Falschmeldung: „Drohbrief eines IS-Anhängers“

Polizeieinsatz in der GrostadtUnbekannte verursachten heute am Dienstagabend mit einer imitierten Nachrichtenseite eines Rosenheimer Internetportals für große Unruhe. In der Falschmeldung hieß es, Schüler sollten wegen angeblicher Terrorgefahr in der Realschule in Brannenburg im Landkreis Rosenheim morgen am Mittwoch zu Hause bleiben. Das meldet das Polizeipräsidium heute am späten Abend. Die Kripo Rosenheim hat die Ermittlungen aufgenommen. Zahlreiche besorgte Bürger hatten am späten Nachmittag bei der Polizei angerufen …

… und hinterfragten einen Artikel, der über das Nachrichtenportal zu finden war. Demnach wäre im Sekretariat einer Brannenburger Schule ein „Drohbrief eines IS-Anhängers“ eingegangen. In dem Artikel hieß es weiter, dass die Beamten der Polizeiinspektion Brannenburg vor einem möglichen Anschlag warnen und die Schüler bitten würden, am Mittwoch zu Hause zu bleiben. Als Quelle wurde in dem Artikel die Polizeiinspektion Brannenburg genannt.

Tatsächlich lag keinerlei Drohung gegen die Schule oder Schüler vor, es handelte sich um eine Falschmeldung. Unverzüglich nach der Mitteilung durch die Polizei entfernten Mitarbeiter des Internetportals den Beitrag von der Nachrichtenseite und sorgten an dessen Stelle für Aufklärung.

Noch am Dienstagabend nahmen Beamte des Kriminaldauerdienstes zusammen mit „Cybercrimern“ der Kripo Rosenheim die Ermittlungen auf. Zusammen mit den Betreibern des Internetportals wird nun versucht, die Urheber der Falschmeldung zu ermitteln.

 




Familien mit neun Kindern im Container

container kucheGestern kam die erste Familie und heute laut Landratsamt kamen die weiteren Familien – aus insgesamt fünf Ländern: Soyens Neubürger, die ab sofort mit den 24 jungen Männern aus Nigeria und Somalia im Container wohnen werden! Sie stammen aus dem Iran, aus Afghanistan, aus der Ukraine, aus Armenien und aus Aserbaidschan. Das sagte Soyens Bürgermeister Karl Fischberger heute am Dienstagnachmittag gegenüber der Wasserburger Stimme. Insgesamt sind neun Kinder und Jugendliche unter diesen 24 Neubürgern. Darunter Zwillinge im Alter von vier Jahren …

… und ein zehnjähriges Kind sowie sechs Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren.

Alle Familien kommen aus der Turnhalle von Raubling. Überrascht sei man etwas gewesen, dass es sich um gleich fünf Nationen handele. Man werde sehen, wie hier die Verständigung funktioniere, so der Bürgermeister. Bisher habe man mit der Gruppe der 24 jungen Männer nur gute Erfahrungen gemacht, betonte er.

Am kommenden Sonntag steht für alle nun gleich ein bayerisches Highlight in der Ortschaft Soyen an: Der Maibaum wird feierlich aufgestellt, den die Diebe vom Rechtmehringer Burschenverein genau in der Nähe des Containers am Ortsbeginn per Pferdegespann wohl feierlich übergeben und auslösen werden.




„dsai“: 25 Jahre Patientenorganisation

BR_Mensch-Otto_Mensch-TheileSchnaitsee/München  – Eine wichtige Gesetzesänderung, die die Versorgung von Patienten mit einem angeborenen Immundefekt entscheidend verbessert, die Einführung einer neuen Therapieform, die die Lebensqualität der Betroffenen deutlich steigert, drei prominente Schirmherren, die sich bei zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen ganz der Sache verschreiben – die Patientenorganisation für angeborene Immundefekte mit Sitz in Schnaitsee, „dsai“, blickt auf 25 erfolgreiche Jahre zurück. Morgen, Mittwoch, 19 Uhr, sind Bundesvorsitzenden Gabriele Gründl (rechts) und Schirmherrin Michaela Schaffrath Radio auf Bayern 3 zu hören.

Unter der Schirmherrschaft der bayerischen Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml, kamen rund 200 geladene Gäste in München zusammen, um gemeinsam mit der Bundesvorsitzenden Gabriele Gründl und ihrem Team die Erfolge eines Vierteljahrhunderts zu feiern. Zu den Gratulanten gehörten Hermann Imhof, Patienten- und Pflegebeauftragter der Bayerischen Staatsregierung, sowie Anna Hanusch, Stadträtin der Stadt München.

Schauspielerin Michaela Schaffrath und Circus-Chef André Sarrasani, beide seit vielen Jahren Botschafter und Schirmherren der dsai, berichteten von ihrer Motivation und ihren Erfahrungen.

Der wohl größte Erfolg der dsai: Noch vor einigen Jahren gingen Experten von nur rund 700 Patienten aus, bei denen die lebensbedrohliche, seltene Erkrankung diagnostiziert wurde und die entsprechend therapiert werden konnten. Durch das hohe Engagement und die unermüdliche Aufklärungsarbeit der dsai ist die Diagnoserate heute mehr als fünfmal so hoch: Rund 4.000 Betroffene können dank der Diagnose und einer adäquaten Therapie wieder ein weitgehend normales Leben führen und müssen nicht mit der ständigen Angst vor einer Infektion leben, die bei
ihrer Krankheit im schlimmsten Fall zum Tod führen kann.

1991 gegründet, macht sich die dsai seit 25 Jahren stark für Menschen mit einem angeborenen Immundefekt. Sie hilft Patienten und Angehörigen dabei, mit der Krankheit besser umgehen zu können, pflegt ein umfangreiches Netzwerk und setzt sich mit großangelegten Kampagnen dafür ein, dass die seltene Krankheit rechtzeitig diagnostiziert und angemessen behandelt wird. Für dsai-Gründerin Gabriele Gründl ist die dsai auch eine ganz persönliche Herzensangelegenheit: „Bei meinem Sohn Mario wurde im Alter von 14 Monaten rein zufällig ein Immundefekt diagnostiziert. Der Weg zu dieser Diagnose hat ganze elf Monate gedauert, drei davon hat er im Krankenhaus verbracht“, erzählt sie. Da seinerzeit keine Ansprechpartner mit ähnlichen Erfahrungen zur Verfügung standen, entschloss sie sich, einen Verein für Betroffene zu gründen, um ihre Erfahrungen weiterzugeben. „Durch die Vereinstätigkeit ist deutlich geworden, dass die meisten Patienten einen steinigen Weg mit Schmerzen, Sorgen und Ängsten hinter sich
haben, bevor die Diagnose Immundefekt erfolgt. Mein Engagement steht vor dem Hintergrund, anderen diesen Leidensweg zu ersparen.“
Großes Netzwerk und prominente Schirmherren
War Gabriele Gründl am Anfang eine Einzelkämpferin, steht ihr 25 Jahre später ein fünfköpfiges Team zur Seite. Inzwischen ist die Vereinigung ein kompetenter Partner in einem Netzwerk aus Betroffenen, Spezialisten, Behörden und Forscherteams. Die dsai macht sich für eine breite Aufklärung von Ärzten aller Fachgebiete und der Öffentlichkeit stark, engagiert sich für den Ausbau der Forschung auf dem Gebiet der Immunologie und setzt sich für die Einrichtung weiterer, dringend benötigter Immundefektambulanzen an deutschen Kliniken ein.

Besonders froh ist Gründl darüber, dass sie drei Prominente als Schirmherren gewinnen konnte: Die Schauspielerin und gelernte Kinderkrankenschwester Michaela Schaffrath, Circus-Chef André Sarrasani und TV-Koch Mirko Reeh. Die drei setzen ihre Bekanntheit dafür ein, die dsai und ihre Arbeit verstärkt und kontinuierlich in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung zu rücken.

25 Jahre dsai

Foto: Schirmherr André Sarrasani, Vorsitzende Gabriele Gründl und Schirmherrin Michaela Schaffrath machen sich stark für angeborene Immundefekte

In den vergangenen 25 Jahren hat sich die dsai sowohl auf medizinischem als auch auf politischem Gebiet engagiert. Ihr gelang es beispielsweise, die subkutane Therapie für Patienten mit einem angeborenen Immundefekt einzuführen, eine Therapieform, die Patienten den Alltag maßgeblich erleichtert. Sie initiierte eine Expertengruppe für Immundefekte im Europaparlament, sie organisiert wissenschaftliche Symposien und Expertenforen in verschiedenen deutschen
Städten und veranstaltet Fortbildungen für Ärzte.

Zur Aufklärungsarbeit gehören auch Lehr-Comics, Kinderbücher und dsai-TV, das erste Fernsehformat, das sich rein um das Thema angeborene Immundefekte dreht. Die dsai setzt sich zudem gemeinsam mit Experten und Politikern dafür ein, ein Neugeborenen-Screening auf angeborene Immundefekte im Screening-Katalog zu verankern.

„Auch in Zukunft werden wir mit großem Nachdruck unser Ziel verfolgen, die medizinische Forschung voranzutreiben und neue Behandlungsmethoden zu fördern. Hier wollen wir vor allen den Schulterschluss mit internationalen Verbänden und Organisationen stärken und so unserem Anliegen noch mehr Gewicht verleihen“, erklärt Gabriele Gründl. Die dsai ist unter anderem Mitglied in der britischen International Patient Organisation for Primary Immunodeficiencies
(IPOPI) und in der in 63 Ländern vertretenen Allianz von Patientenorganisationen
EURORDIS.

Weitere Infos gibt es unter www.dsai.de.




Wo ist das Ding?

fahneEine lange Saison könnte morgen am Mittwochabend für die Basketballerinnen des TSV Wasserburg zu Ende gehen: Mit einem Sieg im dritten Finalspiel gegen Saarlouis ab 19 Uhr in der heimischen Badria-Halle würde sich der Titelverteidiger nicht nur die Deutsche Meisterschaft 2016 sichern, sondern auch den Jubiläums-Titel Nummer Zehn seit 2004! Es wäre die zweite Saison in Folge ohne eine einzige Niederlage gegen ein deutsches Team …

Foto: Renate Drax

„Aber eine solche Siegesserie ist manchmal auch eine Bürde, die hemmen kann. Doch bis jetzt haben wir das gut gemeistert“, so Wasserburgs Head-Coach Georg Eichler, der mit seinem Team in dieser Saison in Liga, Pokal und Champions-Cup bereits sechs Mal gegen die Saarlouis Royals gewinnen konnte: „Es wird von Mal zu Mal schwieriger, da der Gegner sich immer besser auf einen einstellen kann.“

Sehr gut eingestellt hatten er und sein Trainer-Team um Michi Zovko und Hansi Brei ihre Mannschaft nach dem etwas wackligen 75:71 im Auftaktspiel der Best-of-Five-Finalserie, bei dem sie kurz vor Ende noch hinten lag. In der zweiten Partie in der Neuauflage des letztjährigen Endspiels legte sie eine überragende erste Halbzeit aufs Parkett, führte mit 25:12 nach zehn Minuten und 44:25 nach der ersten Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel konnten die Saarländerinnen, die in Jamailah Adams, Stina Barnert, Amanda Dowe und Sabine Niedola vier Spielerinnen mit zweistelliger Punktausbeute hatten, zwar wieder etwas herankommen, doch der Sieg war nie gefährdet.

„Saarlouis unter Coach Saulius Vadopalas kann ein unglaublich hohes Spieltempo gehen. Das hatten wir in der ersten Halbzeit hervorragend im Griff“, analysiert Eichler und fordert: „An diese Verteidigungsleistung müssen wir anknüpfen, denn wie heißt es so schön: ‚Defense wins Championships‘.“

Die Zuschauer erwartet also eine spannende Partie im Klassiker der jüngeren Meisterschaftshistorie der DBBL: Bereits neun Mal trafen die beiden Clubs in den Play-Offs aufeinander, fünf Mal davon im Finale. Und bevor die Wasserburgerinnen zum zehnten Mal in der Vereinsgeschichte den Meisterschild der DBBL bei der Siegerehrung in Empfang nehmen können, müssen sie den ersten Matchball gegen diese Royals erst einmal verwandeln.

Sonst gibt es gleich am Freitag Spiel Vier in Saarlouis – aber zuhause mit den eigenen, tollen Fans feiern zu können sollte Ansporn genug sein, den Sack am Mittwoch schon zu zu machen.

Neben dem sportlichen Highlight und einer eventuellen Siegerehrung gibt es am Mittwoch zum Einlauf der Teams eine Lichtshow von showpartner.de und nach dem ersten Viertel wieder den Planet Cards Golden Shot von der Mittellinie – Gewinn bei Treffer: 500 Euro. In der Halbzeit zeigen die Zweitliga-Rollstuhl-Basketballer vom SB DJK Rosenheim ihr Können.

Termine Play-Off-Finale (Modus: Best-of-Five):

    Spiel 3:                          Mittwoch, 27.04.2016, 19:00 Uhr, Badria
    Spiel 4 (wenn nötig):        Freitag, 29.04.2016, 19:30 Uhr, Stadtgarten-Halle Saarlouis
    Spiel 5 (wenn nötig):        Sonntag, 01.05.2016, 16:00 Uhr, Badria

 




Wie es ist, Single zu sein

single 2How to be Single – so heißt ein Film aus Amerika, der zur Zeit im Waldkraiburger Kino zu sehen ist. Es geht in der vermeintlichen Komödie um eine Single-Frau, die dem Single-Dasein auf den Grund gehen will, durch die Welt reist und zurück in New York auch das Leben ihrer Freundinnen beobachtet …

Regisseur: Christian Ditter
Darsteller: Alison Brie,Dakota Johnson,Leslie Mann,Anders Holm
Drehbuch: Dana Fox,Abby Kohn

Länge: 110 Minuten
FSK: ab 12 Jahren

Das Kino-Programm der nächsten Tage in Wasserburg:

Dienstag 26.04
17.45 UHRThe Jungle Book
18.00 UHRNightsession
20.00 UHRThe Jungle Book
20.30 UHREin Mann namens Ove
Mittwoch 27.04
15.15 UHRThe Jungle Book
15.30 UHRDie Baumhauskönige
17.45 UHRThe Jungle Book
18.00 UHREin Mann namens Ove
20.00 UHRThe Jungle Book
20.30 UHREin Mann namens Ove
Donnerstag 28.04
15.45 UHRThe Jungle Book
16.45 UHRRico, Oskar und der Diebstahlstein
18.00 UHREin Mann namens Ove
18.45 UHREin letzter Tango
20.15 UHRThe Jungle Book
20.35 UHRDie Kommune




Theatertage: Märchen aus Russland

8T3B2930swMatthias Fischer aus Augsburg ist im Rahmen der 12. Wasserburger Theatertage, die heute, Dienstag, um 20 Uhr eröffnet werden (wir berichteten) mit seinem Märchenzelt zu Gast in Wasserburg. Er trägt am morgigen Mittwoch um 20 Uhr  Märchen aus Russland für Erwachsene vor. Das Erotische, ja schlichtweg Sexuelle steht im Mittelpunkt dieser Märchen und Geschichten um Bauern und Popen, ihre Frauen, Töchter und Söhne. Eine derb-volkstümliche, unverfälschte Sammlung, ungeeignet für Kinder und all diejenigen, die an handfesten Tatsachen Anstoß nehmen …

Seit 1995 betreibt der Sprecherzieher und ehemalige Rundfunkmoderator das Märchenzelt – ein schwarzes Zelt mit Feuerstelle nach Art der mongolischen Jurten. Matthias Fischer: „Meine Liebe gilt der gesprochenen Sprache, vor allem den altüberlieferten Volksmärchen aus aller Welt. Das Erzählen und Zuhören ist etwas sehr Wichtiges für mich: Es ist eine Art von Zuwendung und Aufmerksamkeit, wie sie weder mit Vorlesen noch mit Medienkonsum zu erreichen ist. Das geht unmittelbar in die Phantasie, in die inneren Bilder, in die eigene Vorstellungskraft. Es vermittelt Spannung, Geborgenheit, Kontakt und Freude. Die Märchen erzählen vom Leben der Menschen, von Ihren Wünschen, Ängsten, Hoffnungen und Träumen. Sie trösten oder unterhalten, faszinieren, erfreuen und beschäftigen die Zuhörer.“

Das Zelt steht auf der Bibliothekswiese vor dem Theater; Einlass direkt am Zelteingang. Karten im Online-Vorverkauf und weitere Spielplan-Details über www.theaterwasserburg.de. Kartenvorverkauf außerdem über Buchhandlung Fabula Wasserburg, Kroiss TicketZentrum Rosenheim und Kulturpunkt Isen. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Foto Matthias Fischer: Märchenzelt Augsburg.

 

Über die Theatertage / das ganze Programm …

tt16_stelzer_tw-600x600

12. Theatertage: Minister ist Schirmherr




Rembocha Burschen malern fleißig

baum 2Na, de sand ned nur beim Feiern – de arbeiten aa fleißig. Und zwar genau an dem, um den’s geht am Sonntag: Der Maibaum der Rettenbacher Burschen und des Maibaum-Vereins ist bald fertig. Am 1. Maifeiertag wird sich am Dorfplatz vorm Wirt pünktlich um 11 Uhr in die Schwaiberl gestemmt – mit Hilfe der Diebe aus Bruckhof und Rott, eh klar. Zuvor gibt’s noch ein paar schöne Veranstaltungen. Morgen am Mittwoch zum Beispiel kollektives Fußball-Schauen. Die Champions-League steht an mit dem Hit Altletico gegen den FC Bayern …

fcb 1

Gut gespeist haben alle übrigens am gestrigen Abend – ob’s stürmt oder schneit, auch egal. Kesselfleisch war o’gsogt in Lettenberg:

kessel 1

kessel

 




Neue Pullover für Edlings Fußballer

edling 4„Model Niki“: Neue fesche Pullis für Edlings Fußballer – präsentiert hier von Niki Putner! Die Sparkasse Wasserburg unterstützt den DJK-SV Edling mit stolzen 1.000 Euro. Alle drei Fußball-Herrenmannschaften aus Edling treten bei der An- und Abreise zu Spielen sowie bei offiziellen Terminen in einheitlichen Präsentationsanzügen auf. Diese Ausstattung wurde jetzt um passende Kapuzenpullis erweitert …

Gerne übernahm die Sparkasse Wasserburg, wie bereits bei den Präsentationsanzügen, einen Großteil der Anschaffungskosten. Die Spende wurde im Rahmen der jüngsten Heimspiele gegen Rechtmehring und Ostermünchen überreicht. Michael Wagner von der Sparkasse Wasserburg übergab die Pullover stellvertretend an Andreas Hammerstingl, Kapitän der ersten Herrenmannschaft und einen Teil seiner Mitspieler:

edling pullis

Auf unserem Foto (hinten von links) Eberhard Nowak, Trainer der Ersten, Bastian Baumann, Rico Altmann, Daniel Walther, Martin Häuslmann und Niki Putner. Vorne von links Sparkassen-Vertreter Michael Wagner und Kapitän Andreas Hammerstingl.

Leider gingen beide Partien – der Zweiten gegen Rechtmehring (wir berichteten) sowie der Ersten gegen den Tabellenführer der Kreisliga – Ostermünchen – verloren.

Hier der Bericht zum Kreisliga-Spiel:

Einen Leckerbissen bekamen die Zuschauer nicht geboten und das, obwohl der Tabellenführer aus Ostermünchen zu Gast war. Letztendlich setzten sich die Gäste nach einer äußerst ruppigen Begegnung mit 2:1 durch und grüßen weiterhin von der Tabellenspitze.

In der ersten Hälfte bestimmte der Favorit zwar die Partie, schaffte es jedoch nur selten vor das Edlinger Gehäuse zu kommen. Das erste Mal gelang es jedoch bereits nach zwei Minuten, als Florian Schinzel plötzlich völlig alleine vor Manuel Küspert auftauchte. Dieser konnte seinen Schuss jedoch zur Ecke parieren. Es blieb jedoch die einzige nennenswerte Chance der Gäste im ersten Durchgang.

Zu meist versuchte es der SV Ostermünchen mit sehenswerten Flugbällen auf die Stürmer Onur Kaya und Andreas Niedermeier. Zwar gelang es oftmals die Bälle zum Sturmduo zu bringen, jedoch gelang es immer wieder einem Edlinger den Torschuss zu verhindern, indem man den Schuss blocken konnte.

Auch die vielen Eckbälle brachten den Gästen nichts Zählbares und so suchte auch der DJK-SV Edling sein Heil in der Offensive. Und das auch mit Erfolg. Nach einem gewonnenen Kopfballduell konnte Rico Altmann den Ball in Richtung Tor tragen und aus zwanzig Metern abziehen. Sein satter Linksschuss schlug unhaltbar für Hannes Schenk im unteren Eck ein.

Trotz des Tores änderte sich nicht viel am Bild der Partie.

Der SV Ostermünchen versuchte weiterhin mit langen Bällen seine Stürmer zu bedienen und bei den Zweikämpfen im Mittelfeld ging es ordentlich zur Sache. Somit ist es nicht verwunderlich, dass der Schiedsrichter in der ersten Halbzeit bereits fünfmal den gelben Karton ziehen musste.

Die strittigste Szene gab es hierbei kurz vor der Halbzeit, als der zuvor bereits verwarnte Tobias Berndt Andreas Niedermeier kurz vor dem Strafraum gelbwürdig foulte. Der Schiedsrichter überblickte die Situation jedoch falsch und zeigte dem zweiten Innenverteidiger Niki Putner, die gelbe Karte, obwohl dieser am Foul nicht beteiligt war.

Die Spieler des SV Ostermünchen waren natürlich außer sich. Doch diese Szene hatte trotzdem eine entscheidende Rolle in der Partie, denn danach begann das Spielgeschehen dem Schiedsrichter aus den Händen zu gleiten. Kurz darauf ging es jedoch erst einmal in die Halbzeitpause. 

Maxi Prietz gab sein Debut in der Ersten

Der DJK-SV Edling sah sich in der Halbzeitpause gezwungen, den verwarnten Tobias Berndt in der Kabine zu lassen und stattdessen Maxi Prietz zu seinem Debüt in der ersten Mannschaft zu verhelfen.

Diesem Maxi Prietz kam zu Beginn der Halbzeit gleich eine entscheidende Rolle zu. Nach einer Flanke konnte er einen Zweikampf im eigenen Sechzehnmeterraum eigentlich für sich entscheiden, doch der Schiedsrichter zeigte zur Verwunderung aller trotzdem auf den Strafstoßpunkt. Den fälligen Elfmeter schnappte sich Florian Schinzel, der den Ball sicher ins Tor bugsierte.

In der Folge sorgte die kleinliche Zweikampfauslegung des Schiedsrichters dafür, dass der Spielfluss komplett verloren ging. Nahe zu jede Aktion endete mit einem Foulpfiff, wodurch auch immer mehr Standardsituationen entstanden.

Einer dieser Standardsituation sorgte dann in der 67. Minute dafür, dass der SV Ostermünchen die Partie drehen konnte. Ein schöner Freistoß von Markus Ahammer fand am langen Pfosten den Kopf von Nico Blaimberger, der den Ball in die Maschen wuchtete.

Zuvor hätte der SV Ostermünchen jedoch bereits einen Elfmeter bekommen müssen, da einem Defensivmann der Heimmannschaft der Ball an die Hand sprang, jedoch verweigerte der Referee den Pfiff.

Kurz nach dem Treffer zum 1:2 gab es dann die gleiche Szene auf der anderen Seite, doch auch hier zeigte der Schiedsrichter nicht auf den Strafstoßpunkt.

Für den DJK-SV Edling galt es jetzt noch einmal alles nach vorne zu werfen, um noch auf Remis stellen zu können. Die kompakte Defensive der Gäste ließ jedoch bis auf zwei Kopfbälle von Rico Altmann nichts mehr zu und hätte in der Schlussminute eigentlich auf 3:1 stellen müssen. Nach einem klugen Konter liefen vier Ostermünchener auf Torwart Manuel Küspert zu. Der ballführende Onur Kaya verpasste jedoch den richtigen Moment für ein Anspiel, wodurch sein Mitspieler im Abseits stand. Kurz darauf beendete der Schiedsrichter die Begegnung.

Dem SV Ostermünchen, der ungeschlagen seine Runden zieht und seltsamerweise trotzdem seinen Trainer verlor, gelang durch das 2:1 zwar der zweite Rückrundensieg, man bleibt weiterhin  Topfavorit auf den Aufstieg in die Bezirksliga. Der DJK-SV Edling hingegen bleibt im Mittelfeld stecken und ist am nächsten Samstag beim nächsten großen Kaliber, dem SV Bruckmühl, zu Gast.

Quelle: DJK SV Edling

 




Liebe Azubis, viel Freude und Energie!

azubi 2Am Start zur dreijährigen Ausbildung „Gesundheits- und Krankenpflege“: Die Berufsfachschule für Krankenpflege an der RoMed Klinik Wasserburg begrüßte die zwölf Schülerinnen und acht Schüler herzlich. Die praktische Ausbildung findet in den vier RoMed Kliniken in Bad Aibling, Prien am Chiemsee, Rosenheim und Wasserburg statt, die theoretische am Schulstandort an der RoMed Klinik Wasserburg …

Sechs Teilnehmer dieser Klasse kommen aus dem Landkreis Mühldorf, da eine Kooperation zwischen den RoMed Kliniken und den Kliniken Kreis Mühldorf besteht.

Die Schulleiterin der Berufsfachschule für Krankenpflege an der RoMed Klinik Wasserburg, Brigitte Kanamüller-Eibl (rechts), stellvertretender Pflegedirektor Hans Albert (2. von rechts), Pflegedienstleiter Simon Brunnlechner (3. Reihe, 2. von rechts.) und Klassenleiter Roland Hanisch (3. Reihe, 3. von rechts) begrüßten die „ABC-Schützen“.

„Wir wünschen den jungen Azubis Energie, Neugier, Durchhaltevermögen, Spannung und Freude für die Ausbildung in Theorie und Praxis“, so Schulleiterin Brigitte Kanamüller-Eibl.

Fotos: RoMed-Klinik

azubi

 




Sucht. Einfach menschlich: Auswege finden

mensch 1

Eine Perle im Meer der Präventionsangebote. Interessant und lebhaft im Aufbau, durch kurze, prägnante Zitate Betroffener sehr berührend und nachhaltig. „Einfach menschlich.“ Das ist der Titel einer Wanderausstellung zum Thema Sucht, die heute am Dienstagvormittag von Gerhard Heindl, dem Leiter des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Wasserburg, eröffnet wurde. Sucht und süchtiges Verhalten sind per se immer vorhandene Wege in der Landschaft eines jeden Menschen. Dabei ist das Mittel der Sucht, etwas vergessbar oder auch nur aushaltbar zu machen, ein beliebiges …

0

2

Dies bedeutet, es ist in diesem Projekt nicht nur die Rede von bekannten verbotenen Drogen wie Haschisch oder Kokain, nicht nur von nicht minder gefährlichen Drogen wie Alkohol oder Zigaretten, sondern es geht auch um den Spieler vor dem Spielautomaten, den Freak am Handy vor dem PC, die Hausfrau vor dem Medizinschrank, den Workaholic in der Firma, den Sex-Besessenen in der Partnerschaft, den Ess-Süchtigen oder Mager-Süchtigen und vieles andere mehr.

Klaus Haschberger, Betreuer der Ausstellung aus Regensburg (unser Foto) heute: „Sucht ist eine Krankheit, ein Erkranken am Leben – wie es andere Krankheiten auch sein können, und nicht das individuelle Versagen eines vermeintlich schwachen Menschen.“

7

Holte diese wertvolle Ausstellung für die jungen Leute nach Wasserburg: Gerhard Heindl, Leiter des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums der Stadt.

Seit nunmehr 18 Jahren ist diese Ausstellung ein in ganz Deutschland erfolgreiches Präventionsprojekt zum Thema Sucht. Immer wieder neu aufbereitet und aktualisiert …

In seinem Konzept und in seiner nachhaltigen Umsetzung ist dieses Projekt, das als betreute Ausstellung buchbar ist, eine sehr erfolgreiche und immer wieder nachgefragte Veranstaltung – diesmal innerhalb von sechs Wochen für die Klassen des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Wasserburg sowie die Klassen der FOS/BOS Wasserburg mit Oberstudiendirektor Schulleiter Johann Schaller und seinem Stellvertreter Daniel Wimmer an der Spitze.

5Brigitte Schulan, Leiterin der Akademie der Wasserburger Sozialverwaltung (hier im Bild mit Johann Schaller, dem Leiter der FOS/BOS Wasserburg) , freute sich, diese einzigartige Ausstellung in den Räumlichkeiten im Hag für die Schüler anbieten zu können.
Eine menschliche Grundhaltung, geprägt von Respekt und dem Bemühen um Verständnis, sollte immer menschliches Miteinander bestimmen, vor allem auch dann, wenn es sich um einen erkrankten Menschen handelt.

Diese Grundhaltung bestimmt das Projekt und den Umgang mit den Besuchern während der Ausstellung und in den Gesprächsgruppen.

Dies bedeutet auch, dass im Selbstverständnis dieses Projektes in der Diskussion um süchtiges Verhalten und Suchtmittel moralische Wertungen und pädagogischer Zeigefinger keinen Platz haben.

Sucht verändert die Menschen. Die Krankheit bestimmt das Denken und Fühlen. Sie durchdringt alle Lebensbereiche. Wer suchtkrank ist, leidet unter bestimmten Merkmalen: gute Vorsätze, Reizbarkeit, Abwehr, Aggressivität, Verleugnung, Tunnelblick, Bagatellisierung, Schwarzsehen, Unehrlichkeit, Selbstmitleid, Flucht, Verlust der Werte, Verwirrung, Einsamkeit, Verlust der Gefühle, Scham.

Anhand von überlebensgroßen Standfiguren mit vielen Erfahrungstexten lernen die Besucher Empfindungen und Verhaltensweisen kennen, die kein Süchtiger auf der Suche nach einem besseren Leben haben wollte.

Man geht in der Ausstellung in Wasserburg einen Weg – von der Suchterkrankung mit all seinen Begleiterscheinungen wie Aggression, Lügen, benebelt sein – über die Erkenntnis der Sucht, eine dunkle Kammer voller Ängste und Scham (auf weichem Boden in der Ausstellung eindrucksvoll installiert) über die Hemmschwellen und Steine, die auch hier mitten im Weg liegen bis zum Entzug und einem freien Leben als Ziel.

Das Angebot für die Klassen in Wasserburg:

Vor jedem Ausstellungsbesuch erhalten die Besucher eine ausführliche, offene Einführung in das Thema, die Ausstellung und ihre Absichten. All dies immer respektvoll, offen und ohne moralische Wertungen, wie Klaus Haschberger betont.

Die Besucher werden so auf einen Erlebnisraum vorbereitet, in dem Jeder das finden kann, was für ihn bedeutungsvoll ist. Der Ausstellungsweg selbst führt unweigerlich zu einem inneren Dialog bei den Besuchern: Aussagen von Betroffenen provozieren den Vergleich mit dem eigenen Leben.

Im Anschluss an den Ausstellungsbesuch findet für die Schüler immer eine gemeinsame Aussprache statt. Hier können Fragen gestellt werden, kann jeder Besucher aus seiner eventuellen Betroffenheit heraus sich offen und ohne Sorge äußern. Das heißt, der innere Dialog der Besucher kann hier zu einem öffentlichen Dialog werden, wenn der Besucher das wünscht. Immer wieder komme es auch zu Unter-Vier-Augen-Gesprächen.

An zwei Abenden – dem kommenden Donnerstag, 28. April, von 16 bis 19 Uhr sowie am Donnerstag, 12. Mai, von 16 bis 19 Uhr ist die Ausstellung – im Gebäude hinter dem Parkhaus an der Rampe (gegenüber der Akademie der Sozialverwaltung) – auch öffentlich für die Bevölkerung aus Wasserburg und Umgebung geöffnet. Sehr sehens- und erlebenswert!

Fotos: Renate Drax

4

 




Übertrittsabend am Gymnasium

Am morgigen Mittwoch findet um 18 Uhr in der großen Aula des Luitpoldgymnasiums die alljährliche Übertrittsversammlung statt. Eingeladen sind Eltern und Schüler, die sich für die 5. Jahrgangsstufe des nächsten Schuljahres am Gymnasium interessieren.Am Übertrittsabend gibt es neben Informationen zum Aufnahmeverfahren und zum Schulleben ein Rahmenprogramm für die zukünftigen Gymnasiasten und die Möglichkeit, an einer Schulhausführung teilzunehmen.




Doppeltes Pech am Bahnübergang

Polizeieinsatz in der GrostadtAm gestrigen Abend verursachte ein 80-jähriger Pkw-Fahrer aus Schnaitsee gleich zwei Unfälle nacheinander auf der B 304 vor dem Bahnübergang Reitmehring. Der Mann übersah zuerst, dass der Fahrer vor ihm, ein 53-jähriger Pkw-Fahrer aus Trostberg, verkehrsbedingt abbremsen musste und stieß in das Heck dessen Pkws. Da hierbei keiner verletzt wurde und nur geringer Sachschaden entstand, wurden die Unfallbeteiligten von den eingetroffenen Polizeibeamten aufgefordert, die B 304 zu räumen und somit für den nachfolgenden Verkehr frei zu machen. Und dann passierte der zweite Crash …

Gerade, als eine 30-jährige Rosenheimerin mit ihrem Pkw links am Fahrzeug des Unfallverursachers aus Schnaitsee vorbeifuhr und unmittelbar vor ihm wieder auf den rechten Fahrstreifen einscherte, fuhr der 80-Jährige los und stieß mit dem linken vorderen Fahrzeugeck gegen das andere Auto.

Bei beiden Unfällen wurde niemand verletzt und es entstanden nur geringe Sachschäden.




Tennissport steht im Mittelpunkt

TenisDer Tennisclub Reitmehring bietet – wie jedes Jahr zum Saisonanfang – allen am Tennissport interessierten Kindern, Jugendlichen und natürlich auch Erwachsenen im Rahmen eines Schnuppertags am Freitag, 29. April, die Gelegenheit, unverbindlich diesen schönen Sport kennenzulernen und zu schauen, ob`s oam taugt. Der Schnuppertag findet von 15 bis 17 Uhr auf der Anlage Osterwies in Reitmehring statt.

Einen ersten Eindruck mit fast allen Informationen auf gibt es auf www.tc-reitmehring.de. Für das persönliche Kennenlernen gibt`s noch keine App. Da hilft nur selbst mit Sportschuhen zum Tennisclub zu kommen. Schläger und Bälle hält der Club bereit.

Weitere Infos bei Jörg Aldenhoff, 2.Vorstand TC Reitmehring, Telefon 08071/ 2980.




Mehr Mitfahrer als Sitzplätze

SONY DSCDie Bundespolizei Rosenheim hat jetzt wieder rund 250 Migranten registriert. Außerdem haben die Beamten im Rahmen der Grenzkontrollen drei mutmaßliche Schleuser gefasst. Einen vollbesetzten Pkw mit italienischem Kennzeichen zogen sie aus dem Verkehr. In dem Siebensitzer befanden sich insgesamt neun Personen. Auf dem Beifahrersitz saß eine Frau, deren Kind ungesichert auf ihrem Schoß Platz fand. Der bulgarische Fahrzeugführer erklärte, dass er …

… seine Begleiter nicht näher kenne und sie aus purem Mitleid mitgenommen habe. Keinen Führerschein zu haben, hielt der 38-Jährige außerdem für völlig unproblematisch. Nach ersten Erkenntnissen der Bundespolizei handelte es sich um eine organisierte Schleusung. Die acht Mitfahrer stammen eigenen Angaben zufolge aus Afghanistan. Papiere hatten sie nicht dabei. Ihr Fahrer wurde auf richterliche Anordnung hin in Untersuchungshaft genommen.

Ebenfalls kontrollierten die Beamten die Insassen eines Wagens mit österreichischer Zulassung. Am Steuer saß ein gebürtiger Afghane, der über Papiere aus Österreich verfügte. Seine Mitfahrer, zwei afghanische Staatsangehörige und ein Iraner, hatten hingegen keine Dokumente, die für die Einreise in die Bundesrepublik erforderlich gewesen wären. Wegen des Verdachts der Schleuserei wurde der 30-Jährige, der das Auto fuhr, vorläufig festgenommen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte er das Revier in Bad Reichenhall wieder verlassen. Er muss mit einem Strafverfahren wegen Schleuserei rechnen.

Auch ein 41-Jähriger Syrer mit österreichischem Flüchtlingspass wird sich auf ein Verfahren wegen Einschleusens von Ausländern einstellen müssen. Der Mann beschaffte ersten Ermittlungen zufolge für drei Frauen die Fahrkarten für eine Busfahrt nach Deutschland und begleitete sie dabei. An der Kontrollstelle der Bundespolizei in Freilassing war die Reise beendet. Außer syrische Pässe, hatten die drei Migrantinnen keine Papiere für den beabsichtigten Aufenthalt in Deutschland. Ihr mutmaßlicher Schleuser wurde angezeigt. Anschließend konnte er nach Österreich zurückkehren.




Tauschfieber im Graupelschauer

pflanzeSchlechtes Wetter? Gibt es für Hobbygärtner nicht. Bei Schneeregen, Graupelschauer und eisigen Temperaturen brachten sie jetzt kisten-, schachtel- und kübelweise ihre Setzlinge, Stauden und Kräuter ins Bauernhausmuseum Amerang. Sie standen stundenlang an ihrem Stand, tauschten Erfahrungen und Pflanzen mit anderen Gartenfans aus und waren begeistert, selbst etwas zu ergattern. Die Pflanzentauschbörse im Bauernhausmuseum ist längst eine Institution geworden, egal, ob es stürmt oder schneit.

„Ich gehe einfach gern in den Garten, weil es erholsam ist“, sagt etwa Marianne Krottenmüller aus Amerang (unser Foto). „Es ist schön, wenn man Dinge wachsen sieht. Ich bin mehrere Stunden am Tag in meinem Garten.“ Schon seit vergangenem Herbst hat sie Ableger gemacht, sie in Töpfen großgezogen – extra für die Tauschbörse. In ihrer Kiste bietet sie Frauenmantel, Blaukresse, Waldmeister, Nelken und Pfefferminze an. „Für mich selbst eingetauscht habe ich Tomaten und Gemswurz. Das freut mich!“

Im historischen Vierseithof wird es schon nach kurzer Zeit eng. Wo sonst ein ehemaliger Kuhstall oder eine Tenne zu besichtigen ist, steht jetzt Topf an Topf, warten Tomaten, Minze oder Borretsch auf neue Besitzer. Traudl Obermaier aus Schonstett hat Seltenes im Angebot: Muskateller Salbei und Christrosen. „Die schönsten Pflanzen waren sofort weg“, erzählt sie. „Das war der gefüllte Hahnenfuß. Der schaut einfach aus wie gemalt, mit seinen tollen gelben Blüten. Den mögen immer alle.“

balsWer Kräuter mag, ist bei Richard Bals vom Gartenbauverein Waldhausen (Foto) an der richtigen Stelle. Er macht ein kleines Quiz mit den Besuchern und lässt sie Kräuter erraten. Das ist gar nicht so einfach. Den Sauerampfer im Topf erkennen nur wenige, dass Stevia etwas zum Süßen ist, wissen einige.

Die meisten bekommen sie aber zum ersten Mal zu Gesicht, ebenso wie die Cola-Minze, die man für Getränke nimmt. Brunnenkresse soll man nicht zu üppig verwenden, verrät der Kräuterexperte. „Wenn man zu viel in den Kartoffelsalat gibt, schmeckt der nach gar nix mehr. Schwangere sollten übrigens auch nicht zu viel davon essen, denn die Brunnenkresse enthält sehr viel Eisen.“

Besonders am Herzen liegt Richard Bals das Thema Bärlauch und die Verwechslungsgefahr mit den giftigen Maiglöckchen. Tipp Nummer eins: „Schaut Euch die Stengel an. Beim Bärlauch hat jedes Blatt einen eigenen Stengel, bei den Maiglöckchen wachsen aus einem Stengel mehrere Blätter.“ Für Tipp Nummer zwei braucht man dann eine Lupe. Die Adern auf dem Blatt unterscheiden sich deutlich. Beim Bärlauch liegen sie weiter auseinander als bei den Maiglöckchen. „Deshalb sag ich immer: Bei den Maiglöckchen wird es uns eng, wenn wir die essen. So kann man sich das merken.“

Nachmittags referiert in der Stube des Holzmannhofs Gärtnermeister Thomas Pummerer und gibt Tipps für das praktische Hochbeet, an dem ein Gärtnern ohne Bücken und Rückenschmerzen möglich ist. Unverdrossen schließen sich die wetterfesten Besucher Siegelinde Schuster-Hiebl an, die durch die Museumsgärten führt und viel Interessantes zu Küchen- und Heilkräutern weiß. Die Fans historischer Rosen holen sich wertvolle Ratschläge und ausgefallene Pflanzen beim Rosengarten Trostberg. Dort sind die prächtigen Blüten auf Fotos an einer Stellwand zu sehen. Immerhin: ein schöner Vorgeschmack auf blühende Gärten – wenn es wirklich mal Sommer wird!

Fotos: Bauernhausmuseum

 




Gleich zweimal blieb der Elfer-Pfiff aus

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEin bis zur letzten Minute spannendes Lokalderby zwischen Eiselfing und Babensham in der Fußball-Kreisklasse: Im ersten Durchgang sahen die 235 Zuschauer eine ausgeglichene Partie, mit leichten Feldvorteilen für die Gäste vom TSV Babensham. Aber kurz vor dem Pausenpfiff ein Doppelschlag der Eiselfinger: Erst gelang Hannes Dirnecker per Kopf die Führung (39.). Nur zwei Minuten später traf Christian Müller aus dem Gewühl heraus den Ball perfekt: 2:0. Die Eiselfinger Fans konnten ihren Halbzeit-Kaffee – oder Ähnliches – genießen …

Babensham war in Hälfte zwei sofort um den Anschlusstreffer bemüht. Dieser gelang prompt Kapitän Rainer Maier, als sich die Eiselfinger Michael Lamprecht und Torhüter Konrad Seidinger uneinig waren und er den Ball ins Tor spitzeln konnte (65)

In der 78 Spielminute brachte Thomas Wagner den Babenshamer Routinier Hans Lamprecht im Strafraum zu Fall und als alle mit einem Strafstoß rechneten, schickte Schiedsrichter Benedikt Jany aber Lamprecht wegen einer angeblichen Schwalbe mit gelb-rot vom Platz.

Babensham kieß sich nicht schocken – blieb auch in Unterzahl Ton angebend und bei Standards gefährlich. Nach einer Freistoßflanke schoss Leo Kirchlechner aufs Tor und ein Eiselfinger Abwehrspieler blockte den Ball mit dem Arm, aber auch hier blieb der fällige Elfmeterpfiff aus.

Zumindest einen Punkt für die Gäste sicherte schließlich noch Edl König kurz vor knapp, nachdem er nach einer Ecke am höchsten stieg und den Ball wuchtig einköpfte …

So haben sie das Derby gespielt (links Eiselfing – rechts Babensham):

Konrad Seidinger 1 1 Thomas Frank
Thomas Inninger 2 2 Leonhard Kirchlechner
Andreas Elsner 3 3 Mathias Hintermayr
Michael Lamprecht 5 4 Eduard Koenig
Stefan Schuster 6 5 Lukas Wagner
Bernhard Dirnecker 7 6 Ludwig Frank
Christian Mueller 8 7 Rupert Loew
Florian Dirnecker 9 8 Thomas Estermann
Johannes Dirnecker 10 9 Stephan Scheitz
Thomas Wagner 11 10 Hans Lamprecht
Stefan Wagner 16 11 Rainer Maier
Ersatzbank
Mathias Muehlbauer 22 15 Thomas Brack
Martin Huber 12 12 Tobias Aimer
Christian Krieger 13 13 Andreas Haller
Martin Oberlinner 14 14 Lukas Giessibl
Patrik Hartl 15
Florian Rost 17
Trainer
Thomas Kölbl Brack Thomas



Mann (28) muss ins Gefängnis

Blaulicht03Seit einiger Zeit suchte die Staatsanwaltschaft einen 28-Jährigen aus Rosenheim, weil er eine Geldstrafe in Höhe von 1000 Euro bezahlen muss, stattdessen aber untertauchte und sich seit Monaten versteckte, so die Polizei heute am Dienstagmorgen. Zivilfahnder nahmen den Rosenheimer nun in der heutigen Nacht in Rosenheim fest, da sie ihn zufällig kontrolliert hatten. Dabei sei er durch seine Nervosität aufgefallen. Den offenen Geldbetrag konnte der Mann nicht erbringen. Das gesparte Geld habe er erst am Wochenende in einige alkoholische Drinks investiert, so die Polizei weiter. Nun wurde der 28-Jährige festgenommen und in die JVA Bernau eingeliefert.