Klavier und erinnerte sich, anfangs noch in sich hinein murmelnd, an das Erlebte. Ein Nachmittag voller kaum beschreibbarer Euphorie entfesselte seine Stimme und er erreichte endlich wieder das hohe C seiner Jugend. Okay, fast.

Dann schrieb er zwei Dutzend Songs, Lieder – nein: Chansons, denn das Chanson ist ein Drama in drei Minuten und genau das ist es, was er auf die Bühne bringen will. Erstaunlich und wahr.

Peter Ludwig studierte Komposition und Klavier, erfand TANGO MORTALE, TANGO à TROIS und TRIO OBDCUR. Er arbeitete mit Anja Lechner, Peter Wöpke, Arben Spahiu, Mulo Francel, Hanna Schygulla, Iris Berben, Salome Kammer, Krista Posch und Sarah Kober – schrieb und arrangierte Orchesterstücke und war als Theatermusik-Komponist von München über Berlin, Paris, Luzern und Wien bis Tokyo unterwegs. Eine Auswahl seiner Kompositionen sind im Schott-Verlag erschienen.

Karten im Vorverkauf für 17 Euro gibt es beim Ticketservice der Sparkasse Wasserburg und in der Buchhandlung Herzog, Wasserburg.

Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Konzertbeginn.

Weiter Informationen unter

www.gimplkeller.de




Don Kosaken-Chor in Wasserburg

Der Don Kosaken-Chor Serge Jaroff, bekannt aus vielen Fernsehsendungen und CD-Einspielungen, wird in der nächsten Woche am Sonntag, 17. März, stimmgewaltig mit einem schönen Konzert-Programm nach langer Zeit wieder in Wasserburg gastieren. Inzwischen sind die Gastspiele schon eine kleine Tradition geworden. Ermöglicht wurden diese durch eine enge künstlerische und organisatorische Zusammenarbeit mit dem Katholischen Stadtpfarramt St. Jakob und  Pfarrer Dr. Paul Schinagl.  

Ein musikalisches Fest großer Stimmenund traditioneller, geliebter Melodien wartet auf die Zuhörer.

Durch eine langjährige Gastspieltätigkeit hat gerade dieser Chor unter seinem künstlerischen Leiter Wanja Hlibka überall unzählige begeisterte und treue Zuhörer. Die Konzerte sind inzwischen wohl mit dem Begriff „Kult“ zu umschreiben und werden überall mit stehenden Ovationen gefeiert. Viele Fernsehanstalten haben ausführlich über den Chor und seine künstlerische Arbeit berichtet.

Es handelt sich um ein hochkarätiges Spitzenensemble akademisch studierter Sänger. Hlibka, der künstlerische Leiter des Chores hat viele Jahre als jüngster Solist im weltberühmten Chor von Serge Jaroff gesungen und hat die Original-Arrangements als Ausgangsbasis seiner künstlerischen Arbeit nutzen dürfen. Die übrigen Sänger kommen von großen osteuropäischen Opernhäusern und begeistern mit zum Teil sensationellen Stimmen in einem oft überirdischen Klang ihr Publikum auf allen Stationen der Tournée.

Die stimmgewaltigen, akademisch ausgebildeten Solisten werden von der Fachpresse immer wieder als „russisches Stimmwunder“ bezeichnet. Sie begeistern ihr Publikum mit ihren einmalig kraftvollen, herrlich timbrierten Stimmen und vermitteln den ganzen Zauber und auch die eigene Melancholie der russischen Musik in höchster Vollendung.

Kartenvorverkauf (18 Euro):

Katholische Pfarramt St. Jakob, Kirchhofplatz 5
Telefon: 08071/9194-0
Telefax: 08071/9194-21
Bürozeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 11 Uhr

Katholische Pfarramt St. Konrad, St.- Bruder-Konrad-Straße 3
Telefon: 08071/2137
Telefax: 08071/95110
Bürozeiten: Dienstag 9 bis 11 Uhr, Mittwoch 16 bis 18 Uhr, Freitag 9 bis 11 Uhr.

Restkarten an der Konzertkasse (20 Euro)




„Leonce und Lena“ in Wasserburg

Die nächste Premiere im Theater Wasserburg ist am Freitag, 15. März, um 20 Uhr. Theaterleiter Uwe Bertram inszeniert Georg Büchners „Leonce und Lena“. Die beiden, nach denen das Stück benannt ist, sollen verheiratet werden. Beiden passt das nicht. Sie kennen sich nicht einmal.

Leonce hängt ohnehin nur an sich selbst und seinen Idealen, Lena will selbst entscheiden und hängt an romantischen Vorstellungen von Liebe fest. Was tun? Ausbüxen. Italien klingt verlockend. Hier kann man doch wunderbar herumhängen, schlemmen, Gedankenspiele betreiben und vielleicht doch die wahre Liebe finden. Leonce macht sich auf den Weg, Lena auch.

Währenddessen setzt der Staatsapparat, ein bodenloses Fass an Intelligenz und Kompetenz quer durch alle Schichten, nichts davon ahnend alle Hebel in Bewegung, um den großen Hochzeitstag der beiden Königskinder zu einem fulminanten Ereignis für die gesamte Gesellschaft werden zu lassen. Alles ist parat. Nur die künftigen Eheleute fehlen …

Georg Büchner, der große Seelen-Sezierer und Skeptiker, macht sich in seiner Märchensatire, die für einen Literaturwettbewerb entstand, über Menschen lustig, die sich in den Schatten ihres eigenen Lebens stellen wollen.

Regie: Uwe Bertram. Musik: Nik Mayr. Es spielen: Susan Hecker, Amelie Heiler, Magdalena Müller, Annett Segerer, Regina Alma Semmler.

Die weiteren Spieltermine: 16., 22., 23., 24., 29., 30. und 31. März sowie 4., 5., 6., 12. und 13. April. Beginn ist donnerstags, freitags und samstags um 20 Uhr, sonntags um 19 Uhr.

Mehr Informationen sowie Karten gibt es über www.theaterwasserburg.de. Karten im Vorverkauf sind in der Gäste-Information, im Innkaufhaus und bei Versandprofi Gartner in Wasserburg sowie beim Kulturpunkt Isen-Taufkirchen und im Kroiss TicketZentrum Rosenheim erhältlich. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.




Es war einmal …

Schneewittchen, Ali Baba und acht mal fünf Räuber sowie Aschenputtel in eigenen Textfassungen – darauf dürfen sich die Besucher freuen: Die Theatergruppe der Unterstufe des Wasserburger Gymnaiums präsentiert Märchenhaftes 2.0. Soll heißen: Märchenmetamorphosen! Die Aufführungen finden auf der Bühne des Theatersaals im  Sonderpädagogischen Förderzentrum in Wasserburg statt und zwar am …

… nächsten Mittwoch, 13. März, sowie am Donnerstag, 14. März, jeweils um 19 Uhr.

Dauer maximal 90 Minuten. Der Eintritt ist frei, Spenden sehr willkommen!

Es erwarten die Besucher drei klassische Märchen in modernen Fassungen:

Was sollen Navi und Smoothie bei Schneewittchen, welche Rolle übernimmt das Publikum bei Ali Baba und welche Vögel helfen dem Aschenputtel? Eine muntere Abfolge märchenhafter Momente wartet, unterhaltsam dargeboten im stilvollen Rahmen des Theatersaals.

Schülerinnen und Schüler der 5. bis 7. Jahrgangsstufe freuen sich auf viele Theaterfreunde!

Foto: pixabay

 

 




Werke von Mozart bis Bach

Beim ersten Abonnementkonzert der diesjährigen Wasserburger Rathauskonzerte ist am Samstag, 16. März, um 20 Uhr die „Accademia di Monaco” zu Gast. Das junge Münchner Kammerorchester um den Dirigenten Joachim Tschiedel und die Konzertmeisterin Mary Utiger war bereits 2015 mit einem gefeierten Konzert bei den Rathauskonzerten vertreten.

Dieses Jahr bringt es ein exquisites Programm mit Werken der Frühklassik mit in die Innstadt. Unter dem Motto „Mozart – Freunde, Vorbilder, Weggefährten“ erklingen Konzertstücke und Arien von Mozart, Anfossi, Alessandri, Schmitt und J. Chr. Bach, die zwar alle aus der Zeit zwischen 1760 und 1780 stammen, aber doch ganz unterschiedliche musikalische Farben aufweisen.

Die Solistin des Abends ist die junge ungarische Sopranistin Réka Kristóf. Sie schloss ihr Gesangsstudium 2018 an der Theaterakademie August Everding ab, debutierte in München an der Bayerischen Staatsoper in Strauss‘ „Rosenkavalier“ und in Kreneks „Der Diktator“ und gehört seit Herbst 2018 zum Ensemble des Theaters in Trier.

Karten gibt es in allen Geschäftsstellen der Sparkasse Wasserburg, über www.sparkasse-wasserburg.de und über die Tickethotline 08071/101-3333.




Berührende Geste von Willy Reichert

Die beiden Vortänzer Werner Holzmann (links) und Wolf Poertzler von den Wasserburger Schäfflern zeigen stolz ein berührendes Geschenk: Ein Werk von dem heimischen Künstler Willy Reichert! Bei einer Gremiumssitzung der Schäffler im letzten Jahr im „Henna-Gassl“ war die spontane Idee entstanden, Willy Reichert zu fragen, ob er nicht ein Bild der Schäffler malen könnte. Und da er an diesem Abend mit seiner Frau Patricia ebenfalls zufällig im „Henna-Gassl“ war, wurde er gleich kurzerhand gefragt …

Er erklärte sich spontan dazu bereit und seit einigen Tagen sind die Schäffler nun stolze Besitzer ihres eigenen „Reicherts“.

Womit aber kein Gremiumsmitglieder gerechnet hatte: Willy Reichert machte das Bild den Wasserburger Schäfflern zum Geschenk!

Nach der so schönen Schäffler-Saison 2019, die noch bis zum Kehraus-Dienstag andauern und mit dem letzten Tanz vorm Wasserburger Rathaus enden wird, wird das Geschenk von Williy Reichert einen Ehrenplatz bekommen …

Für den letzten Tanz der Wasserburger Schäffler vorm Rathaus der Stadt werden übrigens die betroffenen Stadtgebiete abgedunkelt – ein Tanz mit Fackelzug folgt! Die Anfangszeit hängt vom Eintritt der Dunkelheit an diesem Tag ab. Es ist davon auszugehen, dass der Fackelzug über die Innbrücke zwischen 18.30 und 18.45 Uhr und der Tanz am Marienplatz so kurz vor 19 Uhr beginnen werden.

 

 




Roß-Killermann im Gimplkeller

Michael Roß an den Querflöten und Fritz Killermann am Piano verbindet eine schon nahezu 40-jährige Freundschaft, sowohl im musikalischen Wirken als auch im privaten Leben. Im Laufe dieser doch schon langen Zeit entwickelten sich eine Vielzahl an Projekten vom Duo bis hin zu größeren Combos. Sie kommen am 8. März nach Wasserburg in den Gimplkeller.

Eine gemeinsame Leidenschaft für Jazz und Latin ist bis heute der wichtigste Aspekt der Beiden. Um dies in eine klangliche Gestalt umzusetzen, werden sie von einer hochkarätigen Rhythmusgruppe unterstützt. Michael Keul am Schlagzeug und Ernst Techel am Kontrabaß sind in dieser Connection auch schon lange Weggefährten.

Beste Voraussetzungen also, um den Gimplkeller an diesem Abend in einen klassischen Jazzkeller zu verwandeln.

Mit dabei sind:

Michael Roß – Querflöte

Fritz Killermann – Piano

Michael Keul – Schlagzeug

Ernst Techel – Kontrabaß

Karten im Vorverkauf für 17 Euro gibt es beim Ticketservice der Sparkasse Wasserburg  und in der Buchhandlung Herzog, Wasserburg. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Konzertbeginn. Weiter Informationen finden sie unter www.gimplkeller.de.




Perfektion der Unvollkommenheit

Synthese – kontemporäre Kunst aus Tokyo! Diese ist ab dem kommenden Wochenende in der Galerie im Ganserhaus zu sehen – mit Werken von Kiyoshi Shiraishi. Die Ausstellung dauert vom 3. bis zum 31. März. Die Vernissage ist am Samstag, 2. März, um 18 Uhr. Kiyoshi Shiraishis Kunst ist sowohl traditionell, als auch modern. Seine von der Naturwelt geprägten Ölgemälde orientieren sich am ästethischen Konzept von Wabi-sabi – der Perfektion der Unvollkommenheit.

Der Betrachter wird Verwandtschaften zu westlichen Künstlern wie Mark Rothko und anderen Vertretern des abstrakten Expressionismus erkennen können. Auch die Farbkompositionen eines Claude Monets oder William Turners hallen in Shiraishis Bildern nach …

Die Ausstellung ist jeweils donnerstags bis sonntags von 13 bis 18 Uhr zu besichtigen.

Quelle: Stadt Wasserburg

 

 




Deine Wahrheit?

An diesem Wochenende noch drei Mal und dann am Faschings-Wochenende noch zwei Mal: Unter der Regie von Uwe Bertram und Nik Mayr wird aktuell das Stück Peer Gynt von Henrik Ibsen am Theater Wasserburg gezeigt. Mit Erfolg: Es ist ein dichtes, ambivalentes und gänzlich unromantisches Drama, das eine Vielzahl von Deutungen provoziert. In unserer postfaktischen Welt, in der so viele nach Selbstoptimierung streben und unter Darstellungssucht leiden, ist es manchmal nicht ganz einfach, sich im Dickicht von vermeintlichen Lügen und Unwahrheiten zurechtzufinden …

Es spielen: Patrick Brenner, Susan Hecker, Amelie Heiler, Hilmar Henjes, Carsten Klemm, Frank Piotraschke, Teresa Sperling.

„Luftschloss auf Luftschloss brückt es
Über Tiefen hin!
Wie Regenbogenflimmer
Frißt sich mir’s ins Gehirn.
Der Schädel nimmt keinen Rat an.“
(Henrik Ibsen, Peer Gynt)

Peer Gynt, der große Abenteurer, Phantast und Henrik Ibsens „nordischer Faust“ sitzt auf seiner Veranda und vertreibt angriffslustige Mücken.

„Fake News“ sind für den einen unglaublich unerhört, für den anderen unglaubwürdig, für die nächsten dumm und unsachlich, ein Weiterer findet womöglich seinen Glauben daran.

So spricht man vielleicht vom Hausdrachen, meint aber seine Ehefrau, oder vom Schwiegervater, dem Bergtroll.
Die Wahrheit zu finden, das gestaltet sich manchmal schwierig. Seine eigene Wahrheit, weil es am Ende nur um eine subjektive gehen kann. Es gibt so viele Realitäten – so viele wie es Menschen gibt. Und es hat garantiert jeder seine eigene.

Was geht vor in der „Welt hier hinterm Schädelgitter“? Ist er wirklich der Angeber, angebliche Lügner und Gernegroß, für den ihn alle halten – oder ist er vielmehr das „Opfer“ seiner eigenen Erinnerungs-Verfälschung?

Peer Gynt glaubt an seine Geschichten, die sein Leben bedeuten. An seine liebende Mutter Aase, die nichts auf ihn kommen lässt und sich mit der wartenden Solvejg verbündet, um drohenden Widrigkeiten besser gewachsen zu sein. So wird Gynts tatsächliche Umwelt zur Komparserie oder zum Gegenstand und Ausgangspunkt neuer Abenteuer …

ONLINE-KARTENKAUF MIT SAALPLAN

 

Foto: Christian Flamm

 

 

 

 

 




Die Leidenschaft zu Jazz und Latin

Jazz und Latin vereint: Die Roß-Killermann-Connection ist am Freitag, 8. März, um 20 Uhr im neuen Wasserburger Gimplkeller zu Gast! Michael Roß an den Querflöten und Fritz Killermann am Piano verbindet eine schon nahezu 40-jährige Freundschaft  – sowohl im musikalischen Wirken, als auch im privaten Leben. Im Laufe dieser doch schon langen Zeit entwickelten sich eine Vielzahl an Projekten vom Duo bis hin zu größeren Combos.

Eine gemeinsame Leidenschaft zu Jazz und Latin ist bis heute der wichtigste Aspekt der Beiden. Um dies in eine klangliche Gestalt umzusetzen, werden sie von einer hochkarätigen Rhythmusgruppe unterstützt.

Michael Keul am Schlagzeug und Ernst Techel am Kontrabaß sind in dieser Connection auch schon lange Weggefährten.

Beste Voraussetzungen also, um den Gimplkeller an diesem Abend in einen klassischen Jazzkeller zu verwandeln:

Michael Roß – Querflöte
Fritz Killermann – Piano
Michael Keul – Schlagzeug
Ernst Techel – Kontrabaß

Karten im Vorverkauf für 17 Euro gibt es beim Ticketservice der Sparkasse Wasserburg. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Konzertbeginn.

Weiter Informationen unter

www.gimplkeller.de

 




In memoriam Serge Jaroff

Es gibt inzwischen viele unterschiedliche sogenannte Kosaken-Formationen, aber nur einen DON KOSAKEN CHOR SERGE JAROFF: Dieser grandiose Weltklasse-Chor, bekannt aus unzähligen Fernsehsendungen und CD Einspielungen, wird am Sonntag, 17. März, um 17 Uhr nach langer Zeit wieder in Wasserburg mit einem Konzert in der Kirche St. Jakob gastieren. Ermöglicht wurde dieses Gastspiel durch eine erneut enge künstlerische und organisatorische Zusammenarbeit mit dem Wasserburger Stadtpfarramt St. Jakob und Pfarrer Dr. Paul Schinagl.  

Ein musikalisches Fest großer Stimmen, traditioneller, geliebter Melodien und bravouröse Gesangsakrobatik erwartet die Zuhörer, so die Veranstalter.

Durch eine langjährige Gastspieltätigkeit hat gerade dieser Chor unter seinem künstlerischen Leiter Wanja Hlibka viele treue Zuhörer. Die Konzerte sind inzwischen wohl mit dem Begriff „Kult“ zu umschreiben und werden überall mit stehenden Ovationen gefeiert. Fernsehanstalten haben ausführlich über den Chor und seine künstlerische Arbeit berichtet.

Es handelt sich um ein hochkarätiges Spitzenensemble akademisch studierter Sänger. Wanja Hlibka selbst hat viele Jahre als jüngster Solist im weltberühmten Chor von Serge Jaroff gesungen und hat die Original-Arrangements als Ausgangsbasis seiner künstlerischen Arbeit nutzen dürfen. Die übrigen Sänger kommen von großen osteuropäischen Opernhäusern und begeistern ihr Publikum auf allen Stationen der Tournée.

Ihr Repertoire reicht von den festlichen Gesängen der russisch-orthodoxen Kirche über die immer wieder begehrten Volksweisen bis hin zu großen, klassischen Komponisten.  In memoriam Serge Jaroff, der seine Don Kosaken einst zu Weltruhm führte …

Kartenvorverkauf (18 €):

Kath. Pfarramt St. Jakob, Kirchhofplatz 5
  Telefon: 08071 9194-0
  Telefax: 08071 9194-21
Bürozeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 11 Uhr

Kath. Pfarramt St. Konrad, St.- Bruder-Konrad-Str. 3
  Telefon: 08071 2137
  Telefax: 08071 95110
Bürozeiten: Dienstag 9 bis 11 Uhr, Mittwoch 16 bis 18 Uhr, Freitag 9 bis 11 Uhr.

Restkarten an der Konzertkasse (20 €)




Junge Kunst 2019

Die eigenen Kunstwerke einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, diese Möglichkeit haben Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene auch in diesem Jahr in der Region. Die Kommunale Jugendarbeit des Landkreises Rosenheim präsentiert die Exponate in der Wanderausstellung „Junge Kunst 2019“ und „Kinder von Dali bis Picasso“. Bis spätestens 5. April müssen die Kunstwerke bei der Kommunalen Jugendarbeit abgegeben sein.

Mit dieser Aktion soll die bildende Kunst gefördert werden, die neben den kulturellen Bereichen wie Musik, Tanz und Theater in der Jugendarbeit sonst eher spärlich vertreten ist.

Für „Junge Kunst 2019“ sind Jugendliche und junge Erwachsene aus Landkreis und Stadt Rosenheim aufgerufen, ihrer gestalterischen Kreativität freien Lauf zu lassen und die Gelegenheit zu nutzen, sich mit Farben, Symbolen sowie mit abstrakten und expressiven Formen darzustellen.

Auf inhaltliche Vorgaben verzichten die Organisatoren, um eine möglichst breite Palette an Arbeiten zu ermöglichen. Gleiches gilt für die angewandten Techniken. So sind neben den traditionellen Formen der Malerei, Bildhauerei, Grafik und Drucktechnik auch Objekte, Collagen und Fotos willkommen.

„Junge Kunst“ gibt es heuer zum zehnten Mal.

Parallel dazu soll zum fünften Mal die Ausstellung „Kinder von Dali bis Picasso“ präsentiert werden. Hier sind Kinder bis 13 Jahre gefragt, die frei aus dem Bauch heraus ihre Fantasien auf ein Blatt Papier bringen. Dabei gilt, richtig oder falsch gibt es nicht, am Ende zählt nur das Bild.

Voraussichtlich von Mai bis Juli sollen die beiden Ausstellungen an insgesamt drei Orten in Stadt und Landkreis Rosenheim zu sehen sein.

Mit der Präsentation der Exponate soll Kunst als Kommunikationsform erkennbar sein, mit deren Hilfe man sich mit gesellschaftlichen Normen und Problemen, aber natürlich auch mit den schönen Seiten des Lebens auseinandersetzen kann.

Die Ausschreibungen und Anmeldeunterlagen für die Wanderausstellungen „Junge Kunst 2019“ und „Kinder von Dali bis Picasso“ sind ab sofort bei der Kommunalen Jugendarbeit im Dienstgebäude Luitpoldstr 9, im 3. Obergeschoss in Rosenheim zu erhalten.

Sie können auch telefonisch unter 08031 392 2392 angefordert werden. Spätester Anmeldetermin und gleichzeitig letzter Abgabetermin von maximal drei Arbeiten ist der 5. April bei der Kommunalen Jugendarbeit Rosenheim. Anschließend wird eine Jury die Arbeiten auswählen, die bei der Wanderausstellung dem Publikum präsentiert werden.

 

 




Jazz in der Schranne mit Knapp-Posch

Das nächste Konzert im Rahmen der Reihe „Jazz in der Schrannne” findet am Donnerstag, 21. März, um 20 Uhr in Wasserburg statt. Die Veranstalter freuen sich, dazu das Duo Knapp-Posch begrüßen zu dürfen. Als Thomas Knapp vor über 40 Jahren Jacques Loussier anlässlich eines seiner legendären „Play Bach“-Konzerte kennen lernte, konnte er nicht ahnen, dass er viele Jahre später dessen Kompositionen spielen würde. Die Werke wurden im TV und bei Konzerten in Kufstein, Thiersee und Kössen erfolgreich präsentiert.

Die Beiden sind seit dieser Zeit befreundet, Loussier gab Knapp wertvolle Ratschläge zur Interpretation. Im Laufe dieser vielen Jahre hatte sich einiges ereignet, Knapp war in jungen Jahren Privatschüler beim international renommierten Organisten Kurt Neuhauser, der ihm am Klavier und Cembalo wertvollste Einsichten vor allem in die Werke Bachs mitgab. Bach zählt für Knapp als das herausragendste Musikgenie aller Zeiten.

Seinen Studien bei Friedrich Gulda, die sich über einige Jahre erstreckten, verdankt Knapp eine Erweiterung des musikalischen Horizontes nach allen Richtungen, was vor allem die Bedeutung der Improvisation als Ursprung aller Musik anbelangt. So ergibt sich hier ein natürliches Zusammentreffen der Herren Loussier und Gulda, da deren Kompositionen fast immer aus Improvisationen entstanden, die im Nachhinein aufgeschrieben wurden, gleichwohl aber reichlich Raum für improvisatorische Ausflüge bieten. Von Loussiers Werken für Klavier und Schlagzeug, die Ende der 70-er Jahre entstanden, geht eine vibrierend pulsierende Kraft aus, der man sich sowohl als Spieler als auch als Hörer nur schwer entziehen kann.

Der hervorragende Schlagzeuger Michael Posch erweitert den ihm zugedachten Teil um improvisierte Soli, die er mit größtem Einfühlungsvermögen und vitalem Elan erfüllt.

Da sich Loussier und Gulda die Klavierpartien sozusagen in die eigenen Hände schrieben, ist der Schwierigkeitsgrad dementsprechend hoch, was von Knapp mit größter technischer Bravour, aber auch zärtlichstem Anschlag gemeistert wird. Alles in allem ein Programm von größtem Einfallsreichtum, emotionalem Tiefgang gepaart mit höchst virtuosem Spielwitz. Diese Musiken passen und gehören glücklicherweise in keinerlei Schublade! Ein Fest für begeisterungsfähige Zuhörer!

Thomas Knapp, 1958 in Kufstein geboren, kann auf eine pianistische Ausbildung durch zwei ausgeprägte Persönlichkeiten zurückblicken. Zum einen war da der Privatunterricht bei dem international renommierten Cembalisten und Organisten Prof. Kurt Neuhauser. Ihm verdankt Knapp sehr instruktive Einsichten in die Erarbeitung eines Musikstücks nicht nur am Klavier, sondern speziell bei Bach auch am Cembalo und Clavichord. Danach wurde Friedrich Gulda auf ihn aufmerksam.

Gulda beschäftigte sich ja selbst lange mit dem Clavichord und als Knapp ihm an diesem Instrument eine schwierige Phantasie von Bach darbot, beschloss Gulda, ihn unter seine Fittiche zu nehmen. Von da an war Knapp regelmäßig zum Privatunterricht bei Gulda in dessen Wohnsitz am Attersee. Ein dritter Name taucht in der Biografie von Knapp auf: Jacques Loussier. Seit vierzig Jahren sind die beiden befreundet, von Loussier erhielt Knapp detailierte Spielanweisungen für dessen Kompositionen für Klavier und Schlagzeug, die Knapp bei einigen Konzerten und im TV mit großem Erfolg präsentierte.

Michael Posch, Schlagzeuger/Schlagzeuglehrer, wurde 1984 in Kufstein, Tirol geboren.

Schon in jungen Jahren entwickelte er ein reges Interesse an Musik und Michael erhielt Unterricht an der Landesmusikschule in Kufstein (Schlagwerk, Gitarre, Trompete), nach ersten Banderfahrungen und nach Abschluss der Schule in Tirol zog es ihn 2006 nach Wien ans Vienna Music Institute (VMI) zum Studium Jazz und Popularmusik/IGP, Hauptfach Schlagzeug, wo er 2011 mit Auszeichnung abschloss.

Unterrichtet wurde er unter anderem von Harald Tanschek, Conrad Schrenk, Robert Riegler, Michael Provatznik, Dusan Novakov.

Eintritt: 15 Euro.

 




Dankeschön für diese Magie!

Das Publikum wollte sie gar nicht mehr gehen lassen: Vier Ausnahme-Künstler, sympathisch bescheiden, saßen am Konzert-Ende auf der Bühne der Aula des Gymnasiums in Wasserburg (unser Foto). Vier Freunde, die sich freuten über tosenden Applaus! „Café del Mundo“ nennen sich die beiden begnadeten Gitarristen Jan Pascal und Alexander Kilian, die frei und eigen die Genre Flamenco, Klassik und Jazz zu einem neuen, weithin ungehörten Sound vereinen. Zusammen mit ihren kongenialen „Quadro Nuevo“-Kumpels D.D. Lowka (Kontrabass) und Mulo Francel (Saxophon) waren sie in der Aula des Wasserburger Gymnasiums zu Gast. Fröhlich, unbeschwert, mit der Musik durch die Welt reisend …

Fotos: Renate Drax

Der Mulo, wahrlich kein Unbekannter in der Musikszene des Altlandkreises. Er musizierte mal wieder sensationell und führte dabei auch noch charmant und mit Witz durchs Programm: „Es geht um Mathebücher – da haben wir doch gleich zugesagt!”

„Für uns ist es heute Abend wie Ostern und Weihnachten zusammen, wenn wir gemeinsam spielen können”, sagte der Alex zur Wasserburger Stimme. Dem Elternbeirat der Schule um Sebastian Weger, Stephan Hain und Jörg Pottrick sei Dank … Mit einem kulturellen Top-Highlight – ausverkauft – präsentierte sich die Schulaula des Gymnasiums ein letztes Mal vor ihrer völligen Sanierung. Für eine musikalischen Reise vom Allerfeinsten! Und das für den guten Zweck:

Der Elternbeirat des Wasserburger Gymnasiums richtete dieses Konzert als ein Benefiz-Konzert zur Unterstützung der Schule aus!
Es ist den Eltern seit Jahren ein großes Anliegen die Schultaschen der Kinder zu „erleichtern“. Da auf Grund des neuen Lehrplans schrittweise alle Jahrgangsstufen mit neuen Schulbüchern ausgestattet werden, ergibt sich für das nächste Schuljahr 2019/2020 die Ausgabe in der 7. Jahrgangsstufe. Für diese Zusatzausstattung mit einem „zweiten Büchersatz“ für die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch wird der Elternbeirat nun das Ergebnis des Abends verwenden, damit dann die gesamten Unterstufen-Jahrgänge diese Unterstützung erfahren.

Georg Kierner, der Leiter der Volksbank-Raiffeisenbank Hauptgeschäftsstelle Wasserburg (links), überreichte im Rahmen des Konzerts gerne eine Spende in der stolzen Höhe von 1500 Euro – für diesen guten Zweck – an Stephan Hain (Mitte) und Sebastian Weger vom Elternbeirat des Gymnasiums.

Didi Lowka: Ein Bass ist ein Bass ist ein Percussion-Instrument. Sonderapplaus für den Quadro Nuevo-Musiker in Wasserburg.

Geradezu magisch ist auch in Wasserburg die Begegnung der beiden Gitarristen Jan Pascal und Alexander Kilian alias Café del Mundo mit Mulo Francel, dem das Magazin
Kulturnews den „derzeit sinnlichsten Saxophonsound Europas“ zuschreibt.

Mit seinem Partner Didi Lowka am Kontrabass gründete er mit Quadro Nuevo die derzeit wohl erfolgreichste Weltmusik-Formation.
Quadro Nuevo erhielt zweimal den ECHO.

Flamenco,
die Musik des flirrenden Südens. Sie lebt ungebrochen seit vielen tausend
Jahren, nostalgisch und zugleich immer aktuell und zeitlos, voller Anmut,
Leidenschaft und Kraft.
Im Herzen dieser Musik begegnen einander Europa, Afrika und der Orient.
Entstanden ist eine inspirierte Musik voller Begegnung:

Eine berührende und
lebensfrohe Entdeckungsreise voller spielerischer Brillanz verzauberte im Gymnasium Wasserburg.

Café del Mundo, zwei preisgekrönte Ausnahmemusiker, die ihre Passion leben – die Flamenco-Gitarre! Nach ihrer Station in Wasserburg sind sie jetzt in England auf Tour. Mit ihrer Europa-Botschaft der ganz besonderen Art!

Die beiden Gitarrenvirtuosen Jan Pascal und Alexander Kilian sind gegensätzlich wie Wasser und Feuer – und ergänzen sich dadurch zu einem Gitarrenduo auf Weltniveau. Ihr gemeinsamer Live-Auftritt ist der mitreißende Dialog zweier begnadeter Instrumentalkünstler, die sich gegenseitig bald umschmeicheln, bald herausfordern und einander ihr Bestes entlocken – intensiv, explosiv, magisch. In Wasserburg ganz wunderbar spürbar mit dem Titel La Vida …

Die Gitarrenkunst von „Café del Mundo“ entführt in die mystische Welt des Flamenco, der viel mehr ist als virtuose Unterhaltung – es geht um alles, was uns Menschen bewegt, um Liebe, Sehnsucht, Tod und Lebensfreude, um Himmel und Erde.

Diese urwüchsige Musik entfaltet unwiderstehliche Kraft, sie schlägt in den Bann, macht reich, weckt auf und berührt. Das Publikum in der Aula des Gymnasaiums war sichtlich berührt …

Wir beiden Musiker gehen den Weg der Reduktion. Ich finde, heute wird viel zu empört über Extreme diskutiert – statt über Mäßigung, Bescheidenheit und seelische Zufriedenheit zu reden … (Jan Pascal)

Jan Pascal (43 Jahre alt) entstammt einer Musikerfamilie. Seine erste Gitarre erhält er von seinem Großvater in Spanien, den ersten Unterricht von einem Onkel. Er wächst bei seiner schlesischen Großmutter Edeltraud Bonk (Sopranistin und Kirchenmusikerin) auf. Später besucht er das Musikinternat Münsterschwarzach, wo er Klavierunterricht bei Pater Domenikus Trautner hat. Nach Unterricht in Gesang bei John Porter und klassischer Gitarre bei Bernhard Weber in Heidelberg gründet er 1996 sein eigenes Tonstudio. Seine Flamenco-Gitarrenkennnisse erhält er bei Rafael Cortes und Mariano Martín.

Pascal möchte fortan sich anstecken lassen von den seelischen Urkräften: „Die Kunst. Die Kunst zu lieben. Die Liebe zur Kunst. In ihr regulieren wir unser Miteinander. Ein Ton klingt so simpel und vermag doch das komplette Vermächtnis einer Nation zu chiffrieren.”

 

Und Alexander Kilian, Jahrgang 1987, ein gitarristisches Wunderkind.

Seine multikulturelle, musikalische Ausbildung erhält er bei Zaza Miminoshvili. Im Alter von 15 Jahren gewinnt er seinen ersten internationalen Wettbewerb mit dem Stück „Guajiras de Lucia“ von Paco de Lucia. Es folgen zahlreiche Meisterkurse und Konzerteinladungen nach Israel, Russland, Georgien, Spanien und Italien. 2011 erhält er das künstlerische Diplom im Fach Jazz-Gitarre.

2007 lernten sich Beide bei einem Flamenco-Gitarrenworkshop kennen. Der Funke sprang sofort über. Sie komponieren seitdem gemeinsame Alben – und schenken dem Publikum Abende wie diesen …

 

 

 

 

 




Heimat ist ein Gefühl

„Do bin i dahoam“: Wer kennt ihn nicht, diesen Spruch der Kampagne des Bayerischen Rundfunks, der zum Thema Heimat Flügel bekommen hat? Justine Betzl und Regine Richter haben in einer neuen Fotoausstellung im Ameranger Rathaus genau diesen Satz aufgegriffen und zeigen Arbeiten zum Thema Heimat, Natur, Brauchtum und Bayern. Die Vernissage ist am kommenden Donnerstagabend um 19 Uhr …

Von eben dort, wo sie zuhause sind, handelt die Ausstellung:

Wie heißt es so schön, Heimat ist ein Gefühl und kein Ort. Das Gefühl hier bin ich, hier will ich sein. Ist es auch ein Satz, der zeigt, dass man sich hier zuhause fühlen kann, auch wenn man nicht hier geboren ist, und ein „Zugroaster“ ist.

Die Ausstellung zeigt ein breites Spektrum von Fotos aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln. Erhebende Landschaftsaufnahmen, Kurioses, aber auch Witziges – das sind die Motive der Arbeiten.

Zur Vernissage am 21. Februar um 19 Uhr wird herzlich eingeladen.

Die Ausstellung in Amerang dauert bis 3. Mai und kann zu den üblichen Rathaus-Öffnungszeiten besichtigt werden.




Matthäus-Passion am Karfreitag

Sie ist Bachs umfangreichste Komposition und stellt einen Höhepunkt in der Kirchenmusik dar: Der Wasserburger Bach-Chor (unser Foto) führt die Matthäus-Passion am Karfreitag, 19. April, um 19 Uhr im Wasserburger Rathaussaal auf. Die Mitwirkenden sind:

Julian Habermann, Tenor (Evangelist), Thomas Hamberger, Bass (Jesus) und Martin Hörberg, Bass (Judas, Petrus, Pilatus) sowie Roswitha Schmelzl, Sopran und Ulrike Malotta, Alt – begleitet vom Bach-Collegium Wasserburg. Es singt der Kinderchor „Haager Spatzen“ und der Wasserburger Bach-Chor. Die Leitung hat Angelica Heder-Loosli …

Die Matthäus-Passion ist von tiefem christlichen Glauben geprägt und wurde zur besonderen Gestaltung des Vespergottesdienstes am Karfreitag 1727 in der Leipziger Thomaskirche komponiert. Sie schildert facettenreich und eindringlich die Leidensgeschichte Jesu nach dem Matthäus-Evangelium.

Bachs hochemotionale Musiksprache und das kunstvolle Ineinandergreifen von Chorälen, Rezitativen, Arien und Chören auf unterschiedlichen Erzählebenen machen dieses Werk so einzigartig. Für die dramaturgische Darstellung verwendet Bach zwei vierstimmige Chöre, einen Kinderchor, zwei Orchester mit Flöten, Oboen, Streichern, Laute und Orgel sowie fünf Solostimmen.

Die erzählenden Texte des Evangeliums werden vom Solotenor vorgetragen, dem „Evangelisten”, nur von den Harmonien der Bass-Gruppe begleitet. Die Heiligkeit der Worte Jesu wird von sanft begleitenden Streichern abgebildet. Der Chor wiederum verkörpert das Geschrei der aufgewiegelten Menge in kurzen Einwürfen. Das Fortschreiten der Handlung wird immer wieder durch Solo- und Chorstücke kommentiert: Die eigene persönliche Betroffenheit wird eindrucksvoll in den wunderschönen Solo-Arien reflektiert.

In den Chorstücken und Chorälen erklingt die Reaktion der gläubigen Christenheit, die letztendlich in der alles erlösenden Erkenntnis mündet: „Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!“, die Bach in nur einem einzigen Takt vertont, die Einfachheit und Einheit der Erkennenden symbolisierend. So ist Bachs Musiksprache durchdrungen von wissender spiritueller Symbolik und Zahlenmystik, was ihm den „Titel“ des „5. Evangelisten“ einbrachte.

Der Kartenvorverkauf ist ab sofort bei der Buchhandlung Herzog in Wasserburg unter 08071/4714 sowie online auf www.sparkasse-wasserburg.de (ticketservice) oder unter der Ticket-Hotline 08071/101-129.

 




Konzert-Erlebnis ist ausverkauft

Karneval der Tiere – mit Maus und Monster. So heißt es am Freitag, 22. Februar, um 15 Uhr im Wasserburger Rathaussaal bei einem Sonderkonzert für junge Besucher. Es spielen Mitglieder der Münchner Philharmoniker und „Jugend musiziert“-Preisträger. Das Konzert ist mittlerweile ausverkauft …




Der „Jedermann” in Wasserburg

Die Schauspielschule Zerboni München ist mit dem Masterclass-Stück „Jedermann“ nach Hugo von Hofmannsthal im Theater Wasserburg zu Gast: „Mein Haus, mein Auto, meine Frau, mein Boot…“, der Jedermann hat alles. Und trotzdem: im Angesicht des Todes fehlt ihm der Glaube zu Gott, um sein sündiges Leben hinter sich zu lassen und in friedlicher Ewigkeit weiterzuleben. Aber wie kann „Jedermann“ in einer globalisierten Welt, deren wohl einzige Religion der Kapitalismus ist, …

… den Weg zu einem Mann mit Bart und Dreizack finden, dessen Existenz wissenschaftlich nicht belegt werden kann? Wie an einen Gott glauben, unter dessen Regentschaft sich die Menschen bekriegen und den Planeten bis zum Untergang ausbeuten und an eine Ewigkeit also einfach nicht zu denken ist?

Regisseurin Lea Ralfs, 1987 in Hamburg geboren, war nach Regiehospitanzen am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und am Thalia Theater Regieassistentin am Deutschen Theater Berlin, danach in Basel. Ihr Regie-Studium absolvierte an der Theaterakademie Hamburg. Seit 2017 arbeitet sie als freie Regisseurin.

Es spielen: Marysol Barber-Llorente, Rena Glück, Clara Hoffmeister, Maria Fiona Jung, Manuel Kandler, Carolin Klema, Antonia Lunemann, Magdalena Müller, Manuel Nawrot, Josef Schröttle, Jonas Stenzel, Armin Stieber, Julia Trautvetter, Marina Ziora.

Vorstellungstermine: 15., 16. und 17. Februar. Beginn ist am Freitag und Samstag um 20 Uhr, am Sonntag um 19 Uhr. 

Mehr Informationen sowie Karten gibt es über www.theaterwasserburg.de. Karten im Vorverkauf sind in der Gäste-Information, im Innkaufhaus und bei Versandprofi Gartner in Wasserburg sowie beim Kulturpunkt Isen-Taufkirchen und im Kroiss TicketZentrum Rosenheim erhältlich. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Foto: Studenten der Schauspielschule Zerboni München spielen „Jedermann“ im Theater Wasserburg, darunter Marysol Barber-Llorente, Armin Stieber und Jonas Stenzel. Foto: Manuel Nawrot.




Ein besonderes Kunst-Forum

Die Vernissage der Wasserburger Heimatfotografen Peter Mayrhofer und Andreas Ruf zu ihrer neuen Ausstellung (wir berichteten) fand am gestrigen Sonntag im Wasserburger Caritas-Altenheim St. Konrad statt. Die beiden Fotografen verbindet nicht nur die Wasserburger Gegend. Seit dem Jugendalter sind sie fasziniert von der Fotografie. Was als Hobb< begann, ist spätestens seit 2013 eine professionelle Leidenschaft für Heimat- und Naturaufnahmen geworden. Spektakuläre Nahaufnahmen von Tieren, Wasserburg aus ungewohnten Perspektiven und viele weitere Motive warten bis Ende März auf alle Interessierten. 

Warum das Caritas Altenheim St. Konrad regelmäßig zu neuen Ausstellungen einlädt? Vielw Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses sind nicht mehr mobil genug, um an kulturellen Ereignissen außerhalb teil zu nehmen. So entstand die Idee, stattdessen Kunst zu ihnen zu bringen und bietet BewohnerInnen, MitarbeiterInnen und Angehörigen immer wieder Abwechslung.

Gleichzeitig ist die große Ausstellungsfläche des Erdgeschosses eine gute Möglichkeit für bekannte und neue Künstler aus Wasserburg und der Umgebung, sich und die persönliche Kunst zu präsentieren.

Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung ist bis Ende März täglich bis 17 Uhr im Altenheim am Stadler Garten 4 in Wasserburg zu besichtigen.

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Norisha kommt nach Wasserburg

Das nächste Konzert im Rahmen von „Jazz in der Schranne“ findet am Mittwoch, 13. Februar, um 20 Uhr statt. Zu Gast sind die US-Amerikanerin Norisha Campbell und das Quartett des Bassisten Harald Scharf. Eintritt: 15 Euro, Einlass ist ab 19 Uhr.  Von frühester Kindheit an im Kirchenchor mit Gospel und Blues aufgewachsen, bestimmte zunächst ein anderes Talent das Leben von Norisha:

Die 1,91 Meter große US-Amerikanerin aus Florida wurde Profi-Volleyballerin. Ihr Debüt-Album „Stand For Love“ verwirklicht zugleich auch einen lange gehegten Traum des Bassisten Harald Scharf. Der stellte nicht nur ein exzellentes Quartett aus der süddeutschen Szene zusammen, sondern schrieb Norisha, gleichzeitig Name der gesamten Band, auch Songs auf den Leib, die die enorme Bandbreite ihrer Soulstimme zur Geltung bringen. Ob mit Soul-Hymnen, modernen Gospelsongs oder Jazzballaden, die Sängerin begeistert mit kraftvollem Ton, außergewöhnlichen Phrasierungen und einem nicht erlernbaren Gefühl für Timing. Und so ist die Band Norisha eine Entdeckung, die sich definitiv lohnt.

Und das ist das Quartett:

Harald Scharf, geboren in München, ist Kontrabassist, Komponist und musikalischer Leiter der Band. Als musikalischer Allrounder ist er außerdem Bassist, Komponist und Arrangeur diverser Jazz- und Weltmusikensembles wie dem Rudi Zapf Trio, den Münchner Saitentratzern, der Formation MunichUp! und der Harald Scharf Group.

Jan Eschke wurde in Aachen geboren und ist heute ein vielbeschäftigter und gefragter Pianist der deutschen und europäischen Jazzszene. Er ist Mitglied so namhafter Ensembles wie Charly Antolinis International Jazz Power, Martin Grubingers Century Of Percussion, dem Max Grosch Quartett, Enders Room, dem Martin Auer Quintett und Charly Augschölls Hotline.

Stephan Staudt, geboren in Ludwigsburg, ist ein universeller Schlagzeuger, Percussionist und Arrangeur. Seine enorme stilistische Bandbreite und sein stets inspiriertes, individuelles Spiel machen den Gewinner des Musikwettbewerbs Jazz an der Donau (2002) zu einem allerseits geschätzten Drummer und Percussionist. Er ist Mitglied zahlreicher Bands sowie nationaler und internationaler Musikprojekte, unter anderem Big Yellow Taxi, Lisa Wahlandt, Club Society oder auch Wolfgang Lackerschmids Mallet Percussion Trio.

Michael Vochezer, geboren in Traunstein und Absolvent des Berklee College of Music, Boston / USA (Abschluss 2004 „Summa cum laude“) ist ein höchst vielseitiger Gitarrist, Komponist und Arrangeur. Zahlreiche Projekte mit eigenen Arrangements & Kompositionen wie treeo, Travels, Cafe Caravan (Gypsy Jazz), Groove Galaxy (Fusion), Club Society (Funk & Soul Party), Swing Summit (Rat Pack Big Band Sound) und der Rock im Schloss Dozentenband zeigen die enorme musikalische Bandbreite dieses Ausnahmegitarristen.

 

Norisha Campbell – vocals

Harald Scharf – double bass

Jan Eschke – piano, keyboards

Michael Vochezer – acoustic, electric guitars

Stephan Staudt – drums




Eine schöne Team-Arbeit

Wie schon beim Weihnachtskonzert vor ein paar Wochen, so war sie erneut  d i e Entdeckung des Abends: Lea Friese (rechts) aus der Oberstufe des Wasserburger Gymnasiums hatte die Hauptrolle der Zeitreisenden Becci im Schüler-Musical übernommen und sang überragend – unter anderem eine Mozart-Arie – mit tosendem Sonderapplaus als Lohn. Unter dem Titel „Alexa – up and away“ hatten sich 15 Schüler im Rahmen ihres Oberstufen-P-Seminars ein Musical ausgedacht. Zwei Aufführungen gab es im Theater Belaqua in Wasserburg. Unsere Bilder …

Fotos: Renate Drax

Ein eigenes Musical zu schreiben und aufzuführen, das war das Ziel einiger Schüler der Q12. In ihren wöchentlichen Sitzungen trafen sie sich deshalb seit September 2017, um ihr Projekt in Richtung Abitur nun in die Tat umzusetzen …

In „Alexa – up and away“ wurden die Zuschauer im voll besetzten Wasserburger Theater auf eine Zeitreise durch mehrere Epochen der Musikgeschichte mitgenommen – vom Jetzt zu Mozarts Klassik, zu Abbas 70er Jahre bis in die 60er. Mit Hilfe der Robo-Sprachassistentin Alexa – gut gespielt und mit viel Beifall am Ende bedacht: Larissa Burkhardt (unser Foto).

 

Verschiedene Musiker trafen im Finale der etwa einstündigen Aufführung bei einem Gesangswettbewerb aufeinander, es drohte als Höhepunkt im Alexa-Zeit-Chaos zu eskalieren … Starker Applaus auch hier für die Gesangs-Darbietung von Alina Neukam als Souldiva Etta James (Mitte mit Mikro) …

Während Mozart (Eva-Maria Friese) gar nicht mehr wusste, wie ihm musikalisch und auch sonst geschieht …

… fand der Benni von ABBA alias Marco Klein (Foto) diese leuchtende ALEXA mehr als seltsam und versteckte sich lieber!

Maja Mangstl wiederum schlüpfte bravourös in die Country-Rolle der Sängerin Dolly Parton (Foto unten) und erntete für ihre Gesangsdarbietung ebenfalls viel Applaus …

 

Tatkräftige Unterstützung hatte das P-Seminar von den Musiklehrern und Seminarleitern Dr. Gisela Sandner und Ernst Hoffmann erhalten – dafür gab’s von den Schülern nach der zweiten Aufführung ein herzliches Dankeschön mit kleinem Präsent (Foto).

 

Eine schöne Teamarbeit war das ganze Projekt:

Bei der Umsetzung war auch der Wahlkurs Musical mit Schülern der Unter- und Mittelstufe von den „Großen” der Oberstufe mit eingebunden worden.

Und was im Publikum auch besonders gut ankam: Die musikalische Live-Gestaltung des wie der Name schon sagt – Musicals – durch die Jazzband des Gymnasiums (Foto unten) …

Es wirkten mit:

 




„Ach … ein Wort“

Ein Ach lässt einen lieben, lässt einen trauern, verschlägt einem die Sprache. Ein Wort. Manchmal genügt ein Wort, um die Welt zu bewegen, manchmal ist es ein Oh, ein Ja und ein Nein, ein Weh’ oder eben ein Ach. Ein Wort, das einen auffordert, zwischen die Zeilen zu blicken, weiter zu denken, zu fragen, zu forschen, zu suchen. In dieser Spielzeit werden die Besucher der monatlichen Lesereihe „Ach … ein Wort“ im Theater Wasserburg mit Worten gefüttert, die von diesem Ach ausgehen.

Die Leitung hat Nik Mayr. Gelesen wird in der Theaterbarn der Bar „Helmut“.

Am Donnerstag, 14. Februar, um 20 Uhr auf dem Tisch: „Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer“ von Valerie Solanas.

Es lesen: Nik Mayr und Annett Segerer (Foto: Christian Flamm).

Solanas’ Manifest ist einer der skurrilsten Lösungsversuche zum Thema Emanzipation. Sie führt einen erbitterten Kampf von Ideen gegen Ideen, Geschlecht gegen Geschlecht, Widerspruch gegen Widerspruch. Zu den vielen erstaunlichen Merkmalen, die das Manifest kennzeichnen, gehören sein scharfsichtiger Blick und seine konsequente Durchführung. So, als kreise die Verfasserin wie ein Greifvogel hoch oben über der Zivilisation.

Die folgende Lesung am Donnerstag, 28. März, um 20 Uhr beinhaltet „Gespräche“ von Heiner Müller. Es lesen: Uwe Bertram und Nik Mayr.

Mehr Informationen sowie Karten gibt es über www.theaterwasserburg.de.

Karten im Vorverkauf sind in der Gäste-Information, im Innkaufhaus und bei Versandprofi Gartner in Wasserburg sowie beim Kulturpunkt Isen-Taufkirchen erhältlich. Die Abendkasse im Theater öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.




„Der Reifenschwinger“

Während die Schäffler an diesem Wochenende eine Tanzpause einlegen – wegen der am kommenden Samstag anstehenden, großen Ü30-Party in der Badriahalle (wir berichteten) – sorgt Wasserburgs Stadtentdeckerin Irene Kristen-Deliano für das etwas andere Schäffler-Erlebnis: Am kommenden Donnerstag, 7. Februar, gibt es um 19 Uhr mit ihr eine Lesung zu ihrem Roman „Der Reifenschwinger“ in der VHS Wasserburg …

Zum Inhalt:

1633/34 ganz Europa steckt mitten im 30-jährigen Krieg, so auch Wasserburg. Unterdessen droht neue Gefahr. Lautlos und heimtückisch dringt der Schwarze Tod in die Stadt ein. Der junge Schäffler Veit Fassbinder schildert in seinen Tagebuchaufzeichnungen dieses düstere Kapitel seiner Heimatstadt.

Zugleich erfährt man einiges über das ausgestorbene Handwerk der Schäffler sowie über die Symbolik des Schäfflertanzes.

Die Lesung wird musikalisch umrahmt!

Eine Anmeldung bitte über die VHS Wasserburg – siehe auch unsere Rubrik ganz links oben auf der Startseite der Wasserburger Stimme.




Vernissage am Sonntag

Die Wasserburger Heimat-Fotografen Peter Mayrhofer und Andreas Ruf laden ein: Am kommenden Sonntag, 10. Februar, wird um 14 Uhr ihre zweite gemeinsame Bilder-Ausstellung im Altenheim St. Konrad in Wasserburg feierlich eröffnet. Ihre Themen: Wasserburg mit Umland bei Tag und Nacht, Makro und Abstraktes sowie auch Reisen nach Indien und Afrika. Die Ausstellung kann zwei Monate lang täglich von 8 bis 17 Uhr kostenfrei besichtigt werden.




Ein Konzert wie ein Schatz!

Voller Vorfreude kann der Elternbeirat des Wasserburger Gymnasiums ein kulturelles Top-Highlight ankündigen – durch das sich die Schulaula, kurz vor ihrer völligen Sanierung, noch einmal in den Mittelpunkt einer musikalischen Reise vom Allerfeinsten verwandeln wird! Und das für den guten Zweck (siehe weiter unten). Die beliebten „Quadro Nuevo“-Künstler Didi Lowka und Mulo Francel werden das überragende, weltbekannte Gitarren-Duo „CAF DEL MUNDO“ nächste Woche am Donnerstag, 14. Februar, mit nach Wasserburg ans Gymnasium bringen. Der Vorverkauf läuft …


Der Elternbeirat des Wasserburger Gymnasiums um Stephan Hain, Jörg Pottrick und Sebastian Weger richtet dieses Konzert als ein Benefiz-Konzert zur Unterstützung der Schule aus:
Es ist den Eltern seit Jahren ein großes Anliegen die Schultaschen der Kinder zu „erleichtern“. Da auf Grund des neuen Lehrplans schrittweise alle Jahrgangsstufen mit neuen Schulbüchern ausgestattet werden, ergibt sich für das nächste Schuljahr 2019/2020 die Ausgabe in der 7. Jahrgangsstufe. Für diese Zusatzausstattung mit einem „zweiten Büchersatz“ für die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch wird der Elternbeirat das Ergebnis des Abends verwenden, damit dann die gesamten Unterstufen-Jahrgänge diese Unterstützung erfahren.

Inspiration ist die geheimnisvolle Kraft in der Musik. Kommt sie in Fluss,
entstehen jene magischen Momente, die Musiker und ihr Publikum in ein
fesselndes Fluidum ziehen.
So geschehen in der Begegnung der beiden Gitarristen Jan Pascal und
Alexander Kilian alias Café del Mundo mit Mulo Francel, dem das Magazin
Kulturnews den „derzeit sinnlichsten Saxophonsound Europas“ zuschreibt.
Mit seinem kongenialen Partner Didi Lowka am Kontrabass gründete er mit
Quadro Nuevo die derzeit wohl erfolgreichste Weltmusik-Formation.
Quadro Nuevo erhielt damit zweimal den ECHO.

 Flamenco,
die Musik des flirrenden Südens. Sie lebt ungebrochen seit vielen tausend
Jahren, nostalgisch und zugleich immer aktuell und zeitlos, voller Anmut,
Leidenschaft und Kraft.
Im Herzen dieser Musik begegnen einander Europa, Afrika und der Orient.
Entstanden ist eine inspirierte Musik voller Begegnung. Eine berührende und
lebensfrohe Entdeckungsreise voller spielerischer Brillanz wartet im Gymnasium Wasserburg.

Traditionelle
Flamenco-Rhythmen treffen mitreißende Latinjazz-Impressionen und Tango,
charmant präsentiert und nicht ohne eine gehörige Portion Spielwitz!

Besetzung in Wasserburg:
Alexander Kilian, Gitarre
Jan Pascal, Gitarre
Didi Lowka, Kontrabass
Mulo Francel, Saxophon

Der Karten-Vorverkauf läuft:

Erwachsene 20 Euro (inkl. VVK)
Schüler 10 Euro (inkl. VVK)
(freie Platzwahl, Beginn 20 Uhr – Einlass 19 Uhr)

Karten gibt’s im Schulsekretariat des Gymnasiums sowie
 
online unter:

https://ticketservice.sparkasse-wasserburg.de/regionalt.htm

Café del Mundo – zwei preisgekrönte Ausnahmemusiker, die ihre Passion leben – die Flamenco-Gitarre!

Die beiden Gitarrenvirtuosen Jan Pascal und Alexander Kilian sind gegensätzlich wie Wasser und Feuer – und ergänzen sich dadurch zu einem Gitarrenduo auf Weltniveau. Ihr gemeinsamer Live-Auftritt ist der mitreißende Dialog zweier begnadeter Instrumentalkünstler, die sich gegenseitig bald umschmeicheln, bald herausfordern und einander ihr Bestes entlocken – intensiv, explosiv, magisch.

Die Gitarrenkunst von „Café del Mundo“ entführt in die mystische Welt des Flamenco, der viel mehr ist als virtuose Unterhaltung – es geht um alles, was uns Menschen bewegt, um Liebe, Sehnsucht, Tod und Lebensfreude, um Himmel und Erde. Diese urwüchsige Musik entfaltet unwiderstehliche Kraft, sie schlägt in Bann, macht reich, weckt auf und berührt. Wäre Gott ein Musiker – die Flamenco-Gitarre wäre sein Instrument.

Jan Pascal, Jahrgang 1975 (auf unserem Foto oben links), entstammt einer Musikerfamilie. Seine erste Gitarre erhält er von seinem Großvater in Spanien, den ersten Unterricht von einem Onkel. Er wächst bei seiner schlesischen Großmutter Edeltraud Bonk (Sopranistin und Kirchenmusikerin) auf. Später besucht er das Musikinternat Münsterschwarzach, wo er Klavierunterricht bei Pater Domenikus Trautner hat. Nach Unterricht in Gesang bei John Porter und klassischer Gitarre bei Bernhard Weber in Heidelberg gründet er 1996 sein eigenes Tonstudio. Seine Flamenco-Gitarrenkennnisse erhält er bei Rafael Cortes und Mariano Martín.

Alexander Kilian, Jahrgang 1987 – ganz oben rechts im Bild, gilt als gitarristisches Wunderkind.

Seine multikulturelle musikalische Ausbildung erhält er bei Zaza Miminoshvili. Im Alter von 15 Jahren gewinnt er seinen ersten internationalen Wettbewerb mit dem Stück „Guajiras de Lucia“ von Paco de Lucia. Es folgen zahlreiche Meisterkurse und Konzerteinladungen nach Israel, Russland, Georgien, Spanien und Italien. 2011 erhält er das künstlerische Diplom im Fach Jazz-Gitarre.

2007 lernen sich beide bei einem Flamenco-Gitarrenworkshop kennen. Der Funke springt sofort über. Sie komponieren seitdem drei gemeinsame Alben, „Nuevo Cuarteto“ (2008), „Café del Mundo (2012), „La Perla“ (2014) und eine live Aufnahme „In Passion“ (2015), die auf Vinyl erscheint und erstmals auch Bearbeitungen von Chick Corea, Paco de Lucia, Al di Meola, Zequinha de Abreu und Enrique Granados enthält.

2015 erscheint auch „Dance of Joy“, ein Remix und Remaster ihrer ersten gemeinsamen Kompositionen. Seit Mai 2008 spielen sie jährliche Tourneen. Zunächst mit 40 Konzerten, inzwischen mit weltweit rund 120 Konzerten im Jahr – in Italien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Schweiz, Österreich und Polen. Einladungen zu renommierten Musik-Festivals wie das Rheingau-Musikfestival, die Slask days, oder das JazzOpen Stuttgart kommen hinzu.

Der Bandname leitet sich aus einer Konzertbesprechung ab, in der ein Kritiker schrieb, er fühlte sich in das legendäre „Café Cantante“ versetzt, woraus der Bandname „Café del Mundo“ wurde …

Fotos / Quelle: Elternbeirat Gymnasium sowie „Café del Mundo“




Wasserburg doppelt belichtet

Werke der Fotografin Renate Schmidt sind seit dem heutigen Dienstag bis zum 4. März einen ganzen Monat lang in der Wasserburger Backstube zu sehen. Seit 24 Jahren ist Renate Schmidt als Pressefotografin für die Süddeutsche Zeitung tätig. Daneben widmet sie sich immer wieder der freien Fotografie. So hat sie sich im vergangenen Jahr Zeit genommen, um sich ihrer Heimatstadt Wasserburg fotografisch zu nähern. Durch den Ansatz der Doppelbelichtung …

… versucht sie, die Vielfältigkeit und Intensität der Architektur der historischen Altstadt einzufangen, wie sie sich bei einem Spaziergang erleben lässt.

Foto: Renate Schmidt




Drei Damen in Pfaffing

Nach ihrem viel umjubelten Auftritt vor drei Jahren empfehlen „Die Drei Damen“ mit ihrem neuen Programm nun in Pfaffing: „Träum weiter“! Die Kunst in der Filzen lädt herzlichst am Samstag, 16. Februar, um 20 Uhr in den Gemeindesaal ein. Lisa Wahlandt wird mit ihrer subtil swingenden Stimme gemeinsam mit Andrea Hermenau am Piano und Christiane Öttl am Bass das Publikum berzaubern …

Das Damentrio beherrscht wunderbare Arrangements verschiedener Musikstile von Bossanova über Jazz, Chanson und Pop.

Wann:         Samstag, 16. Februar, um 20 Uhr, Einlass 19 Uhr

Wo:             Bühne im Gemeindezentrum in Pfaffing, Schulstraße 5

Eintritt:      20 € im VVK und 22 € an der Abendkasse

Vorverkauf: Edeka-Markt in Pfaffing und Bücher Herzog Wasserburg

Telefonische Karten- und ab fünf Personen Tisch-Reservierung unter 08076/886040

Bewirtung durch die Küche des Veranstalters!

www.kunst-in-der-filzen.de

Foto: Kunst i. d. Filzen




Was ist was?

Bestseller, Romane, Fach- und Kinderbücher, Ratgeber und vieles mehr – egal, welches Genre! Mit der Buchhandlung Fabula und der Wasserburger Stimme sind Leseratten und solche, die es werden wollen, das ganze Jahr über bestens beraten. Einmal pro Woche gibt’s an dieser Stelle unseren Buchtipp, zusammengestellt von den Mitarbeitern von Fabula und den Redakteuren der Stimme. Heute geht es um ein Sachbuch für Kinder …

Kindersachbuch
Titel: WAS IST WAS – Erstes Lesen – Wald
                                   

Empfohlen von Alexandra Stawski

Autor: Karin Bischoff

Verlag: Tessloff
Preis: 7,95 €

Für
+ Leseanfänger ab Mitte der 1. Klasse

+ besonders für Buben geeignet, da viele von ihnen Sachbücher bevorzugen

Fazit vorneweg:
Eine spannende Sachbuchreihe für Schüler ab der 1. Klasse. Die Kinder und auch wir sind begeistert, denn diese großartige Reihe beweist mal wieder, dass das Lernen Spaß machen kann.

Ein Auszug:
„Hallo! Ich heiße Ticki. Ich bin ein Buntspecht und ich liebe den Wald. Bestimmt hast du im Frühling schon mal mein Trommeln am Baumstamm gehört. Weshalb ich davon kein Kopfweh bekomme, verrate ich dir später!“

Inhalt:
Der Band „Wald“ ist der 6. Band aus der neuen Sachbuchreihe „Was ist was – erstes Lesen“ vom Tessloff Verlag.

Hier erzählt der Buntsprecht Ticki viel Wissenswertes über das Leben im Wald.

In jedem Band dieser Reihe berichtet ein Tier Geschichten aus seiner Lebenswelt

  • in großer Fibelschrift geschrieben
  • mit kurzen Textabschnitten, die durch farbige Fotografien und kleine Infokästchen aufgelockert werden
  • mit einem kleinen Lesequiz nach jedem Kapitel, das hilft, das Textverständnis zu unterstützen.

Zu haben in der Buchhandlung Fabula:

Ledererzeile 23
83512 Wasserburg am Inn
Tel. 08071 / 95 15 0
Fax 08071 / 95 66 1

E-Mail: info@buchhandlung-fabula.de

Öffnungszeiten:
Montag – Freitag 9 – 18.30 Uhr
Samstags 9 – 16 Uhr

Foto / Quelle: Buchhandlung Fabula




„Anarchisches Festival des kleinen Mannes”

Es ging zu, wie in einem Taubenschlag: Zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung im Museum Wasserburg waren gestern wieder außergewöhnlich viele Besucher gekommen. Und die trafen auf ein außergewöhnliches Ambiente. Das ehrwürdige Museum verwandelt sich für die aktuelle Ausstellung in den berühmten Wasserburger Taubenmarkt der guten, alten Zeit. Zu sehen sind Werke des Münchner Fotografen Andreas Bohnenstengel (48). Der hatte das rauschhafte Treiben des Wasserburger Taubenmarktes auf dessen Höhepunkt in den 1990-er Jahren auf ausdrucksstarke Schwarzweißbilder gebannt.

„Die Fotos dokumentieren ein anarchisches Festival des kleinen Mannes, das europaweite Strahlkraft besaß”, fasste Bürgermeister Michael Kölbl  gestern bei der Eröffnung der Sonderausstellung das Treiben beim damaligen Taubenmarkt zusammen. „Irgendwie trauern wir alle dem Markt von damals nach.” EU-Richtlinien und immer höhere Auflagen machten es den Kleintierzüchtern heute unmöglich, noch an einem solchen Markt teilzunehmen oder einen solchen zu organisieren. „Das ist schade, weil der Wasserburger Taubenmarkt ein ganz besonderes Flair ausstrahlte.”

 

 

Wie immer führte Museumsleiterin Sonja Fehler in die Ausstellung spritzig und humorig ein. Bohnenstengel sei mit seinen Fotografien ein besonderer Zugang zu den Menschen gelungen. Zusammen mit dem Leiter des Stadtarchivs, Matthias Haupt, habe sie rund 180 Fotos gesichtet: „Und jedes einzelne war einfach großartig.”

Auch der Künstler selbst ergriff gestern das Wort. Er dankte dem gesamten Team des Museums, das ihm bei der Gestaltung der Ausstellung stets unter die Arme gegriffen habe. „Es gab Momente, in denen man den eigenen Plan nicht mehr durchschaute. Sonja Fehler war da als Psychologin und Pädagogin gefordert”, sagte Andreas Bohnenstengel (Foto unten) schmunzelnd. Sein besonderer Dank galt Stadtarchivar Matthias Haupt, der maßgeblich für die Idee der Ausstellung verantwortlich zeichnete.

 

 

 

Begleitet wurde die Eröffnung von den Musikern der Gruppe „Kreuz & Quer”, die das Publikum mit ihren ganz auf den Taubenmarkt abgestimmten Klängen begeisterten.

 

Auch der Vorsitzende des Wasserburger Kleintierzuchtvereins, Rudi Schreyer aus Albaching, war gekommen.

FAKTEN ZUR AUSSTELLUNG

Der Taubenmarkt

Als Simon Grein 1878 den ersten Wasserburger Taubenmarkt auf dem Gelände seiner Brauerei veranstaltete, hat er sicher nicht geahnt, dass sich Jahrzehnte später die ganze Stadt in einen Taubenschlag verwandeln würde. Die Sogwirkung des Marktes war so enorm, dass in Spitzenjahren 3.000 Händler und 20.000 Besucher aus ganz Europa in die Gassen der Altstadt strömten. Gemeinsam versetzten sie die Stadt nicht nur in einen Ausnahmezustand, sondern gleichsam in einen Rausch. Die Einheimischen staunten nicht nur über exotische Tauben, knuffige Kaninchen und extravagante Pfauen, sondern auch über die „Taubenlackl“, die aus allen Teilen des Kontinents angereist kamen. Unter ihnen befanden sich echte Charakterköpfe, schrullige Originale und begeisterte Tierfreunde, die sich einmal im Jahr für wenige Stunden trafen und sich über Sprachgrenzen hinweg auf wundersame Weise verstanden.

 

Die Ausstellung

Die raumübergreifende Fotoinstallation von Andreas Bohnenstengel geht zurück auf eine Fotodokumentation der Märkte von 1996 und 1997. Sie zeichnet einen Markttag ausgehend von der Ankunft der Händler in der Nacht und dem anschließenden Markttreiben nach. Dabei gelingt es, durch die individuelle künstlerische Perspektive, Geschichte und Seele des Wasserburger Taubenmarktes erlebbar zu machen.

 

Hintergrund

Als Andreas Bohnenstengel in den 1990-er Jahren den Wasserburger Taubenmarkt im Rahmen einer Dokumentation über Märkte besuchte, tat er dies vor dem Hintergrund eines sich anbahnenden Wandels im Wirtschaftsleben durch die Etablierung des Internets. Er wollte traditionelle Formen des Handels dokumentieren. Damals wurde prophezeit, dass Kommunikation und Handel in Zukunft nur noch im Internet stattfinden würden. Über 20 Jahre später ist der Taubenmarkt in seiner einzigartigen Form als „Größter Taubenmarkt der Welt“ tatsächlich nicht mehr vorhanden.
Am Wasserburger Taubenmarkt faszinierte Bohnenstengel das Anarchische, das Improvisieren bei der Konstruktion der Marktstände und die Fröhlichkeit der Marktteilnehmer vor der Kulisse der Altstadt.

 

Biografie

Andreas Bohnenstengel, geboren 1970 in München, ist Fotokünstler und Diplom-Betriebswirt. Er lebt und arbeitet in München.

Zwischen 1991 und 1994 war er als Pressefotograf beim Münchner Merkur tätig, danach verfasste er Reportagen und Porträts für Magazine wie z.B. Stern, Spiegel, Eltern, das Zeit-Magazin sowie auch für das Diakonische Werk Bayern.

Als Fotokünstler stellt er seit 1993 regelmäßig aus und unterrichtet seit 2004 Fotografie an der Schule für Gestaltung in Ravensburg und der Mediadesign Hochschule in München.

Andreas Bohnenstengel setzt sich in seinen fotografischen Arbeiten hauptsächlich mit

Gesellschaft auseinander. Er betreibt Feldforschung mit den Mitteln der Fotografie indem er soziale Gegebenheiten dokumentiert sowie die Phänomene zwischenmenschlicher Beziehungen untersucht. Dabei werden der Mensch und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt gestellt.

 

Kuratorenführung

Der Wasserburger Taubenmarkt aus der Sicht von Andreas Bohnenstengel
Ausstellungsführung am Sonntag, 17. Februar, und 28. April um 14.30 Uhr

Andreas Bohnenstengel dokumentierte das lebhafte Treiben auf dem Wasserburger Taubenmarkt. Seine Eindrücke und Erfahrungen, die ihn zu der aus­drucksstarken Fotoinstallation inspirierten, stellt er in einer abwechslungsreichen Führung vor.

 

Publikation

Zur Ausstellung ist eine Publikation entstanden, die die Fotografien durch Reportagen der Wasserburger Zeitung und der MUH ergänzt. Sie ist zum Preis von 9,90 Euro während des Taubenmarktes und an der Museumskasse erhältlich.

 

Bildmaterial

Alle Fotografien Andreas Bohnenstengel, s/w-Negative digitalisiert, 1996/1997
Verwendung ausschließlich in Verbindung mit der Berichterstattung über die Ausstellung und die Publikation „Der Wasserburger Taubenmarkt. Fotografien von Andreas Bohnenstengel“.

 

Bei der Eröffnung der Ausstellung:




Die kleine Hexe in Pfaffing

Auf die kleine Hexe dürfen sich die Kinder in Pfaffing freuen! Am kommenden Sonntagnachmittag, 3. Februar, ist sie mit den beliebten Bühnenflöhen des Theaters in der Au zu Gast im Gemeindesaal. Die Kunst in der Filzen lädt die Kinder, ihre Eltern oder Großeltern aus der ganzen Region herzlichst ein. Und darum geht’s …

Es ist ein Theaterstück für Kinder ab fünf Jahren nach Otfried Preußler in einer Bühnenfassung von John von Düffel – gespielt von den Bühnenflöhen des Theaters in der Au unter der Regie von Christian Janda.

Zum Inhalt:

Die kleine Hexe möchte unbedingt in der Walpurgisnacht auf dem Blocksberg mit den anderen Hexen mittanzen. Trotz der Warnung des Raben Abraxas, sie sei noch zu jung, geht sie das Wagnis ein. Prompt wird sie von den anderen Hexen erwischt …

Wann: Am Sonntag, 3. Februar, um 16 Uhr – Einlass: 15.30 Uhr – Dauer 90 Minuten einschließlich Pause.

Wo: Bühne im Gemeindezentrum Pfaffing in der Schulstraße.
Eintritt: sieben Euro.

Vorverkauf: Beim Edeka in Pfaffing.
Telefonische Kartenreservierung unter 08076/886040

www.kunst-in-der-filzen.de

Foto: Bühnenflöhe Au