Ärger über „unfairen Wettbewerb”

Mit einem offenen Brief haben sich die Betriebsinhaber der Firma ZE Süd, Johanna Mauerberger-Kaffl und Gerhard Schlarb aus Kolbermoor, nicht nur an Lokalpolitiker wie Kolbermoors Zweiten Bürgermeister Dieter Kannengießer (rechts), sondern auch an die Verantwortlichen der großen Politik – Ministerpräsidenten Markus Söder und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger – gewandt. Darin prangern sie „pandemische Missstände” an. 

Unter anderem wird in ihrem Schreiben auf die Wettbewerbsverzerrung im Lebensmittelhandel eingegangen.

„In den Werbeprospekten der Discounter wird uns vor Augen geführt, dass sich der Großteil nicht auf Dinge des täglichen Bedarfs konzentriert, sondern auf Sportbekleidung, Heimwerkerbedarf, Kleinmöbel, Elektrogeräte und vieles mehr”, so die Betriebsinhaber im Gespräch mit Dieter Kannengießer.

Man sei zwar froh, dass inzwischen endlich auch in Bayern „Click+Collect” erlaubt ist und das Ungleichgewicht in den Bundesländern in diesem Punkt aufgehoben ist, dennoch bleibe der Nachteil des Einzelhandels gegenüber den Discountern.

Johanna Mauerberger-Kaffl und Gerhard Schlarb fordern daher klare Regeln, „die fair sind und nicht zu einer Wettbewerbsverzerrung führen.”

Gerhard Schlarb, bekannt auch als Ortsvorsitzender der „Parteifreien“ in der Stadt Kolbermoor, ist enttäuscht, über die fehlende Resonanz. „Vom Rosenheimer Landrat Otto Lederer habe ich keine Antwort erhalten, jedoch eine positive vom Altöttinger Landrat Erwin Schneider. Noch größer ist die Enttäuschung über die Verantwortlichen aus der großen Politik, die das offensichtlich gar nicht interessiert“, so Schlarb.

Schlarb hätte sich erwartet, dass die angeschriebenen Lokalpolitiker aus den verschiedenen Parteien die dargestellten Missstände wenigsten mit ihren Abgeordneten diskutieren und hier eine Reaktion erfolgt.

Bürgermeister Dieter Kannengießer kann die Forderungen nur unterstreichen, sieht aber genau aus den Erkenntnissen der bisherigen Pandemiezeit den geringen Einfluss der Abgeordneten und der überdimensionierten Parlamente.

Schlarb hofft dennoch „auf tatkräftige und kreative, politische Unterstützung.”




„Maske oft auf eigene Kosten“

Sie kümmern sich um die Hygiene in Büros, Schulen und Krankenhäusern – müssen sich aber um die eigene Gesundheit Sorgen machen: Nach Einschätzung der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) stehen einem Großteil der Reinigungskräfte im Landkreis Rosenheim nicht genügend kostenlose Atemschutzmasken zur Verfügung. Immer wieder komme es vor, dass Reinigungsfirmen beim Arbeitsschutz knausern und Beschäftigte den dringend benötigten Mund-Nasen-Schutz aus der eigenen Tasche bezahlen müssen, so die Gewerkschaft.

„Es kann nicht sein, dass ausgerechnet die Menschen, bei denen das Einkommen kaum für Miete und Lebensunterhalt reicht, auf den Kosten der beruflich genutzten Masken sitzen bleiben. Besonders schwer ist es für Teilzeitkräfte und Minijobber. Das muss sich schnell ändern“, sagt IG BAU-Bezirksvorsitzender Michael Müller. Nach Angaben der Arbeitsagentur gibt es im Landkreis Rosenheim rund 700 Beschäftigte in der Gebäudereinigung.

 

Der Arbeits- und Gesundheitsschutz zähle zu den Fürsorgepflichten des Arbeitgebers, betont Müller. Daran dürfe nicht gespart werden – „das Tragen einer Atemschutzmaske ist aktuell Pflicht und erst recht notwendig, wenn Beschäftigte sich am Arbeitsplatz einer erhöhten Infektionsgefahr aussetzen“. Die IG BAU Oberbayern ruft die Reinigungsfirmen in der Region dazu auf, umgehend für ausreichend Atemschutzmasken zu sorgen, am besten nach dem FFP2-Standard. „Betroffene berichten davon, dass sie bislang – wenn überhaupt – nur eine einfache OP-Maske kostenlos bekommen. Wenn es nach dem Arbeitgeber geht, soll die dann mehrere Tage halten. Wer den Mundschutz mehrmals täglich wechselt, muss dafür selbst aufkommen“, berichtet der Gewerkschafter. Dieser Missstand müsse dringend behoben werden.

 

Wichtig sei, dass die Firmen die besten Masken für die Sicherheit der Beschäftigten zur Verfügung stellen und über den richtigen Gebrauch der sogenannten Aerosol-Filter informierten. „Vom Verformen des Nasenclips bis hin zum Aufsetzen mit vier Fingern, damit die Maske an der Haut abschließt – hierfür sollte es im Betrieb eine Anleitung geben“, so Müller. Aus Sicht der IG BAU muss für das Tragen der Atemschutzmaske der Erschwerniszuschlag im Rahmentarifvertrag gezahlt werden. „Viele Firmen verweigern diese Zulage. Wer stundenlang unter einer Maske körperlich schwer arbeitet, hat den Lohnaufschlag verdient.“

 




Sonderausschuss Krisenfall tagt

Der Stadtrat hat sich mehrheitlich per Umlaufbeschluss dafür ausgesprochen, während des „harten Lockdown“ alle Stadtrats-, Ausschuss- und Aufsichtsratssitzungen entfallen zu lassen. Die zu behandelnden Tagesordnungspunkte werden durch den Sonderausschuss Krisenfall behandelt, der an den für Stadtratssitzungen geplanten Terminen tagt. 

Nachdem durch die Ministerpräsidentenkonferenz entschieden worden ist, den Lockdown bis 14. Februar zu verlängern, wird im Februar der Sonderausschuss Krisenfall anstelle der Stadtrats-, Ausschuss- und Aufsichtsratssitzungen tagen.

 

Die Sitzung des Sonderausschusses Krisenfall findet am Mittwoch, 10. Februar, ab 17 Uhr im Großen Rathaussaal statt.

 

Die Teilnahme stellt für Gremiumsmitglieder und Besucher einen gewichtigen und unabweisbaren Grund im Sinne des Infektionsschutzgesetzes dar. Es müssen selbstverständlich sehr strenge Infektionsschutzmaßnahmen getroffen werden. Nach aktuellem Stand heißt das: Einhaltung des Mindestabstandes, Registrierung der Teilnehmer und Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

 

Allen interessierten Besuchern sollten sich vorab beim Hauptamt (hauptamt@rosenheim.de, Telefon 08031/365-1011) zur Sitzung des Sonderausschusses Krisenfall anzumelden.

 

Ab dem Zeitpunkt, ab dem der sog. „harte Lockdown“ aufgehoben wird, finden wieder die regulären Sitzungen des Stadtrates und seiner Ausschüsse und Aufsichtsräte statt.




Rosenheim vergrämt Krähen

In diesem Jahr werden zum zweiten Mal im Stadtgebiet von Rosenheim Vergrämungsmaßnahmen von Saatkrähen durchgeführt. Nach den letztjährigen Schwerpunkten Loretoweise und Mangfallauen/Oberwöhr  wird sich die Aktion heuer auf die Schillerstraße sowie die Hochfellnstraße konzentrieren. Hintergrund ist, dass die Krähenpopulationen ihre Standorte dorthin verschoben haben. Die Maßnahmen werden rechtzeitig zum Beginn der Brutzeit im März beendet.

Als Geräte für die Vergrämung kommen so genannte Birdgards zum Einsatz. Sie spielen in unregelmäßigen Abständen verschiedene Warnrufe von Krähenvögeln über Lautsprecher in Bäumen ab. Ziel ist es, den Vögeln die Standorte durch die Störungen unattraktiv für den Nestbau zu machen und sie in ruhigere Gebiete zu lenken, bei denen keine Konflikte mit vorhandener Wohnbebauung auftreten.

 

Für vorgesehenen Vergrämungsmaßnahmen liegt der Stadt Rosenheim eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung der Regierung von Oberbayern vor.

 

Weitergehende Informationen sind unter https://rosenheim.de/kraehen oder dem untenstehenden QR-Code zu finden.

Bei Fragen können Sie sich gerne an das Umwelt- und Grünflächenamt unter der Telefonnummer 08031/365-1690 wenden.

 




Nach Lkw-Unfall: A93 wieder frei befahrbar

Am Dienstag ereignete sich am späten Vormittag auf der A93, Fahrtrichtung Kufstein, kurz vor der Anschlussstelle Kiefersfelden ein Auffahrunfall zwischen zwei Lkw-Gespannen (wir berichteten). Dabei wurde der Aufleger eines Lkw erheblich beschädigt. Bei der Ladung des Sattelzuges handelte es sich um ein Kunststoffgranulat, das entzündbare Dämpfe abgibt und deshalb als Gefahrgut eingestuft wurde. Bis gestern Abend dauerten die Aufräumarbeiten. Erst gegen 18 Uhr konnten beide Fahrspuren der Inntalautobahn wieder freigegeben werden.

Die Gefahrgutverpackungen wurden durch den Aufprall erheblich beschädigt und teilweise zerstört. Das pulverartige Granulat trat auf der Ladefläche aus und rieselte in erheblicher Menge auf die Fahrbahn. Der Sattelauflieger war so beschädigt, dass bei Bewegung die Gefahr bestand, dass die Plane aufplatzen und das gesamte Gefahrgut freigesetzt werden könnte. Dies hätte neben vielen Gefahren auch eine mehrstündige Vollsperrung der A 93 zur Folge gehabt. Durch das THW Rosenheim wurde der Sattelzug fachmännisch vor Umwelteinflüssen wie Regen und Wind gesichert.

 

Das Gefahrgut wurde schließlich von einer speziellen Fachfeuerwehr aus einem Ludwigshafener Chemiewerk in Zusammenarbeit mit dem THW und örtlichen Feuerwehren geborgen. Aufgrund der weiten Anfahrt der Fachfeuerwehr konnte erst in den frühen Morgenstunden des gestrigen Mittwoch mit den aufwändigen Berge- und Umladearbeiten begonnen werden. Die Umladung musste größtenteils von Hand erfolgen. Aufgrund der Sperrung des rechten Fahrstreifens staute sich der Verkehr auf der A 93 in Fahrtrichtung Kufstein zum Teil erheblich.

 

Nachdem das Gefahrgut abgeladen und der Sattelzug durch eine Abschleppfirma geborgen worden war, reinigte eine spezielle Kehrmaschine die Fahrbahn. Um 18 Uhr konnte die Fahrbahn wieder freigegeben werden.

 

 




Die Mutanten und ihre Gefahr

Ohne eine abgestimmte Corona-Politik mit den europäischen Nachbarstaaten hält Bayerns Ministerpräsident Markus Söder Grenzkontrollen für unausweichlich. Falls das nicht klappen sollte, dann seien Grenzkontrollen zwingend notwendig, sagte er am heutigen Mittag nach der Kabinettssitzung. Er hoffe aber, dass sich der Europäische Rat am morgigen Donnerstag auf vergleichbare und synchronisierte Maßnahmen einigen könne. Wegen der neu aufgetretenen, so besorgniserregenden Virusmutationen gelte es, den Eintrag Selbiger nach Deutschland möglichst zu vermeiden sowie diesen frühzeitig zu erkennen …

Bundeskanzlerin Angela Merkel atte am gestrigen, späten Dienstagabend in Berlin erklärt, dass auch sie im äußersten Falle Grenzkontrollen nicht ausschließe, um das Eintragen von Virusmutationen zu verhindern. Bei den Herkunftsgebieten von Mutationen müsse man besonders streng hinsichtlich der Einreise sein, betonte Merkel.




Keine Sondersitzung diesmal

Am Freitag wird es keine Sondersitzung des bayerischen Landtags geben, das hat eine Taskforce des Landtags am Morgen entschieden. Der Grund für diese Entscheidung ist, dass die Verlängerung der Lockdown-Verordnung erst am 1.2. in Kraft tritt. Somit hat der der Landtag genug Zeit, erst nächste Woche am Mittwoch im Rahmen seiner regulären Plenarsitzung zu den heutigen Entscheidungen des Ministerrats Stellung zu nehmen.




Ohne Führerschein zur Grenzkontrolle

Wegen fehlender Führerscheine hat die Bundespolizei am gestrigen Dienstag bei Grenzkontrollen auf der Inntalautobahn gleich mehrere Männer gestoppt. Während ein Österreicher sofort „zur Kasse gebeten“ wurde, müssen ein Ungar und ein Kroate erst noch mit Konsequenzen rechnen.

In den Nachmittagsstunden stoppten die Bundespolizisten in der Grenzkontrollstelle bei Kiefersfelden einen Wagen, der in Österreich zugelassen ist. Bei der Überprüfung der Insassen stellten die Beamten fest, dass der 38-jährige Beifahrer von der Staatsanwaltschaft in Passau gesucht wird. Er war in der Vergangenheit wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Seine Justizschulden hatte der Wiener bisher nur teilweise beglichen. Nachdem er die geforderte Summe in Höhe von rund 1.800 Euro vor Ort bezahlt hatte, durfte er mit entsprechend geleerter Geldbörse die Weiterreise antreten.

 

Am selben Tag trafen die Beamten unabhängig voneinander auf zwei Pkw-Fahrer, die ihre Autos mangels Fahrerlaubnis gar nicht hätten fahren dürfen. So stoppten die Bundespolizisten einen 28-Jährigen, der mit sehr niedriger Geschwindigkeit auf der A8 bei Rosenheim unterwegs war. Der Ungar konnte sich lediglich mit seiner gültigen Identitätskarte ausweisen. Über einen Führerschein verfügte er nicht. Ein Kroate, den die Bundespolizei an der A93 nahe Kiefersfelden kontrollierte, widersetzte sich einem verhängten Fahrverbot. Wie sich bei der Überprüfung seiner Personalien herausstellte, war ihm aufgrund mangelnder Eignung der Führerschein entzogen worden. In beiden Fällen schalteten die Bundespolizisten jeweils die Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim ein und überstellten die vorläufig festgenommenen Personen. Die Männer haben mit einem Strafverfahren zu rechnen.

 

 




A93: Jetzt hilft auch das THW

Der Einsatz auf der inntalautobahn geht weiter: Wie berichtet, kam es gestern auf der A93 kurz vor Kiefersfelden zu einem Auffahrunfall von zwei Sattelzügen. Durch den Aufprall verschob sich die Ladung des auffahrenden Lkw dermaßen, dass die Umverpackung von Kunststoffgranulat teilweise aufgerissen wurde und von der Ladefläche auf die Fahrbahn rieselte.

Rund 20 Helfer des Technischen Hilfswerks Rosenheim errichteten mit dem Einsatzgerüstsystem (EGS) und Planen eine Konstruktion, um den verunglückten Lkw  und die Einsatzstelle über Nacht abzusichern und vor äußeren Einflüssen zu schützen.

Seit heute Früh ist eine Fachfirma vor Ort, die mit der Entsorgung der Ladung beauftragt wurde. Derzeit demontieren wieder rund 20 Helfer des THW sowie Helfer der Feuerwehren Oberaudorf und Mühlbach die Konstruktion und errichten im Anschluss ebenfalls mit dem Einsatzgerüstsystem eine Abstützung für den Sattelauflieger, um ein gefahrloses Bergen der Ladung zu ermöglichen.

 

Zum jetzigen Zeitpunkt kann keine Aussage getroffen werden, bis wann die Behinderungen auf der A93 andauern werden.




Rosenheimer Loipe gespurt

Den Schneefällen vom Wochenende sei Dank: In den Innflutmulden stehen den Rosenheimer Langläuferinnen und Langläufern ab sofort zwei klassische Loipen kostenlos zur Verfügung. „Damit will die Stadt ihren Teil dazu beitragen, dass sich langlaufbegeisterte Rosenheimerinnen und Rosenheimer vor Ort in diesen schwierigen Zeiten sportlich betätigen können – zumindest so lange, bis das große Tauwetter einsetzt.“, so Werner Oeckler, Leiter des städtischen Baubetriebshofs.

Foto: Stadt Rosenheim




Wieder falsche Polizisten am Telefon

Ein Mann aus Feldkirchen-Westerham wurde gestern Opfer eines Trickbetruges durch falsche Polizeibeamte. Bei einem Anruf eines angeblichen „Ermittlers“ wurde ihm mitgeteilt, dass in seiner unmittelbaren Nachbarschaft ein Einbruch verübt worden sei  und ein Teil der Tätergruppierung festgenommen werden konnte. Aufgrund einer angeblich bei den Tätern aufgefundenen Notiz erfolge nun der Anruf. Um auch den Haupttäter dingfest machen zu können, wurde er um „Kooperation“ gebeten.

Durch geschickte Gesprächsführung wurde das Opfer dazu gebracht, einen höheren Geldbetrag bei seiner Bank abzuheben und vor seinem Haus zu deponieren. Dieser wurde dann auch im weiteren Verlauf durch eine bislang unbekannte Person abgeholt.

In diesem Zusammenhang wird nochmals darauf hingewiesen, dass die Polizei nie Geld oder Wertgegenstände fordert, um diese vor Einbrechern zu schützen oder Ermittlungen durchzuführen.

 




„Gemeinsam Zukunft gestalten”

Der Rosenheimer Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner informiert, dass die Ausschreibung für den Bayerischen Integrationspreis 2021 gestartet ist. Die Bayerische Integrationsbeauftragte Gudrun Brendel-Fischer, Bayerns Innen- und Integrationsminister Joachim Herrmann und Landtagspräsidentin Ilse Aigner loben auch heuer wieder einen gemeinsamen Integrationspreis aus. Zum zehnjährigen Bestehen steht er unter dem Motto „Integration von Kindern und Jugendlichen – Gemeinsam Zukunft gestalten“. 

Bis zum 28. Februar 2021 können sich Projekte, Initiativen und Einzelpersonen bewerben, die sich für die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Bayern einsetzen. In diesem Jubiläumsjahr soll zudem ein Sonderpreis an eine Einzelperson vergeben werden. Die Auszeichnung wird voraussichtlich am 21. Juni im Bayerischen Landtag verliehen.

 

Knapp die Hälfte aller Kinder in Deutschland hat eine Zuwanderungsgeschichte. Für eine gemeinsam gestaltete Zukunft ist ihre Integration besonders wichtig. Dabei bedeutet Integration nicht, die eigenen Wurzeln aufzugeben, sondern in neuer Umgebung die Möglichkeit zu bekommen, weiter zu wachsen. Zudem kann Integration nur durch Teilhabe gelingen: Wo ich mich selbst einbringe und engagiere, bin ich angekommen. Wo ich die Zukunft aktiv und kreativ mitgestalte, forme ich sie mit. So verstandene Integration rückt die Potentiale junger Menschen mit Migrationshintergrund in den Vordergrund und hilft dabei, dauerhaft sprachliche, religiöse und kulturelle Grenzen zu überwinden und Verbindungen zu schaffen.

 

Der Bayerische Integrationspreis 2021 ist mit insgesamt 6.000 Euro dotiert. Dabei kann das Preisgeld auch in Teilsummen auf mehrere Preisträger aufgeteilt werden. Das Preisgeld ist zweckgebunden für Projekte und Initiativen im Bereich der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund einzusetzen. Der Sonderpreis ist darüber hinaus mit 500 Euro bedacht. Die Entscheidung über die Preisträger trifft eine unabhängige Jury des Bayerischen Integrationsrates.

 

Die Bewerbungsformulare und weitere Informationen finden Sie unter: https://integrationsbeauftragte.bayern.de/integrationspreis/integrationspreis-2021/. Bei Fragen steht die Geschäftsstelle der Integrationsbeauftragten zur Verfügung unter Telefon 089/2192-4308 oder E-Mail an integrationspreis@stmi.bayern.de.




Nur eingeschränkt erreichbar

Die Stadt Rosenheim weist darauf hin, dass die städtischen Verwaltungsgebäude aufgrund der verschärften Corona-Regeln und eines daraus resultierenden Schichtdienstes bis auf Weiteres nur eingeschränkt besetzt sind. Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, ihre Behördengänge auf dringende Angelegenheiten zu reduzieren.

Für persönlich zu klärende Anliegen sind zwingend Terminvereinbarungen erforderlich. Die üblichen Öffnungszeiten der städtischen Verwaltung sind Montag bis Freitag von 8 bis 12, Donnerstag zusätzlich von 14 bis 17 Uhr. Davon abweichende Öffnungszeiten einzelner Ämter und Dienststellen sind auf der städtischen Homepage zu finden. Termine auch außerhalb der Öffnungszeiten sind möglich und erwünscht, weil dadurch der Besucherstrom entzerrt werden kann.

 

Die städtische Verwaltung wird  in den öffentlichen Medien über die jeweils geltenden Regelungen informieren. Die kulturellen Einrichtungen der Stadt Rosenheim, also Stadtbibliothek, Galerie, Stadtarchiv, Volkshochschule, Städtisches Museum im Mittertor und Holztechnisches Museum bleiben aufgrund der aktuell geltenden Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmen-Verordnung bis auf weiteres geschlossen.




Versandhändler in Wasserburg hilft

Das THW Bad Aibling hat heute 50.000 Stück der FFP2-Masken in München abgeholt. Diese Masken sollen kostenlos an bedürftige Menschen im ganzen Landkreis Rosenheim verteilt werden. Die Organisation der Verteilung ist eine logistische Herausforderung. Ein großer Teil der Masken wird über einen Versandhändler in Wasserburg ausgeliefert …

Die Bilder zeigen die Ankunft der Lieferung heute in Bad Aibling. Hier werden die Masken zu verschiedenen Paketen geschnürt und dann den jeweiligen Verteilerquellen zur Verfügung gestellt. 

Weitere Masken werden über das Jobcenter, die Diakonie und die Tafeln verteilt.

Das Amt gehe davon aus, dass die FFP2-Masken am kommenden Wochenende, spätestens aber bis zum Anfang der nächsten Woche bei allen Bedürftigen angekommen seien, heißt es am heutigen Nachmittag aus dem Landratsamt.

Jeder Bedürftige im Landkreis Rosenheim erhält fünf FFP2-Masken kostenlos (wir berichteten).

Wie Stefan Forstmeier, Leiter des Sachgebiets „Öffentliche Sicherheit und Ordnung“ im Landratsamt Rosenheim sagt, sei die Verteilung der Masken eine logistische Herausforderung. „Wir haben verschiedene Wege organisiert, damit die Masken rechtzeitig zur Verfügung stehen. Wir danken allen, die uns dabei so tatkräftig unterstützen. Das ist eine enorme Hilfe.“

Neben den fünf FFP2-Masken liegt dem Paket auch ein Schreiben mit Informationen zur Handhabung und Desinfektion der Masken bei.

Berechtigt für fünf kostenlose FFP2-Masken sind Bedürftige ab 15 Jahren.

Als Bedürftige gelten Empfänger von Grundsicherungsleistungen (Grundsicherung für Arbeitssuchende nach dem SGB II, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII, Hilfen zum Lebensunterhalt) sowie Obdachlose und Kunden der Tafeln.         

Insgesamt 2,5 Millionen Masken stellt das Bayerische Gesundheitsministerium zur Verfügung. Davon erhält der Landkreis Rosenheim etwa 50.000 Masken. Die Aufteilung erfolgt aufgrund der Einwohnerzahl.

Fotos: THW Bad Aibling




Rückbildungskurs jetzt online

Rückbildungsgymnastik hat zum Ziel, das Gespür für den durch die Geburt geschwächten Beckenboden wieder zu erlangen und ihn durch gezielte Übungen zu kräftigen. Entsprechende Kurse bietet das RoMed-Klinikum Rosenheim jetzt online an. Empfohlen wird die Teilnahme frühestens ab der sechsten Woche nach der Geburt. 

Kurse montags sind ab 15. Februar von 14 bis 15.45 Uhr mit Hebamme Adina Müller:

15.02. – 12.04.2021

21.06. – 09.08.2021

04.10. – 29.11.2021

 

Kurse freitags sind ab 16. April von 18 bis 19:15 Uhr mit Hebamme Meri Shalari.

16.04. – 04.06.2021

13.08. – 01.10.2021

 

Die Kurse finden derzeit online statt.

Bei Interesse und für weitere Informationen E-Mail an rueckbildung.ro@ro-med.de.




„Hinterher ist man immer schlauer“

Hoch schlugen die Wellen, als vergangenen Donnerstag die Vizepräsidentin des Polizeipräsidiums Süd, Eva Schichl, im Rahmen einer kleinen Feier in den Ruhestand verabschiedet wurde (wir berichteten). Denn während das Land in der Lockdown-Starre verharrt, Gastronomie verboten ist, wurden die Gäste im Rosenheimer KuKo bewirtet. Prompt hagelte es harsche Kritik von Wirten und aus den Reihen der Grünen und FDP im Bayerischen Landtag. Unter den Gästen bei der Verabschiedung war auch Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März, der sich jetzt in den sozialen Medien geäußert hat.

Eigentlich sollte die Verabschiedung und „Dienstbesprechung des Innenministeriums“, wie es offiziell hieß, im großen Rahmen stattfinden. Weil das in Coronazeiten aber nicht möglich ist, waren nur zehn Gäste geladen, die anschließend von einer Catering-Firma verköstigt wurden. Serviert wurden Suppe, Kalb und Bayrisch Creme. Anwesend waren unter anderem die scheidende Vizepräsidentin Schichl, ihr Nachfolger Frank Hellwig, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, Landespolizeipräsident Prof. Dr. Wilhelm Schmidbauer, Polizeipräsident Robert Kopp und OB März.

 

Während gleichzeitig für die Öffentlichkeit harte Einschränkungen gelten, tauchte umgehend die Frage auf, ob hier mit zweierlei Maß gemessen wurde. Im Netz reagierten zahllose Bürger mit Unverständnis und Ärger. Jetzt nimmt OB Andreas März in den sozialen Medien Stellung zur „Drei-Gänge-Menü“-Affäre.

„Gleich als erstes vorneweg: Es tut mir leid, dass die Stadt Rosenheim wieder mal in Zusammenhang mit Corona schlechte Presse bekommen hat“, bedauert er. Als März die Einladung des Polizeipräsidiums Oberbayern angenommen habe, sei im Vordergrund gestanden, ein Zeichen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit der zuständigen Ordnungs- und Sicherheitsbehörden zu setzen.

Den Termin nicht wahrzunehmen sei in dieser Hinsicht keine Option gewesen, so März weiter. Zudem habe sein Büro im Vorfeld die Zulässigkeit dieser Veranstaltung mit dem Innenministerium extra abgestimmt und abgeklärt. Der Oberbürgermeister: „Es gab keine Einwendungen. Grundsätzlich ist man im Nachhinein wohl immer schlauer. In dieser Zeit gilt, dass jeder Schritt in der Öffentlichkeit zweimal überlegt werden sollte.“




Auffahrunfall: Kleine Kügelchen auf der A93

In den späten Vormittagsstunden des Dienstages ereignete sich ein folgenschwerer Auffahrunfall auf der A93 in Richtung Kufstein. Ein slowakischer Lkw-Fahrer übersah zwischen den Anschlussstellen Oberaudorf und Kiefersfelden einen vor ihm fahrenden Lkw und fuhr nahezu ungebremst auf. Beide Lkw-Fahrer blieben wie durch ein Wunder unverletzt. Problematisch an dem ganzen Einsatz war aber, dass der Auffahrer Gefahrgut in Form von entzündbaren Styroporkügelchen in großen Mengen geladen hatte.

Die Ladegebinde wurden beschädigt und es kam zu einem massiven Austritt. Im Einsatz befand sich ein Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst. Die Bergung wurde vom Gefahrguttrupp der Verkehrspolizeiinspektion in Absprache mit der Feuerwehr geplant und durchgeführt. In diesem Zusammenhang kam es zu massiven Behinderungen auf der A93 in Fahrtrichtung Kufstein.

Es wird auch im weiteren Nachmittag noch zu weiteren Behinderungen in diesem Zusammenhang kommen.




Polizei bei Winterkontrolle

Beamte der Rosenheimer Polizei führten gestern Morgen im Bereich Stephanskirchen eine Verkehrskontrolle durch. Der Schwerpunkt der Verkehrsüberwachung lag darin, ob die Fahrzeuge sowie das Blickfeld des Fahrzeugführers vom Schnee befreit waren. Die letzten Tage war viel Schnee gefallen und nicht jeder Verkehrsteilnehmer machte sein Fahrzeug vor Fahrtantritt „schneefrei“. Dies zeigte auch die Verkehrskontrolle.

Im Rahmen der rund zweistündigen Kontrolle wurden über 50 Autofahrer angehalten, da die Autos teilweise zentimeterhoch mit Schnee bedeckt oder die Sicht durch Eis und Schnee eingeschränkt war. Die Fahrer wurden gebeten, die Autodächer vom Schnee zu befreien und bei den Scheiben für einen „klaren Blick“ zu sorgen. Selbstverständlich übergab die Polizei bei Bedarf auch ein „polizeiliches Einsatzmittel”. Der Polizeibesen, eigentlich zum Reinigen der Fahrbahn bei Unfällen, leistete bei vielen Autofahrern große und nützliche Hilfe beim Schneeräumdienst.

Nachdem schnee- und eisfrei gemeldet werden konnte, war gegen eine Weiterfahrt nichts mehr einzuwenden. Alle Verkehrsteilnehmer zeigten sich sehr einsichtig und die Rosenheimer Polizei beließ es bei mündlichen Aufklärungsgesprächen. Positiv war festzustellen, dass sämtliche Fahrzeuge mit Winterreifen ausgestattet waren.

Herunterfallende Schneelasten oder ein eingeschränktes Sichtfeld können eine nicht unerhebliche Unfallgefahr darstellen.

 




Vom Bremspedal gerutscht

Ein 62-jähriger Autofahrer aus Feldkirchen-Westerham wollte gestern gegen 9.45 Uhr im Bereich der Wittelsbacherstraße mit seinem Pkw in eine Parklücke einfahren. Beim Rückwärtsfahren stieß er mit dem Heck seines Autos gegen die Frontpartie eines dort geparkten Audi eines 33-jährigen Mannes aus Rosenheim. Der 62-Jährige erschrak und rutschte in der Folge vom Bremspedal ab. Da ein Gang im automatikbetriebenen Fahrzeug eingelegt war machte sein Fahrzeug einen Ruck nach vorne und stieß dort gegen einen geparkten Ford eines 25-jährigen Mannes aus Rosenheim. Insgesamt entstand ein Sachschaden von rund 5000 Euro, verletzt wurde durch den Unfall niemand.




Tödlicher Unfall im Nachbarlandkreis

Gegen 21 Uhr kam es gestern zu einem tödlichen Verkehrsunfall östlich des Chiemsees. Ein 22-jähriger Mann aus Übersee fuhr mit seinem Pkw auf der Kreisstraße TS3 von Grabenstätt Richtung Erlstätt. Zur gleichen Zeit fuhr ein 61-jähriger Grabenstätter mit seinem Pkw in die entgegengesetzte Richtung. Kurz vor dem Weiler Tettenmoos kam es aus bislang ungeklärter Ursache, zum Frontalzusammenstoß zwischen den beiden Fahrzeugen. Der 22-Jährige erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Der 61-Jährige wurde schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert.

An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden, Schadenshöhe geschätzt ca. 20.000 Euro.

Zur Klärung der Unfallursache wurde durch die Staatsanwaltschaft Traunstein ein Gutachter hinzugezogen.

Vor Ort eingesetzt waren die Polizeiinspektion Traunstein, die Verkehrspolizei Siegsdorf, die Feuerwehren Erlstätt und Grabenstätt mit 50 Mann, zwei Rettungsfahrzeuge des Bayerischen Roten Kreuz und ein Notarzt.

Die Kreisstraße TS3 war rund vier Stunden gesperrt.

 

Zeugen des Unfalles werden gebeten, sich bei der Polizei Traunstein zu melden, Telefon  0861/9873-0.




Sattelzug verliert Reifen samt Felge

Am gestrigen Montag befuhr gegen 16.30 Uhr ein 46-jähriger Österreicher mit seinem Firmenwagen, einem Skoda Superb, die A93 in Fahrtrichtung Kufstein. Kurz nach dem Inntaldreieck überholte er einen Sattelzug mit bulgarischem Kennzeichen. Genau in diesem Moment löste sich auf der linken Seite des Sattelanhängers ein Reifen samt Felge und schlug in der rechten Seite des Pkw ein.

Durch die Wucht des Einschlags wurde die rechte Fahrzeugseite erheblich beschädigt. Der entstandene Schaden wird auf zirka. 8.000Euro geschätzt.

Ob der Fahrer des Sattelzugs den Verlust des Reifens nicht bemerkte, oder vorsätzlich nicht bemerken wollte, ist nicht bekannt. Er setzte seine Fahrt jedenfalls unbeirrt fort.

Da von dem Sattelzug lediglich bekannt ist, dass er ein bulgarisches Kennzeichen hatte, werden Zeugen welche Angaben zu dem Vorfall machen können gebeten, sich bei der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim unter Telefon 08035/90680 oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.




Die Impfung dahoam …

Eine neue Information zum Thema rund ums Corona-Impfen kommt heute Nachmittag vom Landratsamt im benachbarten Ebersberg: Der Vertreter der Hausärzte im dortigen Krisenstab des Landkreises – Dr. Marc Block – berichtete darüber, dass der Impfstoff der Firma Biontech nun als fertig vorbereitete Spritze transportiert werden dürfe. Damit sei es grundsätzlich möglich, Personen zu Hause zu impfen, die zwar der höchsten Prioritätsstufe angehören, denen es aber nicht mehr möglich sei, zum Impfzentrum zu kommen. Im Impfzentrum werde dazu nun ein Konzept erarbeitet …

Begonnen werden könne mit diesen Impfungen bei den Bürgern daheim, sobald genügend Impfstoff zur Verfügung stehe – und zwar auch, wenn die Impfungen in den Heimen dann noch nicht abgeschlossen seien, heißt es aus dem Amt.

Es bestehe die Möglichkeit, die derzeit zwei Impfteams im landkreis Ebersberg auf fünf Impfteams zu erweitern.

Am heuitigen Montag-Nachmittag haben die Gemeinden zudem übrigens die Möglichkeit, am Lager des Landkreises Ebersberg FFP2-Masken abzuholen, die sie dann an pflegende Angehörige und bedürftige Menschen abgeben können.

Landkreisbürgerinnen und –bürger über 80, die ein Schreiben des Landrates erhalten haben, das sie auf ihre Berechtigung zur Impfung gegen das Corona-Virus aufmerksam macht, sollten bei Fragen und zur Vereinbarung eines Termins bei der Hotline des Impfzentrum anrufen.

Insbesondere sei dabei auch ein Hinweis wichtig, falls Personen ihre Wohnung nicht mehr verlassen können und daher auf eine Impfung durch ein mobiles Impfteam angewiesen seien.

Dann müssen die Termine entsprechend koordiniert werden.

Die Nummer: (08092) 86 31 40.

Das nächste Treffen des Ebersberger Corona-Krisenstabs ist für morgen, Dienstag, 19. Januar, im Landratsamt geplant.




Schrecksekunde bei Grenzkontrollen

Bei Grenzkontrollen auf der Inntalautobahn nahe Kiefersfelden hat die Bundespolizei am gestrigen Sonntag einen Italiener wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz festgenommen. Er hatte eine Pistole auf einen Kontrollbeamten gerichtet. Zusätzlich zur Waffe lagen 50 Patronen in der Führerkabine seines Lastkraftwagens.

In den frühen Abendstunden überprüften Bundespolizisten den Führer eines in Bulgarien zugelassenen Lkw. Der 28-Jährige konnte sich mit seinen italienischen Dokumenten ordnungsgemäß ausweisen. Bei der ersten Überprüfung seines Fahrzeugs entdeckten die Beamten die Bedienungsanleitung einer Pistole sowie ein Pistolenreinigungsgerät.

Auf Nachfrage gab der Italiener zunächst an, keine Waffe mitzuführen. Doch dann zog er unvermittelt eine Pistole hinter seinem Sitz hervor. Dabei richtete er die Mündung sogar auf einen der Bundespolizisten. Nach der ersten Schrecksekunde stellte sich heraus, dass es sich bei der täuschend echt aussehenden Pistole um eine ungeladene Schreckschusswaffe handelt.

Das in Deutschland vorgeschriebene Prüfsiegel war allerdings nicht vorhanden. Die Pistole und auch die dazugehörige Munition, die ebenfalls griffbereit im Fahrerhaus lag, wurden sichergestellt. Eine Berechtigung zum Führen der Waffe konnte der italienische Staatsangehörige nicht vorweisen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte er seine Reise fortsetzen. Wegen seiner Verstöße gegen das Waffengesetz muss er voraussichtlich schon bald mit einem Strafverfahren rechnen




Sprecherin bestätigt

Die vom Robert-Koch-Institut am heutigen Montag gemeldeten Infektionszahlen seien offenbar unvollständig – wir berichteten bereits. Man prüfe derzeit, was der Grund für die wenigen Meldungen etwa aus Bayern oder auch aus Rheinland-Pfalz seien, sagte eine Sprecherin des Instituts am Vormittag. 

Quelle Bayerischer Rundfunk




Wird nachgelegt?

Die Sorgen werden spürbar größer im Land – vor allem vor mutierten Arten des Virus’. Eine noch völlig neue, unbekannte Art ist jetzt – laut BR heute – zudem am Wochenende in Garmisch entdeckt worden! Schon am morgigen Dienstag treffen sich die Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Merkel, um über das weitere Lockdown-Vorgehen in der Pandemie zu beraten. Eine Verlängerung in den Februar und weitere, noch strengere Maßnahmen seien offenbar geplant. Es soll um die nächtliche Ausgangssperre gehen und auch um mehr Homeoffice. Erklärtes Ziel sei weiterhin ein wieder kontrollierbares Niveau von bundesweit weniger als 50 Fällen in der Inzidenz. In ganz Bayern gilt ab heute die FFP2-Maskenpflicht – wie mehrfach berichtet. Während die Inzidenz-Fallzahlen des RKI am heutigen Montagmorgen noch weiter unter Vorbehalt zu bewerten sind (wir berichteten ebenfalls): Im Landkreis werden gesunkene 139,7 Fälle registrierter Corona-Neuinfektionen im Inzidenzwert gemeldet, für die Stadt Rosenheim 162,1 …




Zahlreiche Unfälle wegen Schneeglätte

Am gestrigen Sonntag herrschte wenig Verkehr auf den Autobahnen im Zuständigkeitsbereich der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim, dennoch kam es witterungsbedingt zu zahlreichen Unfällen. Es blieb jedoch glücklicherweise bei Sachschäden ohne verletzte Personen.

Gegen 7.30 Uhr verlor ein türkischer Lkw-Fahrer aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit bei starkem Schneefall und schneebedeckter Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Laster touchierte zwischen der Anschlussstelle Rosenheim und dem Inntaldreieck in Fahrtrichtung München erst die linke Leitplanke und schlug anschließend in die rechte Leitplanke ein.

Der Schaden an Leitplanke und Lkw beträgt zirka 10.000 Euro.

Ein 35-jähriger Ungar war mit seinem BMW ebenfalls auf der A8 in Richtung München unterwegs. Auch dieser fuhr mit nicht angepasster Geschwindigkeit bei Schnee und kam kurz nach Bernau mit dem Auto rechts von der Fahrbahn ab. Durch den Aufprall in der Leitplanke wurde das Fahrzeug so stark beschädigt, dass es abgeschleppt werden musste.

Um 8.30 Uhr befuhr ein Rumäne mit einem Lkw die A8 in Fahrtrichtung Salzburg. Zwischen der Tank und Rastanlage Samerberg und der Anschlussstelle Achenmühle kam auch dieser auf der Schneebedeckten Fahrbahn ins Rutschen und prallte gegen die Leitplanke und verursachte einen Gesamtschaden von zirka. 3.000 Euro.

Zwischen den Anschlussstellen Rosenheim West und Bad Aibling wechselte ein Mercedes mit schweizer Zulassung um 11.20 Uhr kurz vor einem slowenischen Pkw Fahrer den Fahrstreifen. Der Slowene konnte durch eine Vollbremsung einen Zusammenstoß verhindern, geriet jedoch ins Schleudern und touchierte die rechte Leitplanke. Das schweizer Fahrzeug entfernte sich ohne Anzuhalten von der Unfallstelle. Ein aufmerksamer Zeuge beobachtete den Unfall und konnte sich das Kennzeichen des Flüchtigen notieren und eine Fahrerbeschreibung abgeben. Den Fahrer des Mercedes erwartet jetzt eine Anzeige wegen Unfallflucht. Bei dem Unfall entstand ein Schaden von zirka 4.000 Euro.

Ein 18-jähriger Münchner kam um 16.20 Uhr kurz vor der Anschlussstelle Bad Aibling in Fahrtrichtung Salzburg mit seinem Fiat 500 aufgrund eines Fahrfehlers auf der linken Fahrspur ins Schleudern und kollidierte mit seiner Fahrzeugfront mit dem Pkw eines 25-jährigen Rosenheimers, der auf der Mittleren Spur unterwegs war. Am Fahrzeug des Münchners entstand ein Schaden von rund 2.000 Euro im Frontbereich und am Audi auf der linken Fahrzeugseite von zirka 800 Euro. Beide Fahrzeuge blieben fahrtbereit.

In Richtung Salzburg war ein Rumäne um 8.30 Uhr mit seinem Audi unterwegs. Der Pkw schlingerte immer wieder auf der Fahrbahn und wurde deswegen von Beamten der Bundespolizei vor Rohrdorf einer Kontrolle unterzogen. Da wurde der Grund für seine Fahrweise schnell gefunden, denn an seinem Fahrzeug waren an der Hinterachse Sommerreifen angebracht. Der Fahrer musste vor Ort eine Sicherheitsleistung hinterlegen und die Weiterfahrt wurde unterbunden bis sich auf allen vier Rädern Winterreifen befinden.

 




Auch Waldhauser helfen

Der SV Waldhausen und die Feuerwehr Waldhausen unterstützen  Thommy Gries bei der Hilfs- und Spendenaktion für die Erdbeben Opfer in Sisak und Petrinja in Kroatien. Wie beide Vereine mitteilten, werden besonders warme Kleidung, Decken, Toiletten- und Hygieneartikel sowie lang haltbare Nahrungsmittel und Konserven für die Aktion benötigt. Weitere Informationen können im Sportverein bei Klaus Seidl oder Stefan Balk und bei der Feuerwehr bei Urbauer Robert erfragt werden. Wer helfen möchte, kann seine Spende am Samstag, 23.Januar, von 10 bis 14 Uhr am Sportheim in Waldhausen abgeben.

Die beiden Vereine und der Organisator würden sich über die Unterstützung aus der gesamten Bevölkerung freuen und schon im Voraus Danke im Namen der Erdbebenopfer sagen.

 

Archivfoto von der Wasserburger Spendenaktion




Die Heimat, so schön

Ruhe über dem ganzen Land. Während am heutigen Sonntagmorgen der Schnee leise rieselt, tauchte die Sonne gestern die Natur der Heimat in eindrucksvolle Stimmungsbilder, wie diese so schöne Aufnahme unseres Fotografen Rainer Nitzsche am gestrigen Abend zeigt …

 




Gefährliche „Wanderschaft“

„Schwankender Fußgänger“ – „torkelnder Mann“, so lauteten mehrere Mitteilungen an die Rosenheimer Polizei über einen Mann, der gestern Nachmittag auf der Staatsstraße 2095 im Gemeindegebiet von Söchtenau unterwegs sei. Vor Ort konnte der Fußgänger dann auch tatsächlich angetroffen werden. Der 35-jährige Mann aus Bad Endorf hatte eine Flasche Wodka in der Hand und wollte zu Fuß nach Hause zu gehen.

Ein Atemalkoholtest ergab knapp zwei Promille Alkohol.

Dass die „Wanderschaft“ keine so gute Idee war, sah der Endorfer nach Belehrung der Polizei auch ein. Kurzerhand wurde der Mann von den Beamten der Rosenheimer Polizei ins Streifenfahrzeug gebeten und nach Hause gefahren.

 




Rauferei wegen einer jungen Frau

Zwei Jugendliche aus Rosenheim gerieten am Freitagnachmittag im Bereich des neuen Busbahnhofes in Streit, das meldet die Polizei am heutigen Sonntagmorgen. Ein 14-Jähriger schlug seinem 17-jährigen Kontrahenten dabei mit der Faust ins Gesicht, dass dieser eine blutende Nase erlitt. Zeugen schilderten wiederum, dass zunächst der 17-Jährige mit den Aggressionen begonnen hatte, sagt die Polizei …

Vor Ort konnte die beiden Raufbolde beruhigt werden.

Beide waren offenbar wegen einer gemeinsamen, weiblichen Bekannten in Streit geraten und vermutlich eskalierte das Gespräch, da es um die „Gunst“ der jungen Frau gegangen sei, so die Polizei weiter.

Wohl spielte auch der Alkohol eine Rolle – der 17-Jährige hatte über ein Promille, wie ein Atemalkoholtest vor Ort ergab.

Die Gesichtsverletzung musste im Klinikum Rosenheim ambulant behandelt werden.

Die Polizei hat die Ermittlungen wegen Körperverletzung aufgenommen und im weiteren Verlauf des Abends wurden die Beiden den Erziehungsberechtigten übergeben.

 




Studium: Start der so anderen Prüfungen

Studieren – alles andere als einfach in der Corona-Zeit. So ist das seit nun fast einem Jahr. Aufgrund der äußerst angespannten Pandemie-Situation wurden aktuell die Modalitäten zur Prüfungsorganisation und -abwicklung auch an der Technischen Hochschule in Rosenheim neu definiert. Schon bald in der letzten Januarwoche beginnt für die Studierenden der TH Rosenheim der Prüfungszeitraum: Soweit es möglich ist, werden Online-Prüfungen angeboten. Für Präsenzklausuren, die verpflichtend angeboten werden müssen, gelten strenge Hygienevorschriften.

Am Montag, 25. Januar, starten an der Technischen Hochschule Rosenheim die schriftlichen Prüfungen für das Wintersemester 2020/21.

Deren Durchführung hat im Vorfeld bei den Studierenden für Unsicherheiten gesorgt. Bei einer Umfrage des Studierendenparlaments äußerten viele der Teilnehmer*innen starke Bedenken hinsichtlich Prüfungen in Präsenz.

„Wir nehmen die Sorgen und Ängste unserer Studierenden in der äußerst angespannten Pandemie-Situation sehr ernst. Uns ist wichtig, dass sie ihre Prüfungen mit einem guten Gefühl absolvieren können“, sagt TH-Präsident Prof. Dr. h. c. Heinrich Köster.

Aus diesem Grund habe die TH Rosenheim auf die Unsicherheit reagiert, nachdem die erforderlichen Informationen beziehungsweise Anweisungen aus dem Ministerium wie etwa die aktuelle Infektionsschutzverordnung vorlagen.

Das neue Konzept ermöglicht Online-Prüfungen alternativ oder parallel zu bereits geplanten Präsenzprüfungen. „Dies kann beispielsweise in Form einer online eingereichten Prüfungsstudienarbeit oder einer mündlichen Prüfung per Videokonferenzsystem erfolgen“, so Prof. Dr. Eckhard Lachmann, der im Hochschulpräsidium für den Bereich „Studium und Lehre“ verantwortlich ist.

In den vergangenen Semestern habe die Hochschule, besonders aufgrund der Corona-Pandemie, die Online-Lehre massiv ausgebaut und neue Prüfungsformate konzipiert – davon profitiere man jetzt, erläutert Vizepräsident Lachmann weiter.

Nicht bestandene Prüfungen werden nicht gewertet!

Zusätzlich will man mit der sogenannten „Freischussregelung“ den Druck auf die Studierenden in der Corona-bedingten Sondersituation reduzieren. Konkret heißt das, dass eine nicht bestandene Prüfung automatisch nicht gewertet wird.

Bei einem Prüfungsergebnis von 4,0 oder besser können Prüflinge eine Annullierung beantragen. In dem Fall gilt die Prüfungsleistung ebenfalls nicht als Prüfungsversuch.

Außerdem werden sämtliche Prüfungen aus dem Wintersemester 2020/21 auch im Sommersemester 2021 angeboten.

Den Gesundheitsschutz zu gewährleisten, ist die oberste Prämisse der Technischen Hochschule Rosenheim. Bei allen Präsenzprüfungen gilt daher ein striktes Hygienekonzept. Ohne eine Maske ist eine Teilnahme an einer Präsenzprüfung nicht erlaubt. Empfohlen werden allen Prüfungsteilnehmer*innen FFP2-Masken, für die Aufsichten sind diese Pflicht. Ein Mindestabstand von 1,50 Meter zur nächsten Person ist obligatorisch.

Enge Abstimmung mit der Studierendenvertretung

Die Änderungen der Prüfungsorganisation und –abwicklung wurden eng mit den Vorsitzenden des Studierendenparlaments abgestimmt. “Wir bedanken uns bei der Hochschule, dass die Studierendenvertretung bei der Erarbeitung der Maßnahmen mit einbezogen wurde und hoffen auch in Zukunft auf eine kooperative Zusammenarbeit”, sagt die Vorsitzende des Studierendenparlaments Katja Wiesmüller.

„Dank dem Verständnis und insbesondere auch der konstruktiven Mitarbeit aller Beteiligten werden wir diese Ausnahmesituation gemeinsam bewältigen. Wir wünschen den Studierenden für die anstehenden Prüfungen ungeachtet der schwierigen Umstände viel Erfolg“, ergänzt Köster.

Foto: TH Rosenheim/Max Baudrexl




Sechs kostenfreie Online-Seminare

Aufgrund der positiven Resonanz auf die ersten Online-Seminare im vergangenen Jahr, wird der Landkreis auch in diesem Jahr sechs Online-Seminare für pflegende Angehörige und Interessierte anbieten. Es gibt Bedarf an Information. Das zeigten die erstmals im vergangenen Jahr angebotenen Online-Seminare für pflegende Angehörige und Interessierte. Wenn ein Mensch hilfe- und pflegebedürftig wird, verändert sich nicht nur das eigene Leben, sondern auch das der Angehörigen und nahestehenden Personen. Sie fühlen sich oft mit den Herausforderungen überfordert und allein gelassen. Aus diesem Grund entschloss man sich im Landratsamt Rosenheim, Online-Seminare auch 2021 anzubieten. Alle Online-Vorträge werden von der Pflegeexpertin und Pflegepädagogin Anne Katrin Schulz (Foto) gehalten. Nach jedem Seminar steht sie noch für Fragen zur Verfügung.

Thema des ersten Online-Seminares am 30. Januar um 11 Uhr ist die Patientenverfügung. Die Teilnahme ist kostenfrei. Überschrieben ist das Online-Seminar mit dem Titel „Patientenverfügung – wie Sie Ihren ganz persönlichen Willen rechtskräftig festhalten“. Tatsächlich ist das Erstellen einer rechtskräftigen Patientenverfügung ein aufwendiger Prozess. Es ist wichtig, sich der Hintergründe bewusst zu sein, um tatsächlich den persönlichen Willen wirksam festhalten zu können. In dem Vortrag erläutert die Pflegeexpertin und Pflegepädagogin Anne Katrin Schulz von der famPLUS GmbH den rechtlichen Hintergrund und stellt die notwendigen Komponenten einer Patientenverfügung vor. Zudem erhalten die Teilnehmenden praktische Tipps zur Erstellung, gepaart mit entsprechenden Teilvorlagen.

Nähere Informationen sowie die Anmeldung zu diesem Online-Seminar sind im Internet unter https://www.famplus.de/webinarkunde/ 1595333057/635581 zu finden.

Zudem gibt es auf dieser Seite alle Information zu den fünf weiteren kostenfreien Online-Seminaren für pflegende Angehörige und Interessierte.  

Das zweite Online-Seminar findet am 27. März zum Thema „Leistungen für beeinträchtigte Kinder mit Pflegebedürftigkeit“ statt.

„Wenn die Eltern älter werden – was präventiv getan werden kann“ folgt am 29. Mai.

Am 31. Juli geht es um „Demenz – eine wachsende Herausforderung für unsere Gesellschaft“.

Ein Thema, das viele pflegende Angehörige sehr interessieren dürfte, ist der „Elternunterhalt – Kinder haften für ihre Eltern?“ am 25. September.

Abschließend steht am 27. November „Plötzlich pflegebedürftig – von der ersten Hilfe zur passenden Versorgung“ auf dem Programm.

 




Es hört nicht auf

Am kommenden Dienstag ein vorgezogener Corona-Gipfel mit einer nochmaligen Verschärfung der Schutzmaßnahmen – ein Bundespräsident, der sich zum Thema „Mehr Homeoffice” einschaltet – und Zahlen, hinter denen sich Menschen und Hoffnung verbarg: 1000 Corona-Todesfälle jeden Tag. Deutschland ist in der bislang schwersten Phase der Pandemie. Es hört nicht auf, die Zahlen bewegen sich nicht in Richtung der einst kritischen und nun so sehr erhofften 50. Auch heute nicht im Landkreis …

Die Inzidenz im Kreisgebiet Rosenheim bleibt weiter auf viel zu hohem Niveau: 168,8 Fälle registrierter Corona-Neuinfektionen meldet das RKI am heutigen Samstagmorgen – wieder mehr Fälle als gestern und wieder gibt es einen weiteren Corona-Todesfall, den 372.

Die Stadt Rosenheim bleibt mit 203 zudem weiter über der kritischen Marke – unter anderem mit dem 15-Kilometer-Bewegungsradius inklusive.

Angespannt auch die Situation im Landkreis Ebersberg: 226,2 Fälle im Inzidenzwert mit nun 87 Todesfällen insgesamt heute – in der ersten Welle waren es nur fünf Corona-Tote gewesen.

 

 




Erste Station zieht ins neue Haus

Es geht los: Das neue Haus 2 geht beim RoMed-Klinikum Rosenheim Schritt für Schritt in Betrieb. Jetzt ist als erste Station die operative Intensivstation in das neue Haus eingezogen. Die neue Station rund um das Team von Chefarzt Privatdozent Dr. Andreas Bauer verfügt insgesamt über 20 Betten, zwölf davon sind als Einbettzimmer mit Deckenampeln und Patientenlifter-Systemen ausgestattet. Weitere acht Betten dienen als Überwachungsplätze.

„Damit erhöhen wir weiter die Versorgungsqualität und -sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Landkreis. Wir freuen uns sehr über die neuen Räumlichkeiten und die verbesserte Ausstattung. Das steigert zudem deutlich die Attraktivität unserer Arbeitsplätze“, berichtet Kaufmännischer Leiter Dr. Max von Holleben.

Foto: RoMed Kliniken

 




20.000 Briefe an über 80-Jährige

Von den gut 320.000 Einwohnern in Stadt und Landkreis Rosenheim sind mehr als 20.000 über 80 Jahre alt. Sie werden im Laufe der kommenden Woche Post vom gemeinsamen Impfzentrum von Stadt und Landkreis Rosenheim erhalten. Inhalt: Dieser Personenkreis ist vordringlich berechtigt, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Offen bleibt allerdings, wann das Impfzentrum auf der Loretowiese seinen Betrieb aufnehmen wird, da zunächst insbesondere Bewohner von Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie medizinisches und pflegerisches Personal geimpft werden (wir berichteten mehrfach).

In dem Schreiben wird dargelegt, wie sich die Impfwilligen online oder telefonisch registrieren können. Empfohlen werde die Onlineregistrierung unter https://impfzentren.bayern, gegebenenfalls mit Hilfestellung von Angehörigen und Bekannten.

Die telefonische Hotline hingegen soll nur dann genutzt werden, wenn keinerlei Möglichkeit bestehe, sich selbst oder mit der Hilfe anderer online zu registrieren. Stadt und Landkreis Rosenheim bitten um Verständnis, dass es bei der telefonischen Registrierung zu Wartezeiten kommen könne.

Sobald ein Impfstoff zur Verfügung steht, wird mit den registrierten Personen ein Termin vereinbart. Mit dem Schreiben erhalten die Bürgerinnen und Bürger ein Aufklärungsblatt, mit Informationen zu COVID-19, zum Impfstoff und zum Ablauf der Impfung.

Grundsätzlich findet die Impfung im gemeinsamen Impfzentrum auf der Rosenheimer Loretowiese statt.

Davon nicht betroffen sind die Bewohner in Alten- und Pflegeheimen, die weiterhin durch die mobilen Impfteams vor Ort geimpft werden (wir berichteten).

Für bettlägrige Personen müsse jeweils eine individuelle Lösung gefunden werden, heißt es heute. Eine Impfung beim Hausarzt sei aktuell noch nicht möglich.

Zur Impfung mitzubringen sind:

Impfpass und falls vorhanden, weitere relevante medizinische Unterlagen wie ein Herz-Pass, ein Diabetikerausweis oder die Medikamentenliste.

Noch nicht absehbar ist, wann das gemeinsame Impfzentrum von Stadt und Landkreis Rosenheim in Betrieb gehen kann. Das bleibt weiterhin abhängig von der nachhaltigen Verfügbarkeit des Impfstoffs.




20 Corona-Patienten auf Intensiv

Das Gesundheitsamt appelliert am heutigen Freitagmittag in seinem wöchentlichen Corona-Freitagsbericht an alle Mitarbeiter von Pflege- und Behindertenheimen sowie an alle Personen mit derzeit höchster Priorität mit Anspruch auf eine Corona-Schutzimpfung, doch bitte dringend das Impfangebot zum Eigen- und zum Schutze der Bewohner anzunehmen. Das meldet das Landratsamt. Aktuell werden 157 Corona-Patienten in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 20 Patienten mit schweren Verläufen auf einer Intensivstation.

Seit dem letzten Wochenbericht wurden dem Gesundheitsamt Ropsenheim 570 neue Corona-Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 11.973 Fälle hier aufgetreten (Landkreis: 9403, Stadt: 2570).

417 Personen sind bislang an oder in Verbindung mit einer Corona-Erkrankung gestorben (Landkreis: 371, Stadt: 46).

Der Blick auf die Fallzahlen der Gemeinden:




Am Limit, aber noch tagesaktuell

Zur Betreuung von corona-positiv Getesteten und zur Corona-Nachverfolgung von Kontaktpersonen hat das Rosenheimer Gesundheitsamt alle personellen Möglichkeiten voll ausgeschöpft – das heißt es am heutigen Freitagmittag aus dem Landratsamt. Aktuell seien 90 Personen mit diesen Aufgaben betraut, darunter 16 Reservisten, elf Polizeibeamte und 20 Angehörige der Bundeswehr. Die Gesundheitsbehörde sei deshalb derzeit in der Lage, der Fall- und Kontaktpersonen-Ermittlung tagesaktuell nachzukommen.

In einer Antwort des Bayerischen Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Grünen im Bayerischen Landtag hieß es, das Hilfskräfte-Potenzial sei bislang noch nicht ausgeschöpft. Dies treffe aber auf das Rosenheimer Gesundheitsamt nicht zu , so das Landratsamt heute in seiner Pressemitteilung …




„Wir haben es satt!“

Die Rosenheimer Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen setzt sich für eine nachhaltige Wende in der Agrarpolitik ein. Mit der Online-Aktion „Fußabdruck“ sendet er gemeinsam mit der deutschlandweiten Bewegung „Wir haben es satt!“ eine deutliche Botschaft an die CSU- und CDU-geführten Landwirtschaftsministerien in München und Berlin. Vor einem Jahr demonstrierten Zehntausende in Berlin, in Zeiten von Corona und Abstandhalten geht der Protest digital weiter.

Mit einer Wende in der Agrarpolitik wollen die Grünen erreichen, dass auch kleinere Höfe überleben können, statt von der Agrarindustrie verdrängt zu werden. „Die unionsgeführten Landwirtschaftsministerien betreiben seit 15 Jahren knallharte Klientelpolitik für die Industrie. Die Folgen spüren wir auch hier im Landkreis Rosenheim“, sagt Martina Thalmayr, die Sprecherin des  Grünen Kreisverbandes Rosenheim Stadt und Land. Sie setzt sich dafür ein, dass Landwirt*innen durch faire Preise von ihrer Arbeit leben können. „Sie brauchen eine Zukunft durch eine andere Landwirtschaftspolitik – die ‚Wachse oder Weiche-Strategie‘ gehört endlich auf den Misthaufen“, so Thalmayr.

Die Agrarwende soll die Zukunft der Bäuerinnen und Bauern sichern und die Umwelt schützen. Die industrielle Landwirtschaft hat massive Auswirkungen auf die Böden, das Grundwasser, Tiere und Insekten. Die Bewegung „Wir haben es satt!“ fordert daher den Pestizidausstieg und eine flächengebundene Tierhaltung. „Landwirtschaftliche Betriebe müssen von der Politik dabei unterstützt werden, im Einklang mit unserer Umwelt, dem Klima und Tierwohl zu wirtschaften. Nachhaltigkeit darf für sie kein finanzieller Nachteil sein, sondern muss sich lohnen“, betont Thalmayr abschließend.

Die Aktion „Fußabdruck“ hat ihren Höhepunkt am morgigen Samstag, 16. Januar, vor dem Kanzleramt in Berlin. Unter dem Motto „#AgrarwendeLostreten“ werden online eingesandte Fußabdrücke vor Ort zu einem großen Protestbild inszeniert.

Infos zu der Aktion finden Sie hier: https://www.wir-haben-es-satt.de/mitmachen/fussabdruck/

 

Foto: Ein Fußabdruck aus dem Landkreis Rosenheim für die Protestaktion in Berlin von Martina Thalmayr.




Drei Vätern reicht’s …

Nachdem es in Bezug auf Homeschooling – sprich Distanzunterricht – nach rund zehn Monaten weiterhin kaum Anzeichen auf zeitnahe Verbesserung gebe und er das Gefühl habe, dass die Politik hier einmal mehr auf Zeit spiele und das Thema aussitzen möchte, reicht’s ihm: Josef Willkommer aus Kolbemoor (Foto) möchte nicht länger tatenlos einem digitalen Schul-Chaos entgegenblicken. Er hat sich daher mit zwei weiteren Vätern – Robert Frank und Thomas C. Hirschbach-Taddey – zusammengetan. Sie haben eine Petition mit dem Titel “SCHULE 2021 – AUFWACHEN, HANDELN, JETZT” ausgearbeitet, die wir heute als Eil-Petition vorerst beim Bayerischen Landtag eingereicht haben.


Um hier auch wirklich Bewegung in die Sache zu bekommen, haben sie ihr Anliegen auch bei „openpetition” unter nachfolgendem Link veröffentlicht: https://www.openpetition.de/petition/online/schule-2021-aufwachen-handeln-jetzt#petition-main

Josef Willkommer in einem Schreiben an die Wasserburger Stimme:Es wäre super und sehr hilfreich, wenn das Ganze möglichst oft geteilt wird. Wir möchten am Ende zumindest vor unsere Kinder treten und sagen können, dass wir wenigstens versucht haben, etwas zu ändern! Vielen Dank für den Support!”

Wenngleich es auch gute Beispiele geben würde, die zeigen, dass die Situation auch im Schulumfeld gut händelbar sei – so wisse man doch inzwischen, dass der überwiegende Teil der Schulen und Lehrer hier massive Probleme habe. „Bei denen am Ende die Leidtragenden die Kinder sind.”

Foto: techdivision. com




„Werde Professorin“

Die Landeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Bayerischen Hochschulen wirbt in diesem Jahr mit einer Kampagne für das Berufsbild der Professorin (wir berichteten). Initiiert und konzipiert wurde sie von der Frauenbeauftragten der TH Rosenheim, Prof. Dr. Brigitte Kölzer. Beim virtuellen Start der Initiative „Werde Professorin“ waren jetzt mehr als 350 Teilnehmer*innen dabei, darunter auch Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) …

Hintergrund der Kampagne ist die Tatsache, dass in Bayern nur jede fünfte Professur (21 Prozent) mit einer Frau besetzt ist, obwohl mit 51 Prozent mehr als die Hälfte der Hochschulabsolvent*innen Frauen sind.

Diese Diskrepanz soll sich ändern, sagt die BWL-Professorin Kölzer: „Frauen und Wissenschaft – das ist kein Widerspruch!“ Insgesamt bilden die Portraitfotos von 22 Professorinnen fast aller bayerischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften das „Gesicht“ der Kampagne, darunter auch drei Professorinnen der TH Rosenheim.

Im Internet ist die Kampagne unter www.werdeprofessorin.de zu sehen.

„Vorbilder für Frauen sichtbar machen“

Mit persönlichen Aussagen der Portraitierten sowie den Slogans „Professoren sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren“ und „Neue Professorinnen braucht das Land“ soll ein modernes Bild der Tätigkeit als Professorin geschaffen werden.

„Wir wollen Vorbilder für Frauen sichtbar machen und mit der Vorstellung aufräumen, Professuren seien Männern vorbehalten“, so Kölzer. Sie sei besonders stolz darauf, dass sich fast alle bayerischen Hochschulen an der Kampagne beteiligten und an einem Strang zögen. „So können wir mehr erreichen, als wenn jede Hochschule alleine an der Umsetzung der Chancengleichheit arbeitet.“

Sibler bekannte sich bei der virtuellen Veranstaltung zu einer aktiven Frauenförderung an Hochschulen: „Mein Ziel als bayerischer Wissenschaftsminister ist klar: Wir müssen den Anteil von Frauen in der Wissenschaft erhöhen und ihre Karrierechancen weiterentwickeln. Daran arbeiten wir gemeinsam mit unseren Hochschulen im Freistaat – gerade auch mit Blick auf die Möglichkeiten, die unsere Hightech-Agenda Bayern bietet. Wir setzen auf Frauen in der Wissenschaft!

Am 3. Februar findet ab 18.30 Uhr eine Online-Infoveranstaltung zum Thema „Werde Professorin an der TH Rosenheim“ statt. Informationen und Anmeldung unter dem Link

www.th-rosenheim.de/die-hochschule/organisation/hochschulbeauftragte/frauen-und-gleichstellung/aktuelles/

 

Foto: werdeprofessorin.de

 




Das Wild ruht im Winter

Derzeit machen sich viele Menschen aufgrund der bestehenden Einschränkungen auf in die Natur und in die Berge. Die Jägervereinigung Rosenheim sieht diese Entwicklung kritisch: „Oftmals wird dabei vergessen, dass gerade im Winter das heimische Wild Ruhe braucht, um die kalte Jahreszeit gesund zu überstehen. Durch die derzeitige Situation mit außergewöhnlich vielen erholungsuchenden Menschen in den Wäldern und am Berg ist eine massive Störung vorprogrammiert und das Wild wird darunter stark leiden.”

Wiederkäuendes Schalenwild, wie Rotwild, Rehwild und Gams, die in den Voralpen vorkommen, reduzieren Ihren Stoffwechsel, um gerade bei höheren Schneelagen das Defizit an Nahrung auszugleichen. Jegliche Störung ist ungünstig für den Erhaltungszustand des Wildes und nimmt dem Wild die notwendige Energie, um gesund durch den Winter zu kommen. Weiterhin wird das  Wild durch Störungen im Wald in kleinere Lebensräume getrieben, die dann durch übermäßigen Verbiss Schaden nehmen. Die ohnehin selten gewordenen Rauhfußhühner in den Alpen reagieren auf Störungen sehr sensibel und verlassen Ihre Lebensräume und kehren im schlimmsten Fall nie wieder zurück.

 

Auf dem „rechten Weg“ bleiben

Der Vorsitzende der Jägervereinigung Rosenheim, Franz Sommer, will die Erholungssuchenden für die Problematik sensibilisieren und sagt: „Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass insbesondere an Winterfütterungen, Wildruhezonen im oberen Bergbereich, Wanderer und Tourengeher diese Bereiche dringend meiden sollen. Generell sollten alle Erholungssuchenden im Hinblick auf den Tier- und Naturschutz, ausgewiesene Wanderwege nicht verlassen und ihre Hunde dabei an der Leine führen. Wanderungen und Touren sollten am Tage und nicht bis in die Dämmerung oder gar in der Nacht stattfinden.“

 

Vor Kurzem wurde ein Wanderer auf frischer Tat ertappt, als er unberechtigter Weise in ein Wildtiergehege am Samerberg eindrang. „Diese Fälle kommen sicher zur Anzeige, da es sich um kein Kavaliersdelikt mehr handelt“, so Franz Sommer von der Jägervereinigung.

 

In der Jägervereinigung Rosenheim sind aktuell über 700 Mitglieder aktiv mit der Jagd verbunden. Sie kümmern sich größtenteils um den Naturschutz, die Jagd, das Jagdhundewesen und um die Jagdkultur. In über einhundert privaten Revieren, Gemeindejagdrevieren und Staatsjagdrevieren, gehen sie ihrer Passion nach. Das dabei gewonnene Wildbret wird von den Jägern direkt in der Region vermarktet und unterliegt lebensmittelrechtlichen Auflagen.




A93: Lage entspannt sich

Die Lage auf der Inntalautobahn, die sich nach einer kurzfristigen Lkw-Blockabfertigung durch die Tiroler Behörden und einem schweren Unfall am Nachmittag zugespitzt hatte (wir berichteten), entspannt sich am frühen Abend langsam wieder. Der Lkw-Stau hat sich jetzt weitgehend aufgelöst, meldet die Polizei. Die Verkehrspolizei lässt wieder Fahrzeuge von der A8 aus Richtung München kommend ins Inntal einfahren. Der Rückstau auf der A8 ging gegen 17.30 Uhr bis zum Irschenberg.

„Wenn nichts Unvorhergesehenes geschieht, wird sich der Stau auf der A8 gegen 20 Uhr aufgelöst haben”, so ein Polizeisprecher.

Auf der Überleitung von der A8 zur A93 war nachmittags zudem ein schwerer Unfall passiert. Ein Mitarbeiter der Autobahnmeisterei musste schwer verletzt ins Klinikum eingeliefert werden, nachdem ihn ein Auto erfasst hatte. Gegen der Unfallverursacher (der Fahrer eines Audi mit Schweizer Kennzeichen) wird wegen Straßenverkehrsgefährdung ermittelt.




Gesuchte Männer an Grenze gefasst

Am heutigen Donnerstag hat die Rosenheimer Bundespolizei einen Marokkaner und einen Pakistaner in die Justizvollzugsanstalt Traunstein eingeliefert. Die Männer waren zuvor unabhängig voneinander ohne Papiere über die deutsch-österreichische Grenze eingereist. Sie wurden zudem jeweils mit einem Untersuchungshaftbefehl gesucht. Beide konnten im Rahmen der Grenzkontrollen in Brannenburg und bei Rosenheim festgenommen werden.

Die Bundespolizisten kontrollierten am Brannenburger Bahnhof einen jungen Mann. Da er keine Fahrkarte hatte, war ihm kurz zuvor die Weiterfahrt in einer Regionalbahn in Richtung Rosenheim untersagt worden. Ausweisen konnte er sich ebenfalls nicht. Mithilfe seiner Angaben vollzogen die Beamten nach, dass es sich um einen gesuchten marokkanischen Staatsangehörigen handelt. Für diesen hatte das Amtsgericht Neumünster (Schleswig-Holstein) im Dezember 2020 die Untersuchungshaft angeordnet.

Laut Haftbefehl wird dem Flüchtigen vorgeworfen, eine gefährliche Körperverletzung begangen zu haben. Der Marokkaner wurde in die Dienststelle der Bundespolizei nach Rosenheim gebracht. Dort gab er an, sich früher bereits in Spanien, den Niederlanden, Dänemark, der Schweiz, Deutschland und Österreich aufgehalten zu haben. Seinen Lebensunterhalt bestreite er durch „Schwarzarbeit“.

Den Ermittlungen zufolge war eine Abschiebung des Mannes aus der Bundesrepublik lediglich bis Mitte November 2020 ausgesetzt. Ferner hatten die schweizerischen und die dänischen Behörden bereits seine Einreiseverweigerung verfügt. Die Bundespolizei zeigte den 23-Jährigen wegen Leistungserschleichung sowie illegalen Aufenthalts beziehungsweise unerlaubter Einreise an.

Wegen des Untersuchungshaftbefehls wurde der Beschuldigte beim Rosenheimer Amtsgericht vorgeführt und anschließend nach Traunstein ins Gefängnis gebracht. Die zuständige Ausländerbehörde wird über eine mögliche Beendigung seines Aufenthalts in Deutschland noch zu entscheiden haben.

 

In einem Fernreisezug aus Italien kontrollierten Bundespolizisten während der Fahrt nach Rosenheim einen pakistanischen Staatsangehörigen. Auch er hatte keine Papiere für den beabsichtigten Aufenthalt in Deutschland. Ersten Recherchen der Bundespolizei zufolge war ein in der Bundesrepublik gestellter Asylantrag des Mannes abgelehnt worden.

Bei der Überprüfung seiner Personalien stellten die Beamten mithilfe des Polizeicomputers außerdem fest, dass das Amtsgericht Memmingen im Dezember 2020 die Untersuchungshaft des Pakistaners angeordnet hatte. Dem Haftbefehl zufolge wird der 28-Jährige dringend verdächtigt, Bargeld in Höhe von 13.000 Euro sowie ein Smartphone gestohlen zu haben. Die Rosenheimer Bundespolizei zeigte den Verhafteten wegen unerlaubter Einreise an und führte ihn beim Amtsgericht in Rosenheim vor.

Auf richterliche Anordnung hin, wurde er anschließend zur Untersuchungshaft in die Justizvollzugsanstalt Traunstein eingeliefert. Über seinen weiteren Aufenthalt in der Bundesrepublik wird die zuständige Ausländerbehörde entscheiden.




„Seine Wurzeln nie verleugnet”

Tief betroffen hat Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März vom Tod des Magiers Siegfried Fischbacher erfahren. Er hatte selbst Gelegenheit, den weltbekannten Zauberer und Illusionisten des magischen Duos „Siegfried & Roy“ in Amerika persönlich zu treffen und erinnert sich: „Auch in der Glitzerwelt des internationalen Show-Business, wo Siegfried ja wirklich ein ganz Großer war, hat er seine Rosenheimer Wurzeln nie verleugnet, sondern – ganz im Gegenteil –  stets gepflegt.”

März weiter: „Ich war während meiner beruflichen Zeit in Amerika regelmäßig in Las Vegas auf Messen. Diese Gelegenheit nutzte ich gerne, um mich mit Siegfried Fischbacher, den meine Familie gut kannte, zu treffen. Er war ein unheimlich sympathischer Mensch, der nie die Bodenhaftung verloren hat. Er freute sich immer, wenn Leute aus seiner Heimatstadt seine Show besuchten. Diese lud er dann nach der Vorführung in den Backstage-Bereich ein, wo er nicht nur kurz für ein Foto posierte, sondern sich auch gerne Zeit nahm für gemütliche Gespräche. Sein Tod macht nicht nur Rosenheim, sondern die ganze Welt ärmer. Seine Heimatstadt wird ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren.“




Aktion für das Leben

Die Rosenheimer Aktion für das Leben e. V. startet mit einer neuen Geschäftsführerin ins Jahr 2021. Maria Heinrich (2. v. rechts) teilt sich seit dem Jahreswechsel die Geschäftsführung mit der langjährigen Geschäftsführerin Manuela Damköhler (2. v. links). Unser Foto zeigt sie jetzt bei einem Treffen mit Landrat Otto Lederer …

Die gebürtige Rosenheimerin Maria Heinrich freut sich auf ihre neue Aufgabe und darauf, in einem starken Team die aktuellen Herausforderungen als auch neue Ideen in Angriff zu nehmen.

Die Rosenheimer Aktion für das Leben e. V. berät Familien, die in Notlagen geraten sind, weil sie von den sozialen Sicherungssystemen nicht oder nicht rechtzeitig aufgefangen werden konnten. Die besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem Wohl von Kindern und Jugendlichen. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 1.300 Beratungsgespräche geführt.

Die Aktion ist darüber hinaus Träger des Patenprojekts „Jugend in Arbeit“. Die drei Projektleiterinnen Kerstin Stock, Silvia Schütz und Regina Haidn betreuen etwa 200 Ehrenamtliche, die Jugendliche der Mittelschulen des Landkreises als Paten begleiten. Gemeinsam entwickeln sie Perspektiven für deren Lebens- und Berufsweg.




An den Kliniken: FFP2-Masken Pflicht

Wie bereits im Dezember mitgeteilt, müssen Besucher zum Eigenschutz und Schutz von Patienten und Mitarbeitern während des gesamten Aufenthaltes im Klinikum eine FFP2-Maske tragen. Ab dem kommenden Montag, 18. Januar, werden die Besucher und Patienten der RoMed-Kliniken gebeten, eine eigene, neuwertige FFP2-Maske mitzubringen – Notfälle sind natürlich ausgenommen.

Für die RoMed Kliniken gilt weiterhin ein Besuchsverbot, nur in Ausnahmefällen wird ein Besuchsschein nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt und der Station ausgestellt.

 

Weiterhin gilt: Besucher mit Besuchsschein müssen zusätzlich einen negativen Corona-Test bei der Eingangskontrolle vorweisen. Ein Antigen-Schnelltest darf nicht älter als 48 Stunden sein, ein PCR-Test nicht älter als 72 Stunden.

 

„Wir bitten daher um Verständnis für die strengen Regelungen und um Geduld, wenn es zu Wartezeiten kommt”, heißt es von Seiten der Klinikleitung.

 




Unfall beim Überholen

Gegen 11.35 Uhr befuhr gestern ein 55-jähriger Mann aus Polling mit seinem Lkw die Staatsstraße 2092 von Kraiburg kommend in Richtung Oberreith. Hinter dem Lastwagen fuhr eine 31-jährige Frau aus Waldkraiburg mit ihrem Kia. Auf Höhe Unterreit wollte der Lkw-Fahrer nach links auf die Kreisstraße MÜ44 abbiegen, als gerade in diesem Moment die Frau ansetzte, den Lastwagen zu überholen, obwohl der Lkw bereits links blinkte und die Fahrbahn mit einer durchgezogener Mittellinie markiert war.

Da sich der Lkw bereits im Abbiegevorgang befand, kam es zum Zusammenstoß. Die Frau aus dem Kia wurde mit Prellungen und ein einem Schädelhirntrauma mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Der Lkw-Fahrer erlitt einen Schock. An beiden Fahrzeugen entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden von insgesamt etwa 25.000 Euro. Die Feuerwehr unterstützte die Bergung des Lkw und die Absicherung der Unfallstelle.

 

Unsere Erstmeldung von gestern:

Um 12 Uhr hat’s gekracht

 




Winterluft und Corona-Maske

Draußen Kälte und eisiger Wind, drinnen trockene Heizungsluft. Durch diese extremen Temperaturschwankungen braucht die Haut im Winter besonders viel Schutz und Pflege. Gerade die Gesichtshaut wird jetzt in Corona-Zeiten durch das häufige Tragen einer Mund-Nasen-Maske zusätzlich besonders beansprucht, denn durch das feuchte Klima unter der Maske entstehen Hautunreinheiten schneller und kleine Pickelchen sprießen. Apothekerin Elke Wanie, Pressesprecherin der Apotheker im Landkreis Rosenheim gibt wichtige Tipps zur Hautpflege in diesen besonderen Zeiten:

„Grundsätzlich braucht die Haut jetzt reichhaltige Pflege. Emulsionen mit hohem Lipidanteil sind besonders rückfettend und speichern gleichzeitig Feuchtigkeit. Auch Produkte mit Harnstoff (Urea) haben sich bewährt. Sie binden Wasser in der Haut und erhöhen so ihren Feuchtigkeitsgehalt. Wer sich besonders intensiv um seine Gesichtshaut kümmern möchte, kann eine Gesichtsmaske auftragen. Wirkstoffe wie Hamamelis und Aloe Vera wirken erfrischend, haben eine leicht kühlende Wirkung und spenden Feuchtigkeit.“

Maske regelmäßig wechseln und Problemhaut besonders pflegen

Menschen mit Akne müssen sich jetzt besonders um ihre Haut kümmern. „Akute Entzündungen kann man mit einem desinfizierenden Gesichtswasser bekämpfen“, sagt Elke Wanie und rät auch, den Mund-Nasen-Schutz mehrmals am Tag zu wechseln: „Unter der Maske herrscht für Bakterien ein optimales Milieu und Entzündungen können so durch langes Tragen derselben Maske zusätzlich verstärkt werden.“

 

Richtige Lippenpflege

Die Lippen werden unter der Maske ebenfalls schnell rissig und spröde. „Die Haut der Lippen ist besonders dünn und sehr empfindlich. Sie besitzt weder Talg- noch Schweißdrüsen und trocknet deshalb schnell aus“, erklärt Elke Wanie und empfiehlt, die Lippen regelmäßig einzucremen: „Lippenpflege mit Bienenwachs, Sheabutter und Ölen von Jojoba, Mandel oder Avocado hilft”. Sind bereits Risse oder Entzündungen entstanden, helfen Salben mit Dexpanthenol.

 

Richtiges Raumklima, viel trinken und vitaminreiche Ernährung

Neben der richtigen Pflege nennt Apothekerin Elke Wanie noch weitere Tipps für eine schöne und gesunde Haut im Winter: „Um die Haut optimal mit Feuchtigkeit zu versorgen sollte man die Räume regelmäßig lüften oder einen Luftbefeuchter aufstellen. Das erhöht die Luftfeuchtigkeit und trägt zu einem hautfreundlicheren Klima in der Wohnung bei.“

Zudem hilft auch die innere Flüssigkeitszufuhr: „Gerade im Winter ist es wichtig, dass wir ausreichend trinken, damit die Haut geschmeidig bleibt. Trinken Sie 1,5 Liter Wasser oder Früchtetee und achten Sie ihrer Haut zuliebe auch im Winter auf vitaminreiche Ernährung“, so Elke Wanie.




Gefährliches Blitzeis

Im Laufe des gestrigen Mittwochs kam es im Dienstgebiet der Polizeiinspektion Ebersberg zu mehreren Verkehrsunfällen aufgrund der überfrierenden Nässe. Gegen 1.40 Uhr fuhr ein 52-Jähriger aus Fürstenfeldbruck mit seinem Lkw die B304 in Richtung Wasserburg. An der Umgehung von Grafing wollte er nach rechts auf diese abbiegen. Aufgrund der Glätte rutsche der Lkw jedoch weiter und kollidierte mit der dortigen Ampelanlage. Es entstand ein geschätzter Gesamtschaden von zirka 8000 Euro.

Zwischen 8.10 und 8.25 Uhr gerieten gleich vier Fahrzeuge im Ebersberger Forst an nahezu derselben Örtlichkeit von der Fahrbahn. Alle Beteiligten fuhren in Richtung Forstinning und unterschätzten die Glätte in der ersten, langgezogenen Linkskurve, zirka eineinhalb Kilometer nach Forstbeginn.

Als Erstes kam der Honda eines 36-Jährigen aus Ebersberg auf die Gegenspur (ohne Gegenverkehr) und schließlich nach rechts von der Fahrbahn. Ihm folgte wenige Minuten später ein 44-Jähriger aus Rosenheim mit seinem VW-Transporter. Der Wagen kam nach links von der Fahrbahn ab.

Zwei Frauen aus dem zentralen Landkreis Ebersberg, 21 und 29 Jahre, kamen dann mit einem Audi und einem Opel ebenfalls nach rechts von der Fahrbahn ab.

Es entstanden übersichtliche Blechschäden an den Fahrzeugen und leichte Schäden an vorhandenen Schildern und Pfosten. Der Gesamtschaden aller Unfälle im Forst liegt bei zirka 1500 Euro.

Gegen 8.45 Uhr geriet noch ein 51-Jähriger aus Grafing mit seinem Skoda bei Seeschneid ins Schleudern, weil er einem haltenden Fahrzeug ausweichen wollte. Nach seiner Rutschpartie kollidierte sein Pkw mit einem Verkehrszeichen am Kreisverkehr, wodurch an seinem Fahrzeug ein Schaden von rund 5000 Euro entstand.

Die Polizei weist erneut darauf hin, dass trotz des engagierten Einsatzes des Winterdienstes vereinzelt stets eine Rest-Glätte auf den Straßen verbleiben kann.

Sollten sich konkrete Hinweise darauf ergeben, dass die Geschwindigkeit nicht der Witterung und den Straßenverhältnissen angepasst war, können erhebliche Bußgelder erhoben werden.

 




Landwirtschaftsamt bleibt

Unser Foto zeigt Dr. Georg Kasberger, derzeit noch Amtschef in Ebersberg. Er übernimmt ab 1. Juli die Leitung des Landwirtschaftsamtes in Rosenheim: Denn dieses ist von der aktuellen Umstrukturierung (wir berichteten) nämlich nicht betroffen, es bleibt als Einzelamt bestehen! Wie Agrarministerin Michaela Kaniber in München jetzt mitteilte, stehen nun die Führungskräfte der künftigen Ämter und damit auch der Wechsel an der Spitze des Rosenheimer Amtes fest.

Die Neuausrichtung und Modernisierung der Landwirtschaftsverwaltung in Bayern ist einen großen Schritt vorangekommen. Statt der derzeit 47 Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten wird es ab 1. Juli bayernweit nur noch 32 Ämter geben.

17 Ämter bleiben selbständig, 30 werden mit einem benachbarten Amt zu künftig 15 neuen und größeren Ämtern zusammengeführt.

Für das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim steht zum 1. Juli ein Personal- und Führungswechsel ins Haus, aber dieser wäre auch ohne Strukturreform gekommen. Behördenleiter Wolfgang Hampel (Foto) geht nach elf Jahren an der Spitze des Hauses im Alter von dann 66 Jahren regulär am 31. Mai in den Ruhestand.

Die Ämterreform selbst beginnt einen Monat später am 1. Juli.

Seine Nachfolge tritt Dr. Georg Kasberger, derzeitiger Amtschef in Ebersberg, an. Als Bewohner von Riedering und als bislang an vielen Projekten im Landkreis Rosenheim Beteiligter ist dieser im Landkreis bestens bekannt und mit der landwirtschaftlichen Situation hier gut vertraut.

Zu den Gründen der Ämter-Strukturreform sagt

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber:

„Wir brauchen mehr Dialog und Austausch zwischen Land- und Forstwirten, Verbrauchern, Handel, Anwohnern, Schulen oder Kommunen, um nur einige Beteiligte zu nennen. Eine straffere Verwaltung und gestärkte Ämter bedeutet weniger Leitungspositionen und mehr Personal für Kerndienstleistungen wie Beratung, Bildung und Information für Landwirte und Gesellschaft vor Ort.

Mit den neuen Ämtern wollen wir das Verständnis zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft stärken. Die Neuausrichtung trägt den geänderten Anforderungen der Gesellschaft und der Landwirtschaft Rechnung. Damit rücken wir die Landwirtschaft wieder mehr in die Mitte der Gesellschaft und  wir können auf aktuelle Herausforderungen wie Klimawandel, regionale Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln, oder dem Schutz der natürlichen Ressourcen effizienter antworten.

Die Verwaltung wird bayernweit einheitlicher, wirtschaftlicher und effektiver“.

Dennoch bleibe die Verwaltung als Ansprechpartner in der Fläche präsent, denn keiner der bisherigen Standorte werde aufgegeben.

Wie Wolfgang Hampel ergänzend informiert, werden die inhaltlichen Veränderungen in Gesellschaft und Landwirtschaft auch zu neuen Herausforderungen und Betätigungsfeldern in und für Rosenheim führen und er sagt:

„Der Dialog mit der Gesellschaft wurde seit dem Jahr 2019 von uns bereits mit einer Arbeitsgruppe intensiviert. So gewinnt zum Beispiel Tierwohl gewinnt eine immer größere Bedeutung, auch deshalb müssen wir uns breiter aufstellen“.

Derzeit hat das Rosenheimer Amt rund 90 Beschäftigte in Voll- und Teilzeit. „Mit den neuen Aufgaben werden wir spürbar mehr Personal benötigen und bekommen“, so Wolfgang Hampel in seinem Ausblick.

Fotos: Regierung




An der Grenze klicken die Handschellen

Am heutigen Mittwoch hat die Bundespolizei zwei europaweit gesuchte Rumänen beim Amtsgericht in Rosenheim vorgeführt. Sie wurden auf richterliche Anordnung hin nach München in die Haftanstalt gebracht. Beiden steht voraussichtlich ein längerer Gefängnisaufenthalt in ihrer Heimat bevor. Die Männer waren zuvor bei Grenzkontrollen auf der A93 nahe Kiefersfelden verhaftet worden.

Schon bei der Überprüfung der Papiere des Pkw-Fahrers war den Bundespolizisten klar, dass seine Reise ein vorzeitiges Ende findet. Ausweis und Führerschein waren gefälscht. Eine gültige Fahrerlaubnis hatte er nicht. Außerdem war das in Italien zugelassene Auto nicht versichert. Somit wurde der 24-Jährige wegen Urkundenfälschung, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Führens eines Kfz ohne Versicherungsschutz angezeigt.

Bei den Strafanzeigen ist es jedoch nicht geblieben: Wie sich mithilfe des Polizeicomputers herausstellte, wurde der mutmaßliche Urkundenfälscher von der rumänischen Justiz europaweit gesucht. Laut EU-Haftbefehl war er im Jahr 2018 in seiner Heimat wegen mehrfachen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verurteilt worden. Einen Teil der verhängten 44-monatigen Freiheitsstrafe hatte er bereits verbüßt, allerdings war noch eine Restfreiheitsstrafe von zwei Jahren und vier Monaten offen.

Auch gegen den Beifahrer lag ein europäischer Haftbefehl vor. Ein Gericht in Rumänien hatte den 31-Jährigen zu einem Freiheitsentzug von einem Jahr und zwei Monaten verurteilt, weil auch er ein Fahrzeug geführt hatte, ohne einen Führerschein zu besitzen.

Das Rosenheimer Amtsgericht entschied, dass die zwei verhafteten Männer in der Münchner Justizvollzugsanstalt auf ihre Auslieferung an die rumänischen Behörden zu warten haben. Dementsprechend wurden sie von der Bundespolizei dort am Mittwochnachmittag eingeliefert.




Hoffen auf den Neustart

Besonders hart trifft Corona seit Monaten die Tourismusbranche. Über die bisherigen Auswirkungen, über die aktuellen politischen Beschlüsse und über die Zukunftsperspektiven haben wir mit dem Präsidenten des Tourismusverbandes Oberbayern-München und tourismuspolitischem Sprecher der CSU-Landtagsfraktion in Bayern – Klaus Stöttner – gesprochen …

Oberbayern hat bislang eine Spitzenstellung im bundesdeutschen Tourismus eingenommen …

Klaus Stöttner: Ja, Oberbayern konnte in den vergangenen Jahren seine Spitzenposition im Tourismus verteidigen und erhalten. Lauf Eurostat befinden wir uns im Ranking der 20 stärksten Tourismusregionen Europas, zugleich stehen wir für rund 50 Prozent des Tourismusgeschehens in Bayern.

2019 lagen die Übernachtungszahlen bei 42 Millionen – der Bruttoumsatz aus dem oberbayerischen Tourismus lag  mit 15,3 Milliarden Euro auf einem Spitzenniveau. Bis 2019 konnte sich der Tourismus in Oberbayern sehr positiv entwickeln – auch im Vergleich zum Wettbewerbsumfeld.

Nichts war dann 2020 wie in den Vorjahren …

Die endgültigen Übernachtungszahlen für das Jahr 2020 stehen noch nicht fest, sie werden erst im Rahmen der Pressekonferenz der Bayern Tourismus Marketing GmbH im Februar bekannt gegeben.

Dennoch lässt sich schon jetzt sagen, dass die Tourismusentwicklung im zurückliegenden Pandemie-Jahr stark hinter den glänzenden Zahlen von 2019 zurückgeblieben ist.

Die Übernachtungszahlen von Januar bis November 2020 sanken im Vergleich zum Vorjahr um minus 42 Prozent – die Gästeankünfte sogar um minus 53 Prozent!

Der erste Lockdown von März bis Mai führte nahezu zum Erliegen des Tourismusgeschehens verbunden mit Umsatz-Einbußen in Höhe von 2,4 Milliarden Euro für die oberbayerische Tourismuswirtschaft.

Über die Sommermonate dann konnten gerade die ländlichen Seen-Regionen eine starke Nachfrage aus dem Inland verzeichnen, einzelne Destinationen näherten sich bis Herbst einer schwarzen Null. Anders sah die Situation für den Städtetourismus aus.

Gerade in München, aber auch in Rosenheim oder Ingolstadt kam der Geschäftsreise-Tourismus auch ab Juni nicht in Gang. Fehlende Flugverbindungen, fehlendes Messegeschäft und mangelnde Nachfrage nach Städtetourismus sorgzen für Einbußen von bis 50 Prozent in den Sommermonaten.

Der neuerliche Lockdown ab November nun brachte den Tourismus in Oberbayern dann wieder zum Jahresende nahezu vollständig zum Erliegen.

Sind die Einschränkungen wegen Corona Ihrer Ansicht nach nicht nur wichtig, sondern auch richtig?

Die Einschränkungen sind für die Tourismusbranche sehr schmerzhaft, aber mit Blick auf das aktuelle Infektionsgeschehen unverzichtbar.

Wir wollen rasch eine Absenkung der Inzidenz unter 50 erreichen und die Pandemie 2021 auch dank der neuen Impfstoffe in den Griff bekommen.

Ziel ist es, dass wir zumindest nach der Wintersaison den Tourismus wieder schrittweise hoch fahren können.

Die Gastronomie und Hotellerie waren mit Extra-Hygiene-Konzepten gerüstet und wurden dann wieder geschlossen – war das notwendig?

Es ist wichtig, dass die Tourismusbetriebe über die November und Dezemberhilfen gestützt werden und auch in den Genuss der Überbrückungshilfe III kommen. Der Tourismus ist kein Infektionstreiber, leistet aber seinen Beitrag zur Eindämmung der Zahlen.

Das war und ist eine gesamtgesellschaftliche und -wirtschaftliche Aufgabe, der auch wir uns gestellt haben. Wir müssen aber alles daran setzen, dass die Betriebe die Pandemie überleben. Daher setze ich mich auch künftig dafür ein, dass es Hilfen für die Tourismusbetriebe geben wird.

Dazu gehören nicht nur die Unterkunftsbetriebe, sondern auch der Seilbahnbetreiber, das Erlebnisbad, das Museum oder der Gästeführer. Wir brauchen das gesamte Netzwerk, um den Tourismus nach der Krise wieder hochfahren zu können.

Tourismus und Investitionen sind gegenseitige Förderer – welche Förderungen sind aktuell?

Auf der einen Seite gibt es die bereits zitierten Überbrückungshilfen, um die Folgen der Corona-Krise für die Tourismusbetriebe abzumildern. Auf der anderen Seite haben wir in Kooperation mit der Regierung von Oberbayern einen Förder-Leitfaden initiiert, der alle tourismusrelevanten Förderprogramme übersichtlich darstellt. Das reicht von der Förderung regionaler Tourismusprojekte über RÖFE – Förderung, das Gaststätten-Modernisierungs-Programm – bis hin zur Seilbahnförderung.

Was sind Ihre Wünsche, Prognosen und Projekte als Präsident des Tourismusverbandes Oberbayern-München?

Ich wünsche mir zu allererst, dass wir die Corona-Krise möglichst bald hinter uns lassen können und dass möglichst viele Tourismusbetriebe die Krise überstehen und rasch wieder eine solide Umsatz- und Geschäftsbasis erhalten.

Alle Umfragen zeigen, dass das Interesse an Oberbayern als Reiseziel ungebrochen hoch ist. Insofern gehe ich davon aus, dass wir nach der Krise kein Nachfrage-Problem haben werden.

Es wird wichtig sein, dass wir neue Entwicklungen offensiv angehen. Die Krise hat uns einen Digitalisierungsschub beschert, hier müssen wir unseren Beitrag leisten – die Digitalisierungskompetenz in der Region und bei Betrieben ausbauen und stärken.

Auch die Themen Besucherlenkung werden uns künftig dauerhaft begleiten, wie es gelingt vor allem die Tagesbesucher auf Basis eines modernen Datenmanagements effektiv zu steuern.

Es braucht auch neue Konzepte für den Geschäftsreise-Tourismus, in dem persönliche Vernetzung und digitale Formate sich gegenseitig ergänzen. Wir als TOM e.V. sind die Tourismus-Plattform, die alle Partner vernetzt, wertvolles Wissen liefert und in den genannten Bereichen schon heute aktiv ist.

Das Interview führte Anton Hötzelsperger.

Foto: Hötzelsperger