Schau auf die stillen Winkel …

Endlich kann es wieder weitergehen mit der Kunst: „Alles Fassade“ heißt eine neue Ausstellung des AK68 im Wasserburger Ganserhaus! Zu sehen sind Fotobilder von Pepe Kremer (60) aus Rott. Putz, Farbe und Oberflächen sind die hauptsächlichen Elemente seiner Farbfotografien. Nicht die schönen Ansichten sind zu sehen, sondern kleine Ausschnitte – Winkel, die leicht übersehen werden und Ecken, die überraschen. Und so kann man die Ausstellung besuchen …

… per „click and meet“ und zwar donnerstags bis sonntags je von 13 bis 18 Uhr:

Aufgrund der neuen Lockerungsstrategie

ist eine Anmeldung für einen Besuch nötig.

Zu den Bürozeiten des AK68

(Di, Do, Fr von 10 – 15 Uhr)

 kann man ab sofort einen Termin vereinbaren

unter der 08071 – 4484.

Aber auch per Mail unter

info@arbeitskreis68.de

mit der Angabe der Personenzahl, gewünschtem Tag und Uhrzeit.

Sollte man einen gesonderten Termin außerhalb der Öffnungszeiten benötigen, einfach den Wunsch äußern …

Die Ausstellung kann nur besucht werden mit Dokumentation von Adresse und Telefonnummer. Beim Besuch sind zudem die üblichen Regeln zum Infektionsschutz zu beachten: FFP2-Maske, Handdesinfektion, Halten von Abstand.

Grundsätzliche Voraussetzung für den Besuch der Ausstellung ist ein Inzidenzwert im Landkreis von unter 100.

Zu den Werken von Pepe Kremer:

Durch die Konzentration auf Details werden von ihm Risse, Schrammen und Farbkombinationen hervorgehoben und zu abstrakten Abbildern der Realität.

Der Reiz der Fotografien liegt darin, dass die Motive, verstärkt durch den Pigmentdruck auf mattem Papier, wie Gemälde wirken und Bezug auf verschiedene Kunststile und -techniken nehmen, ohne dass sie durch nachträgliche Bearbeitung wesentlich verfremdet wurden.

Pepe Kremer schreibt auf seiner Homepage:

Die sinnfreie Beschäftigung mit dem Umgebenden verändert die Sicht auf alle Dinge. Wo uns das Streben und Erreichen des Spektakels atemlos werden lässt, berührt uns Verstehen und Ruhe. 

In meinen Fotografien versuche ich den Nebensächlichkeiten des täglichen Sehens die Aufmerksamkeit zu widmen, die sie zur Schönheit des Gesamten beitragen. Deshalb bearbeite ich meine Rohdaten nur um ein optimales Druckergebnis zu erreichen, also eine Korrektur der Ausrichtung, des Ausschnitts und der Auflösung, wenn nötig justiere ich den Kontrast und die Farbigkeit nach.

Es ist mir ein Anliegen, dass der Betrachter die alltägliche Realität hinter dem abstrakt Dargestellten erkennt und Rückschlüsse auf seine eigenen Sehgewohnheiten ziehen kann.

Speziell für diese Ausstellung werden zudem auch Fotobilder von Wasserburg gezeigt. So kann man sich auf die Suche nach den heimischen Motiven machen, falls sie nicht gleich erkannt werden oder man lässt die Abbildungen als Kunstwerke auf sich wirken …

Kunstfreunde, seid wieder willkommen im Ganserhaus in Wasserburg!

 

 




Junge Kunst

Die eigenen Kunstwerke einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, diese Möglichkeit soll es auch in diesem Jahr für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Landkreis geben. Die Kommunale Jugendarbeit des Landkreises Rosenheim möchte die Exponate in der Wanderausstellung „Junge Kunst 2021“ und „Kinder von Dali bis Picasso“ präsentieren. Bis spätestens 7. Mai müssen die Kunstwerke bei der Kommunalen Jugendarbeit Rosenheim abgegeben werden.  

Mit dieser Aktion sollen die bildenden Künste gefördert werden, die neben den kulturellen Bereichen wie Musik, Tanz und Theater in der Jugendarbeit sonst eher spärlich vertreten ist.

Für „Junge Kunst 2021“ sind Jugendliche und junge Erwachsene aus Landkreis und Stadt Rosenheim aufgerufen, ihrer gestalterischen Kreativität freien Lauf zu lassen und die Gelegenheit zu nutzen, sich mit Farben, Symbolen sowie mit abstrakten und expressiven Formen darzustellen. Auf inhaltliche Vorgaben verzichten die Organisatoren, um eine möglichst breite Palette an Arbeiten zu ermöglichen. Gleiches gilt für die angewandten Techniken. So sind neben den traditionellen Formen der Malerei, Bildhauerei, Grafik und Drucktechnik auch Objekte, Collagen und Fotos willkommen.

„Junge Kunst“ gibt es heuer zum elften Mal.

Parallel dazu soll zum sechsten Mal die Ausstellung „Kinder von Dali bis Picasso“ präsentiert werden. Hier sind Kinder bis 13 Jahren gefragt, die frei aus dem Bauch heraus ihre Fantasien auf ein Blatt Papier bringen. Dabei gilt – richtig oder falsch gibt es nicht, am Ende zählt nur das Bild.

Voraussichtlich von Mai bis Juli sollen die beiden Ausstellungen an insgesamt drei Orten in Stadt und Landkreis Rosenheim zu sehen sein.

Mit der Präsentation der Exponate soll Kunst als Kommunikationsform erkennbar sein, mit deren Hilfe man sich mit gesellschaftlichen Normen und Problemen, aber natürlich auch mit den schönen Seiten des Lebens auseinandersetzen kann.

Die Ausschreibungen und Anmeldeunterlagen für die Wanderausstellungen „Junge Kunst 2021“ und „Kinder von Dali bis Picasso“ können nach telefonischer Anmeldung ab sofort am Empfang im Landratsamt Rosenheim abgeholt werden, telefonisch unter 08031 392 2392 angefordert oder auf der Webseite des Landratsamtes Rosenheim heruntergeladen werden.

Spätester Termin für die Anmeldung und Abgabe von maximal drei Arbeiten für „Junge Kunst 2021“ oder für die Ausstellung „Kinder von Dali bis Picasso“ ist am 7. Mai bei der Kommunalen Jugendarbeit Rosenheim.

Bitte vorher telefonisch anmelden. Anschließend wird eine Jury die Arbeiten auswählen, die bei der Wanderausstellung dem Publikum präsentiert werden.




Kunst in der Filzen hofft auf den Mai

Sie hätten im April so gerne endlich wieder für ein Kultur-Gefühl gesorgt, die zwei Flamenco-Gitarristen auf Weltniveau – Jan Pascal und Alexander Kilian (unser Foto). Aber ihr Abend bei der Kunst in der Filzen in Pfaffing alias CAFÉ DEL MUNDO musste nun wegen der andauernden Lockdown-Situation verlegt werden. Gleich mal in den Dezember. Doch das Team der Kunst in der Filzen um Barbara Vigyikan gibt unermüdlich zum großen Glück nicht auf und hofft nun auf den Programm-Start im Mai. Und zwar soll’s temperamentvoll losgehen – die Cubaboarischen der zweiten Generation haben sich angesagt …

Foto: Renate Drax

Und so ist das Programm nun geplant – unter Corona-Schutzmaßnahmen:

08.05.             CUBABOARISCH 2.0     Leo Meixner und Band

20 Uhr           verbinden Tradition und Moderne aus verschiedenen Kulturen –

kubanisch temperamentvoll, bayrisch erdig.

Die Cubaboarischen in der 2.Generation!

 

19.06.             COBARIO „Wiener Melange“

20 Uhr            Das junge österreichische Trio mit 2 Gitarren und einer Geige

Begeistert mit seiner Virtuosität und Leidenschaft.

 

???Juli           DIE BÜHNENFLÖHE des Theaters in der Au München

16 Uhr           Die beliebten Schauspieler bringen „Des Kaisers neue Kleider“ auf die

Bühne: ein Märchen nach Christian Andersen für Kinder ab 4 Jahren.

 

25.09.             PHILIPP WEBER    – Kabarett  „Futter – streng verdaulich“

20 Uhr            Eine satirische Magenspiegelung der Gesellschaft: Der hochtalentierte

                        Kabarettist erhebt den Verbraucherschutz zur humoristischen

Kunstform.

 

16.10.             STAR FOURS  „Die Musik schlägt zurück“ Musikkabarett 

20 Uhr            Ein Revival, nach 15 Jahren wieder in Pfaffing:

Andreas Martin Hofmeir (Tuba) und seine 3 Burschen überzeugen mit

hoher Musikalität, sind bayrisch-derb, aber immer intelligent.

 

13.11.             THOMAS SCHUCH (Piano) mit KATARINA SCHMIDT(Cello)

20 Uhr            Die beiden Rosenheimer Künstler sind Preisträger zahlreicher

Wettbewerbe und präsentieren ein großes Klassik-Programm.

 

12.12.             CAFÉ DEL MUNDO      Winterhauch

19 Uhr             Zwei Flamenco-Gitarristen auf Weltniveau :

Jan Pascal und Alexander Kilian –  intensiv, explosiv und magisch,

berühmte Melodien und Eigenkompositionen

Weitere Infos:

www.kunst-in-der-filzen.de  

Infos auch unter der 08076/886040 .




Sieben Wochen OHNE

Keine Süßigkeiten, kein Fleischkonsum, keine Handynutzung – für viele Menschen ist die Fastenzeit ein willkommener Anlass, sich von lästigen Gewohnheiten zu befreien. Der Verzicht auf das Handy in digitalen Zeiten gestaltet sich jedoch schwierig und so wurde die Idee geboren, die Fastenzeit einmal anders als gewohnt zu verbringen: Die evangelischen Schülerinnen und Schüler des Luitpold-Gymnasiums Wasserburg hatten am Aschermittwoch von ihrer Lehrerin Nicole Hausmann eine digitale Schul-Andacht erhalten – gekoppelt mit einem Kunstprojekt zum diesjährigen Fastenmotto …

… der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Die Schülerinnen und Schüler der 6., 7., und 8. Jahrgangsstufen setzten sich kreativ mit dem Motto „Spielraum! – Sieben Wochen ohne Blockaden“ auseinander und gestalteten diverse Kunstobjekte.

Diese sind ab sofort bis zum Ende der Osterferien in der evangelischen Christuskirche in der Surauerstraße 5 in Wasserburg im Rahmen einer Ausstellung zu sehen.

Die Kirche ist täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

 




Die „Boten des Glücks“

Wegen großer Nachfrage hat das Wasserburger Museum den „Schwalbensommer in
Wasserburg” wieder aufgelegt. Ein Büchlein mit viel Interessantem und Wissenswertem über die geflügelten Sommergäste – liebevoll untermalt von Miriam Witthaut und verfasst von Irene Kristen-Deliano. Pünktlich werden die Schwalben von ihrem Winterquartier zurückkehren. Eine Bauernregel besagt: Wenn Maria sich verkündet, Storch und Schwalbe heimwärts findet – Mariä Verkündigung ist am kommenden Donnerstag, 25. März …

Dies und noch viel Wissenswertes erfährt man in dem kleinen Büchlein
rund um die Rauchschwalbe Elise.

Erhältlich ist es zum Preis von fünf Euro in den Wasserburger Buchhandlungen, der Backstube und der Kafferösterei ebenso im Museum und in der Wasserburger Gästinfo.

 




Eihoazn mim „Anheizholz“

Die „Weltmusik“ war zu einem Pressetermin mit dem Trio „Anheizholz“ im neuen Turnsaal des TSV Schnaitsee zu Gast. Die Flötistin Christine Schreier, die Violinistin Stephanie Wagenstaller und der Schnaitseer Gitarrist Thomas Beer ließen sich bei der Präsentation nicht nur ablichten und gaben ihre Werdegänge zum Besten, sondern sie bewiesen bei zwei tschechischen Stücken, wie gut diese drei Instrumente zusammen passen …

Vor „drei“ begeisterten Zuhörern gab das Trio „Anheizholz“ im Turnsaal des TSV Schnaitsee eine kleine Kostprobe ihres Könnens – von links Thomas Beer, Christine Schreier und Stephanie Wagenstaller.

Christine Schreier aus Rosenheim, die am Mozarteum in Salzburg und in der Hochschule für Musik in München Blockflöte studiert hatte, erläuterte das Entstehen der Gruppe: „Das Kinderinstrument Blockflöte und das Lagerfeuer-Instrument Gitarre haben genug davon, immer in Schubladen gesteckt zu werden, in denen sie nicht sein möchten. Sie wollen endlich frei sein und aus sämtlichen Klischees und Genregrenzen ausbrechen. Na gut … ganz alleine haben sie sich es dann doch nicht getraut, so holten sie sich noch das starke Instrument Geige ins Boot.“

Und Thomas Beer, der in Schnaitsee und Umgebung schon mit dem Duo „Alta Baviera“ für Furore gesorgt hatte, ergänzte: „In einem frischen und modernen Konzertformat zeigen die Instrumente, was in ihnen steckt. Eine explosive Mischung von Musik vom Barock bis Ennio Morricone, von Irland bis zum Wilden Westen wird für einen unerwartet abwechslungsreichen und emanzipierten Auftritt der drei wunderschönen Holzinstrumente sorgen.“

Und die dritte Musikerin im Bunde, Stephanie Wagenstaller aus Großkarolinenfeld, die seit ihrem achten Lebensjahr die Violine spielt ergänzte: „Wir wollen uns in keine Schublade stecken lassen. Unsere Musik hat keine feste Zielgruppe. Wir machen, was uns gefällt und einem Zuhörer, der Musik gerne hat, gefällt unsere Musik sicher auch.“

Das Trio kommt richtig ins Schwärmen, wenn es von seiner künstlerischen Arbeit erzählt: „Das ist so vielfältig. Wir spielen da ein Disneymedley, hier ein Westernmedley, Wir spielen gerne irische Musik. Kurzum – wir bezeichnen das als Weltmusik. Wir präsentieren Musik aus aller Welt.“

Und zusammen gibt das Trio noch ein Statement zu seinem musikalischen Feuerwerk: „Wer denkt, klassische Musik sei streng und verstaubt, soll vom Gegenteil überzeugt werden. Durch den ausgewählten Mix aus Barock, Pop, Weltmusik und Filmmusik sowie szenischen und gesanglichen Einlagen wird ein Konzert von uns zum musikalischen Erlebnis.“

„Anheizholz“ produziert nicht nur eine CD mit ihrer Musik, sondern ist auch schon bald live zu hören und zu sehen. Wenn es Corona erlaubt, spielt das Trio am 9. April bei einer Vernissage im Schnaitseer Rathaus, am 9. Mai um 17 Uhr in der Christuskirche in Prien und am 16. Mai um 18.30 Uhr in der Katholischen Pfarrkirche in Schnaitsee.

Unter www.anheizholz.com sind nicht nur alle Termine zu ersehen, sondern auch die Vitas der drei heimischen Künstler.

uk

 

 




Ein Wasserburg-Krimi

Jetzt, wo die heimischen Buchhandlungen endlich wieder geöffnet sind, wollen wir die „Gartenzaun Connection” vorstellen – ein spannender und zugleich mit viel Witz geschriebener Krimi. Der Ort der Handlung: Wasserburg! Die Autorin Doris Zielke (Jahrgang 1964) verbrachte ihre Kinder- und Jugendjahre nämlich in Wasserburg. Sie lebt jetzt mit ihrem Mann und Sohn im Rhein-Main-Gebiet. Die Liebe zur Heimat, sie besteht noch heute. Sie hat sie deshalb erneut kombiniert mit ihren schriftstellerischen Ambitionen: Denn auch dieser zweiter Roman von Doris Zielke – geborene Heinz – hat seinen Schauplatz in der Innstadt …

 

 

2015 gab’s ihr Erstlingswerk „Stromgänger“, ein ­historischer Roman im Verlag „Wasserburger Bücherstube“ erschienen, der sich ebenfalls in Wasserburg abspielte. Unser Foto zeigt die Autorin vor sechs Jahren bei der erfolgreichen Buch-Präsentation in der Wasserburger Backstube.

 

Und darum geht’s in der Gartenzaun Connection:

Karin Müller zieht nach dem Tod ihrer Tante, die sie großgezogen hat, zurück nach Wasserburg. Dort erfährt sie, dass sie zur Alleinerbin bestimmt ist. Doch möchte sie sich dort für immer niederlassen? Neben dem pensionierten Ehepaar Zwiebel scheint sogar der ehemalige, spitzel-ambitionierte Polizist Lohmeier seine Geheimnisse zu verbergen.

Aber ist der dubiose, neue Nachbar, Sebastian Salzinger mit seinem Schäferhund Killer, ein Drogendealer, der vielleicht sogar etwas mit dem in Bayern aufgetauchten, vergifteten Schnupftabak zu tun hat? Davon ist Karin Müller, nachdem sie Zeuge eines Telefonats geworden war, überzeugt.

Als bei der Polizei ihr Schreiben, das sie anonym verschickt hatte, nicht ankommt, begibt sie sich selbst auf Spurensuche und kommt Sebastian Salzinger dabei näher, als ihr lieb ist.

Erschienen im Verlag tredition

(Paperback) 9,99 Euro
978-3-347-09926-5
(Hardcover) 16,99 Euro
978-3-347-09927-2
(e-Book) 3,99 Euro
978-3-347-09928-9

 

 

 

 




Maske auf und Kunst genießen

Maske auf und Kunst genießen: Das Museum Wasserburg darf seine Türen wieder öffnen – mit Terminvergabe! Und die aktuelle Sonderausstellung „Busstop“ des Malers Stefan Scherer geht in die Verlängerung. Nach über vier Monaten Schließung freut sich das Organisationteam rund um das Museum Wasserburg, endlich wieder Besucher begrüßen zu können. Ganz ohne Richtlinien geht es jedoch nicht. So ist ein Besuch nur mit vorheriger Terminvergabe möglich. Diese erfolgt im Museum Wasserburg während der regulären Öffnungszeiten von Dienstag bis Sonntag, 13 bis 16 Uhr, telefonisch unter der 08071/925290.

 Es gilt das Schutz- und Hygienekonzept –  die zulässige Besucherzahl bestimmt sich nach dem vorhandenen Besucherraum, so dass ein Mindestabstand von 1,5 Metern zuverlässig gewahrt werden kann.
Für die Besucher gilt die FFP2-Maskenpflicht.

Das Museums-Team hat die Schließzeit genutzt, um vor allem die Dauerausstellung wieder zum Glänzen zu bringen. Zahlreiche Vitrinen wurden von innen und außen gereinigt und die ausgestellten Objekte wurden gründlich gepflegt. Solche Arbeit kommt während des regulären Öffnungsbetriebs meist viel zu kurz. Außerdem wurde für die bessere Besucherorientierung ein Orientierungsplan erstellt, der als Flyer beim Museumsbesuch ausgegeben wird.

Die Sonderausstellung „Busstop“ wird verlängert. Großformatige Gemälde, Fotomontagen, Grafiken und Zeichnungen des Malers Stefan Scherer führen durch die Stadt Wasserburg als Lebensmittelpunkt, Heimatort und Haltestelle. Der Busstop als Gleichnis und Standort seines Lebensmittelpunktes Wasserburg ist für den Maler bis heute die bestimmende Perspektive.

Die Öffnung des Museums ist abhängig vom Inzidenzwert im Landkreis Rosenheim. Sobald dieser über einen Zeitraum von drei Tagen über 100 steigt, fasst die sogenannte Notbremse und das Museum wird am übernächsten Werktag wieder schließen müssen (wir berichteten).




Draußen vor der Tür …

Na na! Des schaut jetzt nur nach Herbst aus auf dem Foto – des hoaßt jetzt ned, dass erst da so weit sei soi: Nach einer erfolgreichen Öffnung des Handels soll neben dem Sport (wir berichteten) auch wieder die Kultur möglich sein! Also ganz bald. Ministerpräsident Markus Söder jedenfalls bekräftigte gestern das zuversichtliche Ziel, die Kultur zu stärken – und dabei nicht nur die Hochkultur zu fördern, sondern auch die freie Szene und jungen Künstler. Ihm persönlich schwebe ein Konzept vor, mit einer modernen Open-Air-Kultur in ganz Bayern …




Lesung aus verbrannten Büchern

Hilmar Henjes und Nik Mayr (Foto), Ensemblemitglieder aus dem Theater Wasserburg, lesen am Donnerstag, 18. Februar, um 20 Uhr, Briefe, Essays, Lyrik und Prosa von Autoren, deren Werk verbrannt beziehungsweise verboten wurde, sowie politische Positionspapiere und weiteres Material zum Thema. Damit wird die Reihe „Verbranntes“, die in Zusammenarbeit mit der VHS Wasserburg im Herbst begonnen hatte, fortgesetzt.

Dieser zweite Teil wird digital angeboten. Weitere Informationen zu diesem kostenfreien Angebot und Anmeldung über die Volkshochschule Wasserburg, www.vhs-wasserburg.de, Telefon 08071 / 48 73. Wer angemeldet ist, erhält einen Zugangslink.

Als Orte der Demokratie und Bildung möchten die VHS Wasserburg und das Theater Wasserburg mit dieser gemeinsamen Aktion die wirkende Kraft der Bildung im Immunsystem der Demokratie stärken. Zugrunde liegt die Bücherverbrennung in Deutschland am 10. Mai 1933, eine von der Deutschen Studentenschaft geplante und inszenierte Aktion, bei der Studenten, Professoren und Mitglieder nationalsozialistischer Parteiorgane die Werke von ihnen verfemter Autoren ins Feuer warfen. Auch in Wasserburg brannten im Mai 1933 Bücher – direkt vor dem historischen Rathaus.

Diese Lesung ist Teil des regionalen Literaturfestivals LESEGLÜCK.

Bild aus dem Archiv: Auch in Wasserburg brannten Bücher. / Stadtarchiv Wasserburg, Digitaler Bildbestand, Archiveigene Bilder, Album 001

Foto: Christian Flamm




Für alle Singles da draußen …

Die Regisseurin Christine F. Steinhart ist eine gebürtige Wasserburgerin und Florian Kappner, einer der Schauspieler, wohnt in Wasserburg: Die Solistinnen – so heißt ein Theaterstück mit Wasserburger Beteiligung, das es als Online-Premiere am kommenden Valentins-Sonntag, 14. Februar, via YouTube geben wird. Kostenlos und um 17 Uhr und mit einer berührenden, kollegialen Geste für die lokalen Theater …

Foto:

Ein Online-Einakter von und mit Daniela Huber,
Frannie Steinhart, Barbara te Uhle und Florian Kappner.

„Die Solistinnen – das Valentinstags-Special 2021“ beschäftigt sich mit dem Single-Dasein in Zeiten von Corona und was der Valentinstag für Menschen ohne Partner bedeutet.
Rasant, lustig und mit neuen Ideen: Bedeutet Single zu sein auch automatisch, einsam zu sein? Das Ensemble Blau wagt ein digitales Theaterformat: Via Zoom aufgezeichnet und jetzt als Online-Premiere auf YouTube. Kostenlos für alle Interessierten

Mit Florian Kappner ist auch ein Wasserburger Schauspieler in der Rolle des Carlos beteiligt. Das Ensemble Blau, ein Zusammenschluss von professionellen Schauspieler*Innen aus Wasserburg, Burghausen und München will sich nicht damit abfinden, dass Theater in Zeiten von Corona nicht möglich sein soll und präsentiert sein neuestes Stück deshalb als Online-Premiere …

Zum Inhalt:

Die zwei Radio-Moderatorinnen Cecilia und Carmen haben die ganze Pandemiezeit durchgesendet, wegen Corona natürlich nicht im Studio, sondern per Online-Aufzeichnung von ihren Wohnzimmern aus. Ihre Sendung „Being Single – das Lifestylemagazin“ soll schließlich eine Hilfe sein für alle Singles da draußen.

Allerdings hat der Radiosender eine etwas andere Vorstellung von der Show als die Moderatorinnen: Während Cecilia und Carmen Singles darin bestärken wollen, so
zu leben, wie sie es für richtig halten, will der Sender möglichst viele neue Kund*Innen für den Werbepartner, die Online-Partnersuche „Find your love“, finden.

Klar, dass es da regelmäßig Reibereien gibt. Und dann ist heute auch noch Valentinstag, an dem Singles vor Augen geführt wird, was sie alles falsch gemacht haben.

Cordula, eine ehemalige Kollegin der beiden Moderatorinnen, soll als Gast im virtuellen Studio für frischen Wind sorgen und dann wählt sich versehentlich noch ein weiterer, eher ungebetener Teilnehmer in die Aufzeichnung ein …

Christine F. Steinhart ist die Regisseurin des Stücks und Inhaberin von SteinStimmeBlau, unter dessen Dach das Ensemble Blau entstand. Sie sagt über die Bezüge zu Wasserburg und zur Entstehung des Stücks:

„Als gebürtige Wasserburgerin freue ich mich natürlich besonders, mit Florian Kappner noch jemanden aus meiner schönen Heimatstadt im Team zu haben. Dadurch, dass sowohl die Proben, als auch die Aufzeichnung des Stücks online stattfanden, spielt die räumliche Distanz zwischen den Aufenthaltsorten der Schauspieler*Innen – also Wasserburg, München,
Burghausen und Stuttgart, -keine Rolle.

Natürlich ist es anfangs ungewohnt, schauspielerisch miteinander etwas zu entwickeln, wenn man nicht im selben Raum ist und die Technik muss man ja auch noch im Griff haben. Aber besondere Zeiten erfordern eben besondere Mittel und das Team hat
tolle Wege gefunden, damit umzugehen.“

Das Stück wird am Sonntag um 17 Uhr als Premiere auf YouTube vorgestellt und ist für alle Zuschauer kostenlos. Während und direkt nach der Premiere besteht die Möglichkeit, sich mit dem Ensemble im Live-Chat zu unterhalten.

Unter folgendem Link kann man sich jetzt schon eine
Erinnerung für die Premiere einrichten und am Premierentag live dabei sein:

Auch nach der Premiere kann man das Stück unter diesem Link weiterhin anschauen.

Eine berührende Geste

Eines ist der Regisseurin und den Darsteller*Innen noch wichtig: „Wir persönlich kommen bisher finanziell gut durch die Pandemie, aber vielen Theatern und Künstler*Innen steht das Wasser bis zum Hals. Wir bieten unser Stück kostenlos an, möchten Sie aber im Gegenzug bitten, Ihrem lokalen Theater oder einem Kunstverein eine Spende zukommen zu lassen, damit wir auch nach der Pandemie noch ein vielfältiges Kulturleben haben. Vielen Dank!“

Die Solistinnen – das Valentinstags-Special 2021. Ein Online-Einakter von und mit Daniela Huber, Frannie Steinhart, Barbara te Uhle und Florian Kappner.

Über SteinStimmeBlau und das Ensemble Blau:

Christine F. Steinhart ist Inhaberin und Gründerin von SteinStimmeBlau. Sie ist autorisierte Stimm- und Sprechtrainerin, Voice Coach, Sprecherin, Schauspiellehrerin, Regisseurin und Autorin mit langjähriger Erfahrung auf internationaler Ebene.

Gemeinsam mit ihrem Team und ihren Partnern bietet sie mit SteinStimmeBlau ein vielschichtiges und professionelles Kursangebot.
Das Ensemble Blau entstand unter dem Dach von SteinStimmeBlau als professionelles Schauspiel-Ensemble. Es bietet Programme mit Wort, Musik und Performance an, die unterhalten und anregen.
Das Ensemble Blau besteht aus Profis, die das Theater in all seinen Facetten lieben und überall verorten möchten. Es gibt Programme mit Musik, Lesungen, ein Tänzchen und vor allem Theater. Das Ensemble beschäftigt sich mit Themen, die alle angehen und sie stellen diese ins Scheinwerferlicht.




Eine 18.000-Euro-Preisauslobung

Mit einer Preisauslobung (Preisgeld: 18.000 Euro) soll die Entstehung einer geschichtswissenschaftlichen Studie über die Zeit des Nationalsozialismus in der Stadt Wasserburg unterstützt und realisiert werden. Ansprechpartner für nähere Infos und die Bewerbung zu dieser Preisauslobung ist Wasserburgs Stadtarchivar Matthias Haupt …

Nach dem Machtantritt 1933 etablierte sich die nationalsozialistische Diktatur auch in der Stadt Wasserburg schnell. Bis zum Juli verloren Mandatsträger der Parteien SPD und BVP ihre Ämter im Wasserburger Stadtrat. Gegner des Regimes wurden verfolgt. Denunziationen führten zwischen 1933 und 1945 zu Verhaftungen. Staatlicher und parteilicher Zwang wurde ausgeübt. Unrecht hatte im Nationalsozialismus viele Gesichter. Der Willkürstaat durchdrang alle Lebensbereiche.

Foto: Das Mahnmal am Wasserburger Heisererplatz

„Als ich über die Brücke laufend meine Hand nicht zum Hitlergruß erhob, bekam ich eine Schelle vom Schülerheimdirektor, der ein überzeugter Nationalsozialist war …”

Diese Aussage eines Wasserburger Schülers der damaligen „Luitpold-Oberrealschule“ Wasserburg zu den Geschehnissen auf einem seiner Schulwege von der Altstadt zum Gymnasium um das Jahr 1940, ist vielleicht ein Stück weit sinnbildlich für viele offene Fragen zum Alltag der Menschen in Wasserburg während des Nationalsozialismus.

Der Vorgang steht stellvertretend für den Verlust des Grundrechts auf persönliche Freiheit. Verbote, Kontrollen und nationalsozialistische Lenkung wurden Bestandteil des Alltags.

Sie wurden oft als selbstverständlich hingenommen und unter Umständen auch nach der Befreiung vom Nationalsozialismus nicht als Unrecht empfunden. Im Vergleich zu anderen Verbrechen des Nationalsozialismus wirkt die Züchtigung des Schülers oder ähnliche Vorgänge, die in einer Kleinstadt zum Alltag im Nationalsozialismus gehörten, vielleicht unscheinbar. Und doch sind sie Teil der Wellen an Gewalt, die sich zwischen 1933 und 1945 ereigneten.

Im Mittelpunkt der Studie, die einen umfassenden Ein- und Überblick über die gesamte Zeit des Nationalsozialismus in Wasserburg geben soll, stehen auch Fragen zur NS-Ausgrenzungsgesellschaft vor Ort.

Es wird angestrebt, folgende Themenkomplexe zu bearbeiten – Beispiel

Einführung in das Thema Zeit der „Machtergreifung“

  • Wie stieg die NS-Bewegung vor Ort auf und wie fasste sie gerade in den Anfangsjahren Fuß? –
  • Wie wurden die Wasserburger zum „Mitmachen” bewegt und welche Menschen wurden dabei ausgegrenzt? –
  • Wie wirkte sich das System der „Schutzhaft” in Wasserburg aus?
    • Unmittelbare Auswirkungen der Ernennung Adolf Hitlers am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler.
    • regionale/lokale Ergebnisse der Reichstagswahlen März 1933.
    • Die Gleichschaltungsbestrebungen der Nationalsozialisten in der Wasserburger Stadtverwaltung sowie auf Kreisebene des Altlandkreises Wasserburg.
    • Anpassungsdruck auf bürgerliche Kräfte.
    • Ausgrenzung/Zerschlagung der übrigen Parteienlandschaft.
    • Erste politische Opfer: System der „Schutzhaft“.
    • Entwicklung der Zustimmung der Wasserburger zum Nationalsozialismus.

Das Manuskript der Abhandlung wird dem Stadtarchiv zum Druck, zur Veröffentlichung bzw. ggf. auch zur Online-Publikation kostenlos und zeitlich unbefristet unter einer Creative Commons Lizenzierung überlassen. Es wird zudem angestrebt, Teilbearbeitungen neben der Gesamtdarstellung auch im Historischen Lexikon Wasserburg zu publizieren und entsprechend aufzubereiten.

Auf der Grundlage der schriftlichen Ausarbeitung wird im Zusammenhang der Veröffentlichung, welche über die Schriftenreihe des Stadtarchivs realisiert wird, mindestens ein Vortragsabend gestaltet.
Hierbei werden die Ergebnisse ansprechend und auch für Laien gut verständlich präsentiert.
Zwischenberichte zum Arbeitsstand werden (je nach Bearbeitungsdauer) einmal jährlich nach Vergabe dieser Preisauslobung erwartet.
Zeitliche Perspektive/Bewerbung und Arbeitsskizze/Preisgeld Für die Bearbeitung wird nach individueller Absprache eine Bearbeitungszeit von zwei bis max. vier Jahren eingeräumt. Die Arbeit kann/darf im Kontext wissenschaftlicher Ausbildung stehen. Die Preisauslobung für vorgenannte Aufgabenstellung richtet sich gleichwohl an freiberuflich tätige Historiker*innen (o.ä.). Eine Bewerbung als Arbeitsgemeinschaft ist möglich.

Über Details zur Quellenüberlieferung vor Ort informiert das Stadtarchiv Wasserburg a. Inn gerne, ebenso wird jedoch die eigenständige Quellenrecherche hier und in weiteren Einrichtungen und Archiven erwartet.
Um die Preisauslobung bewerben können Sie sich mit einem Motivationsschreiben, Ihrem (v.a. wissenschaftlichen) Lebenslauf, einer Leseprobe (ggf. auch Nachweisen bisheriger Veröffentlichungen in Auswahl sowie Referenzen der Vortragstätigkeit) und einer Arbeitsskizze bis 12.3.2021 beim
Stadtarchiv Wasserburg a. Inn Kellerstr. 10 83512 Wasserburg a. Inn. E-Mail: bewerbung.stadtarchiv@wasserburg.de

Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung ausschließlich elektronisch (per E-Mail) und als zusammenhängendes PDF ein. Im Betreff der Mail nennen Sie bitte die Zeichenfolge: „Bewerbung-NS-WS-21-25“.
 
 
Kontakt/Fragen: Ihr Ansprechpartner zu dieser Preisauslobung ist Stadtarchivar Matthias Haupt.

Stadt Wasserburg  – Stadtarchiv Kellerstr. 10 – 83512 Wasserburg a. Inn

Telefon: +49 8071 920369 Telefax: +49 8071 920371

E-Mail: matthias.haupt@wasserburg.de




Wasserburgs eigener Pfennig

Die erste Erwähnung Wasserburgs im Zusammenhang mit einer Münzprägung stammt vom 6. Juni 1391, also aus dem Jahr vor der Landesteilung. Die drei noch gemeinsam regierenden Herzöge Stephan III. (1375-1413), Friedrich (1375-1393) und Johann II. (1375-1397) legten fest, in ihrem (noch ungeteilten) Land solle nur in München geprägt werden. Es wurde ein Aufsichtsgremium über die Münzstätte eingesetzt, in dem neben sieben Männern aus dem Rat und der Umgebung der Herzöge und drei Vertretern Münchens auch die Städte Ingolstadt, Landshut und Wasserburg mit jeweils einem ihrer Bürger einen Sitz hatten. Die erste Münzstätte Wasserburgs gab es wohl erst nach der Landesteilung 1392. Das Foto zeigt …

… den Wasserburger Pfennig einseitig der Münzstätte Wasserburg (1392/94 – 1406):

Stephan III., Wasserburger Pfennig (1392/94-1406) – Buchstabe S zwischen Körper und Schweif des Löwen …

(Sammlung Wasserburg aus fünf Jahrhunderten, Münzsammlung, entsprechend Kat.-Nr. BI-8.5, Emmerig, Bayerns Münzgeschichte)

Seit der am 19. November 1392 beurkundeten Landesteilung gab es vier bayerische Herzogtümer: Bayern-München (Johann II.), Bayern-Ingolstadt (Stephan III.), Bayern-Landshut (Friedrich) und (schon länger) Bayern-Straubing-Holland. Am 31. Oktober 1395 schlossen die Herzöge dieser Herzogtümer mit dem Regensburger Bischof und mit der Stadt Regensburg einen umfangreichen Münzvertrag. Die Stadt Wasserburg, vorher zu Oberbayern gehörend, kam bei der Landesteilung 1392 an Bayern-Ingolstadt. Diese Linie starb im Jahr 1447 aus, das Land fiel infolgedessen an Bayern-Landshut. Nun wurde Wasserburg Sitz eines Rentmeisteramtes, also einer mittleren Einrichtung der Finanzverwaltung. Jedes dieser Herzogtümer von 1392 prägte seine eigenen Münzen in eigenen Münzstätten

Archivalie des Monats Februar 2021:

Die älteste Erwähnung Wasserburger Währung im Stadtarchiv Wasserburg.
1394 Januar 22: Albrecht der Has, Bürger zu Wasserburg, verkauft eine Hube zu Pachman um 51 Pfund Wasserburger Pfennige. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a34.

Geschichte der Wasserburger Münzstätte

Die erste Erwähnung Wasserburgs im Zusammenhang mit der Münzprägung stammt vom 6. Juni 1391, also aus dem Jahr vor der Landesteilung. Die drei noch gemeinsam regierenden Herzöge Stephan III. (1375-1413), Friedrich (1375-1393) und Johann II. (1375-1397) legten fest, in ihrem (noch ungeteilten) Land solle nur in München geprägt werden.

Es wurde ein Aufsichtsgremium über die Münzstätte eingesetzt, in dem neben sieben Männern aus dem Rat und der Umgebung der Herzöge und drei Vertretern Münchens auch die Städte Ingolstadt, Landshut und Wasserburg mit jeweils einem ihrer Bürger einen Sitz hatten. Wasserburg wurde hier von Marquard Aysinger vertreten. Nach dem Wortlaut der Urkunde ist die Existenz einer Münzstätte in Wasserburg zu dieser Zeit auszuschließen.

Das bestätigt wohl auch die Urkunde der Herzöge vom 27. September 1391, die an Pfennigen nur die Münchner im Geldumlauf zuließ.

Noch vor der Landesteilung, am 21. Mai 1392, hatten die Testamentsvollstrecker Johanns von Prunnheim Regelungen über einen für das Spital in Amberg (kreisfreie Stadt, Oberpfalz) gekauften Jahreszins beurkundet. Unter den drei Testamentsvollstreckern findet sich nicht nur der Amberger Münzmeister Heinrich Kegler, sondern auch Meister Niklas von Wasserburg, damals Stadtprediger zu Amberg. Der Name Niklas wird uns beim Münzpersonal in Wasserburg permanent begleiten, ein Münzmeister taucht auch auf, trotzdem wird dieser Niklas nichts mit der Wasserburger Münzstätte zu tun haben.

Der vielleicht erste Beleg für die Wasserburger Münzstätte besteht in zwei Urkunden, die nicht im Original überliefert sind.

In ihnen habe Herzog Stephan die münss zue Wasserburg Niclasen Smelczer und Herman Munsmaistter bevolhen und verlassen.

Die Quellen sind zwei Ingolstädter Archivinventare. Somit handelt es sich um Herzog Stephan III. von Bayern-Ingolstadt (1392-1413, Herzog seit 1375), zu datieren sind die beiden Urkunden wohl nach der Landesteilung vom 19. November 1392.

Die Münzstätte wurde zwei Männern übergeben, die als Smelczer (Schmelzer) und Münzmeister bezeichnet werden.

Es wird sich wohl um ihre Berufsbezeichnungen handeln. Niklas wäre dann für die Schmiede, in der das Metall verarbeitet wurde, verantwortlich gewesen, während Hermann für die münzspezifischen Aufgaben zuständig gewesen wäre, also z. B. Fragen der richtigen Legierung und Stückelung der Münzen.[4] Aber schon hier können wir nicht sicher sein, ob Smelczer und Münzmeister Berufsbezeichnungen oder (aus Berufsbezeichnungen entstandene) Nachnamen sind.

Im zweiteren Fall könnte man vermuten, dass Niklas vorher im Bergbau tätig gewesen sein könnte, während Hermann wirklich aus der Münzbranche gekommen wäre. Die Datierung der Urkunden kann wohl noch auf spätestens 1408 eingegrenzt werden, da aus diesem Jahr eine Quittung für Niklas Smelczer vorliegt, auf die wir gleich zurückkommen. Die Frage, ob der Begriff Münzmeister eine aktuelle Berufstätigkeit in dieser Branche belegt, oder ein auf die frühere berufliche Tätigkeit verweisender Nachname ist, wird sich im 15. Jahrhundert noch viel drängender stellen.

Die beiden nicht erhaltenen Anstellungsurkunden für die beiden Männer in der Münzstätte dürften wohl bald nach der Landesteilung oder allenfalls im Jahr 1393 ausgestellt worden sein. Denn bereits aus dem Januar 1394 liegt eine erste Urkunde vor, welche eine Zahlung mit Wasserburger Pfennigen vorsah.

Ab dem 22. Januar 1394 gibt es nun eine beträchtliche Reihe von solchen Nachweisen, wenn auch derzeit nicht im Volltext publiziert und vielfach nur mit sehr vagen Angaben in einem kleinen Aufsatz von Bürgermeister Christoph Schnepf von 1887 erwähnt.[5] Auch sie sind im Anhang (des weiterführenden Artikels im Historischen Lexikon Wasserburg) aufgelistet.

Es kommen hier wohl im Wesentlichen zwei Formulierungen vor: Wasserburger Pfennige; Wasserburger Währung.

Beide Formulierungen dürften wohl Belege für Prägungen der Wasserburger Münzstätte sein; die vagere Formulierung, bei der man Zweifel haben könnte, wären etwa Pfennige, die in Wasserburg gang und gäbe sind.[6] Eine letzte Erwähnung von Wasserburger Münze findet sich nach Schnepf in einer Urkunde aus dem Jahr 1456.[7]

Im Jahr 1395 setzt eine weitere wichtige Reihe von Quellenbelegen ein. In den Münchner Kammerrechnungen werden immer wieder Bezahlungen bzw. Spesenersatz für Personen abgerechnet, die wegen der Münze in Wasserburg waren, oder sonstige Ausgaben in diesem Zusammenhang verbucht.

Zahlungen erfolgten: am 28. Oktober 1395 an Ludwig Potschner und Vinger, die wegen der Münze in Wasserburg waren; am 12. März 1396 für den Kauf von 7 Schilling 2 Pfennig Wasserburger Pfennigen (also 212 Pfennig) für eine Metallanalyse; am 11. November 1396 an Krell, der wegen der Münze in Wasserburg und Hall war; am 25. Dezember 1396 an einen Boten, der wegen des Wechsels in Wasserburg war; kurz vor dem 25. Juli 1400 an einen Boten, der wegen der Münze in Wasserburg war; am 24. Juni 1406 (oder wenig später) an einen Boten, der wegen der Münze in Wasserburg war; am 25. Juli 1406 für den Kauf von (wohl 150) Wasserburger Pfennigen für eine Metallanalyse.

Der Kauf von Pfennigen weist wohl auf einen vorherigen Einschnitt in der Münzprägung hin. In beiden Fällen, 1396 und 1406, gab es vorher einen neuen Münzvertrag (1395 Oktober 31; 1406 Juli 19).

Wir haben also ziemlich eindeutige und dichte Belege, dass einerseits seit dem Januar 1394 in Wasserburg geprägt wurde und andererseits auch ganz konkret nach Abschluss der beiden Münzverträge von 1395 und 1406 geprägt wurde – die Stadt München beschaffte sich dann solche neuen Pfennige, um zu kontrollieren, ob die Vorgaben des Münzvertrags eingehalten wurden.

Wäre das nicht der Fall gewesen, so hätte sie ihre Bürger vor den neuen Pfennigen gewarnt.

In den städtischen Sammlungen – der Sammlung Wasserburg aus fünf Jahrhunderten (siehe Münz-Foto ganz oben) und im Museum Wasserburg – sind einige Wasserburger Pfennige verwahrt:

Wasserburger Pfennig der Münzstätte Wasserburg (1406-1413):
Stephan III. und Ludwig VII., Wasserburger Pfennig (1406-1413), unter den Buchstaben sl eine Rosette …

Museum Wasserburg a. Inn, Münzschublade, M13, Nr. 8, entsprechend Kat.-Nr. BI-10.4, Emmerig, Bayerns Münzgeschichte. 

Der Münzvertrag vom 31. Oktober 1395 enthält aber u. a. die folgende Regelung: Jeder Fürst solle nur in einer Münzstätte prägen: Stephan III. und Ludwig VII. (1413-1443, † 1447) in Ingolstadt; Johann II. und Ernst (1397-1438) in München; Heinrich XVI. (1393-1450), falls er prägen werde, in Landshut. Somit wäre die Münzprägung in Wasserburg nach diesem Vertrag ab November 1395 einzustellen gewesen, was ziemlich sicher nicht geschehen ist.

Am 10. Juni 1408 quittierte Herzog Stephan III. seinem Münzmeister Niclas Smelczer die vollständige Abrechnung und Bezahlung des Schlagschatzes bis zum vergangenen 24. April 1408. Dabei handelt es sich um den Gewinn, den der Herzog aus der Münzprägung erhält. Er liegt normalerweise in einer Größenordnung von 2 bis 3 % vom verarbeiteten Silber. Die Urkunde nennt leider keinen Betrag. Wenn die Vermutung richtig ist, dass die verschollene Anstellungsurkunde für Niklas Smelczer gegen Ende 1392 oder im Jahr 1393 ausgestellt wurde, dann hätte er seine Stelle inzwischen etwa 15 Jahre lang innegehabt. Umso mehr überrascht es, dass er offenbar in den Wasserburger Urkunden ansonsten nicht auftaucht.

Eine weitere Urkunde betrifft ebenfalls die Finanzen im Umkreis der Münzstätte. Am 28. Februar 1413 bekannte Herzog Stephan III., der Margreten, Otten unsers Sröters säligen hawsfrawn, burgerynn zu Munchen 370 Gulden zu schulden, die er ihr derzeit nicht zurückzahlen könne. Er verschrieb ihr deshalb einen Teil des Schlagschatzes der Wasserburger Münzstätte: Von jeder Mark Silber, die verarbeitet würde, sollte sie 3 Pfennig erhalten.

Im Jahr 1413 lag der Kurs des Guldens etwa bei 174 Pfennig. Sie hätte also Anspruch auf 64.380 Pfennig gehabt; zu einer vollständigen Rückzahlung wäre also die Verarbeitung von 21.460 Mark Silber notwendig gewesen. Für das Markgewicht wird man wohl das in Ingolstadt und München übliche zu etwa 224,5 g ansetzen dürfen.[Dann wäre dafür also die Verarbeitung von 4.818 kg Silber erforderlich gewesen.

Fassen wir die Lage bis 1413 zusammen: Vieles spricht für einen Prägebeginn im Jahr 1393. Die Währungsnennungen und die regelmäßigen Kontaktaufnahmen aus München machen eine Prägung auch in den nächsten Jahren wahrscheinlich. Am konkretesten sind die Belege von 1396 und 1406, als neue Pfennige in Wasserburg für die Probierung erworben wurden. Die Schlagschatzabrechnung bis 24. April 1408 und die Verpfändung eines Schlagschatzteils in beachtlicher Höhe ab 28. Februar 1413 legen nahe, von einer mehr oder weniger kontinuierlichen Prägung von 1393 bis zum Tod Stephans III. am 25. September 1413 auszugehen.

Mehr zur Münzstätte und zur Münzprägung in Wasserburg erfahren Sie in einem Artikel im Historischen Lexikon Wasserburg, welchen der Numismatiker und Univ.-Prof. an der Universität Wien, Dr. Hubert Emmerig, verfasst hat.




Erzählung für Hoffende

Live und online: Auf eine Lesung mit dem Pfarrer und Buchautor Dr. Felix Leibrock (Foto) können sich die Kulturfreunde am kommenden Donnerstag, 11. Februar, um 19 Uhr freuen – im Rahmen des regionalen „Literaturfestivals Leseglück“ (wir berichteten).


Felix Leibrock wäre als junger Mann beinahe erblindet. Nur durch zwei schwierige Operationen konnte sein Augenlicht gerettet werden. Deshalb sagt er: „Die Geschichte von Selma ist eine Erzählung für Hoffende.“

Zum Inhalt der Lesung:

Die 18-jährige Selma hat gerade ihr Abitur gemacht und träumt von ihrer Zukunft. Doch ein Autounfall zerstört alle Pläne: Sie erblindet. Anfangs lehnt sie jede Hilfe ab. Erst die Begegnungen mit betagten Menschen helfen ihr, ihre drei wichtigsten Fragen zu beantworten: Warum ist die Welt so ungerecht? Woher bekomme ich nach einem sehr schweren Schlag wieder Mut zum Leben? Gibt es das Unsichtbare hinter den sichtbaren Dingen?

Der Autor Felix Leibrock ist Jahrgang 1960, hat Germanistik, Geschichte und Evangelische Theologie studiert. Er leitet das Evangelische Bildungswerk in München, ist Seelsorger bei der Bayerischen Bereitschaftspolizei und spricht das Format Nachgedacht bei Antenne Bayern. Ehrenamtlich engagiert er sich in der Obdachlosenhilfe.
Leibrock wurde als Krimiautor durch seine Bücher „Schatten Rot“, „Eises Grün“ und „Todes Blau“ bekannt und veranstaltet regelmäßig unterhaltsame Literaturabende.
Er lebt in München und Weimar.

Die Veranstaltung findet virtuell statt.

Bitte sich bis zum Mittwoch, 14 Uhr, anmelden.

https://ebw-rosenheim.de/kalender/21342

Die Lesung ist kostenfrei im Netz – Spenden für die Erwachsenenbidung willkommen!

Foto: Felix Leibrock
 




Mit dem Trio „Zahg”

Live und online: Der Mathelehrer und der Tod – so lautet der Titel einer musikalischen Lesung der besonderen Art am kommenden Sonntag, 7. Februar, um 17 Uhr im Rahmen des regionalen „Literaturfestivals Leseglück“ (wir berichteten). Es handelt sich diesmal um das Projekt „Crime Cinema“ – eine Lesung für sehende und sehbehinderte ZuhörerInnen mit Live-Musik im Dunkeln zu einem packenden Erlebnis. Das Trio „Zahg” alias Pianist Tobias Reinsch, Bassist Stefan Berger und Schlagzeuger Matthias Fischer spielt, Andreas Schmitz liest …

Das Trio steht seit 2008 für mitreißende Musik, die sich über Genregrenzen hinwegsetzt. Dabei schaffen die Musiker elegante Verbindungen zwischen Klassik, Jazz, Pop und Weltmusik. 

Zum Literatur-Werk:

Marc Hofmann, geboren 1972, ist eigentlich Lehrer. Doch da er allergisch gegen Routine ist, ist er zudem Familienvater und Musiker, seit 2014 Kabarettist und jetzt auch noch Schriftsteller. „Der Mathelehrer und der Tod“ ist der erste Teil seiner humorvollen Krimireihe um Gymnasiallehrer Gregor Horvath, der zusammen mit seinen Schülern nach bewährter Hercule-Poirot-Manier den plötzlichen Tod eines strengen Kollegen aufklären will …

Kursnummer 21354 – Infos

Datum

Termin: Sonntag, 7. Februar, um 17 Uhr

Ort

Internet, virtueller Veranstaltungsraum über Software “easymeet24/Zoom”

Kosten

  •  zehn Euro

Anmeldung

bis spätestens morgen – Freitag, 5. Februar – um 14 Uhr beim Evangelischen
Bildungswerk Rosenheim-Ebersberg 
https://ebw-rosenheim.de/kalender/21354



Erneute Verschiebung um EIN JAHR!

Es war keine leichte Entscheidung: „Wir bedauern das sehr und hoffen gleichzeitig auf Ihr Verständnis – bitte bleiben Sie gesund!” Aufgrund der Corona-Pandemie muss das für den 20. März 2021 in Wasserburg geplante Jubiläumskonzert der Edlinger Reihe „Klassik im Krippnerhaus“ von und mit Hauptinitiatorin Yume Hanusch aus Edling leider erneut verschoben werden. Um ein ganzes Jahr! Der neue Ersatztermin ist nun nämlich erst im nächsten Jahr – am Samstag, 26. März 2022, im Rathaussaal in Wasserburg.

Alle bereits gekauften Karten behalten weiterhin ihre Gültigkeit oder können an der jeweiligen Vorverkaufsstelle zurückgegeben werden.

Über die weitere Entwicklung der anderen, für dieses Jahr noch geplanten Konzertveranstaltungen wird rechtzeitig bei uns in der Wasserburger Stimme und unter www.klassik-im-krippnerhaus.de informiert.

 

 




ARD-Serien-Hit mit Wasserburgerin

Am kommenden Mittwoch, 3. Februar, startet in der ARD um 18.50 Uhr die zweite Staffel „Watzmann ermittelt“. Wieder Hochspannung rund um den Watzmann also: Im Berchtesgadener Land wird gefahndet. Neue Fälle erfordern neue Strategien für die beiden Kommissare Benedikt Beissl und Jerry Paulsen. „Ein schöner Jahresauftakt und ich bin dabei”, das sagt Marie Theres Relin, die beliebte Schauspielerin aus Wasserburg (Foto), die in der Folge „Jambo” die Freundin des Toten, die Hoteliersfrau Gabriele Schellenberger, spielt. Zur Serie und zu den hoffnungsfrohen Plänen der so engagierten Wasserburgerin Marie Theres Relin …

Kommissar Beissl alias Andreas Giebel (Foto oben mit Marie Theres) sagt zu den aktuellen Dreharbeiten unter Corona-Bedingungen:

 Mit Maske zu proben, das bedeutet natürlich
eine gewisse Herausforderung. Umso interessanter,
wenn man dann spielt – logischerweise ohne Maske.
Die Mimik des Gegenübers ist dann sozusagen immer
eine Überraschung. Das Mit-Abstand-Arbeiten
fällt mir nicht schwer. Ich weiß ja, wie die Kameras
arbeiten. Also ist das Drehen mit Corona für uns
Schauspieler durchaus unterhaltsam gewesen.

Am Ende ging es 84 Drehtage gut – auch, weil wir sehr streng mit unseren Schutzmaßnahmen waren. Es wurde alles getan, um auch unter diesen erschwerten Bedingungen das Erfolgsrezept der Serie fortzuschreiben …

Und Marie Theres Relin schaut mit diesen Worten voller Zuversicht nach vorne – weit nach vorne:

Wir brauchen Kino!
Im April sind wieder Lesungen in der Region18 geplant – also auch in Wasserburg. Das flexible Baukastenfilmfest holt die Stars aufs Land, allen voran Robert & Angelika Atzorn. Dazu kommen Monika Baumgartner und noch einmal Hubertus Meyer-Burckhardt.

Und das Kino Frauen aller Kulturen soll auch wieder reanimiert werden.

Wir brauchen Theater!
Mitte Juni / Juli wird es „Ungeheuer heiss“: Ich spiele bei diesem Boulevard-Hit erst im Theater im Rathaus in Essen, verschnaufen im August, um dann September / Oktober in der Komödie im Bayerischen Hof in München. Und im November holen wir die verschobenen Termine mit dem Münchner Tournee Theater nach.

Wir brauchen Pläne!
Eine „Schell Retro“ ist mit dem Düsseldorfer Filmmuseum für Juni in Planung. Für die Matineen bin ich vormittags im Kino in Düsseldorf und stehe abends in Essen auf der Bühne. Perfekt.
Im Dezember gibt es eine weihnachtliche Frauenpower mit Flautando Köln in Kaiserslautern.

Sollte aus all diesen kreativen Plänen aufgrund von XXXXXX nichts werden, suche ich einen systemrelevanten Job – bitte mit Festanstellung.

Kraft, Liebe, Ideenreichtum, Ausdauer und Gesundheit an alle für 2021 –

und trotzdem: I have a dream!

Eure Marie Theres Relin

Und hier zum Inhalt der neuen Watzmann-Folge – Jambo – am Mittwoch in der ARD:

Mit dem Internet ist das so eine Sache … das antwortet Kommissar Beissl ausweichend auf die Frage von Michaela, ob sie mit ihrem Blog Schuld am Tod ihres Vaters, des ermordeten Zahnarztes und Großwildjägers Björn Heckerl, sei. Tatsächlich hat ein unbedachter Post von ihr einen ungeheuren Shitstorm gegen ihren Vater entfacht, an dem sich auch Beissls jüngste Tochter Eva auffällig beteiligt hat.

Jerry Paulson entdeckt am Tatort in Heckls Haus ein fremdes Haar. Die Gerichtsmedizinerin Sonja Bitterling findet Würgemale an der gefesselten Leiche. Mit jeder Spur tappen die Kommissare mehr im Dunkeln. Denn die Försterin Helga Lohberger macht aus ihrem, auch im Netz geäußerten Hass auf den Toten keinen Hehl, zumal er das legendäre Nashorn Jambo erlegt hat.

Die Freundin des Toten, die Hoteliersfrau Gabriele Schellenberger – alias Schauspielerin Marie Theres Relin aus Wasserburg – verschweigt in ihrer ersten Aussage ein wichtiges Detail und im Darknet wird schon das Horn von Jambo für viel Geld angeboten. Steckt etwa eine Profi-Bande dahinter?

Die familiären Auseinandersetzungen machen Beissl fast ebenso zu schaffen, wie die neuen Beziehungen am Arbeitsplatz. Denn es ist offensichtlich, dass Polizist Max Ruffer kaum die Augen von der neuen Kollegin lassen kann: Caro Reiser entpuppt sich als ziemlich schlagfertige Verstärkung …

Die Besetzung:

Rolle Darsteller
Benedikt Beissl Andreas Giebel
Jerry Paulsen Peter Marton
Johanna Beissl Ines Lutz
Elisabeth Beissl Barbara Weinzierl
Maria Beissl Kathrin von Steinburg
Eva Beissl Leonie Brill
Max Ruffer Nepo Fitz
Sonja Bitterling Genoveva Mayer
Caro Reiser Sarah Thonig
Michaela Nadine Kösters
Helga Lohberger Marie-Therese Futterknecht
Gabriele Schellenberger Marie Theres Relin
Buch: Christian Lex
Angelika Schwarzhuber
Regie: John Delbridge



Die Verletzlichkeit der Demokratie

Die Bücherverbrennung in Deutschland am 10. Mai 1933 war eine geplante und inszenierte Aktion, bei der Studenten, Professoren und Mitglieder nationalsozialistischer Parteiorgane die Werke von ihnen verfemter Autorinnen und Autoren ins Feuer warfen. Seit einigen Jahren müssen wir erneut erleben, wie verletzlich unsere Demokratie ist, sagen die Mitglieder des Theaters Wasserburg. Sie wollen im Rahmen der aktuell laufenden, regionalen Online-Kulturreihe (wir berichteten mehrfach) mit ihrer Lesung ein Zeichen setzen. Damit wird auch die Reihe „Verbranntes“, die in Zusammenarbeit mit der VHS Wasserburg im vergangenen Herbst begonnen hatte, fortgesetzt.

Auch in Wasserburg brannten im Mai 1933 Bücher – direkt vor dem historischen Rathaus.

Ensemble-Mitglieder aus dem Theater Wasserburg lesen am Donnerstag, 18. Februar, Briefe, Essays, Lyrik und Prosa von Autoren, deren Werk verbrannt oder verboten wurde. Und auch politische Positionspapiere und weiteres Material zum Thema werden vorgelesen.

Dieser zweite Teil wird, sollte der Lockdown nach dem 14. Februar bestehen bleiben, online angeboten.

Weitere Informationen zu diesem kostenfreien Angebot und Anmeldung über die Volkshochschule Wasserburg, www.vhs-wasserburg.de, Telefon 08071 4873.

Wer angemeldet ist, erhält für die Online-Variante einen Zugangslink.

Diese Lesung ist Teil des regionalen Literaturfestivals LESEGLÜCK.

Mehr auf www.theaterwasserburg.de

Foto: Theater Wasserburg




Theater der Gefühle

Aus den Erfahrungen mit dem FreiLuft – Konzept, das zwischen den beiden Lockdowns im Sommer und Frühherbst 2020 immerhin 90 Kleinvorstellungen
ermöglichte, entwickelt das Wasserburger Theater Herwegh gerade ein neues Konzept für das gesamte Jahr 2021. Für das „Theater der Gefühle” werden vier neue Stücke vorbereitet, die trotz einer einfachen Umsetzung sowohl drinne, als auch draußen starke Theatergefühle bieten sollen. Jörg und Constanze Herwegh suchen interessierte SpielerInnen zwischen 18 und 30 Jahren.

Jörg Herwegh: „Der erste Lockdown im März 2020 hat uns brutal auf dem
falschen Fuß erwischt. FreiLuft wurde improvisiert in eine völlig ungewisse
Zeit der Lockerungen hineingeplant. Jetzt haben wir Erfahrungen gesammelt
und können uns die Veranstaltungsauflagen nach dem jetzigen
Lockdown besser vorstellen.

Interessierte schreiben einfach eine Email oder rufen Jörg Herwegh unter der 0174 – 97 96 191 an.

 




„Mein Großvater war kein Attentäter“

Kultur – live – so viele sehnen sich so sehr danach. Ein Lichtschimmer: Seit dem vergangenen Freitag öffnen nun Veranstalter in der Heimat ihre Türen für das Literaturfest Leseglück – aufgrund der aktuellen Situation aber „nur“ digital (wir berichteten). Bis 18. Februar heißt es in der Region trotzdem wieder: Grenzenlos Literatur! Live und online gibt’s am kommenden Dienstag – auch als Tipp fürSchüler der 9. bis 11. Klassen: Stauffenberg. „Mein Großvater war kein Attentäter“ …


Sophie von Bechtolsheim, geboren 1968, ist Historikerin und Kommunikationswissenschaftlerin. Die Enkelin von Claus Schenk Graf von Stauffenberg lebt und arbeitet als Mediatorin in Uffing am Staffelsee und setzt sich zudem für den Täter-Opfer-Ausgleich ein. Sie ist stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung 20. Juli 1944.

Claus Philipp Maria Schenk Graf von Stauffenberg (* 15. November 1907 – † 21. Juli 1944 in Berlin) war ein deutscher Offizier der Wehrmacht.

Er wurde während des Zweiten Weltkriegs eine der bekanntesten Persönlichkeiten des militärischen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Oberst von Stauffenberg war Hauptakteur bei dem Attentat vom 20. Juli 1944 auf Adolf Hitler und als Stabschef beim Befehlshaber des Ersatzheeres entscheidend an der anschließenden „Operation Walküre“, dem Versuch eines Staatsstreiches, beteiligt. Nach dessen Scheitern wurde er auf Befehl von Generaloberst Friedrich Fromm noch am 20. oder am 21. Juli 1944 im Hof des Berliner Bendlerblocks standrechtlich erschossen.

Sophie von Bechtolsheim erzählt von den zahlreichen Stauffenberg-Bildern, die ihr im Laufe ihres Lebens begegnet sind – in der Wissenschaft, in den Medien, in der Familie. Sie fragt danach, wie die Protagonisten des 20. Juli heute noch Vorbilder sein oder es wieder werden können. Wie hängen Verantwortung und Schuld zusammen? Wieviel ist uns Freiheit heute wert?

Kursnummer 21353

Datum

Termin: Dienstag, 2. Februar, um 19.30 Uhr

Kosten

  • fünf Euro Erwachsene
  • drei Euro SchülerInnen (Klasse 9 – 11)

Anmeldung

Bis spätestens kommenden Montag, 1. Februar, 14 Uhr unterwww.ebw-rosenheim.de



Ungewöhnlich anders

Viel tut sich grad kulturell nicht in der Region – kann sich ja auch leider nicht tun: Am morgigen Mittwoch, 27. Januar, aber gibt es ein neues Mittwochskino des Alten Kinos in Ebersberg per Livestream. „Willkommen im WeltRaum“ mit einer Buchvorstellung und einem Gespräch! Violetta Ditterich, Andrea Kilian und Tom Rauch stellen das Werk vor, das im Rahmen des Projekts „WeltRaum“ entstanden ist und leiten zu dem eigenproduzierten, 50-minütigen Interview-Film „Willkommen im WeltRaum“ über. Die Gäste können per Chat mitmachen.

Das Ebersberger Mittwochskino geht in die nächste Runde: Andrea Kilian, Tom Rauch und Violetta Ditterich stellen das Projekt „WeltRaum“ sowie das daraus entstandene Buch vor und leiten zu dem eigenproduzierten 50-minütigen Film „Willkommen im WeltRaum“ über, der im Laufe des Jahres 2020 gedreht wurde.

Über Monate hinweg wurden Einzelinterviews mit Menschen aus dem Landkreis auf der Bühne des Alten kinos geführt. Die Gäste haben sich gegenseitig über eigens mitgebrachte Objekte kennen gelernt, ohne sich je persönlich zu begegnen.

Das Publikum bekommt einen Einblick in das Leben der Interviewten, das im vergangenen Jahr, wie bei vielen, ungewöhnlich anders verlaufen ist. Dabei kommen die unterschiedlichsten Gesprächspartner zu Wort, unter anderem eine Seniorin, die ein Rezept für Corona-Glücksseligkeit geschrieben hat, ein frisch gebackener Vater, dessen Baby mitten im Lockdown kam sowie eine kubanische Köchin, deren Blick auf die deutsche Mentalität ein anderer geworden ist.

Darüber hinaus stellt das WeltRaum-Team das dazugehörige Buch vor, das im Dezember bestellt werden konnte und im Januar vom Team persönlich an alle Interessenten nach Hause geliefert wurde.

Aus Zeichnungen, Fotos, Geschichten, Videos, Interviews, Musik und vielem mehr ist dabei ein kleines Zeitzeugnis von dem skurrilen Jahr 2020 entstanden.
Das Team erzählt die Hintergründe sowie die Entstehung des Projekts und unterhält sich dazu gern mit dem Publikum, das über den Chat live dabei ist und den Abend mitgestaltet.

Der Livestream ist kostenfrei und beginnt morgen um 20.30 Uhr unter

www.live.alteskino.de .

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„Prost Mahlzeit!”

Susanne Breit-Keßler nimmt am kommenden Donnerstag, 28. Januar, um 19 Uhr mit auf eine Lesereise durch ihre Bücher „Prost Mahlzeit“ und „Die großen Töchter Gottes“: Kultur – live – so viele sehnen sich so sehr danach. Ein Lichtschimmer: Seit dem vergangenen Freitag öffnen nun Veranstalter in der Heimat ihre Türen für das Literaturfest Leseglück – aufgrund der aktuellen Situation aber „nur“ digital (wir berichteten). Bis 18. Februar heißt es in der Region trotzdem wieder: Grenzenlos Literatur!

Prost Mahlzeit! Das sagt man oft, wenn das Leben einem wieder mal einen Streich spielt. Das Leben ist wie ein Überraschungsmenü: Man kann es sich nicht selbst zusammenstellen, der Chefkoch behält sich vor, was er seinen Gästen wohlmeinend serviert. Man ist weithin entzückt, hier und da allerdings auch mal wenig begeistert.

Beschwingt und leichtfüßig nimmt einen die leidenschaftliche Hobbyköchin und Theologin Susanne Breit-Keßler mit in die Küche und an den Esstisch. Wie bei einem abendlichen Gespräch am Küchentisch geht es um Gott und die Welt, das Leben und die Kultur des Essens.

Susanne Breit-Keßler ist 1954 in Heidenheim an der Brenz geboren und in Oberaudorf im Landkreis Rosenheim aufgewachsen. Sie studierte Evangelische Theologie in München und wurde 1984 in der Auferstehungskirche in Icking zur Pfarrerin ordiniert. Nach einer journalistischen Ausbildung war sie als Journalistin und Publizistin unter anderem für die Süddeutsche Zeitung und als Autorin für den Bayerischen Rundfunk tätig.

Bis November 2019 war sie Regionalbischöfin für München und Oberbayern und Ständige Vertreterin des Landesbischofs der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.
1989 erhielt sie den Wilhelm-Sebastian-Schmerl-Preis für ihr journalistisches Wirken. In Anerkennung ihres sozialen und diakonischen Engagements erhielt Frau Breit-Keßler 2005 das Bundesverdienstkreuz, 2007 den Bayerischen Verdienstorden, 2014 die Goldene Medaille München leuchtet.

Als Initiatorin und Schirmfrau der Evangelischen Stiftung Hospiz erhielt sie 2015 die Bayerische Staatsmedaille für soziale Verdienste, 2017 die Bayerische Europamedaille, und im Frühjahr 2020 die bayerische Verfassungsmedaille in Gold. Sie ist Autorin zahlreicher Bücher.

Eine Teilnahme zur Digital-Veranstaltung am Donnerstag ist nur nach vorheriger Anmeldung bis spätestens kommenden Mittwoch, 27. Januar, 14 Uhr über www.ebw-rosenheim.de möglich.

Kosten: Zehn Euro.




Voll Optimismus: Die Kunst in der Filzen!

Er hätte gestern Abend sein sollen – der große Kultur-Auftakt 2021 bei der Kunst in der Filzen in Pfaffing. Hätte. Schon lange war klar, dass ihr Konzert verschoben werden musste: Die charmanten Österreicher der Band COBARIO (Foto) kommen nun am 13. Juni nach Pfaffing! Also hoffentlich. Losgehen soll es mit der so beliebten Kultur in der Gemeinde Pfaffing aber bereits wieder nach Ostern am 17. April. So zumindest ist der Plan voller Optimismus. Unser Blick auf das neue Programm und das Ensemble mit zwei Gitarren und einer Geige – eigentlich ja von gestern Abend …

Als Straßenmusikanten in Barcelona beginnend, gründeten Rio Che und El Coba 2006 das rein instrumentale Akustik-Projekt „Cobario“. Der Ausnahmegeiger Herwig Schaffner alias Herwigos vervollständigte die Gitarreros kurz darauf zu einem Trio der besonderen Art.

Spanische, irische, orientalische wie auch slawische Einflüsse kombiniert mit klassischen Elementen – sie prägen das Klangbild und laden dazu ein, die Augen zu schließen und auf Reisen zu gehen. Auf zahlreichen europäischen und auch nordamerikanischen Festivals war Cobario mittlerweile zu Gast, wobei sich die Eindrücke aus diesen Reisen auch immer wieder in neuen Kompositionen wiederfinden.

Vor sieben Jahren verließ Gitarrist Rio Che das Instrumentaltrio. El Coba und Herwigos beschlossen nach reiflicher Überlegung das Projekt Cobario weiterzuführen und fanden mit dem neuen Gitarristen Georg Aichberger alias Giorgio Rovere einen hervorragenden Ersatz. Bereits im selben Jahr brachte Cobario wieder ein neues Album (Royal) heraus und präsentierte dieses auf der ersten großen Wintertour in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

2016 wurde Cobario als offizieller Vertreter für Weltmusik in das „New Austrian Sound of Music”-Programm des österreichischen Außenministeriums aufgenommen.

2017 veröffentlichte Cobario sein mittlerweile fünftes Album „Zehn Welten“.

Im Zuge der Tourneen konzertierte das Trio bis dato in 29 Ländern auf vier Kontinenten, um ein internationales Publikum mit seiner Wiener Weltmusik zu begeistern.

Im vergangenen Jahr veröffentlichte Cobario das Album „weit weg“. In diesem erweitert das Instrumentaltrio das Klangspektrum erstmals mit seinen Gesangsstimmen.

Das PROGRAMM 2021

17.04.             CAFÉ DEL MUNDO      Famous Tracks

20Uhr             Zwei Flamenco-Gitarristen auf Weltniveau :

Jan Pascal und Alexander Kilian –  intensiv, explosiv und magisch,

berühmte Melodien und Eigenkompositionen

 

08.05.             CUBABOARISCH 2.0     Leo Meixner und Band

20 Uhr            verbinden Tradition und Moderne aus verschiedenen Kulturen –

kubanisch temperamentvoll, bayrisch erdig.

Die Cubaboarischen in der 2. Generation!

 

13.06.             COBARIO „Wiener Melange“

19 Uhr           Das junge österreichische Trio mit zwei Gitarren und einer Geige

begeistert mit seiner Virtuosität und Leidenschaft.

 

Im Juli           DIE BÜHNENFLÖHE des Theaters in der Au München

16 Uhr           Die beliebten Schauspieler bringen „Des Kaisers neue Kleider“ auf die

Bühne: Ein Märchen nach Christian Andersen für Kinder ab vier Jahren.

 

25.09.             PHILIPP WEBER    Kabarett         „Futter – streng verdaulich“

20 Uhr           Eine satirische Magenspiegelung der Gesellschaft:

Der hochtalentierte Kabarettist erhebt den Verbraucherschutz zur humoristischen

Kunstform.

 

16.10.             STAR FOURS  „Die Musik schlägt zurück“ Musikkabarett  

20 Uhr            Ein Revival, nach 15 Jahren wieder in Pfaffing:

Andreas Martin Hofmeir (Tuba) und seine drei Burschen überzeugen mit hoher Musikalität, sind bayrisch-derb, aber immer intelligent.

 

13.11.             THOMAS SCHUCH (Piano) mit KATARINA SCHMIDT(Cello)

20 Uhr            Die beiden Rosenheimer Künstler

sind Preisträger zahlreicher Wettbewerbe und präsentieren ein abwechslungsreiches Klassik-Programm.

www.kunst-in-der-filzen.de   Infos unter der 08076/886040




Dorfgeschichten mit Musik

Neues von Früher – mit dieser Lesung mit Musik und dem Bauernhausmuseum Amerang als Auftakt-Veranstalter beginnt am  heutigen Freitag, 22. Januar, um 19.30 Uhr die neue Reihe Leseglück (wir berichteten). Online-Veranstaltungen in und aus der Region: Der Percussionist Erwin Rehling (Foto), der mit Drums, Marimba, Schellenbaum, Kuhglocken, Gläsern und Steinen zu hantieren weiß, beginnt in dieser neuen Reihe! Denn er hat schon einige Jahre lang etliche Kürzest-Geschichten und Anekdoten seiner Kindheit gesammelt – bis er sich dazu entschlossen hat, sie in geeigneter Form zu veröffentlichen. Neues von Früher eben…

Die Lesung führt in eine kindliche Welt aus heutiger Sicht: Schauplatz dieser wahren und durchlebten Ereignisse aus den 60er Jahren ist ein kleines Dorf in der Nähe von Wasserburg, in dem Rehling aufwuchs.

Seine Dorfgeschichten sind sensible Beobachtungen, Erinnerungen fern jeglicher Wehmut, derb-fein gezeichnet, kurz und knapp, genau hingeschaut, einfach und bildstark. Die scheinbare Idylle birgt Momente voller Tragik wie Komik.

In Amerang liest Rehling aus seinem Buch und stellt neue Geschichten vor und untermalt sie mit kleinem Schlagwerk in der Stube des historischen Vierseithofs.

Eintritt: fünf Euro.

Diese Veranstaltungen finden online in Form einer Videokonferenz über die Plattform Zoom statt. 

Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung über die Website des Evangelischen Bildungswerks Rosenheim-Ebersberg möglich. 

 




Werke von Marco Bruckner

Wegen Corona muss auch das Ausstellungsjahr in der Galerie Villa Maria in Bad Aibling mit einer Verschiebung beginnen – und zwar gleich mal um ein ganzes Jahr: Die Ausstellung mit Werken von Peter Casagrande – ursprünglich vom 24. Januar bis 28. Februar 2021 geplant – wird den Auftakt nun erst im Jahr 2022 machen. Besucher sind aber herzlich eingeladen, im Garten der Villa Maria die aktuelle Ausstellung mit Skulpturen des jungen Holzbildhauers Marco Bruckner zu besuchen …

Das ist der Kunstdrechsler Marco Bruckner aus Pittenhart und sein neuestes Werk: Die heilige Corona! Seine Figuren stehen bereits an den Skulpturenwegen in Wasserburg und Obing und bald auch auf dem geplanten Skulpturenweg in Bad Aibling.

Er wurde über die Region hinaus bekannt mit seinen lebensgroßen Lutherfiguren von 2017. Eines seiner neueren Objekte ist noch dazu gekommen – die Skulptur der heiligen Corona. Die Märtyrerin aus dem Mittelmeerraum, die heute noch als Fürsprecherin bei Seuchen und Unwettern gilt.

Der Garten in der Rosenheimer Straße 43 in Bad Aibling ist jeder Zeit zugänglich.

 

 

 

 

Foto: Regine Richter




Ein Literatur-Fest ab nächster Woche!

Kultur – live – so viele sehnen sich so sehr danach. Ein Lichtschimmer: Zum zweiten Mal nun öffnen  Veranstalter in der Heimat ihre Türen für das Literaturfest Leseglück – diesmal aufgrund der aktuellen Situation aber „nur“ digital. Vom nächsten Freitag, 22. Januar, bis 18. Februar 2021 heißt es in der Region trotzdem wieder: Grenzenlos Literatur! Den Auftakt macht das Bauernhausmuseum Amerang – den Abschluss die VHS wasserburg in kooperation mit dem Theater Wasserburg …

Mit einem Angebot digitaler Veranstaltungsformate möchte man mit dem Publikum wie mit den Künstlern auf eine spannende Reise gehen:

Machen Sie Ihr Wohnzimmer fit für eine Lesung im Dunkeln, setzen Sie sich mit uns an einen Tisch und reden über Gott und die Welt, wandern Sie durch eine virtuelle Ausstellung, erfahren Sie gelebte Geschichte live und unmittelbar.

Das alles und mehr bieten ab der nächsten Woche Online-Veranstaltungen im Januar und Februar 2021!

Das Projekt wird gefördert im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V.

All diese Leseglück-Veranstalter bieten spannende Formate an:

Bauernhausmuseum Amerang des Bezirks Oberbayern
Camba Bavaria Seeon
Evangelisches Bildungswerk Rosenheim in Kooperation mit dem Gemeindezentrum der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Prien
k1 | Kultur- und Veranstaltungszentrum der Stadt Traunreut
Kloster Seeon, Kultur- und Bildungszentrum des Bezirks Oberbayern
Postsaal Trostberg
Schule Schloss Stein
Stadtbücherei Traunstein in Kooperation mit dem Kulturforum Klosterkirche
Städtische Galerie Traunstein in Kooperation mit dem Kulturforum Klosterkirche
Theaterfabrik Traunreut
Volkshochschule Wasserburg am Inn in Kooperation mit dem Theater Wasserburg

 

Das Online-Programm 2021

Die Veranstaltungen finden online in Form einer Videokonferenz über die Plattform Zoom statt.

Beachten Sie, dass eine Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung über die Website des Evangelischen Bildungswerks Rosenheim-Ebersberg möglich ist.

Freitag, 22.1.2021, 19:30 Uhr

Erwin Rehling „Neues von Früher“
Online-Lesung mit Musik

Veranstalter:
Bauernhausmuseum Amerang

Teilnahme 5.- €

Info und Anmeldung

Donnerstag, 28.1.2021, 19 Uhr

Susanne Breit-Keßler: „Prost Mahlzeit! Das Leben ist ein Überraschungs-menü“
Online-Lesung

Veranstalter: Evangelisches Bildungswerk e.V.

Teilnahme 10,- €

Info und Anmeldung

Dienstag, 2.2.2021, 19:30 Uhr

Sophie v. Bechtolsheim: „Stauffenberg. Mein Großvater war kein Attentäter“
Online-Lesung

Veranstalter: Schule Schloss Stein

SchülerInnen 3,- €
Erwachsene 5,- €

Info und Anmeldung

Sonntag, 7.2.2021, 17 Uhr

Crime Cinema: „Der Mathelehrer und der Tod“
Online-Lesung im Dunkeln

Veranstalter: Kloster Seeon

Teilnahme 10,- €

Info und Anmeldung

Donnerstag, 11.2.2021, 19 Uhr

Felix Leibrock: „Wenn der Sommer kommt, tanzen die Träume“
Online-Lesung

Veranstalter: Evangelisches Bildungswerk e.V.

Teilnahme 10,- €

Info und Anmeldung

Donnerstag, 18.2.2021, 20 Uhr

Ensemble Theater Wasserburg: „Nicht vergessen. Bücherverbrennung 1933“
Online-Lesung. Mehr erfahren

Veranstalter: vhs Wasserburg

Teilnahme frei

Anmeldung

Weitere Online-Angebote:

Ab Mittwoch, 13.1.2021

„Wort und Bild – ein ganz besonderes Paar“
Online-Ausstellung

Veranstalter: Städt. Galerie Traunstein

Zur Online-Ausstellung

Ab Freitag, 5.2.2021

Buchwerkstatt:„Ich klappe mein Buch auf“
Video-Tutorial für Kinder

Veranstalter: Städt. Galerie Traunstein




Dem Stern folgend …

Majestätisch reitet Kaspar auf seinem Elefanten. Dem jungen König aus dem Morgenland hat sich ein großes Gefolge angeschlossen. Gemeinsam ziehen sie durch die Wüste, Bethlehem entgegen. Denn dort soll der König der Juden geboren sein. Rechterhand des Königs läuft sein Fahnenträger, links führt eine Gefolgsfrau das große Dromedar, auf welchem das kostbare Geschenk für den kleinen Jesus thront – da das Wasserburger Museum aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation leider nicht öffnen darf, musste die Präsentation dieser Beyer-Krippe in das Schaufenster verlegt werden. Dort ist bis zum kommenden Mittwoch, 6. Januar, ein Teil der Königszüge zu sehen …

Die Beyer-Krippe stammt aus dem Anwesen der Familie Beyer im Weberzipfel in Wasserburg. Entsprechend des alten Familiennamens „Mayer“ und dem Standort des Hauses wurde sie auch „Moarweber-Kripperl“ genannt.

Zuletzt war sie im Besitz der Schwestern Therese (1920–2007) und Anna Beyer.

Letztere führte lange Zeit das elterliche Eisenwarengeschäft im Weberzipfel fort. Doch ursprünglich wurde die Krippe wohl schon vom Großvater Sebastian Mayer (1862–1926) oder sogar vom gleichnamigen Urgroßvater (1826–1893) der Beiden aufgebaut.

Die individuelle Anfertigung der Figuren verlangte ihnen sicherlich enormes handwerkliches Geschick und großen Ideenreichtum ab, denn Derartiges konnte man nicht im Handel erwerben.

Im Jahr 1932 bestellte die Familie einen 235 x 80 cm großen Hintergrund für die Krippe bei Benedikt Barbisch. Daraus lässt sich ablesen, wie viel Platz die Aufstellung der Szenen im Beyer-Anwesen beanspruchte.

Es verwundert kaum, dass die Krippe später viele Jahre lang mangels Zeit und freier Fläche nicht mehr aufgestellt wurde, bis sie schließlich 1996 im Rahmen einer sehr erfolgreichen Sonderausstellung im Wasserburger Heimathaus wieder zu sehen war.

Spätestens beim Stall zu Bethlehem wird Kaspar der Legende nach auf zwei weitere Könige treffen. Auch Melchior und der greise Balthasar sind mit ihrer Gefolgschaft nach Judäa gekommen, um das Kind anzubeten und ihm ihre Gaben – Weihrauch, Myrrhe und Gold – zu überreichen.

Alle Drei folgten sie einem Stern, der ihnen aufgegangen war. Die Könige aus dem Morgenland, in anderen Übersetzungen auch als Weise oder Zauberer bezeichnet, sind Teil der Heilsgeschichte und somit auch in vielen Krippen vertreten.

So auch in der sogenannten Beyer-Krippe, die vollständig aufgebaut neben der Heiligen Familie ebenfalls die Anbetung der Hirten, die drei Könige mit ihrem jeweiligen Gefolge sowie die Hochzeit zu Kana zeigt.

Um all diese Szenen möglichst umfangreich und prächtig zur Darstellung bringen zu können, umfasst die Krippe insgesamt 63 männliche Figuren, und 15 weibliche sowie sieben Engel. Hinzu kommen 32 Schafe, drei Ziegen, zwei Esel, acht Rinder, drei Hütehunde, drei Elefanten, drei Kamele, ein Dromedar und zahlreiches Zubehör.

Die Figuren sowie die übrige Ausstattung der Krippe können im Kern um das Jahr 1870 datiert werden, wurden allerdings später in Teilen überarbeitet oder ergänzt. Ihr Korpus besteht aus geschnitztem Holz und starkem Draht, welcher mit Baumwolle oder Watte umwickelt ist, während die filigranen Hände und Köpfe aus Wachs gefertigt sind. Der ehemalige Museumsleiter und Kreisheimatpfleger Ferdinand Steffan äußert die Vermutung, dass jene wächsernen Körperteile von der Waserburger Wachszieher- und Lebzelterfamilie Surauer hergestellt wurden.

Ein Inserat von Franz Alois Surauer, das im November 1880 im Wasserburger Anzeiger abgedruckt wurde, belegt den saisonalen Verkauf derartiger Köpfe. Nur sechs verschiedene Kopftypen sind in der Beyer-Krippe verbaut. Diese wurden jedoch durch ihre Bemalung sowie durch die Anbringung von Haaren und teilweise auch Bärten stark individualisiert.

Nicht original dürften die schlichten Holzfüße sowie weite Teile der Bekleidung sein. Letztere stammt vermutlich aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Um die Aufstellung der Figuren zu ermöglichen, wurden sie an beiden Füße mit einem Drahtstift versehen. So können sie in einen Untergrund, zum Beispiel aus Styropor, gesteckt werden. Die Körper der Krippentiere sind zweischalig aus einer Art Pappmaché aufgebaut und mit Filzstaub beflockt. Ihre Beine wurden aus Holz gearbeitet, welches man anschließend mit einem Kreidegrund überzog und bemalte.

Es ist anzunehmen, dass man die Krippe nach und nach aufstockte, so dass jedes Jahr neue Figuren hinzukamen und noch mehr gezeigt werden konnte. Besonders hervorzuheben sind an dieser Stelle die Figuren in alpenländischer und Alt-Wasserburger Tracht, welche so gar nicht ins biblische Judäa passen wollen. Sie können als Ausdruck des Wunsches verstanden werden, das Heilsgeschehen nicht nur in Form einer Krippe anschaulich zu machen, sondern es mithilfe dieser regionalen Bezüge auch zu sich nach Hause zu holen.

Das Museum lieh die Krippe auch 2003 zunächst für eine Sonderausstellung aus, bekam das Ensemble schließlich jedoch von den damaligen Eigentümerinnen zum dauerhaften Verbleib im Haus geschenkt. Ein solches Objektensemble stellt eine enorme Bereicherung für die Sammlung dar, denn die lange Tradition des Krippenbauens reicht in Wasserburg bis an den Anfang des 17. Jahrhunderts zurück.

Bei der genauen Sichtung des Bestandes gab es im Museum eine schöne Überraschung: Neben der großen Beyer-Krippe existierte wohl auch eine kleinere Version für die Kinder des Haushaltes, denn 13 Figuren von geringerer Größe scheinen aufgrund ihrer Kleidung Teil eines eigenen Ensembles gewesen zu sein. Diese sind nun in einer Kastenkrippe verbaut.

Seit die Beyer-Krippe wieder öffentlich präsentiert wird, machten sich Gabriele und Josef Beck, Margarete Kölbl, Elisabeth und Dieter Simon sowie Josef Schneider um ihren Erhalt und ihre Ergänzung verdient.

Zuletzt wurden die Figuren im Herbst diesen Jahres von der Textilrestauratorin Cornelia Knörle-Jahn für eine weihnachtliche Präsentation im Museum vorbereitet.

Sie reinigte und glättete die Gewänder mittels schonender Dampfbehandlung und festigte lose Körperteile. Um ein stimmiges Gesamtbild zu schaffen, ergänzte sie darüber hinaus fehlende Frisuren sowie Kopfbedeckungen. Auch die Tiere bedurften einer dringenden Restaurierung. Besonders das Fell aus Filzstaub hatte sich über die Jahre verändert.

Armin Göttler konnte das hochstehende Material niederlegen und Fehlstellen retuschieren, indem er die Tiere an den entsprechenden Bereichen neu beflockte. Zusätzlich führte er ihnen Standbretter zu, um ihre Aufstellung zu erleichtern und sie zu stabilisieren.

Fotos: Museum – Beyer-Krippe, verschiedene Materialien (Holz, Wachs, Metall, Textil, Pappmaché), im Kern um 1870 mit späteren Überarbeitungen, Inv-Nr.: 10475­–10504.




Rabenschwarzes Kultur-Jahr

Der Deutsche Kulturrat hat dazu aufgerufen, die Wiedereröffnung von Museen, Theatern und anderen Einrichtungen vorzubereiten. Ein rabenschwarzes Jahr für die Kultur gehe zu Ende, 2021 müsse besser werden – so der Spitzenverband der Bundeskulturverbände am gestrigen Mittwoch. Aber wie plant man ohne jegliche Planungssicherheit – in einem Dunst an Unsicherheiten mit dem Blick auf 2021? Eine schnelle Öffnung werde nur möglich sein, wenn man die Pandemie deutlich stärker in den Griff bekomme – dazu müssten alle mithelfen. Trotzdem sei es jetzt notwendig, die Vorkehrungen im Bereich Kultur bereits zu treffen.

Man erwarte, dass die Politik die Kultur jetzt nicht im Regen stehen lasse und ein mit den Kulturverbänden abgesprochenes und einheitliches Konzept vorlegen werde …

 




Kunstsegen für Wasserburg

Es ist eine wunderbare Aktion, mit der die Kommune seit 2007 traditionell in der letzten Sitzung des Stadtrates bedacht wird. Pfarrer Bernd Joa übergibt Kunstgegenstände für die Sammlung „Wasserburg aus fünf Jahrhunderten“, die er das Jahr über gesammelt hat. Und die Stadt erweiterte auch diesmal dankbar den Schenkungsvertrag vom 9. November 2007 um die zusätzlichen Exponate. Bei der gestrigen Sitzung des Stadtrates, bei der aus Sicherheitsgründen nur die Hälfte der Räte in der Aula der Mittelschule anwesend waren, unterzeichneten Joa und Zweiter Bürgermeister Werner Gartner die Schenkungsurkunde.

Mit scharfem und kunstsinnigem Blick war Joa 2020 unterwegs und ersteigerte auf eigene Kosten insgesamt 100 Kunstwerke, die allesamt mit Wasserburg verbunden sind. Oft sind es Aquarelle, Ölbilder oder fotorealistische Grafiken, welche die Stadt aus verschiedenen Perspektiven, die Innbrücke oder religiöse Szenen als Motiv haben.

Die Bilder stammen von Anfang des 19. Jahrhunderts bis in die 80-er Jahre des 20. Jahrhunderts.

Zu den Schmuckstücken zählt etwa ein Bild des Wasserburger Malers Otto Geigenberger. Im Stil des Expressionismus brachte er eine Stadtansicht von oben auf die Leinwand – das Werk wurde als „Entartete Kunst“ von den Nazis auf den Index gesetzt.

Auch Statuen und Keramiken spürte Joa auf, darunter eine sitzende Madonna um 1700, prächtig bemalte Bodenschalen und reichhaltig verzierte Tintengefäße. Auch Bierkrüge befinden sich unter den Kostbarkeiten. Darunter ein „kleiner Damenkrug“ und „Kinderkrug“, die mit 14 Zentimeter und 10 Zentimeter Höhe deutlich kleiner sind als der normale Krug mit rund 19 cm. „Damen und Kinder vertragen schließlich auch weniger“, kommentierte Joa schmunzelnd die Gefäße. Das älteste Kleinod ist eine Münze aus der Zeit um 1400, die in Wasserburg geprägt wurde und den Löwen zeigt sowie das „S“ für den Wittelsbacher Herzog Stephan III von Bayern-Ingolstadt.

„I schenks eich, wenns wollts“, beschloss Pfarrer Joa schließlich seine Präsentation. Das ließen sich die Stadträte nicht zweimal sagen und beschlossen einstimmig die Erweiterung des Schenkungsvertrages.

Die Sammlung wird im Spital-Museum zu sehen sein. Dort will der Stadtrat, so bald das wieder möglich ist, eine Sonderführung veranstalten.

 

 




Ein Buch zum Zehnjährigen

Zehn Jahre gibt es sie nun schon, die außergewöhnlichen Erzähl-Führungen „Wasserburg mit anderen Augen sehen“ von Ilona Picha-Höberth und Irene Kristen-Deliano. Die Zeit des Lockdowns haben die Beiden nun genutzt, um ein Buch zu schreiben, in dem Historie auf Fantasie trifft und in dem sich Geschichte auf anschauliche und unterhaltsame Art in Geschichten webt.

Die beiden Autorinnen hegen eine besondere Liebe zur schönen Innstadt, besonders zu den verborgenen und vergessenen Seiten. Neben den historischen Informationen der Stadtentdeckerin Irene Kristen-Deliano ist die Intention Ilona Picha-Höberths die, in ihren Geschichten erlebtes Schicksal bildhaft werden zu lassen, um der Vergangenheit ihren gebührenden Platz in der Gegenwart zu geben.

Irene Kristen-Delianos fundierte Kenntnisse zur Stadtgeschichte wechseln sich ab mit Ilona Picha-Höberths fantasievollen Erzählungen und Berichten über magische Weltbilder unserer Vorfahren und über Volks- und Aberglaube. Der Künstler Gerhard Höberth hat dazu mehr als 70 zauberhafte Zeichnungen geschaffen, die mystischen Fotografien stammen ebenfalls von Picha-Höberth.

„Wasserburg mit anderen Augen sehen“ ist ein spannendes Kaleidoskop an überlieferten Fakten und geheimnivollen Fiktionen, in dem sich belegte Historie in den schaurig-schönen Tagträumen des „Es-war-einmal“ wiegt.

Erschienen im CreAstro Verlag Wasserburg, Hardcover, 276 Seiten, 72 Zeichnungen, 8 Farbfotografien, ISBN 978-3-939078-16-6 , Preis: 24,80 €

Das Buch ist direkt beim Verlag, bei den Autorinnen oder in den Wasserburger Buchläden (auch online) erhältlich.

 




Neue CD: Balsam für die Seele

Noch vor dem zweiten Lockdown hatte der Verein Concenti musicali um Peter Adler der Pandemie ein erfolgreiches Konzert in Attel abgerungen. Nun ist rechtzeitig zum Weihnachtsfest unter und trotz der „Corona“-Bedingungen eine Live-CD erschienen. Sie wird in den Wasserburger Buchläden zum Kauf angeboten – in der Buchhandlung Fabula, in der Wasserburger Bücherstube sowie bei Bücher Herzog. In tristen Zeiten hier mal ein paar zum Teil recht amüsante Worte der Musiker zu ihrem ‘Chef’ Peter Adler über die Aufnahme …

Manuel (Tenor): Danke dafür, dass du meine Meinung berücksichtigen möchtest. Ich fühle mich sehr geehrt. Bevor ich aber reinhöre, bekommst du schon meine Zusage. Ich möchte mich da nicht einmischen und gehe davon aus, dass der Tonmeister und du alles trefflich entscheiden werdet. Ich freue mich sehr über CDs.

Johannes (1. Geige): Vielen Dank für die Stücke und die Kritik. Ich konnte noch nicht alles anhören, aber was ich gehört habe, klingt sehr schön, wenn es auch an den Klang in der Kirche nicht herankommt.

Jedenfalls ist mir das Konzert in sehr schöner Erinnerung geblieben. Ich glaube, es war schon sehr speziell auch in dieser Zeit, ein solches Programm zu spielen. Und angesichts der jetzigen Entwicklungen – was für ein Timing!

Hat mich sehr gefreut, dass das so geklappt hat. Dir und dem Chor einstweilen meine besten Grüße – in der Hoffnung, dass die erneute Auszeit sich in Grenzen halten wird und wir bald wieder zusammen Musik machen können.

Sonoko (2. Geige): Ich habe ja gehört, nicht alles, aber klingt schön! ich war erstaunt, es ist gar nicht schlimm, eigentlich gut zusammen, das war mit Distanz aber gut aufgenommen. Ja, gut gemacht! Ja, manchmal passiert, aber auch gut für Liveaufnahme. Das war schönes Projekt! Wir haben sehr gut geschafft bevor wieder Corona Zeit.

Daniel (2.Bratsche): Als Bratscher hab ich eh nicht so viel zu sagen 😉 Aber im Ernst, da ist sehr viel Tolles dabei, nicht alles perfekt, aber auch nichts peinlich. Und angesichts der Umstände … war in der Kirche wirklich extrem überrascht, beeindruckt, wie gut das funktioniert, zusammenklingt und sich mischt.

Martin (1. Trompete) hat hier noch einen Schlusspunkt gesetzt: „Ich habe gegen eine Veröffentlichung der Aufnahme nichts einzuwenden. Ich finde sie angesichts der Umstände sehr gut! Außerdem war es ein tolles Lebenszeichen in außergewöhnlichen Zeiten …”

Auch über www.concentimusicali.de kann man die CD beziehen.

Über die CD:

Unvergessen die Ergriffenheit und der Jubel des Publikums, dem diese Aufführung und die hochbarocke Musik des aus Wasserburg stammenden Mönchs und Komponisten Abraham Megerle nicht nur Bildungserlebnis, sondern Balsam für die Seele bedeutete bei diesem Konzert in der Attler Kirche. Nun liegt diese Aufführung als „Corona-Live“-Mitschnitt auf einer neuen CD vor.

Ein gutes Zeichen, wenn das Gefühl uns sagt, die jetzige Veröffentlichung sei nicht nur eine Wiederholung bisher gehörter Standards und Qualitäten, sondern es werde Neuland anvisiert: Die Programmauswahl und der Einsatz aller Mitwirkenden lassen die neue Scheibe zu einem Hörerlebnis werden!

Im Mittelpunkt steht die „Missa sopra la Bergamasca“. Da sie in Wien einer kaiserlichen Hochzeit Glanz verleihen sollte, ist es nur zu verständlich, dass sich Abraham Megerle ganz intensiv von den beschwingten italienischen, eben bergamaskischen Tänzen inspirieren ließ.

Doch bei aller Diesseitsfreudigkeit wahrt die Musik sakrale Würde: Die Trompeten schmettern nicht einfach, sondern zeichnen feine Linien und die Posaunen erzeugen Klänge von warmer Transparenz. Das Klangbild verschwimmt nicht. Auch im Tutti bleiben die Farben einzeln wahrnehmbar und suggerieren einen schwingenden Lichtraum. Die Streicher durchwirken die vollen Bläserklänge gleichsam mit schimmernden Silberfäden, wissen sich aber stets mit ihrem virtuosen Figurenwerk kraftvoll zu behaupten.

Fünf Gesangssolisten, zwei Soprane (Miriam Striegel und Hedwig Wiest), ein Altus (Johannes Euler), ein Tenor (Manuel Warwitz) und ein Bass (Michael Mantaj) erwecken durch ihr individuelles Timbre und die emotionale Gestaltung des lateinischen Textes diese Messe zu sprühendem Leben.

Als einführende „Ouvertüre“ dient zu Beginn ein getragenes Requiem, das Megerle einem verstorbenen Kollegen gewidmet hat. Zwei besondere Zugpferde stehen im bewussten Kontrast zur Messe, einmal ein schwerelos, „romantisches“ Salve Regina und eine furiose Hymne auf den „beatus“, also glücklichen und zudem heiligen Bernardus. Das mehrfach wiederholte Beatus wird imitatorisch wie ein Ball von einer Stimme in die andere geworfen, ja geschleudert und in alle Klangfarben des Ensembles getaucht.

Einer der ersten Megerle-Fans war der eigene Neffe, jener berühmte Hofprediger Abraham a Sancta Clara. Diese CD könnte dem Wasserburger Barock-Komponisten Megerle (und den Concenti musicali!) nun neue Liebhaber zuführen …

Peter Adler als Musikwissenschaftler und Chorleiter mit Herzblut hat passend zur Weihnachtszeit jedenfalls ein „Anti-Depressivum“ vorgelegt – heller Glanz in dunkler Zeit!

Walther Prokop

 




Alle Jahre wieder

Alle Jahre wieder … schmücken der heilige Nikolaus und sein finsterer Gefährte in der Vorweihnachtszeit das Museum Wasserburg. Die beiden Kunstwerke stehen auch heuer wieder bis zum kommenden Dienstag, 8. Dezember, im Schaufenster. Dort halten sie wacker die Stellung und trösten darüber hinweg, dass die Schließung des Hauses weiter anhält. Auch die Krippenausstellung muss leider verschoben werden …

Man kann sich kaum entscheiden, ob sie nun gruselig oder schön anzuschauen sind. Doch faszinierend sind die beiden Figuren allemal – ziehen sie doch seit ungefähr 100 Jahren Kinder (und auch Erwachsene!) in ihren Bann.

Anfang des 20. Jahrhunderts schnitzte Sebastian Mayr ihre einprägsamen Gesichter und Hände. Der Seilermeister Josef Hochwind beteiligte sich ebenfalls mit großem handwerklichen Geschick und Erfinderreichtum. Er ist verantwortlich dafür, dass der böse Bub immer und immer wieder vom unbarmherzigen Krampus in den Sack gesteckt wird. Eine Mechanik im Rumpf der Figur macht diese Bewegung möglich.

Der Nikolaus und sein teuflischer Begleiter ziehen seit jeher die Jüngsten an. Zuerst waren sie im Laden des Seilers Hochwind in der Ledererzeile aufgestellt. Später übernahm das Möbelhaus Reheis dieses Seiler-Anwesen und auch den außergewöhnlichen Weihnachtsschmuck.

Als Josef Reheis das Geschäft schließen musste, schenkte er die Figuren im Jahr 2004 an das Museum und bat darum, sie weiterhin den Kindern zu zeigen. Gerne nahm man sich der Tradition an.

Wenn der Nikolaus am 6. Dezember, an seinem Namenstag, unterwegs ist, trägt er die Mitra auf dem Kopf und den Bischofsstab in seinen Händen. Auch ein Buch hat er dabei. Darin steht, wer sich über das Jahr hinweg artig verhalten hat und wer nicht. Entsprechend gibt es dann ein kleines Geschenk … oder der Krampus jagt dem kleinen Übeltäter einen gehörigen Schrecken ein. So die Tradition.

Der Nikolaus im Schaufenster balanciert auf seinem Buch drei goldene Kugeln. Diese spielen auf eine alte Legende an, in der sich der Heilige als barmherziger Schenker auszeichnet:

Ein Vater war in Geldnot geraten und konnte seine drei Töchter nicht mehr standesgemäß verheiraten. Als er sogar erwägen muss, sie dem Gunstgewerbe zuzuführen, taucht der Nikolaus des nachts als Retter in der Not auf. Heimlich wirft er den schlafenden Töchtern jeweils eine goldene Kugel aufs Bett und sichert damit ihre Mitgiften.

Der Brauch, am Nikolaustag kleine Geschenke in den Schuhen der Kinder zu verstecken, geht übrigens bis ins späte Mittelalter zurück.

Besonders heuer war es dem Museumsteam wichtig, die beiden ordentlich rausgeputzt im Fenster zu präsentieren. Denn aufgrund der aktuellen Infektionslage dürfen die Ausstellungen bis mindestens zum 20. Dezember nicht öffnen.

Das bedeutet leider auch, dass die lang ersehnte und stets beliebte Krippenausstellung erst im nächsten Jahr gezeigt werden kann.

Doch auch, wenn Nikolaus und Krampus nach dem 8. Dezember wieder ihren „Winterschlaf“ antreten, wird im Schaufenster etwas Weihnachtliches zu sehen sein – lassen Sie sich überraschen!

Das Museumsteam wünscht allen auf diesem Weg eine besinnliche Adventszeit …

 




Die Lust am Lesen

Die Lust am Lesen zu wecken, ist das Hauptziel des Vorlesewettbewerbs, an dem in Deutschland jedes Jahr rund 600 000 Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Lesen macht jedoch nicht nur Spaß, es fördert zudem die Kreativität, die Fantasie und die Artikulation. Trotz der schwierigen Umstände in Zeiten von Corona konnte der Vorlesewettbewerb der 6. Klassen am Luitpold-Gymnasium Wasserburg stattfinden. In der Vorrunde wurden die Klassenbesten im Vorlesen von ihren Mitschülern und Deutschlehrern ausgewählt. Am Ende gewann Mathilde Golla aus Edling (Foto), die das Gymnasium Wasserburg nun beim Kreisentscheid vertritt …

Am gestrigen Montag versammelten sich schließlich die vier Klassensieger und das P-Seminar der Q11, das den Wettbewerb organisiert hatte, in der großen Aula des Gymnasiums.

Die Mitschüler der Kandidaten konnten aufgrund der Abstandsregelungen diesmal leider nicht anwesend sein. Immerhin wurde der Wettbewerb mit Unterstützung des Schulradio-Teams aufgezeichnet.

Die Schulleiterin Verena Grillhösl, die Elternbeirätin Veronika Englhauser, der Deutschlehrer Franz Meyer, die Siegerin des Vorjahres, Lea Stecher, und die Inhaberin der Buchhandlung Fabula, Hildegard Wimmer, bildeten die Jury.

In der ersten Runde, moderiert von Jan Beyer und Adele Papalo, durften die Teilnehmer aus einem selbst gewählten Buch vorlesen.

Mit dem spannnenden Kriminalroman „Die verlassenen Kinder“ von Belinda Bauer fesselte Shania Uhl (2. von links) die Zuhörer.

Paul Flemming las mit viel Spannung aus „Animox- Die Stadt der Haie“ von Aimeé Carter, dem dritten Teil der abenteuerlichen Tierfantasyreihe über Gestaltenwandler.

Das Publikum bekam auch einen Ausschnitt aus dem Fantasy-Klassiker „Percy Jackson-Diebe im Olymp“ in dem lebhaften Vortrag von Jacob Jungkunz geboten.

„Verloren in Eis und Schnee“ von Davide Morosinotto ist ein mitreißender historischer Roman, der von Mathilde Golla eindrucksvoll vorgetragen wurde.

Nach einer kurzen Pause durften die Schüler Textausschnitte aus einem unbekannten Fantasyroman von Valija Zinck lesen: „Drachenleuchten“ handelt von den Geschwistern Janka und Johann, die bei ihrer Nachbarin einen echten Drachen entdecken. Es ist der Beginn einer besonderen Freundschaft und eines unglaublichen Abenteuers mit viel Spannung und Fantasie.

Alle Vorleser schafften es, trotz der fehlenden Unterstützung durch ihre Mitschüler, den Text flüssig und passend vorzutragen. Wegen der hohen Qualität der Leseleistungen hatte es die Jury bei der Entscheidung besonders schwer.

Nach der Beratung der Juroren stand die Siegerin des Vorlesewettbewerbs 2020 fest: Mathilde Golla aus Edling qualifizierte sich für den Kreisentscheid, der nach den Weihnachtsferien stattfindet.

Dankenswerterweise spendierte die Buchhandlung Fabula allen Teilnehmern einen Buchpreis und zusätzlich einen Gutschein. Außerdem erhielten die Vorleser eine Urkunde als Anerkennung für ihren Mut und ihre Leseleistungen.

AL

 




Eine neue Fotoausstellung

„Glaube und Religion“ – so heißt eine neue Fotoausstellung im Rathaus Amerang, die ab Mitte Dezember dort zu sehen ist. Justine Betzl, Heidi Stiehler und Denny Becker von der VHS-Fotogruppe Wasserburg haben sich mit architektonischen Meisterleistungen fotografisch auseinander gesetzt. Mit ihren Kameras waren sie quer durch Europa und Asien unterwegs. Einmal mehr besticht die unterschiedliche Herangehensweise der drei Amateurfotografen.

„Es ist nur eine Religion, aber es kann vielerlei Arten des Glaubens geben.“
(Immanuel Kant)

Und jeder Glaube hat seine Heimat. Auch wenn man den Glauben im Herzen trägt,
so sind es die Gotteshäuser und andere sakrale Gebäude, die die Menschen zusammenbringen und ihnen als Glaubensgemeinschaft ein Zuhause geben.

Üppig geschmückt, liebevoll gestaltet – aber auch imposant und Macht beweisend stehen sie als ein Wahrzeichen der Religion in den Städten und beherbergen die Devotionalien.

Die Bauwerke können ein Stadtbild bestimmen und oft sind sie schon von Weitem an ihren unverwechselbaren religiösen Merkmale zu erkennen.

Die Fotografien können ab dem 14. Dezember zu den Öffnungszeiten des Rathauses Amerang besichtigt werden:

Mo, Di, Do und Fr von 8 bis 12 Uhr, Do zudem 14 bis 18 Uhr.

Bitte die Corona-Schutzmaßnahmen beachten …

Foto: Heidi Stiehler




Mit Maske und viel Charme …

Der beliebte Schauspieler Robert Atzorn und seine Ehefrau wie Schauspieler-Kollegin Angelika – sie waren jetzt bei der Buchhandlung Herzog in der Wasserburger Altstadt zu Gast (unser Foto). Mit Maske und viel Charme: Da stand er also vor einem, der so umschwärmte Herr Lehrer Doktor Specht und der Herr Hauptkommissar Theo Clüver aus Nord Nord Mord! Alle, die in die Wasserburger Buchhandlung gekommen waren – sie werden ihn nun noch sympathischer in Erinnerung behalten. Denn fröhlich, unbeschwert und absolut authentisch präsentierte sich das Ehepaar Atzorn zur gemeinsamen Signierstunde der ersten Bucherscheinung: Duschen und Zähneputzen – was im Leben wirklich zählt – so lautet der Titel. Und wer die Signierstunde in Wasserburg verpasst hat: Es gibt ab sofort noch einen ganz besonderen Service zur Vorweihnachtszeit …

Fotos: Renate Drax

Wer das Buch mit einer persönlichen Widmung des Ehepaars Atzorn gerne verschenken möchte, der kann telefonisch oder persönlich in der Buchhandlung Herzog den Wunschtext mit Namen hinterlassen – das dann ganz persönlich gewidmete Buch wird pünktlich vorm Fest erhältlich sein!

Gilt auch für die Bücher-Herzog-Geschäfte in Mühldorf und Waldkraiburg.

 

Sie holt die Stars aufs Land: Marie Theres Relin (rechts), die für Kulturelles und Soziales so engagierte Schauspielerin und Autorin aus Wasserburg. Unser Foto zeigt sie bei der Signierstunde mit dem Ehepaar Atzorn und mit Monika Lamers von der Buchhandlung Herzog (links im Bild).

Die eigentlich geplante und nun ausgefallene Lesung im Rahmen des Projekts Region18 von Marie Theres Relin (wir berichteten mehrfach) mit Robert Atzorn soll übrigens im kommenden Jahr nachgeholt werden …

Zum Buch

2017 hatte sich Robert Atzorn sehr plötzlich und gefolgt von einem großen Medienecho aus der Öffentlichkeit verabschiedet – und hat sein Vorhaben auch konsequent durchgezogen, trotz zahlreicher Angebote.

Deutschlandweit bekannt aus »Unser Lehrer Doktor Specht«, als Hamburgs Tatort-Kommissar Jan Casstorff und nicht zuletzt als Theo Clüver in »Nord Nord Mord« beeinflusste ihn jedoch vor allem seine Arbeit am Theater, wo er mit den Großen seiner Zunft wie Ingmar Bergman zusammenarbeitete.

Anfang 2020 wurde Robert Atzorn 75 Jahre alt und mitten in der Corona-Pandemie veröffentlichte er sein erstes Buch – eine Autobiographie. Der Titel: Duschen und Zähneputzen. Was im Leben wirklich zählt.

Er schreibt dabei nur wenig über die Erfolge, die ihn bekannt gemacht haben, sondern mehr von Rückschlägen und Ängsten, die ihn sein Leben lang begleitet haben. Er reflektiert seine Rollen, sein Image und erzählt erstaunlich offen von sich als Privatmensch – dem Teil, der sich hinter der öffentlichen Person verbirgt.

Wie blickt er auf sein Leben zurück? Welche Entscheidungen bereut er? Was würde er heute anders machen? Und welche Rolle spielt seine Frau Angelika (Foto oben bei der Signierstunde – vier Kapitel im Buch stammen von ihr), die immer an seiner Seite steht?

Robert Atzorn überrascht mit seiner Ehrlichkeit und der Kunst, die Dinge so zu benennen, wie sie nun einmal sind – schnörkellos und erfrischend echt!

 




Unsere gute Nachricht heute

Eine gute Nachricht für alle Freunde des Wasserburger Adventsingens: Es soll wie gewohnt Anfang Dezember stattfinden! In der Hoffnung, die dann geltenden Schutzmaßnahmen erlauben es: Geplant sind der Freitag, 4. und der Samstag, 5. Dezember, jeweils um 20 Uhr in der Wasserburger Stadtpfarrkirche St. Jakob. Die Organisatoren wollen hiermit ein Zeichen des Optimismus setzen, denn man will es wenigstens versuchen …

… und laden die Besucher heuer dazu erstmals in die Jakobskirche anstelle des traditionell üblichen Rathaussaales ein.

Durch den geänderten Veranstaltungsort könne den aktuell geltenden Beschränkungen und Abstandsregeln besser Rechnung getragen werden, hofft man. Noch könne aber niemand sagen, ob das Adventsingen tatsächlich stattfinden kann.

Wie jedes Jahr wird die Veranstaltung auch heuer wieder durch hochkarätige Musik- und Gesangsgruppen aus der Region unter der musikalischen Leitung von Helmut Fassl gestaltet.

Mitwirkende sind die Familienmusik Schatz, die Herzkirsch Dirndln, die Bläserbesetzung LiabaBRASS, der Martini Dreigesang sowie Claudia Geiger an der Harfe.

Es gibt in diesem Jahr nicht wie bisher einen Vorverkauf über die Sparkasse. Die Stadt Wasserburg bittet darum, über die Touristinfo unter der Telefonnummer 08071/105-22 oder die E-Mail-Adresse touristik@wasserburg.de Plätze mit Angabe der Kontaktdaten und der Personenkonstellation vor zu reservieren. Dies ist ab sofort jederzeit möglich.

Der Kartenverkauf findet dann an der Abendkasse ab 19.30 Uhr statt.

All diejenigen, die nicht vorreserviert haben, können natürlich versuchen, an der Abendkasse noch Plätze zu erhalten. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass in diesem Fall nicht garantiert werden kann, dass noch Sitzmöglichkeiten verfügbar sind. Schnell sein und vorreservieren lohnt sich also und erleichtert vor allem die Organisation.

Die Veranstalter:

Wir freuen uns schon sehr, die Bürger beim Wasserburger Adventsingen 2020 begrüßen zu dürfen!

 




Über die Familie Gumpeltsheimer

Die Archivalie des Monats November 2020 im Wasserburger Stadtarchiv ist die handschriftliche, drei Mappen umfassende Genealogie und Geschichte der auch zu Wasserburg zählenden Familie Gumpeltshaimer. Diese beinhaltet unter anderem Stiche von Adam, Georg und Esaias Gumpelzhaimer, Fotos von Grabstätten sowie hochwertige Zeichnungen von Familienwappen und Stammtafeln. Neben der Genealogie der Kernfamilie werden auch verwandte Familien, wie die Geschichten der ratsbürgerlichen Familien Reitter, Copauer und Praidtlohn, aufgearbeitet.

 

Der Bürger-, Patrizier-, Rats-, Stifter- und Handelsfamilie der Gumpeltsheimer/Gumpelzheimer/Gumpeltzhaimer – es gibt verschiedene Schreibweisen – wird im unteren Burgerfeld in Wasserburg mit einem Straßennamen gedacht.

Die ehrende Benennung erfolgte jedoch ohne Benennungsbeschluss des Stadtrates. 1927 wurde der Straßenname gemäß einem Aktenvermerk für die damals neu ausgebaute Straße festgelegt, ohne jedoch im Anschluss mitsamt einer umfangreichen Gruppe von Straßennamen durch den Stadtrat bestätigt worden zu sein.

Der Aktenvermerk gibt über die Benennungspraxis keinen Aufschluss, im Stadtratsprotokoll fällt der Straßenname nur im Zusammenhang mit einer anderen Wegebenennung.
Es ist unklar, ob die Verwaltung mit dem Straßennamenvorschlag intendierte, den gesamten (Wasserburger) Familienzweig oder ein bestimmtes Familienmitglied der Gumpeltsheimer ehren zu wollen.

Zur Geschichte der Familie:

Am 10. Januar 1599 verstarb Jörg (Georg) Gumpeltsheimer, genannt der Jüngere, als letztes männliches in Wasserburg verbliebenes Familienmitglied. Er ist als reicher Patrizier – neben seinem Vater Georg Gumpelzhaimer dem Älteren – wohl als das bekannteste Familienmitglied der Wasserburger Linie zu nennen und hinterließ ein Vermögen von mehr als 100.000 Gulden.

Jörg (Georg) Gumpeltsheimer war mit Maria Madtin (Martein?) verrheiratet und bewohnte in der Stadt das Haus Nr. 17 am Marienplatz (heute Goldbecker-Haus/Markthallen). Die vier Töchter aus dieser Ehe waren allesamt mit Rats- und Handelsherren Wasserburgs oder umliegender Städte (Laibinger/Peer/Reiter/Schobinger) verheiratet.

Die ausführliche Genealogie & Geschichte der Gumpelzhaimer liegt weitgehend unbeachtet im Stadtarchiv vor. Zwar hat der Musikwissenschaftler Prof. Richard Charteris (Australien) diese Quelle jüngst für eine Arbeit über den Musiker Adam Gumpelzhaimer, dem wohl bekanntesten Vertreter der Trostberger Linie, verwendet. Neben dieser speziellen musikwissenschaftlichen Studie fehlen jedoch moderne Auswertungen zur Familiengeschichte.

Nach der bis 2019 erfolgten Neuerschließung des Alten Archivs der Stadt verzeichnet dieses 124 Archivalien zum Wasserburger Familienzweig der Gumpeltsheimer bzw. zu deren Stiftungen. Zuerst ist Bürger Hans Gumpelzhamer 1440 als Zeuge nachgewiesen[6], ab 1510 haben Familienmitglieder (hier: Kämmerer Wolfgang Gumpelzhaimer/Gumpelzheimer) bedeutende Ratsämter inne.

Die wohltätige Stiftungstätigkeit der Familie, zunächst als Zustiftung Georg Gumpelzhaimer des Älteren u.a. zum Reichen Allmosen 1586 (hier sollten jährlich für zehn Gulden schwarzes Wasserburger Tuch gekauft und an Arme unverarbeitet zur Herstellung von Bekleidung gespendet werden) mündete schließlich in einer eigenständigen bürgerlichen Allmosen Stiftung für Allmosen, Heiratsverwilligungen, arme und kranke Bürger, die bis in das 19. Jahrhundert hinein nahezu lückenlos verfolgt werden kann.

Ein Grabdenkmal des Wolfgang Gumpelzheimer (†1514), Jörg Gumpelzheimer (†1521) und der Magdalena Gumpelzheimer (†15xx) befindet sich an der Pfarrkirche St. Jakob (Außen).
Im Umfeld der Gumpeltsheimerstraße befinden sich einige weitere, verschiedene Personen der Stadtgeschichte ehrende Straßennamen, die gerade in das Historische Lexikon Wasserburg eingestellt wurden oder demnächst eingearbeitet werden sollen.
Bearbeitet sind derzeit: Abraham KernAbraham-Kern-Straße; Anton HeilingbrunnerHeilingbrunnerstraße; Dionys ReithoferDionys-Reithofer-Straße.

Quelle:
Matthias Haupt, Gumpeltsheimerstraße, publiziert am 12.11.2020 [=Tag der letzten Änderung(en) an dieser Seite]; in: Historisches Lexikon Wasserburg, URL: https://www.historisches-lexikon-wasserburg.de/Gumpeltsheimerstra%C3%9Fe

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Ganserhaus geöffnet

Die Galerie im Ganserhaus in Wasserburg ist trotz der Corona-Beschränkungen weiterhin geöffnet. Die aktuelle Ausstellung „Transcendental Journey” mit Werken von Paul Monney läuft noch bis 22. November. Sie ist immer Donnerstag bis Sonntag, 13 bis 18 Uhr, geöffnet.




Farben, Formen, Emotionen

Inbetween im Ganserhaus – so lautet das Motto einer viertägigen Veranstaltung vom 26. bis 29. November vom AK68 Wasserburg. Die Künstlerinnen Renate Höfer und Sathya Ranjana sind anwesend und freuen sich auf die Besucher. In der Einladung heißt es: Nehmen Sie sich eine Auszeit, aktivieren Sie Ihre Sinne und tanken Sie einfach mal auf. In der Wasserburger Galerie im Ganserhaus in der Schmidzeile 8. Bei einer Kunstaktion I SEE YOU – YOU SEE ME sind Interessierte willkommen, einen besonderen Moment mit zu gestalten. Ein Kunstdruck wartet als Geschenk. Die Kunstaktion entspricht den Hygienevorschriften, betonen die Veranstalter …

Geöffnet ist die Galerie unter diesem Motto Ende November von Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr.

 




Kulturpreis 2020 für Jörg Herwegh

Die Preisträger für den Kulturpreis 2020 des Landkreises Rosenheim stehen fest. Jeweils einen Kulturpreis – dotiert mit je 5.000 Euro – erhalten der Wasserburger Theatermacher und Schauspieler Jörg Herwegh sowie Kurt Hansch zusammen mit den Schlosskonzerten Neubeuern. Der Kulturförderpreis mit 2.500 Euro geht zudem an den jungen Filmemacher Sebastian Schindler aus Soyen. Der Kultursonderpreis und 1.500 Euro wird an den Spielmanns- und Fanfarenzug Beyharting verliehen. Anders als in den Jahren zuvor wird es aufgrund der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie keine große Preisverleihung geben. Die Preisträger werden individuell bei einer ihrer nächstmöglichen eigenen Veranstaltungen ausgezeichnet.

Foto oben:

Der Wasserburger Jörg Herwegh in seinem Element mit seiner Frau und Schauspielpartnerin Constanze Baruschke.

Jörg Herwegh ist seit gut 30 Jahren als professioneller Theaterleiter, Regisseur, Autor und Schauspieler im Raum Wasserburg, dem Landkreis und weit darüber hinaus präsent. Er schreibt viele seiner Stücke selbst und konzipiert unterhaltsame, historisch-biografische Lesungen oder Kabarett-Programme.

Langjährige Partnerschaften verbinden ihn zum Beispiel mit dem Theater Wasserburg, dem Tegernseer Volkstheater oder der Iberl-Bühne in München. Zudem organisiert er bundesweit Komödientheater-Tourneen.

Besonders engagiert hat er sich dieses Jahr mit einem ausgefeilten Kultur-Konzept zum Theaterspielen in Corona-Zeiten. Mit einer mobilen Bühne und selbst mitgebrachten Zuschauerstühlen hat er von Ende Juni bis Ende September um die 90mal in zahlreichen Landkreisgemeinden Kinderstücke, Komödien und literarisch-musikalische Programme open Air gezeigt.

Den Kulturförderpreis 2020 erhält der 24-jährige Sebastian Schindler aus Soyen (Foto).

Er absolvierte eine Medien- und Schauspielerausbildung und hat an einer Reihe von Theater- und Fernsehproduktionen mitgewirkt. 2015 gründete er schon eine eigene Film-Produktionsfirma mit gerade mal 19 Jahren.

Nach seinen ersten beiden Filmen als Regisseur und Produzent, „Eine Zeitreise durch Soyen“ und der Komödie „Ein Dorf steht Kopf“, konnte er diesen Sommer mit der Kino-Produktion „Mit dem Rückwärtsgang nach vorn“ einen echten Coup landen.

Mit zum Teil professionellen Schauspielern und bekannten Kabarettisten, aber auch mit vielen Komparsen aus der Region gelang ihm eine ausgesprochen witzige, bayerische Kino-Komödie, die in zahlreichen regionalen Kinos, aber zum Beispiel auch in Franken oder Sachsen auf begeisterte Zuschauer stieß.

50 Jahre lang von 1970 bis 2020 prägte der nun 91-jährige Neubeurer Pianist und Musikpädagoge Kurt Hantsch die „Konzerte Schloss Neubeuern“ als künstlerischer Leiter. Dabei ist es ihm gelungen, über fünf Jahrzehnte international renommierte Solisten und Kammermusik-Ensembles nach Neubeuern zu locken, um das klassische Musikleben im Landkreis auf höchstem Niveau zu bereichern. Stand Kurt Hantsch zu Beginn der Konzertreihe der Kulturverein Redenfelden-Raubling zur Seite, ist es seit 1987 der Verein „Konzerte Schloss Neubeuern“, der die Konzertreihe mit großem ehrenamtliche Engagement organisiert. Durch eine Medienpartnerschaft mit dem Bayerischen Rundfunk seit 2006 genießt die immer gut besuchte Neubeurer Konzertreihe auch weit über die Landkreisgrenzen einen hervorragenden Ruf.

Der Kultursonderpreis geht dieses Jahr an den Spielmanns- und Fanfarenzug Beyharting. Über 400 Mitglieder hat der zugehörige Verein, 80 Musikerinnen und Musiker vom Fähnrich bis zu den Kindern in der Ausbildung sind musikalisch aktiv. Groß geschrieben wird insbesondere die Jugendförderung mit einer Musikzugklasse Junioren und einem breiten Unterrichtsangebot. 2017 und 2019 wurde der Spielmannzug jeweils zweifacher Bayerischer Meister in Furth im Wald und in Feuchtwangen und 2019 Vizemeister bei der Deutschen Meisterschaft in Osnabrück. Im Sommer 2020 schaffte es der Spielmannszug ins Guinness-Buch der Rekorde. Zusammen mit weltweit etwa 1.300 Musikern spielten die Beyhartinger Musikanten ein gemeinsames Online-Konzert, das zum größten Online-Konzert weltweit wurde.

Der Landkreis Rosenheim vergibt die Kulturpreise jährlich, um Bürgerinnen und Bürger oder Gruppen zu ehren, die sich besondere Verdienste um die Kultur im Landkreis erworben haben. 

Fotos: John Cater und Bildwerk82

 

 




Robert Atzorn in Wasserburg

 

Sie holt die Stars aufs Land: Marie Theres Relin, die für Kulturelles und Soziales so engagierte Schauspielerin und Autorin aus Wasserburg, sie hält, was sie verspricht (wir berichteten mehrfach) – selbst in so schwierigen Zeiten. Als Trostpflaster für die eigentlich geplante und nun ausgefallene Lesung im Rahmen ihres Projekts Region18 gibt es nun doch ein kulturelles November-Highlight – eine Signierstunde in Wasserburg am morgigen Mittwoch, 11. November, um 11 Uhr! Der beliebte Schauspieler Robert Atzorn und seine Ehefrau wie Schauspieler-Kollegin Angelika werden bei Bücher Herzog in der Altstadt zu Gast sein. Die Hygiene-Regeln selbstverständlich streng im Vordergrund …

2017 hatte sich Robert Atzorn sehr plötzlich und gefolgt von einem großen Medienecho aus der Öffentlichkeit verabschiedet – und hat sein Vorhaben auch konsequent durchgezogen, trotz zahlreicher Angebote.

Deutschlandweit bekannt aus »Unser Lehrer Doktor Specht«, als Hamburgs Tatort-Kommissar Jan Casstorff und nicht zuletzt als Theo Clüver in »Nord Nord Mord« beeinflusste ihn jedoch vor allem seine Arbeit am Theater, wo er mit den Großen seiner Zunft wie Ingmar Bergman zusammenarbeitete.

Anfang 2020 wurde Robert Atzorn 75 Jahre alt und mitten in der Corona-Pandemie veröffentlichte er sein erstes Buch – eine Autobiographie. Der Titel: Duschen und Zähneputzen. Was im Leben wirklich zählt.

Er schreibt dabei nur wenig über die Erfolge, die ihn bekannt gemacht haben, sondern mehr von Rückschlägen und Ängsten, die ihn sein Leben lang begleitet haben. Er reflektiert seine Rollen, sein Image und erzählt erstaunlich offen von sich als Privatmensch – dem Teil, der sich hinter der öffentlichen Person verbirgt.

Wie blickt er auf sein Leben zurück? Welche Entscheidungen bereut er? Was würde er heute anders machen? Und welche Rolle spielt seine Frau Angelika, die immer an seiner Seite steht? Robert Atzorn überrascht mit seiner Ehrlichkeit und der Kunst, die Dinge so zu benennen, wie sie nun einmal sind – schnörkellos und erfrischend echt.

Die Idee von Marie Theres Relin zu ihrem Projekt Region18 – in der Pandemie-Zeit aktuell leider pausierend

Die Idee ist mittlerweile gewachsen, aus den zwei Kinos, fünf Filmen, ein Star wurden vier Kinos X Filme ein Star. Der Star bringt seine Filme mit. Filme, die für ihn von Bedeutung sind. Der Star erlebt somit eine ureigene, selbst gemachte Hommage und Retrospektive in einem.

Es bleibt ihm überlassen, ob er auch sein aktuelles Projekt präsentieren oder seinen Lieblingsfilm zeigen möchte – oder eben aus seinem neuen Buch vorliest.

Wir wollen unseren Stars die Möglichkeit geben, sich individuell über ihr (aktuelles) Werk, über ihre Filme darzubieten. Raus aus dem Schubladendenken, weg mit dem Stempel, rein in Region18:

Die Stadt ist beackert, aber die Provinz ist noch nicht abgegrast. Insofern ist so ein Baukasten-Filmfest nicht nur eine Bereicherung durch Kultur für den Zuschauer, sondern auch eine für die breitgestreute Wirtschaft. Unsere Region18 ist eine sanfte weitere Belebungsmaßnahme kleinerer Städte kultureller Art.

Die vier erfolgreichen Programmkinos – Utopia in Wasserburg, das Stadtkino in Trostberg, Mikes Kino in Prien und das Park-Kino in Bad Reichenhall – bieten die perfekte Infrastruktur. Flexibel deshalb, denn wir richten uns nach der Zeit der Stars. „Region18 – wir holen die Stars aufs Land“ kann somit zwischen ein und fünf Mal pro Jahr stattfinden. Sobald uns ein Star das Jawort gibt, sind wir dabei und brauchen für Werbung und Marketing einen bis maximal zwei Monate Vorlaufzeit. Mehr nicht. Baukasten deshalb, denn die Idee lässt sich beliebig mit weiteren Kinos, Orten und Stars kombinieren.

Marie Theres: Ein großes Potenzial will wachgeküsst werden.

 

 

 

 




Bis zum Wiedersehen

Auch das Museum Wasserburg ist bis zum 30. November aufgrund der aktuellen Infektionslage geschlossen. Rechtsgrundlage ist die 8. Bayerische Infektionsschutz-Verordnung. Telefonisch und per Email ist das Museum aber weiterhin zu den üblichen Geschäftszeiten zu erreichen. Für Restauratoren, Handwerker, Kollegen der Verwaltung und in begründeten Ausnahmefällen für Dritte ist ein persönlicher Termin im Museum nach vorheriger Absprache möglich.

Zu gegebener Zeit wird an dieser Stelle über die kommende Wiedereröffnung und das zukünftige Programm des Wasserburger Museums berichtet …

Quelle / Foto: Stadt Wasserburg




In Zeiten der Ansteckung …

Vielen Dank für Ihr Kommen, damit leisten Sie einen unschätzbar wertvollen Beitrag zum Erhalt der Kultur! Danke für Ihren Mut.” Dr. Peter Hanusch begrüßte das so vereinzelt sitzende Publikum im großen Wasserburger Rathaussaal herzlichst – waren doch die Umstände dieser großen Konzertlesung so anders als ursprünglich geplant. „In Zeiten der Ansteckung” hieß dieser hochkarätige Abend, der in zwei hintereinander folgende Aufführungen aufgeteilt worden war und den alle Anwesenden so schnell nicht vergessen werden! Michael Atzinger war der vom Radio bekannte und wunderbare Sprecher und Vorleser – die zauberhafte Yume Hanusch aus Edling war die Pianistin und Initiatorin. Ein wahrlich berührender Abend mit großartig interpretierten Werken …

 Fotos: Renate Drax

 

Für längere Zeit der letzte so begeisternde – mit viel Beifall und Füße-Getrampel belohnter – Kulturabend im Wasserburger Rathaussaal: Mit der Pianistin Yume Hanusch und dem Sprecher wie Radio-Moderator Michael Atzinger.

Mit Werken, die da waren …

Die Texte las Michael Atzinger unter anderem aus

„In Zeiten der Ansteckung” von Paolo Giordano (2020),

„Walden oder Leben in den Wäldern” von Henry David Thoreau (1845),

„Die Pest” von Albert Camus sowie

ein Text aus Sicht von Ludwig van Beethoven höchstpersönlich zu seinem so vermasselten 250. Geburtstagsjahr 2020 …

Die so mitfühlend interpretierte Musik dazu am Klavier und die Bildauswahl auf der großen Leinwand kamen von Yume Hanusch, der Pianistin – elf Werke der verschiedensten Komponisten ließen das Publikum die jeweils zuvor gehörten Texte miterleben, mitspüren:

Zum Titel des Abends und zum Werk des Abends:

Italiens Bestsellerautor Paolo Giordano hatte sich früh in die Selbstisolation begeben. Als er sein Buch Ende Februar beginnt, ist in Italien erst ein Mensch an Covid 19 gestorben. Die folgende Katastrophe dokumentiert er sachlich, zugleich liefert er erhellende Reflexionen. „In Zeiten der Ansteckung” ist aber auch ein Appell, eine Einladung zum Nachdenken und vor allem zum Handeln.

Die Epidemie zwingt uns zu einer Anstrengung unserer Vorstellungskraft, die wir in normalen Zeiten nicht gewohnt sind:

Uns unauflöslich mit den anderen verbunden zu sehen und sie bei unseren individuellen Entscheidungen zu berücksichtigen. In Zeiten der Ansteckung sind wir ein einziger Organismus. In Zeiten der Ansteckung werden wir wieder zur Gemeinschaft.

Paolo Giordano, Autor

Die Botschaft auf der großen Leinwand im Wasserburger Rathaussaal, sie passt heute genauso wie im Frühjahr:

Über die beiden Protagonisten des Abends:

Für ihr neuestes Projekt hatten sich die beiden Künstler nicht von der Ausnahmesituation der letzten Monate beirren, sondern sich umgekehrt sogar davon inspirieren lassen …

Nach langen, konzertlosen Monaten in der so beliebten Edlinger Konzertreihe „Klassik im Krippnerhaus“ war der Abend aus logistischen Corona-Gründen nicht im Krippnerhaus, sondern im Wasserburger Rathaussaal. Dr. Peter Hanusch (Foto unten) begrüßte herzlichst das in der Corona-Pandemie so reduzierte Publikum …

 

 




Jeder schreibt in seinem Genre

„Rosenheimer Autoren“ veranstalteten eine gemeinsame Lesung im Buchcafé Rosenheim. Es war die erste Lesung nach dem Lockdown im Frühjahr – und aufgrund der aktuellen Maßnahmen vorerst auch die letzte. Einen bunten Strauß an Geschichten präsentierten die Schriftsteller in ihren unterschiedlichen Genres.

Der Stammtisch der „Rosenheimer Autoren“ bedeute nicht nur Austausch und gegenseitige Unterstützung, wie Initiatorin Monika Nebl in ihrem Grußwort betonte. Im Mittelpunkt auch die Idee, etwas zusammen zu machen …

Daraus entstand die Anthologie „Wundersame Winterzeit“, die im Rosenheimer Verlag erschienen ist.

Das Besondere daran: „Jeder schreibt in seinem eigenen Genre.“ So sei auch die nächste Kurzgeschichten-Sammlung über Urlaubsgeschichten geplant.

Luzi van Gisteren setzte sich mit Herausgeberin Kerstin Groeper dafür ein, die Geschichten im Rosenheimer Verlag unterzubringen. „Warum lesen Sie nicht einfach ein paar?“, schlug Groeper dem Verleger vor, der nach einem roten Faden im „Blumenstrauß an Geschichten“, wie van Gisteren die Sammlung beschreibt, suchte. Und damit war der Herausgeberin klar: „Dann hatte ich ihn, weil ich wusste, sie sind alle gut!“

Bei der Lesung im Buchcafé gab es schließlich eine noch buntere Mischung.

So wurden nicht nur Texte aus der gemeinsamen Anthologie vorgetragen, sondern auch unabhängige Geschichten der neu hinzugekommenen Kollegen fanden hier einen Platz.

Hildegard Weiss entführte dabei in arabische Länder, die sie „zu Fuß, mit dem Rad oder per Kamel“ bereist hat und entlockte den Zuhörern mit ihren amüsanten Formulierungen das ein oder andere Kichern.

Auch Bernhard Kürzl (Foto) ging humorvoll an seinen Text, der über eine ganze Reihe von Schicksalsschlägen erzählt, heran. Denn Eule Hubsi, eine Bauchrednerpuppe, mischte sich gleich zu Beginn ein und las eine eigene kleine Geschichte. „Mit Schicksalsschlägen kommt Veränderung“, betonte der Autor, was auch Anette Bahr mit ihrem Text über ein syrisches Kind im deutschen Kindergarten bestätigte. „Die Ereignisse sind echt“, erzählte die frühere Erzieherin, die inzwischen als Kunstpädagogin das Atelier Glücksklexx leitet.

 

 

Weitere Abwechslung gab es durch den musikalischen Beitrag von Johanna Furch aus Haag, die ein Lied aus ihrem Debütroman vortrug, und bei der Musik blieb ebenfalls Georg Berghammer, der nicht nur den Liedtext „Darlin“ von Frankie Miller in „Spar nicht“ umgedichtet hat, sondern auch humorvoll von den Ursprüngen der Musik auf „guad bayerisch“ erzählte.

Herausgeberin Groeper, die selbst in Kanada aufgewachsen ist, viele Native Americans kennt und auch Lakota spricht, hat in ihrem Anthologietext Indianer authentisch nach Aschau geholt und abschließend gab Heike Holz Lebenshilfe-Tipps und ermutigte die Zuhörer zu Veränderung und ihr „Glück selbst zu finden.“

Die Lesung der „Rosenheimer Autoren“ war die erste Lesung mit mehreren Autoren im Buchcafé Rosenheim, wie Moritz Vosdellen vom Caritas Zentrum Rosenheim erzählte.

Auch wenn die vorbildlich eingehaltenen Hygienemaßnahmen streng waren, so fanden etliche Zuhörer zur Veranstaltung und füllten jeden freien Platz. Vosdellen freute sich über die „bunte Mischung“ und gab den Autoren die Möglichkeit, nicht nur die gemeinsame Anthologie, sondern auch ihre eigenen Werke auf einem gesonderten Büchertisch auszustellen.




„Es wird an alle gedacht!”

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat bekräftigt, dass die Corona-Hilfen im Zusammenhang mit dem November-November möglichst vielen Betroffenen zugute kommen sollen. Es werde an alle gedacht, sagte er am heutigen Dienstag im ZDF. Er verwies auf flexible Regelungen etwa für Solo-Selbstständige mit schwankendem Einkommen. Sie sollen auch ihren durchschnittlichen Jahresumsatz zugrunde legen können! Menschen, die zudem ihr Geschäft erst später gegründet haben, sollen statt des Novembers 2019 (wir berichteten ausführlich) auch einen Bezugsmonat aus dem laufenden Jahr festlegen können …

Ab wann die Hilfen zur Verfügung stehen werden, konkretisierte er nicht. Diese Woche soll es Klarheit geben – anschließend müssten die Programme entwickelt werden, damit die Hilfen über eine Internetplattform beantragt werden können.

Die Bundesregierung will Firmen helfen, die im November wegen der Corona-Beschränkungen schließen müssen oder hohe Ausfälle haben.

Insgesamt geht es um Finanzhilfen der Regierung von bis zu zehn Milliarden Euro – für einen Monat!

Quelle: Bayerischer Rundfunk




Abo-Kosten gibt’s zurück

Auch das für den Samstag, 21. November, ursprünglich geplante Rathauskonzert in Wasserburg mit Sigrun Vortisch und dem Hindemith-Quartett kann leider aufgrund des erneut verhängten Veranstaltungsverbotes in der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Alle Abonnenten der Rathauskonzerte, die eine Rückerstattung wünschen, sollen sich bitte an die Stadt Wasserburg wenden …

… entweder telefonisch unter 08071 105-12 oder per E-Mail an heidi.herker@wasserburg.de.

Man wünsche den treuen Gästen und Besuchern alles Gute und hoffe, alle im nächsten Jahr wieder im Rathaussaal begrüßen zu dürfen!

Quelle / Foto: Stadt Wasserburg




Den Humor nicht verlieren …

Man darf seinen Humor nicht verlieren – das lebt das Theater Wasserburg vor zum heutigen Beginn des tristen November-Lockdowns: Mit diesem Plakat werden aktuell die Theaterfreunde auf der Homepage informiert, dass im November mal eben alles ausfällt an kultureller Grundversorgung – es wird alles auf Eis gelegt und bleibt so schön frisch! In der großen Hoffnung des Wiedereröffnens im Dezember. Die Zahlen der Corona-Neuinfektionen sprechen derweil eine deutliche Sprache des weiteren Anstiegs: Das Robert-Koch-Institut meldet für den Landkreis am heutigen Montagmorgen den Inzidenz-Wert von 217,7 Fällen. Die Stadt Rosenheim liegt bei 234,5.

Quelle: Theater Wasserburg / RKI




Is des schee, vor echte Menschen spuin!

Is des schee, vor echte Menschen spuin! Werner Schmidbauer, der Moderator, Musiker und Liedermacher war in Pfaffing bei der Kunst in der Filzen mit seinem sehr persönlichen Soloprogramm zu Gast. Bei mir” – so sein Titel des Abends. Und im Bewusstsein, es könnte – nein, es wird – das vorerst letzte Konzert der Kunst in der Filzen in der Corona-Pandemie 2020 sein – lehnte sich das ‘maskierte’ Publikum entspannt zurück. Und genoss einen Abend voller Lieder, die ans Herz gingen …

Fotos: Renate Drax

Denn Werner Schmidbauer lässt die Zuhörer in sein Leben hinein. Indem er von seinen Sorgen, Ängsten, Wendepunkten, Sehnsüchten und Glücksmomenten erzählt und singt. Momentensammler – so nennt er sich selbst, der 59-Jährige. Das Mitfühlen und Miterleben, man spürte es im Pfaffinger Publikum.

Dei Liacht – des Liadl zum Beispiel, das er seinem Pa gewidmet hat. Seinem Vater, der auf einer Skitour tödlich verunglückt ist, als der Werner noch ein junger Mann war.

Der vom TV so bekannte Bergfex Schmidbauer begleitet sich mit der Gitarre und der Harp, er singt dabei vom Älterwerden (ab 55 werd a jeda Mo komisch, eigentlich a Katastrophe, sagt der Werner). Und er singt von wahren, ehrlichen Männerfreundschaften, von seinen Lebenseinstellungen und von erfüllenden Momenten in den Bergen. Denn es gebe keinen Kummer in dera Welt, den ma ned weggeh ko”, moand da Werner. Dabei erzählte er aus seiner Erfahrung. Vom Alloasei und dabei ned einsam sei …

Auch a Liadl zum kollektiven Mitjammern im Saal fehlte nicht – in dem es um die ewig unzufriedenen Wohlstandsbürger ging. Und dann natürlich vergaß er zum Abschluss ned die Zeit der Deppn” anzustimmen – über den politischen Wahnsinn bis hin zu Trump.

Danach wurde vom Pfaffinger Publikum nicht nur tosend geklatscht, sondern der Saal trampelte … Zugaben folgten und eine Rose von Herzen” vom Veranstalter.

Er war so sichtlich froh, in Pfaffing auf der Bühne stehen zu können, zu dürfen. Von zwölf geplanten Konzerten durfte Werner Schmidbauer in dieser Zeit der Krise aktuell nur drei spielen. Und die nahe Zukunft wird für ihn als Musiker nicht gerade rosiger werden. Umso scheena war’s, dass er hod do sei kena in Pfaffing. Das sagte Werner Schmidbauer zum Abschied. Er werde diesen Abend nicht vergessen, es sei ein Besonderer gewesen für ihn – den Momentensammler.

Glück g’habt” – so hat oans seina scheena, berührenden Liadl g’hoaßn in Pfaffing. Und deshoib sogn wohl alle, die den Abend miterlebt haben an dieser Stelle: Ja, Werner, und mia ham aa Glück g’habt”, dass du agrad jetzt bei uns warst! Danke dafür!

Renate Drax

 

 




Künstlerin kann nicht anreisen

Die Vernissage sollte am kommenden Allerheiligen-Sonntag in der Galerie im alten Feuerwehrgerätehaus sein – die Ausstellung des Kunstvereins Bad Aibling sollte dann vom 6. bis 22. November dauern. Doch die Künstlerin Ilaria Locati (Foto) kann aus ihrer Heimat Italien nicht anreisen. Die Kunstausstellung ist deshalb abgesagt! So meldet es heute der Kunstverein und  bittet um Verständnis und sagt, schwere Zeiten erfordern unvorhergesehene Maßnahmen …

Dennoch möchten wir den Kunstfreunden wenigstens ein paar Informationen zur eigentlichen Ausstellung geben:

Ilaria Locati, die auch in Wasserburg schon ausgestellt hat, wohnt in der Nähe von Piacenza in Italien auf dem Land, mit direktem Kontakt zur Natur. Die Künstlerin sammelt bei Spaziergängen, besonders in den Wäldern und entlang des Flusses, verschiedene Materialien mit denen sie sich dann in Ihren Werken auseinandersetzt. Es entsteht eine Mischung aus natürlichen Materialien vorzugsweise mit Holz, Metall, Wachs, Gips, Ton.

„Der Einsatz natürlicher Materialien, deren Wert ich künstlerisch hoch schätze, erlaubt mir, die Schönheit und die Wunder der Natur allen vor Augen zu führen. Denn durch die Kunst ist der Mensch fähig, sich selbst zu erkennen. Und sie ist es, die den Menschen auf eine höhere Stufe der Erkenntnis führt“, so die Künstlerin selbst.

In den letzten Jahren hat sich Ilaria Locati die Technik des Schmiedens angeeignet und mehrere Skulpturen in Eisen angefertigt – der Bezug zur Welt der Pflanzen bleibt bestehen.

Ilaria Locati wurde 1974 in Mailand geboren und hat dort ihr Studium für Bildhauerei mit Diplom an der Akademie der Künste BRERA absolviert.

Ausstellungen:
Seit 1998 in Italien: Mailand, Parma, Piacenza, Alessandria, Roma und Florenz,
Seit 2003 Einzelausstellungen in Deutschland: in München, Heidenheim, Wasserburg am Inn, Biberach, Frankenthal und Husum.

Quelle / Foto: Ilaria Locati.it




Konzert-Lesungen finden statt!

Kultur ist ein großes Geschenk in diesen Zeiten. Auftritte – und seien es noch so wenige – machen Hoffnung und wärmen die Seele. Klassik gibt es am morgigen Samstag deshalb im Wasserburger Rathaussaal – eine Konzert-Lesung um 17 Uhr und noch einmal um 20 Uhr! „In Zeiten der Ansteckung” mit Sprecher Michael Atzinger und der Pianistin Yume Hanusch aus Edling steht auf dem Programm: Beide Termine finden wie geplant statt – auch wenn der Sieben-Tages-Inzidenzwert im Landkreis Rosenheim am morgigen Samstag auf über 100 ansteigen sollte! Da bisher pro Vorstellung weniger als 50 Plätze vorab verkauft wurden, ist die Durchführung der Veranstaltung nach Rücksprache mit dem Ministerium bedenkenlos und uneingeschränkt möglich. Wer also bereits eine Karte erworben oder verbindlich reserviert hat, kann definitiv am morgigen Konzert teilnehmen …

Interessenten, die noch keine Karten haben, achten bitte am morgigen Samstag auf den Inzidenzwert für den Landkreis Rosenheim achten – wir werden wie täglich bei uns in der Wasserburger Stimme morgens darüber berichten.

Liegt dieser unter 100, sind noch reichlich Restkarten an der Abendkasse (jeweils ab 16.30 Uhr sowie ab 19.30 Uhr) erhältlich !

Die Hygiene-Vorschriften gelten – die Maske ist auch am Platz Pflicht.

Die Veranstalter um die beiden Interpreten freuen sich auf die Besucher.

Siehe auch:

Eine hochaktuelle Konzert-Lesung

 




Wer hilft ehrenamtlich mit?

Das Historische Lexikon Wasserburg ist ein Gemeinschaftsprojekt. Die redaktionelle und organisatorische Betreuung liegt beim Stadtarchiv. Die Erstellung der Beiträge durch professionelle Autorinnen und Autoren wird finanziell vom Heimatverein Wasserburg getragen. Die Stadt sucht nun eine im Ehrenamt, für den Heimatverein sowie das Stadtarchiv Wasserburg engagierte Person, die Spaß und Freude hat, an der Online-Datenpflege des Historischen Lexikons mitzuarbeiten. Der hierfür erforderliche Zeitaufwand betrage etwa vier bis acht Stunden pro Woche. Die Arbeiten können vom heimischen PC aus erfolgen. Voraussetzung ist ein guter Internetzugang.

Die Aufgabenstellungen im Ehrenamt sind:

– Überführung von Manuskripten (z.B. aus Microsoft Word) in das Online Lexikon – dies ist ein MediaWiki – auf der Grundlage der Redaktionsrichtlinien, ggf. auch in Abstimmung mit den AutorInnen des Lexikons und in Abstimmung mit der Redaktionsleitung
– Formatierung der Beiträge im Editor bzw. auch unter Anwendung von Wiki-Syntax
– Bearbeitung von Fotos
– Fotoupload
– Bearbeitung von Anmerkungen auf der Grundlage der Redaktionsrichtlinien
– Bearbeitung von Abbildungsunterschriften auf der Grundlage der Redaktionsrichtlinien
– Pflege des Quellen- und Literaturverzeichnisses
– Verweispflege (Ankertechnik)
– ggf. kleinere Nachrecherchen zu Literatur- und Quellennennungen (im Stadtarchiv Wasserburg)

Man erwartet:

– eine an stadtgeschichtlichen Themen interessierte
– am technischen Umgang mit einem MediaWiki interessierte
– und eine am Bibliografieren interessierte Person.

Die Stadt bietet:

– fachliche Einführung und Einführungsschulung
– Editor und Wiki-Syntax-Schulung
– Redaktionsrichtlinien Schulung
– Schulung zur Pflege des Quellen- und Literaturverzeichnisses
– Bibliografieschulung
– unmittelbare Einblicke in die Stadtgeschichtsforschung
– ein guter Austausch im Team des Lexikons
– die Möglichkeit einer kleinen Aufwandsentschädigung im Ehrenamt

Bitte bewerben Sie sich bis 20. November 2020.
Eine kurze formlose Bewerbung per E-Mail ist ausreichend.
Haben Sie Fragen zur Tätigkeit:
Ihr Ansprechpartner ist Stadtarchivar Matthias Haupt.

Kontakt:
Stadtarchiv Wasserburg – Kellerstr. 10 – 83512 Wasserburg – Telefon: +49 8071 920369
E-Mail: matthias.haupt@stadt.wasserburg.de

Internet:
www.stadtarchiv.wasserburg.de
www.heimatverein.wasserburg.de
www.historisches-lexikon-wasserburg.de




Eine hochaktuelle Konzert-Lesung

Sie findet statt am kommenden Samstag – und zwar gleich zweimal: Die spannende Konzert-Lesung mit Michael Atzinger als Sprecher und Yume Hanusch am Piano. Nach langen, konzertlosen Monaten in der so beliebten Edlinger Konzertreihe „Klassik im Krippnerhaus“ geht es nun am Samstag, 24. Oktober 2020, um 17 Uhr und um 20 Uhr weiter – aus logistischen Corona-Gründen allerdings nicht im Krippnerhaus, sondern im Wasserburger Rathaussaal. Das Team der beliebten Konzertreihe sagt herzlichst: „Wir freuen uns (mehr denn je) auf Ihr Kommen!” Das Thema ist eine bisher einzigartige Komposition in Wort, Ton und Bild: „In Zeiten der Ansteckung”. Der Karten-Vorverkauf läuft …

Für ihr neuestes Projekt haben sich die beiden Künstler nicht von der Ausnahmesituation der letzten Monate beirren, sondern sich umgekehrt sogar davon inspirieren lassen …

 
Karten (zu 20 Euro / ermäßigt 15 Euro) sind im Vorverkauf noch bei der VR Bank Edling und in der Bücherstube Wasserburg erhältlich.

Bitte schnell sein – denn aufgrund des verbindlichen Hygieneplans ist nur ein eingeschränktes Platzangebot im Rathaussaal Wasserburg verfügbar (abstandsgerechter Sitzplan, maximal vier Mitglieder eines Haushalts können gegebenenfalls zusammen sitzen).

Zudem müssen beim Kartenkauf die erforderlichen Kontaktdaten erfasst werden.

Die Veranstaltung dauert etwa 70 Minuten ohne Pause und wird zweimal angeboten (17 Uhr und 20 Uhr), um allen Interessierten die Möglichkeit zu geben, trotz der Platzbeschränkung auf maximal 80 bis 100 Zuhörer pro Vorstellung die Konzertlesung live erleben zu können.

Da Sicherheit und Wohl aller Beteiligten absolute Priorität haben, wird die Veranstaltung natürlich unter Berücksichtigung des geltenden Hygienekonzepts durchgeführt.

Zum Inhalt des Abends:




Ringsgwandl-Abend abgesagt

Es hätte ein so schöner, „unaufdringlicher” Abend – so hieß es noch vielversprechend in der Vorankündigung mit einem Augenzwinkern – werden sollen: Mit Georg Ringsgwandl (Foto) bei der Kunst in der Filzen in Pfaffing. Doch leider gibt es nun auch hier eine Verschiebung aufgrund der aktuell so steigenden Corona-Fallzahlen in der Region. Das Konzert hätte am 21. November im gemeindesaal stattfinden sollen und ist nun auf den Herbst 2021 schweren Herzens verschoben.

Die Kunst in der Filzen bittet um Verständnis.




Die Geschichte einer Stiege

Eine Planzeichnung des Wasserburger Stadtarchivs zur Friedhofstiege an der Nordseite der ehemaligen Michaelskapelle – das ist die Archivalie des Monats Oktober. Die sogenannte Friedhofstiege führt von der Schmidzeile, dem Weg von der Burg in die Stadt, in den tiefergelegenen Kirchhofplatz, den ehemaligen Friedhof der Stadtpfarrkirche St. Jakob hinab, von dem sie ihren Namen erhalten hat. Dr. Gerald Dobler behandelt in einem neuen Artikel des Historischen Lexikons Wasserburg kurz die Baugeschichte der Stiege.

Unser Foto: Bauplan von Millinger zum Neubau der Friedhofstiege von 1819.

Ein erster Bau der Michaelskirche, einer doppelstöckigen Karnerkapelle mit einem Beinhaus im Untergeschoss und der eigentlichen Kapelle im Obergeschoss, erfolgte durch die Stadt Wasserburg 1378.
Es ist anzunehmen, dass die Stiege in erster Linie als Verbindung zwischen der Kapelle und dem Beinhaus diente und somit als Bestandteil der Michaelskapelle bereits mit derem ersten Bau errichtet wurde – und die Verbindung zwischen Burg und Friedhof sozusagen nur einen Nebeneffekt der Treppe darstellte.

Zusammen mit der Michaelskirche gehörte die Stiege zur Stadtpfarrkirche St. Jakob. Mit dem Neubau der Michaelskirche 1501/02 durch Wolfgang Wiser ist auch eine Erneuerung der Treppe anzunehmen.

1624 erfolgte eine weitere Erneuerung.

Ein Plan der Michaelskirche von 1810 zeigt die Stiege am heutigen Ort, jedoch bog sie im unteren Teil nach Norden ab, sie war nur im oberen Teil entlang der Kirche gewölbt und überdacht.

1818 befand sich die Stiege in einsturzgefährdetem Zustand und wurde bis zum folgenden Jahr im Zuge der Anlage des Gartens des Pfarrhofes in der heutigen geraden Form neuerrichtet. Sie erhielt ein Schindeldach.

Der untere Lauf der Treppe befand sich zuvor an der Terrassenmauer innerhalb des heutigen Pfarrgarten, der bei seiner Anlage stark in den Kirchhofplatz ausgedehnt wurde.
Zwischen 1845 und 1858 erfolgte eine Neueindeckung der Treppe. 1861 wurden aufgrund von kleineren Baufälligkeiten erneut Renovierungsmaßnahmen notwendig,

1878 erhielt die Stiege ein Blechdach.

Quelle:
Gerald Dobler, Friedhofstiege, publiziert am 01.07.2020 (=Tag der letzten Änderung(en) an dieser Seite) in: Historisches Lexikon Wasserburg https://www.historisches-lexikon-wasserburg.de/Friedhofstiege

Foto: StadtA Wasserburg a. Inn, II402.

 




Die Kunst im Licht

Sie wird guttun in diesem so anderen Herbst und Winter 2020 – diese helle, individuelle, künstlerische Ästhetik: Im Licht! In der Galerie im Alten Rathaus von Prien wird ab dem heutigen Samstag, 17. Oktober, die Ausstellung „Im Licht  – 75 Jahre Kunstausstellung in Prien” zu sehen sein. Die Ausstellung dauert bis 31. Januar und sie ist freitags bis montags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Aufgrund der aktuellen Corona-Einschränkungen wurde die im Chiemsee-Saal vorgesehene Vernissage gestern kurzfristig mit Online-Technik durchgeführt.

Unser Foto unten zeigt von links: Dr. Friedrich von Daumillier, Vorsitzender des Kulturfördervereins – Kuratorin Ingrid Fricke – Hausherrin und Geschäftsführerin der Prien Marketing GmbH, Andrea Hübner – Kuratorin Ute Gladigau – Bürgermeister Andreas Friedrich.

Sie stellten das Konzept und den Inhalt der Ausstellung vor.

Foto: Hötzelsperger

Die Ausstellung „Im Licht“ zeigt die vielfältige, stilistische Entwicklung in der regionalen Kunst im Chiemgau nach 1945 bis heute, von der traditionellen Landschaftsmalerei, über die Abstraktion, die reine Farbfeldmalerei, hin zum Neuen Realismus und Fotorealismus bis zu den Neuen Medien. Gezeigt wird Malerei, Druckgraphik, Fotographie und Skulptur aus 75 Jahren.

Vor 75 Jahren eröffnete am 5. August 1945 in Prien unter dem Titel „Kunstausstellung – Art Exhibition“ die erste freie Kunstausstellung in Bayern nach Ende des Zweiten Weltkrieges.

Dank des Engagements und Organisationstalents Wilhelm G. Maxons und Dr. Hugo Deckers konnten sich, den schwierigen Bedingungen der Nachkriegszeit zum Trotz, 29 Künstler – Maler, Bildhauer und Grafiker – mit über 188 Werken im Licht der Öffentlichkeit präsentieren.

Die Kunstausstellung des Jahres 1945 war ein Ausdruck wiedergewonnener, geistiger Freiheit, die unter dem Leitmotiv „Toleranz und Demokratie“ alle künstlerischen Positionen zu Wort kommen ließ. Mit dieser Ausstellung konnte Prien an die kulturellen Traditionen vor 1933 – an die Künstlergemeinschaften der „Bären und Löwen“ und „Die Welle“ – anknüpfen. Gleichzeitig war dies der Auftakt zu der bis heute jährlich stattfindenden Sommerausstellung „Künstlerlandschaft Chiemsee – Kunst im Chiemgau“.

Nach anfangs behelfsmäßigen Ausstellungsräumlichkeiten bekam Prien 1985 mit der Galerie im Alten Rathaus einen würdigen Ort für künstlerische Begegnungen.

Die Ausstellung „Im Licht“ dokumentiert die Aufbruchseuphorie und den Schöpferdrang der Künstler nach dem Ende des Dritten Reiches, sowie die Entwicklung in der regionalen Kunst nach 1945 bis heute. Gezeigt werden Malerei, Druckgrafik, Fotografie und Skulpturen aus 75 Jahren.

Ein besonderer Schwerpunkt sind die Arbeiten der Künstler der ersten Stunde, deren künstlerisches Schaffen unter dem Einfluss der menschenunwürdigen Kriegszeiten entstanden ist. Viele Bilder zeigen einen Weg die Bestialität des nationalsozialistischen Regimes in Formen und Farben zu vergessen, einige dokumentieren eine schmerzvolle Auseinandersetzung mit dem Erlebten.

Entstanden sind intensive Künstlerfreundschaften, die sich fruchtbar auf das Kunstschaffen ausgewirkt haben. Sie haben neue Wege in der Kunst gesucht und unabhängig von internationalen Strömungen eine individuelle Ästhetik gefunden.

1966 war es wieder eine Gemeinschaft einheimischer Künstler, die mit der neu gegründeten „Künstlergruppe Prien“ das regionale, kulturelle Geschehen bereicherte. Die von Lenz Hamberger, Markus von Gosen und Konrad Huber gegründete Künstlergruppe mündete 1975 in die „Kalendergemeinschaft Prien“, die bis 1994 unter Beteiligung von jeweils zwölf Künstlern einen jährlichen Kalender herausbrachte.

Auch sie prägten mit ihren Arbeiten und Veranstaltungen das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Prien.

Gegenwärtig präsentiert sich die aktuelle Kunst im Chiemgau in stilistischer Vielfalt – sie führt damit den 1945 initiierten Weg ohne Zäsur in künstlerischer Freiheit auch in die Zukunft fort und trägt damit zu einer lebendigen qualitätvollen Künstlerlandschaft Chiemsee bei.

Anmeldung für Führungen unter der 08051 690517 oder mlehman@tourismus.prien.de.

Weitere Informationen: www.galerie-prien.de.

 




Im Süden deines Herzens

Längst ausverkauft ist der kulturelle Hit der Kunst in der Filzen am kommenden Samstagabend auf der Gemeindebühne in Pfaffing: Werner Schmidbauer ist zu Gast! Denn die Kultur, sie lebt weiter! Und immerhin erlaubte 80 Besucher im Saal dürfen sich auf den Live-Abend in Pfaffing mit dem so beliebten, 59-jährigen Fernsehmoderator, Musiker und Liedermacher freuen. BEI MIR – so heißt sein Tour-Programm und das schreibt er selbst dazu …

Nach 35 Jahren Liedermacherei und nach 22 Jahren im Duo mit Martin Kälberer ist es mir mittlerweile ein großes und drängendes Bedürfnis, mit meinen Liedern endlich mal alleine auf der Bühne zu stehen.

Ich möchte die Songs einfach mal pur, also nur mit Gitarre und Stimme, erklingen lassen, mich als Sänger mit meiner Gitarre auf die Bühne stellen und die Intimität und Essenz meiner Lieder ungeschützt durch andere Sounds und Arrangements gemeinsam mit dem Publikum erleben.

Die Ruhe und die Erlebnisse auf den langen Reisen in meinem „freien Jahr“ haben mich wieder zu mir selbst gebracht. Ich bin „bei mir“ angekommen … und will damit aber auch noch viel näher „bei euch“ sein, bei meinem Publikum … und wir werden zusammen hören, grooven, lachen, weinen und die Momente im Süden unserer Herzen genießen!

Und sein Porträt

Schon sehr früh hat mich die Musik eingefangen – als Kind habe ich Gitarre, Schlagzeug und Saxophon gespielt und während meiner Schulzeit das „Duo Jedermann“ mit Ecco Meinecke gegründet. Bis 1986 haben wir in dieser Konstellation mit viel Enthusiasmus und dem Ruf als Münchens jüngstes Liedermacher- und Kabarettduo  bestimmt 1000 Konzerte gespielt. Mit Valerie Mc Cleary wurde ein Trio daraus und wir haben mit „Folksfest“ bis 2015 gemeinsam musiziert.

Parallel habe ich 1991 „SchmidbauerS“ gegründet und mit ausschliesslich selbstkomponierter und getexteter Musik 1994 die erste CD veröffentlicht.

Bei einer dieser Gelegenheiten hat mich der Bayerische Rundfunk entdeckt und mir zusammen mit Amelie Fried und Giovanni Di Lorenzo die Moderation der Jugend Talkshow „Live aus dem Alabama“ („Live aus dem Schlachthof“, „Live aus dem Nachtwerk“) anvertraut. Bis 1994 haben wir 460 Folgen moderiert und wurden dafür im Debütjahr mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet – das war der Auftakt für viele weitere, unterschiedlichste Sendeformate.

Meine zweite Leidenschaft – wann immer es mir möglich ist, in den Bergen umher zu wandern – und ein guter Freund haben mich auf die Idee gebracht, genau das mit prominenten Gästen zu machen:

Gute Gespräche in den Bergen führen!

Seit 2003 waren wir mit vielen Leuten, wie Wolfgang Ambros, Notker Wolf, Schwester Theodolinde, Fredl Fesl und viele mehr hoch oben auf den Berggipfeln der Alpen unterwegs und haben viele lustige, traurige, spannende und interessante Geschichten erlebt.

Vor gut 20 Jahren hat das Schicksal es besonders gut mit mir gemeint und ich bin Martin Kälberer begegnet. Martins Neugierde, gepaart mit seiner unglaublichen Virtuosität haben mich sofort begeistert und wir sind über viele unterschiedlichste Programme hinweg zu einem musikalischen und freundschaftlichen Duo geworden. 2006 habe ich die Idee für das Fernsehformat „Aufgspuit“ entwickelt. Hier laden wir einen musikalischen Gast ins Münchener Lustspielhaus ein und spielen uns live vor Publikum durch dessen Leben, den Anfang machte Hans-Jürgen Buchner, alias Haindling und viele weitere haben uns und euch noch unvergessliche Abende geschenkt.

Bei einem Konzert in meiner Heimatstadt Bad Aibling lernten wir Pippo Pollina kennen, eine Saite seiner Gitarre ist gerissen und ich habe ihm einfach schnell geholfen… dabei ist nicht nur eine musikalische Freundschaft zwischen uns drei entstanden. 2010 haben wir erstmals eine kleine Tour durch Bayern gemacht,
Das lief so gut und fand so großen Anklang, dass wir eine große Tour geplant haben. Dafür trafen wir uns Silvester 2011 in Sizilien und schrieben ein komplettes Programm in nur zehn Tagen. Die große Südentour mit 100 Konzerten in vier Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien) wurde schließlich 2012 in die Tat umgesetzt – mit dem Höhepunkt in der Arena di Verona und 10.000 Besuchern! Ein unbeschreibliches Gefühl, dort zu spielen und mit Sicherheit unvergesslich für jeden!

Nach der Süden-Tour war ich erstmal erschöpft und ziemlich leer. Zum Abschalten flog ich im September 2013 für ein paar Tage nach Istanbul – und fand dort die Musik … näher, lauter, lustvoller denn je!

Infiziert von diesem musikalischen „Istanbul-Spirit“ habe ich noch in Istanbul mit dem Schreiben des Titelliedes der CD „Wo bleibt die Musik?“ angefangen.  Noch während der Produktion sind wir, diesmal zu zweit, nach Istanbul, ins Zentrum der Musik, zurück gekehrt und haben gemeinsam mit den Straßenkünstlern Istanbuls einige Tage musiziert und zwölf weitere Songs komponiert.

Irgendwann ist es Zeit für ein BEST OF ALBUM – 2015 habe ich dann das Doppel-Album „Ois is guat“ mit den besten Liedern aus 35 Jahren veröffentlicht … Und dann? Siehe oben.

Werner Schmidbauer




„Krankheit der Jugend” hat Premiere

„Krankheit der Jugend“ hätte im März 2020 im Theater Wasserburg Premiere haben sollen. Dann kam der Corona-Lockdown. Nun ist der neue Premierentermin am Freitag, 23. Oktober, um 20 Uhr. Ferdinand Bruckners Stück spielt in Zeiten, in denen eine Gesellschaft keine bürgerlichen Werte mehr hat. Ein Beziehungskarussell von Machtrausch, Kriminalität und Selbstzerstörung beginnt – alles unter der Voraussetzung ausschließlicher Selbstbespiegelung, die keine gesellschaftlichen Bezüge oder gar Verantwortlichkeiten zulässt.

Regie führt Susan Hecker. Es spielen: Amelie Heiler, Hilmar Henjes, Nik Mayr, Magdalena Müller und Annett Segerer. Weitere Spieltermine: 24. Oktober, 27. 28., 29. November, 25., 26., 27. Dezember sowie 16. und 17. Januar.

Mehr Informationen sowie Karten und tagesaktuelle Hinweise zu Spielplanänderungen gibt es über www.theaterwasserburg.de. Karten im Vorverkauf sind in der Gäste-Information, im Innkaufhaus und bei Versandprofi Gartner in Wasserburg sowie beim Kulturpunkt Isen-Taufkirchen und im Kroiss TicketZentrum Rosenheim erhältlich. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn. Im Haus gelten derzeit die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln. Die Maske kann am Sitzplatz im Theatersaal abgenommen werden.

Foto: Christian Flamm




Bücherschrank-Paten gesucht

Wer beschäftigt sich gerne mit Büchern und hilft mit? Schon seit rund fünf Jahren gibt es in Wasserburg vier öffentliche Bücherschränke. Die in ehemaligen Telefonzellen untergebrachten Schränke am Altstadtbahnhof, an der Kirche St. Konrad, am Bahnhof Reitmehring und am Willi-Ernst-Ring finden seitdem regen Zuspruch – bei den Bürgern genauso wie bei den zahlreichen Gästen der Stadt. Betreut werden die Einrichtungen seitdem vor allem von ehrenamtlichen Bücherschrank-Paten, die äußerst engagiert und regelmäßig für einen ordentlichen Zustand in und um die Bücherschränke sorgen. Zur Unterstützung der bisherigen, meist schon langjährigen Bücherschrankpaten werden jetzt neue Kräfte gesucht.

Wer sich ehrenamtlich gerne um Bücher kümmern möchte und wer es nicht scheut, an der frischen Luft etwa zwei bis dreimal in der Woche rund um die Bücherschränke nach dem Rechten zu sehen, der kann sich gerne bei der Stadtverwaltung bei Herrn Rothmaier melden (Telefon 105-13).

Der Dank der vielen Leser ist den neuen „Kümmerern“ bereits jetzt gewiss.

Bitte die Schränke nicht zum Entsorgen nutzen!

Leider kommt es immer wieder auch zu Schwierigkeiten, weil nicht nur Bücher in den Schränken abgestellt wurden. Zudem ist keinesfalls vorgesehen, dass in den Schränken kartonweise alte Bücher einfach abgelagert werden.

Willkommen sind hingegen einzelne Bücher aller Art – egal, ob Krimis, Romane, Thriller, Kinderbücher oder Sachbücher – sofern diese noch in einem guten Zustand sind.

Die Stadtverwaltung und die Bücherschrank-Paten appellieren daher an dieser Stelle an alle Nutzer, sich an diese Regeln zu halten. So haben auch in Zukunft alle viel Spaß beim Stöbern und beim anschließenden Lesen.

Quelle: Stadt Wasserburg




Heimatort und Haltestelle

Normalerweise sind die Eröffnungsabende im städtischen Museum ein gesellschaftliches Highlight in Wasserburg. Der Bürgermeister plaudert gut gelaunt, Museumsleiterin Sonja Fehler führt amüsant und beschwingt in die aktuelle Ausstellung ein, das Publikum ist bestens unterhalten. Doch was ist schon normal in Zeiten von Corona? Und so musste gestern auch die Eröffnung der neuen Ausstellung mit Werken des bekannten Wasserburger Künstlers Stefan Scherer (links) in viel kleinerem Rahmen als üblich über die Bühne gehen. Mit dabei war unser Fotograf John Cater …

 

 

Vom morgigen Samstag bis zum 6. Januar  zeigt das Museum Wasserburg großformatige Gemälde, Fotomontagen, Grafiken und Zeichnungen des  Wasserburger Künstlers Stefan Scherer. Die Ausstellung unter dem Motto „Busstop” führt zum einen durch Architektur-Malereien der Stadt Wasserburg als Lebens-Mittelpunkt, Heimatort und Haltestelle, zum anderen durch eine materialhafte Bilderwelt des Malers und seines urbanen Lebensgefühls.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung im Wasserburger Museum sind Dienstag bis Sonntag von 13 bis 16 Uhr.

Für Stefan Scherer ist die Stadt Wasserburg einer der vielen metaphorischen Busstops auf seinem Lebensweg zwischen Zürich und Hamburg, München und Westerland. Vor zwanzig Jahren ausgestiegen, ist die Haltestelle Wasserburg inzwischen seine Heimat. Der Busstop, die Haltestelle als Gleichnis und Standort seines Lebens-Mittelpunktes Wasserburg ist für den Maler bis heute die bestimmende Perspektive.

Wie der Busreisende auf seinen fotografischen Raubzügen durch ihm unbekannte Altstädte näherte sich Stefan Scherer über Jahre hinweg in Architektur-Malereien, Fotomontagen, Graphiken und Zeichnungen seiner Stadt, ihrer Schönheit und ihrem Klischee – und, wie der Künstler selbst sagt, immer ein wenig getrieben von der Unruhe, der nächste Bus könnte gleich oder überhaupt nicht mehr kommen.

Gleichzeitig entwickelte Scherer in einem kontrastierenden Lebensgefühl zur „lebensberuhigten Zone Wasserburg“ abstrakte, großformatige und materialhafte Arbeiten auf modernem Acrylglas.

 




Vorfreude auf die „Missa Bergamasca“

So gut wie an nur einer Hand sind sie aktuell abzuzählen – die geplanten kulturellen Veranstaltungen im Altlandkreis. In der nächsten Woche gibt es eine Einladung zu einem Konzert am Sonntag 18. Oktober, um 19 Uhr in Attel, St. Michael – unter der Leitung von Peter Adler. Die Freunde der Alten Musik sind herzlich willkommen. Großartige Solisten warten sowie der Chor Concenti musicali, ein Basler Streicherensemble und das Grassauer Posaunenquartett. Akustisch kann das Konzert ein neues Erlebnis werden: Wegen der Abstände werden die Seitenkapellen einbezogen für eine mehrchörige Aufführung.

Ja, man wagt das Experiment eines „Corona-Konzerts“. Ein ursprünglich für den „grünen Hügel“ von Kirchreit gedachtes Konzert wird hiermit in die weit größere Attler Basilika verlegt. Dazu wurde ein groß besetztes Hauptwerk gewählt, die „Missa Bergamasca“ – nach einem italienischen Tanz benannt, von lebendigem, fröhlichem Charakter. Ein Werk von Abraham Megerle einst für den Wiener Kaiserhof …

Davor wird im Kontrast dazu ein Requiem (ohne Mittelteil) für den Wiener Hofgeiger Heinrich Schmelzer gedungen, der nach nur drei Monaten als Hofkapellmeister in Wien auf der Flucht vor der Pest in Prag starb. Es dürfte zugleich auch das letzte Werk des Salzburger Domkapellmeisters Abraham Megerle sein.

Der Vorverkauf läuft bei der Sparkasse Wasserburg – Eintritt 22 Euro (ermäßigt 18 Euro).

 




Amnesty-Ausstellung: „Alle Menschen”

Alle Menschen. So heißt eine neue Foto-Ausstellung, die aktuell im Foyer des Wasserburger Rathauses zu sehen ist – von Amnesty International (wir berichteten).  Dieses Jahr feiern die Vereinten Nationen (UN) ihren 75. Geburtstag und die Staaten der UN verabschiedeten vor genau 70 Jahren die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“. Die Geschichte der Menschenrechte ist auch die Geschichte ihrer Missachtung. Die Wasserburger Amnesty-Ortsgruppe lädt ein …

 

Amnesty:

Staaten haben die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ zwar vor 70 Jahren erschaffen, doch es scheint, als wären sie gegenwärtig nicht sonderlich an ihrer Weiterentwicklung interessiert. Im Gegenteil: Viele Regierungen sehen sich nicht mehr an ihre Verpflichtungen gebunden.

Diese Ausstellung blickt auf einzelne Menschenrechte sowie Ereignisse und Persönlichkeiten, die exemplarisch für die Entwicklungen in den vergangenen 70 Jahren stehen. Die Bilder können der Komplexität dieses Thema nicht annähernd gerecht werden – sie setzen vielmehr Schlaglichter, die uns an Meilensteine und an Rückschläge erinnern, und auch daran, von welchen Rechten viele von uns tagtäglich Gebrauch machen.

Öffnungszeiten der Ausstellung bis zum 23. Oktober:

  • Montag bis Freitag 8 – 12.30 Uhr
  • Montag und Dienstag 14 – 16 Uhr
  • Donnerstag 14 – 17 Uhr

 

 

 




„Rendezvous im Herbst“

Am Samstag, 10. Oktober, eröffnet die Ausstellung „Rendezvous im Herbst“ von Willy Reichert in den Galerieräumen auf der Burg. Der Wasserburger Maler zeigt Ölmalerei, Acrylbilder und Aquarelle mit herbstlichen Sujets.

Die Sonne scheint jetzt weniger. Oft liegt morgens ein Nebelschleier über der Stadt. Täler, Berge und Felder wirken wie verschwommen. Dabei ist gerade im Herbst das Licht so weich wie zu keiner anderen Jahreszeit. Zudem sorgt ein Farbenmeer dafür, dass der Herbst keineswegs nur grau und düster erscheinen muss. Noch zeigt sich die Natur geradezu verschwenderisch. Sie glüht noch einmal auf, wenngleich Vergänglichkeit und Niedergang immer präsenter werden. In wenigen Wochen werden dann die grauen Nebel zum ständigen Begleiter. Dabei macht das Wachstum in der Natur nur eine Pause für den Neuanfang im Frühling.

Diese besondere Atmosphäre hat Willy Reichert in seinen Bildern festgehalten. In den Stadtansichten und Landschaftsdarstellungen tauchen Silhouetten aus Nebelschwaden auf. Klare Formen sind in Auflösung begriffen; der Kontrast verflüchtigt sich im warmen Zwischenlicht des Herbstes. Seine Arbeiten zeigen deshalb ein bemerkenswertes Wechselspiel zwischen Licht und Schatten, zwischen Realismus und Abstraktheit. Eingefangen hat Reichert die Stimmung auch emotional in den Porträts, wo Sinnlichkeit, Heiterkeit und Melancholie aufeinandertreffen.

Willy Reichert, Jahrgang 1937, stammt ursprünglich aus München. Beinahe sechs Jahrzehnte ist Wasserburg sein Lebensmittelpunkt. Er ist Gründungsmitglied der Wasserburger Künstlergemeinschaft Arbeitskreis 68. Sein Wirken in Kunst und Kultur wurde er von der Stadt Wasserburg mit der Heiserer-Medaille geehrt. Als Maler pflegt Willy Reichert einen unverwechselbaren, progressiven Stil. Seine künstlerische Entwicklung ist über die Jahre nie zum Stillstand gekommen und bietet immer wieder neue Überraschungen.

Wolfgang Janeczka

Im Bild: Plakat „Rendezvous im Herbst“ von Willy Reichert

 

Ausstellung Willy Reichert „Rendezvous im Herbst“ auf der Burg 8 in Wasserburg

Ausstellungsdauer 10. Oktober bis 8. November, geöffnet jeweils Samstag und Sonntag von 15 bis 17.30 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung unter 08071/3263, weitere Informationen unter www.willyreichert.de.

 




Die Busstops des Lebens

Vom kommenden Samstag, 10. Oktober, bis zum 6. Januar 2021 zeigt das Museum Wasserburg großformatige Gemälde, Fotomontagen, Grafiken und Zeichnungen des  Wasserburger Künstlers Stefan Scherer. Die Ausstellung unter dem Motto BUSSTOP führt zum einen durch Architektur-Malereien der Stadt Wasserburg als Lebens-Mittelpunkt, Heimatort und Haltestelle, zum anderen durch eine materialhafte Bilderwelt des Malers und seines urbanen Lebensgefühls.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung im Wasserburger Museum sind Dienstag bis Sonntag von 13 bis 16 Uhr.

Für Stefan Scherer ist die Stadt Wasserburg einer der vielen metaphorischen Busstops auf seinem Lebensweg zwischen Zürich und Hamburg, München und Westerland. Vor zwanzig Jahren ausgestiegen, ist die Haltestelle Wasserburg inzwischen seine Heimat. Der Busstop, die Haltestelle als Gleichnis und Standort seines Lebens-Mittelpunktes Wasserburg ist für den Maler bis heute die bestimmende Perspektive.

Wie der Busreisende auf seinen fotografischen Raubzügen durch ihm unbekannte Altstädte näherte sich Stefan Scherer über Jahre hinweg in Architektur-Malereien, Fotomontagen, Graphiken und Zeichnungen seiner Stadt, ihrer Schönheit und ihrem Klischee – und, wie der Künstler selbst sagt, immer ein wenig getrieben von der Unruhe, der nächste Bus könnte gleich oder überhaupt nicht mehr kommen.

Gleichzeitig entwickelte Scherer in einem kontrastierenden Lebensgefühl zur „lebensberuhigten Zone Wasserburg“ abstrakte, großformatige und materialhafte Arbeiten auf modernem Acrylglas.

www.museum.wasserburg.de

Begleitprogramm:

Spurensuche – Führung durch die Ausstellung BUSSTOP –

Sonntags, 25. Oktober, um 16 Uhr, 15. November um 16 Uhr und 13. Dezember um 17 Uhr!

Das Museumsteam führt durch die Ausstellung, gibt Hinweise zu den Entstehungsorten der Bilder, verwendeten Materialien und Interpretationen.

Anmeldung mit Namen erforderlich unter: 08071 925290.

Die Führung kann auch gebucht werden. Bis zu acht Teilnehmer sind möglich.

Der Künstler Stefan Scherer

Stefan Scherer wurde 1955 im westfälischen Ochtrup geboren, erlebte seine Kindheit in Münster und seine Jugend in der Schweiz. In den 1970er Jahren besuchte er in Zürich die dortige Kunstgewerbeschule und begann im Anschluss dort eine journalistische Ausbildung.

Zurück in Deutschland durchlief er den Studiengang für Klavier an der Munich-Jazzschool in München und nahm kurz danach mit der Übersiedlung nach Hamburg eine Beschäftigung als festangestellter Kulturjournalist auf. Parallel dazu arbeitete er als Dozent in der Ausbildung zur psychoanalytischen Kunsttherapie.

Mitte der 1980er kehrte Scherer nach München zurück und widmete sich von da an verstärkt der bildenden Kunst. 1997 zog er, inzwischen verheiratet und Vater von vier Kindern, mit seiner Familie nach Westerland auf Sylt und von dort im Jahre 2001 nach Wasserburg am Inn.

Hier war er acht Jahre Kurator des Wasserburger Kunstvereins AK68, ist zurzeit Vorstand der NEUEN GRUPPE im Haus der Kunst in München und Mitglied des dortigen Künstlerverbundes.

Scherer arbeitet und unterrichtet bis heute in seinem Atelier in der Wasserburger Altstadt, macht und kuratiert Ausstellungen, schreibt Kunstrezensionen und Katalogbeiträge. Zahlreiche seiner Werke befinden sich in Privatbesitz oder sind Teil der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen.

In Wasserburg selbst finden sich seine Gemälde im Wasserburger Bürgerhaus, im Stechl Keller sowie in der RoMed-Klinik Wasserburg, deren Treppenhaus er ebenfalls gestaltete.

Mit Malereien und Objekten begleitete er zahlreiche Projekte an Wasserburger Schulen, wie unter anderem den stählernen Papierflieger „Aquaplan“ in der Aula der Wasserburger Realschule. Als Grafiker entwarf Stefan Scherer das Logo des Wasserburger Kulturvereins und des Wasserburger Frühlingsfestes.

Quelle Stadt Wasserburg




Die heilige Corona!

Das ist der Kunstdrechsler Marco Bruckner aus Pittenhart und sein neuestes Werk: Die heilige Corona! Im Garten der Villa Maria in Bad Aibling sind die Holzskulpturen des 24-Jährigen ab dem kommenden Sonntag, 11. Oktober, zu sehen. Bekannt geworden ist der junge Künstler mit seinen Luther-Figuren, die ihn anlässlich des Lutherjahres 2017 zu einem größeren Zyklus inspiriert hatten. Seine Figuren stehen bereits an den Skulpturenwegen in Wasserburg und Obing und im nächsten Jahr auch auf dem geplanten Skulpturenweg in Bad Aibling.

Die Eröffnung der Ausstellung ist am Sonntag um 15 Uhr in der Villa Maria in Bad Aibling, Rosenheimer Straße 43.

Die Einführungsworte spricht Regine Richter.

Die Ausstellung kann bis Ende des Jahres besichtigt werden, auch außerhalb der gewohnten Öffnungszeiten.

www.galerie-villa-maria.de