Zu eng: Mehr Platz für Fußgänger

Bauausschuss Wasserburg: Barrierefreiheit fehlt am Marienplatz - Lösungsansatz

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IMG_5138Der Gang von der Bruckgasse in Richtung Gries auf der Seite des Kernhauses: Das ist für Fußgänger, die nicht in den Cafes unter den Arkaden auf einen kleinen Ratsch stehen bleiben wollen – und für Menschen mit Behinderung – ein echtes Nadelöhr. Ganz eng wird’s im Bereich Hotel Paulaner und bei Sandro Tabacchis Kult-Lokal Venezia. Dort geht’s auf den Fußgängerwegen und unter den Arkaden obendrein alles andere als barrierefrei weiter. Diese Engstellen waren jetzt erneut Thema im Bauausschuss der Stadt.

Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann stellte zwei Varianten des Ausbaus vor und sprach für die Cafe-und Gaststätten-Betreiber: „Die geben sich große Mühe, dass die Fußgänger da einigermaßen durchkommen.“ Die Durchgänge seien aber einfach zu eng. Eine Barrierefreiheit fehle gänzlich. Obendrein sei der Gehweg vor dem Paulaner zudem oft durch weit nach vorne geparkte Autos stark verengt (unser Foto).

Und das sind die Lösungsansätze:

Bei Variante eins würden am Marienplatz zwei Stellplätze für Pkw entfallen. Die Parkplätze würden schräger angeordnet, so dass für die Gehwege mehr Platz bleibe.

Variante zwei, für die sich der Bauausschuss letztlich mit fünf zu zwei Stimmen entschied, sieht sogar den Wegfall von vier Stellplätzen vor, um für Fußgänger mehr Platz zu schaffen und die Barrierefreiheit zu ermöglichen.

Im Zuge der Beratungen, bei denen auch der Zebrastreifen vor den Wasserburger Markthallen Thema war, wies Andreas Aß (CSU) darauf hin, dass dieser Bereich mittlerweile eine echte Gefahrenstelle sei. „Der Behindertenparkplatz direkt an der Querungshilfe wird oft von sehr langen Bussen genutzt. Die stehen bis auf die Fahrbahn raus. Da sehen die Autofahrer dann nicht mehr auf den Zebrastreifen.“ Es sei ratsam, diesen Bereich in die neuen Planungen einzubeziehen und den Behindertenparkplatz von dieser Stelle eventuell sogar zu verlegen.

Das städtische Bauamt geht jetzt mit diesen Überlegungen und mit Variante zwei in die nächste Planungsphase.

 

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21 Gedanken zu „Zu eng: Mehr Platz für Fußgänger

  1. Wasserburger

    Ein Durchgreifen gegen Leute, die gleich ums Eck vom Brucktor in zweiter Reihe stehen bleiben, um jemanden rauszulassen, sollte man im Zuge dessen auch gleich mal überlegen.

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    1. Vier Parkplätze fallen weg…so kommen wir ja vielleicht doch noch zu einer Auto-freien Altstadt;-)

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      1. Autofrei vielleicht scho, aber de Motorradl derfan natürlich weider foisch parken 🙂

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        1. Marie Bauernschmid

          ich parke jetzt auch mal mit dem Auto auf dem Gehsteig neben den Motorräder

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      2. für alle „disliker“: Irrrroooonnniiieee;-). Ich finde es eben NICHT gut, dass vier Plätze wegfallen:-)

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        1. Ironie funktioniert auf dem Land nicht. Habs schon probiert.

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      3. Auto-frei?…
        besser doch LKW- und Bus-frei! .. Sperre des Brucktors und der Innbrücke für LKW & Busse inklusive…

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        1. Hahaha sehr gut, dieser verdammte ÖPNV

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  2. Ihr Wasserburger könnt euch ja eh glücklich schätzen mit euren Parkflächen.
    Bruck Bräu, Parkaus am alten Bahnhof, am Gries und unter der Rampe. Nicht zu vergessen die ganze Ledererzeile und noch viele andere. Aus der Ferne gesehen möchte ich meinen, daß man da schon auf zwei oder drei Parkplätze um den Marienplatz verzichten könnte.

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  3. Wie viele Autos haben da insgesamt Platz zu parken, im Moment?
    Könnte man – ab dem Zebrastreifen – Richtung Gries einen Parkplatz für Motorräder machen – 2 Fliegen mit einer Klappe?

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  4. Altwasserburger

    Ich stell halt mein Auto auch vors Rathaus zu den Motorrädern , wie wird dann der Strafzettel gerechtfertigt in diesem rechtsfreiem Raum?
    Vor der Marienapotheke wäre auch noch zu parken, allerdings sollte ich mir dann ein auswärtiges Kennzeichnen zulegen, dann gibt’s auch keinen Strafzettel … In diesem Sinne: Gleichberechtigung für alle Parker (warum sind die Motorradparkplätze kostenlos?)

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  5. In Wasserburg müsste eine neue Verkehrsplanung , nicht nur wegen der Parkplätze, sondern wegen des wahnsinnigen Verkehrs zu den Stoßzeiten, durchgeführt werden. Mein Vorschlag, schon seit ein paar Jahren:
    Es darf nur über das Brucktor ín die Stadt (damit man die schöne Ansicht der Stadt sehen kann, und über die Rampe aus der Stadt gefahren werden. Wir haben eine Umgehungsstrasse und und es ist kein allzu großer Zeitaufwand diese zu benutzen.
    Ausserdem haben wir auf jeder Seite ein Parkhaus oder Parkmöglichkeiten. Die Mittagszeit, in denen die Busse in beiden Richtungen den Verkehr lahmlegen ist eine Katastrophe.
    In vielen Städten, die man besucht läuft das auch so und da fällt uns das nicht mal auf, da fahren wir diesen – wenn man so will – Umweg.
    Ich bin kein Verkehrsplaner und es gibt bestimmt Gründe die das Umsetzen nicht so einfach machen, aber Fachmänner die in anderen Städten die Verkehrsplanung übernommen haben, gibt es ja.
    Der Verkehr durch Wasserburg ist mittlerweile untragbar.

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    1. Als Eiselfinger finde ich es immer Lustig wenn die Wasserburger davon sprechen eine Umgehungsstrasse zu haben. Einen Teil habt ihr vielleicht, der Rest und dazu zählt auch der Schwerlastverkehr und die Supermarkttouristen donnert 24h am Tag schön durch Eiselfing. Alle Bemühungen einer vollständigen Umgehung wurde bisher immer blockiert.

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  6. Reiner Alois

    …. wenn jeder der am Marienplatz oder sonst wo in der Stadt parken möchte erst sein Hirn einschalten würde, dann wäre das Problem gelöst … 🙂 …

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  7. Manuel Michaelis

    Es ist vollkommener Unsinn über Barrierefreiheit unter den Arkaden nachzudenken, solange auf dem Rathausplatz oft so viele Motorräder geduldet werden, dass da keiner mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl durch kann.
    Ob da jetzt vier Parkplätze wegfallen ist eigentlich egal, da an sonsten in Wasserburg ohnehin jeder parkt wo und wie er/sie will. Man hat oft den Eindruck, dass das die Stadt der Fußkranken ist, da viele Leute ihr Auto einfach vor die Ladentüre stellen – im Winter gerne auch mit laufendem Motor.

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  8. wasserburgerin

    Ich versteh die ganze Aufregung nicht. Wieso muss mann denn überhaupt in der Stadt parken. Wir haben 2 kostenfreie Parkhäuser. Für Behinderte kann man ein paar Parkplätze schaffen, alle anderen sollen auf dem Gries oder in dem Parkhaus parken. Es sind ja nicht nur die Parkplätze, es sind vor allem die in 2. Reihe die abgestraft gehören, weil sie ständig den Verkehr zum stocken bringen.
    Des Weiteren ist die Durchfahrt zur Wasserburger Backstubn, die mich schon länger nervt. Ständig muss man zur Seite springen, diese Durchfahrt sollte man sperren, bis auf Lieferanten, die ist völlig unnütz. In anderen Städten geht es auch, dass man als Fußgänger gemütlich durch die Stadt bummeln kann. Genauso verstehe ich nicht warum man aus der Schmidtzeile keine Einbahnstrasse macht. Nachdem sie enger gemacht worden ist, geht es auch verdammt eng zu. Manchmal verstehe ich die ganze Planung nicht.

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    1. Manuel Michaelis

      Wenn ich das noch ergänzen darf:
      In der Färbergasse parken Menschen gerne auf dem Gehweg – obwohl genügend Parkplätze frei wären (Interessiert aber die Damen von der Verkehrsaufsicht überhaupt nicht) und sowohl Motorradfahrer als auch Autofahrer fahren gerne über den Gehweg (Autos dann halt nur mit zwei Rädern) um dem Kopfsteinpflaster zu entgehen. Dies ist besonders hinsichtlich des Durchgangs von der Herrengasse zur Färbergasse ziemlich gefährlich.

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  9. Traumtänzer

    Erst den Umbau des Kernhauses genehmigen – u.a. mit dem Notariat und vielen Altstadtwohnungen – und dann für dieses Projekt wichtige Parkplätze streichen… passt nicht zusammen. Leider nicht das erste mal, dass es an einem zukunftorientierten Konzept fehlt.

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    1. Egal dann werden die Strassen außerhalb der Altstadt, noch mehr von Stadtangestellten, Lehrer der Mittelchule………… zugeparkt …
      Parkhäuser sind VOLL!!!!!!!!
      Aber Verkehrskonzept und Parküberwachung intressiert ja nur in der Altstadt, außerhalb ist s egal, es sei denn es wohnt Prominenz in der nähe!

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  10. Das ist schon über 800 Jahre so, so argumentiert ein Angehöriger der CSU-Fraktion, typisch christlichsozial, Autos sind wichtiger als Menschen.

    Wie mag der Herr es wohl betrachten, wenn er sein heiliges Auto dazu missbraucht hat, in Zukunft den Rollstuhl nutzen zu müssen, dann wird er auch auf Barrierefreiheit bestehen und das Interesse an den Parkplätzen vergessen.

    Und wenn dann die Partnerin bei dem Unfall so geschädigt wurde, dass sie einen Rollator benötigt und deshalb auch Probleme mit der nicht vorhandenen Barrierefreiheit hat …
    Jetzt wird der Protest sicher lauter und bei diesem lauten Protest fällt dem Herrn Rat plötzlich ein, dass er nicht der einzige Behinderte im schönen Wasserburg ist und die alle haben auch Probleme und warum soll man eigentlich auf rücksichtslose Parkplatznutzer Rücksicht nehmen, die denken doch auch nur an sich.

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  11. Diese Verkehrsproblem haben wir ja nicht nur in der Altstadt, der Willi-Ernst-Ring ist auch nicht besser. Bürger die in Bgm.-Neumeier-Straße Wohnen kommen nur über den Willi-Ernst-Ring in die Straße. Der wird aber oft genug durch in zweiter Reihe Parkende Autos blockiert. Heißt, wenn jemand nach Haus will muss er eine Verkehrswidrigkeit begehen, entweder erfährt bis zum zweiten Kreisverkehr bei der Tankstelle und fährt dann widerrechtlich in die Straße oder erfährt den Willi-Ernst-Ring andersrum und biegt dann links ab was nicht erlaubt ist.
    Was im übrigen die Radfahrer geflissentlich ignorieren und es in der Bgm.-Neumeier-Straße oft zu gefährlichen Situationen kommt. Und als Vorbild ist ein ehemaliger Stadtrat der alle Verkehrsregeln mit seinem Fahrrad ignoriert.
    Was ich damit sagen will ist das die Planung in der ganzen Stadt zu wünschen übrig lässt.

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