Lernen mit Whiteboards und Tablets

Schulverband Rechtmehring-Maitenbeth setzt auf modernen Unterricht und digitales Lernen

image_pdfimage_print

Homeschooling ist aktueller denn je. Während der Corona-Krise mussten Schüler und Lehrer über den digitalen Weg Aufgaben versenden und bearbeiten. Eine große Umstellung für einige Schulen. Um diese Art zu Lernen zu erleichtern und auch für die technische Zukunft gewappnet zu sein, will der Schulverband Rechtmehring-Maitenbeth ihr Angebot an den Schulen weiter digitalisieren.

Um den Schülern auch Zuhause Zugriff auf die in der Schule bearbeiteten Aufgaben zu bieten, sollen eigene Konten in der vorhandenen ESIS-Cloud angelegt werden. „Falls wieder ein Lockdown kommt, könnten wir besser arbeiten, wenn jeder Schüler einen Cloud-Speicher hätten“, erläuterte die Systembetreuerin Christina Gänsler. Auch Arbeitsblätter ließen sich durch die technische Lösung einsparen. Insgesamt 100 Benutzer können durch die Erweiterung problemlos vom Rechner oder Tablet auf den Cloud-Speicher zugreifen. Das sei „nicht nur wegen Corona, auch für die Zukunft“ wichtig, betonte Christian Stoiber. Und auch die übrigen Mitglieder der Schulverbandsversammlung stimmten dafür.

 

Grundsätzlich sei das Ziel, die Grundschulen Rechtmehring und Maitenbeth zu digitalisieren. So sollen auch Whiteboards beschafft werden, die bereits im kommenden Schuljahr in Rechtmehring und im Jahr darauf in Maitenbeth im Rahmen der Generalsanierung installiert werden sollen. Zwei Klassenzimmer und der Werkraum sollen mit dem Tafelsystem ausgestattet werden. Und auch digitaler Unterricht ist Thema: „Die Corona Pandemie hat gezeigt, dass die Investitionen in die Digitalisierung der Schule sinnvoll waren“, so Vorsitzender Sebastian Linner. Mit Hilfe einer Förderung sollen zwei Klassensätze Tablets mit Schutzhüllen und Stifte beschafft werden. Linner gab aber zu bedenken: „Die Technik ist nicht langlebig.“ Sollte die Förderung einmalig sein, müsse die Nachrüstung selbst gestemmt werden. Dies würde „auf Dauer belasten“, gerade weil Computer und Technik sich schnell entwickeln.

 

Der Schulverband war „schon immer vorn mit dabei, wenn es um Computerräume ging“, so Linner. Wichtig sei ihm nur, dass die Neuanschaffungen auch genutzt werden. Aber gleichzeitig sei „für Schüler in der Grundschule der Wahrnehmungsbereich wichtig“, betonte Susanne Spaett. Der Druck von einem Stift oder das Gefühl von einem Blatt Papier dürfen nicht verloren gehen. Zwar komme man an der Technik nicht vorbei, dennoch dürfe man auch das Haptische nicht wegfallen lassen.

 

Medienkompetenz sei einer der wichtigen Lerninhalte, der über die Tablets vermittelt werden sollen, erklärte Gänsler. So gebe es einen Plan für Apps und Können, die die Schüler sich in den Jahren aneignen sollen. Aallerdings bergen Medien auch Gefahren. Das solle in diesem Rahmen mit vermittelt werden. „Wir schaffen Hefte und Bücher nicht ab und wollen auf keinen Fall eine reine Tablet-Klasse“, so die Lehrerin. Der Umgang mit Medien sei aber heutzutage wichtig und unumgänglich.

 

Es soll „modernen Unterricht“ geben. Der Schulverband setzt dafür auch auf Whiteboards und Tablets und möchte diese mit Hilfe von Fördermitteln aufstocken.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren