Einen Tusch bitte!

Einen Tusch bitte: in einem Landkreis und einer kreisfreien Stadt, in denen die Inzidenz unter der 100 liegt – also so wie aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim – wird ab dem kommenden Montag nun in den Musikschulen wieder Einzelunterricht ermöglicht. Das meldet das bayerische Kabinett um Ministerpräsident Markus Söder am Mittag. Corona hat die musikalische Ausbildung stark eingeschränkt. Auch an den bayerischen Schulen. Mathe unbedingt, Musik – na ja! Weil Musik nicht zu den Kernfächern zählt, fällt der Unterricht seit gefühlt einem Jahr aus. Dabei sollte und darf doch gerade auch die musische Bildung nicht vollends vergessen werden. Dass die Musikschulen wieder öffnen – gut so! Sagen nicht nur die Eltern …

Nach Angaben der Staatskanzlei muss beim Unterricht der Mindestabstand gewahrt und möglichst eine Maske getragen werden, sofern das beim jeweiligen Musikinstrument möglich sei …




Zwölf neue Corona-Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf ist eine weitere Person verstorben, die mit dem Corona-Virus infiziert war. Seit der letzten Statusmeldung vom gestrigen Montag gibt es zudem zwölf neue, bestätigte Corona-Fälle. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf 158 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt einschließlich der neuen Fälle bei 81,1. 

 




Feuerkette gegen Brenner-Nordzulauf!

Rot eingekreist die Demo-Örtlichkeiten: Mit 1000 Feuerstellen wird es am kommenden Samstag, 27. Februar, eine Feuerkette gegen den Brenner-Nordzulauf entlang der geplanten Bahntrassen geben. Das meldet am Mittag der Verein Brennerdialog Rosenheimer Land. Protest trotz Corona wegen zweier geplanter Hochgeschwindigkeitsgleise: In über 30.000 Einwendungen von Bürgern und Gemeinden zum Raumordnungsverfahren war bereits eine „enorme Zerstörung des Natur- und Kulturraums der Region Rosenheim/Inntal” kritisiert und detailliert begründet worden …

Deshalb protestieren die Bürgerinitiativen (siehe Liste weiter unten stehend) am Samstag mit einer Feuerkette von Ostermünchen bis nach Kiefersfelden. Um 18.15 Uhr sollen entlang der geplanten Bahntrassen – unter strenger Einhaltung der Corona-Regeln – 1000 kleine Feuer mit ausreichend Abstand brennen.

Die erheblichen Eingriffe in Natur, Landschaft und Wirtschaft werden zwar im Raumordnungsverfahren benannt, aber nämlich einem „übergeordneten Zweck einer neuen Bahnstrecke untergeordnet”, so die Initiativen unisono.

Menschen und Politikern der Region sei es völlig unverständlich, dass eine neue Bahntrasse gebaut werden solle, obwohl der Bedarf nicht begründet sei, die bestehende Bahnstrecke nur zu 50 Prozent ausgelastet sei und mit einer Modernisierung der Strecke 99 Prozent der geforderten 400 Züge zum Brennertunnel fahren könnten.

Brennerdialog Rosenheimer Land e. V. steht
in Kooperation mit:

Bad Feilnbach
Bürgerinitative Bad Feilnbach
Contra Brenner-Nordzulauf

Brannenburg
Inntalgemeinschaft Brannenburg

Brannenburg Flintsbach
Bürgerforum Inntal
OV Brannenburg Flintsbach

Großkarolinenfeld
BI Großkaro & Umgebung

Kolbermoor
Bürgerinitiative Kolbermoor

Langkampfen (Tirol)
BI Langkampfen

Neubeuern
Bürgerforum Inntal OV Neubeuern

Nußdorf
Bürgerinitiative Nußdorf

Pang
Wasen nicht verBRENNERN

Prutting
Brennerdialog Prutting

Raubling
Bürgerforum Inntal OV Raubling

Riedering
Pro Riedering – brenna tuats

Rohrdorf
Bürgerinitiative Rohrdorf

Rosenheim
BUND KG Rosenheim

Rosenheim Nord
Bürgerinitiative BrennerRO

Rosenheim Süd
IG Süd e. V.

Stephanskirchen
Brennerdialog Rosenheimer Land e. V.

Vogtareuth
SG Hofstätter- und Rinser See

 

 

 

 




Livestream zum Weltfrauentag

Zum Weltfrauentag am Montag, 8. März, 19 Uhr, organisieren die DGB-Frauen Rosenheim einen Livestream mit  Elke Hannack, Stellvertretende Vorsitzende 
des DGB-Bundesvorstands. Geboten wird ein virtueller Rundgang
durch die jährlich stattfin
denden Infostände. Zum Livestream gelangt man über die Webseite oberbayern.dgb.de oder über YouTube „DGB Region Oberbayern“




… und jetzt der Mutant

Trotz des seit über zwei Monaten so strengen Lockdowns: Erneut gestiegen ist im Landkreis leider die Zahl der Corona-Neuinfizierten mit nun wieder 60,5 Fällen in der Inzidenz. Auch ein weiterer Corona-Todesfall wird über Nacht vom RKI am heutigen Dienstagmorgen im Kreisgebiet gemeldet. Es ist der 420. Verstorbene. Große Sorge herrscht darüber, dass sich die so ansteckende, britische Virus-Mutation im Landkreis weiter verbreitet. Gestern hatten sich 62 Verdachtsfälle als Mutation bestätigt (wir berichteten). Auch die Stadt Rosenheim entfernt sich wieder weiter weg von der für Lockerungen so entscheidenden, ersehnten Zahl 35 …

Die Inzidenz ist hier heute über der 50 – bei 51,9 Fällen.

Der Nachbar-Landkreis Traunstein liegt sogar bei 91,4 Fällen am heutigen Morgen.

Wie bitter es kommen kann, bekommen die Schüler der Stadt Nürnberg zu spüren: Nach nur einem Tag Präsenzunterricht müssen die Schulen und Kitas ab heute wieder schließen.

Grund ist die Inzidenz in Nürnberg, die seit gestern wieder über 100 liegt. Dieser Trend zu steigenden Fallzahlen sei vergangene Woche, als die Öffnung beschlossen worden war, nicht absehbar gewesen. Erst über das vergangene Wochenende habe sich die Lage in Nürnberg kritisch entwickelt. Mit sinkenden Fallzahlen sei derzeit nicht mehr zu rechnen, meldet die Stadt.

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„Lassen ältere Bürger nicht im Stich”

Für alle Bad Aiblinger Bürger steht ab sofort ein Fahrdienst zu Corona-Impfungen nach Rosenheim zur Verfügung. Das Angebot gilt für solche Personen, die aufgrund der gesetzlichen Vorgaben nicht von der Krankenkasse befördert werden und die Fahrt nicht selst oder durch Angehörige bewerkstelligen können.

Das Angebot richtet sich deshalb insbesondere an Personengruppen über 60 Jahre. Die Krankenkassen befördern ihre Versicherten bei außergewöhnlicher Gehbehinderung, bei Blindheit und Hilflosigkeit, den Pflegegraden 4 und 5 sowie Pflegegrad 3 mit Mobilitätsbeschränkungen. In den Schwerbehindertenausweisen sind erstere Merkmale mit aG, BL oder H eingetragen.

 

Haben Bürger keine Möglichkeit nach Rosenheim zu einem Impftermin zu kommen, können sie sich zentral unter 08061/4901-406 zu einer Fahrt anmelden. Sie werden dann zuhause abgeholt und nach erfolgter Impfung wieder zurückgebracht.

 

Bad Aiblings Erster Bürgermeister Stephan Schlier erklärt hierzu: „Dem Referenten für Senioren, Dieter Bräunlich und mir ist es ein großes Anliegen, unsere älteren Mitbürger nicht im Stich zu lassen und ihnen unkompliziert und unbürokratisch zu helfen, wenn sie selbst keine Fahrtmöglichkeit zum Impfzentrum nach Rosenheim haben.“ Er begrüße es sehr, dass die ehrenamtliche Initiative „Brot und Rosen“ und die Stadt weiterhin Hand in Hand Hilfestellungen in der Corona-Pandemie anbieten können.

 

Unterstützt wird das Projekt nämlich auch durch die Initiative „Brot und Rosen“, unter der Leitung von Anton Betzl die ebenfalls diese Fahrten anbietet und bei Bedarf der Stadt zur Seite steht.

 




62 Fälle der britischen Mutation entdeckt

In Stadt und Landkreis Rosenheim gibt es insgesamt nun 74 Fälle der britischen Mutation des Corona-Virus. Das meldet das Landratsamt am heutigen Montagnachmittag. Zwölf Fälle fallen auf die kreisfreie Stadt Rosenheim, 62 Fälle auf den Landkreis. Diese Fälle galten bis zum Wochenende noch als Verdachtsfälle.

Neben den nun bestätigten 74 Fällen der britischen Mutation des Corona-Virus (B1.1.7) gibt es bisher nur einen bestätigten Fall der südafrikanischen Variante (B1.351) in der Region. Die brasilianische Mutation wurde bislang nicht nachgewiesen, so die Behörde heute.

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat am Wochenende aufgrund neuer Erkenntnisse des Referenzlabors an der Charité in Berlin das Vorgehen bei Verdachtsfällen der britischen Mutation angepasst. Demnach reicht nun die variantenspezifische PCR-Testung (kurz: vPCR-Testung) als Bestätigung für die britische Variante des Corona-Virus aus. Eine sich sonst anschließende, aufwändige Gesamtgenomsequenzierung ist hier nicht mehr notwendig.

Das Labor an der Charité hat herausgefunden, dass es bei der britischen Mutation des Corona-Virus zwei eindeutige Genveränderungen gibt, die ausschließlich bei dieser Variante vorkommen. Werden diese Genveränderungen bei der vPCR-Testung erkannt, reicht dies als Identifikation der britischen Variante (B1.1.7.) aus.

Für den Nachweis der südafrikanischen sowie der brasilianischen Varianten ist weiterhin eine Gesamtgenomsequenzierung notwendig.

Am bisherigen Vorgehen der Infektionsschutzmaßnahmen durch das Rosenheimer Gesundheitsamt ändert sich nichts. Für Verdachtsfälle sowie bestätigte Fälle einer Mutation galten bereits strengere Maßnahmen.

Neben einer 14-tägigen häuslichen Quarantäne, die nicht verkürzt werden konnte, war für die Beendigung der Quarantäne zusätzlich ein negatives Testergebnis erforderlich. Die verpflichtende 14-tägige Quarantäne galt auch für die Kontaktpersonen der Kategorie I.  

 

 




Nigerianer muss in Untersuchungshaft

Die Rosenheimer Bundespolizei hat am gestrigen Sonntag einen Nigerianer in Untersuchungshaft gebracht. Er war bei Grenzkontrollen nahe Mittenwald gestoppt worden. Der Afrikaner wird beschuldigt, mit seinem Pkw zwei nigerianische Staatsangehörige illegal über die deutsch-österreichische Grenze befördert zu haben.

In den frühen Morgenstunden überprüften Bundespolizisten am Grenzübergang Mittenwald-Scharnitz die Insassen eines Autos mit italienischen Kennzeichen. Der Mann am Steuer des Wagens legte seinen nigerianischen Reisepass und eine abgelaufene italienische Aufenthaltserlaubnis vor. Die beiden weiteren Mitfahrer, die wohl ursprünglich ebenfalls aus Nigeria stammen, hatten keine gültigen Papiere für die Einreise und den beabsichtigten Aufenthalt in der Bundesrepublik dabei. Für die Fahrt von Italien nach München waren laut Aussage einer 25-Jahre alten Mitreisenden 500 Euro fällig geworden. Wegen des Verdachts des Einschleusens beziehungsweise der versuchten unerlaubten Einreise wurden alle Personen zu zuständigen Bundespolizeiinspektion nach Rosenheim gebracht.

Dort stellte sich heraus, dass der 46-jährige Fahrzeugführer in der Vergangenheit unter anderem bereits wegen Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung polizeilich in Erscheinung getreten war. Die Ermittler der Bundespolizei gehen auch im aktuellen Fall von einer geplanten Schlepper-Tour aus.

 

Der Afrikaner musste auf richterliche Anordnung hin die Untersuchungshaft antreten. Bundespolizisten brachten den Festgenommenen in ein Münchner Gefängnis. Er wird sich voraussichtlich schon bald wegen Einschleusens von Ausländern verantworten müssen. Den mutmaßlich Geschleusten verweigerte die Bundespolizei die Einreise. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden sie den österreichischen Behörden überstellt.

 




Motorradunfall: So hilft man richtig

Notfallsituation Sanitäter versorgen nach einem Unfall. Patient wird angesprochen, vorbereiten der Helmabnahme, Hilfe leisten, Ruhe bewahren

Das frühlingshafte Wetter hat am vergangenen Wochenende viele Motorradfahrer auf die Straße gelockt. Noch vor dem eigentlichen Saisonstart zum 1. März, wenn viele Saisonkennzeichen an Motorrädern wieder gelten, kam es im Chiemgau und anderen Regionen Oberbayerns  zu den ersten schweren Motorradunfällen. Gerade zum Anfang der Motorradsaison sind die Gefahren enorm.

Uli Rubner von der Johanniter-Motorradstaffel erklärt: „Autofahrer müssen sich nach den Wintermonaten erst wieder an die leicht zu übersehenden Motorräder gewöhnen. Zudem steht derzeit die Sonne noch recht tief, sodass Verkehrsteilnehmer geblendet werden und die Biker schlicht übersehen. Man sollte jetzt noch genauer hinschauen, ein Schulterblick beim Spurwechsel kann beispielsweise viele Unfälle vermeiden. Ganz wichtig ist, dass Autofahrer vor dem Abbiegen oder beim Spurwechsel rechtzeitig blinken. Für Motorrad- wie Autofahrer gilt: Auf kurvigen Straßen unbedingt auf der eigenen Spur bleiben.”

 

Typische Verletzungen bei Motorradunfällen sind Knochenbrüche, schwere Hautabschürfungen oder Nervenverletzungen, die zu Lähmungen führen können. Deswegen sollte jeder Motorradfahrer immer geeignete Schutzkleidung tragen. „Eine normale Jeans bietet bei einem Unfall kaum mehr Schutz als die nackte Haut. Wichtig ist, dass die Protektoren richtig und fest sitzen. Das Schuhwerk sollte auch die Knöchel schützen“, so der Experte der Johanniter.

 

 

Helm muss bei Bewusstlosigkeit von Ersthelfern abgenommen werden

Wenn es trotz aller Vorsicht zu einem Motorradunfall kommt, muss ein Ersthelfer zunächst die Unfallstelle absichern. Dann ist es zwingend nötig, dass er dem Motorradfahrer bei Bewusstlosigkeit den Helm abnimmt. Nur so kann gewährleistet werden, dass der Verletzte nicht an Erbrochenem oder seinem eigenen Blut erstickt. Ist eine weitere Person am Unfallort, sollte diese assistieren, indem sie Hals und Kopf waagerecht hält. Anschließend sollte der Verunglückte in die stabile Seitenlage gebracht werden, auch wenn er an der Wirbelsäule verletzt sein könnte. Dann wird die Notrufnummer 112 gewählt.

 

Wer so handelt, rettet Leben. Die Johanniter empfehlen daher eine regelmäßige Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse. Unterwww.johanniter.de/wasserburg gibt es weitere Infos und Kurstermine.

 

 

Die Tipps im Überblick

 

Für Motorradfahrer:

 

• Gewissenhafte Funktionsprüfung des Motorrads (z.B. Reifenluftdruck) zum Saisonstart

• Nie ohne komplette Schutzkleidung (auch für den Sozius) auf die Straße

• Kühlen Asphalt und dadurch verminderte Griffigkeit bei Kurvenfahrten bedenken

• Besonders auf Fahrbahnverschmutzung und Straßenschäden achten

• Auf kurvigen Strecken in der eigenen Spur bleiben

• Erste-Hilfe-Kenntnisse durch einen Kurs auffrischen und üben

 

Für Autofahrer:

 

• Schulterblick vor dem Spurwechsel

• Vor dem Abbiegen und beim Spurwechsel frühzeitig blinken

• Lieber zweimal schauen: Motorräder sind schmal und werden oft übersehen

• Besonders vor dem Wenden, Ausscheren und Abbiegen auf überholende Motorräder achten

• Auf kurvigen Strecken in der eigenen Spur bleiben

• Erste-Hilfe-Kenntnisse durch einen Kurs auffrischen und üben

 

 

Video-Tipp: Eine Kurzanleitung zur richtigen Helmabnahme gibt es unter https://t1p.de/helm




Neue, kostenlose Rufnummer

Hilfe in seelischer Not rund um die Uhr: Der Krisendienst Psychiatrie Oberbayern ist ab 1. März unter dieser neuen, kostenlosen Rufnummer 0800 / 655 3000 erreichbar. Die Nummer ist bayernweit geschaltet. Die Anrufenden werden automatisch zu der für ihren Aufenthaltsort zuständigen Leitstelle weitergeleitet. Der Krisendienst Psychiatrie Oberbayern ist damit Teil des Netzwerks Krisendienste Bayern, das am 1. März ebenfalls an den Start geht.

„Mit der kostenlosen und bayernweit einheitlichen Rufnummer bauen wir Barrieren ab“, sagte Bezirkstagspräsident Josef Mederer. „Es ist mir ein Herzensanliegen, dass der Krisendienst auch für Menschen, bei denen das Geld knapp ist, kostenfrei und schnell erreichbar ist. Wir erfüllen damit eine wichtige Forderung der Selbsthilfe psychiatrieerfahrender Menschen und der Angehörigen psychisch Kranker. Auch die am Krisennetzwerk beteiligten Einrichtungen und Dienste begrüßen diesen Schritt.“

 

Mit dem 1. März wird der Krisendienst Psychiatrie Oberbayern Teil des Verbundes Krisendienste Bayern (www.krisendienste.bayern). Der Freistaat Bayern verfügt damit flächendeckend als erstes Bundesland über sieben regional auf Bezirksebene gegliederte psychiatrische Krisendienste, die über eine einheitliche Nummer erreichbar sind. Die Anrufe kommen automatisch bei der für ihren Aufenthaltsort zuständigen Leitstelle an. Die Kosten der Leitstellen finanziert der Freistaat Bayern. Die Bezirke hingegen übernehmen die Kosten für die Rund-um-die-Uhr-Hilfe vor Ort. Der Bezirk Oberbayern stellt dafür Mittel in Höhe von rund 14 Millionen Euro pro Jahr bereit.

 

Bezirkstagspräsident Mederer sagte dazu: „Jeder Cent ist bestens investiert. Endlich gibt es für ganz Bayern ein Notrufsystem für Menschen in seelischen Krisen, das vergleichbar ist mit dem Krisendienst Psychiatrie Oberbayern. Mit der Integration unseres Netzwerkes in die Krisendienste Bayern kommt ein langer und nicht immer einfacher Prozess erfolgreich zum Abschluss.“ Der Bezirkstagspräsident sprach von einem „Meilenstein für die Versorgung von Menschen in psychischen Krisen“. Mederer sagte: „Niemand muss künftig in Bayern eine seelische Notlage allein durchstehen.“

 

Die Leitstelle ist täglich rund um die Uhr erreichbar. Ihre Mitarbeitenden hören zu, fragen nach und suchen mit den anrufenden Menschen nach Wegen aus der Krise. Mobile aufsuchende Einsatzteams unterstützen bei Bedarf Menschen in schweren Notlagen mit Hausbesuchen. Die mobilen Krisenteams sind seit 1. Februar in der Region Ingolstadt, in Stadt und Landkreis München sowie Stadt und Landkreis Rosenheim rund um die Uhr an 365 Tagen im Einsatz. Ab Sommer 2021 gibt es die mobile aufsuchende Hilfe in ganz Oberbayern. „Krisen können zu jeder Tages- und Nachtzeit, an Wochenenden und Feiertagen auftreten. Sie richten sich nicht nach Öffnungszeiten von Arztpraxen und Beratungsdiensten“, sagte Mederer. „Die Rund-um-die-Uhr-Hilfe vergleichbar mit dem Notruf für somatische Erkrankungen ist unverzichtbar, um Menschen in seelischen Krisen zu entlasten.“

 

Klar geregelt ist beim Krisendienst auch die Zusammenarbeit mit der Polizei. Es ist vereinbart, dass die Polizei bei kritischen Notlagen wie Suizidgefährdungen den Krisendienst Psychiatrie Oberbayern hinzuzieht. Durch die frühzeitige Deeskalation mit Hilfe der aufsuchenden Krisenteams lassen sich Zwangseinweisungen in psychiatrische Kliniken vermeiden. „Blaulichteinsätze von Polizei und Rettungsdienst sind für Menschen, die rasche qualifizierte Unterstützung brauchen, nicht hilfreich“, sagte Mederer. „Der Krisendienst Psychiatrie begleitet die Betroffenen fachlich hochkompetent durch die Krise, entspannt die Situation und bietet Lösungen in scheinbar ausweglosen Situationen an.“

 

Die Leitstelle hatte 2020 rund 30.000 Telefonkontakte. Die aufsuchenden Teams führten 1.900 mobile Einsätze durch.




Fünf neue Corona-Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf gibt es seit der letzten Statusmeldung vom gestrigen Sonntag fünf neue bestätigte Corona-Fälle. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf 159 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell laut RKI bei 75,9.

 




Geradezu märchenhaft

Geradezu märchenhaft war die Abendstimmung zum Ausklang des gestrigen, so sonnigen Sonntags im Landkreis. Wie die schöne Aufnahme unseres Fotografen Rainer Nitzsche zeigt, präsentierte sich die Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ in Törwang am Fuße der Berge vor einem einem hell-goldenen Licht …

Foto: Rainer Nitzsche




Bergretter im Einsatz

Am Samstag und Sonntag wurden die Einsatzkräfte der Bergwacht Rosenheim-Samerberg zu Unfällen im Feichteckgebiet gerufen. Am Samstag zog sich ein 30-jähriger Wanderer im Bereich des Feichteck-Jagdhauses eine Verletzung am Unterschenkel zu. Am Sonntag ging es zur Pölcher Alm. Dort hatte sich eine 50-jährige Patientin am Sprunggelenk verletzt. Beide Patienten konnten durch die Bergretter erstversorgt und sitzend  bis zur Wagner Alm abtransportiert werden.

Anschließend wurden die Patienten mit dem Rettungsfahrzeug ins Tal zur Übergabe an den Rettungsdienst gebracht.

Text und Fotos: Bergwacht Rosenheim-Samerberg




Ehemann verletzt seine Frau schwer

Am Samstagabend wurde eine 51-jährige Frau von ihrem getrennt lebenden Ehemann in ihrer Wohnung angegriffen und schwer verletzt. Die Kriminalpolizei Rosenheim übernahm umgehend die Ermittlungen. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft.

Gegen 19 Uhr gingen bei der Einsatzzentrale mehrere Notrufe über einen lautstarken Familienstreit in der Salinstraße in Rosenheim ein. Nachdem bekannt wurde, dass eine Frau lautstark um Hilfe schrie, wurde ein Großaufgebot an polizeilichen Einsatzkräften sowie des Rettungsdienstes zu einem Wohnhaus beordert. In einer Wohnung fanden die Einsatzkräfte eine schwer verletzte weibliche Person auf. Die 51-jährige Frau gab an, von ihrem getrennt lebende Ehemann angegriffen und verletzt worden zu sein. Sie musste nach sofortiger medizinischer Erstversorgung schwer verletzt ins Krankenhaus transportiert werden.

 

Mehrere Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Rosenheim sowie der umliegenden Dienststellen fahndeten im Stadtgebiet nach dem Tatverdächtigen und konnten diesen wenig später in einer Grünanlage antreffen und vorläufig festnehmen. Die Kriminalpolizei Rosenheim übernahm umgehend unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein, Zweigstelle Rosenheim, die Ermittlungen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes.

 

Auf Grund des derzeitigen Ermittlungsstands besteht der dringende Verdacht, dass der 53-jährige Ehemann seiner getrennt lebenden Frau die schweren Verletzungen zufügte, da er diese töten wollte. Der Mann wurde im Laufe des heutigen Sonntag auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der einen Haftbefehl eröffnet. Er wurde im Anschuss in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

 




15 neue Corona-Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf gibt es seit der letzten Statusmeldung vom gestrigen Samstag 15 neue bestätigte Corona-Fälle. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf 156 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell laut RKI bei 86,3.




Elf neue Corona-Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf sind zwei weitere Personen verstorben, die mit dem Corona-Virus infiziert waren. Seit der letzten Statusmeldung vom gestrigen Freitag gibt es elf neue bestätigte Corona-Fälle. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf 147 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell laut RKI bei 75,1.




Virus zurück bei den Klostermäusen

Vor zwei Wochen war entschieden worden, dass es eine Zeit lang keine Notbetreuung mehr geben wird: Nachdem beim Kindergarten Klostermäuse in der Gemeinde Tuntenhausen zuvor gleich sieben Corona-Fälle offiziell registriert worden waren (wir berichteten), wurde er im Lockdown ganz geschlossen. Nun aber musste das Landratsamt gestern von dort erneut einen Corona-Fall melden. Alle Kontaktpersonen seien in Quarantäne …

Foto / Logo : Kita Tuntenhausen




Ab Montag rein in Kufsteiner Schule

Rund 80 Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis, die in Kufstein in das Gymnasium gehen, können ab dem kommenden Montag dort am Präsenzunterricht teilnehmen. Dem Antrag der Schulleitung auf Befreiung der Quarantänepflicht für die bayerischen Schüler hat das Landratsamt Rosenheim entsprochen.

Zudem kümmert sich das Landratsamt um die Schülerbeförderung. Die rechtliche Prüfung ergab, dass eine grenzüberschreitende Beförderung zulässig ist, wenn ausschließlich Personen mit Wohnsitz und Aufenthaltsrecht in Deutschland befördert werden. Das ist sichergestellt, weil der Schulbus nicht Teil einer öffentlichen Buslinie ist.

Die Schülerbeförderung wird bei der Bundespolizei angezeigt.

Die Schülerinnen und Schüler müssen regelmäßig getestet werden. Gleiches gilt für den Busfahrer. Als Arbeitskraft im Verkehrssektor fällt er unter eine systemrelevante Berufsgruppe.

Bei allen ist eine digitale Einreiseanmeldung und ein negativer COVID-Test erforderlich, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Die Rosenheimer Verkehrsgesellschaft beauftragte die Firma Busreisen Astl mit der Schülerbeförderung.




„Suchen keinen schnellen Applaus”

Lieber einen klugen Pfad gehen, statt überstürzt zu öffnen und in eine dritte Welle zu rennen: Beim virtuellen Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Ministerpräsident Markus Söder und etwa 100 bayerischen Landräten wie Oberbürgermeistern herrschte am heutigen Freitagmittag eher große Einigkeit. Die Kanzlerin habe aber trotzdem viel mitgeschrieben, wie es danach aus dem Teilnehmer-Kreis hieß. Geduld sei jedenfalls erst einmal weiterhin angesagt: Entschieden wird offenbar wie geplant in knapp zwei Wochen am Mittwoch, 3. März. Keine grundsätzlichen Zweifel am Corona-Kurs von Bund und Ländern, keine konkreten Öffnungspläne: So hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder den Verlauf der Videoschalte zusammengefasst …

… an der auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn teilnahm, meldet der Bayerische Rundfunk.

Söder sprach von einer sehr positiven Gesprächsrunde. Zwar entwickeln sich laut ihm die Corona-Infektionszahlen in Bayern positiv – allerdings wolle man weiterhin nichts überstürzen. Man suche keinen schnellen Applaus, um kurzfristigen Stimmungen nachzugehen, sagte Söder. Laut ihm sollen Kommunen, die tagelang den Inzidenzwert von 35 unterschreiten, genehmigte Lockerungen auch nicht sofort wieder zurücknehmen müssen, wenn sie an einem Tag wieder knapp über der Schwelle von 35 liegen.

Es sei grad eine hochsensible Phase: Er verwies auf den bayernweiten aktuellen Inzidenzwert von 54, aber auch auf einzelne Corona-Hotspots im Freistaat und einen steigenden Anteil ansteckenderer Mutationen bei den Neuinfektionen.

Bei den Lockerungen habe für sie die Schule weiterhin Priorität, sagte Merkel laut Angaben aus Teilnehmerkreisen, wie der BR berichtet. Danach könnten dann weitere Öffnungen in den Bereichen Einzelhandel, Veranstaltungen, Kultur und Sport klug kombiniert werden.

Auch laut Söder liegt die Priorität bei den Schulen – so könnten etwa Grundschüler bei sehr günstigen Zahlen bald wieder komplett in den Präsenzunterricht gehen. Bei einem stabilen Inzidenzwert unter 35 werde es auch beim Handel Öffnungen geben, betonte der Ministerpräsident. In der heutigen Videokonferenz habe niemand etwa die sofortige Öffnung der Gastronomie gefordert. Auch habe keine Wortmeldung grundsätzlich in Frage gestellt, was das Land da gerade tue.

in den kommenden Tagen werde Bayern bis Anfang März ein flexibles Instrumentarium entwickeln, besser als einen starren Stufenplan. Dann gebe es auch noch Chancen für einen Osterurlaub in diesem Jahr. Ostern sei noch völlig offen. Der Osterurlaub entscheide sich in den nächsten drei Wochen – das wäre dann Mitte März.

Auch der Präsident des bayerischen Landkreistags, Christian Bernreiter, sprach gegenüber dem BR von einem sehr offenen Austausch. Merkel habe sehr viel mitgeschrieben. Strategien für Öffnungen, Impfen und Testen sowie die finanzielle Unterstützung für die Kommunen – das waren für Bernreiter nach eigenen Angaben die wichtigsten Punkte. Es gehe bei der Öffnungsstrategie darum, Freiheit Stück für Stück zurückzugeben.

Das Wie ist eine Gratwanderung …

Das Robert-Koch-Institut ist derweil alarmiert: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen sinkt nicht mehr richtig weiter. Wissenschaftler und die Politik betrachten das mit Sorge. Möglichweise wird das Personal in Schulen und Kitas deshalb jetzt früher geimpft, hieß es heute zuvor bei einer Bundespressekonferenz.

Der Präsident des RKI, Lothar Wieler, spricht so gut wie immer in der derselben Tonlage. Ruhig und fest in der Stimme, aber klar und deutlich im Inhalt. Wenn er die Entwicklungen der vergangenen Tage und Wochen auswertet, sieht er Deutschland an einem Wendepunkt: Die Infektionszahlen stagnierten auf einem Niveau, das immer noch zu hoch sei.

Gleichzeitig steige der Anteil der britischen Virus-Mutation massiv. Das mache die Bekämpfung der Pandemie noch schwieriger. All das berichtet Wieler in sachlichem Ton, und doch macht er die Gefahr, die von den Virus-Mutanten ausgeht, deutlich.

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht den steigenden Anteil der britischen Virus-Variante mit Sorge, die Seitwärtsbewegung der Fallzahlen mahne zur Vorsicht, sagte Spahn. Man dürfe Erreichtes nun nicht verspielen, warnte der Gesundheitsminister, auch wenn das Ende des Lockdowns so sehr greifbar erscheine.

Quelle: BR

 




Zehn neue Corona-Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf gibt es seit der letzten Statusmeldung vom gestrigen Donnerstag zehn neue bestätigte Corona-Fälle. Im Landkreis liegen damit insgesamt 4.464 bestätigte Fälle vor. Bislang wurden insgesamt fünf Fälle der britischen Virus-Mutation und zwei Fälle der südafrikanischen beziehungsweise brasilianischen Mutation im Screening-Test gefunden.

4.196 Personen sind insgesamt wieder genesen. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf 148 aktive Fälle. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, beträgt 120. Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell laut RKI bei 75,9.

Mit Stand gestern sind im Landkreis Mühldorf 4.901 Personen mindestens einmal geimpft, davon 1.704 in den Alten- und Pflegeheimen und 3.197 im Impfzentrum. 2.795 Personen haben bereits die 2. und damit abschließende Impfung erhalten.




Deutlich weniger Verkehrsunfälle

Das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd hat heute die Verkehrsunfallbilanz für das Jahr 2020 vorgelegt. Der Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums umfasst die kreisfreie Stadt Rosenheim sowie die neun Landkreise Rosenheim, Miesbach, Berchtesgadener Land, Traunstein, Altötting, Mühldorf, Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen. Zusätzlich sind im Bereich der Landkreise Starnberg, Erding und München sowie der Landeshauptstadt München knapp 60 Autobahnkilometer als Übertragungsbereich zu betreuen. Insgesamt summiert sich das Straßennetz auf eine Länge von 15.500 Kilometern.

1.246.970 Kraftfahrzeuge waren zum Stichtag 31. Dezember 2020 im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums zugelassen. Dies entspricht einer Steigerung von 2,5 Prozent beziehungsweise 30.603 Fahrzeugen im Vergleich zum Vorjahr (31. Dezember 2019).

 

Gesamtentwicklung

Mit insgesamt 33.492 Verkehrsunfällen ist 2020 ein deutlicher Rückgang der Verkehrsunfall-Zahlen festzustellen. Dies betraf alle Unfallgruppen, also sowohl Unfälle mit Personenschaden als auch Unfälle mit Sachschaden.

Mit 78 Verkehrstoten kamen 2020 im Straßenverkehr zehn Personen weniger ums Leben als noch im Jahr zuvor (88).

Überhöhte beziehungsweise nicht angepasste Geschwindigkeit ist für mehr als ein Drittel der Verkehrsunfalltoten ursächlich.

Während es bei den jungen Erwachsenen, Senioren, Fußgängern und Schulwegunfällen eine erfreuliche Entwicklung gibt, ist bei Unfällen mit Beteiligung eines Rad- Pedelec- oder Motorradfahrers 2020 eine teils deutliche Steigerung festzustellen.

 

Auf den Straßen und öffentlichen Verkehrsflächen im Schutzbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd ergab sich bei der Gesamtunfallentwicklung ein Rückgang um 16,6% von 40.182 auf 33.492 Unfälle. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Sachschaden/Anzeige verringerte sich ebenso von 11.533 auf 9.142 (- 20,7%) wie die Anzahl der Kleinunfälle von 22.858 auf 18.829 (- 17,6%). Bei den Kleinunfällen sind 6.874 Wildunfälle enthalten (Vorjahr 7.241; – 5,1%).

Auch die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden ging um 4,7% auf 5.521 zurück. Verletzt wurden dabei 6.975 Personen (- 9,1%), getötet wurden 78 Personen (Vorjahr 88; – 11,4%).

Die Unfallfluchten reduzierten sich deutlich um 20,7% auf 6.625 Unfälle.

 

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden verringerte sich um 4,7% auf 5.521. Verletzt wurden dabei 6.975 Personen (- 9,1%). Sowohl die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden als auch die dabei verletzten Personen markieren den niedrigsten Wert in den letzten 10 Jahren.

Mit 78 Personen wurden bei Verkehrsunfällen weniger Verkehrsteilnehmer tödlich verletzt (2019: 88; – 11,4%).

 

Hauptunfallursachen

Insbesondere bei Unfällen mit tödlichem Ausgang spielte überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit die größte Rolle. 28 Personen und damit mehr als ein Drittel der Verkehrstoten verloren im Straßenverkehr ihr Leben, weil zu schnell gefahren wurde. Raserei war zudem für 1.220 zum Teil schwerverletzte Verkehrsteilnehmer verantwortlich.

Bei der Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im Bereich Alkohol am Steuer ist ein leichter Rückgang auf 591 Unfälle zu verzeichnen. Die Alkoholbeeinflussung gehört aber nach wie vor zu den Hauptursachen bei schweren Unfällen mit Verletzten oder Getöteten. 13 Personen starben und 338 erlitten Verletzungen, weil betrunkene Fahrer am Steuer saßen.

 

Hauptrisikogruppen

Bei der Zahl der getöteten Radfahrer ist eine Zunahme von 13 auf 14 festzustellen (+ 7,7%). Zudem wurden auch deutlich mehr Radfahrer verletzt (2.430; + 23,7%). Die Anzahl der Radfahrer als Unfallbeteiligte erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich (2.756; + 21,7%).

Bemerkenswert ist hier die erhebliche Zunahme von beteiligten Pedelecs von 323 im Vorjahr auf 584 (+ 80,8%) sowie bei diesen Verkehrsunfällen verletzte Personen von 298 auf 537 (+ 80,2%). Die Zahl der Getöteten sank dagegen von 5 auf 3.

Fußgänger waren dagegen wieder weniger an Verkehrsunfällen beteiligt (Abnahme von 519 auf 447; – 10,4%) und es wurden weniger Personen verletzt (Rückgang um 26,4% von 397 auf 292). Die Zahl der getöteten Fußgänger entwickelte sich ebenfalls positiv (Abnahme von 11 auf 4).

Zu den Hauptrisikogruppen zählen auch Motorradfahrer. 939 Biker waren in einen Verkehrsunfall verwickelt (Vorjahr 999, – 6,0%). Dabei wurden 798 Fahrer bzw. Mitfahrer verletzt (-6,7%). Getötet wurden hier 23 Personen (Vorjahr 21). Hauptunfallursache in diesem Bereich ist nach wie vor nicht angepasste bzw. überhöhte Geschwindigkeit.

Die Zahl der Schulwegunfälle sank gegenüber dem Vorjahr von 68 auf 37. Die Anzahl der dabei verletzten Schüler verringerte sich von 126 auf 62 (davon 56 „nur“ leicht verletzt). Die Zahl an leicht Verletzten resultiert zum Teil aus zwei Unfällen mit Schulbussen, bei denen 5 bzw. 19 Schulkinder leicht verletzt wurden. Getötet wurde kein Kind auf dem Schulweg.

Der Trend bei den unfallbeteiligten Senioren (65 Jahre und älter) ist sowohl bei der Gesamtunfallzahl (3.604 Unfälle; Vorjahr 4.357), als auch bei den dabei verletzten (1.124 Verletzte, Vorjahr 1.185) und getöteten Senioren (23 Getötete; Vorjahr 27) rückläufig.

Bei der Risiko-Zielgruppe der jungen Erwachsenen (18-24 Jahre) ist ein signifikanter Abwärtstrend bei der Gesamtunfallzahl (2.803 Unfälle; Vorjahr 3.399) und der Anzahl der Verletzten (816 Verletzte; Vorjahr 966) erkennbar. Mit 13 Getöteten (Vorjahr 15) konnte die positive Entwicklung der letzten Jahre bei der jungen Generation weiter fortgesetzt werden.

 

Regionale Entwicklung der Verkehrsunfälle

 

Alkohol-/Drogen im Straßenverkehr

Alkohol- bzw. Drogeneinfluss sind nach wie vor Ursachen für viele, vor allem schwere Verkehrsunfälle. Im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd wurden daher von den Dienststellen im Jahr 2020 zahlreiche Alkohol- und Drogenkontrollen durchgeführt, bei denen 1.480 (Vorjahr 1.831) Fahrten unter Alkoholeinfluss sowie 710 (Vorjahr 867) Fahrten unter Drogeneinfluss entweder als Straftat der Staatsanwaltschaft vorgelegt bzw. im Falle einer Ordnungswidrigkeit entsprechende Bußgeldverfahren eingeleitet wurden.

 

Verkehrssicherheitsarbeit

Mit einem neuen Verkehrssicherheitsprogramm 2030 „Bayern mobil – Sicher ans Ziel“ wollen das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr an den Erfolg des bisherigen Programms anknüpfen. Damit wird der Handlungsrahmen für alle, die an der Verkehrssicherheitsarbeit mitwirken gesetzt. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd wird weiter daran arbeiten, die Verkehrssicherheit noch weiter zu erhöhen, die Zahl der Getöteten und Verletzten so weit wie möglich zu reduzieren und besonders gefährdete Verkehrsteilnehmer besser zu schützen. Die polizeilichen Schwerpunkte liegen daher auch in Zukunft in den Bereichen Verkehrsprävention (z. B. durch Seniorenkurse, Verkehrsunterrichte, Motorradpräventions-veranstaltungen) sowie der Verkehrsüberwachung (z. B. durch Beteiligung an europäischen und bundesweiten Kontrollaktionen sowie eigene Kontrollen und Schwerpunkte).

Polizeipräsident Robert Kopp zu Jahresbilanz

„Im Jahr 2020 wurden weniger Menschen bei Verkehrsunfällen verletzt – vor allem aber haben weniger Menschen ihr Leben im Straßenverkehr verloren, als noch ein Jahr zuvor. Dies ist zweifellos ein erfreulicher Trend, der allerdings im Lichte der Corona-Pandemie betrachtet werden muss. Insbesondere durch den Lock-Down im Frühjahr und im Spätherbst, dem flächendeckenden Ausfall des Präsenzunterrichts an den Schulen und der Notwendigkeit von Homeoffice, wo immer dies möglich war, hat temporär die Zahl an Verkehrsteilnehmern und Mobilität erheblich abgenommen. Gleichzeitig zog es viele Menschen zur Bewegung an der frischen Luft ins Freie, was im signifikanten Anstieg der Beteiligung von Rad- und Pedelecfahrern an Verkehrsunfällen und in punktuellen Zunahmen des Ausflugsverkehrs sehr deutlich wurde. Die „Risikogruppe Zweiradfahrer“ gilt es deshalb durch besondere Aufmerksamkeit zu schützen. Allerdings ist auch jeder Zweiradfahrer selbst gefordert, z.B. durch das Tragen eines Helmes oder eine gute Erkennbarkeit bestmöglich für die eigene Sicherheit zu sorgen.”

 

Kopp weiter: „Wir konnten im Jahr 2020 die niedrigste Zahl von Verkehrsunfällen mit Personenschäden sowie der dabei verletzten Personen in den letzten 10 Jahren im südlichen Oberbayern verzeichnen. Das ist eine positive Entwicklung – gerade bei über die Jahre stetig gestiegener Mobilität und einer immer höheren Zahl zugelassener Fahrzeuge. Und dennoch gilt: jeder Verletzte, jeder Verkehrstote ist einer zu viel.”

 

Der Polizeipräsident: „Die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen ist und bleibt eine Daueraufgabe, nicht zuletzt auch für jeden Verkehrsteilnehmer selbst. So sehe ich die Zahlen des Führens eines Kraftfahrzeugs unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen nach wie vor als besorgniserregend an – zudem gibt es hier eine nicht unerhebliche Dunkelziffer! Die präventive und repressive Bekämpfung der Hauptunfallursachen sowie von schweren Unfallfolgen werden wir – unter Beibehaltung eines hohen Kontrolldrucks – auch im Jahr 2021 wieder in den Mittelpunkt der Verkehrssicherheitsarbeit beim Polizeipräsidiums Oberbayern Süd stellen. Geschwindigkeitsüberwachung ist schon deshalb angezeigt, da im letzten Jahr 28 Menschen im südlichen Oberbayern ihr Leben verloren, weil zu schnell gefahren wurde. Ebenso wollen wir bei Alkohol- und Drogenkontrollen einen polizeilichen Tätigkeitsschwerpunkt setzen, flankiert durch eine effektive Verkehrsüberwachung unserer Kontrollgruppe Motorrad.“

Kopp abschließend: „Zu guter Letzt appelliere ich an alle Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr, ständig vorsichtig zu sein und immer auf andere Rücksicht zu nehmen.“

 

Auf Grund der noch immer andauernden Corona-Pandemie kann der sonst zum Beginn der Motorradsaison stattfindende Präventionstag „Ride Safe“ auch heuer leider erneut nicht stattfinden.

 




Steigende Schüler-Zahl erwartet

Das Sonderpädagogische Förderzentrum Rupert-Egenberger-Schule in Bad Aibling erhält einen Erweiterungsbau in der Krankenhausstraße 5. Mit ihren Beschlüssen schufen jetzt der Ausschuss für Schulen und Sport sowie der Kreisausschuss die Voraussetzung für die Zusammenlegung des Förderzentrums an einem Standort.

Die Landkreis-Verwaltung wurde beauftragt, das notwendige Vergabeverfahren für die Planungsleistung durchzuführen, mit den Planungen zur Errichtung des Erweiterungsbaus zu beginnen und die notwendigen Anträge zu stellen.

Die Schüler-Zahlen und die Anzahl der Lehrkräfte entwickelten sich in den vergangenen Jahren stetig nach oben. Im Schuljahr 2012/2013 besuchten 139 Schülerinnen und Schüler die Rupert-Egenberger-Schule. Im aktuellen Schuljahr sind es 213.

Für die Zukunft werden weiterhin steigende Zahlen erwartet. Wegen fehlender Raumkapazitäten mussten in den vergangenen Schuljahren bereits Schülerinnen und Schüler abgewiesen werden.

Hinzu kommt, dass das Schulgebäude in der Kellerstraße 1 – es wurde um 1850 als Brauereigaststätte errichtet – zwischenzeitlich nicht mehr wirtschaftlich sanierbar ist. Das Gebäude ist nicht barrierefrei und kann nicht rollstuhlgerecht gestaltet werden. Aufgrund der elektrischen Infrastruktur ist auch die Digitalisierung nicht umsetzbar.

Mit Beginn des Schuljahres 1974/1975 zog die Schule in die umgebaute frühere Brauereigaststätte ein. Wegen der Schülerzuwächse musste bereits 1977 eine Klasse in die Krankenhausstraße ausgelagert werden. 1998 wurde dort ein Neubau an der bestehenden Zulassungsstelle des Landkreises angebaut.

Durch die beabsichtigte Verlegung der Kfz-Zulassungsstelle nach Rosenheim ergibt sich nun die Möglichkeit, das Sonderpädagogische Förderzentrum Bad Aibling am Standort Krankenhausstraße 5 zusammenzulegen.

Foto: Rupert-Egenberger-Schule




„Trend bleibt weiterhin positiv”

In seinem heutigen Lagebericht weist das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim darauf hin, dass sich der seit Ende Dezember abzeichnende klare Trend für eine Abschwächung des Infektionsgeschehens in der Region weiterhin fortsetzt. In Stadt und Landkreis Rosenheim sank seit dem 25. Januar der Wert der 7-Tage-Inzidenz (Zahl der Fälle bezogen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen) kontinuierlich: Im Landkreis fiel der Wert von 109,4 auf zunächst 42,9 am 13. Februar; seit dem 14. Februar kam es zu einem leichten Anstieg auf zuletzt 51,7 (18. Februar). In der Stadt sank die 7-Tage-Inzidenz von 129,0 auf zuletzt 36,2 am 18. Februar.

Seit dem letzten Wochenbericht wurden dem Gesundheitsamt Rosenheim täglich zwischen drei und 37 neue Fälle gemeldet. Durch die abgesunkenen täglichen Meldezahlen fällt es zunehmend leichter, die Quelle einer Ansteckung zu ermitteln und die Infektionsketten nachzuverfolgen. Das Gesundheitsamt Rosenheim kann die positiv Gemeldeten weiterhin tagesaktuell telefonisch und schriftlich über ihre Infektion informieren und die erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen anordnen. Auch die engen Kontaktpersonen können zeitnah kontaktiert und ebenfalls eine häusliche Quarantäne angeordnet werden.

„Somit besteht in der Stadt und im Landkreis Rosenheim weiterhin ein robuster Abwärtstrend des Infektionsgeschehens insgesamt, auch wenn die täglichen Fallzahlen nunmehr nicht mehr so deutlich absinken wie in den letzten Wochen. Die Stadt liegt nunmehr sehr nahe an dem durch die Ministerpräsidentenkonferenz festgelegten Grenzwert einer 7-Tage-Inzidenz von 35. Die harten Beschränkungsmaßnahmen der Staatsregierung zeigen Früchte“, so Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim

Infektionsübertragungen ereignen sich weiterhin überwiegend im privaten Umfeld. Bedeutung haben auch kleinere Ausbrüche in Einrichtungen wie Kliniken, Pflege- und Behindertenheimen. Es ereignen sich auch wieder einzelne Fälle in Schulen und in den Notbetreuungen der Kitas.

Erfreulicherweise werden in Stadt und Landkreis weiterhin in immer mehr stationären Einrichtungen sowie im Impfzentrum Erst- und Zweitimpfungen vorgenommen:

Insgesamt sind zirka 18.700 Impfungen seit Impfstart vor allem in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern sowie dem gemeinsamen Impfzentrum von Stadt und Landkreis Rosenheim auf der Loretowiese erfolgt. 11.900 davon waren Erstimpfungen, 6.848 Zweitimpfungen. Insgesamt 6.732 dieser Impfungen wurden in stationären Einrichtungen sowie betreuten Wohnformen in Stadt und Landkreis Rosenheim verabreicht. Erfreulicherweise sind nun auch größere Mengen an Impfstoff angekündigt, sodass demnächst auch vermehrt Impfungen im Impfzentrum geplant sind.

 

Es wird darauf hingewiesen, dass für die Impfungen im Impfzentrum eine Registrierung unter https://impfzentren.bayern zu erfolgen hat. Die bayerische Software errechnet automatisch nach bestimmten Algorithmen die Priorisierung anhand der erfolgten Angaben des Bürgers, das Impfzentrum und das Gesundheitsamt können hierauf keinen Einfluss nehmen. „Bitte sehen Sie daher von Anfragen zur Höherpriorisierung oder vorgezogenen Impfungen an das Impfzentrum oder das Gesundheitsamt ab”,  so das Gesundheitsamt. Die Impfberechtigung muss am Impftag belegt werden (zum Beispiel mittels eines gültigen Ausweisdokuments oder einer Arbeitgeberbescheinigung). Bisher haben sich 50.636 Menschen auf der Registrierungsplattform angemeldet.

Impfstoff wirksam

„Sehr bedenklich sehe ich die teilweise in der Öffentlichkeit geäußerten Vorbehalte gegen eine Impfung mit der Vakzine der Firma AstraZeneca. Der Impfstoff ist im Zulassungsverfahren – wie auch die bisher zugelassenen mRNA-Impfstoffe – als sicher und wirkungsvoll getestet worden. Aufgetretene Reaktionen nach der Impfung entsprechen nach Aussagen des Paul Ehrlich-Instituts den erwartbaren Reaktionen nach einer Impfung, wie zum Beispiel Kopf- und Gliederschmerzen, Schwindel und Fieber. Ich sehe es als großes Privileg, gegen das Pandemievirus geimpft werden zu können und verstehe Vorbehalte gegen einzelne Impfstoffe nicht“, beurteilt Hierl. „Ich appelliere daher an alle Bürgerinnen und Bürger, denen ein Impfangebot gemacht wird, dieses auch anzunehmen. Die Impfung dient Ihrem Schutz aber auch dem Ihrer Nächsten und der Allgemeinheit. Es kursieren einige Gerüchte über Impfschäden durch die Corona-Impfstoffe. Schenken Sie dem keinen Glauben, die Vorteile der Impfung überwiegen nach der Studienlage bei weitem mögliche Nebenwirkungen“, so Hierl.

Das Gesundheitsamt nimmt auch das Auftreten der besorgniserregenden Virusvarianten in Deutschland sehr ernst: „Das Auftreten und die Verbreitung der Virusvarianten machen uns große Sorgen! Sie können den Verlauf der Pandemie verschlimmern, zu einer schnelleren Verbreitung der Infektionen, zu schwereren Verläufen und zu einer Überlastung der Intensivstationen führen. Unklar ist momentan die Datenlage, ob von einzelnen Varianten auch eine schlechtere Schutzwirkung der Impfung resultieren kann. Deshalb ist es umso wichtiger, die bekannten Regeln – Kontaktreduktion, mind. 1,5 Meter Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Masken tragen und lüften – konsequent einzuhalten, um die Ausbreitung der Virusvarianten zu verlangsamen. Auf Reisen sollte derzeit unbedingt verzichtet werden.“

Auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts sind die Gebiete mit einem erhöhten Auftreten der Virusvarianten ausgewiesen:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

Mittlerweile zählen auch Großteile Tirols dazu. In der Rosenheimer Region ist bisher weiterhin lediglich ein bestätigter Fall einer neuen Virusvariante (Südafrika-Variante) aufgetreten, über den bereits berichtet wurde.

 

Fallzahlenentwicklung:

Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand vom vergangenen Freitag wurden dem Gesundheitsamt 158 neue Fälle (vergangenen Freitag: 162) für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 13.212 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 10.390, Stadt: 2.822). Mittlerweile wurde bei mindestens 12.165 Personen eine Genesung dokumentiert. 472 Personen (am 462) sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 420, Stadt: 52). Von den Verstorbenen waren 13 (13) Personen unter 60 Jahren. 325 (317) Verstorbene waren über oder gleich 80 Jahre alt. Dem Gesundheitsamt wurde eine Person gemeldet, die seit dem letzten Wochenbericht verstorben ist. Diese Person war über 80 Jahre alt und nicht in einem Heim untergebracht.

99 (124) COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 15 Patienten (17) auf einer Intensivstation.

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand heute für die Stadt Rosenheim bei 36,19 (67,66), für den Landkreis Rosenheim bei 51,66 (45,54).

 

Die Fallzahlen der vergangenen Woche für den Altlandkreis Wasserburg:

 

Die Fallzahlen im Landkreis Rosenheim:




Bundeswehr hilft jetzt den Helfern!

Die Bundeswehr unterstützt den Landkreis Rosenheim ab sofort bei den Testungen am Corona-Schnelltestzentrum an der Rastanlage Inntal-Ost der A93. Damit kann ein Großteil der Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen vor Ort abgelöst werden, die – wie berichtet – das Testzentrum am vergangenen Samstag und Sonntag in kürzester Zeit aufgebaut und bisher betrieben haben. 

Neben dem BRK waren beim Aufbau der Teststation auch das THW, Feuerwehren, die Johanniter-Unfall-Hilfe, die Ambulanz Rosenheim sowie die Bergwacht beteiligt. „Die Hilfsdienste in der Region leisten seit Beginn der Pandemie eine unglaubliche Arbeit. Doch auch sie stoßen an die Grenzen ihrer Belastbarkeit, darum haben wir Unterstützung bei der Bundeswehr angefordert“, sagte heute Stefan Forstmeier, Leiter des Sachgebiets öffentliche Sicherheit und Ordnung im Landratsamt Rosenheim.

Die insgesamt 30 Personen der Bundeswehr, darunter zehn Sanitäter, wurden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des BRK Kreisverbandes Rosenheim, der Ambulanz Rosenheim, der Wasserwacht und der DLRG, die bisher die Schnelltestungen durchführen, bereits in die zu übernehmenden Aufgaben eingewiesen.

Das Corona-Schnelltestzentrum an der Inntalautobahn ist ein Back-up für die Grenzkontrollen.

Hier werden nur Personen getestet, die einreiseberechtigt sind, aber bei der Einreise keinen Corona-Test vorweisen können. Es gibt hier NICHT die Möglichkeit, einen Termin zu vereinbaren, um sich testen zu lassen. Dafür reichen die Kapazitäten des Corona-Schnelltestzentrums nicht aus. Die Möglichkeit für regelmäßige Corona-Testungen, zum Beispiel für Grenzgänger und Grenzpendler gibt es im Corona-Testzentrum auf der Loretowiese in Rosenheim.

Voraussetzung für die Einreise nach Deutschland ist neben der digitalen Reiseanmeldung ein negatives Corona-Testergebnis, welches nicht älter als 48 Stunden sein darf. Anderenfalls muss damit gerechnet werden, dass die Einreise nach Deutschland verweigert wird.

Seit Beginn des Betriebes des Corona-Schnelltestzentrums an der A93 am vergangenen Sonntag wurden bis zum gestrigen Donnerstagabend 1.132 Corona-Schnelltests durchgeführt. Allein gestern waren es 175 Testungen.

In einem Fall war das Testergebnis bisher positiv.

 

 




Leckeres Dankeschön

Rund 2.800 Becher Joghurt – darüber freuten sich jetzt die Beschäftigten der RoMed-Kliniken an den Standorten Bad Aibling, Prien am Chiemsee, Rosenheim und Wasserburg. Gespendet wurden die feinen Leckereien – vom Chiemseer Naturjoghurt bis hin zu Schoko- und Knusper-Varianten der Marke „Sternenfair” – Milchvermarktungs-GmbH aus Pfaffing. „Alle Mitarbeiter des Klinikverbundes leisten in der Corona-Pandemie großartige Arbeit. Mit unserer Spendenaktion möchten wir uns für diesen unermüdlichen Einsatz bedanken“, erklärte der Geschäftsführer Jakob Niedermaier.

„Das ist wirklich eine tolle Geste, die unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Tag versüßt hat“, freute sich Dr. Martina Bielawski, stellvertretende Kaufmännische Leiterin am RoMed-Klinikum Rosenheim.

Bild (von links): Christine Bichler, Sternenfair-Bäuerin aus Bad Endorf, Dr. Martina Bielawski, stellvertretende kaufmännische Leiterin am RoMed-Klinikum Rosenheim und Jakob Niedermaier, Geschäftsführer von Sternenfair in Pfaffing.

 

 




Antrag der Freien Wähler abgelehnt

Die Planungen zur Aufstockung des alten Rosenheimer Landratsamts-Gebäudes um ein Stockwerk können weitergehen. Im Kreisausschuss wurde ein Antrag der Kreistagsfraktion der Freien Wähler Rosenheim-Land abgelehnt. Die Kreistagsfraktion der ÖDP hatte ihren Antrag zur gleichen Thematik in der Sitzung zurückgezogen. Die Freien Wähler hatten beantragt, einen detaillierten Stellen- und Personalplan zu erstellen, der die Notwendigkeit zusätzlicher Arbeitsplätze im Landratsamt belege. Zudem sollte ein Gutachten zur Statik und Infrastruktur des Bestandsgebäudes erstellt werden. Bis zum Vorliegen des Gutachtens sollten alle Planungen und Ausschreibungen pausieren.

Die Landkreis-Verwaltung hatte ausführlich zu Personalplanung, Personalreserven sowie den Möglichkeiten und Grenzen von Homeoffice Stellung genommen. Bereits vor einem Jahr wurde in einer Kreisausschuss-Sitzung zudem auf die Vorteile von zusätzlichen Arbeitsplätzen hingewiesen.

So könnten Teile des Gesundheitsamtes und das Veterinäramt am Standort Wittelsbacherstraße untergebracht werden. Auch die Statik war bereits im Februar 2020 Thema im Kreisausschuss. Vorabuntersuchungen zeigten, dass sowohl baurechtliche, statische als auch brandschutztechnische Auflagen berücksichtigt und erfüllt werden können.

Mit großer Mehrheit wurde der Antrag der Freien Wähler abgelehnt, lediglich drei Ausschussmitglieder votierten für den Antrag. Die ÖDP, die unter anderem eine Zurückstellung der Bauentscheidung forderte, zog ihren Antrag zurück und begründete dies mit der ausführlichen Stellungnahme der Landkreis-Verwaltung zur Personalentwicklung.

Somit werden die Planungen zur Aufstockung des alten Landratsamtsgebäudes fortgeführt. Sobald ein Bauentwurf vorliegt, wird er dem Kreisausschuss zur Billigung vorgelegt.

Zur Stellungnahme der Verwaltung:

Eine Personalbedarfsermittlung ist regelmäßig Teil von Organisationsuntersuchungen mit dem Ziel, einen optimalen Personaleinsatz zu ermitteln. Die Ergebnisse der letzten Jahre zeigen, dass das Personal reicht, um die jeweils anfallenden Aufgaben zu erledigen. Personalreserven sind nicht vorhanden.

Deutlich wird aber auch, dass es in fast allen Bereichen der Landkreisverwaltung zu einer Aufgabenmehrung kommen wird.

Zudem wandelt sich die Verwaltung in den letzten Jahren immer mehr zu einem modernen Dienstleister. Die Bürgerinnen und Bürger haben zu Recht einen hohen Anspruch an die Qualität und die zeitnahe Erledigung der an das Amt gestellten Aufgaben. Anträge sind kurzfristig zu bearbeiten. Anfragen zeitnah und kompetent zu beantworten. Auch die Öffnungszeiten und die Zeiten der telefonischen Erreichbarkeit sollen erweitert werden.

In den vergangenen zehn Jahren stieg die Anzahl der Beschäftigten von etwa 900 auf etwa 1.100, davon etwa 730 Büroarbeitsplätze. Es wird davon ausgegangen, dass sich diese Entwicklung fortsetzen wird.

Ein grundlegendes Ziel der Erweiterung des Standorts Wittelsbacherstraße ist die Ein- und Angliederung von Außenstellen wie dem Veterinär- und dem Gesundheitsamt. Dies hätte wirtschaftliche und organisatorische Vorteile.

Zentrale Einrichtungen wie Empfang, Wartebereiche für Bürger, Besucherparkplätze, der Sicherheitsdienst, Dienstfahrzeuge, Besprechungsräume und der Kantinenbereich stehen zur Verfügung. Darüber hinaus ergeben sich in den Bereichen EDV, Hausmeisterei, Postverteilung, Winterdienst, Reinigung und sonstigen anfallenden Nebenkosten, jährliche Ersparnisse von etwa 100.000 Euro.

Nach der Verlagerung der Zulassungsstelle Mitte des Jahres stehen am Standort Wittelsbacherstraße etwa 45 Arbeitsplätze zur Verfügung. Diese werden benötigt, um den 6. Stock des Hauptgebäudes für die im kommenden Jahr beginnenden Aufstockungs- und Sanierungsarbeiten freizustellen. Nach Abschluss dieser Arbeiten stehen dann das 6. und 7. Obergeschoss zur Verfügung um die weiteren Sanierungsarbeiten jeweils mit zwei Stockwerken gleichzeitig durchzuführen.

Nach Abschluss der Bauarbeiten können nach derzeitigem Stand sowohl Teile des Gesundheitsamtes als auch das Veterinäramt am Standort Wittelsbacherstraße aufgenommen werden.

Ein Thema in der Stellungnahme der Verwaltung war auch der Bereich Homeoffice. Pandemiebedingt wurden die Möglichkeiten erheblich erweitert. Allerdings wurden auch deren Grenzen aufgezeigt. Ein Großteil der Aufgaben der Landkreisverwaltung kann nicht dauerhaft und uneingeschränkt im Homeoffice erbracht werden. Gerade in Bereichen mit erhöhtem Parteiverkehr ist Präsenz in großen Teilen unerlässlich. Dies ist auch für viele Bereiche der internen Verwaltung der Fall.

Für Homeoffice spricht die zunehmende Einführung der E-Akte.

Grundsätzlich will das Landratsamt Rosenheim als präsente Behörde bestehen bleiben.

 




„Erfreuliche Entwicklung”

Die sinkende 7-Tages-Inzidenz macht es möglich: Die Maskenpflicht in der Innenstadt von Rosenheim kann ab heute, Freitag, entfallen. Das gilt in den Fußgängerzonen am Max-Josefs-Platz mit Nebenstraßen, am Ludwigsplatz, am Salzstadel, in der Münchener Straße sowie in der Bahnhofstraße. 

Während des Grünen Markts am Ludwigsplatz sowie im öffentlichen Personennah- und Fernverkehr mit den dazu gehörenden Einrichtungen bleibt die Maskenpflicht jedoch weiterhin bestehen, das heißt in Bussen, Zügen, Taxen, im Bahnhof, der Fußgängerpassage zwischen Bahnhof und Klepperstraße, den beiden Busbahnhöfen an der Stoll-/Heilig-Geist-Straße und an der Luitpoldstraße, sowie an allen weiteren Bushaltestellen und Bahnhaltepunkten sind weiterhin Masken zu tragen.

 

Oberbürgermeister Andreas März freut sich über diese Lockerungen, mahnt aber auch zur Vorsicht: „Nach dem Wegfall der Ausgangssperre können wir nun auch die Maskenpflicht in unserer Innenstadt größtenteils aufheben. Diese erfreuliche Entwicklung zeigt: Es dauert zwar seine Zeit, aber der Lockdown wirkt. Auch wenn die letzten Monate gerade für den Rosenheimer Einzelhandel und die Gastronomie Monate zum Vergessen waren, beginnt die Beharrlichkeit, mit der die Beschränkungen durchgehalten werden mussten, sich zu lohnen. Wer jetzt aber glaubt, ‚No Covid‘ könnte das neue 35 sein, möge sich vor Augen halten, dass Deutschland nicht Australien ist. Wir sind keine Insel, deren See- und Flughäfen die einzigen Zugangswege sind. Deutschland ist von neun Staaten umgeben. Schon die Grenzkontrollen und –beschränkungen in Richtung Tirol müssten jedem praktisch denkenden Menschen klarmachen, dass ein Binnenstaat in der Mitte Europas nicht mit einem Inselkontinent vergleichbar ist. Damit aber guten Gewissens weitere Lockerungen erfolgen können, bitte ich die Bürgerinnen und Bürger eindringlich, die üblichen Hygieneschutzregeln im eigenen Interesse weiterhin einzuhalten. Sonst verspielen wir die so mühsam erkauften Erfolge bei der Eindämmung der Pandemie.“




Die 35 rückt weg

Nein, ein zügiges Annähern an die 35 ist grad nicht mehr in Sicht: Wieder meldet das RKI auch am heutigen Freitagmorgen eine leicht gestiegene Fallzahl in der Inzidenz im Landkreis. Mit 51,7 Fällen bewegt sich das Kreisgebiet in kleinen Schritten weg von der so erhofften Lockerungszahl. Die Stadt Rosenheim dagegen rückt aktuell der 35 näher – und zwar mit 36,2 Fällen heute in der Inzidenz. Ausschlaggebend für jede weitere und so viel zitierte Perspektive im Freistaat scheint ohnehin die Inzidenz für ganz Bayern und die liegt heute bei 54,7 Fällen …

rd

Quelle RKI

 




Wieder Corona-Fall an der FOS/BOS

An der FOS/BOS in Rosenheim gibt es erneut einen Corona-Fall, wie das Landratsamt am heutigen Nachmittag meldet. Um wen es sich bei dem/der Neuinfizierten handelt – ob Schüler oder Lehrkraft – ist nicht bekannt. Alle Kontaktpersonen seien in Quarantäne, heißt es. Auch von der Adolf-Rasp-Grundschule in Kolbermoor wird ein Corona-Fall gemeldet. Am kommenden Montag sollen alle Grundschüler in Bayern in den Wechselunterricht in die Schulhäuser zurückkehren (wie berichtet) …

Schon Anfang der Woche war von der Mangfallschule ebenfalls in Kolbermoor ein Corona-Fall registriert worden.

 

 

 




Ausgangssperre entfällt

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf gibt es seit der letzten Statusmeldung vom gestrigen Mittwoch 24 neue bestätigte Corona-Fälle. In der Kinderwelt Mariä Himmelfahrt in Aschau und im Kinderland Eggelkofen ist jeweils ein positiver Fall aufgetreten, die entsprechenden Gruppen befinden sich in Quarantäne.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf 153 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell  laut RKI bei 78,5.

Die 7-Tage-Inzidenz entsprechend der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen lag im Landkreis an sieben aufeinander folgenden Tagen unter dem Wert von 100. Daher entfällt bereits am heutigen Donnerstag die nächtliche Ausgangssperre im Landkreis.

Falls der 7-Tage-Inzidenz-Wert wieder 100 überschreiten sollte, muss die Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr wieder eingeführt werden. Eine entsprechende Bekanntmachung wird dann unter anderem im Amtsblatt erfolgen.

 




Neues Institut auf B&O-Gelände

Bad Aibling soll eine Dependance des Staatsinstituts für die Ausbildung von Fachlehrern bekommen. Der Ausschuss für Schulen und Sport sowie der Kreisausschuss des Landkreises Rosenheim erklärten jeweils einstimmig ihr grundsätzliches Einverständnis mit der Neugründung des Staatsinstituts.

Bereits mit Beginn des kommenden Schuljahrganges 2021/2022 soll ein zweijähriger Ausbildungsgang für die Fachrichtung Ernährung und Gestaltung angeboten werden. Dazu werden in der Startphase geeignete Räumlichkeiten auf dem B&O-Gelände in Bad Aibling angemietet. Landrat Otto Lederer wurde ermächtigt, einen Mietvertrag abzuschließen.

 

Ab Schulbeginn 2024/2025 soll ein Neubau auf dem landkreiseigenen Grundstück an der Max-Mannheimer-Straße in Bad Aibling zur Verfügung stehen. Die Landkreis-Verwaltung wurde beauftragt, das notwendige Vergabeverfahren für die Planungsleistungen durchzuführen und mit den Planungen zur Errichtung eines Neubaus zu beginnen.

 

Sachaufwandsträger für das Staatsinstitut ist der Freistaat Bayern. Die vom Landkreis Rosenheim für die Neugründung des Standorts eingesetzten Mittel sollen deshalb weitgehend durch Einnahmen aus der Vermietung an den Freistaat gedeckt werden.

 

Für Landrat Otto Lederer gibt es gute Gründe, warum das Staatsinstitut gut in den Landkreis Rosenheim passen würde. Zum einen gibt es bereits ein sehr gutes Berufsbildungsangebot und zum zweiten könnte die neue Einrichtung von der Landwirtschaftsschule in Rosenheim profitieren, weil dort junge Leute im Bereich Ernährung ausgebildet werden. Für sie böte das Staatsinstitut eine gute Möglichkeit der Weiterbildung.

 

Das Staatsinstitut für die Ausbildung von Fachlehrern wurde 1965 gegründet. Bisher gibt es vier Standorte in Ansbach, Augsburg, Bayreuth und München. Das Staatsministerium für Unterricht und Kultus will die Studienkapazitäten nun ausweiten und sieht den Landkreis Rosenheim als sehr geeigneten weiteren Standort an.

 

Die neue Dependance in Bad Aibling soll die Bedarfe im Bereich der Fachkräfte dauerhaft decken. Die ausgebildeten Fachlehrkräfte werden an allgemeinbildenden Schulen eingesetzt, insbesondere an Grund- und Mittelschulen, Förderschulen und Realschulen. Die Fachlehrkräfte akquirieren sich in der Regel aus der Umgebung des jeweiligen Standorts des Staatsinstituts. Erfahrungsgemäß bevorzugen die Studierenden eine wohnortnahe Ausbildung.

 

Angedacht ist, die neue Einrichtung im Herbst mit maximal 20 Studierenden beginnen zu lassen. In zwei bis drei Jahren könnte eine Ausweitung auf 40 bis 60 Studierende pro Jahrgang möglich sein.

 

Foto: B&O Bad Aibling




„Corona als Chance zur Veränderung”

Beim Politischen Online-Aschermittwoch der ÖDP sprachen gestern die Kreisräte Ludwig Maier und Josef Fortner die Veränderungen an, die nach der Corona-Pandemie aus ihrer Sicht anzugehen sind. ÖDP-Kreisrat Maier aus Soyen sieht in der jetzigen Coronakrise eine große Chance, das aktuelle  Wirtschaftssystem neu zu denken und dem Gemeinwohl eine größere Bedeutung zu schenken. 

Corona habe auch die Chancen der Digitalisierung in der Arbeitswelt aufgezeigt.  Die Schaffung von mehr Homeoffice-Plätzen und die vermehrten Viedokonfenzen wirkten sich positiv auf  Verkehrsaufkommen, Infektionsgeschehen und die auf die Umwelt aus.

Doch den derzeitigen Ausbau mit der 5G-Mobilfunktechnik brauche es dazu nicht. Der Breitbandausbau mittels Glasfaser sei dagegen voranzubrigen. „Wir brauchen mehr Gleichheit bei der digitalen Versorgung auch im ländlichen Raum”, so die ÖDP-Verantwortlichen.

Für eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Mobilfunk sei der 4G-Standart völlig ausreichend und die zusätzliche gesundheitliche Belastung durch den 5G-Ausbau solle möglichst verhindert werden, da es immer mehr Hinweise auf die Schädlichkeit gäbe.

Wegen neuer wissenschaftlicher Erkenntnise hierzu fordere sogar das Bundesamt für Strahlenschutz, dass Krankenhäuser, Schulen und Kindergärten von diesen Sendeanlagen frei zu halten seien. „Gerade in Zeiten der Pandemien müssen wir auf unser Immunsystem achten, das aber aufgrund der hohen Mobilfunkgrenzwerte zusätzlich geschwächt wird”, meinte Maier.

 

Kreisrat Fortner aus Achenmühle erläuterte die ÖDP Stellungnahme zum geplanten A8-Ausbau und befürwortet einen flächenschonenden Ausbau des Bestands mit zwei zusätzlichen Standspuren.

Eine klare Haltung habe die ÖDP auch beim Brennernordzulauf und ist für den Ausbau der Bestandsstrecke. „Weil dann bereits doppelt so viele Güter auf der Schiene transportiert werden können, wie derzeit.” Eine noch stärkere Zunahme des Güterverkehrs sei allein aus ökologischer und klimapolitischer Sicht nicht mehr vertretbar.

Die Zukunftsprognosen zum Verkehrsaufkommen sieht auch Maier als völlig überzogen an, sie entsprechen nicht mehr der Realität. „Steuergeschenke für Transportunternehmen gaukeln eine Wirtschaftlichkeit vor, die zu Lasten von Umwelt und Allgemeinheit gehen”, sagte Ludwig Maier.

Fortner hält den Ausbau der erneuerbaren Energien wie Windkraft und Photovoltaik als dringend geboten. Für den Landkreis Rosenheim wäre dann der Bau von zirka zehn Windanlagen nötig und die fünffache Anzahl von Photovoltaikanlagen.

Abschließend wurden noch Fragen der Teilnehmer beantwortet.

 




Gleich drei neue Studiengänge

Die TH Rosenheim setzt ihren Wachstumskurs auch beim Studienangebot fort: Mit dem Wintersemester 2021/22 starten die Bachelorstudiengänge „Medizintechnik“ und „Applied Artificial Intelligence“ sowie der berufsbegleitende Masterstudiengang „Circular Economy“, der am Campus Burghausen angeboten wird. Die Hochschule unterstützt damit die Ausbildung von hochqualifizierten Fachkräften für wichtige Zukunftsfelder der deutschen Wirtschaft.

Medizintechnik vereint zwei Welten, sie verbindet die Ingenieurwissenschaften mit dem medizinischen Fortschritt. Dieser bringt zahlreiche Herausforderungen mit sich: Demografischer Wandel, Digitalisierung und Automatisierung wollen gemeistert werden und der Medizintechnik kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. „Sie umfasst eine große Bandbreite an Produkten und Verfahren, die Leben retten, Heilungschancen maßgeblich verbessern und die Lebensqualität der Menschen allgemein erhöhen“, erläutert Studiengangsleiterin Prof. Dr.-Ing. Nicole Strübbe.

Das Studium der Medizintechnik in Rosenheim vermittelt alle Kompetenzen, die für die Entwicklung, Fertigung sowie Markteinführung von zukunftsorientierten Produkten notwendig sind. Von der Konstruktion über die Verarbeitungsverfahren bis zum Umweltmanagement und der Zulassung deckt das Studium alle Anforderungen ab, die an künftige Ingenieurinnen und Ingenieure der Medizintechnik gestellt werden.

Modern ausgestattete Labore, unter anderem mit einem Reinraum, und zahlreiche Forschungs- und Entwicklungsprojekte stellen die Nähe des Studiengangs zur Praxis sicher. Die Studierenden schließen nach sieben Semestern mit einem Bachelor of Engineering ab.

Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine begreifen

Ebenfalls auf sieben Semester angelegt ist der neue Studiengang „Applied Artificial Intelligence“, der als einziger Studiengang zu Künstlicher Intelligenz (KI) in Bayern komplett auf Englisch abgehalten wird. Er beschäftigt sich mit der praktischen Anwendung von KI und ist im Kern ein Informatikstudiengang. Neben dem eindeutigen Praxisbezug und der Anwendung von KI liegt ein weiterer Schwerpunkt im mathematischen Verständnis der Grundlagen.

„Die Studierenden lernen, Maschinen das Sehen, Hören, Verstehen und Lernen beizubringen und so die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine zu optimieren und diese weiterzuentwickeln“, sagt KI-Experte Prof. Dr. Marcel Tilly von der Fakultät für Informatik. „Darüber hinaus lernen sie einen verantwortungsvollen Umgang mit KI. Sie werden befähigt zu erkennen, was KI darf und was sie nicht darf und welche ethischen Prinzipien dabei zu beachten sind.“

Durch den klaren Praxisbezug des Studiengangs ergeben sich laut Tilly hervorragende Karriereperspektiven: „Unternehmen benötigen schon heute Fachkräfte, die Techniken und Technologien der KI schnell und zielführend umsetzen können, also in reale IT-Systeme und Anwendungen der Wirtschaft.“ Gerade mit der Nähe zu München und auch in der Region um München herum biete die TH Rosenheim beste Voraussetzungen für den Berufseinstieg, da sich bei Projektarbeiten und im Praxissemester bereits wichtige Kontakte zu IT-Firmen und international tätigen Konzernen knüpfen ließen, so Tilly.

Mit Management und Technologie die Welt verbessern

Das Klima und die Umwelt schützen, natürliche Ressourcen schonen und gleichzeitig den Industriestandort stärken: Vor diesem Hintergrund bietet die Academy for Professionals (afp) ab dem Wintersemester am Campus Burghausen den neuen berufsbegleitenden Masterstudiengang „Circular Economy“ an. Kreislaufwirtschaftlich produzierende Unternehmen arbeiten so, dass industrielle Nebenprodukte und umweltschädliche Abfälle wie beispielsweise CO2-Emissionen verringert werden oder am besten gar nicht erst entstehen. Die Kreislaufwirtschaft verbindet Ökologie, Klimaschutz und Wirtschaftskraft.

„Wir wollen Fach- und Führungskräfte ausbilden, die Unternehmen bei ihrem Transformationsprozess zu mehr Nachhaltigkeit betriebswirtschaftlich und technisch voranbringen“, erläutert Studiengangsleiter Prof. Dr. Jan-Diederich Lüken. Da der Studiengang deutlich wirtschaftswissenschaftlich ausgerichtet ist, müssen Absolventen technischer Studiengänge betriebswirtschaftliche Kompetenzen in BWL-Grundlagenfächern nachweisen.

Um die Vereinbarkeit von Studium und Beruf zu gewährleisten, finden die Lehrveranstaltungen vorwiegend an Freitagen und Samstagen sowie vereinzelt in Blöcken am Wochenende statt.

„Wir setzen auch verstärkt auf Online-Lehrformate, um die Studierenden zu entlasten“, so Lüken. Die Module werden überwiegend von Professor*innen der Technischen Hochschule Rosenheim gelehrt, die auch für die Bachelorstudiengänge „Betriebswirtschaftslehre“, „Chemieingenieurwesen“, „Chemtronik“ und „Umwelttechnologie“ zuständig sind. Das Studium dauert fünf Semester und schließt mit dem Master of Science ab.

Weitere Informationen zu den neuen Studiengängen sowie zum Studium allgemein finden sich auf der Webseite der Technischen Hochschule Rosenheim unter dem Link www.th-rosenheim.de/home/infos-fuer/studieninteressierte-bewerber/

 

 




Einbruchserie geklärt

 

Dem Fachkommissariat für Eigentumsdelikte der Kripo Rosenheim ist ein erfreulicher Ermittlungserfolg gelungen. Nach diversen Einbrüchen im Raum Rosenheim konnten zwei dringend Tatverdächtige ermittelt werden. Die beiden Männer sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft.

Seit Ende August 2020 kam es im Raum Rosenheim zu insgesamt sieben Einbruchdiebstählen oder Versuchen, vorwiegend in Bäckereifilialen (wir berichteten).

Aufgrund der umfangreichen Ermittlungen sowie der komplexen Spurenlage wurde die weitere Sachbearbeitung vom Fachkommissariat für Eigentumsdelikte von der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein, Zweigstelle Rosenheim, übernommen.

Im Zuge der komplexen Untersuchungen konnten nun zwei dringend tatverdächtige 18- und 26-Jährige aus Rosenheim ermittelt und vorläufig festgenommen werden.

Die beiden Tatverdächtigen wurden auf Antrag der zuständigen Staatsanwaltschaft dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ. Anschließend wurden die mutmaßlichen Einbrecher in Justizvollzugsanstalten eingeliefert.




Landkreis soll „Bildungsregion“ werden

„Kein Talent darf verloren gehen“ – das ist einer der Gründe, warum der Rosenheimer Kreistag einstimmig beschloss, den Landkreis als „Bildungsregion“ und „Digitale Bildungsregion“ zertifizieren zu lassen. Die Landkreisverwaltung wurde beauftragt, den Prozess federführend zu begleiten und beide Bildungsregionen dauerhaft zu etablieren.

Landrat Otto Lederer hatte vor der Abstimmung für die Zertifizierung geworben. Ein regionales Konzept soll entwickelt und alle Akteure sollen vernetzt werden, um den Bedarfen vor Ort gerecht zu werden. „Durch kluge Strategien sollen Lösungen für jedes Kind gefunden werden“, so der Landrat. Er wies zudem daraufhin, dass der Landkreis beides braucht: „Nur derjenige, der Bildungsregion ist, kann sich zur Digitalen Bildungsregion weiterentwickeln.“

 

Am Ende des Jahrzehnts, im Jahr 2030, werden nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Statistik etwa 270.000 Menschen im Landkreis leben, rund 9.000 mehr als heute. Von ihnen werden 64.000 unter 25 Jahren alt sein. Sie sind unter anderem gefordert, den Herausforderungen des demographischen Wandels begegnen zu können. Dazu sollen junge Menschen fit gemacht werden für eine immer komplexer werdende Zukunft. Im Sinne der Chancengleichheit soll ihnen lebenslanges Lernen ermöglicht werden.

 

Tatsächlich verfügt der Raum Rosenheim bereits über vielfältige Ressourcen, die eine Bildungsregion ausmachen. Durch die Zertifizierungen zur „Bildungsregion“ und zur „Digitalen Bildungsregion“ werden diese Ressourcen weiter ausgebaut, koordiniert und letztlich verstärkt genutzt.

 

Schulen, Kommunen, Jugendhilfe, Arbeitsverwaltung, Wirtschaft, Hochschule und weitere außerschulische Organisationen arbeiten zusammen, um die Bildungsqualität in der Region zu verbessern und zu optimieren. Auf dieser Grundlage lässt sich das Bildungsangebot für die Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen weiterentwickeln.

 

Die „Bildungsregionen“ sind initiiert vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus sowie vom Bayerischen Sozialministerium. Sie verleihen am Ende des Zertifizierungsprozesses die Qualitätssiegel „Bildungsregion“ und „Digitale Bildungsregion“. Um sie zu erhalten muss ein regionales Konzept unter Mitwirkung des Jugendhilfeausschusses erarbeitet und umgesetzt werden. Zudem, und das ist einmalig in Bayern, streben der Landkreis und die Stadt gemeinsam die Zertifizierung zur „Bildungsregion Rosenheim“ an.




Trauriges Ende einer Vermisstensuche

Die Polizeistation Oberammergau und die Kriminalpolizeistation Mühldorf konnten nach mehr als zwei Jahren die Vermisstensuche nach einem 32-jährigen Altöttinger abschließen. Die sterblichen Überreste des Vermissten wurden im Januar 2021 im Bereich der Notkarspitze gefunden, meldet das Polizeipräsidium in Rosenheim heute.

Im Jahr 2018 beschäftigten gleich drei Vermisstenfälle innerhalb weniger Monate die Polizei. Vermisst wurden ein 82-jähriger Oberammergauer, ein 48-jähriger Raistinger sowie ein damals 32 Jahre alter Mann aus dem Landkreis Altötting.

In keinem dieser Fälle war ein schneller Erfolg zu verzeichnen. Die über mehrere Tage dauernden, großangelegten Suchmaßnahmen verliefen ergebnislos. Eine unbefriedigende Sache für die eingesetzten Suchmannschaften der Polizei, Bergwacht, Feuerwehr, Rettungshundestaffeln und weiteren Kräften.

Im Lauf des Jahres 2018 konnten die beiden erstgenannten Fälle gelöst und die Vermissten aufgefunden werden. Vom 32-jährigen Altöttinger fehlte weiterhin jede Spur.

Laut den polizeilichen Erkenntnissen verließ der junge Mann am 30. April 2018 seine Wohnung und war seither spurlos verschwunden. Niemand konnte konkrete Angaben über sein Ziel oder seine Absichten machen.

Am 4. Mai 2018 wurde dann sein Fahrzeug auf einem Wanderparkplatz im Graswangtal entdeckt. Eine dreitägige Suche mit weit mehr als 100 Einsatzkräften begann. Die Bemühungen blieben allerdings erfolglos. Eine traurige und zugleich unbefriedigende Situation für die Angehörigen wie auch für die Sachbearbeiter der Polizei sowie alle an den Suchmaßnahmen beteiligten Einsatzkräfte. Vermisstensachen werden ja nicht einfach abgeschlossen, sie bleiben „offen“ und sind damit immer wieder präsent.

Wie so manchmal half „Kommissar Zufall“ im November 2020 weiter. Aufmerksame Wanderer entdeckten im Bachbett des Großkargrabens, nahe der Ettaler Mühle, einen menschlichen Knochen und meldeten dies der Polizei. Der Knochen wurde zur weiteren pathologischen Bewertung und Untersuchung an das Institut für Rechtsmedizin in München übersandt. Der dort durchgeführte Abgleich mit der im Rahmen der Ermittlungen bereits gesicherten DNS des Vermissten führte zur eindeutigen Identifizierung des vermissten 32-Jährigen. Die anschließenden Absuchen des Bachbettes und der näheren Umgebung erbrachten jedoch keine weiteren Erkenntnisse.

Im Januar herrschten an der Notkarspitze perfekte Verhältnisse zum Eisklettern. Am Ende der  vierten Seillänge des „Linken Ypsilons“, einer Eiskletterroute, fielen einem jungen Polizeibeamten beim Eisklettern, etwas abseits im Eis, eingefrorene Bekleidungsstücke, bei näherer Betrachtung, Knochenteile auf. Seine Feststellungen meldete der junge Kollege umgehend der zuständigen Polizei.

Eine Bergung war aufgrund der Eisbedeckung nicht möglich, jedoch konnten bereits einen Tag später kleine Knochenteile aus dem Eis gepickelt werden. Die rechtsmedizinische Untersuchung dieser erbrachte wiederum eine hundertprozentige Übereinstimmung. Die sterblichen Überreste des vermissten Altöttingers waren somit gefunden.

Die Tauwetterperiode Anfang Februar wurde genutzt und ein Bergeversuch gestartet. Ein Polizeibergführer und ein Bergwachtmann der Bergwacht Oberammergau machten sich mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers auf den Weg.

Bohrhaken wurden gesetzt, Seilversicherungen angebracht um ein Arbeiten im Absturzgelände zu ermöglichen. Der Leichnam war mittlerweile von zwei Metern Lawinenschnee bedeckt und musste zunächst händisch freigeschaufelt werden. Letztendlich konnten die sterblichen Überreste des Mannes geborgen und ausgeflogen werden.

Wenige Tage später konnten die sterblichen Überreste an die Familie übergeben und somit eine Lücke geschlossen werden.

Aufgrund aller im Rahmen der Ermittlungen, der mehr als zweijährigen Suchmaßnahmen sowie im Zuge der Bergung erlangten Erkenntnisse muss davon ausgegangen werden, dass sich der junge Mann beim Abstieg von der Notkarspitze verlief, im Einzugsgebiet des Großkargrabens abstürzte und dort ums Leben kam. Der temporär stark wasserführende Graben transportierte ihn dann letztendlich an die Stelle, an der er gefunden wurde.

Nach mehr als zwei Jahren hatten die Angehörigen zwar die traurige Gewissheit, konnten aber nun Abschied von dem 32-Jährigen nehmen. Auch für die polizeilichen Sachbearbeiter der Alpinen Einsatzgruppe und der Kriminalpolizei kann dieser Vermisstenfall, der die Beamten nicht nur dienstlich sondern auch emotional über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren intensiv beschäftigt hat, „ad acta“ gelegt werden.




Landkreis wieder über der 50!

Wie zu befürchten war: Eine erneut leicht gestiegene Fallzahl in der Inzidenz – das meldet das RKI nun am heutigen Donnerstag für den Landkreis. Leider wieder über der 50 – mit 50,5 Fällen bewegt sich das Kreisgebiet gerade wieder etwas weg von der so erhofften 35 in der Inzidenz. Über Nacht muss das RKI zudem einen weiteren Corona-Todesfall im Landkreis registrieren – den 421. Verstorbenen seit dem Ausbruch der Pandemie. Die Stadt Rosenheim erreicht dagegen heute erstmals eine Inzidenz nah der 35 – und zwar 37,8 Fälle. Der Freistaat Bayern liegt aktuell bei einer Inzidenz von 55,3 …




Nachwuchs gesucht

Die Kreiswasserwacht Mühldorf verfügt momentan überzwei Standorte im Landkreis, dies ist zum einem die Ortsgruppe in Mühldorf und die Ortsgruppe in Waldkraiburg. Am Standort in Mühldorf sind ein Gerätewagen Wasserrettung mit dem dazugehörigen Rettungsboot stationiert. Der Wasserwacht Waldkraiburg stehen nach Umzug in einsatztaktisch bessere Räumlichkeiten insgesamt zwei Gerätewagen Wasserrettung, zwei Rettungsboote, das bayernweit einmalige Tauchereinsatzfahrzeug und ein Raft zur Verfügung. 


An beiden Standorten stehen rund 50 aktive Einsatzkräfte, 24 Stunden, sieben Tage die Woche – 365 Tage im Jahr, ehrenamtlich zur Verfügung. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 2020 mehrere Tausend Stunden an Einsatz- und Übungsstunden ehrenamtlich geleistet.

An den genannten Standorten wird die Jugendarbeit großgeschrieben und somit ist es kein Wunder, das sich hier insgesamt knapp 40 Kinder- und Jugendliche tummeln und den Weg zum Nachwuchsretter eingeschlagen haben.

 

Sowohl im Einsatz- und als auch im Jugenddienst wird auf vielfältige Art die Kameradschaft gelebt und die Aus- und Fortbildung vorangetrieben. Um die Einsatzbereitschaft stets professionell sicherstellen zu können, finden regelmäßig Übungen an den Gewässern wie zum Beispiel Inn, Innkanal und dem Flossinger Weiher statt.

 

Im Sommer wird zusätzlich zum Wasserrettungsdienst im Landkreis noch Wachdienst in Schwimmbädern als auch zum Beispiel am Flossinger Weiher geleistet. Gelegentlich kommt es aufgrund von besonderen Einsatzlagen wie Naturkatastrophen oder Hochwassern vor, das überregionale Einsatzgeschehen zu bewältigen sind. Hier wäre als letzter größerer Einsatz die Flutkatastrophe in Simbach zu nennen.

Bei der Wasserwacht ist vieles möglich!

Von der Ausbildung des Rettungsschwimmers angefangen, über die des Wasserretters,  Bootsführers oder des Rettungstauchers bis hin zum Einsatzleiter Wasserrettung, die Möglichkeiten sind vielfältig.

Der Vorteil liegt hier vor allem bei den Ehrenamtlichen, die sich hier natürlich im Rahmen Ihrer zeitlichen Möglichkeiten engagieren, da die Kosten für anstehende Ausbildungen selbstverständlich übernommen werden und die Möglichkeit besteht zum Beispiel den Bootsführerschein, als auch den Tauchschein im privaten Bereich zu nutzen.

Immer wieder kommt es auch zu Einsätzen im Bereich des Inns zwischen den beiden Wehren bei Agg und Teufelsbruck. Um hier und vor allem im westlichen Teil des Landkreises im Ernstfall noch besser aufgestellt zu sein, ist die Wasserwacht bestrebt im Bereich Gars / Haag eine weitere Ortsgruppe zu installieren. Grundsätzlich kann sich jede Altersklasse bei der Wasserwacht aufgrund Ihrer Vielfältigkeit engagieren und an Unterstützung wird es definitiv nicht mangeln.

 

Jeder Interessierte darf sich gerne vorab mit den Vorsitzenden der Kreiswasserwacht Mühldorf unverbindlich in Verbindung setzen und seine Fragen loswerden.

 

Raphael Rumpf – raphael.rumpf@wasserwacht.bayern – 01 73 / 5 46 61 61

Christian Goertz – christian.goertz@wasserwacht.bayern – 01 51 / 27 02 67 81

TB




Die nächsten 900 Dosen

Neben der ersten Impfstoff-Lieferung des Herstellers AstraZeneca, die bereits im Landkreis Mühldorf – wie berichtet – eingetroffen ist, werden dem Impfzentrum Mühldorf voraussichtlich Mitte nächster Woche weitere 900 Dosen zugeteilt. Da AstraZeneca ausschließlich an Personen unter 65 Jahren verimpft wird, werden ab jetzt im Rahmen der automatischen Terminierung durch die Software der Staatsregierung nicht nur Personen aus der 1. Priorisierungsstufe, sondern auch aus Stufe 2 beziehungsweise sogar aus Stufe 3 eingeladen.

Der Grund hierfür ist, dass sich bislang nicht genügend Personen unter 65-Jahren aus Stufe 1 registriert haben. Das kann dazu führen, dass ein unter 65-Jähriger aus einer nachrangigen Priorisierungsstufe früher einen Termin bekommt, als ein 80-Jähriger aus der höchsten Gruppe. Dies hängt jedoch mit der Verfügbarkeit des Impfstoffes und der Altersempfehlung der Ständigen Impfkommission zusammen.

Deshalb werden alle Personen aus der Priorisierungsstufe 1, die unter 65-Jahre alt sind, aufgerufen, sich unter https://impfzentren.bayern/ zu registrieren. Darüber hinaus können sich ab jetzt auch Personen aus den Stufen 2 und 3 registrieren. Sobald Termine verfügbar sind, werden sie per SMS oder E-Mail benachrichtigt und zur persönlichen Online-Terminbuchung eingeladen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Impfzentrums haben keinerlei Einfluss auf die Terminierung durch das System.




Zentrale Stelle für Pflegebedürftige

Um pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige umfassend beraten zu können, will der Landkreis Rosenheim einen Pflegestützpunkt einrichten. Der Rosenheimer Kreistag beauftragte die Landkreisverwaltung einen „Einrichtungsantrag“ bei der Kommission Pflegestützpunkte zu stellen und mit den Kranken- und Pflegekassen sowie dem Bezirk Oberbayern als gemeinsame Träger einen „Pflegestützpunktvertrag“ abzuschließen.

Der Landkreis Rosenheim wird das neue Angebot in Zusammenarbeit mit der Stadt Rosenheim einrichten, sagte Landrat Otto Lederer. Beide Kommunen werden dazu Personal einstellen und den Betrieb sicherstellen. Auf Basis der Einwohnerzahlen werden der Landkreis 4,36 Vollzeitstellen und die Stadt eine Vollzeitstelle tragen.

 

Geplant ist, eine gemeinsame, zentral gelegene, ausreichend große, barrierefreie und mit dem Öffentlichen Personennahverkehr erreichbare Räumlichkeit anzumieten. Zudem kann der Bezirk Oberbayern an einem Beratungstag pro Woche über seine Leistungen, insbesondere über die Hilfe zur Pflege und die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen, informieren. Das Beratungsangebot soll sich aber nicht nur auf den Pflegestützpunkt in Rosenheim beschränken. Landrat kündigte an, dass das Beratungspersonal auch in der Fläche präsent sein soll.

 

Für Menschen mit Pflegebedürftigkeit als auch für pflegende Angehörige ist die Pflegeberatung wichtig. Beratungsangebote und Leistungen gibt es unter anderem von den Pflegekassen, vom Bezirk Oberbayern, vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen, von Wohlfahrtsverbänden, ambulanten Pflege- und Betreuungsdiensten, Sozialwerken, Nachbarschaftshilfen oder privaten Anbietern. Wesentliches Merkmal dieser vielfältigen Angebote sind klar abgegrenzte Zuständigkeiten. Zudem sind die Fachstellen für pflegende Angehörige ergänzend zur Pflegeberatung in Stadt und Landkreis tätig.

 

Nicht vorhanden ist dagegen ein umfassendes, unabhängiges, trägerneutrales und wohnortnahes Beratungsangebot, wie es durch einen Pflegestützpunkt zur Verfügung gestellt werden kann. Ziel der „Beratung aus einer Hand“ ist ein koordiniertes Beratungs- und Unterstützungsangebot, einschließlich einer wohnortnahen und möglichst abgestimmten Versorgung.

 

Im Landkreis Rosenheim leben derzeit mehr als 56.000 Personen, die 65 Jahre oder älter sind. Das entspricht einem Anteil von etwa 21,6 Prozent an der Gesamtbevölkerung im Landkreis. Es wird erwartet, dass ihr Anteil im Jahr 2050 auf mehr als 30 Prozent ansteigen wird. Damit einhergehen wird eine Zunahme älterer Menschen, die unterstützungs- und pflegebedürftig sind.

 

Die Freie Wähler-Kreistagsfraktion hatte die Einrichtung eines Pflegestützpunktes für den Landkreis Rosenheim vor einem Jahr beantragt. Im März beschloss der Kreisausschuss, den Antrag zunächst zurückzustellen und die Sachlage zu bewerten. Zudem wurde zwischenzeitlich die Zusammenarbeit mit dem Bezirk Oberbayern, den Kranken- und Pflegekassen und der Stadt Rosenheim abgestimmt. Die AfD-Kreistagsfraktion stellte im September den Antrag, die Einrichtung eines Pflegestützpunktes zu prüfen.




Flut an E-Mails ist bewältigt

Das Rosenheimer Landratsamt hat bis zum heutigen Nachmittag Pendlerbescheinigungen für die systemrelevanten Mitarbeiter von insgesamt 220 Unternehmen im Landkreis Rosenheim, die beim Grenzübertritt vorzuweisen sind,  ausgestellt. Der aufgrund der Flut an E-Mails am gestrigen Dienstag aufgelaufene Rückstau konnte vollständig aufgearbeitet werden, sodass eingehende E-Mails inzwischen zeitnah bearbeitet werden, heißt es aus dem Landratsamt.

Um die große Anzahl an Anträgen bearbeiten zu können, haben die zehn Mitarbeiter, die in der Wirtschaftsförderstelle im Landratsamt aktuell die Pendlerbescheinigungen ausstellen, am Montag und Dienstag zum Teil von 6 Uhr morgens bis 22.30 Uhr Anträge bearbeitet und Bescheinigungen ausgestellt. Landrat Otto Lederer lobte das Engagement und den Teamgeist der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 

Ein Großteil der Anträge kam von Logistik- und Verkehrsbetrieben, von Schulen, aber auch aus dem Gesundheitssektor, zu dem neben den Krankenhäusern auch Alten- und Pflegeeinrichtungen, der Rettungsdienst oder auch Pflegedienste gehören. Ein Unternehmen hat zwischen einem und 30 Anträgen für systemrelevante Mitarbeiter gestellt. Für jeden Mitarbeiter wurde eine personalisierte Bescheinigung ausgestellt.

 

Der Landkreise Rosenheim gehört zu den größten Landkreisen in Bayern. Er ist aufgrund seiner Lage und der guten Anbindung an Autobahn und Güterverkehr als Standort bei Unternehmen sehr beliebt. Zusätzliche gibt es hier auch eine große Dichte an Kliniken sowie Alten- und Pflegeheimen. Aufgrund der Nähe zur Grenze kommen viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Einrichtungen aus Tirol.

Foto von der Grenzkontrolle: Georg Barth




356 Millionen-Haushalt verabschiedet

Mit großer Mehrheit hat der Rosenheimer Kreistag heute bei seiner Sitzung in der Wasserburger Badria-Halle den Haushalt für das Jahr 2021 verabschiedet. Die Gesamtsumme von knapp 356 Millionen Euro bedeutet eine Steigerung um rund zwölf Millionen Euro gegenüber dem Haushalt 2020. Die von den Gemeinden des Landkreises zu entrichtende Kreisumlage wurde ein weiteres Mal gesenkt und zwar im einen Prozentpunkt auf 44,25 Prozent der Umlagegrundlagen. 

Damit, so betonte Landrat Otto Lederer in seiner Rede zum Haushalt, sollen die Gemeinden, Märkte und Städte unterstützt werden. Um Investitionen zu finanzieren, ist der Landkreis auch bereit, erstmals seit dem Jahr 2013 wieder eine Netto-Neuverschuldung in Höhe von zwei Millionen Euro einzugehen. Lederer machte deutlich, dass ein weiterer Schuldenabbau wegen der finanziellen Folgen der Corona-Pandemie vorerst hintenangestellt werden muss.

 

Aus den Kreisumlagezahlungen der Gemeinden wird der Landkreis knapp 147 Millionen Euro einnehmen, hat aber gleichzeitig fast 72 Millionen Euro an den Bezirk Oberbayern im Rahmen der Bezirksumlage weiterzuleiten, gut 6 Millionen Euro mehr als noch im Jahr 2020. Neben einem Anstieg der Umlagegrundlagen ist hierfür auch eine Erhöhung des Hebesatzes für diese Umlage um 0,7 Prozentpunkte auf nun 21,7 Prozent verantwortlich.

 

Der Verwaltungshaushalt, der die laufenden Einnahmen und Ausgaben abbildet, umfasst alleine 304 Millionen Euro, eine Steigerung um 4,5 Prozent gegenüber 2020. Bei den Einnahmen steuern die Gemeinden die höchste Summe über die Kreisumlage bei. Zudem stellt der Freistaat Bayern unter anderem über Schlüssel- und sonstige Zuweisungen rund 76 Millionen Euro zur Verfügung. Größter einzelner Ausgabeposten im Zahlenwerk ist die Bezirksumlage. Im sozialen Bereich sind für die Sozialhilfe einschließlich der Grundsicherung für Arbeitsuchende knapp 40 Millionen Euro und für diverse Jugendhilfeleistungen 31 Millionen Euro vorgesehen. Der Betrieb der 23 vom Landkreis Rosenheim getragenen Schulen sowie der schulischen Einrichtungen einschließlich der Schülerbeförderung ist dem Landkreis im Jahr 2021 knapp 53 Millionen Euro wert. An Personalausgaben fallen für die über eintausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landkreises fast 55 Millionen Euro an.

 

Über den Vermögenshaushalt bucht der Landkreis seine Investitionen sowie die Rückzahlung von Krediten. Er umfasst in 2021 knapp 52 Millionen Euro. Die umfangreichen Investitionsausgaben summieren sich auf eine Gesamtsumme von knapp 41 Millionen Euro. Damit überschreitet der Landkreis Rosenheim nach 2019 und 2020 zum dritten Mal die Grenze von 40 Millionen Euro für Investitionen. Für Hochbaumaßnahmen sind gut 18 Millionen Euro vorgesehen, unter anderem für die Erweiterung und den Umbau der Beruflichen Oberschule Rosenheim, die Erweiterung und Generalsanierung der Berufsschule Wasserburg sowie die Erneuerung der RoMed-Klinik in Wasserburg. Für den Straßenbau sind gut 2 Millionen Euro eingeplant. 

 

Das Geld im Vermögenshaushalt kommt zum einen aus dem Verwaltungshaushalt. Als Zuführung vom Verwaltungshaushalt in den Vermögenshaushalt sind knapp 25 Millionen Euro vorgesehen. Dazu werden Zuschüsse des Freistaats unter anderem zu einzelnen Baumaßnahmen von gut 13 Millionen Euro erwartet. Neue Kreditaufnahmen sind in Höhe von 11 Millionen Euro möglich. Da im Haushalt zudem eine Tilgung von 9 Millionen Euro eingeplant ist, könnte der Schuldenstand zum Ende des Haushaltsjahres 2021 auf knapp 74 Millionen Euro ansteigen.

 

Foto: Georg Huber




1000 Impfdosen für Mühldorf

Im Landkreis Mühldorf ist die erste Impfstoff-Lieferung des Herstellers AstraZeneca eingetroffen. Für Erstimpfungen stehen diese und nächste Woche insgesamt 1000 Impfdosen zur Verfügung. Der Impfstoff  wird von der Ständigen Impfkommission für Personen unter 65 Jahren empfohlen und entsprechend der bundesweit geltenden Impfverordnung zunächst an unter 65-Jährige verimpft.  

Auch welcher Impfstoff wann zum Einsatz kommt, ist gesetzlich geregelt: Nach der Neufassung der Corona-Impfverordnung des Bundes dürfen berechtigte Personen unter 65-Jahren ausschließlich mit AstraZeneca geimpft werden. „Das bedeutet, dass weder für Impfberechtigte noch für das Personal am Impfzentrum Wahlfreiheit beim Impfstoff besteht. Wir haben hier keinerlei Einfluss,“ so Landrat Max Heimerl.

Die Skepsis gegenüber dem Impfstoff von AstraZeneca ist nach Auskunft des Ärztlichen Leiters des Impfzentrums Mühldorf, Dr. Timm Büttner, völlig unbegründet: „Mit einer Wirksamkeit von 70 Prozent verhindert die Vakzine fast Dreiviertel der COVID-Erkrankungen, die ohne Impfung auftreten. Viel wichtiger ist jedoch, dass in den Zulassungsstudien keine geimpfte Person in eine Klinik aufgenommen werden musste. Damit erfüllt der Vektor-Impfstoff die wichtigste Anforderung überhaupt, Klinikaufnahmen und Todesfälle zu verhindern. Und die Wirksamkeit ist auch gegen die „britische“ Variante B.1.1.7 gegeben, die zuletzt auch in Deutschland vermehrt aufgetreten ist.“

 

 

 

Zudem unterscheiden sich die Nebenwirkungen nicht von denen der bislang zugelassenen Impfstoffe. „Es scheint nach bisherigen Beobachtungen nur so zu sein, dass die Ausprägung der häufig beobachteten „grippalen“ Symptome nach der ersten Impfung mit dem Vektorimpfstoff stärker ist als nach der zweiten. Bei den mRNA-Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna werden deutlichere Symptome eher nach der zweiten Impfung als nach der ersten beobachtet“, so Dr. Timm Büttner.

 

Ausführliche Informationen zu Anmeldung und Priorisierung sind unter www.impfzentrum-muehldorf.de zu finden.




16 neue Corona-Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf gibt es seit der letzten Statusmeldung vom gestrigen Dienstag 16 neue bestätigte Corona-Fälle. Im städtischen Kindergarten in Neumarkt-St. Veit ist ein positiver Fall aufgetreten, die entsprechende Gruppe befindet sich in Quarantäne. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf 135 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell laut RKI  bei 76,8.




Stets das Wohl aller im Blick

Pro salute omnium – Zum Wohle aller. Privatdozent Dr. Christoph Knothe lag immer eine menschliche und die Menschenwürde respektierende Medizin am Herzen. Nach 19 Jahren als Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin am Klinikum Rosenheim, nach sechs Jahren Medizinischer Direktor der vier RoMed-Häuser in Rosenheim, Bad Aibling, Wasserburg und Prien, zunächst neben der Chefarzttätigkeit, die letzten drei Jahre in Vollzeit, hat sich Privatdozent Dr. Knothe jetzt in den Ruhestand verabschiedet.

Nach dem Studium der Medizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München entschied sich der geborene Münchener sehr schnell für das junge, aufstrebende Fach Anästhesie und begann seine berufliche Laufbahn im Bundeswehrkrankenhaus München. Weitere Stationen waren das Zentralklinikum in Augsburg, das Klinikum Fulda und schließlich die Uniklinik in Gießen, wo er sich habilitierte. Von dort machte er zusammen mit seiner Familie den Sprung gewissermaßen zurück in „heimische Gefilde“ ans Klinikum Rosenheim.

 

Ein Gespräch mit dem scheidenden Direktor:

Herr Dr. Knothe, Sie haben viele Entwicklungen in der Medizin in den fast 40 Jahren in verschiedenen Kliniken hautnah erlebt. Welche haben Sie besonders beeindruckt?

Vielleicht zuerst eine Entwicklung aus meinem eigenen Fachgebiet. Zu Beginn meiner Tätigkeit waren Patienten nach der Narkose den ganzen Tag müde und schläfrig. Heute ist es fast schon selbstverständlich, dass Patienten auch nach größeren Operationen wach und fit genug sind, Zeitung zu lesen – und dann auch noch wissen, was in der Zeitung stand.

Eine weitere wichtige Veränderung hat es im Bereich der operativen Fächer gegeben. Nur ungern denke ich an die großen, blutigen, „ultraradikalen“ Eingriffe zurück, die zu Beginn meiner Karriere gang und gäbe waren. Heute gilt die maximal schonende „Schlüsselloch-Chirurgie“ als Maß der Dinge.

Und schließlich hat sich das Arzt-Patienten-Verhältnis radikal gedreht, was ich persönlich sehr begrüße. Zu Beginn meiner Tätigkeit waren Ärzte noch vielfach „Halbgötter“, die paternalistisch entschieden, was für einen Patienten gut war und welche Informationen er über seinen eigenen Krankheitszustand erhielt. Heute, seit dem Patientenrechtegesetz von 2013 auch rechtlich fixiert, ist das Idealbild zwischen Arzt und Patient eine partnerschaftliche Beziehung mit einem informierten Patienten auf Augenhöhe. Allerdings heißt das auch, dass der Patient mehr Verantwortung für sich selbst übernehmen muss.

 

Wie haben Sie 2009 die Fusion der vier RoMed-Kliniken erlebt und wie bewerten Sie den Zusammenschluss heute?

Nach wie vor bewerte ich den Zusammenschluss als ausgesprochen wertvoll. Er verhindert unsinnige Konkurrenz und ermöglicht eine wohnortnahe Versorgung mit vernünftiger Verteilung von Ressourcen. Gerade die aktuelle Corona-Krise hat einen großen Schub bei der Klinik-übergreifenden Zusammenarbeit gebracht. Allerdings können Veränderungen nicht erzwungen werden und benötigen Zeit.

 

Sie waren seit 2017 hauptberuflich Medizinischer Direktor, nebenberuflich bereits seit 2014. Was war Ihre Motivation dafür?

Als Anästhesist ist einem rasch klar, wie wichtig ein gut geregelter OP-Ablauf und eine gute Kommunikation nicht nur für die Klinikmitarbeiter, sondern vor allem auch für die Qualität des Heilungsverlaufs sind. Allen Beteiligten, den verschiedenen operativen Disziplinen, den Pflegekräften und den Ärzten werden hierbei immer wieder zum Teil auch schmerzliche Kompromisse abverlangt. Was für den Teilbereich des OP gilt, gilt natürlich im gleichen Maße für den gesamten Klinikbetrieb. Qualität muss immer hart erarbeitet werden.

 

Was wünschen Sie dem Klinikverbund?

Die Auswirkungen des demografischen Wandels, die anstehende Umorganisation der Klinikfinanzierung, natürlich aktuell die Beherrschung der Corona-Krise und ihrer Folgen – es gibt genug zu lösen und ich wünsche allen Berufsgruppen, dass sie mit Schwung, Zähigkeit und eigener Lebensfreude nach dem Motto „pro salute omnium“ den maximal möglichen Nutzen für alle schaffen.

 

… und jetzt der Ruhestand. Geht das überhaupt? Was haben Sie für Pläne?

Einfach mal die sogenannte Work-Life-Balance in Richtung „Life“ verschieben.

 

So wie der Wechsel ins neue Jahr unspektakulär und fast ohne Feuerwerk verlief, war auch seine Verabschiedung coronabedingt ziemlich leise. Im Kreise seiner engsten Kolleginnen und Kollegen dankten Geschäftsführer Dr. Jens Deerberg-Wittram und Ärztlicher Direktor Dr. Hanns Lohner dem angehenden Ruheständler für seinen großartigen beruflichen Einsatz und die ausgezeichnete Zusammenarbeit und wünschten ihm für die Zukunft alles Gute, weiterhin Tatkraft und persönliches Wohlergehen.

 




Polizeibeamte übel beleidigt

Beamte der Rosenheimer Polizei wurden gestern Nacht zunächst zu einem Streit im Ortsteil Happing gerufen. Bereits hier fiel ein 47-Jähriger auf, der einen Platzverweis nur widerwillig Folge leistete. Nachdem die Beamten abgerückt waren, erschien der 47-Jährige erneut an der Wohnung seiner Bekannten. Wieder sprachen die Beamten einen Platzverweis aus und versuchten ihm zu erklären, dass er doch besser nach Hause gehen solle, vor allem, da er alkoholisiert wirkt und die Ursache des Streits vielleicht nüchtern besser zu klären wäre.

Der Rosenheimer sah das nicht ein, er weigerte sich zu gehen und schrie noch lauter herum. Die Beamten nahmen den Mann in Gewahrsam und bei der Rosenheimer Inspektion fing er an, die Beamten als „Wichser und Arschlöcher“ zu beleidigen. In der Folge spuckte er die Beamten noch an und traf dabei die Dienstkleidung. Als der Randalierer dann in eine Ausnüchterungszelle gebracht werden sollte, wehrte er sich und griff die Beamten körperlich an, die seinen Wutausbrüchen ausweichen konnten und dadurch auch nicht verletzt wurden.

Die restliche Nacht musste der Mann seinen Rausch in der Zelle ausschlafen. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

 




Wenn der Baum zum Pflegefall wird

Das Frühjahr ist die beste Zeit, um Bäume zu schneiden und in Form zu bringen. „Was wir allerdings seit einigen Jahren im Bereich des Baumrückschnittes sehen, lässt uns das Herz bluten“, sagen Roman Pröll und Harald Lorenz, Gartenfachberater im Landratsamt Rosenheim. Viele große Bäume werden nicht fachgerecht zurückgeschnitten. Sogenannte Starkastschnitte und Kappungen schwächen den Baum nachhaltig. „Durch diesen radikalen Rückschnitt schafft man einen Pflegefall, der in den nächsten Jahrzehnten intensive Pflege benötigt“, so Lorenz.

Fast alle Verletzungen von mehr als zehn Zentimetern Durchmesser bergen das Risiko, dass holzzersetzende Pilze eindringen und den Baum langfristig schädigen. An der gekappten Stelle bildet der Baum Nottriebe, die büschelweise aus den Rändern des abgeschnittenen Astes herauswachsen. Über die Jahre wird die Last an dem geschädigten Hauptast immer größer. Damit steigt die Gefahr, dass Äste an solchen Schnittstellen bei Sturm oder unter Schneelast abbrechen und herunterfallen. „Durch die nicht fachgerechten Kappungen werden die Bäume nicht sicherer, sondern in den Folgejahren gefährlicher und instabiler“, sagt Lorenz. Zusätzlich ist die natürliche Form des Baumes für immer verloren.

 

Ein fachgerechter Schnitt setzt immer an einer Verzweigung an und lässt den dünneren Ast unmittelbar an der Schnittstelle als Versorgungsast stehen. Er sollte etwa 1/3 des Durchmessers des entfernten Astes haben. Der Versorgungsast sorgt für Abschottung und garantiert den Saftfluss. Damit kann die Schnittstelle besser verheilen und der Baum bleibt gesund. Ein guter Baumschnitt ist vergleichbar mit dem Besuch beim Friseur, sagt Pröll. „Wenn der Friseur mit seinem Schnitt fertig ist, ist die Form immer noch da, nur etwas kürzer. So sollte es beim Baumschnitt auch sein. Die Form der Baumkrone bleibt erhalten und der Baum behält sein typisches Erscheinungsbild.“

 

Darum empfehlen die Gartenfachberater im Landratsamt Rosenheim, Bäume von einem ausgebildeten Baumpfleger schneiden zu lassen. Ein fachgerechter Schnitt fördert den Baum in seiner Entwicklung und erhält die Verkehrssicherheit. „Nicht jeder, der eine Kettensäge bedienen kann, kann einen Baum auch fachgerecht pflegen. Bäume sollten immer mit Würde und Respekt behandelt werden“, so Pröll.

 

Foto: Pröll

 

 

 

 

 

 

 

 




Tödlicher Gleitschirmunfall

Am späten Dienstagnachmittag starteten ein 32-Jähriger aus dem Landkreis Rosenheim und ein 31-jähriger Münchener mit ihren Gleitschirmen vom Heuberg. Bei beiden Männern handelt es sich um Gleitschirmflieger mit jahrelanger Erfahrung. Nachdem der Rohrdorfer seinem Bekannten, der kurz vor ihm gestartet war, aus den Augen verloren hatte und dieser dann auch nicht an dem vereinbarten Landeplatz eigetroffen war, setzte er einen Notruf ab. In der Folge lief unter Leitung der Polizeiinspektion Brannenburg und der Bergwacht Brannenburg unverzüglich eine größere Suchaktion nach dem Vermissten an.

Gegen 19.45 Uhr konnte der Verunfallte von einem Polizeihubschrauber im Bereich der „Eingefallenen Wand“ in unwegsamen Gelände an einem Baum hängend lokalisiert und anschließend durch Kräfte der Bergwacht Brannenburg gegen 21 Uhr geborgen werden. Die Bergwacht und zwei Polizeibeamte der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) der Polizei mussten sich auf Grund des Geländes fußläufig an den Verunfallten annähern.

Dabei war auch eine besondere Absicherung der Einsatzkräfte notwendig, welche durch die Bergwacht organisiert und gestellt wurde.

Ein Notarzt der Bergwacht konnte nur noch den Tod des Verunglückten feststellen. Unter Leitung eines Polizeibergführers der Alpinen Einsatzgruppe begannen erste Bergungsmaßnahmen, die auf Grund schlechten Wetters gestern nicht weiter fortgesetzt werden konnten.

Diese werden am heute, Mittwoch, wieder aufgenommen.

An dem Einsatz waren zahlreiche Kräfte der Bergwacht Brannenburg sowie der umliegenden Bergwachten, die unter unermüdlichem Einsatz die Lokalisierung des Verletzten sowie dessen Rettung versuchten. Zudem waren ein Rettungshubschrauber und zwei Polizeihubschrauber an dem Einsatz beteiligt. Derzeit wird der Luftfahrtunfall unter der Ermittlungszuständigkeit der Polizei Brannenburg in Zusammenarbeit mit der Alpinen Einsatzgruppe des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd untersucht.




Inzidenz steigt leicht an

Die Sorge wegen der Mutationen geht um – vor allem mit dem Blick auf unser nahes Nachbarland Österreich: Eine leicht gestiegene Fallzahl in der Inzidenz – das meldet das RKI erneut am heutigen Mittwochmorgen für den Landkreis mit 49,4 Fällen. Zum Glück aber wird über Nacht kein weiterer Corona-Todesfall im Kreisgebiet beklagt. Die Stadt Rosenheim erreicht erstmals eine Inzidenz unter der 50 – und zwar 48,8 am heutigen Aschermittwoch 2021. 

UPDATE am Nachmittag:

Der Anteil der britischen Virus-Variante an den Corona-Infektionen in Deutschland sei rasant angestiegen. Er liege inzwischen bei über 20 Prozent, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am heutigen Mittwochmittag in Berlin sagte. Vor zwei Wochen habe der Anteil noch bei knapp sechs Prozent gelegen.

Die Zahl der Infektionen mit den zunächst in Großbritannien und Südafrika festgestellten Varianten des neuartigen Coronavirus ist in Österreich auf deutlich über 1000 gestiegen, meldet der BR. Mit 471 Fällen sei die englische Variante nun am häufigsten in Wien nachgewiesen. Das Burgenland folge mit 189 Fällen, Salzburg mit jetzt 177, Tirol mit 74.

Bei der südafrikanischen Variante, die 279 mal in Österreich bislang nachgewiesen wurde, fallen allein 271 Fälle auf Tirol. Das ist der Grund, weswegen die strengen Kontrollen an der Grenze zu Tirol eingeführt wurden am Wochenende – wie mehrfach berichtet.

Auch Oberbayern nicht mehr ohne

Wie das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen gestern mitteilte, wurde bei drei Personen eine Corona-Virus Mutation festgestellt. Bei den drei positiven Fällen wurde eine Punktmutation gefunden, die auf eine der Virusvarianten aus Brasilien, Großbritannien oder Südafrika hindeutet. Um festzustellen, um welche Mutation es sich jeweils genau handelt, werde derzeit im Labor das gesamte Genom sequenziert. Das dauert in der Regel zehn bis 14 Tage, heißt es in einer Pressemitteilung.

Derzeit sind im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen insgesamt 66 Personen positiv auf Covid-19 getestet und in Isolation.

 

 

 




Finanzspritze für die Feuerwehr

Christian Pfeffer, Inhaber von Pepperweber, IT-Service und Kommunikation
in Isen, hat sich die Spendierhosen angezogen und der Feuerwehr Mittbach 500 Euro überreicht. Die großzügige Spende stammt aus dem erfolgreichen Abschluss
der Glasfaseranbindung für Mittbach und Pemmering. Die beiden Mittbacher Vorsitzenden Engelbert Perzl und Josef Sixt bedankten sich dafür herzlich bei Christian Pfeffer, der übrigens selbst ein sehr motivierter Feuerwehrkamerad ist. Der gespendete Betrag wird laut Vorstand sinnvoll für die Ausbildung der Feuerwehrleute verwendet.




Lkw-Fahrer unter Drogeneinfluss am Steuer

Ein aufmerksamer Verkehrsteilnehmer aus dem Landkreis Rosenheim teilte gestern Vormittag über die Polizeiinspektion Traunstein mit, dass er einen Lkw beobachte, der  in Schlangenlinien auf der Autobahn unterwegs sei. Zunächst fuhr der 40-Tonner auf der Landstraße zwischen Chieming und Grabenstätt, wo er mehrfach auf die Gegenfahrbahn geriet. An der Anschlussstelle Grabenstätt fuhr der Lkw dann auf die Autobahn A8 in Richtung München auf, wo er seine waghalsige Fahrt fortsetze.

Durch eine Streife der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim konnte der Lkw an der Anschlussstelle Rosenheim-West angehalten und einer Kontrolle unterzogen werden. Dabei war der Grund für die Fahrweise schnell klar. Bei dem Fahrzeugführer, einem 25-jährigen, in Deutschland lebenden, polnischen Staatsangehörigen, konnte durch die Beamten ein drogentypische Verhalten festgestellt werden.

Ein durchgeführter Urintest war positiv auf Amphetamine und bestätigte den Verdacht eines vorangegangen Drogenkonsums. Der Fahrzeugführer selbst wollte sich nicht an ein Konsum von Drogen erinnern.

Nach einer Blutentnahme und der Sicherstellung des Führerscheins wurde der Lkw-Fahrer wieder entlassen. Ihn erwartet nun eine empfindliche Geldstrafe, zudem wird er vermutlich in nächster Zeit kein Kraftfahrzeug mehr führen dürfen.




Große Zahl an Anfragen

Das Landrastsamt Rosenheim hat bis zum heutigen Mittag  Pendlerbescheinigungen für die systemrelevanten Mitarbeiter von insgesamt 71 Unternehmen im Landkreis Rosenheim ausgestellt. Ein Großteil der Anträge stammt von Kliniken, Alten- und Pflegeheimen sowie Speditionen im Landkreis Rosenheim, die systemrelevante Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen, die aus Tirol oder Tschechien stammen.

„Einige Unternehmen haben den Antrag nur für einen systemrelevanten Mitarbeiter gestellt, bei Kliniken lagen zum Teil bis zu 30 Anträge vor, die alle bearbeitet und ausgestellt wurden, sagte Richard Weißenbachen von der Wirtschaftsförderstelle im Landratsamt Rosenheim, welche die Bescheinigungen für systemrelevante Pendler ausstellt.

 

Insgesamt zehn Mitarbeiter sind im Einsatz, um die große Menge an Anfragen abzuarbeiten. „Derzeit sind noch etwa 200 E-Mails von Firmen offen, die Anträge für ihre Mitarbeiter gestellt haben. Diese werden wir weiter mit Hochdruck abarbeiten, damit alle systemrelevanten Mitarbeiter in systemrelevanten Unternehmen so schnell wie möglich ihre behördliche Bescheinigung für die Einreise nach Deutschland erhalten, so Weißenbacher. Dennoch ist es möglich, dass einige ihre Bescheinigung zur Einreise von Tirol oder Tschechien nach Deutschland erst morgen oder übermorgen erhalten.

 

Der Landkreise Rosenheim gehört zu den größten Landkreisen in Bayern. Er ist aufgrund seiner Lage und der guten Anbindung an Autobahn und Güterverkehr als Standort bei Unternehmen sehr beliebt. Zusätzliche gibt es hier auch eine große Dichte an Kliniken sowie Alten- und Pflegeheimen. Aufgrund der Nähe zur Grenze kommen viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Einrichtungen aus Tirol.       

Archivfoto: Georg Barth




Trotz Pandemie tolle, sportliche Erfolge

Rosenheims Wahl der Sportler des Jahres 2020 ist entschieden: Mit der Eiskunstläuferin Chiara Höhensteiger, dem Biathleten Johan Werner und den Hockeydamen des SB DJK Rosenheim gab es in allen drei Kategorien Debütanten auf dem Siegerpodest. Bereits zum 39. Mal führte der Stadtverband für Leibesübungen (SfL) gemeinsam mit der Stadt Rosenheim die Sportlerwahl durch. Trotz deutlich eingeschränkter Anzahl an Wettkämpfen im vergangenen Jahr und der Pandemie bedingten Absage der Sportgala entschieden sich die Verantwortlichen, die Wahl durchzuführen und die Athletinnen und Athleten zu würdigen.

Die Ehrung wurde heuer einzeln im kleinen Rahmen im Rosenheimer Rathaus durch Oberbürgermeister Andreas März und der SfL-Vorsitzenden Kathrin Rohrmüller durchgeführt. Die Sportlerin und der Sportler erhielten unter anderem Pässe für das Rosenheimer Sommerfestival und die beiden Vertreterinnen der Hockeymannschaft, Valentina Labonte und Regina Lindner, durften neben dem großen Wanderpokal einen Gutschein für die gesamte Mannschaft für einen zweistündigen Wasserskikurs in Empfang nehmen.

„Wir können wirklich stolz darauf sein, welch herausragende Leistungen unsere Rosenheimer Sportler im bundesweiten Vergleich erzielen. Hier spiegelt sich auch die ambitionierte und erfolgreiche Jugendarbeit in unseren Vereinen wider“, freute sich Andreas März sichtlich über die Erfolge der jungen Sportler.

Insgesamt 37 Personen waren wahlberechtigt. Neben den zehn Vorsitzenden der mitgliedstärksten Vereinen, den 10 Stadtratsmitgliedern des Schul-, Kultur- und Sportausschusses und acht Funktionären des SfL komplettierten jeweils vier Vertreter der Medien und der Stadtverwaltung sowie der Kreisvorsitzende des BLSV die Wählerschaft. Mit 34 Stimmabgaben war die Wahlbeteiligung heuer außergewöhnlich hoch. Maximal konnten drei Stimmen je Sportler und Mannschaft abgegeben werden.

Mit Chiara Höhensteiger setzte sich bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres nach zwei Erfolgen von Clarissa Bittermann in den 80er-Jahren erst zum dritten Mal eine Eiskunstläuferin durch. Die 16-jährige Sportlerin des SV Pang sicherte sich im Vorjahr im B-Wettbewerb bis 19 Jahren die Titel bei der Bayerischen und der Deutschen Meisterschaft. Mit insgesamt neun Stimmen Vorsprung verwies die Schülerin des Ignaz-Günther-Gymnasiums die U18-Eishockey-Nationalspielerin Celine Mayer und die deutsche Wasserskimeisterin Jana Maier auf die Plätze.

 

Der 1. Platz von Johan Werner bei den Männern bedeutete den erstmaligen Sieg eines Biathleten. Dem gebürtigen Rosenheimer des Skiclubs Aising-Pang gelang im vergangenen Jahr mit dem Titelgewinn bei der Deutschen Meisterschaft im Sprint der Altersklasse U18/19 der herausragende Erfolg.

Nach mehreren Jahren auf der Eliteschule des Wintersports in Berchtesgaden gehört Johan Werner aktuell der Sportfördergruppe der Bayerischen Landespolizei an und kann hier Spitzensport und Abitur optimal unter einen Hut bringen. Auch auf den Rängen zwei und drei landeten Wintersportler.

So belegte der Weltcup-Snowboarder Stefan Baumeister (SC Aising-Pang) den 2. Platz und der bei den Starbulls Rosenheim spielende U19-Eishockey-Nationalspieler Enrico Henriquez-Morales den dritten Rang.

Große Freude herrschte im Lager der Hockeydamen des SB DJK Rosenheim über den Wahlerfolg bei der Mannschaft des Jahres. Dem größtenteils bereits seit der Kindheit beim SBR spielenden Team gelang in der letztjährigen Hallensaison mit Platz eins in der Regionalliga 2 Süd und dem Aufstieg in die 2. Hallenbundesliga Süd der größte Erfolg der Abteilungsgeschichte. Auch für die Spielzeit in der zweithöchsten deutschen Spielklasse rechnet sich die junge Mannschaft (Altersdurchschnitt 24 Jahre) von Trainer Rainer Brech eine gute Platzierung aus.

Auf Rang zwei landeten hier die Deutschen Vizemeister im Beachvolleyball der U19, Carina Drath und Amelie Busch vom MTV Rosenheim.

Den dritten Platz erreichte das Special-Olympics-Floorballteam des SB DJK Rosenheim, das bei den nationalen Winterspielen siegreich war.

Die Endstände der drei Erstplatzierten:

1. Chiara Höhensteiger     SV Pang, Eiskunstlauf                                    49 Stimmen

2. Celine Mayer                Starbulls Rosenheim, Eishockey                     40 Stimmen

3. Jana Maier                   WSC Kiefersfelden-Rosenheim, Wasserski      18 Stimmen

 




Es hört nicht auf

Jetzt sind die Zahlen des RKI da am heutigen Dienstag – und es hört nicht auf: Vier Corona-Todesfälle gibt es laut Robert-Koch-Institut leider wieder über Nacht im Kreisgebiet zu beklagen! 420 Verstorbene sind es nun schon seit dem Beginn der Pandemie. Eine leicht gestiegene Fallzahl in der Inzidenz meldet das RKI zudem für den Landkreis mit 46,3 Fällen. Die Stadt Rosenheim kommt weiterhin nicht unter die 50 in der Inzidenz. Am Morgen werden dort 64,5 Fälle registriert und ein Corona-Todesfall, der 52. Verstorbene der Pandemie-Zeit …




Extremwetter im Februar


„So einen krassen Wetterwechsel in einem Monat gibt es auch eher selten. Nachdem es in der vergangenen Woche extrem kalt und schneereich war, kommt nun das andere Wetterextrem: Uns erreicht für die Jahreszeit wohl die wärmste Luftmasse, die möglich ist. Wir bekommen dazu auch noch ein richtiges Frühlingshoch mit viel Sonnenschein”, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met. Die Grafik zeigt die Temperaturverteilung am kommenden Wochenende.

Jung weiter: „Der Winter ist ab dem Wochenende wie abgeschaltet. Ab Samstag beziehungsweise Sonntag klettern die Höchstwerte langsam auf bis zu 15 Grad, ab Sonntag und zu Beginn der nächsten Woche sogar auf Spitzenwerte von bis zu 20 Grad. Bei Föhn sind an den Alpen sogar bis zu 22 oder 23 Grad nicht ganz ausgeschlossen und das alles in der zweiten Februarhälfte.

Das sind Temperaturen, die wir normal erst Anfang oder Mitte April erwarten, aber nicht im Hochwintermonat Februar. Bisher ist der Februar deutlich kälter als das langjährige Klimamittel, doch das könnte sich noch komplett drehen, wenn nun diese extrem warmen Tage auf uns zukommen.”

Der Wetterexperte: „So einen krassen Wetterwechsel erlebt man auch als Meteorologe nur selten. Der Februar 2021 kippt nun total in die andere Richtung. Nach extrem kalt, kommt nun extrem warm.

Am Ende könnte der Februar nun sogar noch als zu warmer Wintermonat enden. Dann wäre es nach Dezember und Januar der dritte zu warme Wintermonat in Folge und damit wäre auch dieser Winter mal wieder ein Mildwinter gewesen, trotz der sehr kalten und schneereichen Episode. Das wäre schon ziemlich verrückt.”

So geht es in den kommenden Tagen in Deutschland weiter:

Dienstag: 4 bis 14 Grad, viele Wolken,  Regen

Mittwoch: 5 bis 12 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, trocken

Donnerstag: 6 bis 16 Grad, neben Sonne auch Wolken, kaum Regen

Freitag: 7 bis 13 Grad, Mix aus Sonne und Wolken

Samstag: 8 bis 17 Grad, oft freundlich und trocken

Sonntag: 12 bis 20 Grad, viel Sonnenschein und sehr warm

Montag: 12 bis 20 Grad, frühlingshaft warm und sonnig

Dienstag: 14 bis 21 Grad, oft Sonnenschein und trocken

Mittwoch: 14 bis 20 Grad, freundliches Wetter mit viel Sonnenschein

Donnerstag: 14 bis 20 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, trocken

Freitag: 14 bis 20 Grad, freundliches Frühlingswetter

 

 




Und wieder geht’s schon um Ostern …

Am 4. und 5. April ist Ostern – also in knapp sieben Wochen. Nun hat auch unser Nachbarland Österreich bereits einen verlängerten Lockdown für die Hotels und die Gastronomie im Land bis dahin angekündigt. Dies gelte zudem auch für den Kulturbereich, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz gestern Abend nach Beratungen mit den im Parlament vertretenen Parteien sowie Experten. Das Infektionsgeschehen im Land sei nach der Öffnung des gesamten Handels (wir berichteten) zwar nach wie vor stabil, so Kurz. Allerdings habe in Ostösterreich die britische Virus-Mutante zugenommen, in Tirol die südafrikanische. Die Situation an der Landkreis-Grenze ist derweil entsprechend angespannt …

Im österreichischen Bundesland Tirol sind bereits mehr als 300 Corona-Fälle mit der sogenannten Südafrika-Mutante aufgetreten. Zudem gebe es fast 200 Verdachtsfälle auf diese besonders ansteckende Variante des Coronavirus’, teilte am gestrigen Montag die österreichische Landesregierung mit.

Gestern Abend kam zum Grenzverkehr diese Entscheidung, wie der Bayerische Rundfunk berichtet:

Pendler von Tirol nach Salzburg dürfen ab sofort die Strecke über das kleine und große Deutsche Eck nutzen. Wie das österreichische Bundesland Tirol mitteilte, gelte diese neue Regelung für Pendler, die die Transitstrecke über deutsches Gebiet zu beruflichen oder Ausbildung-Zwecken nutzen.

Voraussetzung sei ein negatives Corona-Testergebnis, das nicht älter als 48 Stunden sein darf. Die Einreise müsse darüber hinaus digital angemeldet werden.

Mit der Transitregelung werde eine wesentliche Forderungen Tirols erfüllt, so der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter: Alle entsprechenden Stellen seien informiert und er erwarte, dass die Abwicklung an den Grenzübertritten nun reibungslos funktionieren werde.

Der Autoverkehr führt beim so genannten großen Deutschen Eck vom Walserberg über die Bundesautobahnen A8 in Bayern und (ab Rosenheim) A93 bis zum Grenzübergang zwischen Kiefersfelden und Kufstein in Tirol. Ab der Grenze wird die Inntal Autobahn (A 12) befahren.

Quelle BR

 

 




Mit Pelzmütze in den Chiemsee

Für hartgesottene Naturleute ist das Eisschwimmen im Winter das größte Vergnügen. Wie die aktuellen Aufnahmen vom Chiemsee zeigen, wagte sich dieses Trio ins kühle Nass, nachdem man gemeinsam eine kleine Fläche von der dünnen Eisdecke freigemacht hat. Dann ging es mit Badehose, Haube und Pelzmütze hinein und nach ein paar Runden ging es wieder zurück ans Priener Chiemsee-Ufer. hö/Fotos: Axel Löffler




Erneut Verzögerung beim RKI

Verzögerungen in der Daten-Übermittlung erneut am heutigen Dienstagmorgen beim Robert-Koch-Institut. Somit liegen die aktuellen Fallzahl-Meldungen im Inzidenzwert noch nicht für den Landkreis Rosenheim vor – und auch nicht für die Stadt Rosenheim. Seit dem frühen Morgen arbeite man daran – man aktualisiere die Daten gerade, heißt es beim RKI. UPDATE: Auch noch um 8.25 Uhr …