Polizei-Großeinsatz: Jugendliche „spielen Krieg“

Trio maskiert mit Messer, Pistole, Eisenstange auf Baustelle in Rosenheim unterwegs

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Jugendliche „spielen Krieg“ und lösen Großeinsatz aus! Genau so meldet es heute am Dienstagnachmittag die Polizei aus Rosenheim. Am Vormittag heute dachten wohl drei Jugendliche im Alter von 13 und 14 Jahren, dass es eine gute Idee sei, den Ferientag damit zu verbringen, in einem Waldstück nahe der Baustelle zur Westtangente in Rosenheim mal „Krieg“ zu spielen. Ein Mitarbeiter der Baustelle sah einen maskierten, jungen Burschen mit einem Messer, einer Pistole und einer Eisenstange in der Nähe des …

… Waldstücks und verständigte die Polizei.

Da zunächst keine Einzelheiten über die Waffen zu erfragen waren, wurde ein Großeinsatz ausgelöst. Mehrere uniformierte und zivile Streifen aus allen umliegenden Dienststellen fuhren zum Einsatzort. Die Polizisten näherten sich dem Waldstück mit gezogenen Pistolen und Maschinenpistolen.

Auf Grund der drückenden Übermacht der „Staatsgewalt“ ergaben sich die Jugendlichen widerstandslos. Sie wurden zur Dienststelle verbracht und dort an die Eltern übergeben. Die Waffen, die an verschiedenen Stellen im Wald deponiert waren, wurden sichergestellt und werden mit dem Einverständnis der Eltern der Verwertung zugeführt.

Im Nachhinein stellte sich heraus, dass es sich um Spielzeugwaffen handelte. Diejenige Pistole, die der Mitteiler gesehen hatte, wirke aus einiger Entfernung wie eine echte Waffe, so die Polizei.

Bedenklich ist, dass genau diese drei Jugendlichen bereits im Januar wegen eines ähnlichen Vorfalls angetroffen worden waren und ihnen dort die Polizei schon drei täuschend echt aussehende Pistolen und Gewehre abnahm.

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2 Gedanken zu „Polizei-Großeinsatz: Jugendliche „spielen Krieg“

  1. FRÜHER haben wir (bin 1951 geboren) im Kino, denn Fernseher waren noch selten, Cowboyfilme angesehen und spielten danach „Cowboy und Indianer“, es gab auch schon mal blutige Nasen.

    Nach Ritterfilmen bekämpften wir uns „bis aufs Blut“ mit Holzschwert, Schild, Lanze und Morgenstern. Nach Kung Fu – Filmen wurden wir zu Bruce Lee und David Carradine, ein scheuer Blick aufs Dekolleté von Michèle Mercier in „Angélique und der König“ verfolgte uns nächtelang im Traum.

    Heute werden schon Kinder, erst recht Jugendliche, nahezu ständig mit Terror und Kriminalität in den Nachrichten konfrontiert, die Berichterstattung kennt oft kein Tabu in Bild, Film und Wort, zeigt eben die brutale Realität.

    Das Gros der produzierten Filme sind „Krimis“ und strotzen nur so von Tod und blutiger Gewalt, für unbedarfte Zuschauer entsteht der Eindruck, dass die „Rosicops“ pro Woche mehrere Mordfälle bearbeiten müssen, den SOKO`s von Wien, Kitzbühel, Wismar, Rostock, Leipzig, etc. ist es zu verdanken, dass sich die „Zivilbevölkerung“ noch nicht gegenseitig ausgerottet hat.

    Den aktuellsten „Abschuss“ lieferte aber m.E. „SOKO München/5113: Der Angriff“ Teil 1 und 2 am 14. und 21. März jeweils ab 18:05(!). Der Zweiteiler zeigte, besonders im Teil 2, eine unglaubliche Verdichtung von physischer und psychischer Gewalt, eine Vielzahl von brutalsten Morden, bis hin zur „Hinrichtung“ einer Geißel (Polizistin), dass man sich eher im Horrorfilm-Szenario wähnen konnte, als im „Unterhaltungs-Abendprogramm“ um etwa 19.00 Uhr.

    WER kann es nun 13- und 14-Jährigen verdenken, dass sie sich genau diese „Welt der Erwachsenen“ im Spiel zu eigen machen, sich mit täuschend echt scheinenden Spielzeugwaffen versorgen und genau das nachspielen, was sie täglich sehen??

    Der nächste „Spielezug“ ist dann in 2-3 Jahren vielleicht die „Paint-Ball-Kalaschnikow, selbst aus der Nähe kaum von echten Waffen zu unterscheiden?

    Gut, dass die 3 Buben wohl keine dunkle Hautfarbe hatten und in bestimmten Gegenden der USA spielten: sie hätten es wohl kaum überlebt!

    Danke, dass Sie das bis hier gelesen haben, abschließend frag ich mich nur, wie Eltern /Erzieher/Lehrer mit diesen Jungs umgehen werden. Da es sich aber leider um Wiederholungstäter handelt, habe ich die übelsten Befürchtungen.

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    1. Sehr gut geschrieben von Jürgen K. – genauso ist es!

      Es ist sehr wichtig, Kinder und Jugendliche frühzeitig in Sportvereinen anzumelden, sie Sport treiben zu lassen, als Eltern sie zu betreuen, damit sie weg sind
      von der Glotze und lernen, fair miteinander umzugehen.

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