Vorbilder für nachfolgende Generationen

Ramerberg/Eiselfing: Landrat Berthaler sagte Dank für Jahrzehnte im Ehrenamt

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Ehrung 14.03.16Ramerberg/Eiselfing/Landkreis – Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement wurden heute sechs Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis Rosenheim geehrt. Landrat Wolfgang Berthaler würdigte drei von ihnen mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern. Zudem wurden drei Landkreisbürger mit dem Ehrenzeichen für Verdienste um das Bayerische Rote Kreuz ausgezeichnet.

 

Landrat Berthaler zeigte die enorme Bedeutung des Ehrenamtes an zwei Beispielen auf. Im Bereich Asyl ginge ohne die Ehrenamtlichen nichts und auch das Zugunglück bei Bad Aibling wäre ohne die vielen Freiwilligen nicht zu schaffen gewesen. Berthaler bedankte sich bei den Geehrten für ihre herausragende Mitarbeit. Er äußerte die Hoffnung, dass sie noch lange weitermachen. Karl-Heinrich Zeuner, der Vorsitzende des BRK-Kreisverbands Rosenheim sprach von einem Freudentag. Bayern ehrt euch und euch zu danken ist unsere Pflicht. Gerade in der heutigen Zeit wird deutlich, was Barmherzigkeit und Menschlichkeit bedeutet, meinte Zeuner. Wir können froh sein, dass wir Mitglieder wie euch haben. Zeuner vergaß nicht, den Familienangehörigen zu danken, denn sie tragen das Ehrenamt mit. Für die Zukunft wünschte sich Zeuner, dass die Geehrten als Vorbilder für nachfolgende Generationen wirken.

Landrat Berthaler zeichnete die drei Mitglieder des Bayerischen Roten Kreuzes im Auftrag des Bayerischen Innenministers Joachim Hermann mit dem Ehrenzeichen am Bande aus. Michael Becher aus Prien ist seit 25 Jahren dabei, Wolfgang Webersinke aus Eiselfing und Franz Zinhobl aus Ramerberg sind es sogar schon seit 40 Jahren. Das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten erhielten Ingrid Patzschke aus Bernau, Marlene Hellmond aus Prien und Richard Bonnetsmüller aus Tuntenhausen.

 Bonnetsmüller ist fast sein ganzes Leben im Ehrenamt tätig. 1966, vor 50 Jahren, begann er als Kassier in der katholischen Landjugend in Schönau. Der Burschenverein erlebte unter seine Vorstandschaft eine neue Blüte. Bonnetsmüllers große Leidenschaft war die Trachtensache. 26 Jahre stand er dem örtlichen Trachtenverin „Eichenlaub“ Schönau vor. Zudem vertrat er ihn im Kreisjugendring, im Inngau-Trachtenverband und als 1. Vorstand auch in der „Arbeitsgemeinschaft der 18 Trachtenvereine im Altlandkreis Bad Aibling“.

Zur Krönung seiner Amtszeit als 1. Vorstand im Trachtenverein wurde die Umwidmung des alten Schönauer Schulhauses zu einem Vereinsheim. Bonnetsmüller ließ nichts unversucht und überzeugte sowohl die Gemeinde als auch den eigenen Verein davon, das alte Schulhaus im Herzen des Dorfes zu einem Zentrum für die Schönauer Vereine zu machen.

Das nach 15-monatiger Umbauzeit, im Mai 2000, eröffnete Vereinsheim ist bis heute das Kernstück des Schönauer Vereinslebens. Und weil noch Zeit war, engagierte sich Bonnetsmüller vier Jahre im Pfarrgemeinderat. Seit 2007 arbeitet er in der Kirchenverwaltung der Pfarrei „Mariä Himmelfahrt“ in Schönau mit und ist zudem als 2. Vorsitzender im Sachausschuss „Brauchtum, Mundart, Laienspiel“ des Bayerischen Inngau-Trachtenverbands aktiv.

Ingrid Patzschke aus Bernau und Marlene Hellmond aus Prien engagieren sich seit 20 bzw. seit 25 Jahren ehrenamtlich für UNICEF. Seit dem Jahr 2000 leiten sie gemeinsam die Arbeitsgruppe Süd-Ost-Bayern. Zudem führen sie die UNICEF Kerngruppe Prien sowie die Teams in Trostberg und Rosenheim. Zu ihren vielfältigen Aufgaben gehören die Koordination der ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Kontaktpflege zu Persönlichkeiten und Institutionen sowie die Spendenwerbung. Marlene Hellmond organisiert Benefizveranstaltungen wie regelmäßig stattfindende Golfturniere am Chiemsee. Ingrid Patzschke stellt UNICEF in Schulen, Kitas und Kindergärten vor und kümmert sich um Lesungen, Ausstellungen und andere Aktionen. So sichern beide UNICEF jährliche Einnahmen von durchschnittlich 70.000 Euro.

Neben ihrer Tätigkeit für UNICEF engagiert sich Ingrid Patzschke noch als Lernpatin an der Grundschule in Bernau. Von 2006 bis 2014 begleitete sie an zwei bis vier Tagen pro Woche die Betreuungsangebote der „Suppenkücherl“, einer Einrichtung die von der Kranken- und Bürgerhilfe Bernau e.V. getragen wird. Dabei unterstützte sie die Kinder vor allem bei den Hausaufgaben.

Das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten wird seit 1994 als ehrende Anerkennung für langjährige hervorragende ehrenamtliche Tätigkeit verliehen. Es erhalten Personen, die sich durch aktive Tätigkeit in Vereinen, Organisationen und sonstigen Gemeinschaften mit kulturellen, sportlichen, sozialen oder anderen gemeinnützigen Zielen hervorragende Verdienste erworben haben. Die Verdienste sollen vorrangig im örtlichen Bereich erbracht worden sein und in der Regel mindestens 15 Jahre umfassen. Das Ehrenzeichen ist eine Anstecknadel, das ein achtstrahliges weißes Malteserkreuz zeigt, das von einem grünen Lorbeerkranz umgeben ist.

Foto (von links). BRK-Kreisvorsitzender Karl-Heinrich Zeuner, Marlene Hellmond, Richard Bonnetsmüller, Michael Becher, Franz Zinhobl, Wolfgang Webersinke, Ingrid Patzschke und Landrat Wolfgang Berthaler.

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