Regensburg eine Nummer zu groß

EHC Waldkraiburg unterliegt am Freitagabend den Eisbären mit 0:4

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Im vierten und wohl auch letzten Vergleich der Saison mit dem EV Regensburg gab es für den EHC Waldkraiburg am Freitagabend in der Raiffeisen-Arena abermals nichts zu holen. Das Team von Cheftrainer Tomas Martinec unterlag den Eisbären mit 0:4, da der EVR mit seiner spielerischen Klasse für die Industriestädter einfach ein zu großes Kaliber ist.

Das Löwen-Lazarett hatte sich rechtzeitig zum Spiel gegen den EV Regensburg glücklicherweise endlich wieder etwas gelichtet und Christof Hradek, Lukas Wagner, Michael Trox und auch Tobias Thalhammer konnten wieder mitwirken. Chefcoach Tomas Matinec, der in der Trainingswoche auf Daniel Hämmerle verzichten hatte müssen, weil dieser beruflich verhindert war, hatte seine Mannen aber bestens eingestellt, denn die Löwen legten los wie die Feuerwehr.

Hradek und Nico Vogl verbuchten in den ersten drei Minuten zwei Chancen für die Gastgeber, doch auch Regensburg war bereits auf Betriebstemperatur und Nikola Gajovsky prüfte mehrfach EHC-Schlussmann Korbinian Sertl. Im Laufe der ersten Minuten wurden die Kräfteverhältnisse aber bereits deutlich: Regensburg machte enormen Druck, ließ sich die Löwen nicht einmal im Powerplay entfalten und Gajovsky, Top-Torjäger Arnoldas Bosas, Peter Flache und Jason Pinizzotto- der Bruder vom Sheriff des deutschen Meisters EHC Red Bull München- schossen Sertl richtig ein.

Nachdem auf der anderen Seite Trox, Max Kaltenhauser und Hradek Gelegenheiten verbuchten aber an Regensburgs Goalie Jonas Leserer gescheitert waren, gingen die Gäste kurz vor der ersten Pause in Führung. Über den linken Flügel rollte die Regensburger Angriffswelle, der Puck kam goldrichtig in die Mitte und Bosas drückte ab- keine Chance für Sertl (17:04).

 

Der Balte Bosas, der vor 27 Jahren in Litauen geboren worden war, blieb auch im zweiten Durchgang zusammen mit Gajovksy der auffälligste Spieler der Gäste. Anders als sein genialer Sturmkollege sollte Bosas an diesem Abend in Sachen Toreschießen so ziemlich Alles gelingen und mit einem Traumtor von der blauen Linie in Überzahl eröffnete er das mittlere Drittel (21:04). Waren die Regensburger spielerisch und technisch immer eine Nasenlänge voraus, waren die ambitioniert und wacker agierenden Löwen aber auch in den Zweikämpfen körperlich immer zweiter Sieger. Eine doppelte Überzahl für Waldkraiburg verstrich torlos und wenig später musste Florian Ullmann mit einem Hechtsprung die Scheibe von der Linie kratzen und so das 0:3 verhindern.

 

In der 47. Minute war es dann aber doch geschehen und erneut jubelte Bosas nach seinem zweiten Powerplay-Treffer und dem insgesamt dritten im Spiel (46:34). Der EHC jagte die Scheibe kurz zuvor nur an den linken Pfosten, auch ließ man bei einem Alleingang den Anschlusstreffer liegen. Korbinian Sertl galt dennoch der Dank, dass das Ergebnis noch nicht höher ausfiel, aber konnte man den nach wie vor kämpfenden und engagierten Löwen keinen wirklichen Vorwurf machen. Gegen eine so stark aufspielende gegnerische Mannschaft müsste alles passen und Regensburg erlaubte sich kaum Fehler. So war es auch am EVR, den Schlusspunkt durch Jason Pinizzotto ins leere Tor, zwei Sekunden vor dem Ende, zu setzen. GM

 

Eishockey Oberliga Süd 2017/ 2018, 22.Spieltag. EHC Waldkraiburg – EV Regensburg 0:4 (0:1/ 0:1/ 0:2). Tore: 0:1 17:04 Bosas A. (Gajovsky N., Kronawitter B.), 0:2 21:04 Bosas A. (Pinizzotto J., Flache P. PP1) 0:3 46:34 Bosas A. (Pinizzotto J., Flache P. PP1), 0:4 59:58 Pinizzotto J. (Empty-Net Goal). Strafen: EHC Waldkraiburg 16 Strafminuten, EV Regensburg 18 Strafminuten. Zuschauer: 631.

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