Ungewöhnliche Nistplätze für Zugvögel

Appell des Landratsamtes: Hackschnitzelhaufen überprüfen

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Bald piepts wieder im Landkreis: Sobald die Tage wieder länger und wärmer werden, sind die ersten Zugvögel zurück. Dann beginnt für die Gefiederten wieder die Suche nach dem geeigneten Nistplatz, wobei jede Art unterschiedliche Plätze bevorzugt: Die einen dichte Hecken, andere Höhlen oder hoch oben, um vor Fressfeinden geschützt zu sein. Auch die in der freien Landschaft oft zu findenden Hackschnitzelhaufen werden als „Ersatz-Hecke“ gerne angenommen.

Das Naturschutzgesetz gibt den Zeitraum vom 1. März bis 30. September als Vogelbrutzeit an, Schnitte an Bäumen und Hecken sind in dieser Zeit zu unterlassen.

„Nun möchte die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt zusätzlich darauf hinweisen, dass in diesem Zeitraum Besitzer von Hackschnitzelhaufen möglichst bei allen Maßnahmen ihr Augenmerk auf Vögel wie Rotkehlchen oder Amseln, aber auch anderen Kleintiere richten, die nicht nur zum Nisten kommen, sondern auch bei Gefahr Zuflucht in den Haufen suchen“, erklärt Maria Rabenbauer, Mitarbeiterin der Unteren Naturschutzbehörde. „Kot oder Eierschalen können zum Beispiel ein Hinweis sein, dass tatsächlich brütende Vögel vorhanden sind.“

Idealweiser sollten die Holzhaufen während der Brutzeit nicht verkleinert oder gar beseitigt werden. Sind dennoch Arbeiten notwendig, sollten nur die obersten Schichten vorsichtig entnommen werden.

Vorhandene Nester dürfen weder beschädigt, noch zerstört werden. So können die Holzhaufen nicht nur einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz als regenerative Energiequelle leisten, sondern auch als Ersatzbiotope einen positiven Beitrag zum Artenschutz.

 

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