Musik im Dialog jetzt im Juni!

Sie hätten im März stattfinden sollen, die beiden großen Jubiläumskonzerte der Edlinger Reihe Klassik im Krippnerhaus um die Pianistin und Organisatorin Yume Hanusch – Musik im Dialog in Wasserburg und in Bad Aibling. Dank eines beispiellosen Teamworks und Organisations-Marathons können nun beide Ersatztermine für Ende Juni bekanntgegeben werden (siehe Plakat)! Alle bisher erworbenen Karten behalten ihre Gültigkeit. Der Vorverkauf läuft weiter: Für Wasserburg bei der VR-Bank in Edling und beim Ticketservice der Sparkasse Wasserburg – auch online!

„Auch wenn es in dieser Zeit von Ausnahmezustand und Unsicherheit bestimmt wichtigere Nachrichten gibt, möchten wir den Blick nach vorne nicht verlieren und freuen uns umso mehr auf die Zeit danach”, so Yume Hanusch aus Edling.

Die Konzerte finden nun genau drei Monate später wie folgt statt:

  Samstag, 20. Juni 2020, um 19 Uhr im Novalishaus Bad Aibling
 
  Sonntag, 28. Juni 2020, um 19 Uhr im Rathaussaal Wasserburg

Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit für den jeweiligen Ersatztermin  (Sitzplan bleibt identisch) oder können an der ursprünglichen VVK-Stelle zurückgegeben werden. Die Stellen wurden bereits informiert und der Vorverkauf wird für die neuen Termine fortgesetzt.

Für das Konzert in Wasserburg: Bitte beachten Sie, dass weiterhin alle Karten den Datumsaufdruck „28. März 2020” behalten, um Doppelbelegungen zu vermeiden !
Natürlich sind diese dann aber für den 28. Juni 2020 gültig.

Falls Sie aus Termingründen auf den anderen Spielort ausweichen möchten, bitte kurze Kontaktaufnahme per Mail:

y.hanusch@gmail.com  oder über www.ak-edling.de

Auf ein Wiedersehen hoffentlich bei den Konzerten im Juni!

 

 

 




Theater schließt die Pforten

Das Theater Wasserburg schließt aufgrund der aktuellen Lage in Sachen Coronavirus ab sofort seine Pforten. Alle kommenden Vorstellungen im März und Anfang April sind abgesagt. Vorläufig ist geplant, ab Donnerstag, 23. April, ganz normal mit dem Spielplan weiter zu machen. 


Foto: Flamm




Karten können zurückgegeben werden

Das für den morgigen Freitag geplante Konzert im Rathaussaal in Wasserburg mit dem Ensemble „I Virtuosi di Paganini“ (Foto) muss leider krankheitsbedingt abgesagt werden. Die Konzertagentur hat heute mitgeteilt, dass aufgrund diverser Erkrankungen das Ensemble nicht auftreten könne … Wegen der aktuellen Situation grundsätzlich – bedingt durch den Corona-Virus – hat sich die Stadt Wasserburg entschieden, kein Alternativ-Ensemble auftreten zu lassen.

Wegen der Rückerstattung bereits gekaufter Eintrittskarten: Bitte sich an die Stadt Wasserburg wenden – entweder telefonisch 08071/105-12 oder per Mail heidi.herker@wasserburg.de

 




Das Tagebuch der Anne Frank

„Das Tagebuch der Anne Frank” weist für die Autorin, ein Mädchen von 13 bis 15 Jahren, eine erstaunliche literarische Qualität auf. Anne Frank hat ihre persönlichen, emotionalen Vorgänge, Wahrnehmungen und Reflektionen genauso wie die Beschreibung ihrer Beziehungen zu ihrer Familie und den Mitbewohnern im Hinterhaus als ein eigenständiger Geist unprätentiös niedergeschrieben. Am Theater Wasserburg leiht nun Annett Segerer diesem Mädchen Körper und Stimme.

Das Solostück „Das Tagebuch der Anne Frank” erzählt die Erlebnisse des Mädchens nicht einfach nach, sondern lässt ihre Gedankenwelt entstehen und spürbar werden. Annett Segerer spielt Anne Frank. Die nächsten öffentlichen Vorstellungen in dieser Spielzeit im Theater Wasserburg sind an den Sonntagen 8. März und 5. April, jeweils um 19 Uhr.

Für Schulen werden weiterhin Vormittagsvorstellungen angeboten. Buchungsanfragen können direkt an die Leiterin des Kinder- und Jugendtheaters, Annett Segerer, segerer@theaterwasserburg.de, gerichtet werden.

Mehr Informationen sowie Karten und tagesaktuelle Hinweise zu Spielplanänderungen gibt es über www.theaterwasserburg.de. Karten im Vorverkauf sind in der Gäste-Information, im Innkaufhaus und bei Versandprofi Gartner in Wasserburg sowie beim Kulturpunkt Isen-Taufkirchen und im Kroiss TicketZentrum Rosenheim erhältlich. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Foto: Christian Flamm




Um mehr als zu hören

Aljosha Konter –  der Singer/Songwriter tourt das ganze Jahr quer durch die Republik. Am kommenden Samstag, 7. März, ist er – wie er selbst sagt – im schönen Bayern zu Gast: Im Wasserburger Innkaufhaus gibt er um 19.30 Uhr ein Konzert. Lässiger, manchmal a bissal frecher Deutschpop mit einem charmanten Augenzwinkern: Wer Aljosha Konter ist? Das weiß er selbst nicht so genau. Allerdings hat ihm ein Freund erzählt, Jenny würde total auf ihn abfahren. Er soll regelmäßig im Radio laufen und auch schon ein paar Mal bei diversen Fernsehsendungen aufgetreten sein. Anscheinend hat er auch über 400 Konzerte auf dem Buckel und er sei total sympathisch!

Wer er auch sein mag, seine neue EP klingt gut: Um mehr als zu hören …

Aljosha Konter wuchs in mehreren Ortschaften am Hochrhein nahe der Schweizer Grenze auf, wo er bis heute lebt. Er ist 30 Jahre alt.

Der deutsche Sänger, Gitarrist und Komponist war im letzten Jahr bereits als Gast beim „Wettstreit der Künste” im Innkaufhaus und hat das Publikum musikalisch durch den Abend geführt. Am Samstag wird er gute Laune in die Etage 3 bringen. Mit seiner Musik – die er in ein eigenes Musik-Genre „Liebemacher-Pop” einordnet – vermag er es mit seiner lässigen Art die Zuhörer zum Lachen zu bringen und lädt zugleich zum Genießen der sprachlich raffinierten Texte seiner Songs ein.

Wer Aljosha noch nicht kennt, sollte sich diesen Abend nicht entgehen lassen und wer ihn bereits kennenlernen durfte, wird wohl sowieso dabei sein!

Der Eintritt am Samstag in Wasserburg an der Abendkasse kostet acht Euro.




Das Glück? Ist anderswo!

Starke Schauspieler, ein kluger Umgang mit dem berühmten, literarischen Stoff dank der markanten Regiehandschriften von Uwe Bertram und Nik Mayr in Teamarbeit – und das Vertrauen darauf, dass das Publikum bereit ist, mal wieder sein Hirn einzuschalten: In den Spiegel unserer Gesellschaft blickend! Tosender Beifall für die „Drei Schwestern” von Anton Tschechow – ein Stück über das langsame Verbleichen der Träume und über den unbarmherzigen Lauf der Zeit. Zu sehen am Samstag im Wasserburger Theater …

Fotos: Renate Drax

Es spielen: Julia Angeli, Malene Becker und Regina Alma Semmler sowie Laurenz Winklhofer und Hilmar Henjes.

Gelangweilt und getrieben von der Ahnung, dass das Leben doch mehr hergeben muss. Gefangen in Erinnerungen an die Vergangenheit und auf der Sinnsuche in einer vermeintlich heroischen Zukunft schlittern sie in eine dumme Selbstoptimierung. Die ach so wunderbaren Selfie-Welten lassen grüßen. Himmelhochjauchzend …

… und eigentlich doch zu Tode gelangweilt – und betrübt!

Und haben verlernt, die Gegenwart – das Jetzt – zu leben. Mit kluger Dialogkunst, subtilen Charakterstudien und der daraus sich zuverlässig ergebenden Ambivalenz der Figuren haben die beiden Regisseure Bertram und Mayr das Werk thematisch im Hier und Jetzt verortet. Aus Tschechows Provinzpersonal werden so urbane Sinnsuchende, die in Zeiten von Twitter, Facebook und Instagram in einer Bar abhängen. Glitzerbunt und stets zwischendrin befeuert durch heißen Tanz-Sound. Oder melancholisch singend, spielend – Sonderapplaus für die Protagonisten dafür!

Bei den drei Schwestern Irina, Mascha und Olga läuft sonst nichts. Das Leben ist für sie ein Hamsterrad. Es gibt keinen richtigen Konflikt oder einen triftigen Grund gehen zu wollen, alleine die alltäglichen Banalitäten zermürben sie. Die Sehnsucht heißt Moskau.

Der Ausruf „Nach Moskau!“ ist in der russischen Literatur sprichwörtlich geworden und steht für unerfüllte Sehnsucht.

Denn auch Im Verlauf des Wasserburger Abends wird „Moskau“ immer unwahrscheinlicher. Dabei wäre dort ganz sicher alles besser und lebenswerter?

Karten gibt’s online unter

https://theaterwasserburg.de/


Hinweis: Der Saal ist diesmal anders bestuhlt  …

Achtung: Der geplante Aufführungs-Abend am kommenden Freitag muss leider entfallen. Im März wird somit noch drei Mal gespielt – so auch am kommenden Samstag, 7. März, sowie am 13. und 14. März – und dann noch mal im Mai am 1., 2. und 3. zu sehen auf der Bühne des Wasserburger Theaters …

Unsere Impressionen zum Stück

Julia Angeli als Mascha.

Der sein Herz verschenkende Werschinin alias Hilmar Henjes.

Olga alias Regina Alma Semmler.

Laurenz Winklhofer als Tusenbach.

Malene Becker als Irina.

Foto unten: Herzliche Umarmung von und für Regisseur Uwe Bertram.

 

 

 




Gymnasium zeigt: Die Physiker!

Nach ihrem Outdoor-Mitmach-Theater „Jack the Ripper – Fall of Fear“ im November 2018 nun die zweite Produktion, ein Klassiker: Herzlichst lädt die Theatergruppe Mittelstufeplus des Wasserburger Gymnasiums unter der Leitung von Doris Hasse nächste Woche zwei Mal in den Theatersaal der Schule im Englischen Institut am Kaspar-Aiblinger-Platz 4 herzlichst ein! Gezeigt werden die Physiker von Friedrich Dürrenmatt. Der Eintritt ist frei …

Es spielen:

ILVIE NEUDERT (7d), KELLY KOTHER (8d), TAMEA VANDREY (8a), BEN SCHENK (8a), ANNA FRIESE (9c), LUCA SCHRÖTER (10a), ANJA EGGERL (Q11), MELINA VANDREY (Q11), ANN-KATRIN LÜCK (Q11).

Die einstündigen Aufführungen sind nächsten Dienstag, 10., und Mittwoch, 11. März, jeweils um 19 Uhr.

Wir verlassen „nie die Villa des Irrenhauses […], noch präziser: Auch den Salon werden wir nie verlassen, haben wir uns doch vorgenommen, die Einheit von Raum, Zeit und Handlung streng einzuhalten.

Einer Handlung, die unter Verrückten spielt, kommt nur die klassische Form bei. […]

Zur Ausstattung einer Bühne, auf der, im Gegensatz zu den Stücken der Alten, das Satyrspiel der Tragödie vorangeht, gehört wenig. Wir können beginnen.

(Friedrich Dürrenmatt, Regieanweisung zum ersten Akt)

In diesem Sinne können die Theaterfreunde den Wasserburger Schülern in den Salon der Anstalt „Les Cerisiers“ folgen. Und sich entführen lassen in die Welt dieses Irrenhauses. Eine Kriminalkomödie mit schlimmstmöglicher Wendung, denn: Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden – nicht im 20.Jahrhundert und nicht im 21.Jahrhundert.
Da die Theatergruppe nur zweimal auftreten wird, um – wie es heute heißt – den Unterrichtsausfall möglichst gering zu halten, freuen such alle auf viele Besucher an den beiden Terminen und danken auch auf diesem Weg der Schulfamilie im Englischen Institut für ihre Gastfreundschaft.

Für die Technik zeichnet das Schulradio- und Filmteam des Gymnasiums verantwortlich.




Ein Paradies für Kreative

Selbermachen und Upcycling! Ein Paradies für Kreative soll der 1. StoffZirkus nächste Woche für die ganze Region beim Gasthof Klement in Isen werden. Neben dem Leinenmarkt und dem Lichterfest soll diese neue Veranstaltung vom Donnerstag, 5. bis zum Samstag, 7. März, Raum für fantasievolle Ideen für alle bieten, die sich fürs Selbermachen interessieren. Ein besonderes Highlight sind auch diese kreativen Patches der Fotokünstlerin Amelie Merzbach – unsere Fotos …

… die ihre farbenprächtigen, märchenhaften Bilder auf Stoff druckt. Wer gerne im textilen Bereich kreativ gestaltet oder alte ‘Wegwerfmodelle’ aufpeppen möchte, wird bei ihr fündig. Kleine Bügelbilder oder kunstvoll genähte Applikationen lassen Kleidung zum außergewöhnlichen Unikat werden.

Selbermachen ist das Thema am

Donnerstag und Freitag von 12 – 17 Uhr, Samstag von 10 – 17 Uhr

im Gasthof Klement in Isen.

Der Eintritt ist frei.

Stoffe für jede Jahreszeit und jede Gelegenheit – meterweise Sonderpreise ! Angefangen von original Vintage-Stoffen, Trachtenstoffen, Baumwoll-, Leinen- und Wollstoffen, Jerseys aller Art, Futter- und Dekostoffen bis zur edlen Seide gibt es alles, was SchneiderInnen und HobbyschneiderInnen erfreut. Auch Knöpfe, Borten, Nähzubehör sind hier zu finden.

Schon vor zwei Jahren hatte Dana Klement die Idee, ein weiteres Event für Kreative nach Isen zu bringen. Dazu hat sie die Organisatoren vom Leinenmarkt und Lichterfest und die  Ausstellerin Brigitte Eydig vom ‘Stoffladen Giesing’ aus München mit ins Boot geholt. Mit dem schönen Ambiente des Klement-Saales sollte ein kreativer Gegensatz zu den ausländischen Stoffmärkten entstehen und Kreativen die Möglichkeit geben, sich zu informieren oder auch günstig mit hochwertigen Stoffen einzudecken.

Unser Foto zeigt Kunstdruck auf Seide: Als Ausstellerin mit edler Seide ist Christine Reinhard aus Lengdorf mit dabei und wird hier auch ihr neues Projekt, weißen Crêpe-de-Chine mit Fotos von Reisen digital bedrucken zu lassen, vorstellen. Die Stoffe können für Bekleidung, aber auch als Wohndeko verwendet werden.

Für das Kreativ-Programm sorgt Claudia Taub aus Isen. Bei ihr können Nähanfänger unter geduldiger Anleitung gleich vor Ort einen Loop oder auch einen Shopper nähen.

Und für die Bewirtung mit Kaffee, Kuchen und Kleinigkeiten ist im NähCafé im Gasthof Klement natürlich auch gesorgt.

 




Ein klassischer Hochgenuss

Den Auftakt der diesjährigen Wasserburger Rathauskonzerte bestreitet am Freitag, 13 März, um 20 Uhr das Ensemble I Virtuosi di Paganini. Das aus jungen Solisten bestehende Streichorchester wurde von Ingolf Turban (Violine und Leitung) mit dem Gedanken ins Leben gerufen, der virtuosen Leichtigkeit von Paganinis Musik endlich wirklich zu entsprechen. So entstand eine Möglichkeit, die äußerst anspruchsvolle Violinliteratur des aufkeimenden Virtuosentums um Paganini für unsere Zeit wieder neu zu entdecken. Sowohl „Puristen“, als auch „Romantiker“ finden ihre Wünsche an einem Abend erfüllt.

Im Historischen Wasserburger Rathaussaal erklingen neben Werken von Paganini (Solo-Violine Ingolf Turban), seinem Zeitgenossen Niccolo Bazzini und W.A. Mozart auch Felix Mendelssohn-Bartholdys bekanntes g-Moll Klavierkonzert, in dem der Münchner Pianist Julian Riem den Solopart übernimmt.

Karten für dieses Konzert gibt es beim Ticketservice der Sparkasse Wasserburg oder über die Ticket-Hotline 08071 / 101-3333.




Aus dem Rahmen fallend

Am morgigen Samstag, 29. Februar, findet wieder eine spezielle Themenführung mit der Stadtdentdeckerin Irene Kristen-Deliano und der Erzählerin Ilona Picha-Höberth statt: Auf ihrem Weg durch die Altstadt führen die beiden Autorinnen zu sonst nicht zugänglichen Orten innerhalb und unterhalb von Stadt, Kirche und Burg …

Dabei  bringen sie längst Vergessenes wieder ans Tageslicht und erzählen Geschichten über Verbotenes, Verwunschenes und längst Vergangenes.

Sie berichten über verborgene Wege und verschwiegene Stätten. Wie immer bewegen sie sich dabei an der Grenze zwischen Historie und Fantasie und lassen in mystischen und spannenden Geschichten die Geschichte wieder lebendig werden.

Nicht zuletzt führen sie in das Geheimnis eines alten Apothekerlikörs ein, dessen Rezept lange Zeit als verloren galt.

Beginn der Führung ist um 16.30 Uhr. Treffpunkt: Marienapotheke Wasserburg, Anmeldung unter der 08071 – 41 07 oder 93 157 oder per email: info@picha-hoeberth.com

Das aktuelle Frühjahrsprogramm mit weiteren mystischen Themenführungen unter www.picha-hoeberth.com




Der Tuba-Philosoph in Staudham

Der begnadete Tubist und ECHO-Preisträger Andreas Martin Hofmeir, Ex-LaBrassBanda-Mitglied, ist im Gasthaus Staudham zu Gast! Mit seinem neuen Programm „Kein Aufwand! Teil 2 – Die letzten Jahre“ steht er nächste Woche am Freitag, 6. März, um 20 Uhr in der Landwirtschaft auf der Bühne. Lesend und spielend: Das Bürgerforum Wasserburg lädt anlässlich seines 30-jährigen Jubiläums ein. Der Vorverkauf läuft …

… und zwar bei allen Filialen der Sparkasse Wasserburg. bei der Buchhandlung Herzog und im Innkaufhaus sowie bei der Tickethotline 08071 101-3333 und online unter ticktservice@sparkasse-wasserburg.de 
Eintritt: 15 Euro – ermäßigt und Wasserburg-Pass zehn Euro – plus VVK-Gebühr.
Oder direkt bei edith@stuermlingers.de per E-mail bestellen.

Dem Bürgerforum Wasserburg ist es gelungen, den Ausnahmekünstler zum Jubiläum nach Wasserburg zu holen. Auch wer Teil 1 verpasst hat, kann ohne „Vorwissen“ den Abend uneingeschränkt genießen …

Skurrile Geschichten aus dem Leben eines Tubisten warten – und ein unvergesslicher Musikkabend!

Seit einigen Jahren macht Andreas Martin Hofmeir, ECHO Klassik-Preisträger, Tubaprofessor am Mozarteum in Salzburg und Gründungsmitglied der bayrischen Kultband LaBrassBanda, wieder die Theater, Wirtshäuser und Kleinkunstbühnen dieser Welt unsicher. Nördlich wie südlich des Weißwurstäquators feiern Publikum und Presse seine musikalisch-kabarettistische Lesung „Kein Aufwand!“.

Mit dem zweiten Teil seines Programms werden nun neue Geschichten über die letzten Jahre nachgelegt.
Eine musikalisch-kabarettistische Lesung von und mit Andreas Martin Hofmeir mit seiner Tuba Fanny, der Trompete Franz und der Posaune Frau Griesmeier sowie Tim Allhoff am Jazzpiano.

 

 




Eine poetische Liaison

Eine faszinierende Kombi: Skulptur und Zeichnung! Nächste Woche am Samstag, 7. März, findet um 18 Uhr in der Galerie im Ganserhaus Wasserburg die Vernissage zu einer neuen Ausstellung statt: Heiko Börner zeigt zum Thema FLOW bis Anfang April seine Werke. In Börners Skulpturen entfaltet sich ein archaisches, nuancenreiches Spiel von Formen: Es verwandeln sich Hölzer in faszinierende Gestalten. Seine eigenwillige, phantasiereiche Formensprache reicht vom Schlichten zum Opulenten …

… vom überbordend Sinnlichen und Chaotischen, zum kühl Abstrakten, vollkommen Geordneten.

Die Arbeiten sind Fragmente einer Fantasiewelt, die den flüchtigen Augenblick überdauern. Sie verbinden Tradition und Moderne auf poetische Weise.

Heiko Börner – geboren 1973 – lebt und arbeitet in München. Er zählte heuer zu den Finalisten um den PHÖNIX – den Kunstpreis für Nachwuchskünstler, bei dem sich 326 Künstler beworben hatten. Nicht nur aus Deutschland, auch aus Afrika, Amerika und Asien waren die Bewerbungen um die begehrte Auszeichnung eingegangen. In der internationalen Kunstszene weiß man, dass der PHÖNIX ein Garant für künstlerische Karrieren ist und damit der Start in die internationale Kunstszene und der Zugang zu Galerien gelingt.

Das waren die zehn Finalisten: Arno Bojak (Berlin), Heiko Börner (München), Benjamin Burkard (Kandel), Johanna Flammer (Düsseldorf), Sebastian Hertrich (Erlangen), Katharina Lehmann (München), Anne Nissen (Hannover), Christian Pilz (Berlin), Regina Reim (Schwegenheim) und Regine Wolff (Lotte).

Die Ausstellung FLOW von Heiko Börner ist vom 7. März bis 5. April 2020 in der Galerie im Ganserhaus zu sehen.

Der AK68 lädt donnerstags bis sonntags herzlichst jeweils von 13 bis 18 Uhr ein.

Fotos: Heiko Börner – AK68




Was will uns der Künstler sagen …?

In den Beständen des Museums Wasserburg befindet sich seit Jahrzehnten eine Radierung, die Rätsel aufgibt. Zu sehen sind Musiker am Dempfeck und einige, als Kasperl verkleidete Kinder. Die Arbeit stammt aus der Hand des Wasserburger Amtsrichters, Zeichenlehrers und Künstlers Karl Hofmann. Doch was wollte dieser mit dem Bild ausdrücken: Fasching auf dem Marienplatz? Doch warum wirken die Erwachsenen so unbeteiligt? Das Museum freut sich über Lösungen, Ideen und Anregungen. Vielleicht wissen die alten Wasserburger ja mehr?

Das Bild zeigt fünf Musiker und ihren Dirigenten am Dempfeck, also der Kreuzung Marienplatz –  Bruckgasse – Schmidzeile.

In den 1920er Jahren befand sich im Haus am Marienplatz mit dem Turmerker die Druckerei Dempf. Gegenüber im alten Mauthaus, das zum Bräu im Winkel gehörte und heute die Hausnummer Marienplatz 25 trägt, waren im Erdgeschoss Läden untergebracht. Durch ein Fenster sieht man einen Handwerker bei der Arbeit. Drei als Kasperl verkleidete Kinder kommen dazu.

Gegenüber sitzt eine Dame beim Stricken auf der Bank vor dem Haus. Neben ihr hebt ein Hund sein Bein – typisch für die ironischen Arbeiten Hofmanns. Ein gut gekleidetes Paar flaniert völlig unbeteiligt aus dem Bildhintergrund herüber. Ein weiteres reckt die Köpfe aus dem Turm des Dempfhauses und die Dame kommuniziert mit einem Herrn auf der Straße. Womöglich gehört er zu den Musikern und bittet um eine Gabe. 
Doch was hat es mit dem Bild auf sich? Wer waren die Musiker und was wollen uns die verkleideten Kinder sagen?

Karl Hofmann (1880-1967) erhielt nach dem Ersten Weltkrieg eine Stelle als Amtsrichter in Wasserburg (1920-1930). Zwischen 1920 und 1927 zeichnete er romantisierende Aquarelle und idyllisch-humorvolle Straßenszenen der Altstadt. Hofmann orientierte sich bei den Staffage-Figuren an Karikaturen von August Geigenberger. Der spätere Bildhauer Willi Ernst nahm bei ihm Zeichenunterricht. 

Bisher wurde die Radierung unter dem Stichwort „Faschingstreiben“ in der Datenbank des Museums verschlagwortet. Doch kann das sein? Aus der Kirmayer-Chronik und einigen alten Ausgaben der Heimat am Inn weiß man, dass die Kinder am UDO, dem Unsinnigen Donnerstag, tagsüber verkleidet umherzogen.

Die Erwachsenen feierten am Donnerstagabend, am Sonntag nach dem Umzug oder am Nachmittag des Faschingsdienstags auf den Plätzen der Stadt. Aber hier wirken die Erwachsenen so unbeteiligt. Die Protagonisten tragen keine warme Kleidung, wie das für den Spätwinter notwendig wäre und selbst eines der Kinder schaut die Musiker fragend an. Auch der Stand der Sonne, die Sonne steht hoch im Westen, weist auf einen späten Nachmittag im Sommerhalbjahr hin …

 




Ich brauche keine – nein, DEINE – Millionen

„Ich brauche keine – nein, DEINE – Millionen!“ Das ist das neue Programm der 20er Jahre Kapelle mit Katja Ritters und Les Garçonnes, die am Freitag, 20. März, um 20 Uhr im Wasserburger Gimplkeller das Publikum begeistern werden. Unter dem Motto „Musik! Musik! Musik!“ kommt die Kapelle um Sängerin Iva la Diva schnell zur Sache – mit dem unnachahmlichen Charme der Musik der Zwanziger Jahre. Der Vorverkauf läuft …

Es erklingen die bekanntesten Lieder der goldenen Ära und entlocken dem willigen Nachtschwärmer schon einmal das ein oder andere Tänzchen.

Befeuert von den beschwingten Rhythmen des Herren am Schlagwerk, Jo the Syncopator, erklingen die Schlager der Zwanziger Jahre freizügig und exquisit.

Verführerisch perlen die Klavierklänge unter den Händen von Madame Blanche hervor und kitzeln aufs Angenehmste den Gehörgang.

Greift dann Lasse vom Barree für ein verwegenes Solo in die Saiten seiner Gitarre und vibriert exaltiert das Timbre der Diva, gibt es kein Halten mehr: Ab aufs Parkett …

Karten 17 Euro:

Vorverkauf beim Ticketservice der Sparkasse Wasserburg (+ zwei Euro VVK)

und in der Buchhandlung Herzog in Wasserburg.

Freie Sitzplatzwahl. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Konzertbeginn.

Weiter Informationen unter www.gimplkeller.de




Noch zwei Mal die „Pension Schöller“

Carl Laufs und Wilhelm Jacoby, zwei gebürtige Mainzer, waren begeisterte Karnevalisten. 1889 taten sich die beiden Schwänke-Schreiber zusammen und entwickelten die Posse „Pension Schöller“. Seit der Uraufführung 1890 in Berlin sind unzählige Bühnenversionen und Verfilmungen entstanden. Am Theater Wasserburg ist das Stück unter der Regie von Nik Mayr an diesem Faschings-Wochenende nun noch zwei Mal zu sehen. Am Freitag- und am Samstagabend …

Im Mittelpunkt steht Philipp Klapproth, ein vermögender Provinzler, der nach einem außerordentlichen Erlebnis giert, um einmal kräftig prahlen zu können. Er findet, dass sein Neffe Alfred, den er finanziell unterstützt, ihm ohnehin einen Gefallen schuldet.

Er konfrontiert Alfred kurzerhand mit der Bitte, ihn mit Geisteskranken in einer Nervenheilanstalt zusammen zu bringen. Alfred, etwas überfordert mit diesem Wunsch, greift in seiner Not auf die Pension Schöller zurück. Sensationshungrig begibt sich Klapproth in die vermeintliche Klapsmühle und hält alle zum Narren. Dass es im Nachgang sein Nervenkostüm sein wird, an dem gezerrt wird, ist ihm an dieser Stelle noch nicht klar …

Ein Seelenspiel über den kleingeistigen, spießbürgerlichen Bodensatz, aus dem heraus es singt und lacht.

Regie führt Nik Mayr. 

Es spielen: Uwe Bertram, Mario Eick, Susan Hecker, Hilmar Henjes, Manuel Kandler, Carsten Klemm, Rosalie Schlagheck, Annett Segerer und Regina Alma Semmler.

Infos sowie Restkarten über www.theaterwasserburg.de.

Karten im Vorverkauf sind in der Gäste-Information, im Innkaufhaus und bei Versandprofi Gartner in Wasserburg erhältlich.

Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Foto: Christian Flamm




Der mit Konzerten beglückte …

„Beglückende Konzerte“ wollte er der Region schenken, so war sein Wunsch bei seiner Berufung im Jahr 2012. Durch konsequente Aufbauarbeit in Chor und Orchester ist dies wahrhaft gelungen. Dieser Tage hat Thomas J. Mandl leider nach acht Jahren als künstlerischer Leiter die Innphilharmonie Rosenheim verlassen und eine Professur für Dirigieren in Tübingen angetreten. Sein Wirken in der Stadt Rosenheim war – weit über die Innphilharmonie hinaus – beträchtlich.

Unser Foto zeigt die Verabschiedung von Thomas J. Mandl durch den 1. Vorsitzenden der Innphilharmonie, Martin Huber.

Nach fast acht Jahren künstlerischen Schaffens endet die Zeit von Thomas J. Mandl in Rosenheim, in der er das kulturelle Leben nicht nur der Innphilharmonie, als deren künstlerischer Leiter er wirkte, sondern der Stadt und des Landkreises nachhaltig prägte.

Eines der Höhepunkte war das Konzert zum 150 jährigen Jubiläum der Stadterhebung in Rosenheim. Ein Werk aus der Gründungszeit sollte es sein, und eines, das für eine weltoffene Stadt in die Zukunft weist. So erklangen neben dem Requiem von Johannes Brahms zwei Uraufführungen.

Eine war ein Auftragswerk der Innphilharmonie an den mehrfach ausgezeichneten Komponisten Johannes X Schachtner („Vierzehn – Tableau dramatique”). Daneben stand – quasi als ein Geschenk Mandls an die Stadt Rosenheim – seine eigene Komposition “Lebenslauf” nach Texten von Hölderlin.

Maßgeblich inspirierte er die Umgestaltung des damaligen Musikverein Rosenheim e.V., der älter als die Stadt Rosenheim selbst ist, zu einer weltoffenen Innphilharmonie e.V. Mit der Änderung des Namens ging eine gründliche Neuorientierung des Vereins einher.

Innovative Programmgestaltungen prägten die Konzerte der Innphilharmonie, u.a. mit selten aufgeführten Werken wie die große und opernhafte „Messa di gloria“ von Giacomo  Pucchini, die Chorfantasie von Beethoven, unbekannte Vertonungen von Marien – Texten, z.B. von Carl Philipp Emmanuel Bach, Mendelssohn und Schubert oder die „Coronation Anthems“ von Händel, aus der als Hit Hymne der Champions League Spiele stammt.

Die großen Werke für Chor und Orchester wie Bachs Passionen oder das Weihnachtsoratorium, das Requiem von Mozart oder Brahms wurden vom Publikum gerne angenommen. Die außergewöhnlichen Programmfolgen der Konzerte mit verschiedenen Genres und Stile überzeugten ebenso. So standen u.a. a capella Werke des modernen Amerikaners Morton Lauridsen neben Bach, Solokonzerte von Beethoven, Mozart, Bruch und viele andere ließen Oratorien in einem neuen Licht erscheinen.

Lange in Erinnerung wird das jüngste „Best of operas“ bleiben. Internationale Solisten holte er ebenso in die Stadt wie er jungen begabten Rosenheimer Talenten eine Bühne vor großem Orchester bot.

Neue Programmformate beleben das kulturelle Leben der Stadt: „Rosenheim singt“ zum Beispiel, ein Miteinander vieler Chöre an verschiedenen Aufführungsorten in der Stadt, kein Konkurrenzsingen um die Zuhörenden, sondern ein fröhliches Miteinander vieler Sängerinnen und Sänger. Der „musikalische Stadtspaziergang“ ist heute eine der meist gebuchten Stadtführungen. Es gab Benefizkonzerte, u.a. für die Leidtragenden des Hochwassers 2013 oder für die musikalische Bildung an den Grundschulen der Stadt.

Das kulturelle Leben der Stadt prägte er maßgeblich mit. Die Programmhefte der Meisterkonzerte im Ku’ko entstammten seiner Feder, mit den gerne gehörten Einführungsvorträgen zu diesen Konzerten erschloss er weitergehende Zusammenhänge und erweiterte das Hörverständnis des Publikums. So mancher Impuls, den er im kulturellen Leben der Stadt gab, wird auch in Zukunft Früchte tragen.

 

 

 

 

 

 

 




Gypsy, Swing und Eigenkompositionen

Das Yamandu-Fuchs-Quartett kommt am Donnerstag, 19. März, 20 Uhr, zu „Jazz in der Schranne”. Das junge Quartett aus Österreich spielt frischen Gypsy-Jazz, Swing, progressive Eigenkompositionen und traditionelle Musik quer über die Balkanroute im Stile Django Reinhardts, vereint zum Kuss unter der bayrisch-österreichischen sowie brasilianischen Sonne.

Der aus Wasserburg gebürtige Gitarrist Aron Hollinger hat an der Anton Bruckner-Privatuniversität und Neuen Jazzschool München studiert und lebt in Linz.

Der aus Bad Aibling gebürtige Gitarrist Daniel Bierdümpfl lebt ebenfalls in Linz.

Rosa Margarethe Fuerpass-Netočný steuert bei diesem Konzert den Gesang bei.

Der gebürtige Brasilianer Luan Gonçalves spielt an diesem Abend den Kontrabass.

Eintritt: 15 Euro.




Nur noch heute: Eine Tramfahrt lang

Mit seiner Ausstellung EINE TRAMFAHRT LANG freut sich der Künstler Lukas Weiß,    eine Zwischenstation seines künstlerischen Werks in den Räumen der Galerie im Wasserburger Ganserhaus präsentieren zu können. Und der Hausherr, der Wasserburger AK68, freut sich auch: Einen Monat lang war die Kunst zu sehen und lockte viele an. Heute ist die letzte Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen. Das Rauschen der Schienen während der Fahrt, der Blick aus dem Fenster. Farben, Formen, Lichter, Umrisse, Fragmente, Erkennbares und Verborgenes …

 Öffnungszeit nur noch heute von 13 bis 18 Uhr.

Station für Station wird geschoben, geordnet, überholt, verlegt, verdruckt.

Gezeigt werden Druckgrafiken von Lukas Weiß’ aktueller Schaffensphase.

Lukas Weiß kommt das einfache Prinzip des Hochdrucks entgegen und so                 verwandeln sich Parkettbodenmaterial, Karton oder Sperrholzplatten zu            Druckstöcken und Druckvorlagen seiner grafischen Arbeiten.

 




Eine Abfolge von Highlights

„The best is yet to come…“: Der Titel der neuen CD beschreibt den Verlauf des Abends unter dem Titel „Jazz in der Schranne“ mit dem Schlagzeuger Rick Hollander und seinen musikalischen Mitstreitern sehr gut – das Konzert war eine Abfolge von Highlights. Wasserburg war diesmal für die renommierte Band Auftakt einer Tournee, die sie vom österreichischen Linz bis in den hohen Norden nach Dänemark führt.

Rick Hollander, Paul Brändle an der Gitarre, Brian Levy an Saxophon und Querflöte und Matt Adomeit am Bass waren an diesem Abend in Höchstform und lieferten dem vielköpfigen Publikum temporeiche Stücke in Abwechslung mit leisen, lyrischen Balladen. Alles in der besten Jazztradition der 50-er und 60-er Jahre. Nicht zuletzt sorgte in der vollen Schranne die pointiert eingesetzte Steeldrum von Rick Hollander für einen lang anhaltenden Applaus.

Alle Fotos: ©Ingolf Hatz www.ingolfhatz.com

 




Wiener Blond am Samstag in Pfaffing

Charmant, goschert und auch grantig sein: Dass die jungen Musiker Sebastian Radon und Verena Doublier von WIENER BLOND das besonders gut können, haben sie bereits auf ihrem ersten Album „Der letzte Kaiser“ bewiesen. Am kommenden Samstag, 15. Februar, sind sie um 20 Uhr im Pfaffinger Gemeindesaal auf Einladung der Kunst in der Filzen zu Gast. Eine Art Musikkabarett mit Gitarre, Cajon, Trompete und Loop-Station! Und mit viel Spass …

Ihr Debut, das vor fünf Jahren erschien, hat in der Szene rund um das sogenannte „neue Wienerlied“ bleibenden Eindruck hinterlassen. Mit ihrem aktuellen „Wienerlied-Beatbox-Pop“ widmen sie sich wieder österreichischen Urgesteinen wie dem Spritzwein oder Risi Bisi, sie vertiefen sich in die Wiener Mehlspeis-Kultur und illustrieren musikalisch eine Fahrt in der U-Bahn.

Wann:      Samstag, 15. Februar,  20 Uhr, Einlass: 19 Uhr

Wo:          Bühne im Gemeindezentrum in Pfaffing, Schulstraße 5

Eintritt:    18€ im VVK, 20€ an der Abendkasse

Vorverkauf:    Edeka Pfaffing und Bücher Herzog Wasserburg

Telefonische Karten- und Tischreservierung (ab fünf Personen) unter der 08076/886040.

Bewirtung durch die beliebte Küche des Veranstalters.

 

 




Im Büro der Grünen

Der Integrationspreis der Regierung von Oberbayern ging 2019 an ein Rosenheimer Projekt: Franziska Eslami wurde für ihr Kinder-Kunstprojekt „young art rosenheim” mit Kindern aus geflüchteten Familien ausgezeichnet. Die Ausstellung ist nun in der Papinstraße in Rosenheim zu besichtigen. Die Vernissage ist am kommenden Freitag, 14. Februar, um 18 Uhr im Stimmkreisbüro der Grünen-Landtagsabgeordneten Claudia Köhler …

Die Künstlerin Franziska Eslami und einige der jungen Künstlerinnen und Künstler werden ab 20 Uhr anwesend sein.

Mit dabei sein werden außerdem der Fraktionsvorsitzende im Stadtrat Rosenheim und Oberbürgermeister-Kandidat der Grünen, Franz Opperer sowie Steffi König aus Wasserburg, Mitglied des Landesvorstands der Grünen Bayern.

Die Ausstellung ist dienstags von 9 bis 14 Uhr und freitags von 14 bis 19 Uhr zu besichtigen.

 

 




„Drei Schwestern” in Wasserburg

Die drei Schwestern Irina, Mascha und Olga sitzen in der Provinz fest. Wenn man doch bloß in Moskau wäre. Dann würde das Leben viel besser laufen. Sicher. Die Sehnsucht nach Veränderung treibt alle um. Eigentlich soll das jährliche Namenstagsfest für Irina stattfinden, aber die Feierlaune hält sich etwas in Grenzen. Jeder hat schließlich auch mit sich und seinen Nöten zu kämpfen. Im Wunsch nach Selbstoptimierung bleiben sie alle irgendwie hängen. Aber wollte man nicht eigentlich gehen? „Drei Schwestern” von Anton Tschechow hat am Freitag, 14. Februar, um 20 Uhr Premiere im Theater Wasserburg.

Weitere Spieltermine: 15. Februar, 6. und 7., 13. und 14. März sowie 1., 2. und 3. Mai. Beginn ist freitags und samstags um 20 Uhr, sonntags um 19 Uhr. Regie: Uwe Bertram und Nik Mayr. Es spielen: Julia Angeli, Malene Becker, Hilmar Henjes, Regina Alma Semmler und Laurenz Winklhofer.

Mehr Informationen sowie Karten und tagesaktuelle Hinweise zu Spielplanänderungen gibt es über www.theaterwasserburg.de. Karten im Vorverkauf sind in der Gäste-Information, im Innkaufhaus und bei Versandprofi Gartner in Wasserburg sowie beim Kulturpunkt Isen-Taufkirchen und im Kroiss TicketZentrum Rosenheim erhältlich. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

 

 




Es wird romantisch

Die Heaven Singers laden zu einem Valentinstag-Konzert am kommenden Freitag, 14. Februar, um 20 Uhr in den Theatersaal der Landwirtschaft in Staudham ein – anläßlich ihres nun dreijährigen Bestehens. Das Ensemble mit dem Kinder- und Jugendchor sowie mit Solisten und der eigenen Band wollen die Herzen der Zuhörer höher schlagen lassen. Mit Lovesongs und Highlights des Gospels …

Die Heaven Singers freuen sich gemeinsam mit Pianist und Dirigent Christopher Rakau ihr kleines Jubiläum mit vielen Gästen und einem abwechslungsreichen Konzertabend feiern zu dürfen. Dessen Motto neben Glaube und Hoffnung die LIEBE in den Mittelpunkt stellen wird …

Tickets im Vorverkauf gibt’s in der Landwirtschaft oder am Konzertabend ab 19 Uhr an der Abendkasse.

Foto: Heaven Singers

 

 




Mit „Leonce und Lena“ dabei

Die Entscheidung des Kuratoriums für die 37. Bayerischen Theatertage 2020 ist gefallen: 25 Inszenierungen sind in diesem Jahr zu dem Festival eingeladen – darunter eine Schauspielproduktion des Theaters Wasserburg in der Regie von Theaterleiter Uwe Bertram: „Leonce und Lena“.

Die Bayerischen Theatertage finden vom 20. bis 31. Mai am Landestheater Schwaben in Memmingen statt und sind erstmals kuratiert. Unter dem Motto „Wir können auch anders!“ bilden die ausgewählten Produktionen das Herzstück eines diskursiven Festivals des Gegenwartstheaters mit zugespitzter politischer Thematik.

Die Kuratoren haben in einem intensiven Sichtungsprozess die teilnehmenden bayerischen Inszenierungen aus 93 eingegangenen Bewerbungen ausgewählt. Dem Kuratorenteam gehören Christoph Leibold (Kulturjournalist und Theaterkritiker), Anne Verena Freybott (Chefdramaturgin am Landestheater Schwaben), Frauke Meyer (Regisseurin, Projektentwicklerin, künstlerische Projektleiterin, Dozentin), Judith Huber (Leitung der freien Spielstätte PATHOS München), Eva Löbau (Theater- und Filmschauspielerin, Ensemblemitglied Münchner Kammerspiele) und Christian Schönfelder (Dramaturg am JES Stuttgart und freier Autor) an.

Die Inszenierungen laufen in fünf Themenreihen. „Leonce und Lena“ gehört zur Kategorie „Klassiker für heute“ und wird am Sonntag, 31. Mai, um 19 Uhr im Großen Haus des Landestheaters Schwaben in Memmingen gezeigt.

Mehr Informationen gibt es über www.landestheater-schwaben.de. Die Bayerischen Theatertage gibt es seit 1983. Erfunden wurde das größte Theaterfestival Bayerns von August Everding und Ernst Seiltgen.

 

Foto: Ist im Mai auf den 37. Bayerischen Theatertagen in Memmingen zu sehen: die Produktion „Leonce und Lena“ des Theaters Wasserburg. Unter anderem spielen mit: Magdalena Müller und Annett Segerer (von links). FOTO: CHRISTIAN FLAMM




Die letzte Reise nach Panama

Der Kleine Bär und der Kleine Tiger machen sich am Sonntag, 9. Februar, um 11 Uhr beim Theater Wasserburg zum letzten Mal auf ins Land ihrer Träume: Nämlich nach Panama. Dort riecht es nämlich von oben bis unten nach Bananen. Aber wo liegt denn eigentlich Panama? Rechts? links? Oder auf dem Dachboden? Etliche Begegnungen mit Maulhelden, Ahnungslosen und Quatschköpfen bringen die beiden dann aber doch ans Ziel. Oder war der Weg das Ziel?

Annett Segerer hat Janoschs Kinderklassiker in eine Bühnenversion für Theaterbesucher ab vier Jahren umgewandelt. Es spielen: Carsten Klemm, Magdalena Müller und Regina Alma Semmler. Für Kindergärten und Schulen werden im Februar noch Spieltermine unter der Woche angeboten. Buchungsanfragen können direkt an die Leiterin des Kinder- und Jugendtheaters, Annett Segerer, segerer@theaterwasserburg.de, gerichtet werden.

Mehr Informationen sowie Karten und tagesaktuelle Hinweise zu Spielplanänderungen gibt es über www.theaterwasserburg.de. Karten für die öffentlichen Vorstellungen sind im Vorverkauf in der Gäste-Information, im Innkaufhaus und bei Versandprofi Gartner in Wasserburg sowie beim Kulturpunkt Isen-Taufkirchen und im Kroiss TicketZentrum Rosenheim erhältlich. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

 

Foto: Der Kleine Tiger (Regina Alma Semmler) und der Kleine Bär (Magdalena Müller) auf der Suche nach ihrem Traumland. Foto: Christian Flamm.

 




Im Gedenken an die Opfer

Ein Vortrag findet im Rahmen der Wasserburger Sonderausstellung „In Memoriam an die Opfer der Euthanasie im Nationalsozialismus” statt – und zwar am nächsten Montag, 10. Februar, um 19.30 Uhr im Wasserburger Sparkassensaal zum Thema: Valentin Faltlhauser (Foto), Reformpsychiater und Mörder. 

Der Kurator der aktuellen Sonderausstellung im Museum Wasserburg – Prof. Dr. Michael von Cranach – war ärztlicher Direktor des BKH Kaufbeuren und setzte Maßstäbe für die Aufarbeitung der NS-Patientenmorde. Am Beispiel der Biographie von Valentin Faltlhauser, Täter im Rahmen der Krankenmorde zwischen 1939 und 1945, wird der Referent Folgendes aufzeigen:

Die Bedingungen, die dazu führten, dass ein humanistisch gebildeter und reformorientierter Arzt schließlich seine Patienten ermordete!

Der Vortrag findet in Kooperation mit dem Heimatverein Wasserburg statt.




Der andere Reformator

„Von Zwingli bis heute“ – so lautet das Thema eines Abends am kommenden Freitag, 7. Februar, um 19 Uhr mit Dr. Bernd Rother aus Rosenheim, Pfarrer und theologischer Referent beim evangelischen Bildungswerk. Und zwar im evangelischen Gemeindehaus, Surauerstraße 3, in Wasserburg.

Mit dem Wirken Huldrych Zwinglis, Leutpriester in Zürich, nahm 1519 die Reformation in der Schweiz ihren Gang. Als Leutpriester bezeichnete man damals Priester, die nicht Mitglieder eines Ordens waren.

Heute ist die reformierte Kirche neben der lutherischen eine der bedeutendsten Konfessionen, die das Erbe der Reformation leben. An diesem Abend folgt die Pfarrei der Spur von Zwingli bis heute. Typische Merkmale und Einstellungen „der Reformierten“ werden vorgestellt – und was sie von anderen Konfessionen unterscheidet.

 




Betreutes Trinken mit Jan Kott

Schauspieler Nik Mayr leitet im Theater Wasserburg eine monatliche Lesereihe in der Theaterbar „Helmut“. Er hat sich in dieser Spielzeit vorgenommen, das Stammtisch-Niveau wieder zu heben. Daher gibt es unter dem Titel „Betreutes Trinken“ einmal im Monat donnerstags nach Feierabend erneut Texte und Gespräche in gemütlicher Atmosphäre zwischen Bar und Buch. Am Donnerstag, 6. Februar, liest er um 20 Uhr gemeinsam mit dem Schauspielkollegen Carsten Klemm „Das Gedächtnis des Körpers“ von Jan Kott.

Jan Kott (1914-2001), Literaturprofessor, Kritiker und Autor, machte sich vor allem einen Namen mit seinen Shakespeare-Interpretationen. „Das Gedächtnis des Körpers“ ist eine Sammlung von Essays und Berichten über Autoren wie Gogol und Ibsen und Theatermacher wie Peter Brooks und Jerzy Grotowski. Martin Ensslin führt in seinem Vorwort dazu aus: „Jan Kott ist ein Universalgelehrter.

Er schreibt mit derselben Meisterschaft über das Kabuki-Theater wie über Stanislaw Witkiewicz, Witold Gombrowicz und Bruno Schulz, das Dreigestirn der polnischen Literatur. Die in Gedächtnis des Körpers versammelten Arbeiten sind mit einer Eleganz und Souveränität verfasst, als wäre dies die leichteste Sache der Welt. Es ist, als würde man sich nicht mehr in die Lektüre dieser Essays vertiefen, sondern als würde Kott in einem Kaffeehaus von seinen Lese- und Theaterabenteuern erzählen.“

 

Mehr Informationen sowie Karten und tagesaktuelle Hinweise zu Spielplanänderungen gibt es über www.theaterwasserburg.de. Karten im Vorverkauf sind in der Gäste-Information, im Innkaufhaus und bei Versandprofi Gartner in Wasserburg sowie beim Kulturpunkt Isen-Taufkirchen und im Kroiss TicketZentrum Rosenheim erhältlich. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

 

Foto: Es lesen Carsten Klemm und Nik Mayr. Foto: Christian Flamm




Am Donnerstag „Jazz in der Schranne”

„Jazz in der Schranne” freut sich, im Februar „The Rick Hollander Quartet feat. Brian Levy” begrüßen zu dürfen. Die Jazz-Musiker kommen am Donnerstag, 6. Februar, 20 Uhr, nach Wasserburg. Bandleader Rick Hollander ist ein herausragender Schlagzeuger. Mit seinem Quartett verfolgt er sein eigenes Ding, und das knüpft an den Modern Jazz der Ära von Charlie Parker, Bud Powell, Miles Davis und John Coltrane an.

Das bopt und groovt und wechselt zwischen geschmeidigen Balladen und nervösen Up-Tempo-Nummern, bei denen die Vier ihre technische Virtuosität eindrucksvoll unter Beweis stellen.

Es ist nicht selbstverständlich für eine Band an vergangene Erfolge anzuknüpfen. Das „Rick Hollander Quartet” ist seit den 1990-er Jahren eine feste Institution in der globalen Jazzszene.

Der aus San Diego stammende Saxophonist Brian Levy gehört zu den virtuosesten Saxophonisten seiner Generation, sein emotionaler, reifer Ausdruck begeistert das Publikum weltweit. Levy unterrichtet Jazzsaxophon und Improvisation am renommierten „New England Conservatory“ in Boston.

 

Der 1992 in Kempten geborene Gitarrist Paul Brändle wird als vielversprechendes Nachwuchstalent gehandelt. Der Absolvent der Hochschule für Musik und Theater München versteht es ohne Effekthascherei den Zuhörer nach und nach in seinen Bann zu ziehen, mit dem Anspruch hinter jeder einzelnen Note stehen zu können.

 

Vorstellungsvermögen und Ehrlichkeit zeichnen den in Hartford, Connecticut geborenen Bassisten Matthew Adomeit aus. Sowohl mit seinem breiten musikalischen Spektrum als auch der völligen Kontrolle über den Kontrabass treibt er die Band an. Von seiner Wahlheimat Berlin aus strebt der 1990 geborene Adomeit, Absolvent des „Oberlin College“ und des „Oberlin Conservatory of Music“, zu neuen Horizonten.

 

Schlagzeuger Rick Hollander stammt aus Detroit und wurde 1956 geboren. Beeinflusst von den musikalischen und gesellschaftlichen Umbrüchen der 60-er und 70-er Jahre zeichnet er sich heute durch sein einfühlsames Begleiten und seine starke musikalische Vorstellungskraft als Bandleader aus. In seiner Kariere arbeitete er mit Jazzgrößen wie James Moody, Brad Mehldau und Roy Hargrove zusammen.

Eintritt: 15 Euro.

 




Bühnenflöhe für die Kinder

Für Kinder ab fünf Jahren kommt Pippi Langstrumpf nach Pfaffing: Und zwar mit dem Ensemble der Bühnenflöhe des Theaters in der Au in München. Nach einer Bearbeitung von Christian Schönfelder zeigt Regisseur Christian Janda das beliebte Stück am kommenden Sonntag, 9. Februar, um 16 Uhr im Pfaffinger Gemeindesaal. Die Kunst in der Filzen lädt Jung und Alt dazu herzlichst ein. Der Karten-Vorverkauf läuft …

Zum Inhalt:

In ein altes Haus neben Annika und Thomas ist ein Mädchen mit einem Pferd und einem Affen eingezogen. Sie nennt sich Pippi Langstrumpf und lebt allein in ihrer Villa Kunterbunt. Ihr Vater ist als Seeräuber unterwegs, sie besiegt auf dem Jahrmarkt den stärksten Mann und lügt, dass sich die Balken biegen … Da Pippi einen Koffer voller Goldstücke besitzt, interessieren sich auch bald zwei Einbrecher für das Geld …

Wann: 16 Uhr, Einlass: 15.30 Uhr

Aufführungsdauer: etwa 90 Minuten einschließlich einer Pause.

Wo:      Bühne im Gemeindezentrum in Pfaffing, Schulstraße 5

Eintritt: Sieben Euro.

Vorverkauf: Edeka Pfaffing

Telefonische Kartenreservierung unter der 08076/886040

www.kunst-in-der-filzen.de




Er nahm sich gern ZEIT für Wasserburg …

Es gibt keine vernünftige Alternative zum Optimismus! Das ist der Kernsatz des gestrigen Abends im Wasserburger Kino. Und zwar von ihm: Als er es sich auf einem Barhocker im großen Utopia-Saal vermeintlich bequem machte und dem Publikum ausgesprochen nah war – Hubertus Meyer-Burckhardt. Er war auf Einladung von Marie Theres Kroetz Relin – sie kennen sich seit vielen Jahren beruflich – zu einer Lesung zu Gast. Der Produzent, Autor und so beliebte NDR-Talkshow-Moderator aus Hamburg, der Wasserburg zum dritten Mal besuchte …

Fotos: Renate Drax

… war er doch als Schüler und Student schon hier gewesen … An diesem so unglaublich schönen Ort, wie er im Gespräch mit der Wasserburger Stimme und auch bei der Lesung schwärmte. Viel könne er aber nicht anschauen, da ihm die Zeit dazu auf seiner Tour leider fehle.

Doch die Zeit für eine Lesung hier, die nahm sich der Hamburger gerne – seine Zusage auf Anfrage von Marie Theres Kroetz Relin war sofort gekommen. Womit wir bei seinem Buchtitel des Abends sind: Einem ungewöhnlichen, der Aufmerksamkeit weckt – und zwar von Beginn an zwischen den sechs Worten. Aufmerksamkeit darauf, der freien Zeit Qualität zu geben und sie zu genießen:

Die ganze Scheiße mit der Zeit.

Es ist ein autobiografischer Ratgeber, einer von den Klugen! Hubertus Meyer-Burckhardt erzählt darin humorvoll, lebensecht, sympathisch und will Optimismus in die Herzen transportieren. Obwohl es um einen prügelenden Vater geht und zwei Karzinome. die sein Leben vor zwei Jahren von einer Sekunde auf die andere auf den Kopf gestellt haben.

Ihm gelingt es, mit seinen Worten zu inspirieren. Es lohnt sich, das Buch aufmerksam zu lesen – und es lohnt sich, ihm aufmerksam zuzuhören. Das taten gestern viele im ausverkauften Saal in Wasserburg. Es wurde viel gelacht. Und es wurde nachgedacht …

Man hätte meinen können, es kommen hauptsächlich Frauen zu dem Abend mit dem so charmanten TV-Moderator – nein, es kamen auch viele Männer gestern in den Wasserburger Kinosaal.

Hubertus Meyer-Burckhardt, leicht verschnupft stand er vor einem zur Begrüßung beim Cafe Central: Mit Mütze und dickem Schal eingepackt – und einem freundlichen Lächeln zur Begrüßung. Er trank Ingwertee dann wegen der Erkältung. Und die Zeit, sie lief – stand nach der Lesung in Wasserburg doch noch eine in Trostberg an. Marie Theres Kroetz Relin (Foto unten Bildmitte) an seiner Seite – ja, sie bringt die Stars aufs Land, wie versprochen.

Hubertus Meyer-Burckhardt signierte seine Bücher vor der Lesung im Kino-Foyer gerne – in Zusammenarbeit mit der Wasserburger Buchhandlung Fabula.

Während Kino-Chef Rainer Gottwald persönlich letzte Umbauarbeiten am Lesetisch vor der großen Kino-Leinwand vornahm, meinte Hubertus Meyer-Burckhardt, er hoffe, dass seine Bandscheiben diesen Sitzplatz mitmachen, auf dem Barhocker hin- und herrutschend. Das Publikum lachte und der Bann vor dem großen Gast, er war schnell gebrochen.

Dieser leichtgängige und flüssig lesbare – wie ganz wunderbar hörbare – Fließtext ging leider die Schrecksekunde einer furchtbaren Krebsdiagnose voraus, die Meyer-Burckhardt über seine restliche Lebenszeit hat so nachhaltig nachdenken lassen. Da er rückblickend betrachtet hemmungslos und ohne jede Reflexion mit seiner Zeit umgegangen sei, habe er fortan begonnen, dies zu ändern – sein Mantra es gibt keine vernünftige Alternative zum Optimismus stets im Ohr, im Kopf, im Herzen! Diesen Lernprozess hat er aufgeschrieben. So gut, dass man ihn sofort miterlebt, sich hineinversetzt fühlt, hautnah.

Hubertus Meyer-Burckhardt liest aus seinem Leben vor – wenn er denn liest, denn immer wieder erzählt er auch einfach frei dem Wasserburger Publikum, das an seinen Lippen hängt. Kennt man sie doch nur zu gut, diese Stimme der berühmten, großen Talkshow im Fernsehen.

Beginnend mit seiner Kindheit, seinen schulischen „Glanzleistungen“ und seinem beruflichen Werdegang reflektiert er sein eigenes Leben und seinen Werdegang. Im Buch ausführlich, in der Lesung kurz und nachhaltig. Dabei erwähnt er Momente, Empfindungen und Entdeckungen, die ihn geprägt und maßgeblich zu dem Menschen haben werden lassen, der er jetzt ist. Er zitiert und hinterfragt. Das Phänomen ZEIT. Dabei geht er auch selbstkritisch mit sich ins Gericht und erzählt ganz ehrlich, wie unzufrieden und unsicher er häufig war. Die Ängste, er lässt sie nicht weg.

Ihm gelingt sie, die Liaison zur humorvollen und ehrlich optimistischen Art, die er durch und durch verkörpert. Auch wenn er so vor einem sitzt. Die Botschaft: Kämpfe im Inneren hat jeder zu kämpfen – selbst die Erfolgreichsten. Aber, Kopf hoch – nach vorne blicken. Habe Hoffnung.

Besonders berührend sind seine kleinen Momente im Leben, von denen er erzählt, wie sie ihn glücklich machen. Ein Geruch oder der Besuch eines besonderes geschichtsträchtigen Ortes. Und natürlich die Begegnungen mit den Menschen. Auch die kurzen.

Heute mit 63 Jahren führe er nun seit zwei Jahren eine Affäre mit dem Jetzt. Und sie wird andauern, seine Affäre … Denn man hat zwei Leben. Das zweite beginne, wenn man begreife, dass man nur eins habe.

Es ist ein wegweisendes Buch und es war eine wegweisende Lesung. Viele Gedanken gab Hubertus Meyer-Burckhardt gestern den Zuhörern mit auf den Weg – nach Hause und ins Leben. Wie ein väterlicher Freund, wie ein Kumpel. Ja, bitte optimistisch bleiben. Sich mehr auf Dinge fokussieren, die einen glücklich machen. Und schöne Momente bewusster erleben.

Denn die kostbare Lebenszeit – sie ist einmalig. Planen sollte man sie nicht immer!

Wie passend zum Thema: Eine schöne Begegnung gestern am Rande der Lesung in Wasserburg! Hubertus Meyer-Burckhardt traf seinen guten Freund aus der Münchner Zeit bei PRO7 wieder, Prof. Dr. Marcus Englert (rechts im Bild), ehemaliger ProSiebenSat.1-Vorstand. Hier begrüßt er ihn mit dessen Mutter aus Gars am Inn herzlichst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




Lesung ist ausverkauft

Die Lesung ist ausverkauft. Das meldet Marie Theres Kroetz Relin für ihre morgige Veranstaltung um 18 Uhr im Wasserburger Utopia-Kino: Ist es ihr doch gelungen, den so beliebten NDR-Talkshow-Moderator, Filmproduzenten und Buchautor Hubertus Meyer-Burckhardt für eine Lesung gewinnen zu können (wir berichteten mehrmals). Er stellt seinen jüngsten Bestseller „Diese ganze Scheiße mit der Zeit“ vor.

30. Januar 2020 -> 18:00 Uhr -> Kino Utopia -> Wasserburg am Inn -> AUSVERKAUFT
30. Januar 2020 -> 20:15 Uhr -> Stadtkino Trostberg -> Trostberg ->  wenige Restkarten
31. Januar 2020 -> 17:00 Uhr -> Park-Kino -> Bad Reichenhall -> AUSVERKAUFT
31. Januar 2020 -> 20:00 Uhr -> Mike’s Kino -> AUSVERKAUFT
 
News: http://region18.de/news/

Siehe auch …

Hubertus Meyer-Burckhardt liest …




Ins Bewusstsein rücken

„Jeder achte Bürger in Deutschland hat Angehörige, die Opfer des NS-Euthanasie-Programms wurden.“ Mit dieser Zahl verdeutlichte gestern Prof. Dr. Michael von Cranach (Foto) die Dimensionen der von den Nazis begangenen Verbrechen an kranken und behinderten Menschen in seiner Rede zur Eröffnung der Sonderausstellung „In Memoriam“ im Wasserburger Museum. Vorausgegangen war die berührende Einweihung des neuen Mahnmals am Heiserer Platz, das mit 62 Stelen an die 742 Menschen erinnert, die in Attl und Gabersee lebten und ermordet wurden (wir berichteten).

Nach einem feierlichen musikalischen Gruß des Saxophon-Quartetts der Wasserburger Stadtkapelle begrüßte Museumsleiterin Sonja Fehler die Gäste, unter ihnen die Bürgermeister Michael Kölbl und Werner Gartner, und verwies auf die Akten und Archivalien der Stiftung Attl und des Stadtarchivs, mit denen die Ausstellung den lokalen Bezug bekommt.

Von Cranach (79), Psychiater und von 1980 bis 2006 ärztlicher Direktor, des Bezirkskrankenhauses Kaufbeuren sowie Kurator der Ausstellung, erinnerte daran, wie diese schrecklichen Verbrechen ans Tageslicht kamen. „1945 kamen US-Offiziere ins Krankenhaus Kaufbeuren und fanden getötete Kinder“, so von Cranach, „das war der Anlass, um weiter zu recherchieren, was geschehen war.“

So hätten die Amerikaner schließlich die Quellen zugänglich gemacht und sich entschieden, die Verbrecher ab 1947 in den sogenannten Ärzteprozessen vor Gericht zu stellen. Anschließend wurden die Akten der Bundesrepublik übergeben, wobei im Nachgang viele Vorgänge von Justiz und Öffentlichkeit verleugnet wurden. „So gab es kein Bewusstsein für diese Taten“, so der Psychiatrie-Professsor.

Auch in den Nachkriegsjahren war das Schicksal behinderter Menschen bedrückend. „Wir trafen noch 1980 auf ein Elend, wie man sich es kaum vorstellen kann“, erinnert sich von Cranach an seine ersten Kontakte zu den Patienten. „Die Menschen hatten kaum eigene Kleidung, fast keinen Kontakt zu den Angehörigen“, so der Kurator. Dadurch sensibilisiert habe man begonnen, in den Archiven zu forschen und sich mit dem Thema „Euthanasie“ auseinanderzusetzen.

Der Initialzündung kam 1999, als die Deutsche Fachgesellschaft für Psychiatrie den Auftrag bekam, einen Weltkongress auszurichten. Weil aber kein schlechtes Licht auf die Mediziner fallen sollte, wurde bei den Planungen nicht auf das „Euthanasie“-Programm eingegangen. Der Protest internationaler Ärzte, die deshalb den Kongress boykottieren wollten, führte schließlich zu der Sammlung, die seither als Wanderausstellung an 40 Orten gezeigt wurde.

Wirklich angekommen im Bewusstsein, sei das Thema aber erst 2017 als der Bundestag mit einer eindrucksvollen Feier an die Verbrechen der NS-Zeit mahnte.

Die Ausstellung diene darüber hinaus den Angehörigen, die sich informieren können, ob Verwandte vom „Euthanasie“-Programm betroffen waren.

„In Memoriam“ läuft noch bis 10. Mai und wird von zahlreichen Veranstaltungen begleitet.

Museumsleiterin Sonja Fehler und Prof. Dr. Michael von Cranach eröffneten die Ausstellung gestern.




Wenn Kinder das Neue wagen …

Die ehrliche Freude ins Gesicht geschrieben: Erneut kommt in Rosenheim ein Musical zur Aufführung, das christliche und muslimische Buben und Mädchen miteinander erarbeitet haben! Die Begegnung ist gerade im religiösen Bereich oftmals mit Vorbehalten und Bedenken geprägt. Umso beachtenswerter ist es, dass Kinder mit der ihnen eigenen Selbstverständlichkeit das Neue wagen und probieren … Mit Spielfreude und Innigkeit zeigen die Kinder, dass die Religionen viele Gemeinsamkeiten haben. 

Zum zweiten Mal haben der Kinderchor Fürstätt und seine Leiterin Annette Kopf ein christlich-muslimisches Kinderchorprojekt initiiert. Dieses Mal singen mit dem Fürstätter Chor die Kinder aus der Rosenheimer Ditib-Gemeinde.

In dem Musical „David – Davud“ wird die Geschichte von David und Goliath erzählt, die im Alten Testament der Bibel ebenso wie in der 2. Sure des Korans überliefert ist. Im Koran trägt David den Namen Davud.

Die Aufführungen finden statt am

Samstag, 8. Februar, um 18 Uhr

und am Sonntag 9. Februar, um 11 Uhr

im Theatersaal im Künstlerhof am Ludwigsplatz in Rosenheim.

Der Eintritt kostet zehn Euro für Erwachsene, ermäßigt fünf Euro.

Eintrittskarten gibt es freitags zwischen 16 und 18 Uhr in der Bibliothek im Pfarrheim in Fürstätt oder an der Abendkasse. Saalöffnung ist jeweils 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn. 

 




In Memoriam

Die Stadt Wasserburg wird am heutigen Montag, 27. Januar 2020, um 16 Uhr das Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus (wir berichteten) am Heisererplatz in Wasserburg einweihen. Im Anschluss wird die Ausstellung „In Memoriam“ im Museum Wasserburg eröffnet.

Die Geschichte der Stadt Wasserburg in der NS-Zeit ist durch ihre Ortsteile Attel und Gabersee eng mit der Geschichte des NS-„Euthanasie“-Programms verbunden. 742 Menschen mit Behinderung oder psychischen Erkrankungen, die im Kloster Attel oder im Bezirkskrankenhaus Gabersee lebten, fielen den NS-Patientenmorden zum Opfer. Die Ausstellung, die auch die Einweihung des Denkmals für die Opfer des Nationalsozialismus begleitet, möchte über diese Epoche aufklären.

Hintergründe
Zwischen 1939 und 1945 wurden 240.000 psychisch kranke Menschen und Menschen mit Behinderung im Rahmen des nationalsozialistischen „Euthanasie“-Programms auf dem Gebiet des Deutschen Reichs getötet. Die durch Selektion zum Tode Verurteilten wurden in speziell eingerichtete Tötungsanstalten deportiert oder in den damals als Heil- und Pflegeanstalten bezeichneten Einrichtungen durch Vernachlässigung, Nahrungsmittelentzug oder überdosierte Medikamentengabe zu Tode gebracht.Die

Ausstellung
In der Ausstellung werden anhand von Texten, Schriftstücken, Fotografien und Videointerviews mit Zeitzeugen die verschiedenen Phasen des NS-Vernichtungsprogramms wie die „Aktion T4“, das Hungersterben und Tötungen durch Medikamente dargestellt.

Die Dokumente zeigen auch unterschiedliche Opfergruppen – Erwachsene, Kinder und Zwangsarbeiter –, die Reaktion von Angehörigen sowie die Haltung der Ärzte und die Auseinandersetzung mit den Verbrechen in der Nachkriegszeit. Originaldokumente lassen einzelne Schicksale nachvollziehbar werden und geben den Opfern ein Gesicht und eine Geschichte.

Eine lokale Ergänzung bildet die Schilderung der historischen Ereignisse Wasserburger Einrichtungen Gabersee und Attl. Die Wanderausstellung von Prof. Dr. Michael von Cranach wurde erstmals 1999 im Rahmen des Weltkongresses für Psychiatrie in Hamburg präsentiert und aufgrund der großen Nachfrage an vielen Orten gezeigt.

Weitergehende Informationen zum Thema „Euthanasie“ in Wasserburg auf der Website www.gedenken.wasserburg.de .




„Das magische Amulett”

In Kooperation mit der Musikschule Rosenheim und der Sozialen Stadt Rosenheim veranstaltet das Edlinger Ensemble „Klassik junior“ (wir berichteten – siehe Bericht unten) wieder mehrere Kinderkonzerte mit seiner neuesten Produktion „Das magische Amulett“ von Yume Hanusch. Der Vorverkauf läuft für zwei ganz wunderbare Familienkonzerte in Rosenheim am Sonntag, 9. Februar, um 15 und um 17 Uhr …

Karten gibt es mit freier Platzwahl bei Kroiss-Ticket in Rosenheim.

Siehe auch:

Edling: Klassik-Erlebnis für 2500 Kinder!

 

 




Grünes Licht fürs Bürgerspiel 2020

1938, 1949, 1988, 2000, 2009, 2013 und jetzt auch 2020 – Wasserburg macht sich zum siebten Mal auf, ein Bürgerspiel auf die Bühne zu bringen. Veranstalter ist der Theaterkreis. Der Hauptausschuss der Stadt gab bei seiner gestrigen Sitzung einstimmig grünes Licht für insgesamt neun Aufführungen. Spielort soll diesmal der Platz hinter der Frauenkirche sein. Premiere ist am 10. Juli.

„Wir haben am Mittwoch zwei Stunden lang intensive Gespräche geführt und konnten dabei alle Schwierigkeiten aus dem Weg räumen”, so Bürgermeister Michael Kölbl bei der Sitzung.

Zu den Gesprächen seien Vertreter der Wirte, des Wirtschafts-Förderungs-Verbandes, vom Rosensommer, von der Polizei, der Feuerwehr, von „Rio konkret” und der Verwaltung geladen gewesen. „Immerhin kollidiert der Aufführungszeitraum, für den es nur ein ganz enges Zeitfenster gibt, mit dem Weinfest, dem Nationenfest und dem Rosensommer.”  Man habe für alle Probleme Lösungen gefunden, mit denen die Beteiligten gut leben könnten.

Wie der Bürgermeister eingangs ausführte, denkt der Theaterkreis als Veranstalter diesmal nicht in den Dimension wie bei den letzten Veranstaltungen: „Es soll ein kleines feines Theater geben, kein großes Lagerleben.” Das Stück habe auch diesmal historischen Bezug zu Wasserburg und trage eher komödiantische Züge.

Die geplante Tribüne für die Zuschauer soll gut 300 Plätze bieten.

„Bei den Planungen wurde darauf geachtet, dass die Durchfahrtsbreite von dreieinhalb Meter für die Feuerwehr gewährleistet ist. „Das testen wir schon beim Aufbau, bei dem die Feuerwehr diesmal von Anfang an mit dabei sein wird.” Die Bühne an sich, deren Herzstück eine tonnenschwere Inn-Plätte sein wird, müsse vom Theaterkreis gegen Vandalismus und unberechtigtes Betreten gesichert werden, so Kölbl.

Probleme gebe es mit dem Weinfest, weil ein Gastronom die Fläche hinter der Frauenkirche nicht nutzen kann. „Das beheben wir zusammen mit dem Wirtschafts-Förderungs-Verband, indem wir zusätzlichen Raum am Marienplatz schaffen. Der Marienplatz soll fürs Weinfest wieder gesperrt werden. Die Sitzplätze der Besucher auf der Straße in Richtung Burg sichern wir mit einem größeren Fahrzeug ab. Die Feuerwehr wird beim Weinfest Zufahrt über die Burg haben. Die Baustelle in der Schmidzeile muss bis dahin weg sein”, sagte der Bürgermeister.

Auch mit den Vertretern von „Rio konkret” einigte man sich auf eine Lösung fürs Nationenfest, das sonst auch immer auf dem Platz hinter der Frauenkirche stattfindet. „Die Bühne wird diesmal in Richtung Herrengasse direkt an die Rückseite der Bürgerspiel-Tribüne aufgestellt. Damit kann die Herrengasse weiter zentraler Ort des Nationenfestes sein.”

Und auch die Anwohner beruhigte der Bürgermeister: „Es geht um neun Theaterabende. Ein Rahmenprogramm ist nicht geplant.”

Projekt von EU gefördert

Kölbl abschließend: „Das Wasserburger Bürgerspiel ist 2020 so zu sagen eine internationale Angelegenheit. Zu gleichen Zeit feiert das oberöstereichische Mattighofen das 400-jährige Bestehen seiner Bürgerwehr. Letztere war erstmals im 30-jährigen Krieg in Wasserburg im Einsatz.” Aus dieser Zeit stamme auch das so genannte Wasserburger Fähnlein. „Das Jubiläum in Mattighofen und das Bürgerspiel in Wasserburg ist ein gemeinsames Projekt, das von der EU gefördert wird.”

Werner Gartner (SPD) freute sich, dass man mit allen betroffenen Einigkeit herbeigeführt habe. „Es gab im Vorfeld natürlich Bedenken. Das Veranstaltungsfenster ist sehr klein – Pfingstferien, Sommerferien, Europameisterschaft – da blieben nur die jetzt geplanten drei Wochenenden. „Gut, dass das alles harmonisch verlief.” Der Theaterkreis sei sehr rührig. „Das Bürgerspiel ist immer ein tolles Erlebnis. Es gehört zu den Facetten unserer Stadt und es passt sehr gut zu Wasserburg.”

Der Hauptauschuss genehmigte mit 7:0 Stimmen das Bürgerspiel 2020. Inbegriffen sind Bauhhofleistungen und die Bereitstellung der Strom-Infrastruktur durch die Stadtwerke. Einen finanziellen Zuschuss beantragte der Theaterkreis diesmal nicht.

Die Eckdaten

Am Rand der Sitzung gab der Theaterkreis-Vorsitzende Sepp Christandl die wichtigsten Eckdaten bekannt. „Um Ostern herum werden wir das Stück präsentieren und die Rollen besetzen. Bis dahin halten wir über verschiedene Kanäle Kontakt zu allen Teilnehmern. Wir brauchen auch heuer wieder jede Menge Volk.”

Geprobt werde dann nach Ostern bis Mitte Juni hinein außerhalb der Altstadt, um für möglichst wenig Beeinträchtigungen in der Altstadt zu sorgen. Erst die letzten zwei Wochen vor der Premiere ziehe man hinter die Frauenkirche um.

Die Aufführungstermine:

Donnerstag, 9. Juli, Vorpremiere

Freitag, 10. Juli, Premiere

Samstag, 11. Juli, 3. Aufführung

Sonntag, 12. Juli, gemeinsame Fahrt nach Mattighofen

 

Donnerstag, 16. Juli, Ausweichtermin

Freitag, 17. Juli, 4. Aufführung

Samstag, 18. Juli, 5. Aufführung

Samstag, 19. Juli, 6. Aufführung

 

Donnerstag, 23. Juli, 7. Aufführung

Freitag, 24. Juli, 8. Aufführung

Samstag, 25. Juli, Weinfest (keine Aufführung)

Sonntag, 26. Juli, 9. Aufführung




Das Dschungelbuch noch drei Mal

Eine Wiederaufnahme: Am nächsten Wochenende – vom 31. januar bis zum 2. Februar – ist das Dschungelbuch noch dreimal im Wasserburger Theater zu sehen. Nach Rudyard Kipling in einer Textfassung von Frank Piotraschke und unter der Regie von Bertram/Piotraschke …

„Es ist so einfach. Loslassen. Aufgeben. Nicht mehr denken. Wofür sich an das bisschen Leben klammern, wenn das Vergessen soviel Süße hat. Wofür weiter durch das Elend kriechen, wenn man schweben kann. So einfach. Und nur der ruhelose Geist, der noch nicht fertig ist mit allem, sich nicht abfinden kann mit dem was ist, der flüsternd mir ins Ohr brüllt: wach jetzt endlich auf!“

(Frank Piotraschke, Das Dschungelbuch)

Das große Bild des Dschungels, das so viele Assoziationen zulässt: Großstadt, Gefühle, Steuer, … In jedem Fall ist man immer mit einem wirren Durcheinander, Undurchdringlichkeit und Undurchschaubarkeit konfrontiert. So viel steht fest. Mowgli als zentrale Figur befindet sich in Mitten dieses Tohuwabohus und versucht von den Unzulänglichkeiten des Alltags nicht gefressen zu werden.

Schließlich sagt das Gesetz des Dschungels: „Fressen und gefressen werden.“ Doch wie dagegen ankommen und sich wehren? Und gegen was und wen eigentlich ankommen? Gegen die Zivilisation oder doch gegen den Dschungel? Da draußen wimmelt es nur so vor Elefanten im Porzellanladen, Pleitegeiern im Aktienaufschwung, Stubentigern mit Allmachtsphantasien und anderen halbseidenen Gestalten. Nur gut, dass Mowgli nicht alleine ist und allerlei Fabelgetier um sich hat …

Nach Rudyard Kipling in einer Textfassung von Frank Piotraschke.
Regie: Bertram/Piotraschke.

Musikalische Leitung: Wolfgang Roth.
Es spielen: Susan Hecker, Hilmar Henjes, Pit Holzapfel, Georg Karger, Nik Mayr, Wolfgang Roth, Leonhard Schilde, Dim Sclichter, Annett Segerer, Regina Alma Semmler, Anna Tripp.

Foto: Christian Flamm

ONLINE-KARTENKAUF MIT SAALPLAN




Sich verzaubern lassen

Ein Benefizkonzert vom Allerfeinsten zu Gunsten des Kinderhilfswerks Plan – das gibt es wieder mit dem Martina Eisenreich-Quintett und diesmal mit Gastmusiker Ulrich Haider am Freitag, 31. Januar 2020, um 20 Uhr im Wasserburger Rathaussaal. Es ist schon fast eine Tradition! Der Karten-Vorverkauf läuft …

„ … weil der Übungsaufwand auf dem Horn wesentlich geringer ist als auf der Violine” entschied sich Ulrich Haider (Foto) für das Blasinstrument, obwohl er auch ganz passabel geigte. Das Hornspielen wurde dann auch recht schnell sein Beruf.

Bereits mit 20 Jahren begann er am Nürnberger Opernhaus die Arbeit in dessen dunklem Graben und wechselte 1993 auf die etwas hellere Bühne der Philharmonie in München. Seitdem ist er  stellvertretender Solohornist bei den Münchner Philharmonikern, aber auch  Autor erfolgreicher musikalischer Standardwerke.

Mit im Gepäck hat Uli Haider auch weitere spektakuläre Instrumente, wie Alphorn und Naturhorn!

Einmal mehr eine sehr besondere Besetzung im zauberhaften Ambiente des Rathaussaals, mit der Martina Eisenreich Überraschendes, Mitreißendes und Humorvolles präsentieren wird.

Auf der Geige spricht sie eine eigene, unkonventionelle Sprache, die auf besondere Weise zu berühren vermag. Die kreative Musikerin gehört international zu den erfolgreichsten Komponistinnen. Von ihr stammt Musik von Tatort bis zu amerikanischen Kinofilmen, mit Auszeichnungen von der Deutschen Schallplattenkritik bis hin zur Oscar-Academy und vor kurzem nahm sie als erste Frau den Deutschen Filmmusikpreis entgegen. 

Exklusiv zu Gunsten des Kinderhilfswerks Plan International Deutschland e.V. (www.plan-deutschland.de) gibt es diese absolute Ausnahme-Gelegenheit nun in Wasserburg …

Die Karten dazu: Bei der Sparkasse Wasserburg, www.ticketservice.sparkasse-wasserburg.de oder unter der 08071-101-3333.




Eindrucksvolle Virtuosität

„Jazz in der Schranne” freut sich, im Februar „The Rick Hollander Quartet feat. Brian Levy” begrüßen zu dürfen. Die Jazz-Musiker kommen am Donnerstag, 6. Februar, 20 Uhr, nach Wasserburg. Bandleader Rick Hollander ist ein herausragender Schlagzeuger. Mit seinem Quartett verfolgt er sein eigenes Ding, und das knüpft an den Modern Jazz der Ära von Charlie Parker, Bud Powell, Miles Davis und John Coltrane an.

Das bopt und groovt und wechselt zwischen geschmeidigen Balladen und nervösen Up-Tempo-Nummern, bei denen die Vier ihre technische Virtuosität eindrucksvoll unter Beweis stellen.

Es ist nicht selbstverständlich für eine Band an vergangene Erfolge anzuknüpfen. Das „Rick Hollander Quartet” ist seit den 1990-er Jahren eine feste Institution in der globalen Jazzszene.

Der aus San Diego stammende Saxophonist Brian Levy gehört zu den virtuosesten Saxophonisten seiner Generation, sein emotionaler, reifer Ausdruck begeistert das Publikum weltweit. Levy unterrichtet Jazzsaxophon und Improvisation am renommierten „New England Conservatory“ in Boston.

 

Der 1992 in Kempten geborene Gitarrist Paul Brändle wird als vielversprechendes Nachwuchstalent gehandelt. Der Absolvent der Hochschule für Musik und Theater München versteht es ohne Effekthascherei den Zuhörer nach und nach in seinen Bann zu ziehen, mit dem Anspruch hinter jeder einzelnen Note stehen zu können.

 

Vorstellungsvermögen und Ehrlichkeit zeichnen den in Hartford, Connecticut geborenen Bassisten Matthew Adomeit aus. Sowohl mit seinem breiten musikalischen Spektrum als auch der völligen Kontrolle über den Kontrabass treibt er die Band an. Von seiner Wahlheimat Berlin aus strebt der 1990 geborene Adomeit, Absolvent des „Oberlin College“ und des „Oberlin Conservatory of Music“, zu neuen Horizonten.

 

Schlagzeuger Rick Hollander stammt aus Detroit und wurde 1956 geboren. Beeinflusst von den musikalischen und gesellschaftlichen Umbrüchen der 60-er und 70-er Jahre zeichnet er sich heute durch sein einfühlsames Begleiten und seine starke musikalische Vorstellungskraft als Bandleader aus. In seiner Kariere arbeitete er mit Jazzgrößen wie James Moody, Brad Mehldau und Roy Hargrove zusammen.

Eintritt: 15 Euro.

 




„Mami, wir schenken dir eine Straße!”

Die Sonne lachte vom strahlend-blauen Himmel: „Happy Birthday, Mami, wir schenken dir eine Straße heute!” Das sagte Marie Theres Relin Kroetz am Nachmittag in Reitmehring – ihrem Bruder Oliver Schell einen glücklichen Blick zuwerfend – am Mikro des Festpultes, das mit einem schönen Bild von Maria Schell, der weltberühmten Schauspielerin, geschmückt war. Zahlreich waren die Festgäste der Einladung der Stadt mit Bürgermeister Michael Kölbl an der Spitze gefolgt – sogar auch eigens die Konsulin der Schweiz, Sandra Chawla-Gantenbein, da Maria Schell die Schweizer Staatsbürgerschaft hatte.

Fotos: Renate Drax

Sie enthüllten am Nachmittag gemeinsam das neue Straßenschild zu Ehren von Maria Schell im Neubaugebiet Schmiedwiese in Reitmehring: Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl und die beiden Kinder von Maria Schell – Marie Theres Relin Kroetz sowie ihr Halbbruder Oliver Schell.

30 Jahre lang lebte die so beliebte und bekannte wie erfolgreiche Schauspielerin bei Wasserburg. Deshalb am heutigen Tag – ihrem 94. Geburtstag – die Einweihung. Wasserburg tat es somit als allererste Stadt Deutschlands überhaupt der österreichischen Hauptstadt Wien gleich, die Maria Schell im Jahre 2008 eine Straße widmete.

In Wasserburg ist es übrigens erst die dritte Straße, die einen Frauen-Namen trägt – von der Frauengasse und dem Marienplatz einmal abgesehen, wie Marie Theres Relin Kroetz, selbst Schauspielerin und Autorin, erklärte.

Viele waren gekommen, der Stadtrat zahlreich und auch die Anwohner. Nicht zu vergessen Enkel Ferdinand, der Sohn von Marie Theres.

Bitte Platz nehmen im neuen Wohngebiet in Reitmehring auf der gestifteten Ruhebank zu Ehren von Maria Schell: Unser Foto zeigt die Familie mit Wasserburgs Rathauschef Kölbl und der Konsulin der Schweiz, Sandra Chawla-Gantenbein (vorne links).

 

Bürgermeister Michael Kölbl ließ das Leben von Maria Schell Revue passieren:

Sie war die Tochter von Hermann Ferdinand Schell, einem Schweizer Schriftsteller, und Margarethe Noé von Nordberg, einer Wiener Schauspielerin. Sie wuchs mit ihren Geschwistern Maximilian, Carl und Immy zunächst in Österreich auf, bevor die Familie nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich 1938 nach Zürich flüchtete.

Jedoch gab es für die Familie ohne Geld nicht die Möglichkeit zusammen bei Verwandten zu leben. So verteilten die Eltern die Kinder. Maria kam nach Colmar. Hier lernte sie akzentfreies Französisch, was ihr später in der Schauspielkunst zugute kam.

Schnell wurde ihr Talent entdeckt, sie nahm Schauspielunterricht und erhielt mehrere Theater-Engagements. Ab 1948 wandte sie sich wieder dem Film zu. Ihre erste Hauptrolle spielte Schell 1948 in Der Engel mit der Posaune. Es folgten Filme mit Dieter Borsche und immer wieder mit O. W. Fischer.

Ihre Rolle in die Die letzte Brücke bescherte Schell 1954 den Großen Preis der Internationalen Filmfestspiele von Cannes als beste Schauspielerin.

Im gleichen Jahr wurde sie auch in Venedig mit dem „Coppa Volpi“ für die Titelrolle der Wäscherin in Gervaise geehrt, der als bester ausländischer Film auch für den Oscar nominiert wurde. Während ihres Aufenthaltes in Hollywood anlässlich der Preisverleihung wurde sie von Yul Brynner in einer Hotellobby „entdeckt“; dieser setzte sich für sie als Besetzung der „Gruschenka“ in der Verfilmung von Dostojewskis Roman Die Brüder Karamasow ein. Schell drehte danach mit Stars wie Gary Cooper oder Glenn

In den 1970er Jahren war sie häufig in Fernsehserien wie Tatort, Derrick und Der Kommissar zu sehen. Ihr letzter großer Publikumserfolg war die Fernsehserie Die glückliche Familie (1987 bis 1991). Ihren letzten Auftritt hatte sie 1996 in einer Tatort-Folge.

In ihren späten Lebensjahren – bis kurz vor ihrem Tod 2005 – lebte sie zurückgezogen auf einer Alm in Kärnten.

Maria Schell war von 1957 bis 1965 mit dem Regisseur Horst Hächler und von 1966 bis 1986 mit dem Regisseur Veit Relin verheiratet. Beide Ehen wurden geschieden. Aus der ersten Ehe stammt ihr Sohn Oliver, der als Regisseur, Musiker, Bühnenbetreiber und Schauspieler aktiv ist und heute mit seiner Frau in Reitmehring und Wasserburg beim Fest dabei ist. Aus der zweiten Ehe stammt ihre Tochter Marie Theres Relin Kroetz (wir berichten laufend – sie ist eine engagierte Wasserburger Bürgerin).

Nach einem Sektempfang im Cafe Central in Wasserburg wird nun am Abend gemeinsam ein Film im Kino Utopia angeschaut, der bei Wasserburg gedreht wurde und bei dem Wasserburger und auch die Kinder mit Maria Schell mitspielen – die Pfarrhauskomödie …

Marie Theres vor der Feierlichkeit:

Meine Mutter würde sich über die Ehre, die ihr an ihrem 94. Geburtstag zuteil wird, narrisch freuen.

Ihr würde die Unförmigkeit der Straße gefallen und auch das „fischförmige“ Baugebiet auf der südlichen Schmiedwiese in Reitmehring, in dessen Zentrum sich ihre „Promenade“ wie eine Gräte mit Flosse behauptet.

Sie würde vermutlich dem Wasserburger Bürgermeister Michael Kölbl ein Bussi geben dafür, dass er den Einfall hatte, die Straße nach ihr zu benennen und sie würde sehnsüchtig nach dem – in Luftlinie einen Kilometer entfernten – Heberthal blicken, dem Ort, wo sie über dreißig Jahre lang lebte.

Sie wäre vielleicht ein ganz klein wenig enttäuscht, dass nicht irgendeine Hauptstadt schon viel früher auf die Idee gekommen ist, ihr ein Denkmal zu setzen. Und wäre aber zeitgleich sehr zufrieden, dass nun unter den drei Linden ein „Bankerl“ für sie steht.

Ein paar Impressionen …

 

 

 




Letztmals „Der Kirschgarten“

Erneut wiederaufgenommen wurde in dieser Spielzeit im Theater Wasserburg wegen des Publikumserfolgs in den Vorjahren die Schauspielproduktion „Der Kirschgarten“. Anton Tschechow befasst sich in diesem Bühnenstück mit einem Landstrich, mit dem es zugrunde geht. Es gäbe zwar ein paar Lösungsansätze, aber irgendwie scheinen alle, die es betrifft, unfähig zu handeln. Es wird in der Vergangenheit geschwelgt, sinniert und gefeiert. Hauptsache, der Realität nicht ins Auge sehen müssen – Verdrängung statt Veränderung.

Regie führt Uwe Bertram. Es spielen Thomas Dehler, Nina Selma Frank, Susan Hecker, Hilmar Henjes, Carsten Klemm, Nik Mayr, Leonhard Schilde, Annett Segerer, Regina Alma Semmler und Mike Sobotka. Die letzten Spieltermine in dieser Spielzeit sind am Samstag, 18. Januar, 20 Uhr, und Sonntag, 19. Januar, 19 Uhr.

Mehr Informationen sowie Karten und tagesaktuelle Hinweise zu Spielplanänderungen gibt es über www.theaterwasserburg.de. Karten im Vorverkauf sind in der Gäste-Information, im Innkaufhaus und bei Versandprofi Gartner in Wasserburg sowie beim Kulturpunkt Isen-Taufkirchen und im Kroiss TicketZentrum Rosenheim erhältlich. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Foto: Christian Flamm

 




Faszinierende Bilder

Was bringt einen Fotografen dazu, mehr als 2000 Kilometer durch eine größtenteils wüstenartige Halbinsel in Mexiko zu fahren? Es muss die Liebe zu einsamen und bizarren Landschaften sein, zu großartiger Natur abseits der üblichen Touristen-Routen. Der Grafinger Fotograf und Fotoclub-Leiter Dr. Jürgen Bochynek hat solch eine Reise gemacht und faszinierende Bilder mitgebracht, die er in einer live kommentierten Multimedia-Schau zeigen wird – nächste Woche am Mittwoch, 15. Januar, um 19 Uhr bei der VHS Wasserburg in der Salzburger Straße 19.

Zunächst zu Fuß über die Grenze zwischen den USA und Mexiko, dann mit einem gemieteten Auto die gesamte Baja California hinunter:

Diese Halbinsel, die auch als Kakteengarten Mexikos bezeichnet wird, ist größer als Italien, hat aber nur drei Millionen Einwohner, die zum großen Teil direkt an der Grenze zu den USA leben. Der Rest ist dünn besiedelt. Überhaupt gibt es erst seit 1975 eine durchgängige, 1600 km lange Straßenverbindung vom Norden bis zum Süden der Halbinsel. Und es ist bis heute die einzige.

Dabei hatten schon Ende des 17. Jahrhunderts spanische Seefahrer die ersten Missionare hier abgesetzt, die die dort lebende indianische Bevölkerung zum christlichen Glauben bekehren und das Land für den spanischen König in Besitz nehmen sollten.

Viele Missionen waren nur 50 Jahre in Betrieb, genug Zeit, um die einheimische Bevölkerung durch die eingeschleppten Krankheiten, gegen die sie keine Abwehrkräfte hatten, auszurotten. Und wenn es niemanden mehr zu bekehren gab, zog die Karawane halt weiter.

Einige dieser Missionen existieren nur noch in Form weniger Mauerreste inmitten der Wüste, andere sind renoviert und steinerne Zeugnisse früherer Kolonialpolitik. Etliche davon hat Bochynek aufgespürt, manche in den wenigen Städten entlang der Küste, andere völlig abgelegen, abseits der geteerten Straßenverbindung und nur durch stundenlanges Fahren über holprige Pisten inmitten kakteenreicher Landschaft zu finden.

Überhaupt die Kakteen: Fast schon unwirklich wirkt die Kakteen-übersäte Landschaft, deren auffälligster Vertreter, der nur hier in Baja California zu findende Cardón-Kaktus, der größte Kaktus unseres Planeten ist. Fast 20 Meter hohe Giganten, die mehrere 1000 Liter Wasser als Reservoir für Trockenzeiten bunkern und mehr als 500 Jahre alt werden können. Vor einem solchen Riesen fühlt sich der Mensch ganz klein.

Wenn Kakteen-bedeckte Wüstenlandschaft auch einen großen Teil der Reise ausgemacht hat, so gab es aber doch auch andere Eindrücke. Etwa die tief eingegrabene Schlucht des El Salto Canyons. Oder die über 3000 Meter hohe Bergkette der Sierra de San Pedro Mártir.

Hier hat Fotograf Bochynek eine Begegnung gehabt, die ihn besonders beeindruckte:

Hoch oben in den Bergen sah er sich plötzlich einem Kalifornischen Kondor gegenüber und konnte ihn fast eine halbe Stunde lang aus nächster Nähe fotografieren. Diese riesigen Vögel galten noch bis 1992 als in freier Wildbahn ausgestorben. Es gab weltweit nur noch 27 in Gefangenschaft lebende Exemplare. Im größten Erhaltungszucht-Programm der USA wurden gesunde Vögel gezielt in Südkalifornien, Arizona und eben in Baja California ausgewildert.

Auch sonst gehörte die Begegnung zum Beispiel mit Geiern zur häufigen Erfahrung, gerade wenn es auf Wanderungen in die Wüstenlandschaft oder entlang der salzhaltigen Lagunen in Guerrero Negro ging. Auf solchen Wanderungen waren auch Felsmalereien der Ureinwohner zu finden, entweder in niedrigen Höhlen oder an versteckten Felswänden, die nur nach Durchschwimmen eines wassergefüllten Canyons zugänglich waren.

Gut, wenn man einen einheimischen Guide wie Salvador Castro Drew findet, der einen zu diesen versteckten Zeugnissen früherer Kulturen führt. Nur einer von etlichen liebenswerten Menschen, die Jürgen Bochynek auf seiner Reise kennengelernt hat und die Platz in seinem Bildervortrag gefunden haben:

Vaqueros (mexikanische Cowboys), die ein entlaufenes Rind zu Pferd mit dem Lasso einfangen, gehören ebenso dazu wie die Teilnehmer der Feiern zum Jahrestag der mexikanischen Revolution in ihren prächtigen Gewändern.

 

 

 




Betreutes Trinken mit „Tristesse Royal”

Schauspieler Nik Mayr leitet im Theater Wasserburg eine monatliche Lesereihe in der Theaterbar „Helmut“. Er hat sich in dieser Spielzeit vorgenommen, das Stammtisch-Niveau wieder zu heben. Daher gibt es unter dem Titel „Betreutes Trinken“ einmal im Monat donnerstags nach Feierabend erneut Texte und Gespräche in gemütlicher Atmosphäre zwischen Bar und Buch. Am Donnerstag, 16. Januar, liest er um 20 Uhr gemeinsam mit Theaterleiter Uwe Bertram und den Schauspielkollegen Carsten Klemm und Hilmar Henjes „Tristesse Royale“ von Joachim Bessing, Eckhart Nickel, Christian Kracht, Alexander von Schönburg und Benjamin von Stuckrad-Barre.

Als ihr Werk 1999 herauskam, haben sich die fünf Autoren einiges an Verriss eingefangen: Der Inhalt sei „leeres Geschwätz”, die jungen Herren seien „parfümierte Popschnösel”, hieß es etwa. Das Buch machte in jedem Fall auf sich aufmerksam und wurde ein Bestseller-Erfolg. Entstanden ist es aus dem Ansatz heraus, ein Sittenbild der gegenwärtigen Generation mit ihrem Focus auf Selbstoptimierung zu entwerfen auf Basis eines mehrtägigen Gesprächs im Berliner „Adlon“.

Mehr Informationen sowie Karten und tagesaktuelle Hinweise zu Spielplanänderungen gibt es über www.theaterwasserburg.de. Karten im Vorverkauf sind in der Gäste-Information, im Innkaufhaus und bei Versandprofi Gartner in Wasserburg sowie beim Kulturpunkt Isen-Taufkirchen und im Kroiss TicketZentrum Rosenheim erhältlich. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

 

Unter anderem lesen Carsten Klemm (links) und Nik Mayr. / Foto: Christian Flamm




Wasserburg: „Paare“ musikalisch amüsant …

Auf ein wunderbares Neujahrskonzert 2020 mit den Münchner Symphonikern dürfen sich die Musikfreunde am Sonntag, 12. Januar, um 11 Uhr im Wasserburger Rathaussaal freuen! Die Musiker widmen sich dabei dem amüsanten Thema „Paare“ in all seinen Varianten, ob menschlichen, tierischen oder dinglichen. Unter dem Dirigat von Albert Horne und moderiert von der Symphoniker-Intendantin Annette Josef erklingen Werke von Johann Strauss, Franz von Suppé, Georges Bizet und Leroy Anderson und anderen. Der Veranstalter ist der Kulturverein im Landkreis Rosenheim …

Zwei einzelne Teile finden zusammen und werden ein Ganzes. Sie bilden ein Paar. Paare finden sich und verlieren sich. Manchmal ziehen sie sich magisch an und manchmal sind Zwei ein Paar, weil der Kontrast nicht größer sein könnte.

Ob es nun die altösterreichischen Witzfiguren „Piefke und Pufke“, Pygmalion und seine angebetete Statue Galathée, das ungleiche Liebespaar Don José und Carmen, die Cartoonfiguren Tom und Jerry oder Salz und Pfeffer sind: Paare sind etwas Faszinierendes. Man findet sie bei den Menschen, in der Tierwelt, beim Tanz, beim Kartenspiel, in der Sprache, bei Schuhen und als Essbares. Freuen Sie sich auf die klassische Musik dazu …

Vorverkaufsstelle:

Sparkasse Wasserburg
Telefon: 08072 1010
Homepage: www.sparkasse-wasserburg.de



Der gewaltsame Tod des Fuhrknechts

Die Münchner Historikerin Dr. Ulrike Claudia Hofmann hat über einen Mordfall aus dem Jahre 1942 in Bachmehring ein Buch geschrieben – keinen Krimi, sondern die Leser können die aufbereitete, staatsanwaltliche Ermittlungsakte live mitlesen. Das Verbrechen ereignete sich beim Mühlenbesitzer Stemmer im Feburar 1942 in Bachmehring. Eine junge Magd ermordete in mehreren Anläufen einen alten „taubstummen” Fuhrknecht brutal mit dem Messer.

In dem  Buch erzählt die Historikerin den Fall sozusagen aus den Quellen heraus. Ergänzt hat sie den Fall um Hintergrundkapitel, zum Beispiel zur Familie der Täterin, ihren Anwalt, Staatsanwalt, Sondergerichte in der NS-Zeit und vieles mehr.

ISBN Nr. 9783740744083

Hier eine Leseprobe …




Annett Segerer spielt Anne Frank

Zweimal ist an diesem Wochenende – am morgigen Freitag und am Samstag – die Inszenierung von Mario Eick noch im Wasserburger Theater zu sehen: Das Tagebuch der Anne Frank! Eine grandiose Darstellerin leiht Anne Frank ihren Körper und ihre Stimme: Annett Segerer. Dieses Solostück erzählt die Erlebnisse des Mädchens nicht einfach nach, sondern lässt ihre Gedankenwelt entstehen und spürbar werden.

Ein Tagebuch eines Mädchens von 13 bis 15 Jahren mit einer erstaunlich literarischen Qualität. Anne Frank hat ihre persönlichen, emotionalen Vorgänge, ihre Wahrnehmungen und Reflektionen genauso wie die Beschreibung ihrer Beziehungen zu ihrer Familie und den Mitbewohnern im Hinterhaus als ein eigenständiger Geist unprätentiös niedergeschrieben.

Regie: Mario Eick.
Es spielt: Annett Segerer.

ONLINE-KARTENKAUF MIT SAALPLAN

Karten im Vorverkauf sind in der Gäste-Information, im Innkaufhaus und bei Versandprofi Gartner in Wasserburg sowie beim Kulturpunkt Isen-Taufkirchen erhältlich. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Foto: Christian Flamm




Jugend-Konzert der Stadtkapelle

Schon traditionell bildet das Jugend-Konzert der Stadtkapelle den musikalischen Jahresauftakt im Kalender des Wasserburger Blasmusikvereins. Heuer ist der große Abend am Freitag, 24. Januar, um 19 Uhr im historischen Rathaussaal. In einer Kooperation der Bläserausbildung der Stadtkapelle mit der Wasserburger Grundschule am Gries stellen zwei Bläserklassen ihr schon erreichtes, musikalisches Können vor. Jede Klasse zunächst für sich – aber auch gemeinsam …

Verantwortlicher Leiter dieses Ausbildungsprojektes ist Peter Weber.

Aus der vereinseigenen Bläserschule der Stadtkapelle werden mehrere, kleine Ensembles aller Altersgruppen mit kleinen Kostproben ihre musikalische Reife mit dem Instrument zu Gehör bringen. Alle diese abwechslungsreichen Darbietungen präsentieren verschiedene Instrumentalgruppen und bilden den ersten Teil im Programmablauf.

Das Anfängerorchester gleich nach der Pause hat mit seinem musikalischen Leiter Georg Auer drei Stücke vorbereitet und beginnt mit der Musik zum Film „The Man from Snowy River“. Kirk Douglas hat in diesem Film eine Hauptrolle gespielt. Die Musik stammt von Bruce Rowland.

Als nächste Komposition spielen die jungen Musiker die Polka „Ho-Ruck Bumm“ von Erwin Zsaitsis um dann ihr Programm mit einem Hit von Shakira zu beenden. „Try everything“ heißt er und es gab für den Original-Song im Jahr 2017 eine Grammy-Nominierung.

Peter Weber hat bei diesem Konzert auch die musikalische Leitung für die Stadtkapellenjugend. In Vertretung seiner Ehefrau Magdalena, die sich momentan mehr dem eigenen, recht kleinen Nachwuchs widmen muss.

Mit drei Kompositionen zeigen die „fast erwachsenen“ Musikerinnen und Musiker einen Einblick in das große Repertoire des Jugend-Orchesters. Knapp zwei Minuten dauert der Programm-Opener „Into the Clouds!“ Komponiert von Richard L. Saucedo und voll musikalischer Dramatik. Alle Bläser und das Schlagwerk sind schnörkellos und mit Präsenz gefragt.

Das nächste Stück dauert dann schon etwas länger. Kein Wunder, denn in dem Arrangement „Abba Gold“ von Ron Sebregts geht es um die Hit’s der Schwedischen Chart-Stürmer aus den achtziger Jahren. Leises Mitsingen ist da dem Publikum erlaubt.

Und dann wird es noch kaiserlich. Denn mit dem Marsch „Kaiserin Sissi“ ist seinem Schöpfer Timo Dellweg fürwahr ein schwungvolles und musikalisch schönes Blasmusikwerk gelungen.

Wie schon im letzten Jahr wird wieder Stadtkapellmeister Michael Kummer gekonnt informativ, galant und wie gewohnt mit einem angenehmen Humor durch das Programm führen.

Eintrittskarten zu Preisen von sieben Euro für 2. Plätze und acht Euro für 1. Plätze (inklusive Vorverkaufsgebühr) – Schüler und fördernde Mitglieder ermäßigt sind bei allen Geschäftsstellen der Sparkasse Wasserburg, online unter

www.sparkasse-wasserburg.de (Ticketservice) oder unter der Ticket-Hotline 08071 101-3333 erhältlich.

Restkarten können ab 19 Uhr vor dem Konzert an der Abendkasse erworben werden




Maria-Schell-Straße wird eröffnet

Wasserburg bekommt die erste Maria-Schell-Straße Deutschlands! Nächste Woche am Mittwoch, 15. Januar 2020, wird die Straße im Neubaugebiet im Süden von Reitmehring offiziell eröffnet. An dem Tag, an dem sie 94 Jahre alt geworden wäre! Zu ihren Ehren gibt es eigens passend ein Kino-Programm im Utopia Wasserburg. Maria Schell war eine der wenigen deutschsprachigen Schauspielerinnen, die eine internationale Karriere bis nach Hollywood schaffte. Sie prägte vor allen Dingen in den Nachkriegsjahren zahlreiche Filme und arbeitete dabei regelmäßig mit Weltstars wie O.W. Fischer, Marcello Mastroianni, Curd Jürgens oder Marlon Brando zusammen.

Über 30 Jahre lebte Maria-Schell in Heberthal und damit in der Nähe der Straße in Reitmehring, die zu ihrem Geburtstag (15. Januar 1926 – gestorben ist sie am 26. April 2005) nun nach ihr benannt wird.

Die offizielle Eröffnungsfeier beginnt um 15 Uhr. Anlieger, Freunde, Bekannte und Pressevertreter werden hierzu persönlich eingeladen.

Passend dazu am Abend um 18 Uhr im Wasserburger Kino:

Die Pfarrhauskomödie – eine kostenlose Filmvorführung im Utopia

 
Die Pfarrhauskomödie ist eine deutsche Filmkomödie von Veit Relin aus dem Jahr 1971. Maria Schell wirkte aus Hauptdarstellerin in dem Film mit, der zu großen Teilen in und um Wasserburg entstanden ist. Zahlreiche Wasserburger Drehorte und auch einige bekannte Gesichter sind in dem seinerzeit nicht unumstrittenen Werk zu sehen. Als Wasserburgerin oder Wasserburger sollte man den Film in jedem Fall gesehen haben.

Noch vor dem Film ab etwa 16.30 Uhr findet im Café Central ein Sektempfang statt. Marie Theres Kroetz Relin, die Tochter von Maria Schell, und andere Zeitzeugen kommen zu Wort und berichten die eine oder andere Anekdote aus dem Leben der „Schell Mare“, wie sie viele hier vor Ort nannten.

Der Film ist kostenlos und ab 16 Jahren freigegeben. Die gesamte Bevölkerung ist herzlich eingeladen.

Die Maria Schell Retrospektive Region18 im Überblick

Mittwoch, 15. Januar

  • 15 Uhr Eröffnung der Maria-Schell-Straße im Süden von Reitmehring
  • 18 Uhr: Die Pfarrhauskomödie – Kino Utopia Wasserburg

Sonntag, 19. Januar

  • 11 Uhr: Der Galgenbaum – Kino Utopia Wasserburg (Plakat oben – mit Gary Cooper)
  • 11 Uhr: Die Pfarrhauskomödie – Mike´s Kino Prien
  • 11 Uhr: Die Ratten – Park-Kino Bad Reichenhall
  • 14 Uhr: Die Brüder Karamasow – Stadtkino Trostberg

Dienstag, 21. Januar

  • 19.45 Uhr: Der Schinderhannes – Mike´s Kino Prien

Mittwoch, 22. Januar

  • 15 Uhr: Die Ratten – Kino Utopia Wasserburg
  • 20.15 Uhr: Rose Bernd – Stadtkino Trostberg

Sonntag, 26. Januar

  • 11 Uhr: Die Brüder Karamasow – Kino Utopia Wasserburg
  • 11 Uhr: Rose Bernd – Park-Kino Bad Reichenhall
  • 14 Uhr: Bis wir uns wiedersehen – Stadtkino Trostberg

Dienstag, 28. Januar

  • 19.45 Uhr: Meine Schwester Maria – Mike´s Kino Prien

Ausführliche Infos über Maria Schell hier: region18.de/maria-schell/

Zur Eröffnung der Maria-Schell-Straße ist ein kleines Booklet erschienen – gedruckt oder hier zum online „Blättern“:

region18.de/maria_schell_2/

 

Foto: Stadt Wasserburg – Nachlass Maria Schell – DFF




Silvester mit Leonce und Lena

Unter der Regie von Uwe Bertram zeigt das Wasserburger Theater am morgigen Silvesterabend noch einmal sein Werk Leonce und Lena. Autor Georg Büchner, der große Seelen-Sezierer und Skeptiker, macht sich in seiner Märchensatire über Menschen lustig, die sich in den Schatten ihres eigenen Lebens stellen …

Was die Leute nicht alles aus Langeweile treiben! Sie studieren aus Langeweile, sie beten aus Langeweile, sie verlieben, verheiraten und vermehren sich aus Langeweile und sterben endlich an der Langeweile und – und das ist der Humor davon – alles mit den wichtigsten Gesichtern, ohne zu merken, warum – und meinen, Gott weiß was dabei.
Leonce

Könnte man doch Ideale entwickeln und die Welt verändern, was wäre das Leben schön und einfach, denkt sich Prinz Leonce. Ja, könnte und wäre, gäbe es da nicht einen Haken. Der über alles erhabene Zweifel, der einen lähmt und zu einem herumhängenden Nichtstuer werden lässt.

Dass der Prinz an der für ihn arrangierten Ehe mit der Prinzessin Lena zweifelt, kann man in der heutigen Zeit, in der sich jeder selbst am Nächsten steht, verstehen. Dass er aber auch ganz grundsätzlich unzufrieden mit sich und der Welt ist, weniger. So schlimm scheint alles nämlich nicht zu sein.

Nicht einmal Valerio, sein Sidekick, vermag es Leonce aus der Oblomowerei zu holen. Vielleicht hilft eine als Flucht getarnte Reise nach Italien, in das Land des guten Essens und des süßen Nichtstuns? Von diesen Vorkommnissen nichts ahnend, wird währenddessen im Staats-Apparat von Popo und Pipi, wo man nicht sicher ist, ob es sich um Menschenmaschinen oder Maschinenmenschen handelt, die große Hochzeit organisiert. Happy End?

Regie: Uwe Bertram.

Musik: Nik Mayr.

Es spielen: Susan Hecker, Amelie Heiler, Magdalena Müller, Annett Segerer, Regina Alma Semmler.

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