Zeitweise gestern völlig unkontrollierter Zustrom

Rosenheim: Zugverkehr eingeschränkt - Hunderte Flüchtlinge innerhalb weniger Stunden

image_pdfimage_print

SONY DSCDie Bundespolizei Rosenheim registriert einen deutlichen Anstieg an unerlaubten Einreisen in Zügen aus Kufstein, das meldet sie heute am Samstagmittag. Aufgrund eines zeitweise unkontrollierten Zustroms von Migranten gestern am Freitagabend musste der Schienenverkehr zwischen Kufstein und Rosenheim eingeschränkt werden, heißt es. Einige Züge fielen auf dieser Strecke daher aus. Mehrere hundert Migranten kamen innerhalb weniger Stunden am Rosenheimer Bahnhof an.

Freitagnachmittag trafen die Bundespolizisten bei Kontrollen der Fahrgäste in drei aufeinanderfolgenden Meridian-Zügen zunächst jeweils auf rund 20 Personen ohne Papiere. Um 16:30 Uhr waren es schon über 50. Gegen 18:30 Uhr befanden sich etwa 170 und eine Stunde später mehr als 110 Migranten in den Nahverkehrszügen aus Kufstein. Bereits am Donnerstag stellte die Bundespolizei in einem solchen Zug 160 unerlaubt Eingereiste fest. In einem EuroCity, der von Bologna über Kufstein nach Rosenheim unterwegs war, befanden sich rund 350 Migranten.

Am Freitag wurden innerhalb von 24 Stunden am Rosenheimer Bahnhof etwa 530 unerlaubt eingereiste Personen in Gewahrsam genommen. Nur einen Tag zuvor sind über 900 festgestellt worden.

Die Migranten wurden unter anderem am Bahnhof beziehungsweise in der Dienststelle der Bundespolizeiinspektion Rosenheim versorgt und einer Registrierung unterzogen. Sie stammen ursprünglich insbesondere aus Syrien und Afghanistan. Anschließend konnten sie verschiedenen Aufnahmestellen für Flüchtlinge zugeleitet werden. Insgesamt hat die Bundespolizei am Freitag in den Abschnitten Rosenheim und Freilassing zusammen rund 2.000 unerlaubte Einreisen verzeichnet.

Unser Foto zeigt die Sporthalle der Bundespolizei in Rosenheim, sie dient der vorübergehenden Unterbringung der in Gewahrsam genommenen Migranten.

Foto: Bundespolizei

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren