Apfelmarkt: Werden Zelte Asyl-Unterkunft?

Notfallplan-Idee: Landratsamt prüft noch in Bad Feilnbach

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asylIn seiner Not, die wöchentlich im Landkreis ankommenden Flüchtlinge unterzubringen, dachte Landrat Wolfgang Berthaler vor ein paar Wochen laut nach. Es könne durchaus sein, so seine Worte, dass man die Zelte des Apfelmarktes dafür hernehmen müsse, um Unterkünfte für Asylbewerber zu schaffen (wir berichteten). Der Apfelmarkt ist nun vorbei, die Zelte stehen – noch – leer.

Auf Anfrage unserer AIB-Stimme sagte ein Sprecher das Landratsamtes, dass hier noch einige Dinge geprüft werden müssten. Wann eine Entscheidung gefällt werde, sei noch nicht klar. Ebensowenig sei sicher, ob die Zelte vor den Toren Bad Feilnbachs überhaupt stehen bleiben oder nicht.

Der erste Eindruck heute am Mittwoch vor Ort: Sie bleiben nicht stehen. Zumindest nicht alle, die Abbau-Trupps waren bei einem Zelt mit ihrer Arbeit schon weit voran geschritten.

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2 Gedanken zu „Apfelmarkt: Werden Zelte Asyl-Unterkunft?

  1. Diese Zelte dürften keineswegs wintertauglich sein – wie sich schon andernorts erwiesen hat. Selbst bei intensivster Beheizung, halten die Zeltwände die Wärme nicht und verpufft.
    Vor Not und Sorge schnell laut zu denken, gibt auch hier keine befriedigende Lösung und übergeht die Bedürfnisse – nicht nur der, der Asylanten – auch bei Aussagen wie diesen hier, die Herr Berthaler traf (Artikel vom 17.September „Notfallplan Realschulhalle vor Gymnasium“ ) komme ich ins grübeln:
    „Wichtig sei derzeit nicht, wo die Kinder ihren Sportunterricht haben, so der Landrat – da würden die Schulen und Lehrer sicher fündig – draußen sporteln, schwimmen gehen in der Halle und so weiter – wichtig sei derzeit nur, wie die ankommenden Flüchtlinge einigermaßen menschenwürdig untergebracht werden können.“
    Bei aller Brisanz fragt man sich da schon heimlich still und leise, ob die Bürger, die Vereine und Sportler auch ernst genommen werden?! Sportplätze sind nämlich nicht nur „stundenweise Tummelplätze für Schulkinder“ sondern ihre Nutzung ist Grundlage für viele Aktive , Leistungssportler, Familien bzw. Kindergruppen etc… – dass diese Hallen auf unbestimmte Zeit „verloren“ gehen und auch anschließend renoviert werden müssen, wird großzügig übergangen, mit der Erwartung an die Bevölkerung dass dies alles selbstverständlich so gehandhabt werden muss.
    Und auch wenn es das tatsächlich muss und es keine anderen Möglichkeiten gibt…..erkennen und anerkennen der anderen Seite wäre schon auch schön! Dies mal eben nur „ laut gedacht…..“

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    1. Und nur mal laut gedacht: Was wäre gewesen, wenn vor ca. 2015 Jahren Maria und Josef mit ihrem Söhnchen (der es später noch zu einiger Berühmtheit bringen sollte) vergeblich um Unterschlupf gebeten hätten, weil die Hirten meinten: „Schleichts eich! Unsa Vieh braucht den Platz!“ …
      Im Ernst: Haben Sie bessere Vorschläge? Die „Asylanten“ zurückschicken in ihre Länder, wo es wenigstens warm ist?
      Und warum unterstellen Sie, dass Bürger und Sportler nicht ernst genommen werden?
      Was wiegt eigentlich schwerer? Den Flüchtlingen erstmal das Allernötigste zu geben oder dass weiterhin Turnhallen uneingeschränkt benützt werden können?
      Da komme ich ins Grübeln!

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