Mit Schaum gegen Wildkraut

Garser Bau- und Umweltausschuss begutachtet Gerät zur Unkrautvernichtung

image_pdfimage_print

Dampfender Schaum bedeckt das Unkraut am Friedhof. Man riecht ihn kaum und schon bald ist er zwischen den Kieseln versickert. Was aussieht wie Chemie, ist rein natürlicher Kokosschaum. Er soll das Unkraut bis zur Wurzel abtöten. Bei der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses Gars stellte der Bauhof Neumarkt St. Veit seine Lösung gegen das Wildkraut vor.

Mit Heißwasser und Schaum gegen das Wildkraut. Darauf setzt Bauleiter Martin Wolf vom Bauhof Neumarkt St. Veit. Seit Jahren sei er zufrieden – nun soll auch das Garser Gremium überzeugt werden. Denn: „Bedarf ist da“, so Bürgermeister Robert Otter. Auch Hildegard Brader (FW Gars) ist der Meinung: „Die Angehörigen können nicht stundenlang um die Gräber rupfen.“ Deshalb soll eine Möglichkeit angeschafft werden, die das Wachstum von Unkraut verringert.

 

Die Wurzelzelle ist manuell nur schwer zu entfernen und mit einer derartigen Maschine brauche man sich „nicht bücken und nicht schinden“, so Wolf. Zwar seien die Männer des Bauhofs „sowieso da“, aber mit einer Maschine können sie effizienter arbeiten. Sie kann von einem allein bedient werden, in Gars ließe sich der Friedhof in einem halben Tag komplett behandeln. Dieselbe Prozedur einmal im Monat, dann werde das Unkraut jährlich weniger. „Man kann es präzise auf das Unkraut anwenden“, so der Bauleiter weiter. Andere Pflanzen im Umkreis fehle dann nichts. Auch die Samen werden direkt bekämpft.

 

Besonders wichtig sei es, die Bürger aufzuklären. „Bei Schaum denkt man sofort an Chemie“, so Wolf weiter. Aber es handle sich um ganz natürlichen Kokosschaum. „Das könnte man sogar trinken.“ Um die Wirkung zu zeigen hat das Bauhof-Team den Heißwasser-Schaum-Mix demonstriert. Und nicht nur den Friedhof könne man damit vom Wildkraut befreien, auch beispielsweise die Straßenränder prägen das Ortsbild.

 

 

„Wir müssen langfristig denken“, so Roland Utzschmid (FW Gars Bahnhof) und Anton Lentner (FW Lengmoos) schlug vor, das Gerät gemeinsam mit der Gemeinde Unterreit anzuschaffen. Hier gebe es laut Bürgermeister Otter auch eine „unglaubliche Förderung.“ Unterm Strich werden bei interkommunaler Zusammenarbeit bis zu 85 Prozent gefördert – das mache bei Anschaffungskosten von 51.000 Euro bis zu 43.000 Euro aus. Auch Joachim Kraus (Grüne) fände gut, die Maschine gemeinsam anzuschaffen. Eine Zusammenarbeiten der beiden Gemeinden biete viel Potential.

 

Das Gremium beschloss, den Kauf unter Vorbehalt der Förderung zu befürworten. Im nächsten Schritt soll es ein Gespräch mit der Gemeinde Unterreit geben. Sollten diese für eine gemeinsame Abschaffung stimmen, lasse sich die Förderung bei interkommunaler Zusammenarbeit beantragen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren

3 Kommentare zu “Mit Schaum gegen Wildkraut

  1. Hallo, wo kommt Kokos her ?
    Ist das nachhaltig und Umweltfreundlich- Klima belastend?
    Oder ist es nur bequem

    Antworten
    1. @jaja
      …und wo kommen die Rohstoffe, die elektronischen Bauteile her und wo wurde das Gerät gefertigt, mit dem du diese Zeilen geschrieben hast?

      Antworten
  2. Ich finde das sehr, sehr gut. Immerhin sind wir die Krone der Schöpfung und haben daher das natürliche Recht alles – a l l e s – was uns stört, unserer Bequemlichkeit beeinträchtigt oder uns vielleicht gar gefährlich, wird sofort und nachhaltig auszurotten!!!! Wo kämen wir den da hin, in unserem ordentlichem Land, wenn da ein Kraut steht. Da kommen doch sofort auch noch diese schrecklichen Insekten. Wo bleibt da die Ordnung? Man nehme sich ein Beispiel an den Osterinseln. Die sind richtig schön ordentlich. So gefällt mir das.

    Antworten