Riesengaudi: A weiblicher Stenz in Pfaffing!

Noch vier Mal die „Bixlmadam" auf der Bühne - Seit 20 Jahren eine Regie: Lissy Nerbl

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100Ein Foto, das für sich spricht: Lustig war die Theaterpremiere in Pfaffing – sehr: Scho bevor’s übahaupts so richtig losganga is auf da Bühne, dann auf selbiger sowieso durch starke schauspielerische Leistungen und aa no danach, als es hieß, ein Jubiläum zu feiern (unser Buidl): Seit 20 Jahren schon führt Lissy Nerbl (2. von rechts) die Regie mit Herz und Leidenschaft in Pfaffing! Da Stoani – alias Andi Steinbeiss (rechts) – sorgte hierbei als Moderator vor dem roten Vorhang im Pfaffinger Gemeindesaal für Tränen im Publikum. Vor lauter Lachen! Mit bayerischem Charme schnappte er sich kurzerhand die Deko-Blumen vom Sektausschank und …

Fotos: Renate Drax

… stellte den hübschen Strauß nach der Überreichung an die Jubilarin prompt wieder zurück in die Vase  … Begründung: Brauch ma nomoi.

00War das Team doch erst kurz vor Aufführungs-Beginn zufällig darauf gestoßen, dass die Lissy ein rundes Bühnen-Jubiläum feiert.

Im Mittelpunkt des neuen Stückls „Bixlmadam“ von Peter Landstorfer, der damit erst vor wenigen Monaten seine Uraufführung hatte, stehen drei Rosstäuscherer. Andreas Sewald, Toni Wegmaier jun. und Hubert Bittner schlüpfen in die Rolle selbiger sehr überzeugend, textsicher und ausdrucksstark in Mimik und Gestik – Letzterer (Hubert Bittner) übrigens mit einem bravourösen Comeback in der Heimat, ‚ausgeliehen‘ von den Tullinger Theaterspielern.

102Ein Garant oder besser eine Garantin für Klasse-Auftritte und einen sehr nachhaltigen komödiantischen Eindruck ist einmal mehr Elke Pfleger (Foto mit Hut), enorm verwandlungsfähig und – ohne zu viel zu verraten – die Bixlmadam in Persona alias fesches Koanzen Soferl.

Ja, eine Bixlmadam – wer oder was ist das eigentlich?
Seinen Ursprung hat dieser bayerische Ausdruck in der Zeit Napoleons und bedeutet eigentlich „Jägerin“. Nun muss man wissen, dass damals Frauen die Teilnahme an einer Jagd strengstens untersagt war. Wenn also ein Weibsbild mit einer „Bixn“ – also einer Büchse, einem Gewehr – des Weges kam, war eines schnell klar: Das ist eine Bixlmadam!

Im Laufe der Zeit wurde dieser Begriff dann allgemein für „Damen“ verwendet, die vorgaben, mehr zu sein, als sie sind. Eine Bixlmadam ist also eine Aufschneiderin, eine Wichtigtuerin, ein weiblicher Stenz.

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Gute, bewährte Bühnen-Bekannte sind in Pfaffing:

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Der Hotelier (Peter Korber) begrüßt galant den reichen Gast (Marianne Eisgruber).

Als Hotelier mit dem umfassenden Durchblick Peter Korber – Marianne Eisgruber als reicher Hotel-Gast Eva-Maria Flickedanz und Paul Jennewein als sie umgarnender, preußischer Journalist und Fotograf Jens-Holger Hasselblad.

Absolut authentisch spielen gleich zwei Neu-Entdeckungen bei den Pfaffinger Theaterspielern – jung, bayerisch und mit sehr viel Charme: Vitus Traunsteiner erobert die Herzen im Publikum sehr schnell. Ebenso sein hübsches, schlaues Bühnen-Beinahe-Gschpusi Julia Glasl.

Die Vogtareuther Musi spielte zünftig auf. Und für das leibliche Wohl war auch bestens gesorgt – ein Glasl Sekt zur Premiere inklusive.

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Starke Leistung auf der Bühne in Pfaffing – Paul Jennewein.

Nicht zu vergessen alle anderen Helfer hinter den Kulissen: Als Souffleuse wieder Rosa Altenburger, als Bühnenbauer das ganze Team in Gemeinschaftsarbeit. In ein schickes Hotel zur Jahrhundertwende ist die Bühne verwandelt: Mit allem Komfort und ziemlich viel gut sortiertem Alkohol im Schrank – auch ein altes, aber dafür selbst spielendes Klavier steht bereit.

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Zwei neue, junge Bühnen-Talente in Pfaffing: Julia Glasl und Vitus Traunsteiner.

Bettina Pöschl und Sieglinde Kiermeier kümmern sich um die richtige Maske, die Hammer-Original-Kostüme stammen wieder in erster Linie gedanklich und organisatorisch und übahaupts von Elke Pfleger, das Licht schaltet Klaus Wegmaier und den Vorhang zieht Hans Altenburger.

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Die Aufführungstermine sind noch an diesem Samstag und Sonntag, 5. und 6. März, 20 bzw 19 Uhr sowie am Samstag, 12. März, um 20 Uhr – und am letzten Sonntag, 13. März, schon um 17 Uhr.

Der Kartenvorverkauf ist im Pfaffinger Backhaus immer ab mittags 12 bis 18 Uhr – sowie telefonisch über Elke Pfleger unter 08071/920098. Restkarten an der Abendkasse! Eintritt acht Euro – Kinder vier Euro.

Und darum geht’s konkret – ohne zu viel zu verraten:

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Rosstäuscherer Andreas Sewald und Hubert Bittner (rechts).

Drei Rosstäuscher machen sich auf den Weg nach Rösslwang zum bevorstehenden Rossmarkt. Nach diversen Zwischenstationen in verschiedenen Wirtshäusern landen die Drei aber statt in Rösslwang in Schösslkam und statt im Gasthof „Zum röhrenden Hirschen“ im Hotel-Betagement „Zum springenden Bock“. Des ko ma ja scho moi vawechseln …

Umkehren können sie aber nicht mehr, da der nächste Zug erst wieder in drei Tagen zurückfährt. Es bleibt ihnen also nichts anderes übrig, als sich in dem etwas überkandidelten Hotel mit seinen skurrilen Gästen einzumieten.
Es folgen zwei Tage, die es in sich haben …

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Verschmitzt: Rosstäuscherer Nummer drei – Toni Wegmaier jun.

No mehr unserer Buidln:

 

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Ein Gedanke zu „Riesengaudi: A weiblicher Stenz in Pfaffing!

  1. Do miassts eich unbedingt Karten kaffa.

    De Pfaffinger san oiwei super zum Oschaung.

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