Kreisrat Ludwig Maier ist zum dritten Mal zum Direktkandidaten für die Bundestagswahl gewählt worden



Die ÖDP hat ihre Aufstellungsversammlung zur Bundestagswahl durchgeführt. Sie fand in Söllhuben in der Gemeinde Riedering unter den geforderten Hygiene-Schutzbestimmungen statt. Es gab keine Gegenstimmen und nur eine Enthaltung: Erneut stellt die ÖDP somit im Wahlkreis Rosenheim Ludwig Maier als Direktkandidaten für die diesjährige Bundestagswahl auf. Der 59-jährige Kreisrat aus Soyen (Foto) kandidierte bereits 2013 und 2017. Er bezeichnete seine erneute Kandidatur als „Herzensangelegenheit“.

Ganz oben auf seiner Prioritätenliste steht der Klimaschutz: „Denn die Erderwärmung betrifft uns alle und wirkt in alle anderen Bereiche hinein., auch in Fragen des Weltfriedens.“ Vielen Bürgern sei gar nicht bewusst ,was es heißt, wenn Deutschland die Militärausgaben auf zwei Prozent erhöhen soll. „Wir würden damit weltweit sofort an die dritte Stelle rücken nach den USA und China. Militärische Aktivitäten belasten extrem da Klima. Es wäre viel sinnvoller, diese Ausgaben in Sozial- und Umweltprojekte umzulenken“, so Maier.
In der Landwirtschaft will Maier ein Fördersystem, das den kleinen Betrieben die meiste Förderung zukommen lasse – mit abschmelzenden Zahlungen bis zu einer Obergrenze, ab der es keinerlei Subventionen mehr gibt.
Für Betriebe, die  Naturschutzflächen bereitstellen, brauche es eine Förderung, die höher sei als der Produktionserlös. Maier: „Das muss es uns wert sein, denn die Familienbetriebe leisten in der Regel einen großen Beitrag für den  Naturschutz.“
Und Maier weiter:
„Wir im Landkreis Rosenheim sind massiv betroffen durch den weiteren Ausbau der A8, durch die geplante Neubautrasse des Brenner-Nordzulaufs und durch die geplante B15 neu. Diese fragwürdigen Verkehrsprojekte zerschneiden nicht nur die schöne Landschaft, sondern spalten auch unsere Bevölkerung. Den Brennernordzulauf akzeptiere ich nur auf der Bestandsstrecke.
Besonders jetzt durch die Corona-Situation haben wir die große Chance, Wirtschaft neu zu denken. Ich werbe für eine Gemeinwohlwirtschaft, die das Allgemeinwohl in den Mittelpunkt stellt und die wirtschaftliche Tätigkeit danach ausrichtet. Die ÖDP ist hier besonders glaubwürdig, da sie laut Satzung keine Firmenspenden annimmt.“