Spontane Hilfe für Flüchtlinge

Zwei Beispiele, wie unbürokratische Unterstützung funktionieren kann

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kleiderkammerEs ist Dezember, es ist Advent. Und da werden viele Menschen plötzlich spendabel und großzügig. Doch wahre Nächstenliebe zeigt sich nicht mit dem Blick auf den Kalender. Und auch nicht in der Größe der Gabe. Zwei schöne Beispiele, die jetzt Asylbewerbern in Bad Aibling widerfahren sind, zeigen es: In der Hektik der Kleiderausgabe an die Damen und Kinder der derzeitigen Turnhallen-Bewohner, erreichte das Team vom Kreis Migration ein flehender Anruf: es wurde ein Dolmetscher für eine afghanische Frau, die im Krankenhaus Bad Aibling lag und sich nicht verständigen konnte, gesucht.

Ein Familienvater aus Bad Aibling, der Spielsachen und Kinderkleidung in der Halle abgeben wollte, bekam das Gespräch mit. Spontan bot der Familienvater, der persischer Herkunft ist, seine Hilfe an. Er fuhr sofort ins Krankenhaus, um für die Frau zu dolmetschen …

Ein anderer Fall: Zur Kleiderausgabe an der Turnhalle kamen auch einige hochschwangere Frauen vorbei. Den Helfern kam zu Ohren, dass sie große Rückenprobleme haben. Eine der Helferinnen, eine Physiotherapeutin, bot spontan an, sie zu behandeln. Kurz darauf kamen die Frauen erneut zum Aussuchen von Kleidung und berichteten, wie gut es ihnen jetzt ginge.

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8 Gedanken zu „Spontane Hilfe für Flüchtlinge

  1. Scheinbar ist es etwas ganz besonderes Flüchtlingen zu helfen…es wird viel darüber berichtet, man ist „Gutmensch“ wenn man sich daran beteiligt.
    Es ärgert mich aber wirklich sehr, wenn ich daran denke, wie viele (deutsche) Mitbürger Woche für Woche zur Tafel gehen…kein Geld dafür haben, ihren Kindern Weihnachtsgeschenke zu kaufen…kein Geld haben für Medikamente. die die Krankenkasse nicht bezahlt…kein Geld für…?

    Wie groß ist das Interesse an einheimischen Mitbürgern, die Not leiden? Wie oft helfen sie sich untereinander? Gibt es darüber Berichte? Ehrlich es nervt mich, dass alles, was in Richtung Flüchtlinge passiert, wundersam ist…was einheimische „Schutzbedürftige“ betrifft ist nicht erwähnenswert! 🙁

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    1. Wenn ich es richtig gelesen habe, dann gings in dem Beitrag um das Zusammenstehen und Helfen von Menschen!!!

      Die aus unterschiedlichen Kulturen stammen. Mit dem Ergebnis, dass Menschen in Not Hilfe gegeben wurde.
      Da stand nix davon, dass diese Hilfe nicht auch für „einheimische Schutzbedürftige“ (welch ein fremdbestimmtes Wort!!!), die um Hilfe bitten, diese Hilfe auch gewährt werden würde.
      Was sind eigentlich einheimische Schützbedürftige?

      … „gut beleibte, Colaverschlingende, Couchsurfende Hartz 4 Empfänger!“
      Es geht doch um das Helfen, und ja das macht uns zu „Gutmenschen“ und daran is nix auszusetzen.

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  2. Leider hat Frau Wimmer recht. Wir dürfen auch unsere hilfsbedürftigen Mitbürger nicht vergessen. Auch diese müssen jeden Tag kämpfen, dass sie ihre Familien ernähren können. Es ist traurig, aber leider wahr!

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    1. Hier wird doch jedem geholfen, der Hilfe braucht!
      Es gibt z.B. den Wunschbaum, die Tafel, Rot-Kreuz-Laden usw. und viele private Helfer, die spontan helfen.
      Siehe auch: https://www.wasserburger-stimme.de/stadt/grosse-solidaritaet-mit-dem-opfer/2015/12/16/

      Oder denkt mal daran, wieviele z.B. in Passau geholfen haben, als das letzte Hochwasser war. Das war fantastisch und wurde auch entsprechend gewürdigt.

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      1. … Sie haben vollkommen recht, dass jedem wie Hochwasseropfer usw. bedingungslos geholfen wird. In dem Artikel ist es um spontane Hilfe für Flüchlinge gegangen und der Anstoß war, dass unsere hilfsbedürftigen Mitbürger auch nicht vergessen weden sollten.

        Es ist jedoch unverschämt von Mars zu behaupten, dass einheimische Schutzbedürftige „gut beleibte, Colaverschlingende, Couchsurfende Hartz 4 Empfänger!“ sind. Ich weiß nicht, was unsere Rentner, Alleinerziehenden oder nicht so gut gestellte Familien zu dieser Aussage meinen!!

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        1. Der Kommentar war unnötig, da gebe ich Ihnen völlig recht.
          Andererseits ist es auch ziemlich unnötig, jede/n, der Flüchtlingen hilft, einerseits als „Gutmenschen“ zu beschimpfen und andererseits zu unterstellen,
          dass er/sie „nur“ Flüchtlingen hilft und einheimische Bedürftige dabei vergisst.
          Es bleibt doch außerdem jeder/m selbst überlassen, wie und wem er/sie helfen möchte.

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          1. Da stimme ich Ihnen zu und möchte keinem etwas unterstellen!!

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        2. Liebr „ich weiß was!:
          ich habe das nicht behauptet; wenn sie genau leen würden habe ich es als Frage offen gelassen.
          Was sind eigentlich…. und dann kam ein zünisches Beispiel von mir!!!
          Bitte lesen Sie zuerst bevor Sie behaupten.
          … im übrigen auch an sie schene Weihnachtn!!!

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