Ortskern in Albaching neu geplant

Gemeinderat beschließt Veränderungssperre – Bauantrag der Brauerei Gut Forsting vorerst abgelehnt

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In seiner Augustsitzung hat der Gemeinderat Albaching beschlossen, dass die notwendigen Schritte für einen Bebauungsplan im Bereich nördlich der Kreuzstraße und südlich des Sportplatzes veranlasst werden sollen. Nun ging es in der jüngsten Sitzung um die Änderung des Flächennutzungsplanes, die Aufstellung eines Bebauungsplanes sowie den Erlass einer Veränderungssperre für dieses Gebiet.

Das komplette Gebiet vom Kreuzwirt bis zur Einfahrt des Sportplatzes solle überplant werden, erläuterte Bürgermeister Rudolf Schreyer. Diesen Weg wolle man Schritt für Schritt gemeinsam erarbeiten, das könne, so der Bürgermeister, bis zu einem Jahr dauern.

Im ersten Schritt galt es, einen Aufstellungsbeschluss für den Flächennutzungsplan zu fassen, anschließend ging es um den Bebauungsplan und eine Veränderungssperre. Gerade für den Bebauungsplan müsse man sich Zeit nehmen, so Jessica Vital-Robarge, denn es gehe um „eine wichtige Stelle im Albachinger Filetstück.“ Auch Bernhard Mayer betonte, es sei erfreulich, „dass im Ortsinneren wieder etwas geplant wird.“ Es sei allerdings wichtig, den Sportverein an den Stellen, die den Sportplatz betreffen, miteinzubinden, so Andreas Heinz. Und Bürgermeister Schreyer stellte klar, dass deshalb die Parkplatzsituation am Sportplatz zurückgestellt wurde, um „eine komplette Lösung zu erarbeiten.“

Damit in der Zwischenzeit die Flächen nicht entgegen des noch nicht feststehenden Plans bebaut werden, beschloss das Gremium eine Veränderungssperre. Diese diene, so der Bürgermeister, „dem Schutz der gemeindlichen Planung.“

Diese Sperre gelte zunächst für zwei Jahre.

Im Moment liege für das betroffene Gebiet ein Bauantrag der Brauerei Gut Forsting vor (wir berichteten), der aufgrund der Veränderungssperre in einem weiteren Tagesordnungspunkt vom Gemeinderat abgelehnt werden musste.

Das bedeute laut Bürgermeister Schreyer allerdings nicht, dass das Gebäude nicht im gleichen Sinne gebaut werden dürfe, aber das „ist erst nach Festlegung des Bebauungsplans festzustellen.“

Auch Brigitte Voglsammer betonte, die Veränderungssperre schaffe Planungssicherheit und „Zeit, eine einheitliche Lösung zu finden.“ Sollte der Bauantrag passen, könne ihm immer noch stattgegeben werden. Und Sebastian Freisinger sieht in einem Bebauungsplan die Möglichkeit, die Bürger miteinzubinden. „Jeder kann eine Stellungnahme abgehen.“

Das Gremium stimmte einstimmig für die Änderung des Flächennutzungsplans, die Aufstellung eines Bebauungsplans und den Erlass einer Veränderungssperre und lehnte auf deren Grundlage den neu eingereichten Bauantrag der Brauerei Gut Forsting zunächst ab.

Foto: Ulli Vital

 

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4 Kommentare zu “Ortskern in Albaching neu geplant

  1. Tja. was soll man sagen …

    Jetzt ist jemand bereit, Wohnungen zu bauen, dann kommt man mit einer Veränderungssperre. Unglaublich …

    Hoffentlich hat die Brauerei ne gute Antwort drauf und es rächt sich dann irgendwann …

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  2. Interessant.. Die Firma die den Bauantrag stellt nennt sich: “Privat-Brauerei Gut Forsting eG” und nicht “Immobilien Gut Forsting”. Wäre es nicht in deren Interesse, sich aktiv gegen das Wirtshaussterben zu positionieren und an dem sehr lukrativen Standort die Grundlage für eine Gastwirtschaft zu erhalten? Vermutlich ist an 12 Wohnungen mehr verdient als an Bier…

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  3. 12 Wohneinheiten, an dieser sehr delikaten und relativ beengten Stelle!
    Wie groß werden denn dann diese Wohneinheiten?
    Und wie wuchtig würde dieses Gebäude dann aussehen?
    Man darf die Umgebung/Nachbarschaft nicht außer Acht lassen.

    Der ländliche Charakter muss in diesem Ortsbereich meines Erachtens schon noch ein Stück Rechnung getragen werden.
    Ich finde die Entscheidung des Gemeinderates, den Antrag nicht gleich so statt zu geben und die “Empfehlung” die Pläne seitens der ‘Privat-Brauerei Gut Forsting eG’ nochmals zu überarbeiten und zu überdenken sehr richtig.
    Ich bin für Wohnungsbau, aber nicht um jeden Preis.
    Mit dieser Veränderungssperre für den prägnanten Bereich hat man Zeit, aber auch den Auftrag und die Verpflichtung seitens der Gemeinde, eine möglichst gute Lösung zu finden.

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  4. @ Karin, sehr guter Kommentar. Ganz genauso sehe ich das auch. Viele Menschen neigen leider dazu Dinge einseitig zu betrachten. Natürlich braucht man Wohnungen, keine Frage. Aber es muss halt passen. Für das Ortsbild, die Anwohner und insgesamt. Der Gemeinderat ist nunmehr dafür da, möglichst Lösungen zu finden, die für Alle irgendwie tragbar sind!

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