Große Freude: Es geht weiter!

ENDLICH ist es wieder soweit  –  nach langen, konzertlosen Monaten im „Corona-Lockdown“, der auch den Veranstaltungskalender der so beliebten Edlinger Konzertreihe „Klassik im Krippnerhaus“ reichlich durcheinander gewirbelt hat! Am Samstag, 24. Oktober 2020, jeweils um 17 Uhr und 20 Uhr geht es weiter – aus logistischen Corona allerdings nicht im Krippnerhaus, sondern im Wasserburger Rathaussaal. Es wird eine spannende Konzert-Lesung mit Michael Atzinger als Sprecher und Yume Hanusch am Piano geben. Das Thema ist eine bisher einzigartige Komposition in Wort, Ton und Bild: „In Zeiten der Ansteckung”. Der Karten-Vorverkauf hat begonnen …

Für ihr neuestes Projekt haben sich die beiden Künstler nicht von der Ausnahmesituation der letzten Monate beirren, sondern sich umgekehrt sogar davon inspirieren lassen …

 
Karten (zu 20 Euro / ermäßigt 15 Euro) sind ab sofort im Vorverkauf bei der VR Bank Edling und in der Bücherstube Wasserburg erhältlich.

Bitte schnell sein – denn aufgrund des verbindlichen Hygieneplans ist nur ein eingeschränktes Platzangebot im Rathaussaal Wasserburg verfügbar (abstandsgerechter Sitzplan, maximal vier Mitglieder eines Haushalts können gegebenenfalls zusammen sitzen).

Zudem müssen beim Kartenkauf die erforderlichen Kontaktdaten erfasst werden.

Die Veranstaltung dauert etwa 70 Minuten ohne Pause und wird zweimal angeboten (17 Uhr und 20 Uhr), um allen Interessierten die Möglichkeit zu geben, trotz der Platzbeschränkung auf maximal 80 bis 100 Zuhörer pro Vorstellung die Konzertlesung live erleben zu können.

Da Sicherheit und Wohl aller Beteiligten absolute Priorität haben, wird die Veranstaltung natürlich unter Berücksichtigung des geltenden Hygienekonzepts durchgeführt.

Das Team der beliebten Konzertreihe sagt herzlichst: „Wir freuen uns (mehr denn je) auf Ihr Kommen!”

Zum Inhalt des Abends:




Neuer Kunstdruck-Kalender

Seit dem Jahr 2004 schon gibt der ehemalige Priener Internist Dr. Eckart Steinberger im Rahmen seiner künstlerischen Tätigkeit einen Jahres-Kunstdruck-Kalender heraus. Für  2021 nun hat sich Dr. Steinberger dieses Thema ausgesucht: Der Chiemsee und sein Umland.

Dr. Eckart Steinberger auf der Kampenwand …

Im Format von 297 x 210 mm zeigt der Kalender heimatliche Motive zu allen Jahreszeiten.

Erhältlich ist er ab sofort zum Preis von 13 Euro bei Rieder-Druck-Service in der Priener Hallwanger Straße.

 

Repro: Hötzelsperger / Foto: Herbert Reiter




Re-Start mit der Innphilharmonie

Mit dem Konzert Re-Start-DaCapo am 11. Oktober um 19 Uhr im Ballhaus Rosenheim gibt die Innphilharmonie ihr erstes Konzert nach dem Lockdown. Unter nicht einfachen Umständen hat das Orchester unter der Leitung von Andreas Penninger (Archivfoto) ein abwechslungsreiches Programm für dieses Konzert erarbeitet. 

Im Mittelpunkt stehen Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Benjamin Britten und Samuel Barber. Die Besonderheit der Stücke ist, dass die Komponisten bei der Entstehung der Werke sehr jung waren. Der jüngste Komponist war 12 Jahre und der älteste 28.

Felix Mendelssohn-Bartholdy schrieb im Alter von zwölf Jahren seine Streichersymphonien, die Reife des jungen Komponisten ist hier hörbar. Sein erstes, selten gespieltes Violinkonzert in d-moll entstand im Alter von 14 Jahren. Als Solistin wird die Konzertmeisterin der Innphilharmonie, Marija Hackl, zu hören sein. Es folgen das berühmte Adagio for Strings von Samuel Barber und die Simple Symphony von Benjamin Britten, die auf Kindheits-Themen basiert.

Das Konzert findet unter den üblichen Hygienebestimmungen statt. Eintrittskarten zu 20 Euro gibt es an der Abendkasse. Schüler und Studierende zahlen die Hälfte, Kinder bis 14 Jahre sind frei.




Premiere von Hoffmanns Erzählungen

Das Theater Wasserburg eröffnet seine Spielzeit 20/21 mit einer Musiktheater-Produktion unter der Regie von Uwe Bertram: „Hoffmanns Erzählungen“. Die Premiere ist am kommenden Freitag, 2. Oktober, um 20 Uhr. In der Adaption von Mario Eick steht dabei Hoffmann in all seiner Privatheit im Mittelpunkt. Doch wer ist dieser Hoffmann? Wie lautet eigentlich sein Vorname? Doch nicht etwa E.T.A.? Ist das dieser an die Liebe verfallene, zwischen Kunst und Leben zerrissene Bohemian und schreibende Trinker, dem die absonderlichsten und phantastischsten Geschichten passieren?

Foto: Christian Flamm

Hoffmann kennen zu lernen ist nicht ganz einfach. Zurückgezogen lebend hadert er mit sich, mit der Gesellschaft, mit seinem sozialen Umfeld und vor allem mit seinen Geschichten, die er zu Papier bringen will.

Da gibt es diese drei Frauen: Olympia, Giulietta und Antonia, die wohl alle nicht mehr am Leben sind. Seine Welt der Phantasie scheint eine sehr lebendige zu sein, die dort existierenden Figuren fordern ihn. Oder ist es doch die Realität? Hier beginnt die Journalistin Stella Fragen zu stellen …

Weitere Vorstellungen sind

am 3., 16., 17. und 18. Oktober,

am 20., 21. und 22. November,

am 11., 12. und 13. Dezember,

am 22. und 23. Januar sowie

am 12. und 13. März.

Der Text stammt von Mario Eick nach Motiven von E.T.A. Hoffmann.

Regie führt Uwe Bertram.

Es wirken mit: Mario Eick, Susan Hecker, Hilmar Henjes, Pit Holzapfel, Georg Karger, Anno Kesting, Nik Mayr, Wolfgang Roth, Leonhard Schilde, Annett Segerer, Regina Alma Semmler.
ONLINE-KARTENKAUF MIT SAALPLAN

Zum Thema Corona-Schutzmaßnahmen im Theater Wasserburg:

Das weitere Programm am Theater Wasserburg:

Ebenfalls für Oktober sind die Wiederaufnahme von „Das Tagebuch der Anne Frank“ und die Premiere von „Krankheit der Jugend“ geplant. Außerdem gibt es eine Lesereihe in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Wasserburg (wir berichteten bereits).

„Das Tagebuch der Anne Frank“, ein Solo-Stück mit Annett Segerer in der Regie von Mario Eick, erzählt die Erlebnisse von Anne Frank nicht einfach nach, sondern lässt ihre Gedankenwelt entstehen und spürbar werden.

Die Texte stammen aus der Originalfassung, die vom Anne Frank Fonds Basel autorisiert wurde. Die öffentlichen Vorstellungstermine: 10. und 11. Oktober sowie 18. und 19. Dezember. Schulen können Anfragen für Vorstellungen unter der Woche im Theater Wasserburg direkt an die Leiterin des Kinder- und Jugendtheaters, Annett Segerer, unter segerer@theaterwasserburg.de, richten.

„Krankheit der Jugend“ hätte im März 2020 Premiere haben sollen. Dann kam der Corona-Lockdown. Nun ist der neue Premieren-Termin am Freitag, 23. Oktober, um 20 Uhr.

Ferdinand Bruckners Stück spielt in Zeiten, in denen eine Gesellschaft keine bürgerlichen Werte mehr hat. Marie, eine Medizinstudentin, lädt zur Promotionsfeier in ihrer WG. Ein Beziehungskarussell von Machtrausch, Kriminalität und Selbstzerstörung beginnt.

Regie führt Susan Hecker.

Es spielen: Amelie Heiler, Hilmar Henjes, Nik Mayr, Magdalena Müller und Annett Segerer.

Die Lesereihe „Verbranntes“ in Zusammenarbeit mit der VHS Wasserburg befasst sich ausgehend von der Bücherverbrennung in Deutschland am 10. Mai 1933 mit Briefen, Essays, Lyrik und Prosa von Autoren, deren Werk verbrannt beziehungsweise verboten wurde, sowie politischen Positionspapieren und weiterem Material zum Thema.

Die erste kostenfreie Lesung ist am Donnerstag, 15. Oktober, um 20 Uhr im Theater Wasserburg. Weitere Lesungen folgen im November, Dezember und Januar. Anmeldung über www.vhs-wasserburg.de.

Vorstellungsbeginn ist donnerstags bis samstags um 20 Uhr, sonntags um 19 Uhr.

Mehr Informationen sowie Karten und tagesaktuelle Hinweise zu Spielplanänderungen gibt es über www.theaterwasserburg.de.

Karten im Vorverkauf sind in der Touristinfo, im Innkaufhaus und bei Versandprofi Gartner in Wasserburg sowie beim Kulturpunkt Isen-Taufkirchen und im Kroiss TicketZentrum Rosenheim erhältlich.

Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.




Amnesty-Ausstellung: „Alle Menschen”

Alle Menschen. So heißt eine neue Foto-Ausstellung ab dem morgigen Mittwoch, 30. September, im Foyer des Wasserburger Rathauses – von Amnesty International, wie deren Ortsgruppe Wasserburg meldet. Zu sehen ist sie bis zum 23. Oktober. Dieses Jahr feiern die Vereinten Nationen (UN) ihren 75. Geburtstag und die Staaten der UN verabschiedeten vor genau 70 Jahren die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“. Die Geschichte der Menschenrechte ist auch die Geschichte ihrer Missachtung …

 

Amnesty:

Staaten haben die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ zwar vor 70 Jahren erschaffen, doch es scheint, als wären sie gegenwärtig nicht sonderlich an ihrer Weiterentwicklung interessiert. Im Gegenteil: Viele Regierungen sehen sich nicht mehr an ihre Verpflichtungen gebunden.

Diese Ausstellung blickt auf einzelne Menschenrechte sowie Ereignisse und Persönlichkeiten, die exemplarisch für die Entwicklungen in den vergangenen 70 Jahren stehen. Die Bilder können der Komplexität dieses Thema nicht annähernd gerecht werden – sie setzen vielmehr Schlaglichter, die uns an Meilensteine und an Rückschläge erinnern, und auch daran, von welchen Rechten viele von uns tagtäglich Gebrauch machen.

Öffnungszeiten der Ausstellung:

  • Montag bis Freitag 8 – 12.30 Uhr
  • Montag und Dienstag 14 – 16 Uhr
  • Donnerstag 14 – 17 Uhr

 

 




Drei Minuten Gänsehaut-Feeling

Gänsehaut-Feeling dreieinhalb Minuten lang: Der Hobbyfilmer Tobias Nimmerrichter hat seit dem Wochenende ein kurzes Video über die Natur rund um Wasserburg veröffentlicht. Titel: Spektakuläre Natur im Wasserburger Land. Enthalten sind Zeitraffer- und Nahaufnahmen vom Inn, von Wasserburg selbst, dem Kesselsee oder der Attel – musikalisch ganz wunderbar umrahmt von Robert Senyk. Es geht um eine Botschaft …

Durch den kurzen Imagefilm soll sich der Zuschauer von der Schönheit der Landschaften und Natur überzeugen und sich begeistern lassen. Der Film soll uns alle dazu zu motivieren, uns mehr in ihr aufzuhalten, sie neu zu entdecken und sie vor allem ganz besonders wertzuschätzen!

„Spektakuläre Natur im Wasserburger Land“ zu sehen auf www.youtube.com

Quelle: Stadt Wasserburg

 




Ein Musikfest am Rathausplatz

Das dreijährige Bestehen des Wasserburger Klavierstudios von Christopher Rakau (Foto) in der Tränkgasse wird am Samstag, 10. Oktober, groß gefeiert – und zwar am Rathausplatz in Wasserburg im Rahmen eines Tags der offenen Türe. Und mit einem schönen Programm für Groß und Klein. Natürlich unter Beachtung der Corona-AHA-Regeln! Ausweichtermin bei schlechtem Wetter ist der 17. Oktober.




Heute Signierstunde der Autorin

Eine Signierstunde mit Rosi Hagenreiner findet am heutigen Samstag, 26. September, um 11 Uhr unter den Arkaden vor der Buchhandlung Herzog in der Wasserburger Salzsenderzeile statt. Hagenreiner signiert ihr neues Buch „Obacht, Max” und plaudert mit den Lesern. 




Absage schweren Herzens

Nach langen und intensiven Gesprächen ist nun eine abschließende Entscheidung gefallen: Die Landesausstellung „Götterdämmerung II – die letzten Monarchen“ im kommenden Jahr 2021 auf Schloss Herrenchiemsee findet NICHT statt. Die Gründe, die zu dieser Entscheidung geführt haben …

In der Pressemitteilung des Landratsamtes heißt es:

Grund für die Absage ist die Corona-Pandemie und die Ungewissheit, wie sich die Situation bis zur Eröffnung der Landesausstellung 2021 entwickeln wird. Hygienebeschränkungen wie derzeit würden die Menge der zugelassenen Besucher stark einschränken und damit zu viel Enttäuschung führen.

Wie Landrat Otto Lederer sagte, habe man sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. „Die Landesausstellung hat ein tolles Konzept und wir befürchten, dass die Ausstellung darum deutlich mehr Menschen anlockt, als die Ausstellungsräume fassen könnten. 2011 waren rund 570.000 Besucher in der Landesausstellung im Schloss Herrenchiemsee. Unter den aktuellen Corona-Beschränkungen könnten wir nicht einmal ein Viertel der Interessierten ins Schloss lassen”, sagt Lederer. „Wir befürchten, dass das zu sehr viel Verärgerung und Enttäuschung führen würde.“   

Bereits jetzt sind oft schon ab Mittag die Eintrittskarten fürs Schloss vergriffen, weil der Gästeandrang die zugelassene Besucherzahl übersteigt.

Bei einer Landesausstellung mit zusätzlichem Besucherzustrom würde die Diskrepanz deutlich größer. „Bei einem Besuchermagneten wie der Landesausstellung „Götterdämmerung II – Die letzten Monarchen“ wäre also ein gesteigerter Unmut vorprogrammiert“, so Lederer.

In diesem Zusammenhang räumt er auch mit Gerüchten auf, die Chiemseeschifffahrt sei ein Nadelöhr und damit ein Grund für die Absage. Lederer: „Die Kapazitäten, um die Besucher mit dem Schiff zur Herreninsel zu bringen, wären durchaus vorhanden.“      

Im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg dagegen laufen die Planungen für die Bayerische Landesausstellung „Götterdämmerung II – Die letzten Monarchen“ auf Hochtouren. Direktor Dr. Richard Loibl: „Wir sind sehr traurig, dass die Landesausstellung nun nicht im Schloss Herrenchiemsee stattfinden wird. Die Beweggründe unserer Partner aber können wir nachvollziehen“, so Loibl.  

Voraussichtlich ab Juni 2021 wird die Ausstellung in Regensburg zu sehen sein.

Die Landesausstellung wird dem Lebensgefühl und den Schicksalen der letzten Herrschergeneration vor der Revolution 1918 nachspüren.

Auch die Bayerische Schlösserverwaltung kann die Entscheidung verstehen, auch wenn sie es sehr bedauerr, dass die Landesausstellung 2021 nicht auf Schloss Herrenchiemsee zu Gast sein werde …

 

 




Mögen täten wir schon wollen!

Mögen täten wir schon wollen! Aber … sagte einst Karl Valentin, der gar nix von Corona wusste. Es ist so bitter: Anstelle einer weiteren Verschiebungswelle müssen leider alle BrotZeit&Spiele-Veranstaltungen auch in Wasserburg bis Ende des Jahres nun doch abgesagt werden. Dies gilt auch für alle erneut verschobenen Ersatztermine in das Jahr 2021. Veranstalter und Künstler Wolfgang Ramadan und das gesamte BrotZeit&Spiele-Team hat die Situation wie folgt zusammengefasst, um besser verstehen zu können, wie die Praxis aussieht und wie jedem Einzelnen der Schuh in der Krise drückt …

ALS ERSTES:  Vielen Dank für die Geduld unserer Abonnenten und Ihre für uns so existenzielle Unterstützung!  Ganz besonderen Dank an alle Abonnenten, die es uns durch Ihre Großzügigkeit & Verzichtserklärungen ermöglichen, weiter als freie Veranstalter arbeiten zu können.

So sieht die Faktenlage jetzt aus: 

Die Politik hat Entscheidungen getroffen, die bis Ende dieses Jahres einen regulären Spielbetrieb für uns weiterhin nicht ermöglichen.

An nur einem einfachen Beispiel zeigt sich, dass wir unsere Zuschauer mit den erforderlichen, genehmigungsfähigen Hygienekonzepten nicht in unseren Veranstaltungsräumen unterbringen können. Es gibt Säle mit 500 Plätzen, dort werden derzeit tatsächlich nur 90 bis maximal 200 Zuschauer genehmigt, je nach Region, Spielstätte und Belüftungssystem. Unsere Veranstaltungen besuchen im Schnitt 300 bis 500 Zuschauer.

Zudem kommuniziert die Politik, jederzeit einen erneuten Lockdown verordnen zu können. Dies nimmt uns weiterhin die notwendige Planungssicherheit. Dafür hat sicher jeder Verständnis, gerade mit Blick auf die vergangenen Lagen in Rosenheim oder Garmisch-Partenkirchen (oder jetzt in München, Anm. d. Red.).

Ziel unseres Handelns ist es, weiterhin Künstlern, Technikern, Gastronomen und Partnern die Zusage geben zu können, früher oder später ihre Auftritte zu ermöglichen. 

Zum Verständnis:  Wir, als nicht staatlich subventionierte Veranstalter, können es uns nicht mehr leisten, in dieser ungewissen Zeit finanzielle und gesundheitliche Risiken einzugehen.

Und vor allem gilt es, die Gesundheit unseres Publikums und unsere eigene Gesundheit zu schützen. Viele Abonnenten haben uns mitgeteilt, dass Sie zwar schweren Herzens, doch der Sicherheit wegen, dieses Jahr auf keinen Fall weitere Veranstaltungen besuchen möchten. 

Wir sind hauptberufliche Veranstalter und ich bin allein verantwortlich für unser kleines Unternehmen mit insgesamt drei festen Mitarbeitern zwei Teilzeitkräften, vielen freien Auftragnehmern und Partnern und unserem treuen Publikum. Aus Kollegenkreisen hören wir immer wieder, dass die Nachfrage nach Karten extrem eingebrochen sei.

Künstler, die sonst innerhalb kürzester Zeit ausverkauft sind, knacken die Corona-Indoor-Schallmauer von 200 gar nicht erst. Das heißt, das Publikum fürchtet sich vor Ansteckung.

Das heißt zur derzeitigen Lage: Gemeinsam mit unseren Künstlern und Partnern steht BrotZeit&Spiele aktuell vor enormen Herausforderungen für jede Veranstaltung.

Gemeinsam werden wir sicher wieder fröhliche Abende erleben. Uns allen fehlt das Lachen! Doch momentan ist Geduld eine Tugend, die wir pflegen müssen. Wir nutzen die Zeit, um unserem Publikum, hauptsächlich Abonnenten, auch in Zukunft die kulturelle Grundversorgung zu sichern, wie in den 15 Jahren zuvor. 

Wir arbeiten intensiv an Innovationen, neuen Ideen und Konzepten. Zudem sind wir in Gesprächen mit der öffentlichen Hand, um auch in Zukunft unser beliebtes und erfolgreiches Kultur-Programm einer breiten Öffentlichkeit anbieten zu können. 

Eintrittskarten: Wir sind mit unseren Abonnenten in ständigem Kontakt und bitten nun alle, die noch nicht auf unsere Schreiben geantwortet haben, um Kontaktaufnahme unter service@brotzeitundspiele.de oder 08171 385 21 21.

Für den Spielort Wasserburg gilt:

Rückerstattung Abo-Karten: BrotZeit&Spiele • Email: service@brotzeitundspiele.de • Telefon 08171 385 21 21

Rückerstattung Einzel-Karten: Ticketservice Sparkasse Wasserburg • Email: ticketservice@sparkasse-wasserburg.de • Telefon 08071 101-3333

 „Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.“ (Oscar Wilde)

Herzliche Grüße,

Wolfgang Ramadan & das gesamte BrotZeit&Spiele Team




Dank für enge Zusammenarbeit

Über 15 Jahre lang hat die Sparkasse Wasserburg das Theater Wasserburg als Sponsor-Partner begleitet. Da das Theater sich mittlerweile zunehmend in den Bereich überregionaler Aufmerksamkeit weiterentwickelt hat, entschieden Peter Schwertberger, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, und Theaterleiter Uwe Bertram gemeinsam, dass es für den künftigen Weg des Theaters sinnvoll ist, einen neuen Begleiter zu suchen.

Dieser neue Partner wurde in der „meine Volksbank-Raiffeisenbank eG“ gefunden, die durch ihre jüngste Fusion den gesamten Einzugsbereich des Theaters abdeckt und somit dem wechselseitigen Wunsch nach flächendeckender Wirksamkeit entspricht.

Uwe Bertram dankte der Sparkasse Wasserburg für die beständige Begleitung in all den Jahren. „So einen verlässlichen Unterstützer zu haben, bedeutet zum einen ein nachhaltiges Maß an Sicherheit und zeigt auch, dass die Sparkasse zu ihrem Prinzip der Kulturförderung steht.“

Peter Schwertberger wünschte Uwe Bertram eine weiterhin von Wasserburg aus weit hinaus strahlende Beachtung und Anerkennung.

Foto: Unter anderem hatte Peter Schwertberger Spaß daran, im Rahmen der Musiktheater-Produktion „Alice“ einmal mit einen Rhönrad über die Bühne kullern zu dürfen.

Foto: Robert Minigshofer




Trio Étoiles am Samstag in Pfaffing

Welch’ Freude: Das Trio Étoiles (Foto) wird ihn machen, den kulturellen Auftakt im Corona-Herbst 2020 in Pfaffing. Die Kunst in der Filzen hält trotz der so widrigen Umstände an ihrem großartigen Programm fest – und die Kulturszene im Altlandkreis wird es ihr herzlichst danken! Am kommenden Samstag, 26. September, gibt es ein ganz wunderbares Konzert im Gemeindesaal: Drei Profimusiker werden mit großer, technischer Brillanz völlig neue Klangwelten in Pfaffing erschließen und mit ihrer Spielfreude begeistern. Das Publikum darf sich freuen auf Sarah Lilian Kober und Vanja Sedlak (links) an den Saxophonen sowie Vadym Palii am Klavier …

Es ist neu, ungewöhnlich und virtuos: Das Trio Étoiles mit zwei Saxophonen und Klavier.

Das fein nuancierte Programm spannt den Bogen von Originalwerken von Guillermo Lago hin zu Komponisten wie Dimitri Shostakovich.

Passend zum Beethoven-Jahr 2020 wird auch eine eigene Bearbeitung des „Gassenhauer Trios op.11“ erklingen.

Wann:         Samstag, 26. September 2020, um 20 Uhr, Einlass 19 Uhr.

Wo:             Bühne im Gemeindezentrum in Pfaffing, Schulstraße 5.

Eintritt:       20 Euro im VVK

Die Kunst in der Filzen bittet um telefonische Karten- und ab vier Personen Tischreservierung unter 08076/886040

oder mail: info@kunst-in-der-filzen.de.

 

 

 

 

 

 




Hoffmanns Erzählungen zum Start

Das Theater Wasserburg eröffnet die Spielzeit 20/21 mit einer Musiktheater-Produktion: „Hoffmanns Erzählungen“. Premiere ist am Freitag, 2. Oktober, um 20 Uhr. In der Adaption von Mario Eick steht Hoffmann in all seiner Privatheit im Mittelpunkt.
Doch wer ist dieser Hoffmann? Wie lautet eigentlich sein Vorname? Doch nicht etwa E.T.A.? Ist das dieser an die Liebe verfallene, zwischen Kunst und Leben zerrissene Bohemian und schreibende Trinker, dem die absonderlichsten und phantastischsten Geschichten passieren?

Hoffmann kennen zu lernen ist nicht ganz einfach. Zurückgezogen lebend hadert er mit sich, mit der Gesellschaft, mit seinem sozialen Umfeld und vor allem mit seinen Geschichten, die er zu Papier bringen will. Da gibt es diese drei Frauen: Olympia, Giulietta und Antonia, die wohl alle nicht mehr am Leben sind. Seine Welt der Phantasie scheint eine sehr lebendige zu sein, die dort existierenden Figuren fordern ihn. Oder ist es doch die Realität? Hier beginnt die Journalistin Stella Fragen zu stellen …

Weitere Vorstellungen sind am 3., 16., 17. und 18. Oktober, am 20., 21. und 22. November, am 11., 12. und 13. Dezember, am 22. und 23. Januar sowie am 12. und 13. März. Der Text stammt von Mario Eick nach Motiven von E.T.A. Hoffmann. Regie führt Uwe Bertram. Es wirken mit: Mario Eick, Susan Hecker, Hilmar Henjes, Pit Holzapfel, Georg Karger, Anno Kesting, Nik Mayr, Wolfgang Roth, Leonhard Schilde, Annett Segerer, Regina Alma Semmler.

Mehr Informationen sowie Karten und tagesaktuelle Hinweise zu Spielplanänderungen gibt es über www.theaterwasserburg.de. Karten im Vorverkauf sind in der Gäste-Information, im Innkaufhaus und bei Versandprofi Gartner in Wasserburg sowie beim Kulturpunkt Isen-Taufkirchen und im Kroiss TicketZentrum Rosenheim erhältlich. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

 




„O sole mio”

Am Mittwoch, 16. September, bringt das Ensemble „Dolce Vita” um 19.30 Uhr auf der Kulturbühne im Altstadtbiergarten unter dem Titel „O sole mio“ berühmte neapolitanische Canzonen und italienische Instrumentalmusik zum Erklingen. 

Nach der erfolgreichen Eröffnung des Kulturprogramms des Wasserburger Sommers im Juli mit Operettenklängen kommen die Sänger und Musikerinnen nun erneut mit bekannten  Ohrwürmern wie dem titelgebenden „O sole mio“, dem Opernhit „O mio babbino caro“, dem Filmhit „Parla piu piano“ aus „Der Pate“ und dem berühmten neapolitanischen Lied „Torna a surriento“, sowie dem italienischen Schlager „Non ti scordar di me“ auf die Bühne.

Das besondere Flair der Wasserburger Innenstadt inspirierte die Musiker zu einem  Abend voll von italienischem Belcanto und südländischen Instrumentalklängen. Hanna Obermeier-Liebl, Gitarre, und Wilfried Michl, Bariton, arrangierten diese wunderschönen Melodien wieder für sich und ihre Kolleginnen Monika Lichtenegger, Sopran, und Ivana Jovanovic, Flöte. Die stimmungsvolle Musik in der außergewöhnlichen Besetzung des Ensembles DOLCE VITA möchte Sie in eine italienische Nacht – vielleicht eine der letzten dieses Jahr – entführen.

Für das leibliche Wohl ist bestens vor und nach dem Konzert, sowie in der Pause im Biergarten gesorgt.

Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

 

Die Mitglieder des Ensembles sind:

Monika Lichtenegger – Sopran (ganz oben)

Wilfried Michl – Bariton

 

Ivana Jovanovic – Querflöte

 

Hanna Obermeier-Liebl – Gitarre




Mardi Gras im Krippnerhaus

Mit der beliebten Band Mardi Gras und mit Carl-Heinz Demuß startet der Aktionskreis Edling Kultur und Heimat e.V. am nächsten Samstag, 19. September, wieder in sein Kulturprogramm im Krippnerhaus. „AlWrite II“ – noch mehr Lieder und Geschichten der Beatles, so lautet das Motto! Auch wenn nur etwa 30 Besucher zur Zeit – mit Abstand – Platz finden können, freuen sich die Veranstalter mit den Musikern sehr auf diesen Abend.

Ein paar wenige Restplätze sind noch frei – bitte baldmöglichst anmelden (siehe weiter unten im Text). Tipp: Wenn sich mindestens zwei Personen eines Haushalts anmelden, dann haben ein paar mehr Gäste Platz im Krippner-Saal …

Unser Foto oben:

 Sie bieten erneut einen zweifachen Genuss: Eine Lesung mit Texten von John Lennon und Paul McCartney und Musik von den Beatles – von links im Bild stehend Rudi Baumann, Dr. Bernd Delakowitz und Carl-Heinz Demuß sowie vorne Karl-Heinz Mayer.

Wir Musiker von MARDI GRAS sind mit den Liedern der Beatles aufgewachsen und mächtig beeinflusst worden. Neben Bands und Musikern wie den Eagles, Jackson Browne, Crosby, Stills & Nash und Neil Young waren es vor allem die Beatles, die seit 40 Jahren unseren musikalischen und gesanglichen Stil ganz wesentlich prägen.

Es war also nur konsequent, dass wir uns vor etwa zwei Jahren entschlossen haben, ein eigenes Programm nur mit Liedern und Texten der Beatles zusammenzustellen und gemeinsam mit dem genialen Poeten CarlHeinz Demuß, der die Beatles selbst live erlebt hat, die dazugehörigen Geschichten zu erzählen.

Im Herbst 2018 war es dann soweit: Wir konnten ein abendfüllendes Programm anbieten und nannten es „AlWrite“ – ein beabsichtigtes Wortspiel aus „all“ (alles) und „write“ (schreiben). Sozusagen „alles Geschriebene“ (der Beatles).

Das Krippner-Haus in Edling war im September 2018 eines der ersten Auftrittsorte für unser „AlWrite“-Programm, dem zahlreiche weitere Auftritte unter anderem auf dem Dach des Deliano-Hauses in Wasserburg und auf dem Balkon des Rathauses in Zittau in Sachsen folgten.

Beflügelt von der unglaublich positiven Resonanz haben wir uns entschlossen, wiederum gemeinsam mit dem Wasserburger Geschichtenerzähler Carl-Heinz Demuß, eine Fortsetzung des Programms – also „AlWrite II“ – aufzulegen.

Und nun ist es soweit: Rechtzeitig zum 80. Geburtstag von John Lennon am 9. Oktober und 40 Jahre nach seinem tragischen Tod am 8. Dezember 1980 präsentieren wir – trotz der Auflagen und Einschränkungen durch die Covid19-Pandemie – unser neues Beatles-Format …

Wir haben tief in dem unendlichen Fundus der Beatles recherchiert und so wunderschöne Lieder wie „Something“ von George Harrison gefunden, ein Liebeslied an seine Ehefrau Pattie Boyd. Oder das bittersüße, melancholische Meisterstück „Girl“ von Lennon/McCartney. Natürlich sind auch sehr bekannte Hits der Fab Four dabei – wie etwa „Eight days a week“ oder „Love me do“.

Und wir haben uns noch etwas Besonderes einfallen lassen: Ein Stück aus der Anfangszeit der Beatles – sehr ungewöhnlich – lasst Euch überraschen.

Wir freuen uns auf Euch,

Rudi, Karl-Heinz, Carl und Bernd

Aufgrund der derzeitigen Bestimmungen und Vorsichtsmaßnahmen haben – wie beschrieben – leider nur etwa 30 Besucher im Krippnerhaus Platz.

Deshalb wird um eine vorherige Anmeldung bis allerspätestens Freitag, 18. September per e-mail unter:

kleinanedling@yahoo.de

gebeten!

Bitte vergessen Sie am Konzertabend nicht Ihre Gesichtsmaske!

Eintritt: Zehn Euro.




Wasserburg im Jahrbuch von „Theater heute“

Das Fachmagazin „Theater heute“ kürte jüngst die Höhepunkte der Saison 2019/2020 und veröffentlichte sie im aktuellen Jahrbuch. 44 Kritiker hatten herausragende Leistungen von Theatern im deutschsprachigen Raum in sieben Kategorien benannt. Im Ergebnis wurden unter anderem die Münchner Kammerspiele zum Theater des Jahres gewählt. Auch das Theater Wasserburg ist in diesem Jahr gelistet: Christoph Leibold vom Bayerischen Rundfunk nominierte in der Kategorie „Dramaturgie“ Uwe Bertram mit der Produktion „Leonce und Lena“ von Georg Büchner. Seine Entscheidung begründete der Kritiker so …

Unser Foto zeigt Susan Hecker in der Bertram-Inszenierung.

„Das Konzept ist so einfach wie einleuchtend: Uwe Bertram lässt Büchners Figuren wie Marionetten an den Fäden des Schicksals zappeln. Grau bandagiert, in Blechtonnen gepresst, sehen die vier Darstellerinnen aus wie eine Mischung aus Hampelmännern (eigentlich: Hampelfrauen) und Robotern. Sie hängen unter einer Kommandobrücke, auf der sich Rohre winden. Es dampft und zischt aus Ventilen. Anfangs behandelt Bertrams Fassung Büchners Lustspiel fast wie ein Textflächendrama von Elfriede Jelinek.

Der Stücktext wandert von Sprecherin zu Sprecherin, ohne klare Figurenzuordnung, dafür ergänzt durch Briefpassagen des Autors und Fragmenten aus anderen Dramen. Später schälen sich Figurenzuständigkeiten heraus.

Über den zappelnden Marionetten-Menschlein, auf der Kommandobrücke, wacht Susan Hecker als Chefmaschinistin in diesem „Maschinenraum des Menschseins“, dreht an Rädern, lässt die Puppen tanzen, ist im Endeffekt aber genauso ratlos wie alle anderen, wenn sie über sich in den gottlosen, leeren Himmel blickt. Bestechend!“

Im Mai 2021 ist das Wasserburger Werk auf den 37. Bayerischen Theatertagen in Memmingen zu sehen. Zuvor sind Ende April 2021 nochmal zwei Spieltermine im Theater Wasserburg angesetzt.

In seiner Eigenschaft als Kurator des größten bayerischen Theaterfestivals hatte Christoph Leibold die Inszenierung von Uwe Bertram als Beitrag in der Kategorie „Klassiker für heute“ ausgewählt.

Informationen zum Spielplan (wir berichteten) und Kartenverkauf über www.theaterwasserburg.de.


 
In der Auswahl im Rahmen der Kritiker-Umfrage von „Theater heute“ 2020: „Leonce und Lena“ von Georg Büchner in der Inszenierung von Uwe Bertram im Theater Wasserburg. Unter anderen mit Magdalena Müller und Annett Segerer …

Fotos: Christian Flamm




Werke von Ricarda Hoop

Ricarda Hoop zeichnet mit Bleistift und Graphit auf Papier. Die Arbeiten beziehen sich auf Merkmale des Interieurs und überschreiten die Grenzen zum Stillleben. Zu sehen sind ihre Werke ab der nächsten Woche – Sonntag, 20. September, bis zum 18. Oktober in der Wasserburger Galerie im Ganserhaus. Zum Thema: Der Raum, die Fluchten, Gebiete …

 

Ihre Zeichnungen erinnern an Wandteppiche. „Die Teppiche waren ursprünglich Nachbildungen des Gartens. Der Garten ist ein Teppich, auf dem die ganze Welt in symbolischer Vollkommenheit erscheint, und der Teppich ist gewissermaßen der im Raum bewegliche Garten. Der Garten ist die kleinste Parzelle der Welt und zugleich ist er die ganze Welt.“ Das sagt die Künstlerin, die in Leipzig lebt und arbeitet.

Der AK68 lädt herzlichst ein.

Geöffnet ist die Ausstellung Donnerstag bis Sonntag von 13 bis 18 Uhr.

 

 

 

 




Kunst an der Giebelwand

Die QUINTESSENZ von Tomislav Topic an der Giebelwand der Posthöfe in der Rosenheimer Anton-Kathrein-Straße 4: Seit seinem Studium an der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim hat Tomislav Topic eine ganz eigene, unverkennbare Handschrift entwickelt. Sowohl im Graffiti, als auch in der Farblehre beheimatet, variieren und verbindet er gekonnt Malerei, Film und Installation. Die Arbeiten von ihm leben von der Auseinandersetzung mit dem Raum. Seine Werke speisen sich einerseits aus den Formen der Architektur und greifen wiederum aktiv in diese ein. Noch bis zum kommenden Sonntag, 6. September, verwandeln die Street-Art-Künstler in Rosenheim graue Betonwände in riesige Wandbilder – wir berichteten. Zuschauer sind da natürlich jederzeit herzlich willkommen.

Weitere Informationen

Webseite des Veranstalters: Städtische Galerie Rosenheim
Ein Lageplan mit allen Kunstobjekten finden Sie hier!
Informationen über die teilnehmenden Künstler finden Sie hier!

Fotos: Rainer Nitzsche

Quelle: Samerberger Nachrichten




Einzigartig im Epochen-Übergang

Vor wenigen Tagen konnte die Stadt Wasserburg für ihre Museumssammlung einen kleinen Wandschrank aus der Mitte des 16. Jahrhunderts erwerben. Das Möbelstück zeigt auf einzigartige Weise den Übergang von der Gotik in die Renaissance und stammt aus einem bekannten Wasserburger Altstadthaus.

Fotos: Wandschrank aus dem Maikäferhaus –

16. Jahrhundert, Holz, Metall,

bemalt, 65 x 38 x 27 cm.

Frisch aus der Restaurierung kommend, ist er nun im Museum eingetroffen: Ein kleiner Wand- oder Nischenschrank. Schon auf den ersten Blick wirkt er mit seiner rot-schwarzen Bemalung, dem schmalen Türchen und dem Metallschloss recht geheimnisvoll.

Der hochrechteckige, hölzerne Schrank ist nur 65 Zentimeter hoch. Die schmale Tür lässt sich auf der rechten Seite öffnen. In ihrer Mitte ist ein rautenförmiger Beschlag mit einem ovalen Metallgriff angebracht.

Dreht man an ihm, öffnet sich die Tür. Auf der Innenseite befindet sich ein schmaler Metallriegel. Über 400 Jahre alt ist dieser Schließ- und Öffnungsmechanismus! In der Restaurierung konnte er wieder gangbar gemacht werden.

Beinahe von allen Seiten ist das Schränkchen mit einer roten Farbe bemalt, obwohl es an seinem ursprünglichen Bestimmungsort in die Wand eingelassen war und man nur die Frontseite sehen konnte. Dass seine Seitenteile dennoch farbig gefasst sind, ist als Qualitätsmerkmal zu verstehen. Allein die Rückwand sowie das Innere wurden roh belassen.

Doch nicht allein wegen seiner Wasserburger Herkunft ist der kleine Wandschrank als Museumsobjekt interessant, sondern darüber hinaus auch als Übergangsmöbel von der Zeit der Gotik zur Renaissance.

Die einfache und massive Konstruktion seines Korpus sowie manche Elemente der Bemalung sind noch gotisch gehalten. Hierzu zählen die stilisierten Lilien in den Ecken sowie die Zirkelschlagornamente am Rand der Frontseite. Letztere leiten sich aus der Kreisform ab, welche für die Epoche der Gotik charakteristisch ist.

Erste Anklänge an den Renaissancedekor lassen sich in dem schlank gestalteten Schloss und in der floralen Malerei auf der Tür finden. Die schwarze Farbe, in der die Blumenelemente auf dem roten Grund ausgeführt wurden setzt sich aus Ruß und einer Kaseinbindung zusammen. Derartige arabesken und mauresken Pflanzenornamente kamen im 16. Jahrhundert in den deutschsprachigen Raum. Sie stammen aus dem vorderen Orient, wo sich diese Form der Ornamentik vermutlich aus dem islamischen Bilderverbot und stätantiken Dekorationsformen entwickelt hatte.

Das Schränkchen stammt aus dem Maikäferhaus am Heisererplatz und hat noch einen großen Bruder: Einen größeren, freistehenden Schrank mit ähnlicher Bemalung, der allerdings nicht den Weg ins Museum fand. Hans Maikäfer war der letzte Wasserburger Wagner. Er führte seine Werkstatt am Kaspar-Aiblinger-Platz noch bis 1992 – da war er selbst bereits stolze 82 Jahre alt. Schon sein Vater und der Großvater gingen dem Handwerk nach, sodass Hans Maikäfer ältere Werkstatteile aus dem 19. Jahrhundert an die städtische Sammlung schenken konnte. Sie fanden Eingang in die Dauerausstellung und sind im Dachgeschoss des Museumsgebäudes zu sehen.

Fotos: Museum Wasserburg

 

 

 




Das Theater Wasserburg beginnt wieder

Der so wunderbare Plan ist, schon ganz bald in nur kurzer Zeit gleich zwei Premieren in der so schwierigen Corona-Zeit zu feiern: Am Theater Wasserburg soll es endlich wieder losgehen – erst unter der Regie von Uwe Bertram und Mario Eick ab dem Freitag, 2. Oktober, mit den Hoffmanns Erzählungen. Mit Susan Hecker, Hilmar Henjes, Pit Holzapfel, Georg Karger, Anno Kesting, Nik Mayr, Wolfgang Roth, Leonhard Schilde, Annett Segerer und Regina Alma Semmler auf der Bühne. Und während das Tagebuch der Anne Frank dann ab dem 10. Oktober eine Wiederaufnahme erfahren soll, steht am 23. Oktober schon die nächste Premiere an: „Krankheit der Jugend“ (Foto) unter der Regie von Susan Hecker …

Ferdinand Bruckners Stück „Krankheit der Jugend“ spielt in Zeiten, in denen eine Gesellschaft keine bürgerlichen Werte mehr hat. Marie, eine Medizinstudentin, lädt zur Promotionsfeier in ihrer WG. Ein Beziehungskarussell von Machtrausch, Kriminalität und Selbstzerstörung beginnt. Keine Figur findet aus dem Egotrip heraus, keine Bezugspunkte außerhalb ihrer selbst, keine gesellschaftliche Vision oder Utopie …

Regie: Susan Hecker.
Es spielen: Amelie Heiler, Hilmar Henjes, Nik Mayr, Magdalena Müller, Annett Segerer.

Zudem wird es am 15. Oktober eine Lesung aus verbrannten Büchern geben – der Auftakt einer neuen Reihe VERBRANNTES in Zusammenarbeit mit der VHS Wasserburg.

Der Kartenvorverkauf fürs Theater Wasserburg wird in Kürze starten.




Neustart Kultur?

Die Bundesregierung unterstützt ab sofort Kulturbetriebe in Deutschland in der Corona-Krise mit 25 Millionen Euro. Kulturzentren, Literaturhäuser und soziokulturelle Treffpunkte sollen ihren Betrieb unter Pandemiebedingungen wieder aufnehmen können, hieß es in einer Erklärung des Bundes. Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, gelte die Förderung unter anderem für Schutzmaßnahmen im Kassen- und Sanitärbereich oder für den Einbau von Lüftungen. Kulturelle Basisarbeit dürfe nicht durch Pandemie verloren gehen, hatte die Kulturstaatsministerin Monika Grütters (Foto) gesagt.

Kulturelle Stätten seien Orte der Begegnung und brächten ganz unterschiedliche Bevölkerungsgruppen zusammen, erklärte sie. Damit würden die Einrichtungen neben dem nachbarschaftlichen vor allem auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt eines Stadtteils oder einer Kommune stärken, hieß es in der Erklärung.

Jeder Einrichtung könne demnach mit bis zu 100.000 Euro geholfen werden. Die Förderung sei Teil des Konjunkturprogramms Neustart Kultur.

Abgewickelt werde das Förderprogramm durch den Bundesverband Soziokultur e.V.

Quelle BR

Foto: Grütters / Elke A. Jung-Wolff




Eine Galerie unter freiem Himmel

Dass Kunst auch in Zeiten von Corona für die Öffentlichkeit noch stattfinden kann, beweist aktuell das Transit Art Festival 2020 in Rosenheim auf imposante Art und Weise. Street Art Künstler machen sich auf nach Rosenheim, um die tristen Betonwände der Stadt mit Leben zu füllen – und um so das Gesicht der Stadt zu verändern. Hier findet Kunst mitten unter Menschen statt: Es entsteht eine riesige Gemälde-Galerie unter freiem Himmel.

Die Street Art Künstler wollen ihr Umfeld wachrütteln und zeigen soziale, kulturelle oder politische Missstände auf.

In den Werken drückt sich eine Sehnsucht der Künstler nach Freiheit, Liebe, Gleichheit und Respekt aus – auf ganz persönliche, individuelle Weise.

Das Transit Art Festival findet im Rahmen der Erlebniswochen Sommer in Rosenheim 2020 (wir berichteten) statt. Durchgeführt wird es von der Städtischen Galerie Rosenheim.

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://galerie.rosenheim.de/kunstvorort/transit-art-festival-2020/?L=0

Ein Lageplan mit allen Kunstobjekten finden Sie hier:
https://galerie.rosenheim.de/fileadmin/Bilder_und_Dokumente/Bilder/veranstaltungen/Transit_Art_Festival/Transit_Art_Flyer-Aussenseite_online.pdf

Informationen über die teilnehmenden Künstler finden Sie hier:
https://galerie.rosenheim.de/fileadmin/Bilder_und_Dokumente/Bilder/veranstaltungen/Transit_Art_Festival/Transit_Art_Flyer-Innenseite_online_aktuell.pdf

Fotos: Rainer Nitzsche

 




Heute beginnt die Ausstellung

Bauen mit Holz liegt aufgrund seiner Nachhaltigkeit gerade in Zeiten des Klimawandels voll im Trend. Der Verein Rosenheimkreis  – Architektur im Gespräch – möchte Lust darauf machen, sich mit den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten dieses natürlichen Baustoffs zu beschäftigen. Bereits zum fünften Mal hat er deshalb den Rosenheimer Holzbaupreis ausgelobt. Ab dem heutigen Donnerstag, 27. August, bis zum 15. September werden die Ergebnisse des Wettbewerbs in einer Ausstellung im Foyer des Wasserburger Rathauses präsentiert (wir berichteten) …

Die Öffnungszeiten der Ausstellung:

Montag bis Freitag 8 bis 12.30 Uhr sowie Montag, Dienstag, Donnerstag 14 bis 16 Uhr. Es ist auch eine 100seitige Broschüre erhältlich, in der alle Arbeiten abgebildet und beschrieben sind.

https://www.rosenheimkreis.de/19-news/110-die-brosch%C3%BCre-zum-5-rosenheimer-holzbaupreis.html

Die Beteiligung war diesmal so hoch wie nie:

91 nach dem 1. Januar 2016 fertiggestellte Häuser aus dem Umkreis der „Holzstadt” wurden von Bauherren und Architekten eingereicht. Sie stehen in Südbayern, Tirol und Salzburg und bieten einen breiten Querschnitt zeitgenössischer Holzbauten. Es handelt sich um Wohnhäuser, Gewerbebauten und öffentliche Gebäude wie Schulen oder Rathäuser. Aus Wasserburg ist der barrierefreie Wohnbau Ponschabaustraße 9 dabei.

Eine hochkarätige Jury hat drei Preise nach fachlichen Gesichtspunkten vergeben. Zuvor aber konnte sich jede*r interessierte Bürger*in ein eigenes Urteil bilden und nach persönlichen Präferenzen online einen Publikumspreisträger küren.




Bauen mit Holz

Bauen mit Holz liegt aufgrund seiner Nachhaltigkeit gerade in Zeiten des Klimawandels voll im Trend. Der Verein Rosenheimkreis  – Architektur im Gespräch – möchte Lust darauf machen, sich mit den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten dieses natürlichen Baustoffs zu beschäftigen. Bereits zum fünften Mal hat er deshalb den Rosenheimer Holzbaupreis ausgelobt. Ab dem kommenden Donnerstag, 27. August, bis zum 15. September werden die Ergebnisse des Wettbewerbs in einer Ausstellung im Foyer des Wasserburger Rathauses präsentiert …

Die Öffnungszeiten der Ausstellung:

Montag bis Freitag 8 bis 12.30 Uhr sowie Montag, Dienstag, Donnerstag 14 bis 16 Uhr. Es ist auch eine 100seitige Broschüre erhältlich, in der alle Arbeiten abgebildet und beschrieben sind.

https://www.rosenheimkreis.de/19-news/110-die-brosch%C3%BCre-zum-5-rosenheimer-holzbaupreis.html

Die Beteiligung war diesmal so hoch wie nie:

91 nach dem 1. Januar 2016 fertiggestellte Häuser aus dem Umkreis der “Holzstadt” wurden von Bauherren und Architekten eingereicht. Sie stehen in Südbayern, Tirol und Salzburg und bieten einen breiten Querschnitt zeitgenössischer Holzbauten. Es handelt sich um Wohnhäuser, Gewerbebauten und öffentliche Gebäude wie Schulen oder Rathäuser. Aus Wasserburg ist der barrierefreie Wohnbau Ponschabaustraße 9 dabei.

Eine hochkarätige Jury hat drei Preise nach fachlichen Gesichtspunkten vergeben. Zuvor aber konnte sich jede*r interessierte Bürger*in ein eigenes Urteil bilden und nach persönlichen Präferenzen online einen Publikumspreisträger küren.

 

 

 




Groove und Soul unter freiem Himmel

Der Kulturverein Ramsau freut sich auf ein weiteres Konzert-Highlight: Zwei Generationen Warning stehen morgen, Donnerstag, gemeinsam auf der Sommerbühne im Bio-Biergarten in Ramsau. Der aus Aruba stammende Wally Warning zählt auch hier in der Region viele Fans. Im Bereich Reggae und Soul schuf er eine ganze Reihe von Hits, die lange nach dem Hören noch im Ohr sind. In seine Fußstapfen tritt seine Tochter Ami, die mit ihren beiden Alben Kritiker und Musikfans begeistern konnte.

Dabei geht Ami durchaus eigene Wege, und wechselt auch gerne mal zum Singer-Songwriter-Fach über. Vater und Tochter treten morgen gemeinsam auf und ihr blindes Vertrauen zueinander lässt magische Momente entstehen.

Beginn 20 Uhr, Einlass 18 Uhr.

Karten zu 22 Euro – ermäßigt 18 Euro – an der Abendkasse erhältlich oder zu reservieren über steffi@fichters-kulturladen.de.




Aus für den Gimplkeller

Wegen der nicht kalkulierbaren Corona-Infektionsgefahr, wegen der schwierig einzuhaltenden Abstandsregeln und nicht vorhandener Lüftungsanlage schließt der Wasserburger Gimplkeller Ende August. Alle noch geplanten Veranstaltungen der beliebten Bühne am Marienplatz müssen abgesagt werden. Auch der Vorverkauf wurde eingestellt. „Wir danken allen Künstlern und dem wunderbaren Publikum für die unvergessenen, schönen Abende”, sagt Heiko Rüsse, Initiator des Gimplkellers am Marienplatz.




Systemrelevant! Und jetzt?

Am heutigen Donnerstagabend sind Mike und Fabian in der Abendschau des Bayerischen Fernsehens zu Gast. Sie werden ein neues Buch vorstellen – IHR neues Buch: Weil es ohne uns nicht geht. Akutes aus der Notaufnahme. Ein Krankenpfleger aus Rosenheim erzählt. Die Sendung läuft ab 18 Uhr. Michael Steidl (44) arbeitet in der Zentralen Notaufnahme des RoMed-Klinikums in Rosenheim. Und die ist für den Notfall-Krankenpfleger ein Spiegelbild der Gesellschaft. Über den Alltag zwischen Leben und Tod – nicht nur in Zeiten von Corona.

Die Zentrale Notaufnahme ist ein Ort der Grenzerfahrung. Das gilt für jene, die dort unter hohem Verantwortungsdruck arbeiten, ebenso wie für die Patienten, die die Einlieferung in die Klinik so plötzlich aus ihrem Alltag reißt. Ein Profi ist hier Familienvater Michael Steidl, seit zehn Jahren stellvertretender pflegerischer Leiter der Zentralen Notaufnahme am Klinikum mit zwanzig Jahren Berufserfahrung. Er öffnet mit diesem Buch die Tür dieses Grenzbereichs und gewährt Einblicke.

Ihm zur Seite ein Autor – Fabian Marcher – ohne jede medizinische Vorbildung, der in die Welt der Notaufnahme eintaucht und die Pfleger wie Pflegerinnen, Ärzte wie Ärztinnen bei ihren Schichten begleitet.

Ihr gemeinsames Ziel? Die Menschen zu porträtieren, die jeden Tag gegen das Chaos ankämpfen. Zu zeigen, welche Opfer dieser Kampf von ihnen verlangt, aber auch, weshalb sie ihn trotzdem immer wieder aufnehmen.

Das Wort systemrelevant – das kennt zu diesem Zeitpunkt und vor allem im Zusammenhang mit Krankenpflege so gut wie niemand.

Die Beiden ahnen da selbst auch noch nicht, dass sich im fernen Wuhan in Zentralchina zum Jahreswechsel 2019/2020 ein Sturm zusammenbraut, der die Gesundheitssysteme in Deutschland und weltweit an ihre Belastungsgrenzen bringen wird.

Als sich COVID-19 schließlich in rasender Geschwindigkeit auch in ganz Europa ausbreitet, entwickelt sich die Zentrale Notaufnahme im RoMed-Klinikum in Rosenheim mehr denn je zum Brennpunkt des Geschehens. Mike Steidl wird über Nacht extrem systemrelevant.

Und jetzt – Stand jetzt?

Unser Buch-Tipp:

Michael Steidl mit Fabian Marcher: Weil es ohne uns nicht geht. Akutes aus der Notaufnahme. Ein Krankenpfleger erzählt.

Berlin 2020: Eden Books.

ISBN: 978-3-95910-297-1.

Zum Autor:

Fabian Marcher, 1979 in Tegernsee geboren, ist gelernter Buchhändler und arbeitet als freier Autor. Zusammen mit seiner Frau Julia Lorenzer hat er unter anderem das Buch »111 Orte in Rosenheim und im Inntal, die man gesehen haben muss« veröffentlicht. Die Beiden leben in Oberbayern und in Italien.

Fabian Marcher hat zudem auch Kriminal-Romane veröffentlicht.




Robin Hood in Amerang

Eine besondere Veranstaltung im Bauernhausmuseum Amerang: Stefan Murr und Heinz-Josef Braun haben wieder ein Märchen neu interpretiert und in die bayerische Sprache übertragen. Am kommenden Sonntag, 9. August, um 15.30 Uhr geben die beiden Autoren, Komponisten und Schauspieler die Geschichte von Robin Hood im Vierseithof aus Bernöd:

Robin hat es nicht immer leicht, seiner Marianne und dem König Bärenherz zu helfen. Dem König ist langweilig und er beschließt in den Urlaub zu fahren. Eine gute Gelegenheit für den Sheriff von Kaiserschmarrn, denn er lauert nur darauf den Thron an sich zu reißen.

Ein Dirndl für die Pharaonin ist der Auslöser, dass die Geschichte Fahrt aufnimmt. Gemeinsam mit seinen Gefährten, den Piraten-Ratten Ratz und Fatz, der Schnorchel-Resi und dem Bruder Stiergnack gelingt es Robin, dem Sheriff einen gehörigen Strich durch die Rechnung zu machen. Die Neuinterpretation der bekannten englischen Legende begeistert mit Dialektvielfalt, Musik und Ideenreichtum. Ein Märchennachmittag nicht nur für Kinder.

Für die Veranstaltung gelten besondere Hygienebestimmungen:

Einlass nur mit vorheriger Kartenreservierung und Angabe der Kontaktdaten unter: museum@bhm-amerang.de oder telefonisch 08075 / 91 509 0.

Bei Regen wird die Veranstaltung zu einem späteren Termin nachgeholt. Erwachsene: 5,50 Euro, Kinder: vier Euro, zuzüglich Museums-Eintritt.

 




Oh je, wos is da los?

Oberstraßkirchen hat die Schnauze voll – das Dorf steigt aus und geht zurück in die 80er! Und zwar: Mit dem Rückwärtsgang nach vorn! So heißt die neue Komödie von Sebastian Schindler aus Soyen – am kommenden Montagabend ist die große, längst ausverkaufte Premiere am Stoa bei Edling unter freiem Himmel. Endlich, Corona hatte den Zeitplan durcheinander gewirbelt. Drehorte waren vor knapp einem Jahr unter anderem in Soyen/Kirchrreit und in Zellerreit beim Gasthaus Esterer. Engagiert und furchtlos mit dabei auch wieder einige Ramerberger und Edlinger (unsere Fotos).

Neben dem jungen Regisseur Schindler werden am Montag natürlich auch sie da sein – und auch mehrere Hauptdarsteller. Die Liste der bekannten Mitwirkenden kann sich absolut sehen lassen: Uli Bauer, Hannah Bauer, Corinna Binzer, Hans Schuler, Tom Kreß, Hubbi Schlemer, Roland Hefter, Michael Altinger, Alexander Liegl, Franziska Wanninger, Wolfgang Krebs, Martin Frank, Sepp Schauer …

 

Ein Erinnerungsfoto an fröhliche Drehstunden – hier mit dem Kabarettisten und Schauspieler Wolfgang Krebs alias Ministerpräsident Dr. Markus Söder: Jesse Kleiner (links) und Andi Hohnen, seine Security-Männer im Film.

Restkarten gibt es noch für die Film-Aufführung am Dienstag, 4. August, und auch am Mittwoch, 5. August, läuft die Komödie aus der Heimat am Stoa!

Filmbeginn: Bei Einbruch der Dunkelheit gegen 21.15 Uhr.
Es gelten vor Ort die Corona-Schutzmaßnahmen – Maskenpflicht, Abstand, Hygiene …

Ab September ist der Film dann im Wasserburger Utopia zu sehen.

Hier bei den Dreharbeiten Hauptdarsteller Uli Bauer (kariertes Sakko links) und rechts neben ihm Hans Schuler. Rechts im Bild Wolfgang Krebs …

Fotos: privat

Und darum geht’s:

Oberstraßkirchen, ein kleines Dorf im Landkreis Rosenheim, wird nun auch von den Folgen des 21. Jahrhunderts eingeholt. Als der Bürgermeister feststellt, dass man ab sofort sogar die übliche Kirchenkollekte nicht mehr mit Bargeld, sondern nur noch per Karte und App bezahlen kann, platzt ihm der Kragen und er beschließt mit seiner Gemeinde den persönlichen ‘Brexit’ aus der modernen Welt:

Er will zurück in die unkomplizierten 1980er Jahre. Während sich die älteren Einwohner des Dorfes mit der Idee schnell anfreunden und ihre Jugendzeit wieder neu erleben, versteht die heutige Dorfjugend die Welt nicht mehr und versucht zu verhindern, was noch zu verhindern ist. Ein vorprogrammiertes Schlamassel nimmt seinen Lauf …

BRD

2020

FILMREIHE Premiere

REGIE Sebastian Schindler

DARSTELLER Uli Bauer, Hannah Bauer, Corinna Binzer, Johann Schuler, Tom Kreß, Hubbi Schlemer, Roland Hefter, Michael Altinger, Alexander Liegl, Franziska Wanninger, Wolfgang Krebs, Martin Frank, Sepp Schauer

KAMERA Markus Beham

AB 6 JAHRE

LÄNGE 80 MIN.

Das Kino-Programm am Stoa zum Wochenende:

 
Freitag 31.07
21.30 UHR
Das Beste kommt noch
Samstag 01.08
21.30 UHR
Ausgrissn! In der Lederhosn nach Las Vegas
Sonntag 02.08
21.30 UHR
The Peanut Butter Falcon




An einem Sommerabend

Das Brucktor und der Inn schimmern rosa in der Abendsonne. Ein Fuhrwerk steuert auf das Brucktor zu und einige Passanten sind während des lauen Sommerabends auf der Brücke unterwegs. Die Stadt liegt friedlich am Inn, eingehüllt in eine üppige Vegetation. Fritz Köll ließ sich bei der Erschaffung seiner Werke stets von Stimmungen leiten. Dabei kam es ihm besonders auf die Wirkung des Lichts an. Das romantisierende Aquarell zeigt nicht nur die Innfront von Wasserburg an einem Sommerabend, sondern offenbart auch den warmherzigen Blick des Künstlers auf seine Heimatstadt.

Fritz Köll wurde am 7. November 1884 in Wasserburg geboren. Den ersten Zeichenunterricht erhielt er vom Wasserburger Reallehrer und Maler Gustav Eichhorn, der ihn später Prof. Max Dasio an der Münchner Kunstakademie empfahl. Nach dem Studium an der Akademie und der technischen Hochschule München erhielt er Lehraufträge und wirkte als Zeichenlehrer und Kunsterzieher in Augsburg, Schweinfuhrt und München. Seiner Geburtsstadt blieb Köll zeit seines Lebens durch Besuche im Elternhaus und Urlaube treu. 1958 verstarb er in seiner Wahlheimat München-Pasing.

Köll beteiligte sich in seinen jüngeren Jahren an Ausstellungen und warb für seine pädagogische Praxis. Er war zudem Mitglied im Berufsverband bildender Künstler München e.V.. Einzelausstellungen wurden ihm erst in der Retrospektive zu Teil.

Das vorgestellte Werk wurde 1986 in einer Retrospektive im Imaginären Museum in Wasserburg gezeigt. 2019 erhielt das Museum Wasserburg eine großzügige Schenkung aus dem Nachlass des Sohnes von Fritz Köll. Die Sammlung Wasserburg aus fünf Jahrhunderten widmet dem Künstler einen eigenen Raum. Weitere Werke befinden sich in Privatbesitz.

Sein Gesamtwerk umfasst Landschaften und Veduten der Orte seines Wirkens sowie von den Zielen seiner Reisen nach Italien und Jugoslawien. Er malte nicht nur romantisierend, sondern widmete sich auch Industrieanalgen und schuf erschütternde Bilder des vom Krieg zerstörten Münchens. Gleichsam eines Chronisten hinterließ er Dokumente des Lebens seiner Zeit. Zu den dabei angewandten Techniken gehörte die Malerei in Öl, Aquarell, Tempera, Kasein und Pastell sowie Bleistift- und Kohlezeichnungen.

Quelle Stadt Wasserburg




Über die Musik und das Menschsein

Dreivierteltakt und Herzblut findet sich reichlich in den Liedern, die sich Sebastian Horn und Gerd Baumann alias „Dreiviertelblut” gemeinsam ausdenken. Am gestrigen Abend am Stoa bei Edling nun waren die Beiden die Protagonisten einer neuen Doku, die die Regisseure Marcus H. Rosenmüller (links) und der Wasserburger Johannes Kaltenhauser (rechts) als Welt-Uraufführung im Altlandkreis präsentierten. Eine wahrlich nicht alltägliche Veranstaltung: Vor „vollem Haus” – unter Corona-Bedingungen – und mit Bilderbuch-Wetter! Der Titel:  Dreiviertelblut – Weltraumtouristen!

Fotos: Renate Drax

„Wir sind freudig aufgeregt” hatten die beiden Regisseure ihrem neuesten Werk am Mikro vorausgeschickt. Über die Musik und das Menschsein: Was folgte war eine Doku in schwarz-weiß, vorangetrieben durch eine stimmige Montage – mit malerischen Naturbildern, mit hintersinnigen Gesprächen und Gedichten, mit tollen Live-Impressionen und Aufnahmen abseits der Bühne. Unsere Bilder zum gestrigen Abend …

Eigens ein Foto für die Leser der Wasserburger Stimme – mit den wichtigsten Personen des Abends, den unglaublichen Musikern von Dreiviertelblut!

Von links:

Sebastian Horn (Gesang) – Florian Riedl (Klarinette, Bassklarinette, Moog) – Dominic Glöbl (Flügelhorn, Trompete, Gesang) – Luke Cyrus Goetze (Gitarre, Lapsteel, Dobro) und Gerd Baumann (Gitarre, Gesang, Musikkomponist)  sowie vorne kniend Flurin Mück (Schlagzeug).

Benny Schäfer (Kontrabass) ist nicht auf dem Foto – kam erst später dazu.
 

Der Film widmet sich der Musik der Band und den „Machern“ dahinter und unterscheidet sich von anderen Musik-Dokus in seiner visuellen und technischen Umsetzung bravourös.

Der Philosoph Sebastian Horn und der Astronaut Gerd Baumann treffen sich tief im Wald, in einem abgelegenen Stadl und treiben ihren Handel mit der Vergänglichkeit. Dreiviertelblut, das sind zwei Musiker, die ihr urbayerisches Lebensgefühl sinnlich mit dem universellen Ganzen durchweben. Gerd Baumann zudem immer wieder mit erfrischendem Humor bei aller Ernsthaftigkeit des Philosophierens.

Er kommt immer wieder gerne zum Open Air-Kino am Stoa: Film-Regisseur Marcus H. Rosenmüller (links) und sein kongenialer Kumpel wie Protagonist der neuen Doku, Gerd Baumann.

Weitere Impressionen zu gestern:

Ein besonderer Dank ging nicht nur an den Tontechniker, sondern an Kamera und Schnitt, an Förderer und Sponsoren und viele mehr …

Die Band-Mitglieder strahlend – in der Mitte Johannes Kaltenhauser am Mikro.

Froh über die so gelungene Premiere – die Doku läuft in über 70 Kinos in Deutschland ab sofort. In der kommenden Woche auch noch mal am Stoa …

Auch Schauspielerin Johanna Bittenbinder und ihr Mann, der Musiker, Schauspieler und Kabarettist Heinz-Josef Braun (links) waren gestern am Stoa gerne dabei …

Zahlreich vertreten die Medien, wie sich das für eine Welt-Uraufführung so gehört …

Und nicht zuletzt Rainer Gottwald (Foto unten), Chef des Open-Air-Kinos, dem vor allem von den beiden Regisseuren ein ganz besonderer Dank galt für den so wunderbaren Abend!

 

 

 

 

 

 

 




Die Innphilharmonie ist zurück

Die Ensembles der Rosenheimer Innphilharmonie haben nach langer corona-bedingter Pause den Probenbetrieb wieder aufgenommen – selbstverständlich unter Einhaltung der Hygienemaßgaben. Die Freude am gemeinsamen Musizieren und die Hoffnung, das treue Publikum bald wieder mit schöner Musik zu erfreuen, haben die Mitglieder durch die stille Zeit getragen. Zurzeit arbeiten beide Ensembles unter dem Gastdirigenten Andreas Penninger aus Braunau/Österreich.

Er wird den Chor dirigieren, wenn er im Rahmen des „Sommer in Rosenheim“ mit A- capella-Chören in der Stadt am Samstag, 25. Juli, nach 18 Uhr zu hören sein wird. Das Orchester wird ebenfalls unter seiner Leitung in einem Konzert am 11. Oktober im Ballhaus Werke für Streichorchester musizieren.

 

Foto: Gastdirigent Andreas Penninger bei der Probe

 

 




Bei freiem Eintritt

Ein Orgelkonzert mit Kirchenmusikdirektor Andreas Hellfritsch aus Bad Aibling findet am kommenden Samstag, 25. Juli, um 19 Uhr in der evangelischen Christuskirche in Wasserburg statt. Gespielt werden Werke unter anderem von Pachelbel, Buxtehude, Walther, Bach, Karg-Elert …

Eintritt frei – Spenden erbeten!

Es gelten die Hygiene-Schutzmaßnahmen der Corona-Zeit.




„Johnny K. Rotten” ist da

Der AK68 veranstaltet auch heuer seine traditionelle, große Kunstausstellung. Sie findet vom kommenden Sonntag, 26. Juli, bis 23. August im Wasserburger Rathaus und im Ganserhaus statt. Wie alle Jahre wurde zur Ausstellung auch eine Skulptur vor dem Rathaus platziert. Heuer handelt es sich um ein Werk der Künstlerin Susanne Beurer aus Malching im Landkreis Passau. Das Kunstwerk trägt den Namen „Johnny K. Rotten”.  Dass „Johnny” sich hoppelnd aus dem Staub machen könnte, ist übrigens eher unwahrscheinlich – das Langohr wiegt 240 Kilo.




Hohe Bären, weite Teller

Zum ersten Mal findet nun seit langem wieder ein kultureller Austausch mit jungen Künstlerpositionen in der „ARTworld“ des Bildhauers Georg Mayerhanser in Schnaitsee statt. Das Konzept sieht vor, Künstlern aus ganz Deutschland eine Möglichkeit zu geben mit ihrer Arbeit an die Öffentlichkeit zu treten. Zudem ist es eine Reaktion von Georg Mayerhanser und dem Bildhauer Jørgen May, die Vielfältigkeit und den Ausbau des kulturellen Angebotes in der Region und vor Allem außerhalb der großen Städte zu fördern.

Nichts bietet sich dabei besser an als die Räume der „ARTworld”, die Mayerhanser gerne für diese Art von Begegnung mit Kunstbetrachtern und Künstlern frei zur Verfügung stellt. Dazu lädt auch das Galerie Café von Anna Mayerhanser zum verweilen ein und gibt die Möglichkeit bei Kaffee und Kuchen, entspannt mit den Künstlern in Kontakt zu treten.

Bei dem Pilotprojekt dieses zukunftsorientierten Ausstellungskonzeptes machen Stephan Hörnig (Köln) und Maximilian Martinez (Kalrsruhe) unter dem Titel „Hohe Bären, weite Teller“ den Anfang. Die Beiden Künstler werden an zwei Wochenenden die Räume der ARTworld bespielen. Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten der ARTworld aber auch nach vorheriger Absprache unter der Woche besucht werden. Beide Künstler werden über den Ausstellungszeitraum anwesend sein und sind offen für einen Austausch.

Öffnungszeiten:

25.07. 13:00 – 18:00 Uhr 26.07. 13:00 – 18:00 Uhr

01.08. 13:00 – 18:00 Uhr 02.08. 13:00 – 18:00 Uhr

(Nach vorheriger Absprache kann die Ausstellung auch unter der Woche von 27.07. – 31.07. besichtigt werden)

Location:

ARTworld Galerie Georg Mayerhanser Mail: info@mayerhanser.de
Fon: 08074/9179991

Ausstellungsleiter:

Jørgen May
Mail: jorge.yam@icloud.com Fon: 0157 53594518

 

Zu Stephan Hörnig:

Der Mensch, die Welt und alles was darüber hinausgeht sind Objekt meiner Ideen, d.h. formale & inhaltliche Diversität ist die Grundlage meiner Arbeit(und meine Auslegung des „Freie Kunst“- Begriffs).

Das alltägliche Leben beobachtend stelle ich in Frage und halte den Spiegel vor, selbstironisch und (selbst-)hinterfragend, insofern ist alles was ich mache mit Sicherheit auch autobiografisch. Humor; und hierbei gerade Ironie; nehmen, trotz aller Ernsthaftigkeit, einen grossen Raum innerhalb meiner Arbeiten ein.

Eine ReadyMade Visualisierung meiner Stimmungshaltung, versuchend auf dem schmalen Grad der Objektivität zu bleiben, weitestgehend ideologiefrei, aber meinungsstark.
Mich interessiert und ich fordere das „sich“ einlassen auf ungewohntes Sehen, das Verlassen der Gewohnheiten. Ich mache keine Wohndekoration, wenn dann dekoriere ich den Geist. (- entlüften, umstellen, neu streichen, umstreichen, geraderücken)

Das heisst aber auch: „Ich mache unpopuläre Volkskunst“ (im Original ́Wir ́, Zitat SPUR). Die Vergangenheit als Spiegel der Gegenwart, als Vor- oder Rückblick auf eine Zukunft – die Gegenwart als „Zurück in die Zukunft”!

 

Zu Maximilian Martinez:

Jenseits von gut und böse?
Nein, Malerei fängt dort an wo sie dem Bild selbst das Bekenntnis beraubt, so etwas wie nur eine Ersatz- Haut (Netzhaut) zu sein.

Maximilian Martinez räumt auf der chaotischen Bildfläche auf, mal organisch, mal synthetisch. In einer Welt in der sich beinahe Alles zusammenschmeißt.

Pinky Steiner-Berg / Kunsthistoriker




Open Air-Konzert vor dem Edlinger Film!

Es wird am morgigen Samstag, 18. Juli, ein Top-Highlight 2020 am Stoa bei Edling: Gerd Baumann (Foto) gibt mit seiner neuen Band „Parade” ein Open-Air-Konzert vor dem Edlinger Film „Butterbrot und Freiheitsliebe”, bei dem er musikalisch mitgewirkt hat. Für seine Musik in dem Film „Wer früher stirbt, ist länger tot“ erhielt er den Deutschen Filmpreis: Gerd Baumann zählt zu den bekanntesten Filmmusik-Komponisten. Eigentlich naheliegend, dass er genau diese vielen Film-Werke nun endlich mal in ein Konzert zusammen-gepuzzelt hat. Lieblingsstücke sozusagen. Und die BESTE ZEIT dafür ist sowieso genau jetzt …

Fotos: Renate Drax

Gerd Baumann: Er kann nicht nur komponieren, er kann auch gut singen und Gitarren der vielfältigsten Art spielen …

An den Stoa bei Edling kommt der bekannte Filmmusik-Komponist mit seiner neuesten Band-Formation Parade gerne. Die Besucher dürfen sich freuen: Quasi eine Hit-Parade ohne Schenkelklopfer. Zur großen Freude seiner Fans dafür mit Botschaften, mal leise, mal rockig. Und immer ans Herz gehend …

Gerd Baumann – hier zuletzt im Altlandkreis auf der Bühne beim Fichter in Ramsau – wird zusammen mit dem jungen Amerikaner und Jazz-Ausnahmetalent Sam Hylton (links) am Piano und seinen kongenialen „Dreiviertelblut“-Kumpels Flurin Mück (am Schlagzeug – rechts im Bild) sowie Benny Schäfer (am Kontrabass – 2. von rechts) am Stoa auftreten.

Die Band und die Veranstalter freuen sich darauf schon sehr …

Der preisgekrönte Filmkomponist, der zum Beispiel die Musik zu allen Filmen des erfolgreichen Regisseur Marcus H. ‘Rosi’ Rosenmüller geschrieben hat – nebst Nockherberg-Singspielen – wird für dieses Konzert wahrlich musikalisch aus dem Vollen schöpfen.

Lieder, die durch Filme entstanden sind, funktionieren nämlich auch ohne Szenen, ohne Dialoge. Ohne den Sommer in Orange oder ohne die Kati (aus der Rosenmüller-Trilogie über das Aufwachsen in der oberbayerischen Provinz – beste Zeit, beste Gegend, beste Chance). Die Besucher am Stoa dürfen gespannt sein!

Eintritt Film & Band: 15 Euro/13 Euro.

Bitte so bald wie möglich noch Karten online reservieren – die Nachfrage ist groß:

Hier

Bezahlt wird an der Stoa-Kasse.

Restkarten gibt es auch an der Abendkasse.

(Falls der Abend ausverkauft ist, wird das bei der Reservierung angezeigt.)

Einlass ab 18.45 Uhr.

Konzert-Beginn gegen 19.30 Uhr.

Film-Beginn gegen 21.30 Uhr.

 Es gelten die Corona-Schutzmaßnahmen: Maskenpflicht, Abstand, Hygiene …

Danach der Film: Butterbrot und Freiheitsliebe!

In einer Mischung aus Spielfilm und Dokumentation zeichnet der Film ein interessantes Bild aus der unmittelbaren Heimat. Es wurden dafür viele Zeitzeugen interviewt und spannende Ereignisse durch Edlinger Kinder und Jugendliche, die mit großer Begeisterung und Engagement als Schauspieler agierten, szenisch nachgestellt.

Es entstand ein Portrait eines Dorfes, das beispielgebend für die ganze Heimatregion ist, in dem viel oberbayerische Geschichte zu sehen ist, die nicht vergessen werden darf. Verantwortlich für dieses einmalige und bleibende Zeitdokument ist das ehrenamtlich arbeitende Team mit Bernhard Golla, Sandra Kulbach, Martin Bacher, Renate Drax, Barbara Böhm, Rupert Hiebl, Andrea Bacher, Alex Drax und Barbara Golla.

Gerd Baumann hier mit Alex Drax (rechts) und Andrea Bacher vom insgesamt neunköpfigen, ehrenamtlichen Edlinger Film-Regieteam.

Ein ganz besonderer Dank des veranstaltenden Film-Teams geht auch an dieser Stelle noch einmal herzlichst an den Aktionskreis Edling – Kultur und Heimat e.V. – der den Abend finanziell mitunterstützt!

 




Ein künstlerischer Lichtblick

Jahreszeitliche Gemälde und Aquarelle sind derzeit in den Galerieräumen auf der Burg in Wasserburg zu sehen (wir berichteten): Willy Reichert (Foto), der vor wenigen Tagen seinen 83. Geburtstag gefeiert hat, bietet mit seinen Bildern einen künstlerischen Lichtblick in einer Zeit der Krise und Einschränkungen. So heißt es aktuell auf der Homepage der Wasserburger Stadtverwaltung – mit einem Galerie-Besuch …

„Wie einst im Mai“ hätte eigentlich die Frühjahrsaustellung 2020 von Willy Reichert heißen sollen. Aber mit „Corona“ kam alles anders: Kontaktbeschränkungen, abgesagte Veranstaltungen, geschlossene Theater und Galerien. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie haben die Kunst und Kultur sehr hart getroffen. 

Großveranstaltungen bleiben weiter untersagt. Doch mit den Lockerungen kehrt zumindest in Museen und Galerien langsam die kulturelle Normalität zurück – so auch in den Galerieräumen auf der Burg in Wasserburg. Ein kurzer Anruf, Maske auf und Kunst erleben und genießen: Denn: „Es lebe das Leben, es lebe die Kunst, es lebe das Leben mit der Kunst und in der Kunst“, so das Motto von Willy Reichert.

In den thematisch ausgewählten Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen hat Willy Reichert die heitere, luftige Stimmung des Frühlings und des Sommers eingefangen. Es ist die Zeit des Wachstums in der Natur, die sich in den Motiven aus Flora und Fauna widerspiegelt. In den Landschaftsbildern ist die wiederkehrende Lebensenergie regelrecht zu spüren.

Farbenfrohe Sujets übertragen die wärmende Kraft der Jahreszeit direkt in den Raum, der sonst als altes Burggemäuer eher als kühl empfunden wird. Gerade im Frühling ist die Natur- und Landschaftsmalerei vor anspruchsvollen Herausforderungen gestellt.

Der Maler braucht den besonderen Blick, um das Erwachen der Natur einzufangen. Und er benötigt zudem die handwerkliche Technik, um diese Wahrnehmung auch künstlerisch umzusetzen. Willy Reichert verfügt über diese bemerkenswerten Fähigkeiten. Sie sind es auch, die seinen Malstil so charakteristisch, ja unverwechselbar machen.

Bilder von Willy Reichert – eine Ausstellung in den Galerieräumen auf der Burg 8 in Wasserburg.

Zu sehen nach telefonischer Vereinbarung unter 08071 3263, weitere Informationen unter www.willyreichert.de.

wjan

Foto: Willy Reichert

Text-Quelle: Stadt Wasserburg




Der Schwalbensommer in Wasserburg

Es ist wieder der Sommer der Schwalben in der Stadt: Die „Boten des Glücks“ trifft man gerade bei einem Streifzug überall an – es ist die „Hoch-Zeit“ der Wasserburger Schwalben! Die Jungvögel der ersten Brut sind flügge und die Eltern sind schon wieder mit der Aufzucht der zweiten Brut beschäftigt. In der Zwischenzeit wurden die Nester aufgehübscht und renoviert. Turbulent geht es unter den Arkaden beim Museum zu. Ein Zwitschern, Pfeifen und Sausen erfüllt diesen Ort. Auch die „Verwaltler“ sind nun in den Seiteneingang des Rathauses gezogen und blicken noch etwas schreckhaft auf das Kommen und Gehen der Besucher. Wer nun neugierig geworden ist und auch gerne das Treiben dieser Flugakrobaten näher kennen lernen möchte dem hilft die Broschüre „Schwalbensommer in Wasserburg” …

… mit viel Interessantem und Wissenswertem über die geflügelten Sommergäste weiter. Liebevoll untermalt ist das Büchlein von Miriam Witthaut und verfasst von Irene
Kristen-Deliano.

Die kurzweilige und informative Geschichte rund um die Museumsschwalbe Elise vermittelt viel über das Leben der Vögel, bayerische Tradition und Wasserburger Besonderheiten.

Erhältlich ist es zum Preis von fünf Euro im Museum, der Gästeinfo, den
Buchhandlungen, der Kaffeerösterei, der Backstube sowie bei der Autorin:

http://www.kristen-deliano.de

 

 




Drinnen 200, draußen 400 Besucher?

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will in der kommenden Woche die Besucher-Zahlen für Kunst- und Kultur-Veranstaltungen verdoppeln! Im Innenbereich sollen dann 200 und im Außenbereich 400 Besucher erlaubt sein, sagte er am gestrigen Abend im Bayerischen Fernsehen. Das bayerische Kabinett trifft sich zu seiner nächsten Sitzung am kommenden Dienstag auf der Insel Herrenchiemsee, wo es beschlossen werden soll. Wie berichtet, wird auch Bundeskanzlerin Angela Merkel dort erwartet …

Bundeskanzlerin reist in den Landkreis

 




Bunte Gedankenspiele

Aufgrund einer guten Organisation sind nie viele Personen gleichzeitig in den Praxisräumen des MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum) am Klinikum Rosenheim am Lilienweg 10 und dennoch kommen über den Tag verteilt mehrere hundert Menschen vorbei. In den neu gestalteten großzügigen Räumlichkeiten des Strahlentherapiezentrums schaffte nun Chefarzt Dr. Ertan Mergen eine ideale Plattform für die Malerin Brigitte Petra Sporer und ihre abstrakten bis halbkonkreten Acrylbilder. Unser Foto zeigt den Chefarzt und die Künstlerin …

Brigitte Petra Sporer nimmt regelmäßig an von Kunsthistorikern jurierten Ausstellungen teil. So präsentierte sie zuletzt ihre Gemälde in Udine, Friaul, Italien. Da pandemiebedingt im März eine Ausstellungsbeteiligung in Venedig am Campo San Zaccharia verschoben werden musste, freut sich Brigitte Sporer nun im Herbst wieder in Kitzbühel auszustellen.

Bereits als Kind zeichnete und malte sie leidenschaftlich und ging über ein Lehramtsstudium und den Beruf der Architektur den Weg ans Licht zur Malerei. Geboren in Oberaudorf, aufgewachsen in Rosenheim, kehrte die Kunstschaffende über Regensburg und das Rhein-Maingebiet zurück nach Rosenheim.

Als Architektin liegt ihr die Wohnungsinneneinrichtung im Blut, getoppt durch eine professionelle Feng Shui Ausbildung, welche sie mit ihrer Malerei verbindet und bei der Gestaltung einfließen lässt.

Chefarzt Dr. Mergen bedankte sich herzlich für die gelungene Ausstellung. Beeindruckend ist seiner Meinung nach die Vehemenz der Bilder in Relation zu den großen Räumen. „Die Farben sind derart kraftvoll, dass man fast ein wenig zurücktreten muss, um den erforderlichen Überblick zu gewinnen. Erst dann sieht man all die Formen aufblitzen und in den Formen teilweise Figuren, bevor sich darunter plötzlich eine weitere Dimension eröffnet“, so Dr. Mergen. „Die Bilder von Brigitte Sporer werden selbst zur Idee, schaffen sich selbst den Raum, den sie einnehmen. Die Werke sind wie ein Gedankenspiel, das für jeden zu einem anderen Ende führt.“

Die Ausstellung umfasst über 30 Bilder, die montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr nach den institutseigenen Hygieneregeln im MVZ besichtigt und natürlich auch erworben werden können. Frau Sporer ist nach vorheriger Anmeldung immer freitags um 15 Uhr anwesend.

Foto: RoMed – Stefan Dien

 




Wie schön: Bach-Chor singt wieder

Allen Gesichtern steht die Wiedersehens-Freude ins Gesicht geschrieben: Endlich geht es wieder los beim Wasserburger Bach-Chor – gemeinsam! Da können auch die Abstandsregel von zwei Metern (unser aktuelles Foto) und die sonstigen, wichtigen Hygienemaßnahmen in Corona-Zeiten die Treffen nicht trüben. Um diese Proben zu ermöglichen hat der Wasserburger Bach-Chor mit seiner Leiterin Angelica Heder-Loosli extra den großen Saal der LandWirtschaft Staudham angemietet.

Neu ist auch die Situation, dass es im Moment kein Ziel gibt, da es noch unsicher ist, ob das geplante Weihnachtskonzert realisiert werden kann. So erlebt und genießt der Chor die neue Freiheit, einfach  „just for fun“ zu singen. Ein buntes Potpourri an Chorliedern quer durch die Jahrhunderte bildete das „Programm“ des ersten Abends nach der großen Zwangspause.

Durch den großen Abstand hörte sich jeder Sänger gut und der Chorklang ist fein und sauber, auch dank der guten Akustik des Saales. Am Ende der Probe sprudeln Freude und Dankbarkeit aus allen im minutenlange Beifall heraus.




Faszination Anden

Noch bis zum 31. Juli präsentiert der Alpenverein Sektion Wasserburg neue Bilder in der Backstube in der Wasserburger Hofstatt. Der Themen-Schwerpunkt der neuen Ausstellung ist eine Tour des Mitglieds Fred Wiener, die ihn und seine Freunde unter anderem in die Anden nach Peru geführt hatte …

Diese farbenfrohen Bilder bringen einen kleinen Einblick in die vielfältige Bergwelt und deren Bewohner.
Die Ausstellung ist zu sehen während der Öffnungszeiten des Café der Backstube …

 




Ein „Johnny” kommt vors Rathaus

Trotz der Corona-Auflagen veranstaltet der Wasserburger Künstlerkreis AK68 auch heuer seine traditionelle große Kunstausstellung. Dafür gab es bei der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses grünes Licht. Wie alle Jahre wird zur Ausstellung auch eine Skulptur vor dem Rathaus platziert. Heuer handelt es sich um ein Werk der Künstlerin Susanne Beurer aus Malching im Landkreis Passau. Das Kunstwerk trägt den Namen „Johnny K. Rotten”.

Man habe mit dem AK68 eingehende Vorgespräche geführt, so Bürgermeister Michael Kölbl bei der Ausschusssitzung. Nachdem die Kultur in den vergangenen Wochen wegen der Corona-Pandemie quasi auf Null zurückgefahren worden sei, könne man jetzt wieder erste Schritte wagen. „Der AK68 hat uns versichert, dass bei normaler Auslastung der Ausstellungsräume die Abstandsregeln ohne Probleme eingehalten werden können.” Allerdings müsse die Vernissage heuer entfallen.

Im Zuge der Ausstellung, die vom 26. Juli bis 23. August im Rathaus und im Ganserhaus über die Bühne gehen soll, soll auch eine Skulptur vor dem Rathaus aufgestellt werden. „Wir haben keine Bedenken. Das Kunstwerk wiegt 240 Kilo und ist ohne Verankerungen sehr standsicher “, so der Bürgermeister.

Die Anträge auf Abhaltung der großen Kunstausstellung und zum Aufstellen der Skulptur wurden ohne Gegenstimme abgesegnet.

 

Foto: http://www.susannebeurer.de/Susanne_Beurer/Werke/Seiten/Johnny_K._Rotten.html#1




Wo einst der Hopfen wuchs

Das ist der Blick auf das noch weitgehend unbebaute Wasserburger Burgerfeld und in die Ponschabau, um 1917. Es ist der Ausschnitt aus einer Postkarte mit der Panorama-Gesamtansicht von Osten. Im Historischen Lexikon Wasserburg wird die Serie der Wasserburger Straßennamen jetzt auch für die übrigen Stadtgebiete fortgeführt. Bei dem Straßennamen Ponschabaustraße handelt es sich um eine traditionsbewahrende, an den ursprünglichen Flur- und Ortsnamen Ponschabau erinnernde Richtungsanzeige – der Weg, der in die Ponschabau führt.

 

Der Flurname bezeichnete diejenige Au, die im 19. Jahrhundert der Brauerfamilie Andreas Ponschab gehörte. Hiermit waren dem Inn nahe Grundstücke im Umfeld des heutigen Innwerk-, Staustufen- und Stauseebereichs mit Innwerksiedlung und Berufsschule bis hin zur Einöde Urfahrn gemeint.

Die Ponschabau ist Teil des Burgerfeldes, dessen viel älterer Name erstmals 1405 mit Verleihung des Burgerfeldes und des Dobels an die Stadt erwähnt ist. Der Flurname ist auch alleinstehend als Au ohne den besitzanzeigenden Familiennamen Ponschab im Urmesstischblatt 1854/1855 nachzuweisen.

Die planmäßige Erschließung des unteren Burgerfeldes mit Innwerk und Innwerksiedlung erfolgte von der Rosenheimer Straße aus westlich über den Klosterweg und die Ponschabaustraße sowie kleinere Verbindungsstraßen in den Jahren 1918 bis 1939.

Für die amtliche Straßennamen-Festsetzung gibt es keinen urkundlichen Beleg. Im Zuge der Siedlungserschließung sah der Stadtrat offensichtlich nur Bedarf, die hier neu herzustellenden Verbindungsstraßen zu benennen und respektierte somit stillschweigend die bereits geprägte und überlieferte Bezeichnung der Ponschabau.

Schon vor dem Siedlungsbau existierte auch der unbefestigte Weg, der von der Rosenheimer Straße aus in die Ponschabau führte. Der Wegname Ponschabauerweg ist 1917 nachgewiesen.

Als Ponschabaustraße 1927 auch amtlich bezeichnet im Zuge der Hausnummernfestsetzung vom 27. März 1927 mit vier zu diesem Zeitpunkt bestehenden Gebäuden …

Der Name geht auf die ursprünglichen Eigentumsverhältnisse zurück. Die Brauerfamilie Ponschab hatte hier im 19. Jahrhundert die Flur im Besitz, welche unterschiedlich landwirtschaftlich genutzt wurde. Spätere Eigentümer des Geländes (vor dem Innwerkbau 1938) waren unter anderen die Brauerfamilie Meyer (Meyer-Bräu), womit sich aber ein umgangssprachlich geänderter Namengebrauch, etwa in Meyer-Au, nicht einstellte.

Die dem Familiennamen Ponschab angefügte Bezeichnung Au verweist auf das nahe am Inn gelegene Gebiet als ursprünglich wasserreiches, flussnahes Land. Mitte des 19. Jahrhunderts (1855) beantragte Andreas Ponschab Arbeiten zur Trockenlegung dieser Ponschabau, durch Abtrennung von Altwässern.

Die Brauerei Ponschab wurde in der Altstadt, der Salzsenderzeile 12 (später Bruck-Bräu/[Meyer-Bräu]), bis 1872 betrieben. Erstmals erwähnt ist sie 1835.

Das beim Ponschabbräu hergestellte und ausgeschenkte Bier gehörte wohl zu den besseren der Stadt: Nach einer am 28. und 29. April 1853 vorgenommenen Kontrolle des Sommerlagerbieres der 15 Wasserburger Brauereien wurde festgestellt, dass die 4.360 Eimer vom Ponschab, Andreas, zitronengelb – gut seien.

In einem Zeitungsartikel zu den Ergebnissen der Volkszählung und zur Verteilung der Haushaltungen und Religionsverhältnisse aus dem Jahr 1905 wird die Ponschab-Au als eigener Stadtteil Wasserburgs aufgeführt. Demnach gab es hier zu diesem Zeitpunkt einen einzigen Haushalt mit sechs Bewohnern.

Heute sind die ehemals freien landwirtschaftlichen – unter anderem auch zum Hopfenanbau genutzten – Flächen nördlich und südlich der Ponschabaustraße dicht bebaut. Von der Siedlungslage nördlich der Ponschabaustraße leitet sich die umgangssprachliche Bezeichnung des unteren Burgerfeldes ab, südlich der Ponschabaustraße heißt es oberes Burgerfeld.

Quelle: Matthias Haupt, Ponschabaustraße, publiziert am 10.06.2020 [=Tag der letzten Änderung(en) an dieser Seite]; in:

Historisches Lexikon Wasserburg, URL: https://www.historisches-lexikon-wasserburg.de/Ponschabaustra%C3%9Fe

Alle Artikel Straßennamen finden Sie im Historischen Lexikon Wasserburg.




Bitte Geduld, liebes Publikum!

Aufgrund von Covid-19 musste auch der beliebte Wasserburger Gimplkeller plötzlich im Frühjahr seine Pforte schließen. Aber nun – nach Wochen der Ungewissheit – blicken auch die Veranstalter dort optimistisch in die Zukunft: Sobald man Planungssicherheit habe, beginne auch wieder der Kartenvorverkauf. Bis dahin müsse man sich leider gedulden. Eine kleine Programm-Vorschau ab November – eventuell, wie gesagt …

In Vorbereitung

Freitag, 6. November 2020     20 Uhr

Fourte+       A Capella auf Bayrisch – siehe Foto oben!

Samstag, 21. November 2020    20 Uhr

Duo Millefleurs – Saxophon + Piano

Freitag, 4. Dezember 2020   20 Uhr

Les garconnes – Katja Ritter

Freitag, 26. Februar 2021     20 Uhr

Claudia Pichler     Comedy

Freitag, 26. März 2021     20 Uhr

Vera Klima

 

Vorverkauf ( + zwei Euro VVK ):

Online und in allen Filialen der Sparkasse Wasserburg

in der Buchhandlung Herzog in Wasserburg, Salzenderzeile 10

Mehr Infos:

https://www.gimplkeller.de

Foto: Fourte+

 

 




Mit der „Zauberlaterne“ zum See

Das ist keine gwöhnliche Zeichnung – das ist ein Dia aus Glas! Eine kleine Gruppe hat sich zum Baden verabredet. Das Wasser scheint noch kalt zu sein, tastet sich doch der Bub in der rot-weiß gestreiften Badehose nur langsam vor. Seiner Spielkameradin geht es wohl nicht schnell genug: Ungeduldig zieht sie ihn an der Hand weiter hinein … Auch wir warten sehnsüchtig auf den Sommer. In früheren Zeiten wurde dieser von Eltern und Großeltern auch schon mal an die Wand projiziert. Deshalb: Interessantes heute über ein Objekt aus dem Wasserburger Museum, dem Vorgänger des Dia-Projektors …

Unser Foto aus dem Museum zeigt ein Glasbild mit dem Thema Wasserspiele für die Laterna Magica – vor 1900, Glas, Papier, geklebt, Chromolithografie, 20 x 6 x 0,2 cm.

Auf dem See befindet sich auch ein Ruderboot, in welchem drei weitere Kinder sitzen. Gebannt beobachten sie zwei Enten und einen Schwan, die an ihnen vorbeischwimmen. Vom begrünten Ufer aus angelt ein etwas älterer Junge. Gerade zieht er einen kleinen Fisch aus dem Gewässer. Seine Begleiterin freut sich über den gelungenen Fang. Ganz rechts sind erneut zwei Kinder zu sehen.

Sie befinden sich auf einer Holzbrücke, die über einen schmalen Fluss führt. Das Mädchen lehnt sich an das Geländer und stochert mit einer langen Stange neugierig in das Gewässer. Der Bub – etwas mutiger – hat indessen seine Hosenbeine hochgekrempelt und versucht, mit den Zehen das kühle Nass zu erreichen. Dabei hält er sich ebenfalls an dem Geländer fest, um nicht abzurutschen und in den Fluss zu fallen. Die vier Szenen wecken Sehnsucht nach einer unbeschwerten Zeit in der Natur und am Wasser.

Bei dem beschriebenen Bild handelt es sich nicht um eine gewöhnliche Zeichnung, sondern um ein Glas-Dia für die Laterna magica.

Diese ist als „Zauberlaterne“ (Foto) eine Vorgängerin des Dia-Projektors und somit eine Vorrichtung, mit welcher man Bilder vergrößert an die Wand projizieren kann.

Im Inneren des Blechgehäuses befindet sich eine Lichtquelle, deren Strahlen durch die Öffnung an der Vorderseite des Gerätes dringen. An dieser Stelle ist eine gekrümmte Linse angebracht. Sie ist in der Lage, einen nahen Gegenstand in vergrößerter Form auf einer beliebigen Fläche wiederzugeben. Hinter der Lichtquelle ist zudem noch ein Hohlspiegel montiert, der die Helligkeit der ausfallenden Lichtstrahlen erhöht. Die Glasbilder werden zwischen das Blechgehäuse sowie die Linse geschoben und dort unter Zuhilfenahme einer Feder stabilisiert.

Laterna magica, vor 1900, Metallblech, Weißglas, Holz, Metall, gestanzt, geprägt, lackiert, geformt, gebogen, gepresst, 36 x 12 x 27 cm.

Auch im Museum Wasserburg befindet sich eine solche Laterna magica, welche auf vier Messingfüßchen steht und mit einem ornamentalen Jugendstildekor versehen ist. Bei der Lichtquelle im Inneren handelt es sich hier um eine Petroleumlampe. Eine weitere Besonderheit dieses Exemplars ist, dass der originale Glaszylinder enthalten, der Apparat also noch funktionstüchtig ist

Konnte die Laterna magica mit ihren unterschiedlichen Glasbildern auch zur Belehrung dienen, beispielsweise bei Vorträgen, so zeigen sie doch vermehrt heitere Themen. Ihr Vorbild wiederum ist die Camera obscura, welche der neapolitanische Universalgelehrte Giovanni della Porta bereits im Jahr 1558 erfand.

Seit der Zeit des Biedermeiers findet man die Laterna magica in vielen bürgerlichen Kinderzimmern. Neben Puppen, Kaufläden, Pferdeställen, Papierspielen und Baukästen wurde sie als Spielzeug sehr geschätzt. Da mit diesen wertvollen Dingen aber nur unter Aufsicht gespielt werden durfte und die Kinder in den warmen Jahreszeiten die meiste Zeit im Freien verbrachten, kamen jene Spielsachen vermutlich vor allem im Winter zum Einsatz.

Die auf dem Glasbild wiedergegebenen Wasserspiele erweckten wahrscheinlich auch bei den Kindern Sehnsucht nach dem Sommer und somit der Möglichkeit, den gezeigten Aktivitäten selbst nachzugehen und die Szenen nachzuspielen.

Lena Hauser, Museum Wasserburg

 




Nun aber wirklich: Parole 73

Wegen technischer Probleme hatte es beim ersten Termin nicht geklappt, nun ist es aber wirklich so weit: Das Alte Kino in der Nachbarstadt Ebersberg zeigt in seinem Gratis-Livestream am kommenden Donnerstag, 11. Juni, die Aufnahme von „Parole 73“ mit Alexander Liegl und Martin Pölcher. Das Stück war ein echter Geniestreich: Ein theatralisches Kabarettstück, bestückt mit berauschendem Wortwitz, einigen sozialkritischen Provokationen und so mancher Absurdität.

Im Jahr 2000 feierten Alexander Liegl und Martin Pölcher von der inzwischen aufgelösten Ebersberger Kabarettgruppe „Valtorta“ damit in Ebersberg Premiere, in den letzten Jahren wurde das Stück in anderer Besetzung an mehreren deutschen Bühnen wieder aufgenommen.

Nun heißt es auf www.kultur-in-ebersberg.de tatsächlich: „Zwei Männer. Ein Ziel. Kein Plan.“

Der Eintritt ist frei.
Einlass: 19.30 Uhr
Beginn: 19.30 Uhr
Ort: www.kultur-in-ebersberg.de




Ach, Petrus!

Nicht nur Profis, sondern auch Hobbymusiker und -musikerinnen vermissen Proben und Konzerte gleichermaßen – egal, ob in der Klassik, dem Jazz, als Rockband oder in der Volksmusik. Nun darf ab dem heutigen Montag, 8. Juni, wieder geprobt werden. Allerdings nur Instrumentalisten – KEINE CHÖRE – und nur mit strengen Regeln. Denn mittlerweile ist hinreichend bekannt, dass die Aerosole die unsichtbare Corona-Gefahr schlechthin sind. So muss zum Beispiel das Kondensat von Blasinstrumenten bei den nun erlaubten Proben ab heute in Einmaltüchern aufgefangen und in geschlossenen Behältnissen entsorgt werden. Die Blasinstrumente dürfen zum Ablassen des Kondensats nicht durchgepustet werden. Instrumente dürfen auf keinen Fall nicht getauscht werden …

Die Laienmusik-Kultur bedeutet für die Musikerinnen und Musiker auch im ganzen Altlandkreis mehr als nur bloßes Musizieren. Sie ist gelebte Gemeinschaft sowie fester Bestandteil des Lebensgefühls und Selbstverständnisses.

Chöre und Gesangsensembles dürfen leider weiterhin nicht proben, da bei ihnen eine erhöhte Infektionsgefahr vermutet wird, wie Beispiele deutschlandweit in jüngster Vergangenheit gezeigt haben ….

Unbeschwert geht anders: Abstands-, Lüftungs- und Hygieneregeln für Instrumentalisten

Es dürfen höchstens zehn Personen inklusive Leitung an einer Probe teilnehmen.

Zwischen den Musikerinnen und Musikern muss ein Abstand von mindestens zwei Metern, zum Dirigenten und bei Blasinstrumenten drei Meter, eingehalten werden. Querflöten müssen am Rand platziert werden. Wenn Trennwände eingesetzt werden, darf deshalb nicht der Abstand verringert werden.

Außerdem müssen alle Proben-Teilnehmende einen Mund-Nase-Schutz tragen, außer Blasmusikern und -musikerinnen auch während der Probe.

Insgesamt wird ein Proben im Freien empfohlen, in Räumen soll möglichst nach 20 Minuten Probe für zehn Minuten gelüftet werden. Publikum darf bei einer Probe nicht anwesend sein …

Die Regeln im Überblick
– kein Gesang
– höchstens zehn Personen
– zwei Meter Abstand zueinander (Bläser und Dirigenten drei)
– Mund-Nasen-Schutz (außer bei Bläsern)
– Räume nach 20 Minuten lüften
– kein Publikum
– keine Teilnehmer mit Krankheitssymptomen
– Seife und Einmalhandtücher zur Handhygiene
– Kondensat von Blasinstrumenten professionell entsorgen
– Verleih von Instrumenten nur nach Desinfizierung
– möglichst im Freien proben

Auch an gewisse Hygienebedingungen müssen sich Ensembles halten: Sie müssen Seife und Einmalhandtücher zum Händewaschen bereithalten.

Quelle: BR Klassik




Die Hoffnung in Bildern

Hoffnung in Bildern in der Corona-Zeit: Jahreszeitliche Gemälde und Aquarelle voller Natur-Erwachen sind derzeit in den Galerie-Räumen auf der Burg in Wasserburg zu sehen. Willy Reichert, der vor wenigen Tagen seinen 83. Geburtstag gefeiert hat, bietet mit seinen Werken einen künstlerischen Lichtblick in einer Zeit der Krise und Einschränkungen. Ein Galerie-Besuch …

Bilder von Willy Reichert Ausstellung in den Galerieräumen auf der Burg 8 in Wasserburg nach telefonischer Vereinbarung unter 08071-3263,

weitere Informationen unter

www.willyreichert.de.

„Wie einst im Mai“ hätte eigentlich die Frühjahrsaustellung 2020 von Willy Reichert heißen sollen. Aber mit „Corona“ kam alles anders: Kontaktbeschränkungen, abgesagte Veranstaltungen, geschlossene Theater und Galerien. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie haben auch Kunst und Kultur sehr hart getroffen. Großveranstaltungen bleiben weiter untersagt. Doch mit den Lockerungen kehrt in Museen und Galerien langsam die kulturelle Normalität zurück – so auch in den Galerieräumen auf der Burg in Wasserburg.

Ein kurzer Anruf, Maske auf und Kunst erleben und genießen: Denn: „Es lebe das Leben, es lebe die Kunst, es lebe das Leben mit der Kunst und in der Kunst“, so das Motto von Willy Reichert.

In den thematisch ausgewählten Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen hat Willy Reichert die heitere, luftige Stimmung des Frühlings und des Sommers eingefangen.

Es ist die Zeit des Wachstums in der Natur, die sich in den Motiven aus Flora und Fauna widerspiegelt. In den Landschaftsbildern ist die wiederkehrende Lebensenergie regelrecht zu spüren. Farbenfrohe Sujets übertragen die wärmende Kraft der Jahreszeit direkt in den Raum, der sonst als altes Burggemäuer eher als kühl empfunden wird. Gerade im Frühling ist die Natur- und Landschaftsmalerei vor anspruchsvollen Herausforderungen gestellt.

Der Maler braucht den besonderen Blick, um das Erwachen der Natur einzufangen. Und er benötigt zudem die handwerkliche Technik, um diese Wahrnehmung auch künstlerisch umzusetzen. Willy Reichert verfügt über diese bemerkenswerten Fähigkeiten. Sie sind es auch, die seinen Malstil so charakteristisch, ja unverwechselbar machen.

Wolfgang Janeczka

Foto: C. Teine

 




Wasserburg und die Museums-Schwalbe Elise

Das Museum Wasserburg widmet den Museums-Schwalben ein Buch – ein Werk der Autorin Irene Kristen-Deliano und der Illustratorin Miriam Elena Witthaut mit diesem wunderschönen Cover (unser Foto)! Die kurzweilige und informative Geschichte rund um die Museumschwalbe Elise vermittelt viel Wissenswertes über das Leben der Vögel, bayerische Traditionen und Wasserburger Besonderheiten. Und darum geht’s genau …

Die junge Schwalbe Elise kehrt zu Beginn des Frühlings aus Afrika zurück und nimmt Platz auf dem Fenstergitter vor dem Museum in der Altstadt von Wasserburg. Hier ist sie selbst im Jahr zuvor aus dem Ei geschlüpft und hat erste Flugversuche unternommen. Nun lernt sie hier ihren Liebsten kennen. Gemeinsam jagen sie durch die Luft, fangen Insekten und bauen ein Nest. Während Elise brütet, erinnert sie sich an ihre Jugend und Geschichten von früher. Sie nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die hiesige Schwalbenkolonie und plaudert über das Vogelleben.

Schwalben sind Sympathieträger. Als Kulturfolger haben sie eine enge Beziehung zum Menschen. Sie gelten als Symbol des Sommers, als Glücksbringer und als Reisende zwischen den Kontinenten. Viele Geschichten, Gedichte und Merksprüche ranken sich um sie. Wasserburg hat aufgrund seiner Lage in der Innschleife und seiner besonderen Architektur die besten Voraussetzungen für diese lebhaften Luftakrobaten, die Einheimische und Gäste gleichermaßen erfreuen.

Zahlreiche Nester finden sich auch unter den Museumsarkaden. Die kurzweilige und informative Geschichte rund um die Museums-Schwalbe Elise III vermittelt viel Wissenswertes über das Leben der Tiere.

Ein Übersichtsplan über die Nester im öffentlichen Raum der Altstadt lädt ein, diese einmal selbst zu besuchen und die Schwalben und ihre Jungen zu beobachten.

Das Buch richtet sich an Erwachsene und Kinder gleichermaßen und eignet sich zum Vorlesen.

Verkauft wird das Buch zum Preis von fünf Euro an folgenden Stellen:

Museum Wasserburg, Touristinfo Wasserburg, Bücher Herzog, Fabula, Backstube, Wasserburger Kaffeeröster, Bauernmarkt in der Hofstatt sowie bei der Autorin Irene Kristen-Deliano.

Irene Kristen-Deliano, Autorin (links im Bild)

Irene Kristen-Deliano ist alteingesessene Wasserburgerin, Kulturvermittlerin, Stadtführerin und Autorin aus Leidenschaft. Sie ist mit der Geschichte und den Geschichten der Innstadt bestens vertraut. In den letzten Jahren hat sie zahlreiche Bücher veröffentlicht und eine bunte Palette von Führungen erarbeitet. Als Mutter und Nonna ist es ihr ein Anliegen, Wasserburgs Geschichte auch Kindern näher zu bringen.

Miriam Elena Witthaut, Illustratorin (rechts im Bild)

Miriam Witthaut wuchs in Essen und Uppsala auf. Seit 2015 wohnt sie mit ihrer Familie in einem historischen Haus in der Wasserburger Altstadt. Nach ihrem Abschluss an der Anton Heiligbrunner Realschule absolvierte sie Praktika beim Theater Wasserburg und der Mayer’schen Hofkunstanstalt in München.

Das Museum und sein Haus

Die städtische Sammlung ist seit 1938 im Haus in der Herrengasse 15 untergebracht. Das Haus stammt im Kern aus dem Mittelalter und wurde Mitte des 15. Jahrhunderts in seiner heutigen Form errichtet. Aus dieser Zeit stammen auch die Arkaden mit ihrem gotischen Kreuzrippengewölbe, auf dessen Schlusssteinen die Schwalben ihre Nester bauen. Ein weiteres Nest wird in der Regel im Innenhof des Museums über dem Glasdach bewohnt.

Im Inneren des Hauses zeigt das Museum Wasserburg auf vier Etagen 52 Themen aus der Geschichte Wasserburgs und der Region, von Römern und Kelten über die Innschifffahrt der reichen Handelsherren bis zur bäuerlichen Wohnkultur und der Arbeit der kleinen Leute im 19. Jahrhundert.

 

 




Betthupferl im Gratis-Livestream

Nichts ist nur ganz schwarz oder weiß, nichts liegt nur im Schatten oder nur im Licht. Vorurteile, Neid und Intoleranz verleiten jedoch dazu, immer nur das eine oder das andere zu sehen. Davon erzählen zauberhafte Tiergeschichten, Fabeln und Märchen aus aller Welt, die Mario Urbanet in einem aufwändig illustrierten Vorlesebuch veröffentlicht hat. Die Ebersberger Regisseurin und Schauspielerin Andrea Kilian hat neun dieser Märchen nun im Alten Kino vor der Kamera gelesen. Die aufgezeichneten Folgen sendet die Ebersberger Kleinkunstbühne als Betthupferl für kleine Zuschauer und Familien im kostenlosen Livestream jeweils von Mittwoch bis Samstag täglich um 19 Uhr auf www.kultur-in-ebersberg.de, vor dem Erwachsenenproramm um 19.30 Uhr. Jedes Märchen wird eine Woche lang gestreamt. Der Eintritt ist frei.

Beginn: 19 Uhr
Ort: www.kultur-in-ebersberg.de

Das Buch mit den Tiermärchen, Fabeln und Geschichten, das sich Andrea Kilian für die Lesestunde ausgesucht hat, stammt aus dem Jahr 2014. Autor Mario Urbanet erzählte die Geschichten und Märchen, die er zusammengetragen hatte, zuerst in Schulen und auf Festivals, bevor er begann, sie zu veröffentlichen.

Im Märchenbuch „Was zwischen Licht und Schatten liegt“ stiehlt die Schlange dem Tiger und dem Panther die Beute, weil sie blind vor Geiz und Neid sind (eine Erzählung aus Burkina Faso), die Amsel macht den Tieren des Waldes deutlich, dass nur die genaue Beobachtung zu Erkenntnis führt und nicht Tratsch und Voreingenommenheit (eine Fabel aus Österreich), und der Kormoran, der als schwächstes Tier den Menschen das Feuer zurückbringt, wird zu einem Symbol für Mut und Klugheit (ein Märchen aus Brasilien).

Diese fantastischen Geschichten gegen das Schwarz-Weiß-Denken sind reich und großformatig illustriert von dem Grafikdesigner Antoine Guilloppé, der seit mehr als 20 Jahren mit seinen Scherenschnitten Bücher bebildert. Seine Illustrationen sind ebenfalls in der Vorlesestunde zu sehen.

Die Ebersbergerin war schon öfter auf der Bühne im Alten Kino zu sehen. Mit ihrem Mann, dem Geräuschemacher Max Bauer, präsentierte sie ein Live-Feature über die Kunst des Geräuschemachens.

Außerdem gehört sie neben Alexander Liegl, Max Bauer und Jeremy Teigan zum Ensemble der „Monatsschau“ in der Reihe „Salon altes kino“.

Auch mit Kindertheater hat Andrea Kilian Erfahrung. So feierte sie erst im Januar in Zürich Uraufführung mit dem viel beachteten Theaterstück „klAnK“, das speziell für Menschen ab zwei Jahren konzipiert ist.

 




Zwischen „Sch…-Corona” und „Danke, Corona!”

 

Für das Ameranger Bauernhausmuseum sind Geschichten, Gegenstände und Fotografien wichtig, um Geschichte erlebbar zu machen. Für die kommenden Generationen möchte man dort nun festhalten, was die Corona-Krise für uns heute bedeutet und bittet um Mithilfe, also um Einsendungen ( wir berichteten). Zu Beginn der Quarantäne-Beschränkungen entstand so zum Beispiel in Bruckmühl diese Corona-Geschichte. Die Autorin schrieb sie auf – auf Anregung eines Diakons für eine kirchliche Stelle in Norddeutschland …

 

Quelle: Bauernhaus Amerang




Ein Leben nach dem Gong

Das Pfingst-Wochenende steht kulturell ganz im Zeichen des Ebersberger Kabarettisten Han´s Klaffl (Foto). Am heutigen Freitag, 29. Mai, stellt der frühere Musiklehrer in seinem Online-Musikquiz drei neue Fragen aus der Rubrik „Wer weiß denn sowas?“. Die Streaming-Veranstaltung ist gratis und beginnt um 19.30 Uhr auf …

www.kultur-in-ebersberg.de.

Für eine Vorstellung am kommenden Pfingstsonntag, 31. Mai, hat Klaffl extra ein eigenes Programm zusammengestellt. Er präsentiert eine Art Best-of aus seinen vier Programmen, locker zusammengestellt und durch die ein oder andere Anekdote im Talk ergänzt. Selbst auf eingefleischte Klaffl-Fans warten Überraschungen!

Tickets für die Bezahl-Veranstaltung sind unter www.kultur-in-ebersberg.de erhältlich.

Das Alte Kino in Ebersberg tut in der corona-schwierigen Zeit, was es kann: Es bietet ab 19.30 Uhr einen Lieferservice fürs Essen an und ein heiteres Vorprogramm mit Quiz und Einspielern. Die Veranstaltung beginnt um 20.30 Uhr.




Museum Wasserburg wieder geöffnet

Das Museum Wasserburg ist seit gestern wieder für seine Besucher da! Die aktuelle Sonderausstellung „In Memoriam“ (wir berichteten ausführlich) wurde verlängert. Aktuell ist das Haus von Dienstag bis Sonntag von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Auch am kommenden Pfingstmontag steht das Museum allen offen. Ein Hygienekonzept sorgt für einen sicheren und weitgehend einschränkungsfreien Besuch von Familien, Älteren und Freunden. Führungen und Veranstaltungen können jedoch vorerst noch nicht angeboten werden.

Die aktuelle Sonderausstellung „In Memoriam. Euthanasie im Nationalsozialismus“ wurde bis zum 21. Juni verlängert.

In der Ausstellung werden anhand von Texten, Schriftstücken, Fotografien und Videointerviews mit Zeitzeugen die verschiedenen Phasen des NS-Vernichtungsprogramms wie die „Aktion T4“, das Hungersterben und Tötungen durch Medikamente dargestellt. Die Dokumente zeigen auch unterschiedliche Opfergruppen – Erwachsene, Kinder und Zwangsarbeiter – die Reaktion von Angehörigen sowie die Haltung der Ärzte und die Auseinandersetzung mit den Verbrechen in der Nachkriegszeit.

Originaldokumente lassen einzelne Schicksale nachvollziehbar werden und geben den Opfern ein Gesicht und eine Geschichte.

Eine lokale Ergänzung bildet die Schilderung der historischen Ereignisse in den Wasserburger Einrichtungen Gabersee und Attl.

Die Hörstationen der Sonderausstellung können ausschließlich mit eigenen Kopfhörern genutzt werden. An der Kasse können einfache Kopfhörer für einen Euro erworben werden.

Mehr Infos auf www.museum.wasserburg.de

 




„Endlich wieder Theater”

Leichtes Aufatmen bei den Theatermachern in Stadt und Altlandkreis: Die ersten Lockerungen nach dem Corona-Lockdown sind in Sicht (wir berichteten). Auf einen Neustart bereitet sich das Theater Herwegh schon seit Wochen vor. „Es ist künftig wichtiger denn je, dass die Menschen positiv und optimistisch in die Zukunft blicken.
Kultur steht für Lebensfreude, Kreativität und Improvisation. Darum haben wir unser Veranstaltungskonzept ,FreiLuft’ konzipiert, bestehend aus zwei absolut positiven Begriffen”, sagt Jörg Herwegh.

„Mit ,FreiLuft’ wollen wir gute Unterhaltung bieten und wir werden auch die notwendigen Auflagen seriös umsetzen, diese aber durch unser eingespieltes Team spielerisch den Gästen vermitteln.”

Das Konzept wurde an die Bürgermeister, Tourist-Verbände und Kurverwaltungen der Region verschickt und stieß auf große Resonanz.

Gestern fielen endlich auf der Pressekonferenz der Bayerischen Staatsregierung die entscheidenden Worte: Ab dem 15. Juni sind Theaterveranstaltungen im Freien und auch innen – dort allerdings mit strengeren Auflagen  – wieder erlaubt. Herwegh: „Unser Konzept entspricht den vorgestellten Auflagen fast deckungsgleich. Im Punkt Zuschaueranzahl waren wir vorsichtshalber mit maximal 50 sogar strenger als die genehmigten 100 Zuschauer unter freiem Himmel. Da erweitern wir gerne unser Konzept, wobei wir die in praktischen Details schon happigen Hygiene-Auflagen erstmal mit 50 Zuschauer testen werden.”

Aus dem Programm-Pool von „FreiLuft”, der erweitert und ergänzt wird, können die Inszenierungen ausgewählt werden. Diese Inszenierungen sind Klein-Formate, die für jeden Geschmack etwas zu bieten haben, vom Kindertheater bis zu Volkstheater, vom Kabarett oder Komödie bis hin zu literarischen Programmen wie beispielsweise einem Faust-Solo oder einer Heinrich Heine-Lesung

Die Kleinformate dauern alle um die 60 bis 70 Minuten und werden ohne Pause gespielt. Es agieren maximal vier Schauspieler aus einem festen Ensemble.

 

So können die Abstandsregeln auch auf der Bühne gewährleistet werden.
Bühnenbild, Requisiten und technisches Equipement wurden auf ein Minimum reduziert. Das sorgt für eine schnelle Durchführung von Auf- und Abbau sowie Verladen. Denn: das Team „FreiLuft” kommt mit dem Theatertransporter inklusive aller Elementen plus Zuschauerstühlen an. Ein mobiles Theater also, so ähnlich wie man es von den kleinen Familienzirkussen kennt. Das feste Team übernimmt alles vom personalisierten Ticketing über den geregelten Einlass zu den vorbestimmten Plätzen bis zur Gewährleistung der Einhaltung der Auflagen.

Das Theater Herwegh sucht in der Region dafür geeignete Plätze.

Herwegh: „Durch den geringen technischen Aufwand kommen dafür auch Plätze in Frage, bei denen man nicht unbedingt gleich an eine Theaterveranstaltung denkt. Nach den Pfingstferien wollen wir erstzmal dhoam starten. Mit dem Wasserburger Bürgermeister und mit der Haager Bürgermeisterin stehen wir deshalb in einem engen Kontakt.”

Der „Sonnwend-Draam”, unsere bairische Fassung von Shakespeare’s „Sommernachtsttraum”, wird allerdings nicht am 16. Juli Premiere haben. „Wir verschieben die Planungen in den Zeitraum September. Das heißt: Wir sagen ihn nicht ab für dieses Jahr. Es gibt realistische Chancen, im September das Open Air-Projekt bei weiteren heute in Aussicht gestellten Lockerungen durchzuziehen.”

 

Weitere Informationen auf unserer Homepage www.theater-herwegh.de oder hier in der Stimme.




Heute mal Tacheles

Zusammen mit Helmut Schleich, Roland Hefter, Mathias Richter von SCHANDMAUL und dem Verband für Popkultur in Bayern, vertreten durch den Geschäftsführer Bernd Schweinar, wird Wolfgang Ramadan am heutigen Dienstagmittag den Reality-Check machen. „Wir analysieren die Wirkung des Künstlerhilfsprogramm Plus, benennen die Defizite, beleuchten die Kennzahlen und die daraus entstehende Lebensrealität der Kulturschaffenden in Bayern – bei einem Pressegespräch in der Kranhalle/Feierwerk in München. Im Altlandkreis ist Wolfgang Ramadan bekannt durch seine BrotZeit & Spiele-Kulturprogramme in Staudham und in Isen.




Zwei Männer. Ein Ziel. Kein Plan.

„Parole 73“ war ein echter Geniestreich: Ein theatralisches Kabarettstück – mit berauschendem Wortwitz, einigen sozialkritischen Provokationen und so mancher Absurdität. Im Jahr 2000 feierten Alexander Liegl und Martin Pölcher von der inzwischen aufgelösten Ebersberger Kabarettgruppe „Valtorta“ damit im alten kino in Ebersberg Premiere, in den letzten Jahren wurde das Stück in anderer Besetzung an mehreren deutschen Bühnen wieder aufgenommen. Am kommenden Donnerstag, 28. Mai, 19.30 Uhr, ist die Ursprungsfassung im Gratis-Livestream des alten kinos zu sehen. Dann heißt es auf www.kultur-in-ebersberg.de wieder: „Zwei Männer. Ein Ziel. Kein Plan.“

Das Pfingstwochenende steht anschließend ganz im Zeichen des Ebersberger Kabarettisten Han´s Klaffl. Am Freitag, 29. Mai, stellt der frühere Musiklehrer in seinem Musikquiz drei neue Fragen aus der Rubrik „Wer weiß denn sowas?“. Die Streaming-Veranstaltungen ist gratis und beginnt um 19.30 Uhr auf www.kultur-in-ebersberg.de.

Für die Vorstellung am Pfingstsonntag, 31. Mai, hat Klaffl extra ein eigenes Programm zusammengestellt. Er präsentiert eine Art Best-of aus seinen vier Programmen, locker zusammengestellt und durch die ein oder andere Anekdote im Talk ergänzt. Selbst auf eingefleischte Klaffl-Fans warten Überraschungen!

Tickets für die Bezahl-Veranstaltung sind unter www.kultur-in-ebersberg.de erhältlich.

Das Haus bietet ab 19.30 Uhr einen Lieferservice fürs Essen an und ein heiteres Vorprogramm mit Quiz und Einspielern. Die Veranstaltung beginnt um 20.30 Uhr.




Heute mal Schiller …

Zum gestrigen so malerischen Sonnenuntergang am Chiemsee heute mal für die kulturelle Grundversorgung Friedrich Schiller, der den Ferdinand in Kabale und Liebe zur Luise sagen lässt: Wo wir sein mögen, geht eine Sonne auf und eine unter. Schauspiele, neben welchen der üppigste Schwung der Künste verblasst …

Kabale und Liebe ist ein Drama in fünf Akten von Friedrich Schiller. Es wurde am 13. April 1784 in Frankfurt am Main uraufgeführt, gilt als typisches Beispiel der Sturm-und-Drang-Epoche und zählt heute zu den bedeutendsten deutschen Theaterstücken.

Das Werk handelt von der leidenschaftlichen Liebe zwischen der bürgerlichen Musikertochter Luise Miller und dem Adelssohn Ferdinand von Walter, die durch Intrigen zerstört wird.

Foto: hö




Bauernhausmuseum öffnet wieder

Das lange Warten hat schon bald ein Ende: Am Dienstag, 19. Mai, eröffnet das Bauernhausmuseum Amerang wieder seine Tore! Man freue sich schon, wieder viele Besuchende begrüßen zu dürfen, heißt es am heutigen Freitagvormittag in einer Presseerklärung. Leider jedoch fallen die Veranstaltungen, Führungen und Workshops bis auf Weiteres aufgrund der bestehenden Abstands- und Hygieneregelungen aber aus.

Das Bauernhausmuseum Amerang öffnet also am Dienstag, 19. Mai 2020, erstmals in dieser Saison seine Tore für die Besucherinnen und Besucher. Zwischen 10 bis 17 Uhr sind die historischen Gebäude unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungen zu besichtigen.

Lesungen, Führungen sowie Erwachsenen- und Kinderworkshops sind aufgrund der geltenden vierten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sind abgesagt.

Für alle Erwachsenen und Kinder ab sieben Jahren besteht im Museumsshop an der Kasse und in den historischen Gebäuden eine Maskenpflicht.

Der gemütliche Biergarten des Museumsstüberls ist auch wieder geöffnet. Ab 25. Mai können die Gäste auch wieder im Innenraum der Gaststätte bewirtet werden.

Informationen und Details zu einem sicheren und entspannten Museumsbesuch sind unter www.bhm-amerang.de zu finden.

Foto: Bauernhausmuseum / Nixdorf

 




Perlen aus dem Archiv

Das Alte Kino in der Nachbarstadt Ebersberg bleibt rührig in Corona-zeiten und bietet den Kulturfreunden seine nächsten zwei Gratis-Livestreams diese Woche an: Am heutigen Donnerstag, 14. Mai, sind unter dem Titel „Altes Zeug“ wieder historische Ausschnitte aus den Programmen der inzwischen aufgelösten Ebersberger Kabarettgruppe „Valtorta“ (Foto) zu sehen. Und am morgigen Freitag, 15. Mai, stellt der Ebersberger Kabarettist und frühere Musiklehrer Hans Klaffl in seinem Musikquiz drei neue Fragen aus der Rubrik „Wer weiß denn sowas?“.

Beide Veranstaltungen beginnen um 19.30 Uhr auf www.kultur-in-ebersberg.de.

Die Geschichte der Kleinkunstbühne im Alten Kino in Ebersberg geht auf die inzwischen aufgelöste Ebersberger Kabarettgruppe „Valtorta“ zurück, nach der die Gasse am Ebersberger Rathaus benannt ist. Autor Alexander Liegl ist Vorsitzender des Trägervereins, Markus Bachmeier Geschäftsführer. Außerdem gehörten Marlen Reichert und Martin Pölcher dazu.

Das Quartett tingelte mit Programmen wie „Dichtheit und Wartung“, „Hirnmitte“, „Mörd“ und „Oberwasser“ jahrelang über deutschsprachige Bühnen. Aus dieser Zeit finden sich einige unveröffentlichte Perlen im Archiv, die heute gezeigt werden.

Die Stammgäste dürfen so in Erinnerungen an die „Valtorta“-Premieren schwelgen, die Jüngeren dürfen so das erfolgreiche, absurd-dadaistische Theaterformat erstmals kennen lernen …

Foto: Altes Kino

 

 

 




„Musik im Dialog” erneut verschoben!

Aufgrund des weiterhin geltenden Veranstaltungs-Verbots im Zuge der Corona-Pandemie hat der Aktionskreis Kultur und Heimat in Edling beschlossen, das Wasserburger Konzert „Musik im Dialog” unter der Leitung von Yume Hanusch aus Edling im Rathaussaal (wir berichteten) erneut zu verschieben. Und zwar nun gleich um ein ganzes Jahr auf den 20. März 2021! Es hätte im vergangenen März stattfinden sollen und war dann auf den Juni verlegt worden, was nun aber leider auch nicht möglich ist …


Aufgrund der insgesamt schwer abschätzbaren Entwicklung und des zudem im dortigen Novalishaus erhöhten Risikos (Seniorenzentrum) kann leider das zudem in Bad Aibling geplante Konzert bis auf Weiteres gar nicht stattfinden. Dafür möchte man jedoch in Wasserburg gegebenenfalls einen Zusatztermin in Wasserburg am 21. März 2021 anbieten – falls eine erhöhte Nachfrage oder eventuelle Beschränkungen der Besucherzahl dies erfordern würden.
 
In jedem Fall gilt für den Kartenverkauf folgendes:
 
–  Alle für den ursprünglichen Konzerttermin in Wasserburg (28. März 2020) gekauften Karten behalten weiter ihre Gültigkeit !
 
–  Alle für den Konzerttermin in Bad Aibling (21. März 2020) gekauften Karten können selbstverständlich an der ursprünglichen VVK-Stelle (Kroiss Rosenheim oder Novalishaus) zurückgegeben/erstattet werden.
Ein Erwerb von Karten für Wasserburg ist jedoch nur über die genannten VVK-Stellen in Wasserburg/Edling möglich – siehe untenstehendes Plakat!
 
–  Alle Karten für den 20. März 2021 behalten aus organisatorischen Gründen den alten Datumsaufdruck “28.3.2020”.
 
Die Leiterin Yume Hanusch:

Wir möchten uns sehr für die Umstände entschuldigen und hoffen gleichzeitig auf Ihr Verständnis  –  angesichts der beispiellosen Ausnahmesituation, die uns alle fordert.

Auch wenn es selbstverständlich ist, dass gesundheitliches Wohl und Sicherheit oberste Priorität haben, bedauern wir es außerordentlich, unser Publikum gerade in dieser schwierigen Zeit nicht durch die Kraft der Musik stärken, bewegen oder einfach mal auf andere Gedanken bringen zu können … wir hoffen auf jeden Fall fest, dass dies so bald wie möglich wieder realistisch wird !
 
Sobald offizielle Informationen vorliegen, was die Zulassung kleinerer Konzertveranstaltungen (weniger als 200 Besucher) betrifft, wird auf der Homepage www.klassik-im-krippnerhaus.de außerdem bekanntgegeben, wie es mit der Konzertreihe in diesem Jahr weitergeht. Die nächsten Termine wären ja die Kammerkonzerte+Kinderkonzerte im Oktober, auf deren Durchführung wir zumindest heute optimistisch hoffen …

In diesem Sinne, bis hoffentlich bald – alles Gute und bleiben Sie bitte gesund !




Die poetische Liaison geht weiter!

Sie setzen ein Zeichen in der heimischen Kulturszene: Die Ausstellung „Flow” von Heiko Börner beim AK68 in Wasserburg musste vor Wochen wegen Corona frühzeitig geschlossen werden (wir berichteten). Jetzt hat sich der AK68 dazu entschlossen, diese Ausstellung noch einmal für interessierte Besucher zu öffnen, wie es in einer heutigen Pressemitteilung der AK68-Geschäftsstelle heißt. Die Ausstellung wird ab dem heutigen Donnerstag, 7. Mai, geöffnet, letzter Tag wird der Sonntag, 17. Mai sein. Ein Porträt zur Kunst von Heiko Börner …

Öffnungszeiten:
Donnerstag bis Sonntag 13 bis 18 Uhr!

Heiko Börners Arbeiten in Holz verblüffen jeden Besucher, scheint doch unter seiner Bearbeitung das Material akrobatische Kunststücke zu vollführen: sich zu dehnen, umzuwenden, zu drehen, emporzuspringen, sich pilzartig aufzustülpen und vieles mehr. Bei aller Begeisterung übersieht man fast, welch handwerkliches Können auch seinen an sich abstrakten Skulpturen zugrunde liegt.

Bewegungen machen Raum und Zeit erfahrbar, ja formen sie aus und lassen sie anschaulich werden. Sie sind Heiko Börners ureigenes Thema, wozu er sich primär das Holz als Material gewählt hat.

Ausgangspunkt sind zumeist stereometrische Körper, vor allem Kuben mit ungleichseitigen Vierecken sowie Kugeln, deren Oberfläche geglättet oder schariert sind. Dazwischen aber fasert der Bildhauer das Holz mit vielen kleinen Beilhieben auf und gibt ihm den Anschein eines elastischen, streck-, dreh- und verformbaren Materials, dessen Windungen und Spannungen die interessanten, räumlichen Beziehungen der Kuben und Kugeln untereinander definieren und das vergangene, gegenwärtige und noch zu erwartende Geschehen zwischen den Körpern aufzeigen. Heiko Börner erweckt den Eindruck, dass die Körper sich durchdringen, umeinander drehen, miteinander verschmelzen oder sich wieder voneinander lösen. Der Betrachter erlebt diese Bewegungen als Raum schaffend und bleibt dabei selbst in der spannungsvollen, faszinierenden Ungewissheit, inwieweit die Bewegung noch in gleicher Richtung weiterführen wird oder ob bereits ein Umkehrpunkt wie im Jojo-Spiel erreicht ist.

Börner sieht seine Skulpturen als Ausschnitt eines Bewegungsflusses. Vorbereitend und parallel zum bildhauerischen Werk entstehen aufschlussreiche Bildhauerzeichnungen, sowie kleine Skizzen. Diese Sequenzen der Bewegungs- und Aktionsabläufe hat Heiko Börner zu kleinen Filmanimationen zusammengestellt, die den Ausstellungsbesuchern helfen, die Komplexität und Thematik der Skulpturen – über alle Bewunderung des Anschaulichen hinaus – besser zu verstehen.

AK 68 / Dr. Elisabeth Heil, Kunststation Kleinsassen