Weniger Unfälle, weniger Straftaten

Wasserburger Polizei legt Statistik für 2019 vor - Aufklärungsquote bei 75 Prozent

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Die Polizei Wasserburg hat in den letzten Tagen an die neuen und wiedergewählten Bürgermeistern der Stadt Wasserburg sowie der elf weiteren Gemeinden des Dienstbereiches im Sicherheitsbericht 2019 über die Kriminalitätsentwicklung und Verkehrslage des vergangenen Jahres informiert. Ergänzt wird dies nach und nach durch persönliche Sicherheitsgespräche der Bürgermeister mit dem Dienststellenleiter der Polizei Wasserburg. Insgesamt waren im Vergleich zu 2018 weniger Verkehrsunfälle und weniger Straftaten zu verzeichnen.

Mit den Gemeinden, Albaching, Amerang, Babensham, Edling, Eiselfing, Griesstätt, Pfaffing, Ramberg, Rott am Inn, Schonstett, Soyen und der Stadt Wasserburg betreut die Polizei Wasserburg rund 46.000 Einwohner auf 321 Quadratmetern Dienstbereichsfläche. Insgesamt sind 42.000 Fahrzeuge im Dienstbereich zugelassen.

Kriminalitätsentwicklung

 

Im Jahr 2019 wurden im Dienstbereich der Polizei Wasserburg insgesamt 1.279 Straftaten (2018: 1.357) in der Polizeilichen Kriminalstatistik erfasst. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang um 78 Straftaten bzw. 5,7 %.

 

Die Aufklärungsquote stieg 2019 erneut um 1,2 % auf 75 % (2018: 73,8%). Somit wurden von den 1.279 Straftaten 959 aufgeklärt.

 

Als Gradmesser für die Kriminalitätsbelastung der Bevölkerung dient die Häufigkeitszahl, die im Dienstbereich der Polizei Wasserburg bei einem Wert von 2.800 pro 100.000 Einwohner (2018: 2.990) liegt.

 

2019 wurden 739 Tatverdächtige (2018: 764) ermittelt. Der Anteil der ausländischen Tatverdächtigen lag bei 249 bzw. 33,7 % (2018: 26,8 %). Der Anteil der Kinder, Jugendlichen und Heranwachsenden Tatverdächtigen lag bei 137 bzw. 18,5 %. (2018: 159 bzw. 20,8 %)

 

Gegenüber dem Vorjahr ist die Anzahl der Diebstähle um 9,3 % gestiegen (2019: 258 – 2018: 236). Sonstige einfache Diebstähle reduzierten sich insgesamt leicht um 1,8 %. Ladendiebstähle nahmen sogar um 39,3 % ab. Schwere Diebstähle hingegen nahmen um 35,2 % zu (2019: 96 Fälle – 2018: 71). Darunter fällt u.a. der schwere Diebstahl in/aus Diensträumen/Büros/Werkstätten, der mit 10 Fälle um 2 Taten zum Vorjahr (2018: 8) leicht gestiegen ist.

Leider war auch beim Wohnungseinbruchsdiebstahl eine Zunahme von 5 Taten zu verzeichnen; 19 Taten zu 14 im Vorjahr. Beim schweren Diebstahl in/aus Keller, Speicher gab es 11 Fälle, eine Steigerung um 9 Fälle zum Vorjahr.

 

Rückgänge in diesem Segment gab es u.a. beim Fahrraddiebstahl um 10 Fälle (2019: 18 – 2018: 28), schweren Diebstahl in/aus Gaststätten/Hotel/Kantinen (2019: 2 – 2018: 8), Diebstahl von Kraftwagen (2019: 3 – 2018: 6) und Diebstahl von Krafträdern/Mopeds (2019: 1 – 2018: 4).

 

Die sogenannten Rohheitsdelikte, die neben den klassischen Gewaltdelikten wie Körperverletzung auch Raub und Straftaten gegen die persönliche Freiheit, wie Nötigung, Freiheitsberaubung, Bedrohung und Nachstellung (Stalking) beinhalten, haben 2019 um 10,7 % abgenommen (2019: 299 Fälle – 2018: 335). Die einfache Körperverletzung ging dabei mit 164 Taten um 18 bzw. 9,9 % zurück. Auch bei der gefährlichen und schweren Körperverletzung ist eine moderate Abnahme zu verzeichnen. 46 Fälle stehen nun 53 Fällen im Vorjahr gegenüber; ein Rückgang um 13,2 %.

 

Die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung nahmen von 30 auf 25 Anzeigen bzw. 16,7 % erneut ab. Dabei konnten alle dieser Sexualstraftaten (Aufklärungsquote: 100 %) aufgeklärt werden.

 

2019 gingen Sachbeschädigungen insgesamt um 10,8 % zurück (2019: 140 – 2018: 157). Dies ist insbesondere auf die Sachbeschädigungen auf Straßen und Plätzen zurückzuführen, die sich um 11 Taten bzw. 21,6 % verringerten (2019: 40 – 2018: 51). Sachbeschädigungen an Kfz nahmen allerdings von 48 auf 50 Anzeigen bzw. 4,2 % geringfügig zu.

 

Die Vermögens- und Fälschungsdelikte stiegen von 201 auf 210 Fälle moderat an (+ 4,5 %).

 

Die Rauschgiftkriminalität war mit 80 Fällen zu 122 im Vorjahr um 34,4 % rückgängig.

 

Der Gesamtschaden aller Delikte belief sich im Jahr 2019 auf 952.852 Euro. Im Vorjahr betrug die Schadenssumme noch 1.756 675 Euro.

 

 

Verkehrslage

Im Jahr 2019 ereignete sich im Dienstbereich der Polizei Wasserburg 1.372 Verkehrsunfälle (2018: 1429). Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Rückgang um 57 Unfälle bzw. 3,38 %.

 

Drei Personen wurden bei Verkehrsunfällen getötet (2018: 4) und 258 verletzt (2018: gleichbleibende Anzahl). In der Gesamtzahl der Verkehrsunfälle sind 471 sogenannte Wildunfälle (Unfälle mit Wildtieren) beinhaltet.

 

208 Verkehrsunfälle wurden wegen unerlaubtem Entfernen vom Unfallort (2018: gleichbleibende Anzahl) erfasst.

 

Als Hauptunfallursachen wurden „Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren sowie Ein- und Anfahren“ verzeichnet.

 

Bei den Unfällen mit schweren Folgen ist immer noch der Konsum von Alkohol und berauschender Mitteln eine sehr häufige Ursache. Von 79 Fahrten unter Alkohol- und Drogeneinfluss endeten im Jahr 2019 18 mit einem Unfall. 61 Fahrten wurden durch Kontrollen rechtzeitig beendet, sieben konnten ganz (noch vor Fahrtantritt) verhindert werden.

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