Mit gefälschten Papieren zur Hochzeit

Großkaro: Vermeintlicher Bulgare war ein zur Abschiebung gesuchter Kosovare

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bereitschaft Sonntagnachmittag im Fernzug EC 87 (München-Italien) bei Großkarolinenfeld: Die bayerischen Schleierfahnder aus Rosenheim kontrollieren einen 39-jährigen Mann, der sich mit bulgarischem Personalausweis und Führerschein auswies. Die Fahndungsspezialisten erkannten sofort, so die Polizei heute, dass es sich bei beiden Dokumenten um Totalfälschungen handelte. Zum Zeitpunkt der Festnahme befand er sich auf der Reise nach Italien. Dort hatte er eine Frau kennen gelernt, sich angeblich spontan „verliebt“ und nach einem Tag des Zusammenseins die Heirat beschlossen.

Obwohl der angebliche Bulgare felsenfest an seiner Identität festhielt, wurde er von den Polizisten festgenommen und genau erkennungsdienstlich kontrolliert. Schnell war klar, dass es sich bei dem vermeintlichen Bulgaren tatsächlich um einen zur Abschiebung gesuchten Kosovaren handelte, der sich seit Februar in Deutschland aufhielt und nunmehr „kreativ“ auf die Ablehnung seines Asylantrages und seiner drohenden Abschiebung reagiert hatte. Er besorgte sich gefälschte bulgarische Papiere und meldete sich mit diesen offiziell in Kornwestheim an.

Einer baldigen Hochzeit stellten sich die Staatsanwaltschaft, das Ausländeramt und die Polizei nicht entgegen. Nach Zahlung einer Sicherheitsleistung wurde ihm die Ausreise gestattet, verbunden mit einer Wiedereinreise-Sperre.

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