Wohnungs-Einbrüche: Zahl fast verdoppelt!

Die Jahres-Bilanz der Wasserburger Polizei - Insgesamt aber weniger Straftaten

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5Zum jährlichen Sicherheitsgespräch trafen sich bei der Polizei in Wasserburg jetzt wieder die Bürgermeister des zuständigen Bereiches. Inspektions-Dienststellenleiter Markus Steinmaßl (unser Foto) und sein Stellvertreter, Polizeihauptkommissar Richard Gottwald – sowie Polizeihauptkommissar Niessner als Verkehrsexperte – waren dabei anwesend. Es wurde ein Rückblick auf die Kriminalitätslage und Unfallentwicklung des vergangenen Jahres im Raum Wasserburg gehalten. 1263 Straftaten mussten 2015 bearbeitet werden. Dies bedeute einen deutlichen Rückgang von 151 Fälle oder 11,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieser Rückgang falle noch bedeutend deutlicher aus, als im …

Foto oben: Renate Drax

… sonstigen Trend des Polizeipräsidiums Oberbayern. Aufgeklärt worden seien 770 Delikte. Die Aufklärungsquote betrage demnach 61 Prozent.

Die Kriminalitäts-Entwicklung der vergangenen vier Jahre bei uns:

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Die  Anzahl  der Diebstähle ist um 11,3% gesunken. Ladendiebstähle stiegen dagegen um 13,8 Prozent. Sonstige einfache Diebstähle verringerten sich um 8, Prozent. Schwere Diebstähle  verringerten sich sogar deutlich um 17 Prozent, so die Polizei heute am Dienstagnachmittag.

Schwere Diebstähle in/aus Diensträumen/Büros/Werkstätten nahmen um  23,1% ab.

Wohnungseinbrüche stiegen dagegen um 77,8 Prozent von 18 auf 32 Fälle, Tageswohnungseinbrüche nahmen um 37,5 Prozent zu.

Bei den Pkw-Diebstählen war eine  Abnahme von  50 Prozent zu  verzeichnen. Fahrraddiebstähle wurden mit jetzt 28 zu 2014 noch 39 Delikten, 28,2% weniger, zur Anzeige gebracht.

bilanz 1

Die Gewaltkriminalität ist 2015 insgesamt gesehen geringfügig um 1,5% gestiegen. 

153 (Vorjahr 181) vorsätzliche Körperverletzungsdelikte (minus 15,5%) und 75 (Vorjahr 67) gefährliche und schwere Körperverletzungsdelikte (+ 11,9%) kamen bei der PI Wasserburg zur Anzeige.

Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung nahmen von 19 auf zwölf Anzeigen  (-36,8%) deutlich ab. 83,3 Prozent aller Sexualstraftaten konnten im Raum Wasserburg geklärt werden.

Ein teures Ärgernis bleibt der Vandalismus.

2015  fielen allerdings die Fälle von Sachbeschädigungen an Kfz von 99 auf 67 Straftaten  (- 32,3%). Andere vorsätzliche Sachbeschädigungen nahmen um 27 Straftaten von 217 auf 190 ab.

Die Vermögens- und Fälschungsdelikte nahmen von 168 auf 142 Fälle ab.

Rauschgiftdelikte wurden in 69 Fällen und in genau gleicher Anzahl wie im Vorjahr zur Anzeige gebracht.

bilanz 3Der Gesamtschaden aller Delikte belief sich im Jahr 2015 auf  614 416 Euro. Im Vorjahr war die Schadenssumme mit 3 189 853 Euro deutlich höher.

Die  Jugendkriminalität  mit  einem  Anteil von 24 Prozent (Vorjahr 21,0%) ist etwas angestiegen, liegt aber noch deutlich unter den Zahlen früherer Jahre (rund 30%):

Von den 574  ermittelten Tatverdächtigen waren 138 jünger als 21 Jahre. 442 der Täter waren männlich, 132 weiblich.

Der Anteil der ausländischen Tatverdächtigen betrug mit 119 ermittelten Tätern 20,7 Prozent.

Die Bilanz der Unfall-Entwicklung folgt.

Gruppenbild vor der Polizeistation mit den Bürgermeistern:

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10 Gedanken zu „Wohnungs-Einbrüche: Zahl fast verdoppelt!

  1. Margot hunter

    Dann kann man ja wieder ruhig schlafen, wenn Wohnungseinbrüche in Wasserburg nur um 77.8 % gestiegen sind.

    Dann kann man ja sehr zuversichtlich sein, dass unsere Einbrecher auch bald gefasst sind.

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    1. Und wehe, wenn einer sagt, die Kriminalität kommt mit den Ausländern oder gar den Asylanten!
      Auch wenn die Fakten das belegen – wer so was behauptet ist sicher ein sehr schlimmer Nazi oder Rassist!

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      1. Welche Fakten belegen das? Die oben Genannten jedenfalls nicht. Hinweis: Bei „Nazi“ und Rassist“ ist das Attribut „schlimm“ überflüssig (Pleonasmus).

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      2. Es ist sicher nicht zu bestreiten, dass beispielsweise einige der Wohnungseinbrüche in D von Osteuropäern begangen werden. Auch werden unter Asyl suchenden Menschen immer Personen zu finden sein, die ein Werteverständnis mitbringen, welches unserer Gesellschaft im Ganzen nicht entspricht.

        Aber muss jetzt hier wieder mit der allseits beliebten Pauschalaussage „die Kriminalität kommt mit den Ausländern und den Asylanten“ daher gekommen werden? Und dann wieder diese lächerliche Aussage: wer so etwas behauptet ist ein Nazi, etc. …
        In meinen Augen ist das wieder Mal die größte Rumjammerei von vorgestern! Niemand wird hier gleich als solcher beschimpft, wenn er nicht gut mit Ausländern kann.

        Aber wenn einem etwas nicht passt, kann man das der Welt doch auf eine differenziertere Art und Weise mitteilen?
        Das lässt sich deutlich besser kommunizieren, anstatt sich hinter diesen billigen Phrasen zu verstecken!

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        1. Besorgter Bürger

          @Odin
          „Niemand wird gleich als solcher beschimpft, wenn er nicht gut mit Ausländern kann.“

          Dem will ich gern widersprechen, denn es wurde „jeder“ als Schwarzseher, besorgter Bürger und Nazi tituliert, der diese Entwicklung vorausgesagt hat.

          Dass die ewigen Denunzianten davon jetzt nichts mehr wissen wollen, war ebenso vorhersehbar.
          Wie wäre es denn stattdessen mit einem einfachen Eingeständnis, dass man sich geirrt hat? Das würde wenigstens zeigen, dass man Courage hat und man muss die Versäumnisse der Vergangenheit nicht leugnen!

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          1. Besorgter Bürger wirft vieles zusammen und bleibt nebulös.
            Welche Entwicklung wurde vorausgesagt?
            * Wohnungs-Einbrüche fast verdoppelt
            * Gewaltkriminalität um 1,5% gestiegen
            * insgesamt weniger Straftaten
            Wer eine oder mehrere dieser Kernaussagen vorausgesagt hat, wurde angeblich als Schwarzseher, besorgter Bürger und Nazi tituliert.

            Auch hier wäre Differenzierung nötig. Nur wenige besorgte Bürger werden auch Nazi sein.

            Ich kenne niemanden, der die zwei letzten Befunde der Wasserburger Polizei vorausgesagt hat; wenn doch, dann sage ich: Hut ab vor diesem Hellseher.

            Wie konnte jemand, der insgesamt weniger Straftaten vorausgesagt hat, als Schwarzseher bezeichnet worden sein? Wer sind die „die ewigen Denunzianten”?

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  2. Die Einbruchszahlen fast verdoppelt, aber dafür rüstet die Stadt jetzt bei den Blitzern auf.

    Ich mein, das ist schon in Ordnung, dass auf den Verkehr geschaut wird, aber die Einbruchszahlen find ich als normaler Bürger schon irgendwie „beängstigend“ und machen mich irgendwie „unruhig“.

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  3. Anstatt die Beamten mit irgendwelchen Statistiken im Büro zu beschäftigen, wäre es vielleicht sinnvoller, mehr Präsenz auf der Strasse zu zeigen.

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  4. …und wenn man nach dreifachem Wohnungseinbruch (innerhalb von zwei Monaten im selben Haus) der Polizei den Täter eindeutig identifiziert liefert (da man ihn selbst 2x überrascht hat), wird das Verfahren eingestellt, da der Täter 17 ist (war), einen festen Wohnsitz (in Wasserburg) hat und einer geregelten Arbeit (in Wasserburg) nachgeht…schön diese Person wöchentlich grinsend in der Stadt zu treffen – ein Hoch auf unsere Justiz.

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    1. @Mav
      Wenn das stimmt wäre es ja Wahnsinn!!!
      Da ist jemand zweimal (oder mehrmals?) in die Wohnung (Privatsphäre!) von jemanden eingedrungen, und dann
      soll das Verfahren eingestellt werden?!
      Wo sind wir denn???? Armes Deutschland…

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