Friesinger weiter an der Spitze

Albachinger bleibt auch in den nächsten drei Jahren Landesvorsitzender des Bayernbundes

image_pdfimage_print

Bezirksrat Sebastian Friesinger aus Albaching (links) bleibt auch in den nächsten drei Jahren Landesvorsitzender des Bayernbundes. Auch seine Stellvertreter Bernd Sibler, Staatsminister für Wissenschaft und Kunst aus Deggendorf, Christian Glas, Bürgermeister von Eggstätt, und der Münchner Wolfgang Kink, Ehren-Landesschützenmeister des Bayerischen Sportschützenbundes wurden in ihren Ämtern einstimmig von den 53 Wahlberechtigten bei der Versammlung des Bayernbundes in Oberaudorf bestätigt.

Das Amt des Schatzmeisters geht nach 13 Jahren vom Rosenheimer Matthias Dambach auf Stephan Schlier, dem Bürgermeister der Stadt Bad Aibling über. Zu den ersten Gratulanten der neu gewählten Vorstandschaft gehörte Bayerns Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger (rechts).

„Wir haben verrückte Zeiten. Mit Corona haben wir aber gemerkt, was wir an Bayern und unseren regionalen Produkten haben. Das ist jetzt die Zeit, in der die christlich-abendländische Tradition des Bayernbundes noch mehr als bisher zum Tragen kommt, denn Vereine und Verbände, Jugend und Wurzeln sind das Fundament des Zusammenlebens in unserem Land“, mit diesen Worten begann Minister Aiwanger seine Ansprache und er fügte hinzu:

„Regionalität bei den Lebensmitteln, die Wertschätzung der Landwirtschaft, eine unabhängige medizinische Versorgung, das Anlegen von dezentralen Pandemie-Notfall-Lagern, rückläufige Arbeitslosenzahlen und die aktuelle Zunahme der Export-Zahlen dürfen uns einen Grund-Optimismus für die Zukunft geben. Wir werden Corona überwinden.“

Den Verbänden und Vereinen in Bayern gab er mit auf den Weg: „Ihr dürft nicht den Zusammenhalt verlieren, durch euch ist Bayern stark geworden. Aber wir dürfen auch Corona nicht auf die leichte Schulter nehmen. Natürlich wollen wir gerade bei Kindergärten, Schulen und Gaststätten unnötige Maßnahmen vermeiden, auch wollen wir die Kultur nach vorne bringen. Bei all den damit verbundenen Unsicherheiten müssen wir aufpassen, dass Corona – ebenso wie bei den Flüchtlings- und Klima-Debatten – nicht zur Spaltung der Gesellschaft beiträgt“, so der Appell des stellvertretenden Ministerpräsidenten im Kursaal von Oberaudorf.

Landrat: „Nicht Breitband, sondern Brauchtum prägt Heimat“

„Du schaust auf das Paradies, wir nennen es Heimat“ – mit diesem Zitat begann Rosenheims Landrat Otto Lederer sein Grußwort, auch er bat darum, dass der seit 99 Jahren bestehende Bayernbund weiterhin Heimat und Orientierung geben soll und er fügte an: „Nicht Breitband, sondern Brauchtum prägt Heimat. In der digitalen und globalen Zeit wandelt sich der Heimatbegriff in der Gesellschaft und im eigenen Leben.“

Auch Oberaudorfs Bürgermeister Dr. Matthias Bernhardt setzte sich in seinem Grußwort für die bayerische Kultur ein. Er sagte: „In Zeiten, in denen bayerische Dörfer in China entstehen und weltweit das Münchner Oktoberfest gefeiert wird, brauchen wir eine weltoffene Kultur der Integration und des Fortschreitens. Geben wir das Feuer, das in uns für Bayern brennt, in den Verbänden und Vereinen an die Jugend weiter.“

Ein weiteres Grußwort sprach Landesvorsitzender Max Bertl im Namen der „Bürgerallianz Bayern” und der „Bayerischen Einigung”. Bertl: „In der Bürgerallianz bemühen sich 24 ehrenamtlich geführte Verbände mit 2,2 Millionen Mitgliedern im Rahmen eines freiwilligen Zusammenschlusses um Bürokratie-Abbau, um gegenseitige Hilfen und um Verhinderung von untauglichen Vorschriften“. Bertl bezeichnete den Bayernbund als „Bayerisches Gewissen“, den Bayerischen Trachtenverband als das „Gesicht Bayerns“, die Bayerische Einigung als den „Hüter der Verfassung“ und die Bürgerallianz als das „Herz der Ehrenamtlichen“.

Landesvorsitzender Sebastian Friesinger bedankte sich bei den Gastrednern mit einem Präsent. Davor ließ er das vergangene Jahr Revue passieren und machte einen Ausblick auf 2021, dazu sagte er: „Eine Reise nach Berlin zum 30. Jahrestag des Mauerfalls mit Empfängen bei Bundeskanzlerin Angela Merkel und bei Innenminister Horst Seehofer sowie mit Besuch der Grünen Woche und des Deutsch-Deutschen Museums in Mödlareuth war ebenso ein Höhepunkt wie jüngst die Verfassungsfeier im Bayerischen Landtag. Für 2021 erwarten wir zu unsrem 100. Geburtstag einen Empfang durch den Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder in München, geplant ist derzeit der Dienstag, 13. April.”

Zufriedenstellend war trotz der Corona-Krise durch die Zuschüsse der Staatsregierung und des Hauses Wittelsbach die Finazlage des Bayernbundes, die von Schatzmeister Matthias Dambach dargelegt wurde. Dieser leitete nach seinem Ausscheiden auch die Neuwahlen.

Dabei wurde Thomas Sax aus Haag als Landesschriftführer ebenso wiedergewählt wie die Beisitzer Thomas Blösel aus Fürth, Hubert Dorn aus München, Monika Kaltner aus Mainburg und Prof. Dr. Dr. Dieter Weiß aus Nürnberg.

Nach einem beruflichen Wechsel gab der bisherige Jugendbeauftragte Thomas Mittermeier aus Osterhofen sein Amt ab, die Nachfolge soll in Ruhe und in nächster Zeit erfolgen.

Zu neuen Kassenprüfern wurden Christian Bürger und Florian Prietz vom Kreisverband Rosenheim gewählt. Dessen Vorsitzender Christian Glas dankte –auch im Namen von Ehrenvorsitzenden Adolf Dinglreiter – in seinem abschließenden Beitrag nicht nur Sebastian Friesinger für dessen Einsatz für den Bayernbund sowie der Familie Astl für die gelungene Kursaal-Bewirtung, er bat auch fortan um eine aktive  Pflege der guten Nachbarschaft mit Tirol.

Mit der gemeinsam gesungenen Bayernhymne endete die Jahrestagung des Bayernbundes in Oberaudorf.

Anton Hötzelsperger

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren