B15 neu bewegt die Gemüter: 300 Zuhörer bei Vortrag in Forsting

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Forsting – Der Protest gegen eine B 15 neu – die ja nicht wirklich nur eine neue Bundesstraße, sondern viel eher wie eine Autobahn werden soll – ist in der betroffenen Bevölkerung, egal ob aus Rott, Pfaffing, Albaching oder Rechtmehring, riesengroß: Mit diesem Ansturm hatten die Veranstalter wohl selbst nicht gerechnet, die zum Wirt nach Forsting geladen hatten und dabei eigentlich eine ganze Halle hätten füllen können. Kein Stehplatz war mehr zu bekommen, als die UBG Pfaffing und Edling gemeinsam zum Infoabend mit Rosi Steinberger, Mitarbeiterin von MdB Toni Hofreiter, Vorsitzender des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages, aufgerufen hatten – um über die B15 neu zu referieren und diskutieren.

Gekommen waren neben den zahlreichen Interessierten die Bürgermeister von Edling und Pfaffing, Matthias Schnetzer und Lorenz Ostermaier, sowie etwa 100 Rechtmehringer, wie Peter Kammerl vom Veranstalter UBG Pfaffing und UBG Edling per Handzeichen feststellen ließ. Der Wasserburger Stimme liegen heute die Unterlagen der Referentin vor und veröffentlicht sie hier nachfolgend komplett – als Details zur Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes, die 2015 ansteht. Die Bayerische Staatsregierung habe neben vielen anderen Projekten auch das Teilstück der B15 neu von Landshut nach Rosenheim zur Aufnahme in den „vordringlichen Bedarf“ angemeldet, hieß es an dem Abend. Was bedeute, dass damit Planungsrecht bestehe und dies wie ein Gesetz wirke. Trotz des sehr emotionalen Themas: In der anschließenden Diskussion wurde starker Protest erfreulich sachlich vorgetragen.

In einer seiner jüngsten Sitzung hatte der Pfaffinger Gemeinderat zum Beispiel die Planung bereits abgelehnt, weil das „einen erheblichen Eingriff in die Pfaffinger Filzen“ bedeute. Pfaffing treffe es besonders hart, war man sich einig, weil die neue Autobahn genau durch die Filzen westlich bei Lutzhäusl, Gänsreit und Oberndorf verlaufe. Beim Infoabend waren viele Besucher von der Meldung eines Landwirts geschockt gewesen, der nördlich von Landshut lebt, wo diese Straße schon im Bau sei. Obwohl er noch Eigentümer seines Grundstückes gewesen sei, seien bereits die Baumaschinen angerollt. Mit einer – wie es offiziell heißt – „vorläufigen Besitzeinweisung“ sei dies möglich gewesen. Für ihn selbst sei es ganz klar eine „Enteignung“ gewesen.

Hier den ganzen Vortrag als PDF herunterladen:

Vortrag_B 15 neu – eine Autobahn ohne Bedarf

WS

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