Sicherheitswacht sucht neue Mitarbeiter

Rosenheim: Im Herbst beginnen Schulungen - Acht Euro Aufwandspauschale pro Stunde

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Siwa-BildRosenheim – Sie sind die Helfer der Polizei: Die alle zwei Jahre stattfindenden Schulungen für neue Mitarbeiter der Sicherheitswacht finden im Herbst 2016 bei der Polizeiinspektion Rosenheim statt. Jeder der Interesse hat und die Bestellungsvoraussetzungen erfüllt, kann sich jetzt bewerben. Die bayerische Sicherheitswacht gibt es seit nunmehr 25 Jahren in mehreren größeren Städten in Bayern. In Rosenheim wurde sie 1995 errichtet. Derzeit sind 13 Mitarbeiter im Rosenheimer Stadtgebiet unterwegs. Die am häufigsten festgestellten Ordnungswidrigkeiten sind hierbei öffentliches Urinieren, das Verunreinigen von öffentlichen Plätzen und das Trinken von Alkohol in den Grünanlagen, aber auch Bettler und Musikanten ohne Genehmigung gehören zum Aufgabenfeld.

Die Mitarbeiter unterstützen aktiv die Polizeibeamten, indem sie intensiv die Innenstadt mit ihren Parks und öffentliche Veranstaltungen bestreifen und insbesondere für die Einhaltung der Stadtsatzung sorgen.

Die Mitarbeiter der Sicherheitswacht unterliegen bei Ihrer Tätigkeit dem bayerischen Sicherheitswachtgesetz. Dieses ermächtigt sie, bei Personen, die sich nicht an die Gesetze halten, die Personalien festzustellen und bei Weigerung, diese Mitbürger bis zum Eintreffen der Polizei sogar festzuhalten. Auch Platzverweise dürfen die Sicherheitswachtler aussprechen.

Natürlich gilt auch für die Angehörigen der Sicherheitswacht das „Jedermannsrecht“, das sie ermächtigt, eine Person, die bei einer Straftat auf frischer Tat ertappt wurde, vorläufig festzunehmen und der Polizei zu übergeben. Da jede Streife der Sicherheitswacht mit einem Funkgerät der Polizei ausgestattet ist, kann diese im Bedarfsfall unverzüglich angefordert werden.
Jedoch stellt die Einhaltung der Gesetze nicht das einzige Aufgabengebiet der Sicherheitswacht dar. Die Mitarbeiter sind ein Bindeglied zwischen den Bürgern und der Polizei. Mit ihren blauen Jacken sind sie leicht erkennbar und sie haben stets ein offenes Ohr für Passanten. Allein durch die Präsenz der Sicherheitswachtler wurde schon so manche Gesetzesüberschreitung unterbunden. Das allgemeine Sicherheitsgefühl wird durch die Streifengänge, die sowohl zur Tages- als auch zur Nachtzeit stattfinden, gestärkt. Als Aufwandspauschale für diese wichtige Tätigkeit gibt es 8 Euro pro Stunde. Monatlich sollte man 15 Stunden für die Ausübung des Ehrenamtes einplanen.
Bei wem nun das Interesse geweckt wurde, kann sich unverbindlich bei der Polizeiinspektion Rosenheim unter 08031/200-2314 (Mo-Fr, 09-12h) informieren.
Voraussetzung für die Einstellung ist jedoch, dass man keine Negativ-Einträge bei Polizei oder anderen Behörden aufweist. Weiter sollte man keine gesundheitlichen Probleme haben, zwischen 18 und 60 Jahren alt sein, sowie eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen können.

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2 Gedanken zu „Sicherheitswacht sucht neue Mitarbeiter

  1. Weniger als Mindestlohn? Das kann ja wohl nicht sein; und das bei einem Job, der von vernünftigen Leuten verantwortungsbewusst ausgeführt werden soll!

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  2. Nur 8 Euro? Da schliesse ich mich „Fritz“ an. Also nennt man es „Aufwandspauschale“ und „Ehrenamt“. Werden die 15 Stunden/Monat nach vorgegebenem Zeitrahmen geleistet? Dann wäre es wohl ein Minijob. Auch unser Staat weiß, wie man den gesetzlichen Mindestlohn umgeht und dabei auch noch die pauschalen Sozialabgaben für einen Minijob spart.

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