Tag des Einbruchschutzes

Richtige Sicherungstechnik, richtiges Verhalten und aufmerksame Nachbarn wichtig

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Wachsamer Nachbar kleinLandkreis – Angesichts der stetig steigenden Einbruchszahlen in den Vorjahren haben die Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd die Maßnahmen zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchs intensiviert. Entgegen dem bundesweiten Trend sei eine leichte Entspannung der Einbruchslage im Präsidialbereich zu erkennen, das Anzeigeaufkommen im laufenden Jahr habe sich im September auf Vorjahresniveau eingependelt, heißt es heute.

Polizeipräsident Robert Kopp: „Für eine Entwarnung ist es allerdings noch zu früh. Um den Einbrechern des Leben so schwer wie möglich zu machen, setzen wir weiterhin auf einen erhöhten Fahndungsdruck und auf verstärkte Präventionsmaßnahmen.“

Während die Wohnungseinbrüche im vergangenen Jahr 2014, dem bundes- und bayernweiten Trend entsprechend, noch deutlich angestiegen sind – die Polizeiliche Kriminalstatistik verzeichnete einen Anstieg von 35,1 Prozent von 450 auf 608 Fälle im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd – haben sich die Zahlen im laufenden Jahr (Stand September) auf dem Niveau des Vorjahres eingependelt. Um diesen Trend beizubehalten bzw. noch zu verstärken, setzt man im Polizeipräsidium weiterhin auf einen erhöhten Fahndungsdruck durch regelmäßige Schwerpunktaktionen, eine optimierte Lagearbeit und verstärkte Präventionsmaßnahmen.

Ein großer Teil der Einbrüche, die für viele betroffene Menschen neben dem materiellen Schaden auch schwerwiegende psychische Belastungen zur Folge haben, könnte durch die richtige Sicherungstechnik, durch richtiges Verhalten und vor allem durch aufmerksame Nachbarn, getreu dem Motto „Obacht geb`n!“, verhindert werden. Ein intaktes soziales Umfeld ist oftmals der Garant für wirksamen Einbruchschutz.

„Achten Sie bewusst auf auffällige Situationen und alarmieren Sie bei verdächtigen Wahrnehmungen sofort die Polizei unter der Notrufnummer 110“ empfiehlt Polizeipräsident Robert Kopp (Foto).

PP Robert Kopp PMDarüber hinaus bieten die kriminalpolizeilichen Beratungsstellen, die bei den regionalen Kriminalpolizeidienststellen angesiedelt sind, eine umfangreiche, individuelle und kostenlose Beratung zur Einbruchsvorsorge. Die kriminalpolizeilichen Fachberater stehen gerne als Ratgeber für den wirkungsvollen Einbruchsschutz zur Verfügung.

 

 

Einbruchschutz basiert im Wesentlichen auf drei Säulen:

 

• Nachbarschaftshilfe

Eine intakte und aufmerksame Nachbarschaft kann vorbeugend wirken. Pflegen Sie den Kontakt zu Ihren Nachbarn – dann haben Einbrecher weniger Chancen.

 

• Mechanische Sicherungseinrichtungen

Über ein Drittel aller Einbrüche bleiben im Versuchsstadium stecken. Mechanische sicherungstechnische Einrichtungen an Türen und Fenstern tragen dazu ganz wesentlich bei.

 

• Richtiges Verhalten

Achten Sie bewusst auf verdächtige Situationen und alarmieren Sie in dringenden Verdachtsfällen sofort die Polizei unter der Notrufnummer „110“. Wenn Sie tatsächlich einen Einbrecher bemerken: Stellen Sie sich ihm keinesfalls in den Weg! Spielen Sie nicht den Helden, denn das könnte schlimm für Sie ausgehen. Bereits die Beachtung einfacher Verhaltensregeln kann Einbrecher das Leben erschweren:

 

• Wenn Sie ihr Haus verlassen, auch nur für kurze Zeit, schließen Sie immer Ihre Haustür ab!

• Verschließen Sie immer Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Denken Sie daran. Gekippte Fenster sind offene Fenster!

• Verstecken Sie Ihren Schlüssel niemals draußen. Einbrecher finden jedes Versteck!

• Wenn Sie Ihren Schlüssel verlieren, wechseln Sie den Schließzylinder aus!

• Achten Sie auf Fremde in Ihrer Wohnanlage oder auf dem Nachbargrundstück!

• Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit!

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