Holz, ein Werkstoff mit Seele

Unser Interview zum Tag des Schreiners: Hans Hanslmaier, Firmenchef in Englmannstett

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hansAm kommenden Wochenende ist der Tag des Schreiners! Die neue Möbelwerkstätte Hanslmaier in Englmannstett bei Lehen in der Gemeinde Pfaffng lädt am Samstag, 5., und am Sonntag, 6. November, die Bevölkerung herzlichst zu einem Tag der offenen Tür ein. Schreinermeister Hans Hanslmaier (55) aus Rettenbach arbeitet seit stolzen 40 Jahren in seinem Beruf. Seit 17 Jahren führt er seine eigene Schreinerei – neu nun in Englmannstett. Das Material Holz ist seine Leidenschaft – unser Interview …


Herr Hanslmaier, Sie sind fast Ihr ganzes Leben lang Schreiner …

„Ja, das stimmt. Die Arbeit mit Holz macht mir einfach Freude. Auch, weil es immer wieder etwas Neues gibt, was daraus entsteht. Und weil es ein natürliches Material ist, mit dem man Tag für Tag arbeitet. Ein lebendiger, einzigartiger Werkstoff.“

Haben Sie ganz persönlich da einen Favoriten?

„Ja, Altholz. Es hat die ganz besondere Atmosphäre, es erzählt Geschichten. Es strahlt Ruhe und Charakter aus.“

Gehen einem die Ideen als Schreiner nicht irgendwann aus?

„Nein, ganz im Gegenteil. Früher hätte kaum einer den Werkstoff Holz mit Materialien wie Stahl und Beton kombiniert. Oder mit Holz eine helle, moderne Atmosphäre geschaffen. Heute wird Alt und Neu gerne verbunden. Textil ist in der Kombination mit Holz grad sehr gefragt. Loden, Leder – die Ideen gehen einem nie aus.

Wir haben viel mehr Möglichkeiten als früher. Manche Kunden kommen auch selbst mit ganz eigenen Vorstellungen und tollen Ideen. Es ist nicht mehr alles nur rustikal. Es ist vielfältiger geworden. Natürlich auch anspruchsvoller, als damals in der Lehre …“

Sie bilden selbst aus – Jahr für Jahr …

„Ja, wir haben immer zwei Lehrlinge. Die Erfahrung weitergeben an den Nachwuchs, das ist wichtig. Und es macht Freude.“

Den Schritt in die Selbständigkeit – raten Sie dazu im Handwerksberuf?

„Wenn man kreativ ist und den Umgang mit den Kunden liebt, dann ist die Selbständigkeit schon der richtige Weg. Diesen Schritt, den habe ich persönlich bis heute nicht bereut.“

… es ist aber auch kein einfacher?

„Nein, man übernimmt ja Verantwortung. Viel Verantwortung. Für all seine Mitarbeiter und finanziell wiederum auch für deren Familien.“
 
Was kauft der typische Kunde bei Ihnen ein?

„Den typischen Kunden gibt es nicht. Was man mit Holz vor allem kauft, ist ein Material mit Seele. Etwas Langlebiges. Schön ist die emotionale Nähe zu handgemachten und massiven Einrichtungs-Gegenständen. Da stecken ja oft die eigenen Ideen der Kunden mit drin. Etwas Einzigartiges.

Zwei Söhne arbeiten im gleichen Handwerk – Matthias und Peter …

„Ja, das macht mich besonders stolz.“

Was ist wichtig in einer Möbelwerkstätte – in der Arbeit?

„Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit – ein gutes Bauchgefühl ist wichtig. Wenn wir was machen, dann soll am Ende auch etwas Gutes herauskommen, etwas, woran man Freude hat!“

Wie würden Sie den Werkstoff Holz beschreiben?

„Zeitlos, schön. Ja und sehr spannend.

Und Holz ist vor allem ein Werkstoff zum Wohlfühlen.“

Fotos: Renate Drax

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