„Rosenheim soll Testregion werden”

Rosenheims CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig hat Ministerpräsident Markus Söder gebeten, Rosenheim zur Corona-Testregion zu machen. „Wir alle, die Stadt, der Landkreis, die Gastronomie und der Einzelhandel haben ein sehr hohes Interesse daran”, so die heimische Wahlkreisabgeordnete.

„Es gibt auch gewichtige Gründe dafür: Wir haben immer wieder relativ hohe Inzidenzzahlen, liegen in unmittelbarer Nähe zu Österreich, und der Einzelhandel ist seit Dezember geschlossen. Seit Montag laufen zudem unter Führung des Bayerischen Roten Kreuzes die Teststationen.” Das digitale Gründerzentrum Stellwerk 18 könne sicher bei der Dokumentation unterstützen. Ludwig hatte sich bereits nach der Konferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel per SMS an den Ministerpräsidenten gewandt. „Vielleicht kann Markus Söder uns eine Chance geben – das wäre toll”, so die Abgeordnete.

Der Ministerrat hatte heute beschlossen, nach den Osterferien im Rahmen von Modellprojekten drei Städte mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 als Testregion auszuwählen (wir berichteten). Sie sollen dann mit strengen Schutzmaßnahmen und einem Testkonzept für die Dauer von 14 Tagen einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens öffnen, um die Umsetzbarkeit von Öffnungsschritten unter Nutzung insbesondere eines konsequenten Testregimes zu untersuchen.




Wird Rosenheim zum Modellprojekt?

Neue Möglichkeiten, Lockerungen mit einem Test- und Impfkonzept zu verknüpfen, sollen laut Bayerns Ministerpräsident Markus Söder nach den Osterferien im Rahmen von Modellprojekten in drei oder vier Städten mit einem Inzidenzwert über 100 im Freistaat erprobt werden. Welche Städte das sein werden, sei noch offen. Sowohl die Stadt Rosenheim (wie berichtet), als auch die Stadt Mühldorf haben bereits ihr Interesse bekundet. Für die Dauer von maximal zwei Wochen werde dann nach dem 12. April erprobt, wie sich Öffnungen in einzelnen Bereichen in Kombination mit einem Testmanagement in der Realität auswirken, kündigte der Ministerpräsident heute an. Das Vorbild sei Tübingen.

Quelle BR




Söder bedrückt: „Schlechter Stil der Lehrer!”

Verärgert wirkte Ministerpräsident Markus Söder am heutigen Mittag bei der Pressekonferenz über das Impf-Ultimatum der Lehrer. Es bedrücke ihn sehr, sagte er, dass es in der großen Schulfamilie nicht an allererster Stelle um die Kinder und Jugendlichen gehe. Quasi erst dann kämen doch alle anderen … Und ganz grundsätzlich in solch einer Situation einer noch nie da gewesenen Pandemie überhaupt ein Ultimatum zu stellen, das sei ein schlechter Stil. Wir berichteten über das Impf-Ultimatum des Bayerischen Lehrerverbandes. Diese Woche sind alle Schüler im Landkreis ohnehin bereits wieder im Distanzunterricht – bis auf die Abschlussklassen (wir berichteten ebenfalls). An den Schulen soll es nach den Osterferien …

 

… ab dem 12. April weitgehend so weiter gehen wie bisher im Stufenplan: Entscheidend dafür, ob es Distanz- oder Wechselunterricht geben werde, bleibe die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis oder in der kreisfreien Stadt.

Neu nach den Osterferien ist aber: Auch die vierten Grundschulklassen, die Jahrgangsstufen Q11 am Gymnasium sowie die 11. Jahrgangsstufe an der FOS gelten dann als Abschlussklassen, die auch bei einer Inzidenz über 100 in die Schule dürfen. Verknüpft wird der Unterricht in solchen Hotspots aber mit einer Testpflicht …

Teilnehmen am Unterricht dürfen laut Staatskanzlei dann nur Schüler, die über einen höchstens 48 Stunden alten negativen PCR- oder Antigen-Schnelltest verfügen oder in der Schule unter Aufsicht einen Selbsttest mit negativem Ergebnis vorgenommen haben. Auch Lehrkräfte sollen sich dann mindestens zweimal pro Woche selbst testen.

Unter einer Inzidenz von 100 sind alle Schüler aucvh nach den Osterferien im Wechselunterricht, unter einer Inzidenz von 50 sind die Grundschüler zudem alle im Präsenzunterricht.

Über einer Inzidenz von 100 gebe es für alle Distanzunterricht – außer für die Abschlussklassen.

Quelle Bayerisches Fernsehen

 




Nur sechs neue Corona-Fälle

Am Sonntag 14, gestern neun neue Fälle, heute sechs: Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf gibt es seit Tagen niedrige Zahlen bei den Neuinfektionen. Dennoch ist der Inzidenzwert mit 104, 4 immer noch über der magischen 100. Aufgrund eines positiven Falles ist eine Gruppe des Gemeindekindergartens St. Michael in Mettenheim in Quarantäne. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf 222 aktive Fälle. 




Verbände fordern Erleichterungen

Die Rosenheimer Wirtschaftsverbände fordern, dass in der Stadt ein Modellprojekt für kontrollierte Öffnungen des öffentlichen Lebens umgesetzt werden darf. Die IHK für München und Oberbayern, das City-Management und der Handelsverband Rosenheim sehen dabei die baden-württembergische Stadt Tübingen als Vorbild. Mit einem negativen Schnelltest-Ergebnis bekommen die Menschen dort Zutritt zu Geschäften und Kultureinrichtungen sowie zur Außengastronomie.


„Wir wünschen uns von der Politik ein Signal, dass mithilfe eines umfassenden und lückenlosen Testregimes die Innenstadt-Wirtschaft wieder eine Perspektive bekommt. Die Bayerische Staatsregierung soll deswegen die Option von Modellprojekten wie in Tübingen in ihre Corona-Verordnungen aufnehmen“, erklären Andreas Bensegger, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Rosenheim, Sabrina Obermoser vom City-Management und Maria Reiter vom Rosenheimer Einzelhandelsverband. „Als Wirtschaft können wir zusammen mit der Stadt eine reibungslose Organisation der Tests, digitale Nachweise der Ergebnisse sowie eine digitale Kontaktnachverfolgung auf die Beine stellen und für ein engmaschiges Kontrollsystem sorgen. Es ist im Interesse der gesamten Unternehmerschaft, dass es zu keinen Infektionen in den Läden, Betrieben und Gaststätten kommt.“

Die IHK, City-Management und Handelsverband erwarten von der Politik, dass nicht mehr alleine die Sieben-Tage-Inzidenz als Maß für Lockerungen herangezogen wird, sondern auch andere Indikatoren berücksichtigt werden. „Wirtschaft sowie Kunden und Gäste können so nicht planen. Es darf nicht immer nur über Schließungen gesprochen werden! Es braucht endlich Konzepte und kreative Ideen, wie wirtschaftliches Handeln und effektiver Infektionsschutz kombiniert werden können. Dazu bietet sich ein Modellprojekt für kontrollierte Öffnungen in Rosenheim bestens an“, fordern die Wirtschaftsverbände.




Testen über Ostern

Das Corona-Testzentrum der Stadt und des Landkreises auf der Loretowiese in Rosenheim weitet sein Öffnungszeiten aus und ist auch über  die Osterfeiertage geöffnet. Seit dieser Woche kann man sich auf der Loretowiese auch an Sonntagen von 9 bis 12 Uhr testen lassen. An den Osterfeiertagen ist das Corona-Testzentrum auf der Loretowiese wie folgt in Betrieb:

 

Karfreitag, 2. April:  9 bis 12 Uhr

Karsamstag, 3. April:  9 bis 17 Uhr

Ostersonntag, 4. April: geschlossen

Ostermontag, 5. Apriol: 9 bis 12 Uhr

 




Neun neue Corona-Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf ist eine weitere Person, die mit dem Corona-Virus infiziert war, verstorben. Seit der letzten Statusmeldung vom gestrigen Sonntag gibt es neun neue bestätigte Corona-Fälle. Aufgrund eines positiven Falles ist eine Gruppe des Kindergartens „Arche Noah“ in Haag unter Quarantäne. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf 231 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell laut RKI bei 104,4.

 




Ab Mitternacht gilt die Notbremse

Egal, was nun heute beim Corona-Gipfel am Ende herauskommt – der Landkreis Rosenheim muss zurück in den strengen Lockdown (wie mehrfach berichtet). Der Inzidenzwert lag und liegt drei Tage in Folge über der kritischen 100. Das Landratsamt reagiert dementsprechend und zieht die Notbremse mit einer neuen Allgemeinverfügung.

Im Landkreis Rosenheim gelten nun die Bestimmungen für die Inzidenzphase über 100:

In der Allgemeinverfügung werden coronabedingte Einschränkungen gemäß der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmen-Verordnung veröffentlicht. Sie treten um Mitternacht in Kraft:

Private Kontakte – egal, ob im öffentlichen Raum oder in privat genutzten Räumen und Grundstücken – beschränken sich auf Angehörige des eigenen Hausstandes sowie zusätzlich EINER Person. Die Beaufsichtigung von Kindern unter 14 Jahren ist zulässig, wenn sie nicht geschäftsmäßig ist und Kinder aus höchstens zwei Hausständen umfasst.

Die genannten Beschränkungen im privaten Bereich gelten auch für die Ausübung von kontaktfreiem Sport. Er ist nur im Freien erlaubt, zudem ist Mannschaftssport untersagt.

Ladengeschäfte müssen geschlossen bleiben. Bisher zulässige Click und Meet-Konzepte dürfen nicht mehr umgesetzt werden. Click und Collect bleibt dagegen erlaubt.

Ausnahmen gelten weiterhin, beispielsweise für Baumärkte und Gärtnereien.

Außerschulische Bildung in Präsenzform ist nicht mehr möglich. Dies gilt für Angebote der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie für Angebote der Erwachsenenbildung nach dem Bayerischen Erwachsenenbildungsförderungsgesetz und vergleichbaren Angeboten anderer Träger.

Auch Instrumental- und Gesangsunterricht in Präsenzform ist untersagt.

Ausgenommen sind dagegen Erste-Hilfe-Kurse und die Ausbildung von ehrenamtlichen Angehörigen der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und des Technischen Hilfswerks sowie der theoretische und praktische Fahrschulunterricht.

Ab dem morgigen Dienstagabend gilt im Landkreis Rosenheim wieder eine nächtliche Ausgangssperre von 22 Uhr bis 5 Uhr.

In der Allgemeinverfügung werden aber auch Ausnahmen genannt:

Diese sind medizinische und veterinärmedizinische Notfälle, unaufschiebbare medizinische Behandlungen, berufliche oder dienstliche Tätigkeiten, die Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts, die unaufschiebbare Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen und Minderjähriger, die Begleitung Sterbender oder Handlungen zur Versorgung von Tieren.

Das Amtsblatt mit der Allgemeinverfügung kann auf der Internetseite www.landkreis-rosenheim.de nachgelesen werden.




Prominenter Neuzugang

Einen prominenten Neuzugang haben die Freien Wähler im Landkreis Rosenheim bekommen. Der ehemalige Vorstand der Kreishandwerkschaft und Innungsobermeister – Gerhard Schloots aus Bad Endorf (rechts im Bild) – hat die CSU verlassen und sich den Freien Wählern angeschlossen. Der 65-jährige Gemeinderat, leidenschaftliche Jäger und Nebenerwerbslandwirt, wird auch gleich von Bezirksrat Sepp Hofer, dem Kreisvorsitzenden der Freien Wähler (links), für die Aufstellung zum Bundestagskandidaten vorgeschlagen werden. Die Aufstellungsversammlung soll in Kürze online stattfinden.

„Mit Gerhard Schloots, der sich jahrelang in zahlreichen Ehrenämtern für den Mittelstand eingesetzt hat und selbst jahrzehntelang erfolgreich als Betreiber eines weit bekannten Friseurladens tätig war, wollen wir einen sehr erfahrenen Kandidaten für die Wahl am 26. September ins Rennen schicken”, so Sepp Hofer.

Bei einem kurzen Begrüßungsgespräch – corona-bedingt im Freien und mit entsprechendem Abstand – tauschte sich Sepp Hofer gemeinsam mit Barbara Stein, Kreisrätin und stellvertretende Kreisvorsitzende, sowie mit Sepp Lausch, Kreisrat und Fraktionsvorsitzender der FW- Kreistagsfraktion, mit dem Neumitglied über den bevorstehenden Bundestagswahlkampf aus.

Auf dem Foto von links: Bezirksrat und Kreisvorsitzender Sepp Hofer, Gerhard Schloots, Kreisrätin Barbara Stein und Fraktionsvorsitzender wie Kreisrat Sepp Lausch.

 

 




23 neue Corona-Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf gibt es seit der letzten Statusmeldung vom gestrigen Freitag 23 neue bestätigte Corona-Fälle. Derzeit gibt es im Landkreis 237 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell laut RKI bei 101,8.




JU fordert Corona-Kurswechsel

Raus aus dem Dauer-Lockdown? Die Junge Union im Landkreis Rosenheim fordert jedenfalls einen Kurswechsel in der Corona-Politik – das heißt es am heutigen Samstagvormittag in einer Presseerklärung. „Wir sind enttäuscht von der Entscheidung, pauschal für ganz Bayern die Notbremse zu ziehen“, sagt der Kreisvorsitzende der Jungen Union im Landkreis und Kreisrat, Matthias Eggerl aus Rott (Foto). „Es kann nicht sein, dass man für einige wirklich schwer gebeutelte Branchen zuerst Öffnungen verspricht, die dann sogar in Regionen mit niedriger Inzidenz kurzfristig wieder gestrichen werden“, so Eggerl. Das sei fatal für das Vertrauen in die Politik und für die Akzeptanz der weiteren Maßnahmen, so die JU.

Aus Sicht der JU müsse bei den Beratungen der Ministerpräsidenten am kommenden Montag ein grundlegender Strategiewechsel in der Corona-Politik vollzogen werden. Man müsse endlich von der reinen Betrachtung der Inzidenzen wegkommen und stattdessen mehrere Faktoren berücksichtigen.

Der Verband schließe sich damit den Forderungen des Traunsteiner Landrats Sigfried Walch an, der eine Orientierung am Impffortschritt vorschlägt. Konkret sieht Walchs Plan Öffnungen in fünf Schritten vor, die sich an der Durchimpfungsrate der Prioritätengruppen orientieren (wir berichteten).

Dieser Kurswechsel werde von zahlreichen oberbayerischen Kommunalpolitikern unterstützt, so die JU heute – unter anderem auch vom Rosenheimer Landrat Otto Lederer.

Der stellvertretende Kreisvorsitzende der JU, Peter Hampp, unterstreicht: „Auch wenn wir uns beim Thema Impfen natürlich noch mehr Tempo wünschen, lässt sich der Impffortschritt vergleichsweise gut planen. Damit kann den betroffenen Betrieben und auch den vielen Vereinen endlich eine Perspektive gegeben werden, die dann auch erfüllt wird.“

Dass der Mittelstand jetzt Planbarkeit brauche, betont auch Thomas Geppert, der Landesgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands Bayern (DEHOGA) und Bezirksvorsitzender der Mittelstands-Union Oberbayern ist. Er und die Junge Union seien sich einig, dass beispielsweise die Außengastronomie, Hotels und der Einzelhandel baldmöglichst mit bewährten Schutz- und Hygienekonzepten öffnen sollen.

„Wir müssen jetzt raus aus dem Dauer-Lockdown. Stattdessen fordern wir differenzierte Strategien, die einen sicheren Alltag wieder möglich machen. Durch Impfen, Schnelltest und digitalisierte Kontaktnachverfolgung eröffnen sich neue Möglichkeiten“, so Geppert. Neben der Impfquote müssten aus Sicht von ihm und der JU auch Faktoren wie die altersspezifische Inzidenz, die Zahl der schweren Verläufe und die Belegung der Krankenhausbetten Berücksichtigung finden.

Der Jungen Union sei wichtig, neben den wirtschaftlichen Auswirkungen auch die Folgen für die Jugend stärker zu berücksichtigen.

Diese sei von den Maßnahmen besonders betroffen, gleichzeitig sei bei den Jugendlichen im vergangenen Jahr ein hohes Maß an Solidarität und Verantwortungsbewusstsein zu sehen gewesen. Nun gelte es, diese Solidarität auch ihnen gegenüber zu zeigen und Zukunftschancen nicht zu verbauen.

Deshalb müssten offene Schulen eine hohe Priorität haben.

Zudem wünsche sich die JU, dass es an der Grenze zu Tirol wieder zu Erleichterungen bei den Kontrollen kommen solle. Das ursprüngliche Argument, dass damit die Ausbreitung von Mutationen des Corona-Virus’ verhindert werden sollte, entfalle nach Ansicht der JU mittlerweile. Die Mutationen seien mittlerweile auch bei uns vorherrschend oder ähnlich stark verbreitet wie in Tirol, heißt es in der Presseerklärung.

Peter Hampp, der selbst aus Kiefersfelden kommt, sagt: „Wir sind hier in der Grenzregion gegenseitig sehr eng verflochten, haben häufig Freunde und Familie beiderseits der Grenze. Die strengen Kontrollen und Bestimmungen reißen diese Verbindungen auseinander. Zumindest für Familienangehörige brauchen wir deshalb schnell Verbesserungen.“

Nur, wenn die Leute die Maßnahmen akzeptieren, werde die Pandemie-Bekämpfung in den kommenden Wochen Erfolg haben, seien MU und JU schließlich überzeugt. Darum müsse sich die Politik sich auf verständliche Maßnahmen konzentrieren, echte Perspektiven eröffnen und Vertrauen zurückgewinnen.

Wichtige Regeln wie Abstandhalten, Maskentragen und Lüften müssten selbstverständlich noch einige Zeit beibehalten werden. „Unsinnige Maßnahmen wie die Ausgangssperre gehören aus meiner Sicht hingegen sofort abgeschafft“, so der Rotter JU-Vorsitzende Matthias Eggerl.

 

 

 




Maskenpflicht und Distanzunterricht

Weil der Inzidenzwert im Landkreis Rosenheim den maßgeblichen Wert von 100 überschritten hat, müssen die meisten Schülerinnen und Schüler in der kommenden Woche wieder in den Distanzunterricht zurückkehren (wir berichteten). Einzig in den Abschlussklassen kann Präsenzunterricht stattfinden, vorausgesetzt, der Mindestabstand von 1,5 Meter kann durchgehend und zuverlässig eingehalten werden, meldet das Landratsamt am Freitagnachmittag. Zudem müssen alle Einrichtungen zur Kinderbetreuung grundsätzlich geschlossen bleiben. Eine Notbetreuung ist aber möglich. Das Landratsamt Rosenheim hat heute eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen.

Gemäß der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ist die Inzidenzeinstufung am Freitag maßgeblich für den Schulunterricht und die Kinderbetreuung. 

Zudem hat das Landratsamt in der Allgemeinverfügung eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Prien für die Schären im Bereich des Hafens festgesetzt. Diese Verpflichtung gilt bis einschließlich 18. April für den Zeitraum von 5 Uhr bis 22 Uhr. Es handelt sich allerdings nicht um eine FFP2-Maskenpflicht.

Die Maskenpflicht gilt als geeignete Schutzmaßnahme, um wegen der hohen Fallzahlen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Die Allgemeinverfügung kann auf der Internetseite www.landkreis-rosenheim.de/amtsblatt/ nachgelesen werden. Die darin festgesetzten Maßnahmen treten um Mitternacht in Kraft.    




Zahlreiche Helfer im Einsatz

Ab kommenden Montag gibt es in Stadt und Landkreis Rosenheim sieben weitere Corona-Schnelltestzentren. Die Bürgerinnen und Bürger können dort nach Anmeldung kostenlos Corona-Schnelltests nutzen. Das Gesundheitsamt Rosenheim hat den Kreisverband Rosenheim des Bayerischen Roten Kreuzes und die Johanniter in Wasserburg beauftragt, dezentrale Schnelltestzentren einzurichten.

Die Antigen-Schnelltests können pro Woche einmal kostenfrei in Anspruch genommen werden. Bis allen Bürgerinnen und Bürger ein Impfangebot gemacht werden kann, gelten sie als wichtiges Instrument, um die Infektionsgefahr bei Kontakten zu reduzieren. „Innerhalb von 15 bis 30 Minuten nach dem Test gibt es das Ergebnis, als Nachricht auf das Smartphone oder als E-Mail“, sagt der Johanniter-Dienststellenleiter Markus Haindl.

 

Die Hilfsorganisationen haben sich gerne bereiterklärt, diese Aufgabe zu übernehmen. „Wir sehen es als unsere Kernaufgabe, bei der Bewältigung der Pandemie mitzuhelfen. Bereits in der Vergangenheit haben wir gezeigt, wie schnell und professionell unsere Hilfeleistung ist“, so Martin Schmidt, Kreisgeschäftsführer des BRK-Kreisverbandes Rosenheim. Als Beispiel nennt er die Testungen an der Grenze zu Tirol.

 

Das Angebot der Testung richtet sich an die gesamte Bevölkerung in Stadt und Landkreis Rosenheim. Besonders angesprochen werden Personengruppen, die einem erhöhtem Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind und Personen, bei denen ein regelmäßiger Test vorgeschrieben ist. Hierzu gehören besonders Personal im Einzelhandel, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die personennahe Dienstleistungen erbringen, wie zum Beispiel Frisöre oder Fußpflegerinnen, Erzieher, Lehrer und anderes pädagogisches Personal sowie Grenzpendler.

 

Zudem können Menschen, die Blutverdünner einnehmen, nicht getestet werden. Sie sollten sich an ihren Hausarzt wenden.

 

Die Johanniter betreiben ihr Schnelltestzentrum in der Priener Straße 3 in Wasserburg. Die Öffnungszeiten werden der Nachfrage angepasst. Das Buchen von Terminen bzw. die zwingend nötige Voranmeldung ist online unter www.schnelltest-wasserburg.de möglich.

 

Die sechs Schnelltestzentren, die der BRK-Kreisverband Rosenheim betreiben wird befinden sich in der BRK-Kreisgeschäftsstelle in der Tegernseestraße 5 in Rosenheim, im Rotkreuz-Haus in der Poststraße 10 in Raubling, im Rotkreuz-Haus im Dr.-Wilhelm-Glassner-Weg 2 in Bruckmühl, im Rotkreuz-Haus in der Thierseestraße 7 in Kiefersfelden, im Haus des Gastes in der Bahnhofstraße 11 in Bad Endorf und mit Unterstützung der Stadtverwaltung, der DLRG sowie örtlichen Apothekern und Ärzten im Bahnhof in Bad Aibling. Alle Schnelltestzentren sind geöffnet Montag bis Sonntag von 11 Uhr bis 15 Uhr und 16 Uhr bis 19 Uhr.

 

Um unnötige Wartezeiten zu vermeiden, wird auch hier eine Online-Anmeldung unter www.coronatest-rosenheim.de dringend empfohlen. Kurzfristig Entschlossene können sich auch direkt an den Testzentren anmelden. Allerdings kann es dann zu längeren Wartezeiten kommen, was eigentlich vermieden werden sollte.

 

Deshalb sollten die Bürgerinnen und Bürger möglichst pünktlich zu ihrem Testtermin kommen. Benötigt werden ein Ausweisdokument und die Gesundheitskarte. Zudem muss im Bereich aller Schnelltestzentren eine FFP2-Maske getragen werden.

 

Neben den beiden Hilfsorganisationen hat das Gesundheitsamt Rosenheim auf Antrag weitere Leistungserbringer mit der Durchführung von Bürgertestungen nach Paragraf 4a der Coronavirus-Testverordnung beauftragt. Dies sind das ViVita Pflegeheim in Neubeuern, der TSV 1880 Wasserburg mit Unterstützung der Stadt Wasserburg, das Laurentiushof Senioren- und Pflegeheim in Bernau , die Stiftung Attl und das Therapiezentrum Kolbermoor in der Brückenstraße.

 

Die Apotheken sind durch Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege vom 10. März beauftragt, Bürgertestungen mittels Antigen-Schnelltest durchzuführen. Einzige Voraussetzung für die Beauftragung ist, dass sich die Apothekerinnen und Apotheker auf eine Liste des Staatsministeriums setzen lassen und damit zum Ausdruck bringen, dass sie zur Testung bereit sind.




Mühldorf: Schulen und Kitas wieder offen

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorfgibt es seit der letzten Statusmeldung vom gestrigen Donnerstag 22 neue bestätigte Corona-Fälle. Es liegen damit insgesamt 4.936 bestätigte Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell laut RKI bei 97,5. Damit haben ab kommenden Montag alle Schulen und Kitas wieder die ganze Woche geöffnet.

Bislang wurden insgesamt 221 Fälle der britischen Virus-Mutation im Screening-Test sowie ein Fall der südafrikanischen Virus-Mutation nachgewiesen, darüber hinaus  gibt es drei Verdachtsfälle auf die südafrikanische Variante.  4.586 Personen sind insgesamt wieder genesen. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf 221 aktive Fälle. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, beträgt 129. Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell laut RKI bei 97,5.

Mit Stand heute sind insgesamt 11.997 Personen mindestens einmal geimpft, davon 3.501 in den Alten- und Pflegeheimen und 8.496 im Impfzentrum. 5.591 Personen haben bereits die zweite und damit abschließende Impfung erhalten.

 

Schulen und Kitas ab Montag wieder geöffnet

Mit einer 7-Tage-Inzidenz von 97,5 können Schulen und Kitas ab Montag, 22. März, für die gesamte Kalenderwoche öffnen.

Es findet an den Grundschulen und in der Grundschulstufe der Förderzentren bei einer 7-Tage-Inzidenz von 50 bis 100 Wechsel- beziehungsweise Präsenzunterricht mit Mindestabstand von 1,5 Metern statt.

Neu ist, dass nun in allen Jahrgangsstufen an allen weiterführenden und beruflichen Schulen, den übrigen Jahrgangsstufen der Förderschulen, der Staatsinstitute für die Ausbildung von Fach- und Förderlehrern ebenfalls bei einer Inzidenz unter 100 Wechsel- beziehungsweise Präsenzunterricht mit Mindestabstand von 1,5 Metern stattfindet.

 

Es werden nächste Woche die bereits bekannten Verstärker auf den Buslinien 855, 7515, 9407, 7519, 9406 eingesetzt, um die Auslastung zu entzerren. Fahrzeiten sind unter https://tinyurl.com/Zusatzbusse zu finden.

Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierte Spielgruppen für Kinder sind wieder geöffnet. Die Betreuung muss bei einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 in festen Gruppen stattfinden.

Schnelltests in den Apotheken

Um die Sicherheit zu erhöhen, liefert das Landratsamt auch weiterhin Schnelltests an die Schulen und Kitas aus sowie ergänzend auch die neuen Selbsttests, die bereits an ersten Schulen in Testläufen erfolgreich erprobt wurden.

Schnelltests sind ein wichtiger Baustein im Kampf gegen die  Corona-Pandemie. Einmal pro Woche können sich Bürgerinnen und Bürger künftig kostenlos auf das Corona-Virus testen lassen. Im Landkreis Mühldorf wurden hierfür verschiedene Anlaufstellen geschaffen. Wichtige Partner sind zum einen die Apotheken.

 

Teilnehmende Apotheken sind die:

Ø  Grafschaft-Apotheke Haag

Ø  Schloss-Apotheke Schwindegg

Ø  Stadt-Apotheke Neumarkt-St.Veit

Ø  St.Johannes.Apotheke Neumarkt-St.Veit

Ø  St.Martins-Apotheke Ampfing

Ø  Sonnen-Apotheke Waldkraiburg

Ø  Inn-Apotheke Mühldorf (ab 22. März)

Ø  Antonius-Apotheke Waldkraiburg

Ø  Rosen-Apotheke Waldkraiburg

Ø  St.-Jakobs Apotheke Buchbach




„Sind mitten in der dritten Welle”

Weiter steigende Infektionszahlen im Rahmen der Corona-Pandemie – das meldet das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim in seinem heutigen Wochenbericht für Stadt und Landkreis. „Der bereits in der Vorwoche feststellbare Anstieg der Fallzahlen hat sich in der vergangenen Woche erneut sprunghaft erhöht. Insbesondere die dramatische Überschreitung des Wertes der 7-Tage-Inzidenz in der Stadt Rosenheim von 200 neu Infizierten auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gibt Anlass zu höchster Sorge und findet Ausdruck in der seit Mittwoch, 17. März, gültigen geänderten Allgemeinverfügung mit weitergehenden Verschärfungen der Corona-Regelungen”, so Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes.

Auch der Landkreis Rosenheim hat seit gestern die kritische Marke von 100 in der Sieben-Tage-Inzidenz überschritten.

Aktuelle Lage

Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim weist darauf hin, dass seit Mitte Februar ein anhaltender und ungebremster Anstieg des Infektionsgeschehens in der Region besteht. In der Stadt Rosenheim wurde der niedrigste Wert der 7-Tage Inzidenz am 18. Februar mit 36,2 erreicht und liegt aktuell bei 207,7. Im Landkreis Rosenheim stieg dieser Wert von 42,5 am 13. Februar auf 106,8 am 18. März.

Seit dem letzten Wochenbericht wurden dem Gesundheitsamt Rosenheim täglich zwischen 11 und 87 neue Fälle gemeldet, dies bedeutet wiederum eine Zunahme im Vergleich zum letzten Wochenbericht.

Besorgniserregende Varianten

Zunehmend gewinnen die besorgniserregenden Varianten des Coronavirus auch in der Region an Bedeutung: Nachdem nunmehr viele Labors das Testverfahren einer variantenspezifischen PCR-Untersuchung (vPCR) etabliert haben, werden dem Gesundheitsamt zunehmend bestätigte Fälle der britischen Variante (B1.1.7.) gemeldet. Bislang wurden dem Gesundheitsamt 738 Fälle einer bestätigten besorgniserregenden Variante gemeldet. Seit dem letzten Wochenbericht wurden 256 Fälle der britischen Variante von zuvor positiv in der PCR getesteten Personen gemeldet. Bislang ist in der Rosenheimer Region weiterhin lediglich ein bestätigter Fall der Südafrika-Variante aufgetreten, über den bereits berichtet wurde. Die brasilianische Mutation wurde nicht nachgewiesen.

Für Verdachtsfälle sowie bestätigte Fälle einer besorgniserregenden Variante gelten strengere Infektionsschutzmaßnahmen: Neben einer 14-tägigen häuslichen Quarantäne, die nicht verkürzt werden kann, ist für die Beendigung der Quarantäne zusätzlich ein negatives Testergebnis erforderlich. Diese Maßnahmen gelten auch für die engen Kontaktpersonen der Kategorie I.

Infektionsschutzmaßnahmen

Trotz steigender Fallzahlen kann das Gesundheitsamt weiterhin die positiv Gemeldeten tagesaktuell telefonisch und schriftlich über ihre Infektion informieren und die erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen anordnen. Auch die engen Kontaktpersonen können zeitnah kontaktiert und ebenfalls eine häusliche Quarantäne angeordnet werden.

Der Anteil der besorgniserregenden Varianten an allen positiven PCR-Ergebnissen ist seit dem letzten Wochenbericht ebenfalls gestiegen und lag in der letzten Woche bei über 60 Prozent. Die britische Variante löst damit das ursprüngliche Virus immer stärker ab, was eine rapide steigende Anzahl von Neuinfektionen zur Folge hat. Die besorgniserregenden Varianten können den Verlauf der Pandemie verschlimmern, zu einer schnelleren Verbreitung der Infektionen, zu schwereren Verläufen, zu erhöhter Sterblichkeit und zu einer Überlastung der Intensivstationen führen. Unklar ist momentan die Datenlage, ob von einzelnen Varianten auch eine schlechtere Schutzwirkung der Impfung resultieren kann.

Dr. Wolfgang Hierl: „Es ist augenscheinlich, dass sich die Region Rosenheim inmitten der dritten Welle befindet. Die Infektionen breiten sich explosionsartig aus und die Fallzahlen gehen durch die Decke. Die Diskussion über weitere Lockerungen kommt zur Unzeit. Auch wenn der überwiegende Teil der ersten Prioritätsgruppe der Coronavirus-Impfverordnung – insbesondere die Bewohner von Heimen – bereits geimpft sind, so gibt es weiterhin eine sehr große Zahl vulnerabler Personen aufgrund Alters oder schwerer chronischer Grunderkrankungen.”

Allein in der Altersgruppe zwischen 70 und 80 Jahren leben in Stadt und Landkreis etwa 31.000 Menschen. Die dominierende britische Variante bewirkt nicht nur eine schnellere Infektionsübertragung sondern sie ist von der Schwere der Erkrankungen auch gefährlicher. In einer aktuellen Studie hat sich nun bestätigt, dass das Sterblichkeitsrisiko bei Patienten, die mit B.1.1.7 infiziert sind, im Mittel um 64 Prozent höher ist.

Der Leiter des Gesundheitsamtes weiter: „Es ist nachvollziehbar, dass nach einem Jahr Pandemie eine körperliche und auch seelische Belastungsgrenze in der Bevölkerung erreicht ist. Die Einschränkung sozialer Kontakte, häufige Anpassungen im Bereich Schule und Kita, Homeoffice und das Fehlen vieler lieb gewonnener und notwendiger Routinen im täglichen Leben tun ihr Übriges. Die Belastungen fordern uns allen eine seit Jahrzehnten in dieser Form so noch nicht dagewesene und bis dato nicht vorstellbare psychische und physische Zähigkeit ab. Aus infektiologischer Sicht aber darf an weitere substanzielle Lockerungen, die unweigerlich eine sprunghafte Zunahme von Infektionen mit sich bringen, erst gedacht werden, wenn die vulnerablen Gruppen in der Bevölkerung weitgehend durch eine zweimalige Impfung geschützt sind. Andernfalls riskieren wir viele schwere und auch tödliche Krankheitsverläufe. Das ist für mich ethisch nicht zu vertreten.”

Bedeutsam hierbei sei die Tatsache, dass fast die Hälfte aller Neuinfektionen im privaten Umfeld Familie und Freundeskreis stattfinden. Hierl: „Jeder Einzelne ist gefordert, vernünftig, diszipliniert und vor allem liebevoll mit sich und seinen Mitmenschen umzugehen. Das ist für mich gelebte Solidarität. Nur gemeinsam können wir Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Landkreis Rosenheim die aktuelle Krise bewältigen und wir werden sie bewältigen und zwar gemeinsam.”

„Ich appelliere an die Verantwortung jeder Bürgerin und jedes Bürgers, die bekannten AHA-L-Regeln einzuhalten, sich impfen zu lassen und auf Reisen derzeit zu verzichten. Wir haben die Waffen, den unsichtbaren Feind zu bekämpfen und zu besiegen, aber nur ein konsequentes, rücksichtsvolles und mitmenschliches Agieren wird uns alle aus dieser dunklen Zeit herausführen“, bewertet Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim, die Lage.

Infektionsquellen

Infektionsübertragungen ereignen sich weiterhin überwiegend im privaten Umfeld, das ca. 46 Prozent der bekannten Infektionsursachen ausmacht. Etwa 9 Prozent fallen auf den Arbeitsplatz. Vereinzelt (zirka 3 Prozent) kommt es zu Infektionserkrankungen in Einrichtungen wie Kliniken, Pflege- und Behindertenheimen. Als Lichtblick sieht das Gesundheitsamt, dass kaum mehr Infektionen bei Bewohnern von Heimen auftreten. „Dies ist ein großer Erfolg der Impfungen in den Einrichtungen“, so Hierl. Es ereignen sich auch wieder einzelne Fälle und Ausbrüche in Schulen und Kitas (zirka sechs Prozent).

Impfungen

Insgesamt sind zirka 39.300 Impfungen seit Impfstart vor allem in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern sowie dem gemeinsamen Impfzentrum von Stadt und Landkreis Rosenheim auf der Loretowiese erfolgt. 25.579 davon waren Erstimpfungen, 13.681 Zweitimpfungen. Insgesamt 8.454 dieser Impfungen wurden in stationären Einrichtungen sowie betreuten Wohnformen in Stadt und Landkreis Rosenheim verabreicht.

Es wird darauf hingewiesen, dass für die Impfung gegen COVID-19 eine Registrierung unter https://impfzentren.bayern zu erfolgen hat. Es darf sich bereits jeder impfwillige Bürger registrieren, unabhängig von der Priorisierung nach der Coronavirus-Impfverordnung und der jeweiligen Mobilität. Besteht ausnahmsweise keine Möglichkeit zur Internetnutzung, ist auch eine telefonische Registrierung bei der Impfhotline unter der Rufnummer 08031/ 365 8899 möglich.

Fallzahlenentwicklung

Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand vom vergangenen Freitag wurden dem Gesundheitsamt 411 neue Fälle (letzte Woche: 297) für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 14.446 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 11.307, Stadt: 3.139). Mittlerweile wurde bei mindestens 12.914 Personen eine ‘Genesung’ dokumentiert.

478 Personen (477) sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 425, Stadt: 53). Von den Verstorbenen waren 16 (15) Personen unter 60 Jahren. 328 (328) Verstorbene waren über oder gleich 80 Jahre alt. Dem Gesundheitsamt wurde eine Person gemeldet, die seit dem letzten Wochenbericht verstorben ist. Die Person war unter 60 Jahre, sie war nicht in einem Heim untergebracht.

Bislang wurden dem Gesundheitsamt 738 Fälle (Landkreis 557, Stadt 181) (letzte Woche: 482) einer bestätigten, besorgniserregenden Variante gemeldet. In einem Fall handelt es sich um die südafrikanische Variante (B1.351), über den bereits berichtet wurde, in allen anderen Fällen um die britische (B.1.1.7). Hiervon wurden dem Gesundheitsamt seit dem letzten Wochenbericht 256 Fälle gemeldet. Alle Fälle sind bei der Gesamtfallzahl von COVID-19-Fällen enthalten.

100 (103) COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 16 Patienten (17) mit schweren Verläufen auf einer Intensivstation.

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt für die Stadt Rosenheim bei 207,71, für den Landkreis Rosenheim bei 106,76 (79,98).

 

Übersicht über Fälle in Gemeinschaftseinrichtungen:

 

 

Übersicht über Infektionsumfeld für den Zeitraum 12. bis 18. März bei neu gemeldeten Fällen:

 

 

Der Altlandkreis (Rosenheimer Gebiet) im Überblick

 

Die Zahlen von vergangener Woche

Die aktuellen Zahlen im Landkreis Rosenheim




Bayern zieht Notbremse für alle

Eine stabile Lage wäre ganz klar die Voraussetzung gewesen und die sei im ganzen Freistaat grad nicht mehr in Sicht: Da die Infektionszahlen in Bayern steigen, hat das Gesundheitsministerium die geplanten, nächsten Öffnungsschritte am gestrigen Abend für alle gestoppt! Kinos, Theater und die Außengastronomie bleiben am Montag im ganzen Freistaat geschlossen. Ohne den Blick auf Inzidenzen. Egal also nun auch, wie sich die Inzidenz morgen oder am Sonntag im Landkreis entwickelt. Aufgrund des landesweiten, besorgniserregenden Anstiegs der B.1.1.7-Infektionen könne bayernweit nicht mehr von einer stabilen Lage ausgegangen werden.

Bis auf Weiteres werde das Einvernehmen zu Öffnungsschritten nicht erteilt, hieß es am Abend.

Zunächst seien die Beratungen der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten am kommenden Montag nun abzuwarten.

Das war/ist der Stufenplan:




Schulen und Kitas schließen wieder!

Wie zu befürchten war: Der Landkreis ist am heutigen Freitagmorgen über die kritische 100 gestiegen in der Inzidenz: 106,8 Fälle meldet das RKI. Das heißt – die Corona-Notbremse muss gezogen werden, die Schulen und Kitas im ganzen Kreisgebiet sind heute den letzten Tag vor den Osterferien für alle geöffnet! Das jedenfalls besagt der geltende Stufenplan der Regierung (wir berichteten). Nächste Woche soll es demnach nur mehr Distanzunterricht geben – egal, wie sich die Zahlen entwickeln. Nur die Abschlussklassen sind davon ausgenommen. Bleibt der Landkreis drei Tage lang über der 100, soll auch hier die Notbremse gezogen werden bei den Lockerungen. Und zwar ab dem übernächsten Werktag – das wäre dann der Dienstag. Die Stadt Rosenheim liegt heute bei 207,7 in der Inzidenz.

Der Freistaat insgesamt hat leider auch am heutigen Freitag erstmals wieder die 100 überschritten in der Inzidenz, so das RKI. Gemeldet werden 100,8 Fälle.

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Abgeordnete auf dem Prüfstand

„EU- und Bundestagsabgeordnete entscheiden in den nächsten Monaten in Brüssel und Berlin über die Ausgestaltung der Agrarpolitik bis 2027, und damit auch über die Chancen für den Erhalt bäuerlicher Betriebe und die Artenvielfalt in unserem Landkreis“, so Peter Kasperczyk, Vorsitzender der Kreisgruppe Rosenheim. Der BUND Naturschutz stellt daher in einer bayernweiten Aktion gezielt Fragen an die politischen Vertreter, um zu erfahren, ob MdB Daniela Ludwig, CSU, für Ziele eintritt, die auch der BUND Naturschutz verfolgt.

Dem BUND Naturschutz ist es wichtig, dass die milliardenschweren Agrargelder künftig für gesellschaftliche Leistungen ausbezahlt werden, die die Landwirte zum Teil ja auch schon erbringen, und nicht mehr nur nach Besitz und Größe der bewirtschafteten Fläche.

Der BUND fordert unter anderem, dass die bisherigen flächengebundenen Direktzahlungen schrittweise abgebaut werden sollen, damit mehr Geld für Leistungen der Landwirte für Umwelt und Tierschutz zur Verfügung stehen.

Keinesfalls dürfe es auf EU-Ebene dazu kommen, dass 40 Prozent der Direktzahlungen, die jeder Betrieb noch gemäß seiner Flächengröße erhalten soll, ein Freibrief ausgestellt werde, dass sie per se europäischen Zielen zum Klimaschutz zugerechnet werden könnten.

Der BUND fordert außerdem, dass mindestens 30 Prozent des Landwirtschaftsbudgets verpflichtend für „Ecoschemes“, das sind besondere ökologische Leistungen bereitgestellt werden. Im Entwurf zum nationalen Strategieplan sind jetzt lediglich 20 Prozent vorgesehen. Die Ecoschemes sollten auch nach einem Punktsystem bewertet werden können, und damit auch den individuellen Betriebsgegebenheiten der bäuerlichen Betriebe angepasst werden.

Kasperczyk: „Im Landkreis Rosenheim liegt im Süden der Schwerpunkt auf Grünland. Strukturen wie Gräben und Hecken mit Ihren Säumen sind dabei ökologisch wichtige Lebensräume. Für unsinnig halten wir die Dokumentationsanforderungen, denen Umweltinteressen entgegenstehen, wenn der Landwirt Abzüge erhält, wenn er zum Beispiel Altgrasstreifen an Ecken oder einem feuchten Waldrand stehen lässt, oder die Hecke sich etwas mehr in die Nutzfläche hinein ausbreitet, wenn Hecken in Ackerflächen und Grünland hineinwachsen, oder Blühstreifen einige Quadratmeter kleiner oder größer angeben sind. Hier braucht es Toleranzregelungen zugunsten der Landwirte und der Natur.”

Über das Ergebnis der Befragung wird gesondert berichtet.




Jugendarbeit dauerhaft

Die Jugendarbeit ist 2018 schrittweise an allen fünf Realschulstandorten im Landkreis Rosenheim, in Bad Aibling, Prien, Brannenburg, Bruckmühl und Wasserburg sowie der Wirtschaftsschule Alpenland in Bad Aibling eingeführt worden. Jeder Schulstandort bekam eine halbe Vollzeitstelle. Die Laufzeit des Projektes wurde zunächst auf vier Jahre festgelegt, mit der Option 2021 über die Fortführung zu entscheiden. Aufgrund der großen Resonanz und des positiven Feedbacks aus den Schulen soll die Jugendarbeit an Realschulen nun dauerhaft etabliert werden. Die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses befürworteten in ihrer gestrigen Sitzung einstimmig eine Entfristung. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Kreistag.

Als Entscheidungshilfe präsentierte Michaela Truß-Bornemann, die Leiterin des Bereichs Kommunale Jugendarbeit im Landratsamt Rosenheim, beeindruckende Zahlen, die in der Zeit von September 2018 bis Ende 2020 erhoben und ausgewertet wurden. In dieser Zeit konnten durch das niedrigschwellige Angebot insgesamt 372 junge Menschen durch einen intensiven Beratungsprozess begleitet werden.

 

Das Themenspektrum reichte von familiären Problemen über Probleme mit Lehrern bis hin zu persönlichen Krisensituationen und psychischen Belastungen. Es gab knapp 1.800 Einzelgespräche, 963 dieser Gespräche wurden mit Schülerinnen und Schülern geführt, 386 mit Lehrern, 381 mit Eltern und 96 Gespräche waren Pädagogische Fachgespräche. Dazu kommen rund 1.200 Kurzberatungen, Gespräche, die zwischen Tür- und Angel geführt wurden.

Den größten Gesprächsbedarf gibt es bei Jugendlichen der 5. bis 7. Klassen. Allein diese Gruppe macht rund 63 Prozent aller Gespräche mit Kindern und Jugendlichen aus. Neben den Einzelgesprächen wurden außerdem über 400 Projekte zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten umgesetzt. Dabei ging es zum Beispiel um Bereiche wie den Medienkonsum, den Erwerb von sozialen Kompetenzen und Arbeitstugenden, den Umgang miteinander, Konfliktbewältigung, Alkohol-, Drogen,- oder Gewaltprävention.

 

Die Rückmeldungen aus den Schulen seien rundweg positiv, sagte Truß-Bornemann. „Alle Schulleitungen wünschen sich, dass das Konzept JaReal mit seinem Ansatz von Prävention und Intervention fortgesetzt wird. Der Bedarf ist vorhanden.“

 

Das bestätigte auch Pia Haenle, die als sozialpädagogische Fachkraft für Jugendarbeit an der Realschule in Brannenburg arbeitet. „Wir sind die Feuerwehr, der Erklärbär und die große Schwester“, sagte Haenle. Das Feld der Beratungen sei groß. Manchmal kommen Mädchen, weil sie Streit mit der besten Freundin haben, Liebeskummer ist ein Thema oder auch Fragen zu Drogen. Die Fachkräfte vor Ort sind mit allen Themen befasst, die im Leben von jungen Menschen wichtig sind.

 

Neben der Jugendarbeit an Realschulen gibt es außerdem flächendeckend an allen Sonderpädagogischen Förderzentren, Berufsschulen und Mittelschulen im Landkreis Jugendsozialarbeit. Auch an Grundschulen mit einem Migrationsanteil von mehr als 20 Prozent wurde sie bereits eingeführt. So wurde in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses auch der Bedarf für Jugendsozialarbeit an der St.-Georg-Grundschule in Bad Aibling sowie der Mittelschule in Feldkirchen-Westerham festgestellt.




Ein Fall in der Kindertagespflege

Es geht weiter mit Fällen von Corona-Neuinfizierten in den Schulen und Kitas im Landkreis. Am heutigen Donnerstagnachmittag wird jeweils ein Corona-Fall von der Kindertagespflege in Wasserburg, vom Kindergarten Burg Sonnenstein in Bad Aibling, von der Berufsschule in Bad Aibling, vom Kindergarten in Ostermünchen /Tuntenhausen sowie vom AWO-Kinderhaus am Sportpark in Bernau gemeldet.

Alle Kontaktpersonen seien in Quarantäne, heißt es vom Amt.

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„Müssen weg von Inzidenz-Werten”

Traunsteins Landrat Siegfried Walch (Foto) hat ein Konzept für eine geänderte Corona-Öffnungssystematik vorgelegt. Sein Vorschlag: Öffnen nach Impffortschritt, weg vom reinen Handeln nach Inzidenz-Werten. „Wir legen jetzt ein eigenes Konzept vor, um damit einen konstruktiven Beitrag zu leisten. Derzeit gibt es meiner Meinung nach nicht nur eine medizinische und systemische Krise, sondern mittlerweile auch eine psychologische Krise, weil den Menschen eine verlässliche Perspektive fehlt“, so Walch. Rosenheims Landrat Otto Lederer hält die Idee seines Kollegen zu einer Neuausrichtung der Corona-Öffnungssystematik für sinnvoll.

Lederer (links): „Wir müssen den Bürgerinnen und Bürgern einen Weg aus den Beschränkungen und den Verboten bieten, einen Weg zurück zu mehr Normalität, den sie selber aktiv mitgehen können.“

Zentraler Punkt der Konzeption des Landkreises Traunstein ist, den Fokus bei den Entscheidungen über weitere Lockerungen nicht allein auf die Zahl der 7-Tage-Inzidenz zu legen, sondern vor allem auf den Fortschritt der Schutzimpfungen. „Die Impfungen sind die einzige Langzeitstrategie aus der Pandemie zurück in die Normalität. Das Konzept des Landkreises Traunstein ist ein guter Ansatz, der nun von Politik und Wirtschaft weiterverfolgt und konkretisiert werden sollte“, sagt Lederer. Die darin genannten Maßnahmen und Zeiträume sind lediglich als Beispiel zu verstehen und sollten jetzt von Virologen, Medizinern und Juristen diskutiert werden.

 

Zu Beginn der Pandemie gab es die Möglichkeit der Impfungen noch nicht. Ein Lockdown, strenge Kontaktbeschränkungen und Regeln waren die einzigen Mittel, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen und damit auch die Gefahr schwerer Verläufe und Todesfälle. Je mehr Menschen der vulnerablen Gruppen geimpft sind, desto mehr sollte sich der Blickwinkel bei den Öffnungsszenarien von der 7-Tage-Inzidenz auf die Durchimpfungsrate der einzelnen Gruppen und der gesamten Bevölkerung richten. „Wir müssen das große Ganze sehen. Dazu gehört neben der Auslastung der Krankenhäuser und Intensivstationen, dem lokalen Ausbruchsgeschehen und der Ausbreitung von Mutationen vor allem auch der Fortschritt der Impfungen. Jeder Bürger hat zudem die Möglichkeit, sich aktiv an diesem Prozess zu beteiligen. Eine Registrierung für eine Schutzimpfung über das Tool der Impfzentren in Bayern ist hier ein erster wichtiger Schritt.

 

Aktuell wird in einer Messehalle auf der Loretowiese ein weiteres Impfzentrum eingerichtet, das ab Ende März in Betrieb gehen soll. Vorausgesetzt es wird genügend Impfstoff geliefert, könnten dann täglich rund 1.500 Impfungen in den beiden Einrichtungen auf der Loretowiese verabreicht werden. Wenn auch die Hausärzte in ihren Praxen bald die Möglichkeit bekommen zu impfen, kann die Schlagzahl der Impfungen weiter erhöht werden. „Der Fortschritt wäre für die Bürgerinnen und Bürger jeden Tag deutlich zu sehen und damit rücken auch Lockerungen in greifbare Nähe.“ Lederer wünscht sich zudem, den Kreisverwaltungsbehörden vor Ort mehr Entscheidungsmöglichkeiten zu geben. In enger Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern könnten alle relevanten Parameter betrachtet und individuell abgewogen werden.

 

Die Bürgerinnen und Bürger kämpfen auch im Landkreis Rosenheim seit einem Jahr gegen die Pandemie. Sie tragen die notwendigen Einschränkungen mit und halten sich vorbildlich an die Maskenpflicht, die Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen. Doch man merke auch, dass der ständige Wechsel zwischen Lockerungen und Beschränkungen zu Frust führe. Die Akzeptanz der Maßnahmen lässt nach, so Lederer. Zusätzlich zu den Impfungen müsse darum auch die Teststrategie weiter ausgebaut werden, um Infektionen schnellstmöglich zu erkennen und die Infektionsketten sofort zu unterbrechen. Die Kontaktpersonennachverfolgung bleibt weiterhin ein wichtiges Thema und auch die AHA-Regeln werden sicherlich noch länger Bestandteil unseres Alltags im Kampf gegen die Pandemie sein. „Hier appelliere ich an die Eigenverantwortung der Menschen, sich auch weiterhin an die Maßnahmen zu halten. Jeder kann etwas tun, auf dem Weg zurück zur Normalität.“

Hier die Mitteilung des Traunsteiner Landrates zu seinen fünf Schritten aus der Pandemie im Wortlaut … 

 

Der Traunsteiner Landrat auf Facebook …




Corona-Hotline länger erreichbar

Die gemeinsame Corona-Hotline von Stadt und Landkreis Rosenheim wird ab kommenden Montag, 22. März, pro Woche vier Stunden länger erreichbar sein. Das meldet das Landratsamt am heutigen Donnerstagnachmittag. Die Erreichbarkeit wurde um die Mittagszeit ausgeweitet. Die Hotline unter der Nummer 08031 / 58 169 6666 ist dann zu folgenden Zeiten erreichbar: Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr sowie Montag bis Donnerstag von 13 bis 16 Uhr.   

Eine Auswertung der Anrufe hatte ergeben, dass vor allem zur Mittagszeit verstärkt Anrufe eingehen. Damit die Bürgerinnen und Bürger in dieser Zeit eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter erreichen, ist die Corona-Hotline Montag bis Donnerstag an den Nachmittagen nun bereits ab 13 Uhr – statt wie bisher ab 14 Uhr – erreichbar.

Pro Woche gehen bei der Corona-Hotline im Schnitt rund 2.000 Anrufe ein. Der absolute Spitzenwert lag bei 2.738 Anrufen in einer Woche.

Wenn es rechtliche Neuerungen oder Bekanntmachungen gibt, steigt die Zahl der Anrufe deutlich an. Die Anrufer-stärksten Tage sind Montag und Freitag sowie die Zeiten zwischen 8 und 9 Uhr sowie 14 und 15 Uhr.

 




58-Jährige seit Dienstag vermisst

Seit Dienstagabend wird die 58-jährige Birgit Ebeling aus Bad Reichenhall vermisst. Das meldet das Polizeipräsidium Rosenheim. Personen, die Hinweise zum Aufenthaltsort der Vermissten geben können, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Bad Reichenhall zu melden.

Seit vorgestern Abend wird die 58-jährige Birgit Ebeling aus Bad Reichenhall vermisst. Sie erschien am vergangenen Dienstag gegen 19.40 Uhr bei der Polizeiinspektion Bad Reichenhall und gab an, dass sie gesundheitliche Probleme habe und einen Krankenwagen benötige.

Noch während der Verständigung des Rettungsdienstes verließ Frau Ebeling die Dienststelle jedoch wieder in unbekannte Richtung.

Da sie augenscheinlich Hilfe benötigte, wurde an ihrer Wohnadresse Nachschau gehalten und schließlich mit einem Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und Suchhunden nach der Vermissten gesucht.

Dabei kam auch eine Drohne des Landkreises Berchtesgadener Land zum Einsatz. Dennoch konnte sie bisher nicht angetroffen werden. Die Überprüfung von möglichen Anlaufstellen blieb bislang ebenfalls erfolglos.

Die Polizei Bad Reichenhall bittet um Hinweise aus der Bevölkerung:

Wer hat Frau Ebeling nach dem 16. März, 19.40 Uhr, gesehen oder kann etwas zu ihrem Verbleib angeben?

Frau Ebeling ist 58 Jahre alt, zirka 165 Zentimeter groß, von normaler Statur, trägt eine Brille, hat dunkelbraune, kinnlange Haare und ist vermutlich mit einer grauen oder blauen Jacke bekleidet.

Telefonische Hinweise werden unter der Nummer 08651/9700 oder bei jeder anderen Polizei-Dienststelle erbeten.

 

 




Für Jugendliche ab Zwölf

Kloana Spaß – dieses Modell ist ein schon etwas älteres (Foto): Der Kreisjugendring Rosenheim bietet in den Osterferien ein ganz modernes Online-Radio-Workshop an. Und zwar am Dienstag, 30. März, von 15 bis 17 Uhr für Jugendliche ab zwölf Jahren. Erfahrene Moderatorinnen berichten über Tipps und Tricks rund um die Radio-Arbeit.

Workshop-Inhalte:

Wie setze ich meine Ideen/ Interessen zu einem Radiobeitrag um?

Wie gestalte ich den Radiobeitrag attraktiv – mit Einbinden von O-Tönen, Textbausteine, Ear- Catchern?

Wie kann ich meine Stimme am besten einsetzen?

Eine Anmeldung ist ab sofort möglich beim

Kreisjugendring Rosenheim, Claudia Kreutzer,

claudia.kreutzer@kjr-rosenheim.de, Telefon: 08031/90054-44




Landkreis nur knapp unter 100

Keine guten Nachrichten auch am heutigen Donnerstag: Die Inzidenz-Zahlen liegen nun beim Landratsamt Rosenheim vor und der Landkreis liegt hier heute bei 99,5 Fällen. Sollte morgen, Freitag, die 100 überschritten werden, dann müssen in der nächsten und letzten Woche vor den Osterferien im Landkreis alle Schüler wieder in den Distanzunterricht – bis auf die Abschlussklassen. Auch die Kitas müssten nächste Woche dann wieder schließen. Die Stadt Rosenheim liegt heute bei 209,3 in der Inzidenz. Die offiziellen Zahlen des RKI liegen heute weiterhin noch nicht vor. UPDATE: Auch noch nicht um 16.30 Uhr …

 

 




Über drei Promille am Vormittag

Mehrere Verkehrsteilnehmer verständigten gestern Vormittag die Rosenheimer Polizei, dass im Bereich des Schloßbergs ein Mann stark betrunken unterwegs sein sollte. Er könne sich kaum auf den Beinen halten. Vor Ort konnte dann ein 32-Jähriger aus Rosenheim angetroffen werden. Die Unterredung mit dem Betrunkenen war für die Beamten mehr als schwierig. Es konnte dann doch erfragt werden, dass der Mann von seiner Arbeitsstelle aufgrund seiner Alkoholisierung nach Hause geschickt worden war. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab über drei Promille.

Nachdem sich die Beamten auf seine verwaschene Sprache eingestellt hatten, wurde seine Adresse erfragt. Ein Taxi wurde für ihn organisiert und dies brachte den Mann nach Hause.

 




Von Stahlfelge im Gesicht getroffen

Ein 45-jähriger Rosenheimer wollte gestern Nachmittag aus einem Regal im Abstellraum seines Kellers die Sommerreifen holen. Beim Herunterheben wurde ihm ein Rad vermutlich zu schwer und es glitt ihm aus den Händen. Die Stahlfelge traf den Mann mitten ins Gesicht, der Rosenheimer verlor das Bewusstsein und blieb ohnmächtig am Boden des Kellerraums liegen. Zum Glück kam nach kurzer Zeit ein 43-jähriger Bekannter vorbei, er wollte beim Reifentransport helfen und fand den Bewusstlosen. Sofort verständigte er den Rettungsdienst, die sich um den Verletzten kümmerten.

Der 45-Jährige hatte großes Glück, er musste nur ambulant behandelt werden und hatte in der Folge keine weiteren Verletzungen.

 




An jedem Standort eine halbe Stelle

Der Jugendhilfeausschuss des Landkreises Rosenheim hat den ersten Schritt für eine sozialpädagogische Jugendarbeit an Gymnasien gemacht. Die Mitglieder des Ausschusses empfahlen dem Kreistag, die finanziellen Voraussetzungen dafür zu schaffen. Sollte der Kreistag zustimmen, könnten die Gymnasien Bad Aibling, Bruckmühl, Prien, Raubling und Wasserburg jeweils mit einer halben Stelle pro Standort ausgestattet werden. Die Gesamtkosten liegen bei insgesamt 150.000 Euro pro Jahr. Die Ausstattung der Gymnasien mit entsprechenden Fachkräften soll schrittweise erfolgen.      

An den Mittelschulen, Förderzentren, Berufsschulen und einigen Grundschulen gibt es bereits entsprechende Angebote der Jugendsozialarbeit. Sie werden von den Sachaufwandsträgern finanziert und vom Landkreis sowie dem Freistaat Bayern im Rahmen der Förderrichtlinien bezuschusst. Einige Grundschulen werden bei diesen Angeboten zusätzlich von den Kommunen finanziell unterstützt. Für Gymnasien gibt es ein solches staatliches Förderprogramm bisher nicht.

Der Bedarf nach sozialpädagogischer Unterstützung ist aber auch an dieser Schulform in den vergangenen Jahren gestiegen. Die Gymnasien Bad Aibling, Raubling, Wasserburg, Prien und Bruckmühl haben sich mit dem Wunsch nach sozialpädagogischer Unterstützung bereits an das Landratsamt gewandt. An den Gymnasien in Bad Aibling, Raubling und Bruckmühl sind stundenweise pädagogische Fachkräfte im Einsatz. Diese Stunden werden derzeit aus dem Lehrerbudget finanziert und fehlen den Gymnasien an anderer Stelle.

 

Auch das Jugendamt des Landkreises Rosenheim sieht den Bedarf und unterstützt den Wunsch der Schulen. Die Belastungen aus dem familiären Umfeld, Herausforderungen im sozialen Kontext, psychische Belastungen sowie persönliche Faktoren führen zu einer Beeinträchtigung im Schulleben und einer Leistungsminderung. Jugendhilfe mit ihrem Beratungs- und Unterstützungsangebote setzt an diesen Punkten an und unterstützt die Kinder und Jugendlichen gezielt in ihrer Entwicklung.

 

Aufgrund der Erfahrungen und Erfolge mit dem Konzept der „Jugendarbeit an Realschulen“ seit 2018 soll dieses Konzept auch an den Gymnasien umgesetzt werden. Das Konzept setzt vor allem auf gruppenbezogene Angebote, Projektarbeiten, Maßnahmen zur Prävention und Integration sowie ein Lernen auf Augenhöhe. Es steht allen Kindern und Jugendlichen zur Verfügung und ist nicht nur auf individuelle Problemstellungen ausgerichtet.

 

 

 

 




Erneut Verzögerung beim RKI

Der Blick auf die Zahlen für die Stadt und den Landkreis Rosenheim – er muss warten: Verzögerungen in der Daten-Übermittlung gibt es erneut auch am heutigen Donnerstagmorgen beim Robert-Koch-Institut. Somit liegen die aktuellen Fallzahl-Meldungen im Inzidenzwert noch nicht vor. Seit dem frühen Morgen arbeite man daran – man aktualisiere die Daten gerade, heißt es wieder beim RKI. UPDATE III: Auch um 9.30 Uhr noch …

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Anerkennung für Pflegeeltern  

Homeschooling stellt auch für Pflegefamilien eine besondere Herausforderung dar und bedeutet einen deutlich höheren Betreuungs- und Erziehungsauswand. Als Anerkennung für dieses Engagement zahlt der Landkreis Rosenheim Pflegeeltern einmalig 400 Euro pro aufgenommenes Kind oder Jugendlichen im schulpflichtigen Alter. Dieser besonderen Zahlung stimmten die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses in ihrer heutigen Sitzung mit einer Gegenstimme zu.

Wie Landrat Otto Lederer sagte, investieren Eltern in Zeiten des Homeschooling im Schnitt pro Tag zwischen drei und fünf Stunden in die Schulbildung ihrer Kinder. Pflegeeltern hätten zusätzlich zu ihren eigenen Kindern noch fremde Kinder mit aufgenommen, die sie ebenfalls mit großem Engagement betreuen. Diese Einmalzahlung soll eine Anerkennung für die Pflegeeltern dafür sein, sagte Lederer.

 

Wie Johannes Fischer, Leiter des Jugendamtes, ergänzte, käme zum zusätzlichen Betreuungsaufwand auch eine Reihe technischer Anschaffungen für die Pflegekinder, damit diese am Homeschooling teilnehmen könnten. Von der Einmalzahlung profitieren 70 Kinder und Jugendliche beziehungsweise deren Pflegefamilien. Die Gesamtsumme beläuft sich auf 28.000 Euro.




13 Neuinfizierte im Fußball-Internat

Aus dem Deutschen Fußball-Internat in Bad Aibling werden alleine heute 13 neue Corona-Fälle gemeldet. Gestern waren es drei Fälle, somit sind es in zwei Tagen dort nun 16 Fälle. Ein Corona-Ausbruch und die Vermutung, es handele sich um die hochansteckende Virus-Mutation B.1.1.7 – sie liegt nahe. Das Gesundheitsamt hatte die rasante Verbreitung schon am vergangenen Wochenende in Stadt und Landkreis bestätigt. Erstmals nach längerer Zeit ist auch wieder eine Kita im Altlandkreis Wasserburg betroffen …

… der Kindergarten St. Rupert in Eiselfing. Von dort wird ein Corona-Fall am nachmittag gemeldet.

Ebenso jeweils ein Fall wird zudem gemeldet von

der Kinderkrippe in Ostermünchen, von der Mangfallschule in Kolbermoor, von der Otfried Preußler-Schule in Stephanskirchen sowie vom Ignaz-Günther-Gymnasium in Rosenheim.

Alle Kontaktpersonen seien in Quarantäne, meldet das Landratsamt.

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31 neue Corona-Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf gibt es seit der letzten Statusmeldung vom gestrigen Dienstag 31 neue bestätigte Corona-Fälle. Davon ergaben sich sieben Fälle aus einer dezentralen Unterkunft in Mössling. Die weiteren Neuinfektionen sind auf Kontaktpersonen bereits bekannter Fälle im privaten Bereich zurückzuführen sowie auf Infektionen in verschiedenen Betrieben.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf 207 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell  laut RKI bei 106,2.




Virtueller Schnuppertag

Die Corona-Pandemie lässt auch heuer nicht zu, den traditionellen Schnuppertag am Campus der TH Rosenheim durchzuführen. Daher wird die Infoveranstaltung für Studieninteressierte in diesem Jahr erneut auf „virtuelle Beine“ gestellt.

Ganz einfach und bequem von zu Hause aus die Technische Hochschule Rosenheim und das vielfältige Studienangebot kennenlernen: Diese Möglichkeit bekommen alle Interessierten am

 

30. März von 10 bis 18 Uhr.

 

Studieninteressierte und Eltern können die Hochschule via Videos kennenlernen, sich Vorträge über alle Bachelorstudiengänge anhören sowie an online Vorlesungen und Fachvorträgen teilnehmen. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit mit der Studienberatung, Professor*innen, Mitarbeiter*innen aller Fakultäten und Studierenden per Video zu chatten und  Fragen zu stellen. Außerdem gibt es allgemeine Infos rund ums Studium wie etwa Studienvorbereitung, Studienfinanzierung, Auslandsaufenthalte und duale Studienangebote.

Für die Teilnahme am virtuellen Schnuppertag ist keine Anmeldung nötig. Einfach auf der Webseite www.th-rosenheim.de/virtueller-schnuppertag.html vorbeikommen, sich informieren und austauschen.

 

Das Studienangebot virtuell kennenlernen

Die TH Rosenheim bietet 30 Bachelorstudiengänge in den Fachrichtungen Wirtschaft, Technik, Gestaltung, Gesundheit und Soziales an den vier Standorten Rosenheim, Burghausen, Mühldorf am Inn und Traunstein. Neben den wissenschaftlichen und theoretischen Grundlagen stehen die praxisnahe Ausbildung und die Vernetzung mit Industrie und Wirtschaft im Vordergrund. Die Hochschule vereint ein regionales Profil mit internationalem Renommee. Die familiäre Atmosphäre, modernste Infrastruktur und eine intensive Betreuung der Studierenden schaffen optimale Bedingungen. Charakteristisch für die TH Rosenheim ist die akademische Bildung mit starkem Praxisbezug. Denn schon während des Studiums sollen Studierende die Möglichkeit haben, sich ein Netzwerk aus Unternehmenskontakten aufzubauen, die später den Berufseinstieg erleichtern.

 

Zwei neue Bachelorstudiengänge zum Wintersemester 2021/22

Beim virtuellen Schnuppertag der TH Rosenheim kann man sich auch über die Neuheiten des Studienangebots informieren. Zum Wintersemester 2021/22 bietet die TH Rosenheim zwei neue Bachelorstudiengänge am Campus Rosenheim an: Medizintechnik und Applied Artificial Intelligence. Das Studium Medizintechnik vereint zwei Welten, es verbindet die Ingenieurwissenschaften mit dem medizinischen Fortschritt. Vermittelt werden alle Kompetenzen, die für die Entwicklung, Fertigung sowie Markteinführung von zukunftsorientierten Produkten notwendig sind. Von der Konstruktion über die Verarbeitungsverfahren bis zum Umweltmanagement und der Zulassung deckt das Studium alle Anforderungen ab, die an künftige Ingenieurinnen und Ingenieure der Medizintechnik gestellt werden. Modern ausgestattete Labore, unter anderem mit einem Reinraum, und zahlreiche Forschungs- und Entwicklungsprojekte stellen die Nähe des Studiengangs zur Praxis sicher. Die Studierenden schließen nach sieben Semestern mit einem Bachelor of Engineering ab.

 

Ebenfalls auf sieben Semester angelegt ist der neue Studiengang Applied Artificial Intelligence, der als einziger Studiengang zu Künstlicher Intelligenz (KI) in Bayern komplett auf Englisch abgehalten wird. Er beschäftigt sich mit der praktischen Anwendung von KI und ist im Kern ein Informatikstudiengang. Neben dem eindeutigen Praxisbezug und der Anwendung von KI liegt ein weiterer Schwerpunkt im mathematischen Verständnis der Grundlagen. „Die Studierenden lernen, Maschinen das Sehen, Hören, Verstehen und Lernen beizubringen und so die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine zu optimieren und diese weiterzuentwickeln“, sagt KI-Experte Prof. Dr. Marcel Tilly von der Fakultät für Informatik. „Darüber hinaus lernen sie einen verantwortungsvollen Umgang mit KI. Sie werden befähigt zu erkennen, was KI darf und was sie nicht darf und welche ethischen Prinzipien dabei zu beachten sind.“

 

Weitere Informationen zum virtuellen Schnuppertag unter www.th-rosenheim.de.

 




„Recup” jetzt auch im RoMed-Klinikum

Umweltschutz wird im RoMed-Klinikverbund großgeschrieben: Das bereits als „Green Hospital“ ausgezeichnete Klinikum Rosenheim ist nun neben dem RoMed-Standort Bad Aibling ein weiterer Partner des deutschlandweiten Pfandsystem-Marktführers „Recup” GmbH und leistet damit einen Beitrag zur Reduzierung des Plastikmülls.

Der „Coffee to go“ ist ab sofort im 0,3 Liter „Recup”-Mehrwegbecher im Kiosk des neuen Klinikum-Haupteingangbereiches erhältlich. So wird mit jedem Gebrauch Verpackungsmüll gespart und die Umwelt geschont. Die Pfandgebühr von einem Euro pro Becher wird vor Ort und von allen „Recup”-Partnern zurückerstattet. „Die Akzeptanz bei Patienten, Angehörigen und auch Mitarbeitern ist sehr groß“, freut sich Dr. Martina Bielawski, stellvertretende kaufmännische Leitung und ergänzt: „Viele finden es einfach toll, dass sie mit diesem Angebot ihren Kaffee ökologisch nachhaltig genießen können.“

 

Wie funktioniert „Recup”?

Inspiriert ist „Recup” durch das deutsche Pfandsystem. Die Idee von „Pfand“ ist ein bereits vertrautes, erfolgreiches Konzept in Deutschland, welches RECUP auf innovative Weise auf Kaffeebecher adaptiert. Das „Recup”-Pfandsystem basiert auf recyclebaren Pfandbechern, den sogenannten „Recups”. Die langlebigen Becher werden in Deutschland regional produziert. Jeder einzelne „Recup” kann bis zu 1.000-mal genutzt werden und ersetzt somit zirka 1.000 Einwegbecher. Das Unternehmen selbst finanziert sich nicht über den Becherverkauf, sondern über eine Systemgebühr der Partner, die auf diese Weise dazu beitragen, das Pfandsystem nachhaltig zu erhalten.




Volltrunken eine Runde auf Parkplatz

Am gestrigen Nachmittag teilten Zeugen über Notruf mit, dass eine Frau auf einem Kundenparkplatz im Gewerbegebiet Bad Endorf in ihrem Auto schlafe. Noch bevor die Polizei eintraf, setzte die 54-jährige aus dem Landkreis Rosenheim ihren Kleinwagen in Bewegung und fuhr bis zur Ausfahrt des Kundenparkplatzes. Die Fahrerin überlegte es jedoch wohl anders, drehte um, fuhr eine Runde über den Parkplatz und stellte ihr Auto wieder in einer Parklücke ab. Dort konnte die Frau durch die eintreffenden Beamten in ihrem Fahrzeug angetroffen werden. Im Fahrzeug wurden Alkoholika festgestellt. Ein Atemalkoholtest ergab knapp 1,6 Promille.

Auf Grund dessen wurde eine Blutentnahme angeordnet und der Führerschein sichergestellt.

 

Gegen die Fahrzeugführerin wurde ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr eingeleitet. Ihr drohen nun der Entzug ihrer Fahrerlaubnis und eine empfindliche Geldstrafe.




Zurück auf strengen Lockdown

Bleibt die Inzidenz drei Tage lang über 100, dann greift am übernächsten Tag das Zurückgehen auf den strengen Lockdown: Der Nachbar-Landkreis Traunstein muss somit leider ab dem morgigen Donnerstag die Notbremse ziehen! Der ziemlich schnell gestiegene Inzidenzwert auf heute 142,7 macht die Shutdown-Maßnahmen leider notwendig: Es gilt ab morgen wieder eine nächtliche Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr, eine Kontaktbeschränkung, die nur mehr ein Treffen mit einer Person außerhalb des eigenen Hausstandes erlaubt. Für die Geschäfte entfällt das Einkaufen mit vorheriger Terminbuchung.

Abholen vorher bestellter Ware bleibt erlaubt.

Auch Instrumental- und Gesangsunterricht ist in Präsenzform verboten. Museen und Ausstellungen müssen wieder schließen.

Die Entscheidung über den Schulbetrieb im Landkreis Traunstein wird am Freitag, 19. März, auf Grundlage des Inzidenzwerts getroffen. Es schaut nicht gut aus …

 

 




Neue Allgemeinverfügung

Aufgrund des Anstiegs der 7-Tage-Inzidenz auf über 200 wird die aktuelle Allgemeinverfügung der Stadt Rosenheim in einigen Punkten an den Anstieg des Infektionsgeschehens angepasst. Im Einzelnen gilt bis auf Weiteres:

  • Maskenpflicht in allen ausgewiesenen Fußgängerzonen im Stadtgebiet (unter anderem Max-Josefs-Platz, Münchener Straße, Ludwigsplatz, Salzstadel, Salinplatz)
  • auf den gesamten Marktflächen im Stadtgebiet, während der Durchführung von zugelassenen Marktveranstaltungen, am Busbahnhof in der Stadtmitte (Heilig-Geist-/Stollstraße) und am Bahnhof (Südtiroler Platz und Luitpoldstraße), sowie allen Bushaltestellen im Stadtgebiet
  • in der Fußgängerunterführung zw. Klepperstraße und Bahnhof,
  • in der Münchener Straße (beidseitig) beginnend von der Haus. Nr. 10 (Karstadt) bis zur Haus. Nr. 76 (Hauptzollamt) und
  • in der Bahnhofsstraße (beidseitig) beginnend von der Haus. Nr. 1 bzw. 2 bis zur Haus. Nr. 12 bzw. 27 (Kreuzung Luitpoldstraße)Zum Verzehr von Speisen und Getränken oder auch zum Rauchen, gelten keine Ausnahmen von der Maskenpflicht. 

Bibliotheken und Archive müssen geschlossen werden. 

Versammlungen unter freiem Himmel sind auf max. 120 Minuten beschränkt, in geschlossenen Räumen auf maximal 60 Minuten. Die Teilnehmerzahl unter freiem Himmel ist auf maximal 100 Personen beschränkt, in geschlossenen Räumen auf maximal 30 Personen. Versammlungen unter freiem Himmel dürfen nur ortsfest durchgeführt werden. Diese Beschränkungen gelten nicht für Aufstellungsversammlungen politischer Parteien für die Bundestagswahl.

Die neuen Regelungen treten am Donnerstag, 17. März, 0 Uhr in Kraft und gelten zunächst bis zum 28. März.




Neuer, frischer Internet-Auftritt

Der Kreisjugendring präsentiert sich im Internet von einer ganz neuen Seite. Mit modernem und frischem Design ging jetzt die neu konzipierte Website – www.kreisjugendring-rosenheim.de – an den Start. Sie will mit Übersichtlichkeit und einfacher Navigation überzeugen …

Die Inhalte wurden durch Überarbeitung und Neu-Strukturierung optimiert.
Die Nutzer*innen können von jedem mobilen Endgerät problemlos den Internetauftritt des Kreisjugendrings aufrufen. Die Darstellung und Auflösung passen sich automatisch an.
Die neue Homepage dient als Informationsplattform für die Mitgliedsvereine und -verbände, Jugendleiter*innen und andere Interessierte.

Mit dem Einstieg auf der Startseite stehen die wichtigsten Neuigkeiten und Termine ohne weitere Klicks direkt zur Verfügung. Die abgegrenzten Bereiche weisen schnell und einfach den Weg durch die Seite.

Das Menü gliedert sich in:

Über uns, News, Angebote und Kontakt.

Unter ‘Schulbezogene Jugendarbeit’ findet sich eine Übersicht über die aktuellen Projekte und Angebote dieses Fachgebiets.

Weitere umfangreiche Informationen bieten die Service-Seiten in der Fußzeile unter anderem zu den Themen Ehrenamt, Zuschüsse und Juleica. Dort findet sich auch die Verlinkung zum Jugendbildungshaus Luegsteinsee, dessen Trägerschaft der KJR zum 01. Januar 2021 übernommen hat.

 




Nur sechs neue Corona-Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf  gibt es seit der letzten Statusmeldung vom gestrigen Montag sechs neue bestätigte Corona-Fälle. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf 204 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell laut RKI  bei 94,9.




Die neue Pandemie B.1.1.7

In der Stadt Rosenheim (Inzidenz über 200) sind aktuell nur mehr die Abschlussklassen in der Schule, in den Kitas läuft nur mehr die Notbetreuung – im Landkreis (Inzidenz unter 100) dagegen sind seit gestern alle Schüler im Präsenz-/Wechselunterricht und auch die Kitas sind geöffnet (wir berichteten mehrfach). Die Liste der Neuinfizierten in den Einrichtungen wird derweil weiterhin länger. Das Landratsamt meldet für den Freien-Montessori-Kindergarten in Rosenheim drei neue Corona-Fälle. Je einen (weiteren) Corona-Fall gibt es zudem seit gestern an der FOS/BOS …

… in Rosenheim, am Pfarrkindergarten Arche Noah in Bruckmühl, am Sonderpädagogischen Förderzentrum in Bad Aibling, an der Grundschule Erlenau in Rosenheim, am AWO-Integrationskindergarten in Happing sowie an der Kalscheuer Privatschule in Rosenheim.

Alle Kontaktpersonen seien in Quarantäne, so das Amt.

Vor dem Wochenende meldete das Rosenheimer Gesundheitsamt, dass bereits über 50 Prozent der Neuinfizierten auf die hochansteckende, britische Mutation B.1.1.7 zurückzuführen seien (wir berichteten). Es sei die dritte Welle, die bereits da sei, so der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Hierl.

 

 

 




Stadt und Landkreis in einen Topf?

In einem offenen Brief hat sich der Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Rosenheim, Andreas Bensegger (Foto), jetzt an den Oberbürgermeister der Stadt Rosenheim gewandt. Darin fordert er für die IHK einen gemeinsamen Inzidenz-Wert für die Stadt und den Landkreis. Bensegger: „Jeden Tag kämpfen Unternehmerinnen und Unternehmer in der Stadt Rosenheim um ihre wirtschaftliche Existenz. Die Lage in einigen Branchen ist bitterernst. Besonders hart getroffen vom Lockdown und den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sind die Gastronomie, die Hotels, die Veranstalter, die Reise- und Tourismusbranche und der Einzelhandel.”

Der Stufenplan von Bund und Ländern für mögliche Öffnungen, abhängig von der Inzidenz, biete der Wirtschaft aber keinerlei Perspektive. Die Unternehmerinnen und Unternehmen müssten endlich wieder öffnen und so ihre eigenen Umsätze generieren können. „Mit Staatshilfen alleine lassen sich langfristig keine Betriebe und Geschäftsideen retten”, so der Regionalvorsitzende.

Bensegger weiter: „Wirtschaftliches Handeln und effektiver Infektionsschutz schließen sich nicht aus.” Daher schlage er als Vertreter der Rosenheimer Wirtschaft folgende Maßnahmen vor, „die dringend umgesetzt werden sollten”:

1. Ein gemeinsamer Inzidenzwert für Stadt und Landkreis Rosenheim
Aufgrund der geringen Einwohnerzahl in Rosenheim schlägt sich ein relativ niedriges Infektionsgeschehen stark in der Statistik nieder. Das staatliche Gesundheitsamt Rosenheim, das dem Landratsamt zugeordnet ist, ist sowohl für den Landkreis als auch für die Stadt zuständig. Dementsprechend sollten beide Gebietskörperschaften gemeinsam in einer Corona-Statistik veranlagt werden. Es braucht einen gemeinsamen Inzidenzwert für Stadt und Landkreis.

2. Weg vom Inzidenzwert als alleiniges Maß für Lockerungen
Für eine echte Öffnungsperspektive darf nicht nur der Inzidenzwert berücksichtigt werden. Dieser starre Fokus macht eine Planungssicherheit unmöglich und ist nicht mehr verhältnismäßig.

3. Testen und öffnen: Einkaufen mit Schnelltest-Strategie ermöglichen
Click&Collect, Einkaufen nach Terminvereinbarung und Zutritt nur mit attestiertem Schnelltest zeigen, wie Einkaufen im Einzelhandel sowie der Besuch der Gastronomie auch unabhängig von einem starren Inzidenzwert möglich sind und mit Einhaltung aller Schutz- und Hygienemaßnahmen gleichzeitig den Infektionsschutz von Kunden und Personal gewährt. Die Stadt Tübingen macht es vor: Seit dieser Woche sollen die Menschen mit einem negativen Schnelltest-Befund ein sogenanntes Tagesticket und damit Zugang zu Einzelhandel, Gastronomie und körpernahen Dienstleitungen erhalten. Mit einem umfassenden Testkonzept und entsprechender Planung wäre das auch für Rosenheim ein geeigneter Ansatz, wieder Kunden und Gäste in der Innenstadt begrüßen zu können.

Bensegger: „Die Unternehmerinnen und Unternehmen in unserer Stadt benötigen eine Perspektive, damit die wirtschaftliche Stärke unserer Region erhalten bleibt. Wir dürfen nicht riskieren, dass Läden und Gaststätten langfristig zusperren müssen und Betriebe insolvent gehen.” Deswegen bitte man den Oberbürgermeister, die oben genannten Maßnahmen schnellstmöglich zu prüfen und gegebenenfalls gegenüber der Bayerischen Staatsregierung zu adressieren.




Die RKI-Zahlen sind jetzt da

Die Inzidenz-Zahlen des RKI sind nun da: Sie sind in Stadt und Landkreis fast gleich wie am gestrigen Montag – Rosenheim liegt heute bei 204,6 und das Kreisgebiet bei 83,8 in der Inzidenz. Leider muss das RKI für den Landkreis einen weiteren Corona-Todesfall melden – der 425. Verstorbene in einem Jahr Pandemie. Während der Nachbar-Landkreis Traunstein auf 128,6 gestiegen ist, rutschte der Landkreis Mühldorf wieder unter die 100 auf 94,9 …

Der Freistaat nähert sich Schritt für Schritt der 100 aktuell in der Gesamtbetrachtung: Heute meldet das RKI eine Inzidenz von 89 für Bayern …

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Eine Extrawurst?

Noch liegen die aktuellen RKI-Zahlen zur Inzidenz am heutigen Dienstagmorgen nicht vor – aber gestern lag sie bei 206: Die Stadt Rosenheim hat eine Ausnahmegenehmigung für die Inzidenz-Regelung zum Öffnen und Schließen von Schulen, Kitas und Einzelhandel beantragt, wie die Regierung von Oberbayern meldet. Damit sei die Stadt die bislang einzige Kommune im Freistaat, die eine Ausnahme fordere …

Der Rosenheimer Oberbürgermeister Andreas März möchte unter anderem, dass für seine Stadt der kritische Inzidenz-Wert auf 130 anstatt 100 angehoben werde.

Bis dahin sollten Präsenz- und Wechselunterricht in den Schulen erlaubt sein und auch die Kitas geöffnet bleiben. Ein Grund dafür: Die Stadt habe so wenige Einwohner – rund 63.000 – dass eine relativ geringe Anzahl an Neuinfektionen bei der Hochrechnung auf hunderttausend Einwohner schnell zu einer hohen Sieben-Tage-Inzidenz führe.

Außerdem kritisierte März bereits vor Tagen den reinen Fokus auf die Inzidenz als Maß für mögliche Lockerungen des Lockdowns (wir berichteten).

Dies führe zu einem ständigen ON- und OFF-Betrieb, weil sich die Lage in der Stadt Rosenheim erfahrungsgemäß sprunghaft verändere, so März.

 




Rasante Verfolgungsfahrt an der Grenze

Statt sich der Grenzkontrolle auf der A93 bei Kiefersfelden zu unterziehen, beschleunigte ein deutscher Pkw-Fahrer seinen 600-PS-Wagen, um sich am Samstagnachmittag offenkundig der grenzpolizeilichen Überprüfung zu entziehen. Seine Flucht mit zeitweise über 200 Stundenkilometern endete nach einer kilometerlangen Verfolgungsfahrt auf der A8 nahe Irschenberg. Nachdem der 46-Jährige von der Bundespolizei gestoppt werden konnte, gab er sich völlig ahnungslos, so die Bundespolizei heute. Nicht mehr zu leugnen war jedoch, dass er und seine 30-jährige Begleiterin auf dem Beifahrersitz nach der Einreise aus dem Virusvariantengebiet Tirol weder über einen negativen Corona-Test verfügten, noch eine Einreiseanmeldung nachweisen konnten. 

Bereits bei der ersten grenzpolizeilichen Befragung auf der Pkw-Spur der Inntalautobahn vor dem Kontrollzelt der Bundespolizei verneinten der Fahrer und seine Begleiterin, sich für die Einreise registriert und einen Corona-Test durchgeführt zu haben.

Als der Fahrzeugführer daher aufgefordert wurde, in die Kontrollstelle einzufahren, erweckte er zunächst den Anschein, sich der eingehenden Überprüfung unterziehen zu wollen. Nach mehreren Metern Schrittgeschwindigkeit gab der Fahrer des hochmotorisierten Autos mit Tölzer Kennzeichen allerdings abrupt Gas und fuhr an der Ausleitung vorbei.

Ein für solche Fälle bereitstehendes Fahrzeug der Bundespolizei nahm sogleich mit Blaulicht und Martinshorn die Verfolgung auf. Weitere auf der A93 und der A8 eingesetzte Streifenfahrzeuge wurden außerdem verständigt, um den Flüchtenden bei geeigneter Gelegenheit anhalten zu können.

Augenscheinlich überschritt dieser vorgegebene Geschwindigkeitsbegrenzungen erheblich und unterschritt den Mindestabstand zu anderen Fahrzeugen deutlich.

Nach rund 40 Kilometern gelang es den Bundespolizisten, den flüchtenden Raser auf Höhe Irschenberg ohne eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer zu stoppen.

Der Mann gab an, dass er beim Grenzübertritt davon ausgegangen sei, seine Fahrt ohne eine eingehende Kontrolle fortsetzen zu dürfen. Außerdem hätte er nicht gewusst, dass man einen negativen Corona-Test bei der Einreise benötigen würde.

Er und seine Mitfahrerin wurden mangels negativer Testergebnisse sowie wegen fehlender Einreiseanmeldungen nach der Coronavirus-Einreiseverordnung angezeigt. Die Bundespolizei meldete die Personalien dem für die Bußgeldverfahren zuständigen Landratsamt in Rosenheim weiter.

Außerdem leiteten die Beamten gegen den Fahrer ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen der Entziehung der polizeilichen Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs nach dem Passgesetz ein. Darüber hinaus wird er sich wohl auch noch mit einer Strafanzeige auseinanderzusetzen haben.

Die eingeschaltete Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim hat Ermittlungen wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs aufgenommen. Nachdem die beiden Personen den coronabedingten Nachweispflichten nachträglich entsprechen konnten, durften sie nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen die Autofahrt in Richtung München fortsetzen.




An der Landkreisgrenze versunken

Eine stundenlange, aufwendige Bergungsaktion lief am Montagnachmittag auf der Verbindungsstraße zwischen Tulling und Sensau im Nachbarlandkreis Ebersberg. Ein Sattelzug, bis oben hin beladen mit Blumenerde, hatte sich bei einem Wendemanöver festgefahren. Eine Bergung mit roher Gewalt war nicht möglich, weil der Diesel-Tank des Lkw aufsaß und zu bersten drohte. So musste die Feuerwehr Tulling ran. Die Floriansjünger halfen beim Abladen der Erde. Erst dann konnte die Zugmaschine mit schwerem Bergungsgerät gefahrlos bewegt werden.

Die Verbindungsstraße bei Tulling war auch um 19 Uhr immer noch total gesperrt.

Der ortsfremde Lkw-Fahrer hatte offenbar seinem Navi vertraut und zu spät bemerkt, dass er auf der falschen Strecke unterwegs war. Das Wendemanöver auf der engen Straße misslang. Beim Zurücksetzen des Sattelzuges blieb das Gefährt neben einem Feldweg im aufgeweichten Untergrund stecken. Fotos: WS

 




Corona-Lage lässt keinen Markt zu

Aufgrund der aktuellen Vorgaben der Bayerischen Staatsregierung muss der Frühlingsmarkt am kommenden Sonntag, 21. März, in Rosenheim abgesagt werden. Auch der damit verbundene verkaufsoffene Sonntag kann nicht stattfinden. „Es ist sehr bedauerlich, dass die Infektionslage nach wie vor keine Veranstaltungen in Innenstädten zulässt. Unter den jetzigen Verhältnissen wäre es weder verantwortungsvoll noch rechtlich zulässig, den Frühlingsmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag durchzuführen. Es bleibt zu hoffen, dass sich in den nächsten Wochen die Situation verbessert“, so Oliver Horner, Leiter des Ordnungsamtes.

Der nächste verkaufsoffene Sonntag wäre im Mai anlässlich von Rosenheim in Bewegung vorgesehen.




Impfzentrum sagt Termine ab

Aufgrund einer aktuellen Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts setzt die Bundesregierung die Corona-Impfungen mit AstraZeneca vorsorglich aus. Nach neuen Meldungen von Hirnvenen-Thrombosen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung in Deutschland und Europa hält das Institut weitere Untersuchungen für notwendig. Auch das gemeinsame Impfzentrum von Stadt und Landkreis Rosenheim in der Inntalhalle in Rosenheim setzt deshalb die Impfungen mit AstraZeneca bis auf weiteres aus. Die Termine für eine Erstimpfung mit diesem Impfstoff für Bürgerinnen und Bürger am morgigen Dienstag sowie am Freitag, 19. März, müssen daher abgesagt werden. 

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) wird entscheiden, ob und wie sich die neuen Erkenntnisse auf die Zulassung des Impfstoffes auswirken. Das Paul-Ehrlich-Institut weist darauf hin, dass Personen, die den COVID-19-Impfstoff AstraZeneca erhalten haben und sich mehr als vier Tage nach der Impfung zunehmend unwohl fühlen, zum Beispiel mit starken und anhaltenden Kopfschmerzen oder punktförmigen Hautblutungen, sich unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben sollten.

 

Es finden an den oben genannten Tagen in Rosenheim keine Impfungen statt. Auch werden bis auf weiteres keine neuen Termine für eine Erst- oder Zweitimpfung mit AstraZeneca vereinbart. Die Impftermine am Mittwoch, 17. März, sowie am Donnerstag, 18. März, erfolgen mit einem anderen Impfstoff und werden daher wie geplant stattfinden.

 

 




Neue Termine für Abfallentsorgung

Wegen der Osterfeiertage in den Wochen vom 29. März bis 9. April verschieben sich die gewohnten Abfuhrtermine für Restmüll, Papier und den Gelben Sack im Landkreis Mühldorf. In den Entsorgungskalendern 2021 befinden sich die Informationen, in welcher Woche und an welchem Tag die Abholfahrzeuge kommen. Die Änderungen sind hier bereits berücksichtigt.

Die Entsorgungskalender für 2021 sind auch über das Internet unter www.entsorgungskalender.lra-mue.de abrufbar.

Das Team der Abfallwirtschaft steht für weitergehende Auskünfte gerne telefonisch unter 08631/699-744 oder per E-Mail an abfallwirtschaft@lra-mue.de zur Verfügung.




Vom Zug ins Gefängnis

Die Bundespolizei hat einen 59-Jährigen, der ohne Fahrkarte im Regionalzug aus München unterwegs war, in Rosenheim verhaftet und am heutigen Montagins Gefängnis eingeliefert. Diese drastische Maßnahme kam nicht von ungefähr: Bei dem polnischen Staatsangehörigen handelt es sich um einen notorischen „Schwarzfahrer“. Er war in der Vergangenheit schon mehrfach wegen Leistungserschleichung angezeigt worden. Selbst ein Gerichtsurteil im Februar dieses Jahres hatte offenbar keine abschreckende Wirkung.

 

Bei einer Fahrscheinkontrolle in der Bayerischen Oberlandbahn war der polnische Staatsangehörige ohne gültiges Ticket aufgefallen. Verständigte Bundespolizisten verhafteten den offensichtlich stark alkoholisierten Polen am Rosenheimer Bahnhof. Die Überprüfung seiner Personalien ergab, dass das Amtsgerichts Rosenheim gegen ihn einen Strafbefehl erlassen hatte. Wegen Erschleichens von Leistungen sollte er rund 1.400 Euro in die Justizkasse einzahlen. Ersatzweise hatte das Gericht eine 89-tägige Freiheitsstrafe vorgesehen.

 

Dies hat den unbelehrbaren Mann aber offensichtlich nicht davon abgehalten, weiterhin Züge ohne das Zahlen eines Entgelts zu nutzen. Daher wurde er erneut wegen Leistungserschleichung angezeigt. Ferner steht ihm ein etwa dreimonatiger Gefängnisaufenthalt bevor, da er die vom Rosenheimer Gericht verhängte Geldstrafe nicht zahlen konnte. Bundespolizisten brachten ihn in die Justizvollzugsanstalt nach Traunstein.




Acht neue Corona-Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf gibt es seit der letzten Statusmeldung vom gestrigen Sonntag acht neue bestätigte Corona-Fälle. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf 211 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell  laut RKI bei 107,9.




Rosenheim steigt auf fast 150

Für den Landkreis Rosenheim wird heute vom RKI eine Inzidenz von 75,4 Fällen gemeldet – eine immerhin leicht gesunkene Fallzahl. Mit 98,1 Fällen in der Inzidenz nähert sich auch am heutigen Samstag der Nachbar-Landkreis Traunstein aber leider äußerst knapp der kritischen 100. Die Stadt Rosenheim steigt weiter – und zwar auf fast 150 – und somit weiter und weiter weg von Lockerungen: Das RKI meldet am Morgen 149,5 Fälle in der Inzidenz. Der Landkreis Mühldorf mit den Altlandkreis-Gemeinden um Haag, Gars und Rechtmehring bleibt mit einer heutigen 113,1 weiter im dunkelroten Bereich des Landes.

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Erste Impfungen bei Hausarzt

In fünf Hausarztpraxen im Landkreis Mühldorf wurden in dieser Woche die ersten Personen gegen das Corona-Virus geimpft. Der Testlauf ist erfolgreich gestartet. „Im MVZ Haag beispielsweise wurden 30 Impfungen verabreicht. Die Abläufe und die Zusammenarbeit mit dem Team des Impfzentrums vor Ort in der Praxis haben reibungslos funktioniert“, so Dr. Ulrich Ebermann, stellvertretender medizinscher Leiter des Impfzentrums und Ansprechpartner für die Hausärzte. 

Neben dem MVZ in Haag werden auch in Schwindegg, Waldkraiburg sowie in Hausarztpraxen in Mühldorf und Neumarkt St. Veit weitere Probeläufe durchgeführt. Die dort praktizierenden Ärzte haben in den vergangenen Wochen bereits Erfahrungen im Einsatz mit Mobilen Impfteams gesammelt. Jetzt geht es darum, Logistik und Abläufe durchzuspielen und Erfahrungen in der praktischen Umsetzung vor Ort zu sammeln. Nach Abschluss der Testphase sollen schrittweise die Kapazitäten auf weitere Praxen im Landkreis ausgeweitet  werden, sofern genügend Impfstoff vorhanden ist.

Die Priorisierung richtet sich auch in den Hausarztpraxen nach der bundesweit geltenden Impfverordnung. Demnach werden zunächst über 80-Jährige der Priorisierungsstufe 1 geimpft. Für Landrat Max Heimerl ist die Schaffung von dezentralen Impfangeboten in den Praxen die richtige Strategie. Er machte sich selbst ein Bild von den ersten Impfungen vor Ort im MVZ in Haag: „Mit den Testläufen wird die flächendeckende Einbindung der Hausärzte bei den Impfungen vorbereitet. Ich bin den niedergelassenen Ärzten für ihre Unterstützung sehr dankbar. Jetzt hoffen wir, dass im April – wie angekündigt – deutlich mehr Impfstoff zur Verfügung steht und weitere Praxen ins Boot geholt werden können.“

Auch Bürgermeisterin Sissi Schätz freut sich über das dezentrale Angebot: „Von Anfang an war es der Wunsch unserer Bürgerinnen und Bürger, auch in Haag eine Impfmöglichkeit zu haben. Dass dies nun im MVZ möglich wird, ist ein super Zusatzangebot für den westlichen Landkreis.“

Foto: Freuten sich über den gelungenen Testlauf im MVZ Haag: Landrat Max Heimerl und Bürgermeisterin Sissi Schätz mit einem Patienten, der in der Hausarztpraxis geimpft wurde. 




Die Welle B.1.1.7

Fünf Fälle seit Dienstag in der Freien Montessori Kita in Rosenheim – alleine am heutigen Freitag vier Fälle im AWO-Integrationskindergarten in Happing, wo am Mittwoch der erste Corona-Fall bekannt geworden war. Länger und länger wird die Liste der von Neuinfizierten betroffenen Kitas und Schulen in Stadt und Landkreis Rosenheim aktuell Tag für Tag (wir berichteten). Die dritte Welle ist da, die hochansteckende Virus-Mutation B.1.1.7 offenbar der Haupt-Multiplikator. Bei etwa der Hälfte der im März gemeldeten Fälle insgesamt in Stadt und Landkreis sei im Labor jedenfalls mittlerweile bereits die britische Variante festgestellt worden, meldet heute das Gesundheitsamt. Die weiteren aktuell betroffenen Einrichtungen …

… je ein positiver Fall

in der Philipp-Neri-Schule in Rosenheim, in der Grundschule Prinzregentenstraße in Rosenheim, im Hort Christkönig Rosenheim, im Pfarrkindergarten Arche Noah in Bruckmühl, in der Otfried Preußler-Schule in Stephanskirchen, in der Rupert Egenberger-Schule in Rosenheim sowie

zwei Fälle an der Adolf-Rasp-Grundschule in Kolbermoor.

Alle Kontaktpersonen seien in Quarantäne, so das Landratsamt.

 




Eine Berufsmesse online

Das Berufsmesse-Portal sei die richtige Antwort auf die aktuelle Situation. Er freue sich sehr, dass man das nun anbieten können – so Matthias Wabner, der Leiter der Aiblinger Realschule. Gemeinsam freuen sich die Schülerinnen und Schüler, die Lehrkräfte mit der Schulleitung und die Firmen auf eine besondere Veranstaltung: Am Donnerstag, 25. März, wird zwischen 18 und 20 Uhr die erste Online-Live-Berufsmesse stattfinden. Nach dem Vorbild der Wasserburger Realschule …

Unser Foto:

Ein voller Erfolg war schon die letzte Berufsmesse an der Wilhelm-Leibl-Realschule für Lukas aus der 10. Klasse. Hier hat er den Kontakt zur Firma Eder, IHK-Premium-Bildungspartner der Wilhelm-Leibl-Realschule, hergestellt und war erfolgreich: Im September wird er seine Ausbildung bei der Eder GmbH beginnen.

„Die Berufsmesse der Wilhelm-Leibl-Realschule hat mir die nächste Tür auf meinem beruflichen Weg geöffnet”, erzählt Lukas stolz.

 „Die Aufmachung der Messestände ist perfekt und der Kontakt zwischen uns und den Jugendlichen hat super einfach funktioniert“, so Angela Eder von der Eder GmbH. Erst vor wenigen Wochen hatte sie ihren ersten digitalen Messestand am Berufsinformationsabend an der Realschule Wasserburg betrieben. Ein voller Erfolg, wie sie erzählt.

„Mit großem Interesse haben wir die technische Entwicklung der Messe an der Realschule Wasserburg mitverfolgt. Nicht zuletzt aufgrund des großen Erfolgs der Online-Messe haben wir uns schnell dafür entschieden, dieses Portal auch an die Wilhelm-Leibl-Realschule zu holen“, berichtet Schulleiter Wabner.

Und so wird es funktionieren:

Im Rahmen der Berufsmesse werden sich viele regionale Unternehmen, Ausbildungsbetriebe und auch Schularten (FOS, BOS usw.) den Schülerinnen und Schülern der Wilhelm-Leibl-Realschule vorstellen. Die virtuellen Messestände sind echten Messe-Ständen nachempfunden. An ihnen können Firmen-Prospekte aufgerufen werden, Videos angesehen werden und die notwendigen Kontaktdaten der Firmen gesucht werden.

Beispiel für einen digitalen Messestand

„Der persönliche und direkte Kontakt zwischen den Jugendlichen und den Betrieben ist im Rahmen der Berufsorientierung extrem wichtig,” erläutert Michael Schmidt, Lehrkraft und Mitglied im Team Berufsorientierung.

Auch deshalb wird man sich im Rahmen der Live-Berufsmesse via Video direkt mit den einzelnen Messeständen verbinden können. Die Vertreter der einzelnen Firmen stehen auf diese Weise sozusagen in Echtzeit als Ansprechpartner zur Verfügung.

Die digitale Berufsmesse wurde von einer erfahrenen Software-Firma professionell programmiert und wird auch weiterhin technisch begleitet.

Die Frage der Finanzierung war dank der Unterstützung durch den Förderverein sehr schnell geklärt. „Wir waren uns in der Vorstandschaft sehr schnell einig, dass wir dieses tolle Projekt finanzieren und so unseren Schülerinnen und Schülern eine tolle Plattform zur Berufsorientierung schaffen werden. Über freiwillige Spenden, die das Projekt unterstützen, freut sich unser Förderverein aber trotzdem jederzeit“, merkt Frau Horche, Vorsitzende des Fördervereins augenzwinkernd an.

Herr Wabner stellt noch in Aussicht: „Das digitale Berufs- und Informationsportal wird auch nach der Berufsmesse zeit- und ortsunabhängige Messebesuche (wie mit den Eltern) ermöglichen. Wir werden diese Plattform auch nach Corona nutzen, da die Schülerinnen und Schüler nicht nur nach Ausbildungsplätzen sondern auch nach Praktikumsplätzen (für Ferienpraktika, Girls Day, Boys Day) suchen und Termine vereinbaren können.

Interessierte Firmen, Praktikums- und Ausbildungsbetriebe können sich übrigens jederzeit mit dem Team Berufsorientierung unter https://realschule-bad-aibling.com/berufsmesse/ in Verbindung setzen und erhalten dann alle Informationen, wie sie ihren eigenen Messestand einrichten können.

Die Liste der Ausbildungsstellen, die schon einen Messestand eingerichtet hat, ist schon nach wenigen Tagen der Freischaltung erfreulich umfangreich:

  • Stadt Rosenheim
  • Berufsfachschule Ergotherapie gGmbH
  • Rupert Hacker Maschinenbau
  • MEGGLE GmbH & Co. KG
  • Technische Hochschule Rosenheim
  • PharmaZell GmbH
  • Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung
  • Summerer Technologies GmbH & Co. KG
  • ROFA INDUSTRIAL AUTOMATION AG
  • Eder GmbH
  • Fachakademie für Sozialpädagogik Mühldorf
  • Staatl. Berufsfachschule für Hotel- und Tourismusmanagement
  • AOK Bayern – Direktion Rosenheim
  • BayWa AG
  • Richter + Frenzel GmbH & Co KG
  • Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim
  • Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling
  • Auto Eder GmbH
  • Frischpack GmbH
  • BaderMainzl GmbH & Co. KG
  • Bachmeier GmbH & Co. KG
  • FuG Elektronik GmbH
  • Generali Versicherung Stubenrauch
  • Berufsfachschule für Diätetik München
  • DAS TEGERNSEE
  • Clariant
  • TechDivision GmbH
  • Gabor Shoes AG
  • Bundesagentur für Arbeit
  • Hauptzollamt Rosenheim
  • esmo AG
  • Handwerkskammer für München und Oberbayern
  • Einrichtungsverbund Steinhöring
  • SOMIC GmbH
  • Staatl. Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung
  • Karosserie- und Fahrzeugbauer Innung Südbayern
  • Schreinerei Grandl Sauna- und Innenausbau GmbH
  • Private Massageschule Inntal e.V. Berufsfachschule für Massage
  • Holztechnikum Kuchl (Schule: HTL, FS, Internat)
  • Ressel GmbH Maschinenbau
  • Ericsson Antenna Technology Germany GmbH
  • Georg Fritzmeier GmbH & Co. KG
  • ALPMA Alpenland Maschinenbau GmbH
  • Elektro- und Gebäudetechnik Martin Kaffl
  • J. Schwarz & Sohn GmbH
  • Chemieschule Dr. Erwin Elhardt
  • Krones AG
  • SEFAR GmbH
  • Stadt- und Umlandbereich Rosenheim
  • Stiftung Attl
  • Finanzamt Rosenheim



„Varianten sind besorgniserregend”

„Leider ist in der Stadt und im Landkreis Rosenheim der robuste Abwärtstrend des Infektionsgeschehens gestoppt. Wir sehen seit Mitte Februar einen Wiederanstieg der Fallzahlen und der 7-Tage-Inzidenz. Die Stadt hat bereits am 5. März die Marke von 100 in der 7-Tage-Inzidenz überschreiten. Der Landkreis verharrt aktuell im hohen zweistelligen Bereich. Wir beobachten im Gesundheitsamt eine klare Trendumkehr in der Region zum Negativen hin.” So bewertet Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim, die aktuelle Corona-Lage im Wochenbericht des Amtes, der heute veröffentlicht wurde.

Darin weist das Gesundheitsamt Rosenheim darauf hin, dass der seit Ende Dezember bestehende klare Trend für eine Abschwächung des Infektionsgeschehens in der Region gestoppt ist und die 7-Tage-Inzidenz seit Mitte Februar wieder ansteigt. In der Stadt Rosenheim wurde der niedrigste Wert der 7-Tage Inzidenz am 18. Februar mit 36,2 erreicht und liegt aktuell bei 138,5. Im Landkreis Rosenheim stieg dieser Wert von 42,5 am 13. Februar auf 80,0 am 11. März.

Seit dem letzten Wochenbericht wurden dem Gesundheitsamt Rosenheim täglich zwischen 16 und 61 neue Fälle gemeldet, dies bedeutet eine Zunahme im Vergleich zum letzten Wochenbericht.

Besorgniserregende Varianten

„Zunehmend gewinnen die besorgniserregenden Varianten des Coronavirus auch in der Region an Bedeutung: Nachdem nunmehr viele Labors das Testverfahren einer variantenspezifischen PCR-Untersuchung etabliert haben, werden dem Gesundheitsamt zunehmend bestätigte Fälle der britischen Variante (B1.1.7.) gemeldet. Bislang wurden dem Gesundheitsamt 482 Fälle einer bestätigten besorgniserregenden Variante gemeldet. Seit dem letzten Wochenbericht wurden 152 Fälle der britischen Variante von zuvor positiv in der PCR getesteten Personen gemeldet. Bislang ist in der Rosenheimer Region weiterhin lediglich ein bestätigter Fall der Südafrika-Variante aufgetreten, über den bereits berichtet wurde. Die brasilianische Mutation wurde nicht nachgewiesen”, so das Gesundheitsamt.

Für Verdachtsfälle sowie bestätigte Fälle einer besorgniserregenden Variante gelten strengere Infektionsschutzmaßnahmen: Neben einer 14-tägigen häuslichen Quarantäne, die nicht verkürzt werden kann, ist für die Beendigung der Quarantäne zusätzlich ein negatives Testergebnis erforderlich. Diese Maßnahmen gelten auch für die engen Kontaktpersonen der Kategorie eins.

Infektionsschutzmaßnahmen

Trotz steigender Fallzahlen kann das Gesundheitsamt weiterhin die positiv Gemeldeten tagesaktuell telefonisch und schriftlich über ihre Infektion informieren und die erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen anordnen. Auch die engen Kontaktpersonen können zeitnah kontaktiert und ebenfalls eine häusliche Quarantäne angeordnet werden.

Dr. Hierl:

„Aus meiner Sicht stehen wir am Beginn einer dritten Welle.

Große Sorge bereitet uns die Verbreitung der besorgniserregenden Varianten. Bei etwa der Hälfte der im März gemeldeten Fälle wird im Labor mittlerweile die britische Variante festgestellt.

Die besorgniserregenden Varianten können den Verlauf der Pandemie verschlimmern, zu einer schnelleren Verbreitung der Infektionen, zu schwereren Verläufen, zu erhöhter Sterblichkeit und zu einer Überlastung der Intensivstationen führen.

Unklar ist momentan die Datenlage, ob von einzelnen Varianten auch eine schlechtere Schutzwirkung der Impfung resultieren kann.”

Der Leiter des Gesundheitsamtes weiter: „Weiterhin liegt es in der Verantwortung des Einzelnen, die weitere Entwicklung der Infektionszahlen zu beeinflussen: Die bekannten Regeln – Kontaktreduktion, mindestens 1,5 Meter Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Masken tragen und lüften – sind konsequent einzuhalten, um die Ausbreitung der Virusvarianten zu verlangsamen. Auf Reisen sollte derzeit unbedingt verzichtet werden.“

Infektionsquellen

Infektionsübertragungen ereignen sich weiterhin überwiegend im privaten Umfeld, das zirka 74 Prozent der bekannten Infektionsursachen ausmacht. Etwa 14 Prozent fallen auf den Arbeitsplatz. Vereinzelt (zirka zwei Prozent) kommt es zu Infektionserkrankungen in Einrichtungen wie Kliniken, Pflege- und Behindertenheimen. Als Lichtblick sieht das Gesundheitsamt, dass kaum mehr Infektionen bei Bewohnern von Heimen auftreten. „Dies ist ein großer Erfolg der Impfungen in den Einrichtungen“, so Hierl.

Es ereignen sich auch wieder einzelne Fälle und Ausbrüche in Schulen und Kitas (zirka fünf Prozent). Auf den Freizeitbereich fallen etwa fünf Prozent der Fälle.

Impfungen

Insgesamt sind zirka 34.600 Impfungen seit Impfstart vor allem in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern sowie dem gemeinsamen Impfzentrum von Stadt und Landkreis Rosenheim auf der Loretowiese erfolgt. 23.501 davon waren Erstimpfungen, 11.050 Zweitimpfungen. Insgesamt 8.214 dieser Impfungen wurden in stationären Einrichtungen sowie betreuten Wohnformen in Stadt und Landkreis Rosenheim verabreicht.

Es wird darauf hingewiesen, dass für die Impfung gegen COVID-19 eine Registrierung unter https://impfzentren.bayern zu erfolgen hat. Es darf sich bereits jeder impfwillige Bürger registrieren, unabhängig von der Priorisierung nach der Coronavirus-Impfverordnung und der jeweiligen Mobilität. Besteht ausnahmsweise keine Möglichkeit zur Internetnutzung, ist auch eine telefonische Registrierung bei der Impfhotline unter der Rufnummer 08031/ 365 8899 möglich. Vorrangig soll die Registrierung jedoch online vorgenommen werden. Sobald Termine verfügbar sind und die jeweilige Priorisierungsgruppe an der Reihe ist, werden die registrierten Personen automatisch per E-Mail bzw. SMS benachrichtigt. Bisher haben sich 68.320 Menschen auf der Registrierungsplattform angemeldet.

Die Impfberechtigung muss am Impftag belegt werden (zum Beispiel mittels eines gültigen Ausweisdokuments oder einer Arbeitgeberbescheinigung). Ein Formblatt für eine Arbeitgeberbescheinigung und eine Bestätigung für enge Kontaktpersonen von schwangeren und nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Personen kann auf der Homepage des Landkreises Rosenheim heruntergeladen werden.

Um Warteschlagen vor dem Impfzentrum zu vermeiden, werden die Bürgerinnen und Bürger mit Termin gebeten, pünktlich zu erscheinen.

Seit dem 1. März können Personen mit seltenen Erkrankungen, die in der jetzigen Impfverordnung wegen ihres relativ seltenen Vorkommens und damit verbundener ungesicherter Evidenz noch nicht berücksichtigt wurden, Anträge bei der neu eingerichteten Bayerischen Impfkommission (www.impfkommission.bayern) einreichen. Diese prüft, ob der Antragsteller mit hoher oder erhöhter Priorität Anspruch auf eine Schutzimpfung gegen COVID-19 hat. Eine Einordnung in die höchste Priorisierungsgruppe ist jedoch nicht möglich.

Fallzahlenentwicklung

Seit dem letzten Wochenbericht vom vergangenen Freitag wurden dem Gesundheitsamt 297 neue Fälle (letzten Freitag: 281) für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 14.039 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 11.031, Stadt: 3.008). Mittlerweile wurde bei mindestens 12.595 Personen eine ‘Genesung’ dokumentiert.

477 Personen (475) sind bis zu diesem Zeitpunkt mit oder an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 424, Stadt: 53).

Von den Verstorbenen waren 15 (15) Personen unter 60 Jahren. 328 (326) Verstorbene waren über oder gleich 80 Jahre alt. Dem Gesundheitsamt wurden zwei Personen gemeldet, die seit dem letzten Wochenbericht verstorben sind. Die Personen waren über oder gleich 80 Jahre alt, sie waren nicht in einem Heim untergebracht.

Bislang wurden dem Gesundheitsamt 482 Fälle (Landkreis 395, Stadt 87) (letzten Freitag: 330) einer bestätigten besorgniserregenden Variante gemeldet. In einem Fall handelt es sich um die südafrikanische Variante (B1.351), über den bereits berichtet wurde, in allen anderen Fällen um die britische (B.1.1.7). Hiervon wurden dem Gesundheitsamt seit dem letzten Wochenbericht 152 Fälle (143) gemeldet.

Alle Fälle sind bei der Gesamtfallzahl von COVID-19-Fällen enthalten, der Anteil der besorgniserregenden Varianten an der Gesamtfallzahl seit dem letzten Wochenbericht beträgt 51,2 Prozent.

103 (103) COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 17 Patienten (18) mit schweren Verläufen auf einer Intensivstation.

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand heute (0 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 138,47 (91,27), für den Landkreis Rosenheim bei 79,98 (85,33) – wir berichteten bereits am Morgen.

Der Altlandkreis (Rosenheimer Gebiet) im Überblick

 

Die Zahlen von vergangener Woche

Die aktuellen Zahlen im Landkreis Rosenheim

 

Der Landkreis Mühldorfer im Überblick




Mühldorf weiter über 100

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf gibt es seit der letzten Statusmeldung vom gestrigen Donnerstag 14 neue bestätigte Corona-Fälle. Im Landkreis Mühldorf liegen damit insgesamt 4.825 bestätigte Fälle vor. Bislang wurden insgesamt 132 Fälle der britischen Virus-Mutation im Screening-Test nachgewiesen, darüber hinaus  gibt es fünf Verdachtsfälle auf die südafrikanische Variante. 4.496 Personen sind insgesamt wieder genesen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell laut RKI  bei 114,8.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf 201 aktive Fälle. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, beträgt 128.

Das aktuelle Infektionsgeschehen lässt sich laut dem Leiter des Gesundheitsamtes,  Dr. Benedikt Steingruber, nicht auf einen einzelnen großen Ausbruch zurückführen. Mit 55 Prozent findet der Großteil der Ansteckungen in der Woche vom 5. bis 11. März im privaten Umfeld statt. 21 Prozent sind auf einzelne Fälle in Betrieben zurückzuführen. Ursächlich für die hohen Infektionszahlen ist seiner Einschätzung nach der Anstieg der britischen Virus-Mutation: „Hier liegt die Quote der nachgewiesenen Fälle in den letzten Wochen mittlerweile bei nahezu 50 Prozent. Diese Variante breitet sich in den Familien und im Umfeld sehr schnell aus.“

Schul- und Kita-Regelungen in der Woche ab Montag, 15. März

Wie bereits mehrfach berichtet:

Nach der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung werden freitags anhand des aktuellen Inzidenzwertes die Regelungen für Schulen und Kitas für die darauffolgende Woche festgelegt. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert liegt am heutigen Freitag  bei 114,8. Daher gelten ab Montag, 15. März, für die gesamte Woche – also unabhängig vom weiteren Verlauf des 7-Tage-Inzidenzwerts – folgende Regelungen:

An den Schulen im Landkreis findet Distanzunterricht statt. Abweichend hiervon findet in den Abschlussklassen aller weiterführenden und beruflichen Schulen sowie der Staatsinstitute für die Ausbildung von Fach- und Förderlehrern Wechsel- beziehungsweise Präsenzunterricht bei einem Mindestabstand von 1,5 Meter auch bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 statt. Im Einzelnen fallen darunter laut Kultusministerium  folgende Abschlussklassen:

 

  • an Mittelschulen und Förderzentren die Jahrgangsstufen 9 und 10 sowie die Vorbereitungsklassen 2, mit Ausnahme der Förderzentren geistige Entwicklung
  • an Förderzentren geistige Entwicklung die Jahrgangsstufe 12 (Abschlussklasse)
  • an Mittelschulen die Deutschklassen der Jahrgangsstufe 9 einschließlich der jahrgangskombinierten Klassen mit Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9
  • an den Realschulen die Jahrgangsstufe 10
  • an den 3-stufigen Abendrealschulen die Jahrgangsstufe 3 und an der 4-stufigen Abendrealschule die Jahrgangsstufe 4
  • an den 3-stufigen und 4-stufigen Wirtschaftsschulen die Jahrgangsstufe 10 sowie an den 2-stufigen Wirtschaftsschulen die Jahrgangsstufe 11
  • an Gymnasien die Jahrgangsstufe 12
  • an den Abendgymnasien und den Kollegs die Jahrgangsstufe III
  • an den Beruflichen Oberschulen die Jahrgangsstufen 12 und 13
  • Abschluss-Jahrgangsstufen an allen sonstigen beruflichen Schulen, in welchen Schülerinnen und Schüler Abschlüsse (einschließlich Kammerprüfungen) erwerben
  • die jeweils betroffenen Schülerinnen und Schüler an den Schulen für Kranke in Abstimmung mit den Kliniken
  • am Staatsinstitut für die Ausbildung von Fachlehrern und am Staatsinstitut für die Ausbildung von Förderlehrern jeweils die Abschlussjahrgänge sowie am Staatsinstitut für die Ausbildung von Fachlehrern auch die Vorabschlussjahrgänge.

 

Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierte Spielgruppen für Kinder sind mit Ausnahme der Notbetreuung geschlossen.

Die Öffnung der Schulen und Einrichtungen ist frühestens wieder ab der darauffolgenden Kalenderwoche möglich. Die Entscheidung hierzu fällt anhand des Inzidenzwertes am kommenden Freitag für die Woche ab dem 22. März.

Mit Stand 12. März sind insgesamt 9.655 Personen mindestens einmal geimpft, davon 3.211 in den Alten- und Pflegeheimen und 6.444 im Impfzentrum. 4.852 Personen haben bereits die zweite und damit abschließende Impfung erhalten.




Ludwig wieder Kandidatin

Klares Votum für die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig: Die beiden Vorstände der CSU-Kreisverbände Rosenheim Stadt und Land sprachen sich im Rahmen der digitalen Kreisvorstandssitzung einstimmig für eine erneute Kandidatur der heimischen Wahlkreisabgeordneten für die Bundestagswahl im September aus und werden diese Empfehlung an die Delegiertenversammlung aussprechen. Die offizielle Nominierung obliegt dann der am 24. April stattfindenden Delegiertenversammlung.

Der Kreisvorsitzende der CSU Rosenheim-Land, Klaus Stöttner, der um die Ge- schlossenheit seiner Ortsverbände weiß, unterstützt die Wiederaufstellung von Daniela Ludwig als starke Stimme der Region in Berlin. „Ich schätze besonders ihre Durchsetzungsstärke, die sie bei vielen Projekten bewiesen hat. Im letzten Jahr hat Frau Ludwig beispielsweise Unterstützung in Höhe von 3,7 Millionen Euro für ein Forschungsprojekts der TH Rosenheim zum Thema „Haus 4.0“ digitale Unterstützung im Alltag für pflegebedürftige Menschen positiv begleiten können, das unserer Region langfristig zu Gute kommen wird.“

Der Vorsitzende des Kreisverbands CSU Rosenheim-Stadt, Herbert Borrmann, be- kräftigt, dass Daniela Ludwig in den vergangenen Jahren wichtige Anliegen der Stadt Rosenheim erfolgreich umgesetzt hat. „Exemplarisch dafür steht die Westtangente, die für unsere Stadt von erheblicher Bedeutung für die Verkehrsentlastung ist. Sehr glücklich sind wir auch darüber, dass wir mit ihrer Hilfe eine millionenschwere Förde- rung für unser Eisstadion bekommen haben. Davon profitiert der Breitensport in der gesamten Region.“

Daniela Ludwig freut sich über die breite Unterstützung: „Ich bedanke mich sehr herz- lich für das große Vertrauen. Unsere Region steht vor großen Herausforderungen, die wir nur gemeinsam bewältigen können. Uns werden die Folgen und die Bewältigung der Covid-19-Pandemie noch länger beschäftigen, und mit dem Brenner-Nordzulauf haben wir ein Jahrhundert-Projekt vor uns. Ich werde auch in Zukunft in ständigem Dialog mit unseren Verantwortlichen vor Ort stehen. Die Nähe zu den Men- schen in meiner Heimat ist mir wichtig. Sie ist die Voraussetzung dafür, die Anliegen der Bürger und der Kommunen erfolgreich in Berlin zu vertreten.“




Für eine bestmögliche Versorgung

Die Pflegebedürftigkeit eines Kindes stellt für Eltern und alle anderen Familienangehörigen nicht nur eine emotionale Belastung und Herausforderung dar, sondern auch eine zeitintensive und komplexe Mammutaufgabe. Es müssen Anträge gestellt, Therapieangebote gefunden und die finanzielle Situation sichergestellt werden. Das Landratsamt Rosenheim bietet in Zusammenarbeit mit der „famPLUS GmbH” ein Online-Seminar an, das als Lotse im Versorgungsdschungel fungieren soll. Es trägt den Titel „Leistungen für beeinträchtigte Kinder mit Pflegebedürftigkeit“. Das Angebot richtet sich an betroffene Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigte und interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Der Online-Vortrag gibt Übersicht und Anleitung, was insbesondere ad hoc, mittel- und langfristig geregelt werden sollte. Er soll eine wertvolle Unterstützung für die Eltern sein, um den Kindern eine bestmögliche Versorgung und somit Entwicklung zu ermöglichen.

 

Stattfinden wird das Online-Seminar am Samstag, 27. März, um 11 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei. Weitere Informationen sowie die Anmeldung ist im Internet unter https://www.famplus.de/webinarkunde/1595333057/635581 zu finden.

 

 




Einkauf in den BRK-Kleiderläden

Aufgrund der aktuellen Lage bietet das Rote Kreuz des Landkreises Rosenheim seinen Kunden ab sofort für die BRK-Kleiderläden in Kolbermoor, Raubling und Wasserburg die Möglichkeit, für Einkäufe und Abgabe von Kleider- und Warenspenden, Termine zu vereinbaren. Interessierte melden sich unter Telefon 08031/353308.




Den dritten Tag über 100

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf gibt es seit der letzten Statusmeldung vom gestrigen Mittwoch 34 neue bestätigte Corona-Fälle. Ursächlich für das aktuelle Infektionsgeschehen sind laut dem Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Benedikt Steingruber, nicht ein einzelnes Ausbruchsgeschehen, sondern mehrere kleinere Infektionsgeschehen, die sich aufsummieren.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf 206 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell  laut RKI bei 119,1.

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis liegt den dritten Tag in Folge über dem Grenzwert 100. Damit treten nach der neuen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung folgende Regelungen ab morgen, Freitag,  0 Uhr in Kraft:

  • Es gilt eine Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr.
  • Kontaktbeschränkungen: Private Treffen sind nur noch zwischen einem Haushalt und einer weiteren Person gestattet. Die zu den Hausständen gehörenden Kinder unter 14 Jahren zählen zur Gesamtzahl nicht mit. Zulässig ist auch die wechselseitige, unentgeltliche, nicht geschäftsmäßige Beaufsichtigung von Kindern unter 14 Jahren in festen, familiär oder nachbarschaftlich organisierten Betreuungsgemeinschaften, wenn sie Kinder aus höchstens zwei Hausständen umfasst. Ehegatten, Lebenspartner und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft gelten jeweils als ein Hausstand, auch wenn sie keinen gemeinsamen Wohnsitz haben.
  • Kontaktfreier Sport unter Beachtung der obengenannten Kontaktbeschränkungen ist erlaubt; Mannschaftssport im Amateurbereich ist nicht erlaubt.
  • Ladengeschäfte: Es gelten die Regelungen vor dem 8. März. Das heißt, Ladengeschäfte mit Kundenverkehr sind geschlossen, Click & Collect ist weiterhin möglich. Ausgenommen von der Schließung sind der Lebensmittelhandel inklusive Direktvermarktung, Lieferdienste, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Pfandleihäuser, Filialen des Brief- und Versandhandels, Reinigungen und Waschsalons, Blumenfachgeschäfte, Gartenmärkte, Gärtnereien, Baumschulen, Baumärkte, der Verkauf von Presseartikeln, Versicherungsbüros, Buchhandlungen, Tierbedarf und Futtermittel und sonstige für die tägliche Versorgung unverzichtbare Ladengeschäfte sowie der Großhandel.
  • Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten sowie zoologische und botanische Gärten sind geschlossen.
  • Außerschulische Bildung, Musikschulen: Instrumental- und Gesangsunterricht in Präsenzform ist untersagt. Angebote der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung sind grundsätzlich in Präsenzform untersagt.

Lockerungen können erst wieder eintreten, wenn die 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen den Wert von 100 unterschreitet.

 

Für Schulen und Kindertageseinrichtungen gelten, wie bereits gestern  bekanntgegeben, noch bis einschließlich Freitag weiterhin Wechsel- beziehungsweise Präsenzunterricht und Betreuung in festen Gruppen. Am morgigen Freitag wird das Landratsamt entsprechend der Neuregelungen der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung anhand der 7-Tage-Inzidenz festlegen, in welcher Form der Unterricht beziehungsweise die Kitabetreuung in der gesamten kommenden Kalenderwoche stattfindet.




Auf der A8 klickten die Handschellen

Am vergangenen Wochenende wurde ein 31-jähriger Mann aus Dessau durch Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim auf der A8 auf Höhe Wasserwiesen angehalten und kontrolliert. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs des 31-jährigen Fahrers und seiner mitgeführten Gegenstände konnten insgesamt knapp 1,5 Kilo Marihuana und zwei Kilo Amphetamin sichergestellt werden. Der 31-Jährige wurde an Ort und Stelle vorläufig festgenommen, wie die Polizei heute meldet.

Das Fachkommissariat für Rauschgiftdelikte der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim übernahm unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein die weiteren Ermittlungen. Die zuständige Staatsanwaltschaft Traunstein stellte aufgrund des Sachverhalts Haftantrag gegen den 31-jährigen Tatverdächtigen. Der zuständige Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl gegen den Beschuldigten, welcher gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt wurde.




„Spuren des Menschseins“

Das Künstlergespräch zur Sonderausstellung „Spuren des Menschseins“ von Andreas Kuhnlein mit Dr. Birgit Löffler wurde neu aufgenommen. Es ist ab sofort auf der Homepage des holztechnischen Museums Rosenheim zu sehen.

Andreas Kuhnlein: „Meine Arbeit geschieht im Bewusstsein eines großen Privilegs, nämlich einer nahezu uneingeschränkten Freiheit unserer Gedanken und Ausdrucksformen. Deshalb bin ich auch zutiefst überzeugt, dass sich der Künstler beziehungsweise die Kunst einer gesellschaftspolitischen Verantwortung weder verweigern kann noch darf.“

Das Museum ist derzeit Corona bedingt nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.




Weiterhin Besuchsverbot

Weiterhin ist es notwendig, dass Besucher der RoMed-Kliniken zum Eigenschutz und Schutz von Patienten und Mitarbeitern während des gesamten Aufenthaltes im Klinikum eine FFP2-Maske tragen. Die Besucher und Patienten der RoMed-Kliniken werden gebeten, eine eigene, neuwertige FFP2-Maske mitzubringen – Notfälle sind natürlich ausgenommen. Für die RoMed Kliniken gilt weiterhin ein Besuchsverbot, nur in Ausnahmefällen wird ein Besuchsschein nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt und der Station ausgestellt.

Außerdem gilt: Besucher mit Besuchsschein müssen zusätzlich einen negativen Corona-Test bei der Eingangskontrolle vorweisen.

  • Ein PCR-Test darf nicht älter als 72 Stunden sein.
  • Eine negative Antigentestung – nicht älter als 24 Stunden – muss von medizinischem Personal oder Apothekenpersonal durchgeführt und bestätigt werden.
  • Vor Ort durchgeführte Antigentestung: Voraussetzung ist, dass der Schnelltest originalverpackt mitgebracht wird, der Test bei BfArM gelistet ist und von den Besuchern selbst unter Aufsicht des Klinikpersonals durchgeführt wird. Der Test ist nur für einen einmaligen Zutritt gültig.

Die RoMed-Kliniken bitten um Verständnis für die strengen Regelungen und um Geduld, wenn es zu Wartezeiten kommt.




Versprechen eingehalten

Bei der Präsentation der Ergebnisse des Raumordnungsverfahrens zum Brenner-Nordzulauf (wir berichteten) hatten sie es versprochen: Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Verkehrsministerin Kerstin Schreyer waren da für einen engeren Austausch mit den Bürgerinitiativen. Gestern nun trafen sich die Bürgerinitiativen mit der Bayerischen Staatsregierung – mit dabei waren auch Landrat Otto Lederer, der Rosenheimer Oberbürgermeister Andreas März sowie Vertreter der Deutschen Bahn zum konstruktiven und sachlichen Austausch, meldet der Verein Brennerdialog Rosenheimer Land am heutigen Morgen …

Alle Beteiligten seien erstaunt gewesen, wie nah doch grundlegende Bewertungen und Ziele zusammenliegen.

Als greifbares Ergebnis wurde eine ausführlichere Analyse der bestehenden Strecke vereinbart, auf der die nächsten 20 Jahre der Bahnverkehr laufen müsse.

.„Als nächster Schritt muss nun eine unabhängige Studie auf den Weg gebracht werden, wie sich Lärm und weitere Belastungen auf der Bestandsstrecke wirksam verringern lassen, damit die Politik eine fundierte Entscheidungsgrundlage hat.“, so Thomas Riedrich vom Brennerdialog.

Logo: Brennerdialog e.V.